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1. Aufbau bzw. Weiterentwicklung einer Anlaufstelle vor Ort mit „Kümmerer“-, Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktionen,

Gemeinwesenentwicklung "Goosmanns Tannen"

Ansprechpartner
Daniel Sielaff
Funktion Einrichtungsleitung / Projektleitung
Verbesserung lokaler Lebensbedingungen und Förderung/Erreichung individueller Selbstaktivierung durch katalytisch-aktivierende Gemeinwesenarbeit im Quartier "Goosmanns Tannen"
Projektbeschreibung
Das Zielstadtgebiet des Projektes "Gemeinwesenentwicklung Goosmanns Tannen" ist ein als deklassiert zu bezeichnendes Wohngebiet der Mittelstadt Lingen (Ems) mit ca. 1500 Bewohnern/innen. Das Wohnquartier ist gekennzeichnet durch eine Vielzahl an Menschen mit Migrationshintergrund (etwa 75%), alleinerziehende Elternteile und Menschen, welche von Sozialleistungen abhängig sind. Die materiellen Lebensbedingungen und soziale Interaktion sowie Mobilität sind als stark eingegrenzt zu bezeichnen, in einer Vielzahl der Haushalte sind Drogenkonsum und häusliche Gewalt regelmäßige Erfahrung. Das Konfliktpotenzial zwischen den Bewohnergruppen isst sehr hoch, die Interaktionsqualität sehr gering. Das Projekt setzt daran an, diese Bedingungen aufzugreifen und im Sinne der Klientelorientierung eine Verbessrung der Lebensqualität anzustreben. Dabei sollen gezielt drei Schwerpunktbereiche bedient werden, welche ganzheitlich und nachhaltig die Entwicklung im Wohnquartier positiv beeinflussen sollen. Im Sinne der interkulturellen Bildung soll auf niedrigschwelliger Ebene ein Versorgungs- und Begegnungsangebot die infrastrukturellen Bedingungen erweitern. Hierbei handelt es sich um ein "Kochprojekt", welches neben der Zubereitung internationaler Küche eine diesbezügliche Versorgung im Rahmen eines Begegnungszentrums für Stadtteilanwohner und darüber hinaus ergänzen soll. Mögliche Räumlichkeiten sind vorhanden und können genutzt werden. Dieser Begegnungsraum ermöglicht soziale und interkulturelle Interaktion und kann zusätzlich als begleiteter Kommunikationsraum und Raum zur Überwindung von Segregation verstanden werden. Eine entsprechende zweite Anbindung dieserorts soll im Rahmen eines Beratungs-, Begleitungs- und Vermittlungszentrum stattfinden. Hierbei geht es darum, den Anwohnern/innen systemisch, klientel- und lösungsorientiert Beratung, Begleitung und Vermittlung anzubieten, was Hilfestellung vor Ort ebenso bedeutet wie die soziale Mobilität in Netzwerke und somit Anbindung von anderenorts ansässiger Infrastruktur in Form von Bildung und Teilhabe. Wichtigster Bestandteil der Verbesserung der Lebensqualität vor Ort ist das Empowerment der Bewohner/innen und die entsprechende Vertretung der Interessen und Bedürfnisse in der Öffentlichkeit. Somit ist Zentraler Inhalt des Projektes die Generierung einer quartiersbezogenen und -ansässigen Interessenvertretung. Diese soll geschult und begleitet die Interessen der Bevölkerung des Stadtteils öffentlich vertreten.
Ausgangslage
Im Stadtteil „Goosmanns Tannen“ Lingen (Ems) leben ca. 1000 Menschen, davon ca. 75% mit Migrationshintergrund. Der Stadtteil ist gekennzeichnet durch benachteiligte und benachteiligende Milieustrukturen; eine ungleiche räumliche Verteilung nach ökonomischen, sozialen und kulturellen Bedingungen. Der zentrale Bereich des Stadtgebietes ist gekennzeichnet durch mehrstöckige und dicht zusammenstehende Häuserblöcke (Sozialer Wohnungsbau) mit je 8 Mietparteien. In dieser Wohnraumstruktur lebt ein hoher Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund und Familien mit niedrigem Einkommen und Abhängigkeit von Sozialen Hilfeleistungen. Die wirtschaftliche und soziale Benachteiligung führt zu Ausgrenzungserfahrungen- und wahrnehmungen, zunehmend zu integrativer und sozialer Desillusion und somit zu einem Rückzug. Insbesondere in den vorzufindenden Wohnblöcken leben überdurchschnittlich viele Kinder, Jugendliche und Erwachsene in problematischen Lebenssituationen, in denen unter anderem - Arbeitslosengeld II oder andere Sozialleistungen bezogen werden, - nur ein Elternteil erzieht (allein erziehend, getrennt lebend, geschieden), - Gewalt, Alkoholismus und Drogen alltägliche Erfahrung sind. Zwischen den Bewohnergruppen gibt es nur wenig Kommunikation. So ist eine Zunahme kollektiver und individueller Problem- und Notlagen im Zusammenhang mit räumlichen Defiziten, Konflikten und Konkurrenzen um knappe Ressourcen festzustellen, was zunehmend droht in soziale und interkulturelle Konflikte, Gewaltbereitschaft und Rassismus zu münden. Aus einem benachteiligten Quartier kann somit ein benachteiligendes Quartier werden.
GWA/QM-Ansatz
Bei dem Projektansatz geht es um die Einbindung der Bürger in ihr System. Dabei spielen zwei voneinander abhängige Hauptaspekte zentarle Rolle: Planung und Integration. Im Rahmen der Planung ging es um eine Bedarfsanalyse unter Einbindung der Bewohner/innen, um Probleme herauszufiltern und Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten. Der Projektansatz zielt nun darauf ab, in Richtung der ausgewählten Lösungen aktiv zu werden. Im Rahmen der Gemeinwesenintegration soll durch kooperatives Verhalten das Verantwortungsgefühl für das Gemeinwesen gefördert werden. Das bedeutet: - Orientierung an den Bedürfnissen der Menschen - Unterstützung von Eigeninitiative und Selbsthilfe - Hilfe zur Selbstständigkeit und Abhängigkeitsprävention und soll durch: - Kommunikations- und Interaktionsförderung - Bieten von Erfahrungs- und Präventionsräumen - Bedienen von Beratungs- und Unterstützungsnetzwerken als Beratungs-, Vermittlungs- und Begleitungsstandort - Erziehungsbegleitung zur Verbesserung der Lebensbedingungen von Familien, vor allem Kindern folgende Ziele erreichbar machen: - Armutsprävention durch gezielte Förderung der Kompetenzen von Bewohner/innen (Hilfe zur Selbsthilfe, Erwachsenenarbeit im Sinne Empowerment) - Integration durch Beteiligung und Stärkung der psychosozialen Identitätsstatus - Extremismusprävention - Integration durch Unterbindung „ghetto“ähnlicher Strukturen – im Empfinden und Wahrnehmen - Kooperation und Koordination
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erfassung Teilnehmerzahlen
Beschreibung
TN aus den verschiedenen sozialen und kulturellen Zielgruppen nehmen gemeinsam an Maßnahmen und Fortbildungen im Projektrahmen teil. Darüberhinaus wird sich eine "Stadteilvertretung" mit aktiven TN bilden. Qualitative Befragung.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk soll dahingehend ergänzt werden, dass besonders in den Bereichen Bildung, Versorgung, Teilhabe zunehmend nachhaltig und eigenständig gearbeitet werden kann.
Beschreibung
Die Politikklasse der "Integrierten Gesamtschule" wird eine Längstschnittstudie (Jahreszeitraum) durchführen und analysieren.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrierte Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB)/ Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Lingen (Ems)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lingener Tafel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Kreisjugendwerk Emsland
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

IQ Fredenberg-Kampstraße-Ost- und Westsiedlung

Ansprechpartner
Katharina Wunderling
Funktion Fachdienstleiterin
ICH + DU = WIR – verändern das Quartier
Projektbeschreibung
Einrichtung und Betrieb eines inklusiven Quartiers im Bereich der Stadt Salzgitter, Stadtteil Fredenberg, Kampstraße und Ost-West-Siedlung Bad. Es soll ein Quartiersmanagement eingerichtet werden, welches die Bevölkerung in dem Stadtteilen mit den unterschiedlichsten Herkünften berät, betreut und vernetzt.
Ausgangslage
Fredenberg ist ein stark besiedelter Bezirk im nördlichen Salzgitter. Fredenberg hatte in der Vergangenheit viele Wohnungsleerstände zu verzeichnen. Diese günstigen Wohnungen sind damit besonders für Menschen mit geringem Einkommen attraktiv. Diese beziehen oftmals Transferleistungen. Monatlich ziehen weitere Flüchtlinge und hilfsbedürftige Familien aus Osteuropa hinzu. Mit weiteren Zuzügen von Flüchtlingen im Rahmen des Familienzuzuges ist ab 2018 zu rechnen. Fredenberg war von 2002 bis 2013 Gebiet "Soziale Stadt". Die Angebots- und Vernetzungsstruktur ist an die neuen Herausforderungen anzupassen und zu verstetigen. Der Bereich Kampstraße schließt unmittelbar an den Bereich Fredenberg an. Der Bezirk rund um die Kampstraße ist der Sozialraum mit der höchsten Kinderarmutsquote. Um diese erfolgreich zu bekämpfen bedarf es einer guten Infrastruktur, diese ist derzeit nicht vorhanden. Der hohe Migrationsanteil kann in Bezug zur hohen Kinderarmutsquote gesetzt werden, was besonderen Handlungsbedarf in den Bereichen Bildung und Integration erfordert. Das Quartier in der Ost- und Westsiedlung wird durch das Programm „Soziale Stadt – Investitionen im Quartier“ gefördert. Aufgrund der veralteten Bausubstanz und der günstigen Mietpreise zieht das Quartier überwiegend Menschen mit geringem Einkommen an. Das Quartier weist einen hohen Anteil jüngerer Menschen mit und ohne Migrationshintergrund auf. Die Arbeitslosenquote und die Kinderarmutsquote sind überdurchschnittlich hoch. Auch hier ist eine Anpassung vorhandener sozialer Angebote an die geänderten Rahmenbedingungen erforderlich.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Salzgitter Stadtteil Fredenberg und Kampstraße Stadtteil Lebenstedt und Ost-West-Siedlung Stadtteil Bad
Beschreibung
Der Bereich des Stadtteiles Salzgitter Fredenberg ist räumlich etwas von der Kernstadt abgeteilt und bildet mit seinem kleinen Zentrum einen eigenen Sozialraum. Nahversorgung, grundlegende Beratungsangebote und medizinische Versorgung ist sichergestellt, wenn häufig auch eine fremdsprachliche Betreuung nur in angrenzenden Stadtteilen für Auspendler möglich ist. Der Bereich ist durch die Zuzüge von Spätaussiedlern aus den Ostgebieten in den 80er Jahren und einem jahrelangem Leerstand viele Wohnungen geprägt. Erst vor rund 3 Jahren begann eine Zuzugswelle, häufig aus anderen Kommunen deutschlandweit, von Personen mit Migrationshintergrund. Zurzeit ist in dem Bereich eine hohe Zahl von Ansiedlungen Neubürgerinnen und Neubürgern aus den syrischen Gebieten feststellbar.
