Verwendungsnachweis: Mitte : Erdball
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
David Junker
| Funktion | Stadtplaner |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Soziale Stadtentwicklung Altstadt
Projektbeschreibung
Den Projektort bildet das Altstadtquartier. Fehlende Nachbarschaftsnetzwerke sowie Bewohner*Innen die bisher nicht, an denen der Öffentlichkeit übertragenen Mitgestaltungsmöglichkeiten partizipieren prägen dieses Quartier. Entsprechend dieser Problemlage steht daher das Sondieren der Bedürfnisse und Bedingungen, eines niedrigschwelligen Beteiligungsinteresses marginalisierter Gruppen, zunächst im Fokus des Projektes.Das menschliche Bedürfnis zur Teilhabe und Teilgabe wird damit aufgegriffen.
Mit diesem neuen Projekt der sozialen Stadtentwicklung, soll als experimenteller und ergebnisoffener Prozess erstmals versucht werden, die Quartiersbewohner*innen für die Mitgestaltung an ihrer Stadt zu gewinnen. Dazu ist es essentielles Ziel einen unmittelbaren Nutzen sowie greifbaren und langfristigen Gewinn für das eigene Leben im Quartier vermitteln zu können. Es soll ohne Zwang ein Bewusstseinswandel und Handlungswille implementiert werden, der die Bewohner*Innen dazu befähigt u.a. die öffentlichen und halböffentlichen Bereiche der Stadt räumlich und thematisch zu erobern. Insbesondere die Arbeit an einem gemeinsamen Platz/Ort, zu letztendlich auch ganz unterschiedlichen Thematiken, bildet den Ansatz eine freiwillige Vernetzung und Kooperation auszuprobieren und entsprechend ein kollektives Handeln zu etablieren. Mit Fortschreiten des Projektes soll daraus eine sich selbsttragende und offene Organisationsform entstehen. Diese Organisation soll im Weiteren mit ihren basisdemokratischen Diskussions- und Entscheidungsstrukturen ein ernstzunehmender Akteur werden, der entsprechend Durchsetzungsstark ein „Agenda-Setting“ für die quartiersbezogenen Zukunftsprozesse zu generieren imstande sein sollte. Ziel ist es bei den Bewohner*innen ein kollektives Selbstwertgefühl zu schaffen, um eine Teilhabe am Weiterbauen und Gestalten des Quartiers einzufordern.
Die Initiierung des modellhaften Projektes erfolgt durch die Stadt. Die Umsetzung durch ein Quartiersmanagement, soll jedoch explizit unabhängig und ohne sichtbare Präsenz der kommunalen Institutionen erfolgen, um ein darin vermutetes Hemmnis für die Bewohner*innen auszuschließen. Der experimentelle nonkonformistische Projektansatz, wird dahingehend jedoch durch die entsprechende Bereitschaft zur Überlassung von Räumen und auch durch eine „aktive Zurückhaltung“ unterstützt werden („Schaffen und Zulassen von Möglichkeitsräumen"). Die Kommune ermöglicht die Bereitstellung von Ressourcen und ist damit Teil der Lösung.
Laufzeit
2020-11-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der historischen Altstadt Osterodes sowie einigen weiteren Stadtvierteln bilden u.a. multikulturell-/ethnisch geprägte Nachbarschaften wesentliche Teile der Bevölkerung. Im besonderen Maße wird jedoch das Quartier Altstadt von dieser sozialräumlichen Situation bestimmt. Konträr zu anderen Vierteln im Gemeindegebiet, formen hier das räumlich-nahe Zusammenleben mehrerer Generationen, migrantische Bevölkerungsgruppen und eine tendenziell eher jüngere demografische Struktur einen spezifischen Quartierscharakter. Des Weiteren prägen das zu großen Teilen baulich-defizitäre Wohn- und Freiraumangebot (u.a. Verfall, Leerstände, Vandalismus) sowie das damit einhergehend geringere Wohnkostenniveau die Segregation (bzw. auch dessen Verstetigung) von ökonomisch-leistungsschwächeren Haushalten die Altstadt. Es droht ein Negativ-Image und die Tendenz zum sozialen Brennpunkt.
Insbesondere diese Nachbarschaften sind zugleich bis heute weitgehend vom öffentlichen Diskurses zur künftigen Entwicklung ihres Quartiers ausgeschlossen bzw. hier nicht präsent. Eine Beteiligung der multikulturellen, multiethnischen und/oder auch ökonomisch-marginalisierten Nachbarschaften scheitert offenbar an fortbestehenden Hemmnissen und unsichtbaren Barrieren. Es wird jedoch vom klaren Wunsch zur Mitgestaltung der lebensweltlichen Umgebung ausgegangen .
Neben der fehlenden Inklusion in die kollektive Weiterentwicklung der Stadt, besteht auch ein überwiegendes Nebeneinander der Bewohner*Innen bzw. ein Verbleib in den verschiedenen sich separierenden Communities. Die ausbleibende Interaktion wird durch Beziehungshemmnisse im Rahmen von kulturellen, ethnischen und ökonomischen Disparitäten bedingt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osterode am Harz Altstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die historische Altstadt innerhalb der Stadtmauer. Der anliegende Fußweg an der "Schildwache" bildet damit den Gebietsumfang. Im Norden wird der Bereich begrenzt durch die Johannistorstraße und den Johannistorplatz. Im Osten bilden die Brauhausstraße der Brandruine des ehemaligen Lichtspielhauses sowie die Jacobitorstraße den Zugang zur Altstadt. Im Süden der Altstadt prägen Gärten und Freiflächen an der Stadtmauer die Begrenzung des Gebietes. Im Westen bildet die Straßen am ehemaligen Neustädter- sowie dem Marientor den Zugang zum Gebiet.
Einwohnerzahl
1604
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro der Stadt Osterode am Harz
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bürgerbüro der Stadt Osterode am Harz.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung der Stadt Osterode am Harz.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
mitte_erdball_1.jpg
(824.34 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das niedrigschwellig ansetzende Projekt erfordert die direkte alltagsweltliche Ansprache und Mitnahme der Bewohner*Innen im Quartier. Dies kann nur durch ein entsprechend ausgebildetes und persönlich engagiertes Quartiersmanagement (QM) geleistet werden. Zugleich muss ein weitmöglichst selbstständig arbeitendes und entscheidendes QM, zur direkten bzw. situationsgerechten Handlungsbefähigung bei der Umsetzung der Ziele des Projektes berechtigt sein. Dies bedingt auch die Bereitschaft des Antragsstellers, der Stadt Osterode am Harz, die Bereitstellung von unabhängigen Geldern für das „Community Organizing“ zu ermöglichen. Des Weiteren wird die Unmittelbarkeit vor Ort und die konsequente Sicherstellung der institutionsferne als wichtige Voraussetzungen zur Akzeptanz des QM betrachtet.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohner*innen übernehmen sukzessiv selbstständig die Organisation und Durchführung von Aktionen. Ein neues kollektives Selbstwertgefühl der Menschen im Quartier wird sichtbar und es erwächst die Forderung nach Teilhabe.
Kriterium
Beschreibung
Nachbarschaften werden nach Innen und Außen als lebendige und aktive Orte des sozialen Zusammenlebens sichtbar.
Beschreibung
Aktionen im Quartier werden basisdemokratisch, eigeninitiativ und selbstständig geplant bzw. durchgeführt. Der Impuls geht von den organisierten Bewohner*innen selbst aus.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner*innen unterstützen und solidarisieren sich miteinander. Vernetzung mit anderen gemeinwohlorientierten Einrichtungen im Quartier (Bildungseinrichtung, Rotes Kreuz, Kirche) im Rahmen des lebensweltlichen Interesses bzw. aktionsbezogen.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
(Kommune) - Im Zuge der Bereitstellung von Ressourcen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Aus der Arbeit des QM wird ein nachhaltiger Impuls für die Selbstorganisation der Bewohner*Innen entwickelt. Es handelt sich somit um einen dynamisch wachsenden Prozess ohne Endpunkt. Die langfristige Finanzierung der Sozialen Stadtentwicklung im kommunalen Haushalt ist Teil dieser Strategie zur Verstetigung. Mit der Einrichtung eines Fonds sollen die Aktivitäten der Selbstorganisation unbürokratisch direkt unterstützten werden. Dieser Rahmen sichert die Weiterführung der Ideen des QM.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
WeRi AKTIV (Westliches Ringgebiet: Aktivitäten, Koordination, Toleranz, Initiierung, Vernetzung)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Lale Vahabzada
| Funktion | Projektkoordinatorin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
WeRi AKTIV - (Aktivitäten, Koordination, Toleranz, Initiierung, Vernetzung im Braunschweiger Stadtteil Westlicher Ring)
Projektbeschreibung
Im Quartier „Westliches Ringgebiet“ soll vernetzte Gemeinwesenarbeit mit Schwerpunkten auf Integration u. demographischen Wandel u. die Nutzung der sozialen Infrastruktur nach mehr als 2 Jahren Coronaopandemie gefördert werden. Ausgangspunkt ist der bestehende "Garten ohne Grenzen" als Treffpunkt der Generationen im Quartier. Die Herausforderungen des demographischen Wandels und Integration, seit Februar ´22 auch von ukrainischen Kriegsvertriebenen, berühren alle Bereiche des Gemeinwesens. Es sollen integrative Handlungsansätze entwickelt werden, die die Gemeinwesenarbeit mit der Quartiersentwicklung verknüpfen.
Das „Westliche Ringgebiet“ zeichnet sich durch Nachbarschaften mit kultureller Vielfalt u. langjährigen Bemühungen um die Gestaltung der sozialen u. städtebaulichen Infrastruktur im Rahmen des Quartiersmanagements aus. Das Projektgebiet umfasst insbesondere den südlichen Teil des Westlichen Ringgebietes, der als statistischer Bezirk "Wilhelmitor Süd" abgegrenzt ist.
Mithilfe einer anfänglichen Explorationsphase soll in Einbeziehung des Quartiersmanagements evaluiert werden, inwiefern eine Unterversorgung der Gemeinwesenarbeit besteht. Inhaltliche Versorgungslücken sollen mit entsprechenden Mitteln u. Maßnahmen geschlossen werden. Durch Vernetzung sollen neue Handlungsmöglichkeiten erschlossen werden u. Maßnahmen im Quartier verankert werden.
Vor dem Hintergrund der Versuche von Rechtsextremen, den öffentlichen Raum im Quartier einzunehmen, sollen auch Möglichkeiten gefunden werden, um Toleranz u. ein friedliches Miteinander fortzusetzen.
Folgende Bausteine werden als Erhebungs- und Umsetzungsgrundlage zugrunde gelegt:
• Nachbarschaftsaktivitäten an öffentlichen Orten
- Garten ohne Grenzen, Frankfurter Platz, Jugendplatz Westbahnhof u.a.
• Beratung u. Aufklärung
- Arbeitsmarkt, Schule, Familie, Erziehung, Ernährung
• Bildung u. Freizeit
- Kunst, Kultur, Sport, Angebote f. Kinder
• Politische u. Allgemeine Bildung (Politik in Deutschland, EU, Kampf gegen Rechtsextremismus)
Das Projekt „WeRi AKTIV“ trägt zur Integration der Handlungsansätze bei und schafft bedarfsgerechte, generationsübergreifende Angebote für prioritäre Zielgruppen, um verschiedene Perspektiven in einen Austausch treten zu lassen. Das Projekt fördert gemeinsame Aktivitäten mit bestehenden Initiativen, um gemeinsam mit Migrantinnen der Nachbarschaft Ideen umzusetzen. Als Anlaufstelle für Verwaltungstätigkeiten u. Recherche dient ein Büro in der Innenstadt.
Laufzeit
2022-08-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die vielfältige soziale Infrastruktur des Westlichen Ringgebiets konnte während der Covid-19 Pandemie nur eingeschränkt genutzt werden. Die sozialen Kontakte in der Nachbarschaft wurden in allen Altersgruppen reduziert. In dieser Situation haben Rechtsextreme im Umfeld der Partei „Die Rechte“ versucht, durch Infostände, Demonstrationen, Einschüchterungen und auch die Ansiedlung im Stadtteil den öffentlichen Raum einzunehmen. Es kam zu regelmäßigen Polizeieinsätzen. Die Stadtteilkonferenz des Westlichen Ringgebietes reagierte mit der Initiative „Platz für Vielfalt“ am Frankfurter Platz. Ein weiteres Einsetzen für Toleranz und Vielfalt ist notwendig.
In dem Quartier bestehen weiterhin sozialräumliche Probleme, die sich durch Verdrängungseffekte für benachteiligte Anwohnergruppen verschärfen. Im Projektgebiet liegt der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund mit 34% höher als im Durchschnitt der Stadt Braunschweig (28,4%). Der Anteil an Personen in Bedarfsgemeinschaften nach dem SGB II liegt mit 11,0% signifikant über dem Durchschnitt von Braunschweig (7,0%). Der Anteil ist an Arbeitslosen liegt bei 4.6 % (2,6% Braunschweig gesamt).