Einwohnerzahl
17790
Quelle / Anmerkungen
Einwohnerstatistik der Stadt Salzgitter
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
55
Gesamtstadt in Prozent
36
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bevölkerungsstatistik der Stadt Salzgitter
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistik der Stadt Salzgitter
Unterlagen zum Gebiet
fredenberg.png (648.5 KB)
kampstrasse.png (619.35 KB)
ow-siedlung.png (677.01 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagement strebt die Schaffung nachhaltiger sozialer, wirtschaftlicher und wohnumfeldverbessernder Strukturen in den Projektgebieten an. Zum einen geht es um das Erschließen neuer, zum anderen um die Festigung und Erweiterung der bestehenden Netzwerke. Das QM soll kommunale quartiersspezifische Interventionsstrategien entwickeln. Unabdingbar ist die Vernetzung der Akteure aus den Bereichen Wohlfahrtspflege, Kirchen, Schulen, Städt. Fachdienste, Jobcenter und Agentur für Arbeit. Diese sollen in partizipativen Prozessen alle geeigneten Möglichkeiten (insbesondere Regelangebote) zur Verbesserung der Lebensperspektiven und -bedingungen ( Bildung, Erwerbstätigkeit, Integration, Gesundheit) nutzen. Bevölkerung, Ehrenamt und Netzwerkpartner kooperieren zur Stärkung des sozialen Zusammenhaltes, um so ein neues Verantwortungsbewusstsein hervorzubringen. Erstellen eines gemeinsamen Handlungs- und Entwicklungskonzeptes als gemeinsamer Arbeitsplan mit verbindlicher Einbindung der Partner. Auf der Basis der Daten der integrierten Sozialplanung und der Arbeit vor Ort entsteht ein Frühwarnsystem für positive und negative Entwicklungen. Das Monitoring der sozialen Quartierswicklung wird als kontinuierliches Beobachtungssystem erstellt. Es dient als Frühwarnsystems gebietsbezogener Handlungsbedarfe.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Das Selbstwertgefühl der im Gemeinwesen lebenden Menschen gestärkt, die Identifikation mit dem eigenen Gemeinwesen gefördert, das Image des Gemeinwesens nach innen und nach außen verbessert und so einer (weiteren) Stigmatisierung entgegen getreten ist
Beschreibung
Wenn die Arbeit der Akteure im Gemeinwesen fachlich aufeinander abgestimmt, die Netzwerkarbeit auf- / ausgebaut und Synergieeffekte erzielt sind. Ein breites Bündnis für das Gemeinwesen aus Bewohnerschaft und den Akteuren vor Ort auf- bzw. ausgebaut ist.
Beschreibung
Unterschiedlichste Beziehungsgefüge sind stabilisiert, Konflikte im Zusammenleben unterschiedlicher Kulturen konstruktiv bewältigt, freiwilliges Engagement gefördert, Ressourcen wirksam und kostensparend koordiniert sind.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
DRK; Diakonisches Werk; Katholische Familienbildungsstätte; AWO; Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Box-Club Tigers SZ; Freiwilligenzentrum; MTV; Ditib; Kreissportbund SZ e.V.; Fredenberg-Forum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS; HS An der Klunkau; GS Am Ziesberg; Dr.-Klaus-Schmidt Hauptschule; BNB; Gymnasium Am Fredenberg, Berufsbildende Schulen Fredenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Fredenberg; Kirchengemeinde Noah;
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wirtschafts- und Innovationsgesellschaft SZ
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
TAG; HVg Munte; Wohnbau Salzgitter GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsparteien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städt. Fachdienste; Jobcenter; Agentur für Arbeit; PI Salzgitter-Peine-Wolfenbüttel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
diverse KITAS und Familienzentren; Jugendzentren
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaftsnetzwerk CAPITO

Ansprechpartner
Doris Tjaden-Jöhren
Funktion Projektleitung
Nachbarschaftshilfe in der Heese - ein Netzwerk von und mit Bewohnern für mehr Lebensqualität
Projektbeschreibung
Im Nachbarschaftstreff CAPITO soll ein Netzwerk entstehen, das entsprechend der Interessen und Bedürfnisse der Bewohner (vorrangige Zielgruppen: Senioren und Familien mit Migrationshintergrund) durch den Einsatz von "Kümmerern" das nachbarschaftliche Zusammenleben fördert, in verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens Hilfen leistet, Vorurteile abbaut und zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen beiträgt. Verschiedene kulturelle Angebote, Aktivitäten zu besonderen Anlässen (Weihnachten...) und der Cafebetrieb fördern Begegnungen und Kommunikation. Darüber hinaus würde das Image des Stadtteils positiv beeinflusst.
Ausgangslage
Im Projektgebiet lebt eine Mischung aus verschiedenen ethnischen Gruppen und Senioren mit enger Verbundenheit zum Quartier. Der Anteil der Menschen mit ausländischer Herkunft ist im Vergleich zu anderen Stadtteilen höher. Vorurteile und Ängste (z-B. Sicherheit) werden häufig thematisiert. Ältere Bewohner möchten so lange wie möglich im vertrauten Quartier verbleiben und benötigen in verschiedenen Bereichen des alltäglichen Lebens zunehmend und flexibel Unterstützung. Bei einem hohen Anteil der Alleinlebenden drohen Rückzug und Vereinsamung. Beide Zielgruppen wünschen sich Angebote für Begegnung und Austausch. Die Interessen und Bedürfnisse der Betroffenen müssen gemeinsam analysiert und Konzepte entwickelt werden. Mit den Aktivitäten der Beteiligten werden Lebensqualität und Image des Heesequartiers verbessert.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle, Stadtteil Heese
Beschreibung
Stadtteile Neustadt, Westercelle, Neuenhausen, Klein Hehlen, Boye
Einwohnerzahl
4000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Celle
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
GWA/QM-Ansatz
Im geplanten Projekt sollen die Interessen der Bewohner des Quartiers analysiert und Handlungsmöglichkeiten entwickelt werden. Dabei geht es um Inhalte, die die Betroffenen als Benachteiligung, fehlende Hilfen und Angebote empfinden. Mit dem Einsatz von "Kümmerern" soll ein Netzwerk entstehen, das auf die wechselnden Bedürfnisse der Bewohner flexibel und möglichst selbsttätig reagiert, die nachbarschaftlichen Beziehungen fördert und die Lebensqualität verbessert. Vorhandene Partner/ Stellen werden einbezogen. Der Nachbarschaftstreff dient als Anlaufstelle mit aktuellen und langfristigen Angeboten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Etablierung der nachbarschaftsfördernden Maßnahmen mit Beteiligung aller Bewohner und der Mitwirkenden des Nachbarschaftstreffs erfolgt ist
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Atelier 22, Frau Reschke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ASB, Johanniter, Caritas - div. Ansprechpartner
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diverse Referenten nach Themen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Celler Bau- und Sparverein, Herr Stünkel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement, Frau Rietze
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftliches Wohnprojekt "Celler Woge", Frau Vette, Div. Bewohner
Typ
Stadtteil
Galerie
skm c224e17052314220 0001
skm c224e17052314220 0002
skm c224e17052314220 0003
eingangsfoto flyer
dscf0630   kopie
jd800029
Zustimmung Veröffentlichung
On

Kontakt- und Beratungsstelle Mühlenberg

Ansprechpartner
Birgit Teschner
Funktion Bereichsleitung
Krisenintervention, Aufbau Anlaufstelle, Integration, Förderung Kommunikation und nachbarschaftlichen Zusammenlebens
Projektbeschreibung
Den problematischen Entwicklungen im hannoverschen Stadtteil Mühlenberg soll mit einem interdisziplinären Nutzungskonzept für ein leerstehendes Gebäude entgegengewirkt werden. Für und mit den BewohnerInnen soll in diesem Gebiet mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eine Anlaufstelle aufgebaut werden, in der unterschiedliche Beratungen (Schuldnerberatung, JobCenter, Integration, EU-Zuwanderung, etc.), ein Betreuungs- und Familientreffpunkt zur Förderung frühkindlicher Bildung und Entwicklung angeboten werden, Integrationsgruppen wie z.B. Erzählcafé oder offener Treff einen Ort finden und Beteiligungsprozesse mit den BewohnerInnen durchgeführt werden. Im Vordergrund steht die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe, der Hilfe zur Selbsthilfe, des bürgerschaftlichen Engagements, der Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme und der Kommunikation der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (sozial und national) im Stadtteil. Das Gebiet Mühlenbrg wurde 2014 vom Land in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Extreme Bevölkerungszuwächse in den Jahren 2015 und 2016 haben die Sozialstruktur besonders in den Wohnanlagen Canarisweg (Hochhäuser) und Teilen des Ossietzkyring so verändert, das zusätzliche Interventionen dringend notwendig sind. Einerseits sollen für die BewohnerInnen aus den genannten Straßenzügen zusätzliche Angebote/Unterstützungen geschaffen werden, um sie vor weiteren Stigmatisierungen zu schützen, gleichzeitig sollen sie und alle StadtteilbewohnerInnen in Integrationsprozesse eingebunden und aktiv beteiligt werden, um das Zusammenleben positiv zu gestalten und die Lebensqualität in diesem Stadtteil zu erhöhen. Der hohe Bevölkerungsanteil mit ganz unterschiedlichen Migrations- und Zuwanderungshintergründen in diesem Gebiet wird als Belastung angesehen und verantwortlich gemacht für Probleme wie z. B. mit Müll im öffentlichen Raum. Die kulturelle Vielfalt kann jedoch auch als Potential positiv genutzt werden. Kommunikation und Austausch sind dafür notwendig, die über Angebote und "Kümmerer" in der neuen Kontakt- und Beratungsstelle am Stauffenbergplatz hergestellt werden sollen. Das vorhandene Quartiersmanagement braucht aufgrund der Größe des Gebietes (72 ha) dringend Unterstützung in diesem Prozess, um eine Balance zwischen den Interessen der engagierten Menschen mit Wohnungseigentum, den "normalen" Mietern im Wohnungsbestand und der Bevölkerung in den tendenziell problematischen Wohnungen im Programm Soziale Stadt zu erzielen.
Ausgangslage
Im Stadtteil Mühlenberg wird seit 2015 das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt umgesetzt, mit dem vorrangig investive Maßnahmen gefördert werden. Ein extremer Bevölkerungszuwachs in den Jahren 2015 und 2016, der in erster Linie durch die Beseitigung von Wohnungsleerständen erfolgte, durch den Familiennachzug von Geflüchteten, die hier ihre erste Wohnung nach der Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften bezogen und durch EU-Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, führen aktuell zu einer besonders angespannten Situation in diesem Gebiet. Zeitgleich konnte die soziale Infrastruktur nicht adäquat ausgebaut werden, sodass Kinderbetreuungsplätze fehlen und in den Schulen nunmehr vom "pädagogischen Notstand" die Rede ist. Vorhandene Vereine und Einrichtungen, die Nachbarschaftsarbeit fördern und Beratungen anbieten sind schon lange an ihre Grenzen gestoßen und können den großen und vor allen Dingen vielfältigen (z. B. sprachlichen) Bedarfen aus der Bewohnerschaft nicht mehr entsprechen. Da diese Situation in der Gesamtbevölkerung des Stadtteils zu großem Unmut führt, Zuschreibungen insbesondere bezogen auf die BewohnerInnen der Hochhaussiedlung am Canarisweg und Teilen des Ossietzkyrings zu einer weiteren Stigmatisierung dieses Quartiers führen, besteht dringender Handlungsbedarf an zusätzlichen Maßnahmen und Interventionen, die das Zusammenleben positiv befördern und den negativen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Dazu brauchen die hier lebenden Menschen Unterstützung, müssen aber gleichzeitig auch aktiviert und beteiligt werden, zur Selbstorganisation ermutigt werden und die etablierte Bevölkerungnd in den Integrationsprozess eingebunden werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mühlenberg
Beschreibung
Bewusst wird die Gebietskulisse für das Progranmm Soziale Stadt auch für diese Landesförderung gewählt, da es nicht nur um Unterstützung der BewohnerInnen in den aktuell extrem stigmatisieten Straßenzügen geht, sondern um eine Problemlösung größtenteils städtebaulich erzeugter Probleme aus 1970er Jahren, die eine Trennung der Bevölkerung links oder rechts der Bornumer Strasse (tiefergelegte Schnellstrasse) zur Folge hatten. Mühlenberger BewohnerInnen beider Seiten werden aber gebraucht, um Integrationsprozesse in diesem Gebiet zu befördern und es muss ein Bewusstsein möglichst vieler Menschen im Stadtteil entwickelt werden, das den unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen eeine gemeinsame Stadtteilidentität ermöglicht.
Einwohnerzahl
7573
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die besondere und aktuell auch sehr brisante Situation am Mühlenberg, auf die in über 20 Presseberichten in den letzten Wochen aufmerksam gemacht wurde, macht es notwendig, hier zusätzlich zum Programm Soziale Stadt Maßnahmen zu ergreifen, um Konflikte abzubauen, Integrationsprozesse zu befördern und die Bewohnerschaft zu stabilisieren. Mit dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt werden überwiegend investive Maßnahmen gefördert, gefragt sind hier aber soziale Kompetenzen, mit denen der soziale Zusammenhalt gestärkt wird und Begegnung und Kommunikation gefördert wird. Der Arbeitsansatz Gemeinwesenarbeit eignet sich hierfür in besonderer Weise. Obwohl die Landeshauptstadt Hannover auch kommunale Mittel zur Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in Gebieten Soziale Stadt einsetzt, sind diese Mittel natürlich begrenzt. Die Bevölkerung im Mühlenberg ist in erster Linie durch eine große Gruppe von EU-Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänien gewachsen und durch Geflüchtete vornehmlich aus dem Irak und Syrien. Um weitere Eskalationen zu vermeiden, besteht dringender Handlungsbedarf auch dieses Bevölkerungsgruppen in die deutschen Regelwerke bzgl. z.B. Bildung und in den Stadtteil zu integrieren. Städtebauliche Probleme und die Qualität des Wohnungsbestandes tragen dazu bei, dass sich die Sozialstruktur im Stadtteil stark verändert hat. Das Gebiet weist überproportional viele Arbeitslose und TransferleistungsempfängerInnen auf. Die Situation dieser Menschen hat wiederum Auswirkungen auf das Quartier. Während in freiwerdende Wohnungen vor allem Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Migrationsgeschichte (Geflüchtete, EU-Zuwanderung) ziehen, die es insgesamt schwerer auf dem Wohnungsmarkt haben, nehmen die stabilisierenden Kräfte zur Selbstorganisation des Stadtteillebens und zur Integration tendenziell ab. Der extreme Bevölkerungszuwachs hat die Veränderung der Sozialstruktur nochmal maßgeblich beeinflusst und führt zu Problemen im Stadtteil, denen jetzt entgegengewirkt werden muss. Die bestehenden Veränderungen der Sozialstruktur betreffen allgemein das gesamte Gebiet, besondere Probleme weisen allerdings der Bereich Canarisweg und Teile des Ossietzkyrings auf. Bereits bestehende Angebote müssen dringend erweitert und durch gezielte Integrationsmaßnahmen ergänzt werden, um auch das Selbsthilfepotential der Bewohnerinnen und Bewohner zu aktivieren. Durch die Stärkung von Mitwirkungs- und Beteiligungsstrukturen sollen sich für die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeiten verbessern, sich für ihre Belange und das Stadtteilleben zu engagieren. Dies umfasst auch die Stärkung von Strukturen der nachbarschaftlichen Selbstorganisation, die zur Stabilisierung des Quartiers beitragen sollen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
44
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils am gesellschaftlichen Leben im Quartier zu erreichen, schafft GWA Zugänge zu den zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Menschen ist ihr direktes Lebensumfeld sehr wichtig, ihr Quartier, ihr Stadtteil. Genau hier setzt Gemeinwesenarbeit an mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in Stadtteilen zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Gemeinwesenarbeit der Landeshauptstadt Hannover ist in vier Gebieten mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eingesetzt, in denen ein hoher Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel über ein geringes Einkommen verfügen und/oder Transferleistungen beziehen und viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Nationen leben. Aktuell gehören diese Stadtteile auch zu den Ankommensorten von Flüchtlingen, so wie Mühlenberg. Der Arbeitsansatz der Gemeinwesenarbeit ermöglicht eine unmittelbare und flexible Reaktion auf die sich bewegenden Strömungen und aktuellen Situationen in den Stadtteilen. Vor allem ihr Zielgruppen übergreifender Ansatz ist gut geeignet Brücken zu bauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner aus den Häusern Canarisweg, Ossietzkyring und Leuschnerstraße organisieren sich, formulieren Ihre eigenen Interessen und Bedarfe und vertreten diese z.B. in Stadtteilgremien und/oder der Sanierungskommission.
Beschreibung
Die Kontakt- und Anlaufstelle wird auch von selbstorganiserten Gruppen genutzt, die sich über die Aktivierung durch GWA gebildet haben.
Beschreibung
Die vorhandenen Einrichtungen und Kompetenzen werden in die Umsetzung der Kontakt- und Beratungsstelle eingebunden und durch regelmäßigen Austausch sinnvoll ergänzt. Vorhandene Potentiale von bürgerschaftlichem Engagement neu belebt werden.
Beschreibung
Begegnung und Kommunikation finden zwischen den zugezogenen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und den "Pionieren" (Erstbewohner meist mit Wohneigentum) statt, soziale Unterschiede überwunden, der Stadtteil als gemeinsamer Raum gestaltet.
Beschreibung
Fachbereichsübergreifende Nutzung der Kontakt- und Beratunsstelle funktioniert, weitere Disziplinen (Beschäftigungsförderung, Gesundheit, etc.) zur Problemlösung eingebunden.
Beschreibung
Bestehende Netzwerke vor Ort werden auf ihre Funktionalität bezogen auf die Problemlage geprüft, evtl. verändert und ausgebaut.
Beschreibung
Die unsichtbaren Grenzen des Stadtteils verschwimmen zunehmend, gegenseitiger Respekt, Anerkennung und Toleranz führen zu einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturenund soziale Lagen.
Beschreibung
Anpassung der sozialen Infrastruktur an die Bevölkerungsentwicklung im Mühlenberg besonders in Bezug auf Bildungseinrichtungen (Kta, Schule, Qualifizierungsmaßnahmen, etc.) und Integrationsmaßnahmen.
Beschreibung
Bewusster Umgang mit dem Stadtteil als Ankommensort der Stadt für Geflüchtete und Zuwanderer, deshalb verstärkte dezentrale Integrationsangebote.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeitheim Weiße Rose - Herr Seeberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Koordierungstelle Zuwanderung Osteuropa - Frau Galinat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Integrationsmanagment - Frau Stolzenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung - Quartiersmanagment, Frau Dieckmann-Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Bereich frühkindliche Bildung/Elterntreffs
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Miteinander für ein schönes Viertel - MSV e.V. Nachbarschaftsarbeit - Frau Schroers, Frau Bleichwehl
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hanova - städtisches Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagement, Frau Koller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Stadterneuerung, Frau Boss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AG Image
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentren und Kindertagesstätten im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Arbeit GmbH - Herr Willeke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
fairkauf - Filliale Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinwesen in Delmenhorst - Wir alle gemeinsam als Bürger dieser Stadt!

Ansprechpartner
Rudolf Mattern
Funktion Fachbereichsleitung Soziales
Wir alle gemeinsam Bürger dieser Stadt!
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist der Ausbau der bisherigen Einrichtungen und Bemühungen der Stadt Delmenhorst, ein flächendeckendes Netz an Begegnungs- und Beratungsstätten in Delmenhorst zu schaffen. Dazu sollen neben den bisherigen Standorten "Wollepark" und "Düsternort" auch die Stadtteile "Hasport" und "Deichhorst" in ein gemeinschaftliches Konzept zur nachhaltigen Etablierung von Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst eingebunden werden. Hierfür konnte die AWO in Delmenhorst als starker und verlässlicher Partner gewonnen werden. So ist geplant, dass die AWO die Arbeit im Stadtteil "Deichhorst" und das Diakonische Werk in "Hasport" übernehmen wird. Neben der Einrichtung zweier neuer Standorte, ist auch die Einrichtung einer Koordinierungs- und Leitungsstelle geplant, die den Austausch aller vier Standorte unterstützen und die Kooperation und Kommunikation auch nach Außen übernehmen soll und als ein Ziel verfolgen wird, Gemeinwesenarbeit als Handlungskonzept in andere Einrichtungen und bei anderen Akteuren zu etablieren. Als Devise dieses Projekts gilt es, bestehende Ressourcen und Erfahrungen zu nutzen und in die "neuen" Standorte zu tragen. Alle weiteren Ausführungen können den folgenden Teilen entnommen werden.