Wie kein anderer Stadtteil prägte die Industrie das "Westliche Ringgebiet". Infolge der Industrialisierung entstanden im Quartier ganze Wohnviertel für die Arbeiter. In den siebziger Jahren des vorigen Jahrhunderts kam für viele Fabriken das Ende: Konkurse, Werkschließungen und Massenentlassungen.
Durch den Abzug der Arbeiter wurden viele Wohnungen frei und in diese preiswerten Wohnungen zogen Gastarbeiter und Asylbewerber, es bildete sich ein multikulturelles Wohnviertel.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Wilhelmitor-Süd
Beschreibung
Das Projektgebiet Wilhelmitor-Süd ist der statistische Bezirk 11 der Stadt Braunschweig und umfasst den südlichen Teil des Stadtbezirks Westliches Ringgebietes. Das Gebiet wird im Nordwesten durch die Broitzemer Straße begrenzt. Im Norden grenzt es an den Madamenweg. Im Osten folgt die Grenze dem Verlauf des Flusses Oker bis zur Trasse der Eisenbahngleise zwischen Braunschweig Hbf-Vechelde im Süden. Im Westen wird das Gebiet durch die Autobahn A 391 begrenzt.
Einwohnerzahl
7975
Quelle / Anmerkungen
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021 / Bundesagentur für Arbeit, Quartalsdaten Arbeitslose, SGB-II am 30.09.2021 Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Als nicht-investives Projekt trägt das Projekt zur Umsetzung des im Braunschweiger Zukunftsbild 2016 formulierten Handlungsauftrag „Kultur- und Bildungsangebote sowie generationsübergreifende Lern- und Freizeitangebote in den Quartieren für alle Bewohnerinnen und Bewohner schaffen“ bei. Als mögliche nächste Schritte wurden darin „Bestands- und Bedarfsanalyse von Angeboten durchführen; bestehende Orte und Angebote stärken und vernetzen; nach Bedarf neue Orte und Angebote definieren“ genannt.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
2
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021 / Bundesagentur für Arbeit, Quartalsdaten Arbeitslose, SGB-II am 30.09.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021 / Bundesagentur für Arbeit, Quartalsdaten Arbeitslose, SGB-II am 30.09.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Melderegister; Bevölkerung am Ort der Hauptwohnung am 31.12.2021
Stadt Braunschweig / Referat Stadtentwicklung, Statistik, Vorhabenplanung / 0120.12-Phi / 22.03.2022
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz von Gemeinwesenarbeit entsprechend der Definition der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen e.V., allerdings mit einer themen- und zielgruppenspezifischen Fokussierung. Die Durchführung des Projekts erfolgt in enger Abstimmung mit der Plankontor Quartiersmanagement GmbH, die von der Stadt Braunschweig mit dem Quartiersmanagement im Westlichen Ringgebiet beauftragt wurde.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
...es uns gelingt, in einen inhaltlichen Austausch mit anderen Braunschweiger Projekten der Gemeinwesenarbeit zu treten und gegenseitig von den Erfahrungen und Inhalten profitieren zu können
Kriterium
Beschreibung
...es uns gelingt, unser Vorhaben der Einbindung von Migrant*innen, Frauen und älteren Menschen im Quartier zu realisieren
Kriterium
Beschreibung
...es uns gelingt, im "Garten ohne Grenzen", der Keimzelle des Projekts, unter Beteiligung von Menschen unterschiedlicher Herkunft einen selbst verwalteten Beirat zu installieren
Kriterium
Beschreibung
...es uns gelingt, mit Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden Handlungskonzepte zur Förderung der beruflichen Integration von Menschen im Quartier auf den Weg zu bringen
Beschreibung
...es uns gelingt, gemeinsam Veranstaltungsformate mit den unterschiedlichen Bewohner*innengruppen zu entwickeln und diese gemeinsam durchzuführen
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Die südliche Hälfte des Braunschweiger Stadtbezirks 310 wurde 2001 als Sanierungsgebiet "Westliches Ringgebiet" förmlich festgelegt und in das Städtebauförderungsprogramm "Soziale Stadt“/ seit Anfang 2020 „Sozialer Zusammenhalt – Zusammenleben im Quartier gemeinsam gestalten“) aufgenommen.
Die Stadt Braunschweig hat die plankontor Stadt & Gesellschaft GmbH im September 2002 mit dem Quartiersmanagement beauftragt. 2002 wurde auch das Stadtteilbüro in der Hugo-Luther-Straße 60a eingerichtet, in dem plankontor integriert in das Quartierszentrum seither seinen Sitz hat.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Mütterzentrum Braunschweig e.V. / MehrGenerationenHaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche im westlichen Ringgebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flickwerkstatt Werkstatt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Spielstube Hebbelstraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum Schwedenheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement plankontor GmbH
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Es wird angestrebt dass innerhalb des 3 Jahre das Angebot in der Bevölkerung verankert ist und weiterhin eine hohe Nachfrage für das Angebot besteht. Dies kann jedoch nur weiterhin mit zur Verfügung stehenden Personal weiter geführt werden. Aus diesem Grunde wird frühzeitig mit der Stadt Braunschweig so wie anderen Sponsoren darüber erhandelt werden die sich an der Finanzierung zur Verstetigung des Projektes beteiligen.
11. Medien
Galerie
Videos
2_078_24_film_garten-ohne-grenzen_klein.mp4
(131.93 MB)
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Prävention im Dichterviertel - Poets that care
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Ritterhoff
| Organisation | kvhs Ammerland gGmbH |
|---|---|
| Funktion | Bildungskoordinator |
2. Kurzbeschreibung
Prävention im Dichterviertel - in Abstimmung mit dem Präventionskonzept der Gemeinde
Projektbeschreibung
Das Dichterviertel in Rastede ist das Ankunftsquartier für MigrantInnen in der Gemeinde Rastede. Die Gemeinde hat ca. 22.000 EinwohnerInnen. Von diesen wohnen ca. 370 Personen im Dichterviertel. Das Dichterviertel kennzeichnet sich sozial durch Transfergeldempfängerhaushalte, einen hohen Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund, Familien mit mehreren Kindern in oft zu kleinen Wohnungen (a), baulich durch Geschosswohnungsbau der 1960er Jahre in einer Randlage direkt an der Autobahn gelegen neben der Förderschule (b), funktional durch ein reines Wohngebiet (c) und symbolisch durch einen schlechten Ruf in der gesamten Gemeinde (d). Das Projekt setzt an Ergebnissen an, die im Rahmen einer Umfrage (Vollerhebung) unter Schülerinnen und Schülern im Kontext Communities that Care (CTC) und Prävention an den Schulen der Gemeinde durchgeführt worden ist. Das Projekt setzt dabei am entstandenen Präventionskonzept der Gemeinde an und will dies mit einem besonderen Quartiersschwerpunkt im am stärksten belasteten Quartier der Gemeinde vertieft umsetzen, um die Resilienz zu stärken, Erziehungskompetenzen weiterzuentwickeln und so präventiv zu wirken. Im Mittelpunkt im Quartier stehen dabei Frauen und Kinder - unter anderem neuzugewanderte aus afrikanischen Staaten. Nach den Umfrageergebnissen sind zentrale Handlungsansätze die Stärkung elterlicher Erziehungskompetenzen, die Förderung der Sozialkompetenzen und Lebenskompetenzen von Kindern. Die Gemeinde setzt hier mit ihren Maßnahmen insbesondere im Kontext Schule an. Das Projekt will dies in der Lebenswelt Quartier und hier mit einem Fokus auf den Müttern in der Wirkung verstärken. Dafür sollen Programme der Grünen Liste Prävention im Quartier umgesetzt werden. Darüber hinaus soll die eingesetzte, in der Quartiersarbeit erfahrene Sozialpädagogin vor Ort Gemeinwesenarbeit vorantreiben. Durch die Pandemie wurde das lokale Sozialkapital geschwächt. Zur Stärkung des lokalen Sozialkapitals soll auf vorherigen Projekten aufgebaut werden und das Dichterviertel soll ein Quartier der Gesundheit werden - mit einem Fokus auf Nutzgärten und Bewegung.