Ausgangslage
Die beiden Standorte "Hasport" und "Deichhorst" weisen jeweils unterschiedliche Ausgangslagen auf. In Hasport geht es um das Wohnquartier in der Helgolandstraße. Zwischen Möbelhaus, Naherholungsgebiet und Einfamilienhäusern mit Pool liegt wie auf einer "Insel" eine Wohnanlage mit Mehrfamilienhäusern. Mehr als 20 Nationen teilen sich den Lebensraum auf dieser Insel und grenzen sich nicht nur durch unterschiedliche Wohnformen, sondern auch durch unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Religionen und Sprachen von den umliegenden Nachbarn ab. Doch auch das Zusammenleben auf der "Insel" ist nicht als homogen zu bezeichnen. Es fehlt an einer gemeinsamen Identität, der Möglichkeit, neben der bloßen Nachbarschaft Gemeinsamkeiten zu finden und Kontakte herzustellen. Der Standort "Deichhorst" weist dagegen ein ganz anderes Problem auf. Wo in Hasport eine Segregation der "Probleme" vorliegt, ist das Bild des Stadtteils Deichhorst nur als heterogen zu bezeichnen. Das für das Projekt ausgewählte Gebiet ist in der Mehrheit eine Einfamilienhaussiedlung. Diese Siedlung wird dabei immer wieder durchzogen von "Blacks" und Großwohnanlagen, die entweder vereinzelt oder als größere Ansiedlung über das Projektgebiet verteilt sind. Eine Durchmischung der Bewohnenden dieser Siedlungstypen findet nur bedingt oder gar nicht statt. Beide Projektbereiche weisen eine hohe Zahl von Migranten aus unterschiedlichen Nationen, eine Vielzahl von Leistungsempfängern und Armutslagen auf. Ein vereinzelter Zuzug von Menschen mit Flucht- oder Asylbewerbungshintergrund ist zwar zu verzeichnen, die Fallzahl rechtfertigt hierbei jedoch keine besondere Problematisierung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Deichhorst
Beschreibung
Das Gebiet zwischen Moorweg und Oldenburger Straße, seitlich begrenzt durch die Brauenkamper Straße im Westen und den Burggrafendamm im Osten sowie die Blocks an der Grundigstraße nördlich der Oldenburger Straße, ist Projektraum im Stadtteil Deichhorst.
Einwohnerzahl
5032
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
-entfällt
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Hasport
Beschreibung
Hasport: Wohnanlage in der Helgolandstraße und der Wohnblock an der Seestraße, sowie die angrenzenden Straßenzüge als Nachbarschaft.
Einwohnerzahl
2854
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
- entfällt
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Spezifizierung des o.g. Wertes. es ist davon auszugehen, dass 70% der Ausländischen Bewohnenden in der Helgolandstraße bzw. am Block in der Seestraße leben. Schätzung Diakonisches Werk
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz der Gemeinwesenarbeit lässt sich kurz zusammenfassen: Der Mensch steht im Mittelpunkt! Davon lassen sich die Handlungsansätze ableiten, dass unserer Nachbarschaftsbüros nur Rahmenkonstruktionen sein können, die den Ideen und Interessen der Bewohnenden Halt und unterstützende Struktur geben können. Die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, eigene Interessen und Belange zu benennen und umzusetzen bzw. Probleme zu lösen. Der Mensch soll nicht über Defizite sondern über Stärken und Potentiale definiert werden. Dies bedeutet, dass Identitätsbildung und Abbau von Stigmatisierungseffekten ebenso wichtig sind, wie der Ausbau dieser Potenziale durch Bildungsarbeit oder Projekte zur Etablierung positiver Handlungsmuster. Gemeinwesenarbeit ist nicht die Arbeit mit den "Problembürgern", sondern soll helfen und unterstützen, Nachbarschaft in der pluralisierten Gesellschaft zu festigen. Ängste vor dem Fremden nehmen und Kontaktmöglichkeiten herstellen - Multikulturalität lebt durch Begegnung. GWA bietet die Möglichkeit, den Menschen als Ganzes zu betrachten und den komplexen multivariaten Bedürfnissen gerecht zu werden. Arbeit, Leben, Wohnen, Bildung, Kultur und Gesundheit und das über alle Generationen hinweg, der Mensch zählt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Zwei neue Nachbarschaftsbüros eingerichtet sind. Eine Orte der Begegnung bieten Raum für Ideen und Wünsche der Bewohnenden.
Beschreibung
Eine aktivierende Bewohnendenbefragung wurde durchgeführt. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und dienen als Arbeitsgrundlage/ Arbeitsauftrag der Bewohnenden.
Beschreibung
Projekte aus Wünschen/Ideen der Bewohnenden sind entstanden und werden regelmäßig durchgeführt.
Beschreibung
Bewohner führen eigene Projekte eigenverantwortlich durch. Die Bewohnenden werden in die Lage versetzt eigene Interessen zu erkennen, sich zu organisieren und gleichgesinnte zu finden. Die Räume der Nachbarschaftsbüros stehen als Handlungsort bereit.
Beschreibung
Kooperationen mit den handelnden Einrichtungen und Akteuren wurden erreicht. GWA soll nicht ersetzten, sondern abholen und mitnehmen. Bewohnende, Akteure und bestehende Einrichtungen sind wichtigste Ressource GWA.
Beschreibung
Alle Personalstelle wurden besetzt und eine verlässliche Erreichbarkeit ist sichergestellt. Diese ist wichtig um GWA als verlässlichen Ansprechpartner für die Bewohnenden zu etablieren.
Beschreibung
AWO und Diakonie vertreten und leben gemeinschaftlich eine GWA Konzept. GWA als Grundprinzip der Sozialen Arbeit. Diakonie und AWO gehen diesen Weg gemeinsam und sind gespannt auf die Erfahrungen der gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle stellt Kontakte mit allen relevanten Netzwerken her. Delmenhorst zeichnet sich durch einen breites Netz an Akteuren und Einrichtungen aus. Wichtig ist es die Lücken der Netzwerke zu entdecken und sinnhaft zu füllen.
Beschreibung
Die Mehrheit der Bewohnenden über die Einrichtung der neuen Einrichtungen informiert sind. Hiezu ist eine umfassende und wirksame Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle hat eine Handreichung zur GWA entwickelt und veröffentlicht. Was bringt gute Arbeit, wenn man nicht darüber spricht. Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit können für andere Akteure und Kommunen übertragbar sein.
Beschreibung
Strukturen wurden entwickelt , die eine Durchmischung ermöglichen. Zusammenbringen was zusammen lebt, könnte das Motto der GWA sein. Nachbarschaften etablieren und aktiv mitgestalten.
Beschreibung
Die Bewohner entwickeln eine positive Einstellung gegenüber ihrem Quartier. Ein positives Selbstbild entwickeln und stärken. Menschen werden oft über Defizite und Mangel definiert, der Mensch mit all seinen Gaben und Fähigkeiten sollte im Blick sein.
Beschreibung
Die angrenzenden Quartiere/Nachbarschaften einen positive Einstellung gegenüber dem Projektgebiet entwickeln. Es gibt Kontaktmöglichkeiten, die es erlaubt die "Anderen" kennen zu lernen.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle begleitet neben den beiden neuen Standorten auch die etablierten Standorte und entwickelt so ein gemeinsame Konzept für eine GWA für das gesamte Stadtgebiet.
Vorhandene Strukturen
entfällt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kita Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendtreff Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaft Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
5 Schulen im Projektgebiet Hasport (Schulzentrum West, Realschule Hohlbeinstraße, Grundschule Beethovenstraße, BBSII und Marienschule)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Spielhaus/ Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordwest Zeitung; Delmenhorster Kurier, Delmenhorster Kreisblatt u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Relevanten Netzwerke und Akteure zum Themenbereich
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftszentrum Wollepark/Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsbüro Düsternort
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita Arche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Waldorf Kita Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
GSG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grand City Properties
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Knister Grundschule Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirche St. Johannes Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsenteam Delmenhorst und Umgebung e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Villa/ Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KITA "Unterm Regenbogen"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Kindertagesstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Overbergschule (katholisch)
Typ
Stadtteil
Galerie
deichhorst boecklin strasse
deichhorst grundigstrasse
deichhorst moritz von schwindt strasse
hasport block an der seestrasse
hasport wohnanlage helgolandstrasse 1
hasport wohnanlage helgolandstrasse 2
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaftsbüro Ahlhorn

Ansprechpartner
Franz-Josef Franke
Funktion Geschäftsführung/Leitung
Ahlhorn - hier ist die Vielfalt zuhause
Projektbeschreibung
Der Ortsteil Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten hat als ehemaliger Militärstandort eine für eine ländliche Region sehr ungewöhnliche Entwicklung genommen. So entstanden in den 1950er und 1960er Jahre eine Vielzahl an Miet- und Geschosswohnungen (Wohnblocks)im Ortszentrum zur Unterbringung von Soldaten und Zivilbeschäftigten. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung des Fliegerhorstes wurde der freie Wohnraum von unterschiedlichen (Migranten-) Gruppen genutzt. Hier sind die Spätaussiedler der 1990er Jahre bis hin zu den Geflüchteten der jüngeren Vergangenheit zu nennen. Hieraus resultiert ein sehr hoher Anteil an Bewohner/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit. Durch die Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft und fleischverarbeitenden Industrie auch im angrenzenden Oldenburger Münsterland ist zusätzlich ein hoher Anteil von nur vorübergehend zuziehenden Menschen zum Zwecke der Arbeitsaufnahme vorhanden. Neben dem hohen Ausländeranteil ist Ahlhorn geprägt durch eine sehr hohe Fluktuation, so leben mehr als 20 % der Bewohner/innen noch nicht länger als 2 Jahre im Quartier. Insbesondere dieser Umstand erschwert das Entstehen von tragfähigen Nachbarschaften. Im Rahmen des Projektes sollen deshalb sowohl Begegnungsmöglichkeiten geschaffen als auch die Verwirklichung gemeinsamer gemeinwesenbezogener Interessen durch Menschen unterschiedlicher Kulturen befördert werden. Hierdurch kann eine Imageverbesserung erreicht werden, die die Stärken des interkulturellen Zusammenlebens und der ländlichen Strukturen zusammenbringt.