Ziel ist somit die die Gemeinde umfassende Präventionsstrategie in der Lebenswelt "Dichterviertel" integriert umzusetzen und zu vertiefen. Eine wichtige Bedeutung kommt dabei im Einklang mit CTC dem Begriff "community" zu - dem Sozialraum.
Inwieweit der Sozialraum Dichterviertel von den Folgen des Ukraine-Krieges betroffen sein wird ist dabei gegenwärtig noch nicht abzusehen.
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Dichterviertel in seiner Struktur wurde bereits in der Kurzbeschreibung dargestellt. In Kurzform: Starke räumliche Konzentration benachteiligter Haushalte - in der Regel mit Migrations-/Fluchterfahrung in beengtem Wohnraum in reiner Wohnsiedlung in örtlicher Randlage mit stigmatisierendem, negativem Image. Die Situation vor Ort ist weiterhin gekennzeichnet durch ein hohes Maß an Fluktuation ("Wer es geschafft hat zieht weg"), so dass eine Quartiersidentität nur schwach ausgeprägt ist. Aktuell ist vor allem ein Zuzug alleinerziehender Frauen aus afrikanischen Staaten zu beobachten - die 'Versorgung' mit Sprachkursen läuft dabei über die Integrationskurse der kvhs und ehrenamtliche Tätigkeiten im MitEinAnder. Die vorhandenen Grünflächen sind mit Ausnahme des, von der kvhs mit BewohnerInnen entwickelten, Dichtergartens weitgehend ungenutzt und ungepflegt. Aus Gesprächen mit Bewohnerinnen und Kontakten mit dem Jugendamt ist zudem bekannt, dass häusliche Konflikte häufig sind und viele Familien sich mit der Erziehung ihrer Kinder überfordert fühlen. Ein Beispiel dafür ist die Nutzung von Handys (z. T. auch Pornographie) und der Konsum von Betäubungsmitteln durch die Kinder. Gerade die Frauen und Mädchen sind in ihren Aktivitäten auf die Lebenswelt Quartier beschränkt. Frauen verlassen das Quartier häufig nur zum Einkaufen und Mädchen nur für die Schule. Innerfamiliär ist eine 'klassische' Aufgabenverteilung, wonach die Frauen für die Erziehung der Kinder zuständig seien und die Männer für andere, nicht näher benannte Dinge, der Regelfall - sofern Männer überhaupt anwesend sind. Aktuell sind die Folgen des Ukraine-Krieges für das Viertel noch nicht absehbar.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Rastede Dichterviertel
Beschreibung
Das Dichterviertel liegt am Rande des zentralen Ortes der Gemeinde Rastede - die Gemeinde hat 21.000 EinwohnerInnen und das Dichterviertel nach aktuellen Angaben der Gemeinde 356. Im Westen wird es durch die BAB A29 abgegrenzt. Im Süden befindet sich ein Landschaftsbaubetrieb, der das dortige Areal als Bauhof nutzt. Direkt daneben findet sich ein landwirschaftlicher Betrieb. Im Norden befindet sich eine von zwei Förderschulen im Landkreis Ammerland als Grenze. Zur Siedlung hin offen ist das Viertel mittlerweile in Richtung Osten. Hier wurden in den vergangenen Jahren einige Unterkünfte errichtet, die als Flüchtlingsunterkünfte dienen. Daher unterscheidet sich die Gebietskulisse auch vom letzten Förderantrag (Ausgewaschen), da wir diese neuen Gebäude und deren Bewohner mit in die Förderkulisse aufnehmen wollen. Nachdem direkt nach der Fertigstellung der neuen Gebäude zunächst Zäune zwischen diesen und dem Dichterviertel aufgestellt worden sind, wurden diese vor ca. 18 Monaten wieder abgebaut. Die weitere Bebauung östlich des Quartiers besteht im Wesentlichen aus Einfamilienhäusern. Der nächste Discounter befindet sich in ca. 1,6 km Entfernung. Die Größe des Gebietes umfasst nach Angaben der Gemeinde ca. 20.400 Quadratmeter
Einwohnerzahl
356
Quelle / Anmerkungen
Angaben der Gemeinde - somit nur offiziell gemeldete EinwohnerInnen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle Auswertung aus dem Jobcenter - zu berücksichtigen ist, dass von den 21.000 Menschen in der Gemeinde lediglich 356 im Projektgebiet wohnen - also ca. 1,7 %.
Rastede Lessingstraße in %
Bedarfsgemeinschaften (Dez 21) 423 30 7,09%
Erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 598 70 11,71%
davon >=25 Jahre 488 46 9,43%
davon ausl. Staatsangehörigkeit) 220 53 24,09%
Nicht erwerbsfähige Leistungsberechtigte (Dez 21) 246 35 14,23%
davon ausl. Staatsangehörigkeit 107 25 23,36%
Arbeitslose SGB II 206 18 8,74%
davon U25 20 14 70,00%
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
miteinander_-_gute_nachbarschaft_-_karte.pdf
(128.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit zielt darauf ab, Menschen dazu zu befähigen und zu unterstützen ihre eigenen Bedürfnisse zu entdecken und zu artikulieren - individuell im Sozialraum. Sozialer Raum ist nicht nur geographisch, sondern auch soziologisch zu verstehen als eigene Lebenswelt (spatial turn). Die Bedeutung des sozialen Raumes in der Gemeinwesenarbeit und allgemein für die Entwicklung von Lebenschancen ist Thema der Stadtforschung seit den 1920er Jahren (Chicago School, Robert Ezra Park).
Die Bedeutung eines lokalen Gemeinwesens für die Entwicklungs- und Lebenschancen der Bewohnerschaft, verhandelt unter dem Begriff Quartierseffekte, ist unbestritten. Während in den USA traditionell eher der Ansatz Moving to Opportunity, also der Umzug als Option zur Verbesserung der Lebenschancen gewählt wird, wird im EU-Raum und in Deutschland eher die behutsame Sanierung unter Einbindung der Bewohnerschaft als Strategie verfolgt - von der behutsamen Erneuerung über das Bund-Länder-Programm Soziale Stadt bis zu aktuellen Förderkulissen- und Programmen. Im Dichterviertel soll ein Gemeinwesen unter verschärften Bedingungen geschaffen werden, die wenigen vorhandenen Reste stabilisiert werden, es soll im Quartier ein Diskurs über Erziehung und den Umgang in Gang gebracht werden, der zu einer veränderten gelebten Praxis vor Ort führt, so dass sich der Habitus des Ortes wandelt - von der Hinnahme zur Gestaltung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn die Angebote von den Menschen genutzt werden und diese bei der Ausgestaltung der Angebote aktiv mitwirken und diese mitdefinieren.
Kriterium
Beschreibung
Standard ist erreicht, wenn Angebote ohne weitere Unterstützung der erfahrenen Sozialpädagogin fortgeführt werden können was Selbstwirksamkeit der BewohnerInnen in den Angeboten voraussetzt.
Kriterium
Beschreibung
Standard erreicht, wenn es gelingt die Erfahrungen des Projektes in den gemeindeweiten Präventionsprozess einzuspeisen und hier integriert an-, mit- und füreinander gelernt wird. Stärkung der Vernetzung zur Gemeindeverwaltung ist ebenfalls ein Ziel.
Kriterium
Beschreibung
Standard erreicht, wenn die Stärkung der Quartiersidentität gelingt, in dem z. B. alle sich füreinander und den Zustand des öffentlichen Raumes verantwortlich fühlen (vg. Jane Jacobs Death and Life of American Cities).
Vorhandene Strukturen
Seit Mitte 2015 gibt es im Dichterviertel in einer 3-Zimmer-Wohnung den Quartierstreff MitEinAnder. Dieser hat in den vergangenen Jahren darüberhinaus aus einem ehemaligen Waschhaus einen Treffpunkt für Männer geschaffen der mittlerweile ehrenamtlich weitergeführt wird und vor ca. drei Jahren damit begonnen einen BewohnerInnengarten zu entwickeln. Das MitEinAnder wird durchgehend von der kvhs Ammerland gGmbH verantwortet und arbeitet seit Beginn mit einem quartiersbezogenen Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Durch Flucht und Vertreibung hat sich die Bewohnerschaft stets gewandelt. Aktuell ziehen vermehrt Menschen aus afrikanischen Staaten ins Dichterviertel und sind weitestgehend abgekoppelt von der bestehenden Bewohnerschaft. Da es sich bei den zuziehenden aus Afrika vorwiegend um alleinerziehende Mütter handelt, sollen diese mit der Arbeit des MitEinAnder stärker in das lokale Gemeinwesen integriert werden. Die vor Ort tätige Sozialpädagogin entwickelt am Bedarf orientiert kontinuierlich Freizeitangebote und arbeitet darüber hinaus aufsuchend und steht auch zu allgemeiner Beratung und Unterstützung zur Verfügung. War in den vergangenen Jahren der BewohnerInnengarten und damit verbunden das Thema Gesundheit ein großes Handlungsfeld soll nun die Gelegenheit genutzt werden, dass die Gemeinde sich dem Treff gegenüber sehr positiv äußert und im Rahmen des Präventionskonzeptes an den Themen Erziehungs- und Sozialkompetenz mit Methoden der Gemeinswesenarbeit gearbeitet werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kinderschutzbund Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung der Diakonie Ammerland
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Gemeinde fördert die kvhs mit ca. 10.000,- € jährlich, so dass eine Personalgestellung für Projektleitung, etc. erst möglich wird. Ziel ist es diese Zusage im Rahmen der vereinbarten Evaluation in 2024/2025 zu verstetigen/zu entfristen, um somit einen Grundstock für weitere Förderungen zu schaffen. Das Präventionskonzept der Gemeinde ist unbefristet beschlossen worden und die enge Anbindung der Arbeit des MitEinAnder an dieses Konzept und CTC ist dabei ein weiterer Baustein.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
FriedlandGarten - Ort der Begegnung
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Bettina Bruder
| Funktion | Verwaltungsfachkraft |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Der solidarische Nachbarschaftsgarten für mehr Miteinander und Vielfalt in Friedland
Projektbeschreibung
Mit dem solidarischen Nachbarschaftsgarten für mehr Miteinander und Vielfalt in Friedland wird ein Ort der Begegnung und Verständigung von der Gemeinde Friedland geschaffen. Dabei baut das Projekt auf den Erfahrungen der LEB in den Jahren 2017-2020 auf. Die für die Gemeinde, ihre Bewohner und zeitweiligen Gäste im Grenzdurchgangslager Friedland wichtige Begegnungsstätte wird von einer Überbrückungsfinanzierung auf langfristige, stabile Füße gestellt. Wichtigste Aufgabe des Gartens ist es, Angebote für Einwohner der Gemeinde Friedland und Bewohner des Grenzdurchgangslagers zu schaffen, die einen Beitrag zu besserer Verständigung, einer Begegnung auf Augenhöhe, einem Kennenlernen der gegenseitigen Kulturen und einem gemeinsamen Erleben und Gestalten des Gartens leisten. Für die Bewohner des Grenzdurchgangslagers bedeutet der Garten eine Möglichkeit zu sinnstiftender Beschäftigung, eine Möglichkeit aktiv zu werden und einen Freiraum in der Zeit des Übergangs. Der Garten bietet die Möglichkeit anzukommen, sich willkommen zu fühlen und erste Schritte der Integration zu gehen. Dabei können ganz unabhängig von Sprache und Beschäftigungsverhältnissen die eigenen Kompetenzen aus dem Herkunftsland eingebracht werden.