Ausgangslage
Das Projektgebiet im Ortsteil Ahlhorn der Gemeinde Großenkneten ist insbesondere für eine ländlich gelegene Ortschaft in ganz besonderer Weise von einer Kumulation städtebaulicher, wohnungswirtschaftlicher und sozialer Missstände betroffen. Die Mehrfamilienhausbestände sind größtenteils in einem sehr sanierungsbedürftigen Zustand. Insbesondere in diesen Wohnungen leben überwiegend Ausländer/innen. Im gesamten Gebiet liegt der Ausländeranteil bei 54 %. In einzelnen Straßen erreicht er über 70 %. Es besteht eine hohe Fluktuation. Lediglich 22 % wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort. Demgegenüber sind 39 % (in einzelnen Straßen die Hälfte) der Bewohner/innen kürzer als zwei Jahre am jetzigen Wohnstandort. Diese Umstände verbunden mit einem negativen Image erschweren die Entwicklung einer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Eine Auswertung der Kriminalitätsstatistik zeigt eine in Relation zur Einwohnerzahl deutlich erhöhte und tendenziell steigende Fallzahl im Projektgebiet. Gepaart mit Enge und Überbelegung vieler Wohnungen, die dazu führen, dass sich soziales Leben gerade von Jugendlichen und jungen Männern zu großen Teilen auf die Straße und in den öffentlichen Raum verlagert, verursacht dies Ängste und Angsträume speziell bei Kindern / Frauen. Die soziale Segregation wird befördert. Die verbliebenen alteingessenen Bürger/innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge, fühlen sich von ihrem Heimatort entfremdet und vermissen Treff- und Anlaufpunkte für einen sozialen Austausch. Es gibt nichtsdestotrotz eine hohe Bereitschaft zu Integrationshilfen für die neu zugezogenen Bewohner, hierzu werden jedoch Begegnungsmöglichkeiten benötigt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst einen Großteil der Ahlhorner Ortsmitte mit der Ortsdurchfahrt Wildeshauser Straße(zwischen dem Bahnhof im Westen und dem Kreuzungsbe-reich Visbecker / Schulstraße im Osten) sowie nördlich und südlich daran angrenzende Bereiche. Wie der Kartendarstellung zu entnehmen ist, schließt das Projektgebiet westlich der Bahn das Bahnhofsgebäude, den Parkplatz davor sowie die Grundstücke Cloppenburger Straße 1 und 3 und die Cloppenburger Straße selbst bis zum Kreisverkehr hinter der Bahn ein. Östlich des Kreisverkehrs wird die Cloppenburger zur Wildeshauser Straße. Ab hier sind auch die Grundstücke nördlich und südlich der Straße Teil des Untersuchungsgebietes, zuzüglich einer kleinen Brachfläche hinter dem EDEKA-Markt (Wildeshauser Straße 8). Ab dem Kreuzungsbereich mit „Am Lemsen“ und der Zeppelinstraße weitet sich der Gebietszuschnitt nördlich und südlich der Wildeshauser Straße wie folgt aus: • Nach Norden bildet „Am Lemsen“ die Grenze des Projektgebietes, ohne selbst Bestandteil zu sein. Die Schulgrundstücke des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Graf-von-Zeppelin-Schule sind ebenso Teil des Projektgebietes wie die nördlich daran an-schließenden Grundstücke und im Südosten die Grundschule. Östlich der Grundschule bildet die Schulstraße die Gebietsgrenze, die aber selber nicht dazu zählt, bis zur Kreuzung mit der Wildeshauser Straße. Der Kreuzungsbereich inkl. der weiter nach Süden verlaufenden Visbecker Straße ist großzügig eingefasst. • Südlich der Wildeshauser Straße verläuft die Abgrenzung zunächst unter Einbeziehung aller Anliegergrundstücke der Zeppelinstraße bis Höhe Am Kasinowald, wo sie nach Nordosten verschwenkt und entlang „Am Kasinowald“ verläuft, allerdings ohne den Straßenraum einzu-schließen. Vor der Katharinenstraße knickt die Grenze wieder nach Südosten ab, so dass alle Anliegergrundstücke an der Katharinenstraße, der Dorfplatz und das angrenzende Wäldchen Teile des Projektgebietes sind. Hinter dem Sportplatz verläuft die Abgrenzung dann wieder nach Norden zur Wildeshauser Straße und daran entlang bis hinter die Visbecker Straße und schließt den Kreuzungsbereich mit ein (s. o.). Insgesamt umfasst das Projektgebiet eine Fläche von 62,2 ha. Zum Ende des Jahres 2016 lebten innerhalb dieser Gebietsabgrenzung 1.825 Menschen.
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
54
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Landkreis Oldenburg, Gemeinde Großenkneten; LSN; Projektgebiet und Gesamtstadt geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg; - Zuwanderungsgeschichte: Ausländer plus ausländischer Geburtsort
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet: geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, Zensus; Projektgebiet geschätzt, Sonstige: Landkreis Oldenburg
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf (962.22 KB)
GWA/QM-Ansatz
Aus unserer Sicht ist der Unterscheid zwischen Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement eher geschichtlich bzw. förderrechtlich begründet. Im Rahmen unserer Arbeit stehen die Bewohnerinnen und Bewohner im Zentrum des Handelns. Alle Prozesse sollen möglichst mit ihnen geplant und besprochen werden, sie sollen zu einer aktiven Beteiligung motiviert werden. Zugleich verfolgen wir in unserer Arbeit einen vermittelnden Ansatz, in dem wir die Interessen aller beteiligten Akteure berücksichtigen und erläutern. Wir nehmen hierbei eine mediative Haltung ein, die davon überzeugt ist, dass Lösungen gefunden werden können, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt. Die Grundlage dieser Arbeit ist deshalb der Aufbau von Vertrauensverhältnissen zu den Bewohner/innen und allen übrigen Akteueren und die Stärkung der Bewohner/innen, damit ein Dialog auf Augenhöhe möglich wird. Der geschichtlich mit dem Quartiersmanangement verbundene Aspekt der stadtplanerischen Umsetzung, steht während des Projektzeitraumes (noch) nicht im Mittelpunkt. Die Gemeinde Großenkneten beabsichtigt, dass Projektgebiet in das Förderprogramm "Soziale Stadt" aufnehmen zu lassen. Insofern stehen diese Aspekte zu einem späteren Zeitpunkt an.
Qualitätskriterien
Beschreibung
1/3 der Bewohner/innen (610) werden direkt erreicht. Die Bedürfnisse der Bewohner/innen werden aufgegriffen, die Themen werden auf Augenhöhe besprochen, Erreichbarkeit ist regelmäßig sicher gestellt, Bewohner/innen fühlen sich ernst genommen (Feedback)
Beschreibung
Es sind Strukturen / Ressourcen entstanden, an denen Bewohner/innen eigene Ideen einbringen und verwirklichen können. Die Bewohner/innen sehen bis zum Ende der Projektzeit das Quartier positiver als zu Beginn.
Beschreibung
An den Angeboten nehmen Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen teil. Die Angebote richten sich an Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.
Beschreibung
Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen Projektträger und Gemeinde. Innerhalb der Verwaltung ist die Kommunikation und der Informationsfluss zwischen den einzelnen Ressorts sichergestellt.
Beschreibung
Es gibt einen regelmäßigen und engen Austausch zwischen den Projektmitarbeitenden, den kommunalen Mitarbeitenden (Integrationsbeauftragte, mobile Jugendarbeit) und den Beratungs/Bildungseinrichtungen (LEB, Migrationsberatung, ALSO, Wohnungslosenhilfe)
Beschreibung
Es entstehen neue Angebote für die Anwohner/innen. Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen lernen sich kennen. Konflikte werden mit Unterstützung der Projektmitarbeitenden friedlich gelöst.
Beschreibung
Die Entwicklung des Projektgebiets ist in die gesamtkommunale Entwicklung mit hohem Stellenwert einbezogen. Vertreter/innen der Politik nehmen an den Gemeinwesenkonferenzen teil.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Integrationsprojekt - Leben im Viertel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landkreis Oldenburg - Präventionsketten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V. - Familie im Blick
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LEB in Niedersachsen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturinitiative Gemeinde Großenkneten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mobile Jugendarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Großenkneten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Graf-von-Zeppelin-Schule – Oberschule Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ahlhorner Sportverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Peter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Evangeliums-Christengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsbeauftragte
Typ
Stadtteil
Galerie
heterogene strukturen
kapitaen strasser str i
kapitaen strasser str ii
dr eckener str
tuerklingel
dorfgemeinschaftshaus
wanderungszahlen
auslaenderanteile
altersstruktur
sgb ii bezieher
Zustimmung Veröffentlichung
On

Jugendtreff St. Willehad

Ansprechpartner
Andreas Bolten
Funktion Pfarrer
Junge Menschen spüren lassen, wie wertvoll sie sind
Projektbeschreibung
Unsere Kirchengemeinde St. Willehad möchte junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes fördern und stärken. Wir möchten Kindern und Jugendlichen in der strukturschwachen Stadt Wilhelmshaben ein Betätigungsfeld geben, in dem sie sich positiv entfalten können und in dem sie durch andere und durch einen gemeinsam geteilten Geist des Miteinanders angenommen und wertgeschätzt werden. In der sich verändernden kirchengemeindlichen und sozialräumlichen Situation sehen wir uns in der Herausforderung, neue Wege zu erkunden, um jungen Menschen zu begegnen und diesen ebenso Begegnungen untereinander und miteinander in niedrigschwelliger Hinsicht zu ermöglichen. Unser Jugendtreff St. Willehad soll ein Ort zur offenen Kinder-und Jugendarbeit in Wilhelmshaven werden. Dieses wichtige Kriterium der Offenheit unserer Massnahmen im Kinder -und Jugendbereich beherzigen wir seit vielen Jahren. Ein wichtiger Baustein darin sind die vielseitigen Maßnahmen und Angebote des katholischen Jugendteams St. Willehad. Mit dem ,,Jugendtreff St. Willehad`` positionieren wir uns in direkten Bezügen zu der langjährig gewachsenen Verbindung zur Oberschule Franziskusschule und zum Gymnasium Cäcilienschule in der Mitte der Stadt Wilhelmshaven. In diesem von Wohnen, Arbeiten, Schulen, Geschäften, kommunalen und gewerblichen Institutionen geprägten Sozialraum möchten wir uns offen, attraktiv und ansprechend verorten.In der intensiv gewachsenen Vernetzung vor allem von persönlichen sowie auch instutionellen Bezügen von Kirchengemeinde und kirchlichen Schulen ist eine gute Basis geschaffen worden, die bewährte Arbeit konzeptionell und instutionell zu intensivieren, auszuweiten und den Offenheitscharakter noch breiter darzustellen. Von gewachsenen Kooperationen von Schulen und Gemeinde profitieren alle Beteiligten. Es werden Synergien geschaffen, die junge Menschen im Jugendtreff einen Raum finden lassen, in dem sie sich angenommen fühlen, ihren Interessen nachgehen können, mitgestalten können, eigen-und gruppeninitiativ werden können und unter haupt-und ehrenamtlicher fachlicher Begleitung und Leitung sich in Projekten verantwortlich entfalten können. Rechtsverantwortlicher Träger des Jugendtreffs ist die Kirchengemeinde St. Willehad Wilhelmshaven.