Der Garten setzt dabei auf Kooperation mit anderen Einrichtungen in der Gemeinde. Eine besondere Bedeutung haben dabei das Grenzdurchgangslager und die auf dem Gelände befindlichen Einrichtungen. Zudem steht der FriedlandGarten in engem Austausch mit weiteren sozialen Einrichtungen der Gemeinde Friedland, so z. B. dem Kinder- und Jugendbüro, dem Familienzentrum, der Gleichstellungsbeauftragten, den Kindergärten (in evangelischer und katholischer Trägerschaft), der Leinetal-Grundschule, der Carl-Friedrich Gauss-Gesamtschule in Groß Schneen, dem Museum Friedland, dem Regionalen Umweltbildungszentrum (RUZ) in Reinhausen. Auf Landkreisebene wird mit der Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe in Göttingen und der Familienbildungsstätte zusammengearbeitet.
Bei den eingesetzten Methoden handelt es sich vornehmlich um niedrigschwellige Angebote, um konkretere Angebote für einzelne Zielgruppen, aber auch Angebote zur Stärkung der persönlichen Ebene. Hinzu kommen das Versenden eines regelmäßigen Newsletters und weitere Öffentlichkeitsarbeit. Für die Mitarbeitenden sind bedarfsorientierte Fortbildungen eingeplant.
Laufzeit
2021-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Gemeinde Friedland ist eine Gemeinde im Landkreis Göttingen im südlichsten Zipfel Niedersachsens nahe dem Drei-Länder-Eck mit Hessen und Thüringen. Der Name wurde auf alle 14 umliegenden Dorfgemeinden übertragen, der Verwaltungssitz liegt in Groß Schneen. Friedland ist seit Jahrzehnten geprägt durch das Lager Friedland. Das Grenzdurchgangslager (GDL) verfügt heute über eine Aufnahmekapazität von 820 Plätzen. Es werden unterschiedliche Personengruppen am Standort untergebracht, die zwischen 1-2 Wochen und max. 3 Monate, bleiben, bevor die Weiterreise in andere Bundesländer oder in andere Kommunen Niedersachsens erfolgt.
Diese lange Tradition der Aufnahme verschiedener Menschen mit Flüchtlings- oder Migrationshintergrund, oft nur für eine kurze Zeit, prägt die Ausgangslage in der Gemeinde Friedland. Bei 13.016 Einwohnern, machen die Bewohner des GDL bis zu sieben Prozent der Einwohner aus.
Friedland ist für viele der GDL-Bewohner die erste Station in Deutschland, aber die wenigsten bleiben. Das bedeutet, dass der Aufenthalt in Friedland aus Bewohnerperspektive mit großen Unsicherheiten verbunden ist. Es gibt einzelne Angebote für die Bewohner, aber langfristige Perspektiven wie z. B. Arbeitsgelegenheiten u. ä. gibt es nicht. Für die Einwohner Friedlands gibt es wenig Gelegenheit, mit den GDL-Bewohnern in Kontakt zu kommen, häufig sind Begegnungen eher distanziert und skeptisch. Gleichzeitig ist eine breite Akzeptanz des GDL und seiner Bewohner enorm wichtig für die Gemeinde, um Konflikte zu vermeiden und die positiven Effekte des GDL zu erhalten, wie z. B. einen größeren Gemeindehaushalt und Landes- bzw. Bundesgelder sowie Arbeitsplätze in der Gemeinde.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Gemeinde Friedland / Ortsteil Friedland mit Grenzdurchgangslager
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst die gesamte Gemeinde Friedland mit den bis zu 820 Bewohnern des GDL, den 1318 Einwohnern des Ortsteil Friedland und den 13.016 Einwohnern der Gemeinde Friedland insgesamt. Wesentliche Bestandteile des Gebietes für das Projekt sind die sozialen Einrichtungen der Gemeinde. Das Gelände des FriedlandGarten umfasst 0,8 ha östlich der Leine. Der ehemalige Obstgarten eines Biolandbetriebs wurde zu einem Gemeinschaftsgarten umfunktioniert.
Einwohnerzahl
1318
Quelle / Anmerkungen
http://www.statistik.niedersachsen.de
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Gemeinde Friedland, und insbesondere der Ortsteil Friedland sind geprägt vom GDL und seinen Bewohnern. Zu den 1.318 Einwohnern des Ortsteils Friedland kommen bis zu 820 GDL-Bewohner, die meist nur zwischen 1-2 Wochen bis max. jedoch 3 Monate in Friedland bleiben. Diese machen einen Anteil von knapp 40% aller Bewohner aus, was die Gemeinde Friedland und den Ortsteil Friedland vor besondere Herausforderungen stellt.
Die Gemeinde Friedland hat schon lange Erfahrungen mit einer großen Erstaufnahmeeinrichtung, sie gehört mit zur Identität der Gemeinde als „Tor zur Freiheit“. Da die Menschen aber nicht lange bleiben, gibt es wenig Gelegenheiten in Kontakt zu kommen. Das GDL zieht sich mitten durch das Dorf, ist aber nicht wirklich zugänglich für die Einwohner. Häufig sind die Begegnungen mit den GDL-Bewohnern eher distanziert und skeptisch.
Dennoch bietet das GDL auch Chancen für die Gemeinde, weshalb sie auf eine gute Akzeptanz des GDL seitens der Bevölkerung angewiesen ist.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gemeinde_friedland.jpg
(25.88 KB)
ortsteil_friedland.jpg
(30.86 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In dem Projekt geht es darum, den Menschen in Friedland Möglichkeiten zur Begegnung, zur Kontaktaufnahme und zum gegenseitigen Kennenlernen der Kulturen niht nur mit den GDL-Bewohnern, sondern auch mit anderen Einwohnern Friedlands anzubieten. Dabei stehen ein wertschätzender Umgang mit einander, die Anerkennung der Erfahrungen des Gegenübers und eine Begegnung auf Augenhöhe im Mittelpunkt.
Durch die gemeinsame Gartenarbeit wird eine niedrigschwellige Möglichkeit geschaffen, sich zu begegnen und gemeinsam aktiv zu werden, auch über Sprachbarrieren und unterschiedliche Erfahrungshorizonte hinweg.
Der Garten bietet dabei ein einladendes Ambiente, die Natur hat eine beruhigende und ausgleichende Kraft, die eine Begegnung und ein zur Ruhe kommen erleichtert.
Dabei stehen die beiden Zielgruppen, die GDL-Bewohner und die Einwohner Friedlands, im Mittelpunkt der Aktivitäten. Um die GDL-Bewohner anzusprechen, wird eng mit der Leitung des GDL und den sozialen Einrichtungen auf dem Gelände zusammengearbeitet. Um die Einwohner Friedlands zu erreichen, wird eng mit den sozialen Einrichtungen der Gemeinde, aber auch des Landkreises und der Region Göttingen zusammengearbeitet.