Ausgangslage
Unsere kirchliche Situation in der katholischen Diaspora ist sei jeher von der Zugehörigkeit und dem Engagement Einzelner geprägt. Wir Christen in der katholischen Gemeinde St. Willehad (d.h. im kommunalen Einzugsbereich der Gemeinden Wilhelmshaven, Sande, Roffhausen) wissen um die Bedingungen und Herausforderungen, christliche und gleichzeitig offene Kinder-und Jugendarbeit in unserem Sozialraum und gesellschaftlichen Umfeld erfahrbar werden zu lassen. Wir möchten Kindern und Jugendlichen eine Betätigungsfeld geben, indem diese sich positiv entfalten können. In pastoraler Hinsicht ist die Kinder-und Jugendarbeit ein wichtiges Feld, um christliche Werthaltungen-und Glaubensvollzüge weitergeben zu können. Um dies erlebbar werden zu lassen, brauchen wir ansprechende und den Ansprüchen heutiger Kinder-und Jugendarbeit entsprechende Räumlichkeiten. Diese finden wir in den derzeitigen Räumlichkeiten unserer Gemeinde nicht vor,d.h. in unseren Pfarrheimen. Wir haben haben hier nur sehr beengte und eingeschränkte räumliche Bedingungen. Dem entgegen brauchen wir für die Umsetzung unserer Ziele einen offenen Freizeitbereich mit vielen Spiel-und Kontaktmöglichkeiten. Es muss eine ungezwungene und niedrigschwellige Kontaktaufnahme unter den Kinder und Jugendlichen sowie zu den erwachsenen MitarbeiterInnen ermöglicht werden. Wir brauchen einen großen multifunktionalen Raum als einen einladenden ``Ort der Begegnung``, dazu ein mittelgroße ,,Familienküche`` für Gemeinschaftsaktivitäten, zwei Räume für Gruppenaktivitäten, einen Büro-und Besprechungsraum für hauptamtliche MitarbeiterInnen und Stau und Lagerflächen. Die Ausstattung dieser Räumlichkeiten soll jugendgemäß sein.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wilhelmshaven-Sande-Roffhausen
Beschreibung
Unser Projekt hat keine bestimmte räumliche Abgrenzung. Das Gebiet, in dem die Zielgruppe unseres Projektes wohnen, umfasst insbesondere das Gebiet der Kirchengemeinde St. Willehad Wilhelmshaven, Sande und Roffhausen. Davon berührt sind die Stadt Wilhelmshaven und die Ortschaften Sande und Roffhausen. Zur Teilnahme und Mitwirkung eingeladen sind darüber Jugendliche und Kinder aus benachbarten Kommunen und Kirchengemeinden.
Einwohnerzahl
95000
Quelle / Anmerkungen
Pressemitteilungen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Unser Projekt ist örtlich angesiedelt im Sozialraum Süd der Stadt Wilhelmshaven. Da es als Projekt in kirchlicher Trägerschaft sozialraumübergreifend ist, dürfte dies ein Ausnahmefall sein. Ein Teil der Zielgruppe besucht die Oberschule Franziskusschule, das Gymnasium Cäcilienschule und die Grundschule St. Martin. Diese wohnen zu einem großen Teil in Wilhelmshaven, wie auch in weiteren Kommunen. Gleichzeitig ist das Projekt offen für Jugendliche, gleich welcher weltanschaulicher, geographischer Herkunft oder welchem Wohnort entstammend.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Geburten belief sich in der Stadt WHV in den letzten Jahren um ca. 700. 700 Geburten x 14 Jahre=9800 Bei einer Gesamteinwohnerzahl der Stadt WHV ist ein Annäherungswert 7 %.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich um eine Schätzung, zurückgehend auf die Geburtenraten der Stadt Wilhelmshaven.
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
In der Kirchengemeinde St. Willehad gestalten wir seit langen Jahren eine intensive Zusammenarbeit mit der Franziskusschule, Cäcilenschule und St. Martin Schule. Das Altersspektrum dieser Schulen im Sozialraum Süd umfasst das Alter von 6-19 Jahren. Mit unserem Projekt möchten wir insbesondere die individuelle und soziale Entwicklung dieser Altersgruppe stärken. Wir wollen unsere bisherige Kinder-und Jugendarbeit konzeptionell weiter öffen und dauerhaft ,,unsere Zelte dort aufschlagen", wo junge Menschen ihren Sozialraum haben und sich im Alltag begegnen. Hier wird durch einen neuen Standort ein attraktives Forum für soziale Beziehungen geschaffen. Es eröffnet sich eine gegenseitige Bereicherung von bereits bestehender lebendiger Kinder-und Jugendarbeit in der Kirchengemeinde und sich entwickelnden Projekten aus der offenen Jugendarbeit. In gemeinsamen Workshops, der Aufnahme von Brainstormingideen aus den jeweiligen Gruppengeschehen und personalen Austauschen kann ein breites und ansprechendes Betätigungsfeld für diese Altersgruppen entwickelt werden. Maßgebliche Kriterien zu dieser Entwicklung sind die Möglichkeiten dieser Altersgrupen zu Mitverantwortung, Mitbestimmung, Partizipation, Selbstorganisation und jugendkultureller Entfaltung. Die gemeinsame Arbeit soll die Entwicklung einer eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen und ganzheitlich entfalteten Persönlichkeit ebnen. Der gute Rahmen von Räumen, Zeit, Atmosphäre, Angeboten und Personal wird dies ermöglichen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
- eine gute und beständige Zahl der Teilnehmer u. Mitwirkenden; Partizipation, Reflexion und Evaluation mit Teilnehmern
Beschreibung
die Besucher / Teilnehmer haben eigene Projekte entworfen und umgesetzt, mit personellen und materiellen Hilfsangeboten
Beschreibung
die Teilnehmer auf die Ressourcen der Kirchengemeinde, der Schulen und nahen Jugendzentren zurückgegriffenen haben
Beschreibung
über die kirchlich und schulisch verbundenen Teilnehmenden sich auch weitere einfinden und das Projektangebot nutzen
Beschreibung
Kinder-und Jugendliche aus dem Gebiet der Kirchengemeinde und darüber hinaus sich einfinden, ebenso über das unmittelbare Gebiet der Stadt Wilhelmshaven
Beschreibung
gute Kontakte mit weiteren Akteuren und Einrichtungen im Sozialraum Süd gewachsen sind; es Projektverwirklichungen mit Schulen, Kirchengemeinde, Jugendzentren und Jugendtreff ST. Willehad gegeben hat
Beschreibung
eine gute Akzeptanz des Jugendtreffs in der Nachbarschaft mit Anwohnern und Institutionen in der Nähe gewachsen ist, bei Bedarf miteinander kommuniziert wird
Beschreibung
es bei Reflexionen und Evaluationen keine Mängelaufweise in Hinsicht digiatalem und analogem Informationsaustausch gibt; die Mobilität für Projektverwirklichungen vorhanden war
Beschreibung
der Jugendtreff einen spürbaren Beitrag zu mehr Integration und Partizipation im Sozialraum Süd und darüber hinaus leisten konnte; der Beitrag und die Kompetenz des Jugendtreffs bei kommunalen Partner nachgefragt wird
Vorhandene Strukturen
In unserer Gemeinde St. Willehad gibt es seit langen Jahren ein breites ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit. Insbesondere sind hier die Aktivitäten des Jugendteams St. Willehad und zweier Pfadfinderstämme zu nennen. Diese werden fachlich durch das hauptamtliche Pastoralteam der Gemeinde ST. Willehad geleitet und begleitet, sowie durch hauptamtlich und ehrenamtlich fachliche Engagements gestützt und verantwortet. Im Jugendtreff St. Willehad wird ein Pastoraleferent die Leitungsfunktion innehaben. Ein wesentlicher Teil seiner Aufgabe ist die der Vernetzung ehrenamtlicher und hauptamtlicher fachlicher Arbeit. Eine besondere Chance des Jugendtreffs besteht darin, durch das Aufsuchen des schulischen Sozialraumes die bestehenden Gruppierungen weiter wachsen zu lassen und gegebenenfalls auch neue Gruppen zu bilden. In seiner Aufgabe wird der Leiter des Jugendtreffs vom ganzen Pastoralteam der Gemeinde unterstützt. Hinzu kommt der enge Kontakt und die intensive Zusammenarbeit mit dem Sozialpädagogen der Franziskusschule sowie mit den Schulleitungen der genannten Schulen. So ist der leitende Pastoralreferent eine personale Anlauf-und Vernetzungsstelle vor Ort und führt junge Menschen und pädagogisch und pastoral tätige Menschen zusammen. In der weiteren Folge werden indirekt auch die Familien der Betroffenen erreicht und angesprochen. An einer Mitwirkung Interessierte können in dieser Weise gewonnen, einbezogen und fachlich geschult werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jugendamt Wilhelmshaven, Jugendzentrum Point, Jugendzentrum Krähenbusch, Gemeindeteile der Kirchengemeinde ST. Willehad
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Öffnung der Kulturfabrik Krawatte (im Entstehen) in das Quartier

Ansprechpartner
Friedrich Holtiegel
Funktion Vorstandsmitglied
Teilhabe ist gut, Teilnahme ist besser: Soziokultur steht für die bunte Gesellschaft und entwickelt kreativ die Gemeinschaft. Die Egestorfer Str. bekommt ein Gesicht.
Projektbeschreibung
Im Herbst 2017 wird mit der Sanierung und dem Umbau einer seit Jahren leerstehenden Krawattenfabrik zu einem soziokulturellen Zentrum begonnen. Der Bauantrag ist gestellt, die Finanzierung der energetischen Sanierung und des ersten Bauabschnitts, an der die Stadt Barsinghausen und das Land Niedersachsen beteiligt sind, ist gesichert. Ausgangspunkt des Gesamtvorhabens ist eine großzügige Spende eines Barsinghäuser Bürgers an die Kunstschule Noa Noa e.V. und den Kunstverein Barsinghausen e.V. zur Verbesserung ihrer räumlichen Situation und zur Entwicklung ihrer bisherigen Kooperation. Gefunden wurde ein Gebäude, das sich nach Lage und Größe für den schrittweisen Aufbau eines soziokulturellen Zentrums eignet und zum Mittelpunkt eines vernachlässigten Quartiers werden soll. Für seine Entwicklung wurde im Januar 2016 der Kulturverein Krawatte gegründet. Ziel des hier beantragten Teilprojekts ist es, v.a. die Bewohner des Quartiers, dann aber auch die ganze Stadt Barsinghausen am Entstehen des soziokulturellen Zentrums Kulturfabrik Krawatte zu interessieren und sie an der Entwicklung des Konzepts und seiner Ausgestaltung zu beteiligen. Dazu ist ein professionelles Management nötig, das die notwendige Struktur aufbaut, den Kontakt mit den Bewohnern des Projektgebiets aufbaut und pflegt, das Netzwerk mit den sozialen und kulturellen Akteuren der Stadt ausbaut und erweitert, zu Eigeninitiatven anregt sowie entsprechend dem Baufortschritt Projekte und Veranstaltungen plant und durchführt. Das heißt, dass das Projekt als Auftakt einer dauerhaften Arbeit gedacht ist, die in den Folgejahren mit Hilfe weiterer Förderer und der dann möglichen Eigenleistung fortgesetzt wird. Für die umfassende Tätigkeit zum Aufbau des Managements wird im Jahre 2018 mindestens eine 30-Stunden-Stelle benötigt. Der baulich intakte Büroraum der ehemaligen Krawattenfabrik wird auch derjenige der Kulturfabrik Krawatte sein, so dass hier der Arbeitsplatz des Managements eingerichtet werden kann. In der ehemaligen Personalküche kann bis zum zweiten Bauabschnitt im Sommer 2018 und zum Umzug in die neue Küche auch das beantragte Küchengerät aufgestellt werden. Im ersten Bauabschnitt (2017) eingeschlossen ist das Foyer des soziokulturellen Zentrums, in dem bereits unterschiedliche Veranstaltungen und Treffen stattfinden werden.
Ausgangslage
Die divergente Bevölkerungsstruktur Barsinghausens ist gekennzeichnet durch die 18 teils kleinstädtischen, teils ländlichen Ortsteile, seine Vergangenheit als Standort des Kohlebergbaus in der Kernstadt, durch einige Großbetriebe, eine Reihe mittelständischer Firmen, den Zuzug von Gastarbeitern in den 50-er Jahren, von Immigranten und Neubürgern in neue Wohngebiete sowie durch die Nähe zur Landeshauptstadt. Es fehlt in Barsinghausen ein Ort für die Herausbildung einer gesellschaftlichen Identität. Dringend benötigt wird ein Ort für die vielen ehrenamtlichen und institutionellen sozialen und kulturellen Aktivitäten, an dem sie betrieben, ausgebaut und durch Vernetzung gefördert werden sowie neue Initiativen sich bilden können. 2015 wurde das erste Flüchtlingsheim in Barsinghausen gebaut. Ein Brandanschlag verzögerte die Fertigstellung. Nach einer beeindruckenden Demonstration der Bürgerinnen und Bürger wurde versucht, das Rathaus in Brand zu setzen. Die Täter blieben unerkannt. 2017 wurden zwei weitere Flüchtlingsheime für jeweils bis zu 160 Bewohnern fertiggestellt, zum Teil unter erheblichem Protest und Störaktionen der Anwohner. An allen drei Standorten machten Willkommenskreise für die neuen Nachbarn verschiedene freiwillige Integrationsangebote, darunter vor allem in den Gemeindehäusern der Kirchen ein Angebot von Deutschkursen. Die Stadtverwaltung schuf neue Stellen für die Integrationsarbeit. Ein "runder Tisch" versucht die verschiedenen Initiativen zu strukturieren. Die Flüchtlingsheime sind inzwischen fast vollständig bezogen. Es beginnen die Mühen der Ebene. Die eigentliche Integrationsarbeit muss jetzt beginnen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Egestorferstraße und Stoppstraße mit Umgebung
Beschreibung
Das soziokulturelle Zentrum Kulturfabrik Krawatte entsteht im Gebäude einer ehemaligen Krawattenfabrik, das seit Jahren leer steht. Es liegt an der Hauptverbindungsstraße (L 391) zwischen der Kernstadt Barsinghausen und den Ortsteilen Kirchdorf und Egestorf, an der Egestorfer Straße. Der westliche Abschnitt des Quartiers ist im Süden von der Abraumhalde des ehemaligen Kohlebergwerks und im Norden von der Trasse der S-Bahn-Linie 1 bzw. 2 Haste-Hannover begrenzt. Auf der Nordseite der L 391 stehen vor allem charakteristischen Bergarbeiterhäuser des späten 19. Jahrhunderts, zum Teil durch frühere "Renovierungen" und Erweiterungen verändert und heute vernachlässigt, zum Teil auch liebevoll im Baumarktstil wieder hergerichtet, unterbrochen von Handwerksbetrieben und kurzlebigen Geschäften. Auf der südlichen Straßenseite wurde der Streifen zum Hang der Halde hin ehemals für Werkhallen genutzt. Heute befindet sich hier eine eintönige Abfolgen von Tankstelle, Chinarestaurant, Autohaus, Tennishalle, Getränkemarkt usw. Die ehemalige Krawattenfabrik liegt zwischen einer Metallwerkstatt und dem in 2014 errichteten Feuerwehrgebäude. Im östlichen Abschnitt des Quartiers herrscht auch an der Südseite der L 391, der Stoppstraße, Wohnbebauung vor. Hier befinden sich fußläufig 20 Minuten von der Kulturfabrik entfernt an der Einsteinstraße und am Rottkampweg auch zwei der drei Flüchtlingsheime Barsinghausens, die im Jahre 2017 für je 160 Bewohner errichtet wurden und inzwischen großenteils bezogen sind. Das dritte Flüchtlingsheim liegt nordwestlich von der Kulturfabrik an der Hannoverschen Straße. Das Projektgebiet ist großenteils städtebaulich desolat, zum Teil aufgrund der Tatsache, dass wegen der gemischten Zuständigkeiten zwischen der Region und der Stadt bisher kein Konzept für die Entwicklung der L 391 erstellt werden konnte. Die Stadt Barsinghausen begrüßt, dass das Projektgebiet durch den Bau der Kulturfabrik auch städtebaulich aufgewertet wird. Es sei aber auch an dieser Stelle betont, dass das soziokulturelle Zentrum nicht nur für das Projektgebiet, sondern für die soziale und kulturelle Entwicklung der gesamten Stadt von großer Bedeutung ist.
Einwohnerzahl
3959
Quelle / Anmerkungen
Alle demografischen Daten vom Bürgerbüro der Stadt Barsinghausen ermittelt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Vom Förderprogramm Soziale Stadt wird die Nordstadt gefördert. Sie liegt außerhalb unseres Projektgebietes.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ausländer + Doppelstaatler: vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Von den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit treffen alle auf das soziokulturelle Projekt zu, aber Nr. 5 nur eingeschränkt, da der Schwerpunkt auf Kultur und Bildung liegt. Der Aspekt "Arbeit" kommt zum einen insofern zur Geltung, als jedes soziale oder kreative Projekt die persönliche Kompetenz und Einsatzbereitschft stärkt, zum anderen ist Zusammenarbeit mit der Labora Jugendwerkstatt Barsinghausen geplant und ebenso mit der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kunstschule Noa Noa e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kunstverein Barsinghausen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deister-Freilicht-Bühne e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Labora Jugendwerkstätten Barsinghausen gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenzentrum Barsinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsheime Rottkampweg, Einsteinstraße, Hannoversche Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bert-Brecht-Förderschule Barsinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulzentrum am Spalterhals
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hoffnungsgemeinde (Baptisten) Egestorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christuskirche Egestorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Unser Barsinghausen Marketingverein Barsinghausen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Calenberger Zeitung/ Hannoversche Allgemeine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deister-Echo
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
con-nect.de
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialamt der Stadt Barsinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch für Integration
Typ
Stadtteil
Galerie
ansichtenegestorfer
egestorfer str 1
egestorfer str 2
egestorfer str 3
egestorfer str 4
egestorfer str 5
egestorfer str 6
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ankommen und Leben in Dodesheide-Ost (Teilprojekt)

Ansprechpartner
Hans-Georg Weisleder
Funktion Leitung Fachdienst Jugend
Niedrigschwellige Beratung und Unterstützung von Zuwandererfamilien im Quartier Dodesheide-Ost
Projektbeschreibung
Das Projekt "Ankommen und Leben in Dodesheide-Ost" wendet sich an neu zugewanderte Familien im Wohnquartier Dodesheide-Ost in Osnabrück. Dadurch soll eine 2012 begonnene Gemeinwesenarbeit im Quartier um die Zielgruppe der Zuwandererfamilien ausgebaut und methodisch durch eine Kooperation mit dem städt. Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement mit einer Ehrenamtsstruktur kombiniert werden. Das Projektgebiet ist gekennzeichnet durch Mehrfamilienhäuser, die bis zum Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück im Jahr 2010 von britischen Soldaten mit ihren Familien bewohnt wurden. Die Wohneinheiten in einfachster Bauweise wurden durch eine überregionale Immobiliengesellschaft vermarktet, was zu einem schnellen Bezug und einer auffälligen Sozialstruktur des Wohngebietes führte. Ergebnis sind Einkommensarmut und ein hoher Anteil Familien mit überdurchschnittlich vielen Kindern. Der Bericht "Soziale Ungleichheit in Osnabrück" identifiziert den Planungsraum Dodesheide-Ost als Sozialraumtyp mit starker Familienprägung, hohem Armutsrisiko und geringen Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche (vgl.: Bildungsbüro Osnabrück / Lernen vor Ort: Soziale Ungleichheit in Osnabrück, 2012). Die Stadt Osnabrück reagierte 2012 auf die veränderte Situation in Dodesheide-Ost mit der Einrichtung einer niederschwelligen Anlaufstelle in einer Wohnung im Quartier, die von der Immobiliengesellschaft zur Verfügung gestellt wurde. Dadurch konnten erste Ansätze einer quartiersbezogenen Gemeinwesenarbeit für Kinder, Jugendliche und Familien durchgeführt werden. Die Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier wird erheblich erschwert durch eine hohe Fluktuation unter den Mietern, u. a. bedingt durch bauliche Mängel in den Wohnungen. Die mangelhafte Bausubstanz ist ein großes Problem für die Mieter. Seit dem starken Zuzug geflüchteter Menschen ab 2015 sind zudem viele Personen (Stand 18.05.2017: 430 Geflüchtete), insbesondere Familien aus Syrien, aber auch weitere Zuwanderer, z. B. aus Bulgarien, nach Dodesheide-Ost gezogen. Seit 2013 hat sich der Anteil nicht-deutscher Staatsangehöriger in Dodesheide-Ost von ohnehin schon überdurchschnittlichen 25,1 % auf 36,3 % (2016) noch einmal deutlich erhöht. Die größte nicht-deutsche Gruppe sind dabei die Syrer mit 341 Personen (73 syrische Familien mit Kindern unter 18 Jahren). Ebenfalls bedeutsam ist die Zahl bulgarischer Familien, die mit 28 (128 Personen) den zweithöchsten Wert nicht-deutscher Familien darstellt.