Von besonderer Bedeutung ist die Kooperation zwischen der Gemeinde und der Ländlichen Erwachsenenbildung in Niedersachsen e. V. (LEB). Die LEB ist Pächterin des FriedlandGartens und war bisher Projektträgerin zahlreicher Angebote vor Ort.
.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Jeder GDL-Bewohner und Einwohner Friedlands hat die Gelegenheit, den FriedlandGarten zu besuchen. Sowohl GDL-Bewohner als auch die Einwohner Friedlands nutzen die Angebote. Der Garten ist aus dem sozialen Gefüge der Gemeinde nicht mehr wegzudenken.
Beschreibung
Es finden regelmäßig gemeinsame Angebote statt. Es findet eine gemeinsame Planung von Aktivitäten statt. Durch die gemeinsamen Angebote werden die Begegnungen intensiver und Miteinander wie Vielfalt erlebbarer.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinde Friedland mit Kinder- und Jugendbüro, Familienzentrum und der Gleichstellungsbeauftragten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
die Leitung des GDL (Herr Hörnschemeyer),
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialdienst der Landesaufnahmebehörde (LAB)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas, Innere Mission und Frauenzentrum auf dem GDL-Gelände
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
die Kindergärten der Gemeinde Friedland (in evangelischer und katholischer Trägerschaft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Carl-Friedrich-Gauss – Gesamtschule bzw. Oberschule in Groß Schneen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
RUZ – Regionales Umweltbildungszentrum in Reinhausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe in Göttingen
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Die Gemeinde Friedland wird Trägerin des FriedlandGartens mit all seinen Angeboten für GDL-Bewohner und Einwohner der Gemeinde Friedland. Nachdem der sich FriedlandGarten etabliert und die Zusammenarbeit mit den verschiedenen sozialen Einrichtungen aufgebaut wurde, werden sich die Kosten für den laufenden Betrieb verringern. Diese können als feste Haushaltsposition im kommunalen Haushalt einkalkuliert werden. Darüber hinaus können Projektanträge für zusätzliche Maßnahmen gestellt werden.
11. Medien
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
„Garten der Vielfalt“ - Miteinander-füreinander-engagiert im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Fabienne Stavropoulos
| Funktion | Referentin Fördermittelmanagement |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ort der Begegnung, Teilhabe und Nachbarschaft
Projektbeschreibung
Ein „Garten der Vielfalt“ entsteht, der zum Mitgestalten einlädt und sich zu einem naturnahen Begegnungs- und Betätigungsort der Menschen im Quartier mit niederschwelligen Angeboten entwickelt. Der Garten dient auch als Ankerpunkt, aus dem Kampagnen und Aktionen in das Quartier wachsen. In einer Quartiersbefragung aus 2019 wurden u. a. folgende Bedarfe formuliert: Schaffung von Begegnungsorten, verbessertes nachbarschaftliches Miteinander, Abbau von Konflikten, stärkere Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen, saubereres Wohnumfeld sowie Aufwertung des Quartiers. Einen offenen Ort der Begegnung gibt es im Viertel noch nicht. Im Zuge des Umbaus der AWO Senioreneinrichtung Vahrenwald zu einem quartiersoffenen Sozial –u. Pflegezentrum unterstützt der AWO Bezirksverband Hannover dieses Projekt und stellt mit einer Teilöffnung den neu gestalteten, 2800 m² großen Innenhofgarten der Einrichtung für neue Möglichkeiten der Begegnung für alle Quartiersbewohner*innen zur Verfügung. Der „Garten der Vielfalt“ wird über folgende Schritte realisiert: Im 1. Jahr werden die Quartiersbewohner*innen in den Aufbau der neuen sozialen und räumlichen Infrastruktur eingebunden. Die Angebote richten sich nach ihren aktuellen Bedarfen. Sie wirken tatkräftig an der Gestaltung des Gartens mit (z.B. Hochbeete bauen). Im 2. Jahr werden die Strukturen verstetigt. Der „Garten der Vielfalt“ ist als fester Treffpunkt u. Ort der generationsübergreifenden u. interkulturellen Teilhabe etabliert. Regelmäßige Angebote für Kommunikation, Konfliktmanagement, Präventionsarbeit u. Umweltbildung finden statt. Nachbarschaftliche u. soziale Netzwerke werden stabilisiert und ausgebaut. Im 3. Jahr werden aus dem Ankerpunkt Garten heraus Aktionen und Kampagnen zu den Themen Kunst, Kultur u. Umwelt ins Quartier wachsen. Durch das Mitgestalten und die Teilhabe an verschiedenen Quartiersaktionen wird eine neue Wahrnehmung auf das eigene Wohnviertel angeregt und neue Sichtweisen eröffnet.
Im Ergebnis des Projektes werden über ein gemeinschaftliches Tun Vorurteile abgebaut. Nachbarschaftliche Begegnungen werden alltäglich. Die Erfahrung von Anerkennung, etwas zu bewirken und eingebunden zu sein wirkt sich positiv auf die Selbstwirksamkeit sowie das Gemeinschaftsgefühl aus. Die Identifikation mit dem Viertel wird gestärkt. Die Tätigkeit im Naturraum Garten regt die Sinne an und fördert die Gesundheit. Die Nachhaltigkeit wird durch starke Kooperationen und Ehrenamtliches Engagement sichergestellt.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Schleswiger Viertel, inmitten des Stadtteils Vahrenwald, leben 7500 Menschen. Viele von ihnen sind von Armut betroffen (z.B. Altersarmut 13 %, Gesamtstadtwert 9,6%) und haben eine Zuwanderungsgeschichte. Im Sozialreport der Stadt Hannover 2017 wird Vahrenwald umrissen mit den Schlagworten „Fluktuierend, viele Singles u. Alleinerziehende, hoher Migrant*innenanteil u. große Nationalitätenvielfalt“.
Weiter sind im Projektgebiet ein Wohnheim für 200 Obdachlose und eine Einrichtung für Geflüchtete angesiedelt. In Quartiersgesprächen wurde die Anonymität durch die hohe Fluktuation und das Fehlen von Begegnungsorten drinnen u. im Außenraum (Park) mit Angeboten zur Teilhabe genannt. Das Image des Quartiers ist das einer „grauen Maus“, in dem gewohnt wird, „wenn man sich nichts anderes leisten kann“.