Ausgangslage
Das Projektgebiet Dodesheide-Ost hat sich in den letzten Jahren zu einem Integrationsquartier mit einer sehr auffälligen Sozialstruktur entwickelt. Der Anteil der einkommensarmen und sozial benachteiligten Bewohner/-innen ist sehr hoch, ebenso die Zahl von Kindern und Jugendlichen: 36 % der Bewohner/-innen haben einen Zuwanderungshintergrund, 56 % der Kinder und Jugendlichen gehören zu einer Familie mit Transferleistungen nach dem SGB II oder dem SGB III. Ab 2015 sind sehr viele Zuwandererfamilien, insbesondere Syrier und Bulgaren, in das Projektgebiet gezogen. Dieses ist aus einem Datenmonitoring bekannt, welches in Osnabrück angesichts der Flüchtlingsströme entwickelt wurde, um sozialraum- und quartiersbezogen Unterstützung zu organisieren. Im Projektgebiet Dodesheide-Ost gibt es bislang kaum Arbeitskontakte mit den Zuwandererfamilien, auch nicht durch die Flüchtlingssozialarbeit, die in Os Flüchtlingsunterkünfte betreut. Um die soziale Integration dieser Zuwandererfamilien zu ermöglichen, ist die Heranführung der Erwachsenen, der Kinder und Jugendlichen an Regelangebote der sozialen, schulischen und kulturellen Infrastruktur (KiTa, Schulen, Vereine usw.) im Wohnumfeld erforderlich. Dieses soll durch eine niedrigschwellige und aufsuchende Beratung im Quartier erfolgen, die um Förderangebote, z. B. Familienfreizeiten, außerschulische Bildungsangebote, und um sozialintegrative Bewohnerfeste, Quartiersveranstaltungen usw. in Kooperation mit Netzwerkpartnern ergänzt wird. Die Betreuung der Zuwandererfamilien und die Nutzung der Netzwerkstruktur soll im Projekt durch die Entwicklung modellhafter integrativer Handlungsansätze von Jugendhilfe und Freiwilligenarbeit erfolgen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Osnabrück, Wohnquartier Dodesheide-Ost
Beschreibung
Bei dem Projektgebiet Dodesheide-Ost handelt es sich um ein Wohnquartier im Stadtteil Dodesheide mit besonders auffälliger Sozialstruktur. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch Mehrfamilienhäuser, die bis zum Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück im Jahr 2010 von britischen Soldaten mit ihren Familien bewohnt und infrastrukturell weitgehend isoliert vom übrigen Stadtgebiet und auch dem übrigen Stadtteil Dodesheide waren (eigene Gebäudeverwaltung, Schulen, Kitas, Geschäfte). Dabei handelt es sich um 434 Wohneinheiten in einfachster Bauweise, die durch die Käuferin, eine überregionale Wohnungsgesellschaft, ab 2011 mit dem Ziel einer schnellstmöglichen Vermietung vermarktet wurden und in vergleichsweise kurzer Zeit zu einem neuen Wohnquartier führte, dessen Bewohner durch eine Vielzahl unterschiedlicher Herkunftsländer und den damit einhergehenden vielfältigen ethnisch-kulturellen Hintergründen geprägt war. Nähere Ausführungen zur besonderen Sozialstruktur und -entwicklung von Dodesheide-Ost werden im Pkt. 2 dieses Antrages gemacht. Hinsichtlich der räumlichen Abgrenzung des Fördergebietes ist noch auszuführen, dass das Wohngebiet Dodesheide-Ost im Nordosten von Osnabrück an der Grenze zur Nachbargemeinde Belm liegt und an die Stadtteile Dodesheide-West, Haste und Widukindland grenzt. Gleichwohl ist Dodesheide-Ost räumlich und sozialstrukturell isoliert, da die umliegenden Stadtteile im Sozialraum / die angrenzende Nachbargemeinde sich sozialstrukturell deutlich anders zusammensetzen und zudem mit Landschaftsgebieten an Dodesheide-Ost grenzen. Das ehemalige Kasernengelände der britischen Streitkräfte ist Teil des Projektgebietes. Diese sog. Konversionsfläche wird derzeit beplant und in den nächsten Jahren sukzessive in eine öffentliche und gewerbliche Nutzung übergeben.
Einwohnerzahl
3934
Quelle / Anmerkungen
Melderegister der Stadt Osnabrück
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück; Osnabrück aktuell 4/2016, Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück und Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktdaten in kleinräumiger Gliederung; Osnabrück aktuell 4/2016; Stand jeweils 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück; Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der nicht erwerbsfähigen Empfängerinnen und Empfänger von Existenzleistungen (SGB II) an den unter 15-jährigen; Quelle: Sozialmonitoring Osnabrück 2015; Stand 31.12.2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im beantragten Projekt sollen durch eine niedrigschwellige Beratung im Rahmen einer aufsuchenden Arbeit im Wohnquartier Dodesheide-Ost Zuwandererfamilien erreicht, bei ihren Problemlagen unterstützt und integriert werden durch eine Heranführung an bestehende Regelangebote. Dadurch soll eine gemeinwesenorientierte professionelle Soziale Arbeit im Quartier für Zuwandererfamilien entwickelt und Unterstützungspotenziale in Kooperation mit Netzwerkpartnern im Quartier und darüber hinaus im umliegenden Sozialraum aktiviert werden. Dabei sollen sowohl Methoden der Einzel- und Gruppenarbeit zur Anwendung kommen wie auch eine Interessenvertretung für die Familien mit Zuwandererhintergrund gegenüber Vermieter, Organisationen der Arbeitsförderung, Grundsicherung und ggfls. Bildungseinrichtungen als wesentlichen Baustein einer Gemeinwesenarbeit organisiert werden. Die professionelle Gemeinwesenarbeit soll kombiniert werden mit Elementen und Methoden der Freiwilligenarbeit, wodurch insbesondere die Verselbständigung der Zuwanderer im Zuge ihrer Integration unterstützt werden soll. Ein schon in einer Wohnung des Quartiers eingerichtete Anlaufstelle soll im Rahmen des Projektes entsprechend der formulierten Zielsetzungen fachlich und methodisch ausgebaut und eine Verstetigung der Unterstützungsstruktur im Quartier eingeleitet werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein Netzwerk von professionellen Fachkräften der Sozialen Arbeit, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Wohnungswirtschaft und Ehrenamtlichen ist entstanden und im Quartier für die Bewohner/-innen für die Bewohner/-innen da.
Beschreibung
Orientiert an den Problemlagen und Interessen der zugewanderten Familien ist ein niedrigschwellige Beratung organisiert und die Bewohner/-innen nutzen einen eingerichteten Quartierstreff
Beschreibung
Es ist gelungen, Multiplikatoren in die Gemeinwesenarbeit einzubinden und diese wirken bei Veranstaltungen, Arbeitsgruppen usw. aktiv mit
Beschreibung
Ein Arbeitskreis "Arbeit und Leben in Dodesheide-Ost" wurde eingerichtet unter Einbeziehung der Wohnungsbaugesellschaft und weiteren wesentlichen Akteuren zur Verbesserung der quartiersbezogenen Lebensqualität
Beschreibung
Die Zielsetzungen und Arbeitsansätze des Fachdienstes Jugend (Jugendhilfe) und der Freiwilligenarbeit des Fachbereiches Integration, Soziales und Bürgerengagement sind im Projektgebiet konzeptionell verknüpft
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Outlaw e.V., Johanniter e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtsportbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulzentrum Sonnenhügel, Grundschule Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. St. Franziskusgemeinde, Ev. Thomasgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vonovia
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialer Dienst - Regionaldienst Nord
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Stärkung der Akteurs- und Ehrenamtsstrukturen zur Unterstützung von Zuwanderern und Älteren sowie zur Stabilisierung des Projektgebietes (Arbeitstitel)

Ansprechpartner
Sabine Steinkamp
Organisation Stadt Osnabrück - FB f. Kinder Jugendliche und Familien
Funktion Projektkoordination
Stärkung und Ergänzung vorhandener Netzwerkstrukturen, gemeinschaftliche Gewinnung von Ehrenamtlichen, Verzahnung mit dem Jugendpflegebereich
Projektbeschreibung
Im Sozialraum Dodesheide-Ost gibt es stark verdichtet viel günstigen Wohnraum (ehemalige Wohnblöcke der britischen Garnison), der in den letzten Jahren insbesondere von kinderreichen Familien bezogen wurde. In den letzten beiden Jahren hat sich dieser Trend durch den Zuzug von Familien mit Fluchthintergrund nochmals verstärkt. Außerdem entstand eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete am Limberg (ca. 250 Männer), ebenfalls Dodesheide-Ost. Die entstandene Wohn- und Sozialstruktur an sich, insbesondere aber auch der Zuzug vieler Menschen mit Zuwanderungshintergrund, bringt Herausforderungen für den engeren Sozialraum aber auch für die umliegende Siedlungsstruktur und die dortige Bevölkerung mit sich. Negative Formulierungen in Bezug auf die Veränderungen im Stadtteil werden in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern oder auf Bürgerversammlungen laut. Gleichzeitig gibt es im weiteren räumlichen Bezug verschiedene, quartiers- und ehrenamtsbezogene Strukturen (Kirchengemeinden, Nachbarschaftshilfe, Mehrgenerationenhaus, Wohlfahrtsverbände, Pflegeheim, Quartierstreff,…), die mit einer Vernetzung zu den Schwerpunkten „Arbeit mit Geflüchteten“ und „Alltagshilfe für SeniorInnen“ begonnen haben, aber für ein effektiveres und vor allem gemeinsames Vorgehen Unterstützung im Sinne eines Quartiersmanagements bedürfen. Ein besonderer Schwerpunkt ist die gemeinsame Gewinnung von weiteren Ehrenamtlichen insbesondere für die o.g. Zielgruppen Geflüchtete/Menschen mit Migrationshintergrund und SeniorInnen. Im Projekt soll zudem eine enge Verzahnung mit dem Jugendpflegebereich erfolgen, der im Rahmen eines eigenen Teilprojektes intensiv in Dodesheide-Ost tätig ist, um voneinander zu lernen und die unterschiedlichen sozialräumlichen Ansätze (z.B. Geh-Struktur/Komm-Struktur) in Verbindung zu bringen. Langfristiges Ziel beide Teilprojekte ist es, mit haupt- und ehrenamtlichen Ansätzen die Integration der Menschen in Dodesheide-Ost zu unterstützen und beginnende negative Entwicklungen, Verunsicherungen und Einschätzungen der Gesamtbevölkerung im Sinne von Prävention abzufangen und eine weiterhin positive Identifikation mit dem Projektgebiet zu ermöglichen.