Der Neu- u. Umbau der AWO Senioreneinrichtung Vahrenwald wird 04/2021 abgeschlossen. Neben seniorengerechten Wohn-und Pflegemöglichkeiten wird es eine Therapie- u. Arztpraxis, ein Café, ein Veranstaltungsraum (Ausweichort für Angebote im Winter) sowie ein Quartiersbüro geben, dass als Basis für die 2019 installierte Quartiersentwicklung dient. In 2019 wurden bereits über 200 Menschen zu ihren Bedarfen befragt, Maßnahmen abgeleitet u. das Quartierskonzept „Wir im Schleswiger Viertel- vielfältig, tolerant und gemeinsam engagiert“ formuliert. 2020 wurde mit der Umsetzung erster Maßnahmen der Quartiersarbeit begonnen. Mit dem „Garten der Vielfalt“ soll die Gemeinwesenarbeit ausgebaut u. ein Raum für vielfältige Kooperationen geschaffen werden, um auf die Problemlagen des Quartiers noch besser zu reagieren. Für die Übernahme dieser Aufgaben soll eine Projektstelle geschaffen werden
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Vahrenwald - Quartier: Schleswiger Viertel
Beschreibung
Das Quartier "Schleswiger Viertel" liegt inmitten des Stadtteils Vahrenwald. Mitten durch das Quartier führt eine der größten Verkehrsachsen der Stadt, die Vahrenwalder Straße. Sie verläuft als mehrspurige Ausfallstraße aus dem Stadtzentrum nach Norden Richtung Langenhagen (Flughafen) zur Autobahn A 2. Die Vahrenwalder Straße ist vollständig verbaut und bietet zahlreiche Einkaufsmöglichkeiten. Entlang der Vahrenwalder Straße verläuft die Stadtbahn mit überirdischen Haltestellen.
Im Norden wird das Schleswiger Viertel durch ein großes Gewerbegebiet mit angrenzenden Kleingärten begrenzt. Die östlichen Grenzen markiert das Areal der Heilig-Geist-Kirche mit vielen Nachkriegsmehrfamilienhäusern ohne Fahrstuhl. Die südliche Grenze des Viertels verläuft entlang der Melanchthonstraße. Die Grenzbiegung in Richtung Westen verläuft entlang des Schulgeländes der IGS Büssingweg. Hier grenzen Straßen mit Einfamilienhäusern aus den 60iger Jahren an, bevor das Gelände in Kleingärten mündet. Die Quartierseingrenzung des Schleswiger Viertels wurde im Rahmen von durchgeführten Expertengesprächen sowie der Zukunftswerkstatt mit 61 Anwohner*innen des Viertels erhoben.
In unmittelbarer Nachbarschaft des "Gartens der Vielfalt" befinden sich große soziale Einrichtungen: ein Wohnheim für über 200 obdachlose Männer, was derzeit um einen Neubau erweitert wird; ein Wohnheim für über 100 Familien mit Fluchterfahrung; Tageseinrichtungen der LEBENSHILFE für mehrfach beeinträchtige Menschen, eine Einrichtung der Gesellschaft für integrative Behindertenarbeit, eine Grundschule und mehrere KITAs und Krippen unterschiedlicher Träger.
Einwohnerzahl
7500
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerzahl bezogen auf das Quartier "Schleswiger Viertel"
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
41
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2019 zur Verfügung gestellt.
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Informationen wurden von Peter Korpak vom Sachgebiet Wahlen und Statistik der LHH in 2016 zur Verfügung gestellt.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Unter Einbeziehung aller Bewohner*innen des Projektgebiets wird ein ganzheitliches Angebot für soziale Teilhabe entsprechend der besonderen Gegebenheiten u. Strukturen des Quartiers geschaffen. So bilden sich Schwerpunkte, die ihre Bedarfe widerspiegeln. Um die vielfältige Bewohnerschaft anzusprechen setzen wir u.a. auf generationsübergreifende Maßnahmen u. Angebote bei denen Faktoren wie Nationalität, Sprache, Schulabschluss oder Einkommen keine Rolle spielen. Die Begegnung auf Augenhöhe wird ermöglicht. Eine aktive Mitwirkung der Bewohner*innen bei der Entstehung u. Umsetzung von Angeboten ist selbstverständlich. Selbstinitiierte Gruppen u. nachbarschaftliches Miteinander werden nachdrücklich gefördert. Die Entstehung u. Gestaltung eines naturnahen Begegnungsortes, der allen Bewohner*innen des Quartiers offen steht, dient der Verbesserung der Infrastruktur. Durch die Partizipation der Bewohner*innen u. die Schaffung eines geschützten Raums soll die Selbstwirksamkeit gestärkt u. die Wahrnehmung der eigenen Gestaltungsspielräume und Ressourcen unterstützt werden. Ziel ist die Erhöhung des Wohlbefindens u. des ehrenamtliches Engagement. Die Identifikation mit dem Quartier steigt. Die Maßnahmen werden auf die speziellen Erfordernisse des Quartiers abgestimmt. Dies kann nur durch die Einbeziehung der bereits vorhandenen Kompetenzen, Erfahrungen u. Ressourcen des Viertels gelingen. Die Vernetzung u. Kooperationen mit weiteren Akteuren des Quartiers sind von zentraler Bedeutung.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen im Stadtteil haben das Quartiersansehen positiv verändert und die Identifikation der Bewohner*innen nachweislich gestärkt.
Kriterium
Beschreibung
Es bestehen Kooperationsvereinbarungen und der Garten wird von Kooperationspartnern und Akteuren aus dem Quartier genutzt. Gemeinsame Aktionen sind daraus im Garten und Quartier entstanden.
Kriterium
Beschreibung
Quartiersbewohner*innen unterschiedlichster kultureller/sozialer Herkunft begegnen sich auf Augenhöhe. Angebote und selbstinitiierte Gruppen für unterschiedliche Zielgruppen sind entstanden und werden durch Ehrenamtliche unterstützt und/oder getragen.
Beschreibung
Garten ist als Begegnungsraum+ Anlaufstelle für Bewohnerschaft etabliert u. genutzt. Bietet niederschwellige Kultur-, Bildungs- u. gesundheitsfördernde Angebote. Personen werden erreicht, die bisher wenig eingebunden u. kaum Anschluss im Quartier haben
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Umwelt und Stadtgrün; Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kleingartenvereine des Quartiers "Krügers Ruh", Abendfrieden", "Feierabend"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
GS Glücksburger Weg, IGS Büssingweg, KITAs im Quartier
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Eine Übertragung von Verantwortung an Ehrenamtliche und die aktive Mitgestaltung der direkt am Garten Wohnenden ist ein Ziel des Projektes. Die Nachhaltigkeit wird durch den Aufbau von ehrenamtlich geleiteten festen Arbeitsgruppen und starken Kooperationen mit Akteuren des Quartiers sichergestellt. Die Anbindung an bestehende Strukturen (Quartiersbüro) ermöglicht die Koordinierung und bietet eine feste Anlaufstelle. Die Gründung eines Vereins ist angedacht.
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On