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Ältere Bewohner/innen (ab 60)

Gemeinsam gesund leben im Sahlkamp

Ansprechpartner
Manja Taylor
Funktion Projektkoordinatorin
Fünf am Tag: 5 Einrichtungen fördern generationsübergreifend Gesundheit, Teilhabe und sozialen Zusammenhalt
Projektbeschreibung
Solidarisch, Präventiv, Attraktiv, Tatkräftig, Sozial - SPATS e.V. fördert Lebensqualität im Quartier. WARUM GEMEINSAM? Die 5 "SPATSen" Stadtteilbauernhof, NAchbarschaftsDIenstLAden, NaDu-Kinderhaus, Wohnzufriedenheit und Senior*innen-Aktiv-Zentrum verbünden sich: Gerade in Quartieren mit demographischer Struktur und Geschichte wie dem Sahlkamp ist Zusammenhalt und nachbarschaftliche Solidarität so wichtig. Die Menschen leben quartiersbezogen mit kleinem Mobilitätsradius. Ihre unmittelbaren Nachbarn sind oft die einzige Ressource – die möchten wir stärker aktivieren. Bereits in den 90ern plante der Stadtteilbauernhof das erste intergenerative Projekt, beteiligt waren damals Menschen von 14-82 Jahren. Darauffolgende Planungen scheiterten an den stark zielgruppenorientierten städtischen Verwaltungsstrukturen: Der Stadtteilbauernhof und das NaDu-Kinderhaus werden vom Dezernat IV / FB Jugend und Familie gefördert, der NaDiLa vom Dezernat III / FB Soziales, die Wohnzufriedenheit vom Dezernat VI / FB Planen+Stadtentwicklung. Die Praxis zeigt: Generationsübergreifende Arbeit ist schwer möglich, wenn sie nicht abrechenbar ist! Das Senior*innen-Aktiv-Zentrum durchbricht diese geteilten Förderstrukturen – dank der zielgruppenübergreifenden Landesförderung, die ganzheitlich alle Bewohner*innen des Quartiers einbezieht. Für 2020 hat das SAZ bisher Mittel vom FB Senioren zugesichert bekommen – mit Beschränkung auf eine Zielgruppe. Mithilfe der GWA+QM-Ausschreibung des Nds. Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Wohnen können wir endlich umsetzen, was der Stadtteilbauernhof schon vor langer Zeit erkannte: Gemeinsame Angebote für alle Zielgruppen* im Stadtteil. WARUM GESUND? Mit dem neuen Schwerpunktthema "Gesundheit im Sahlkamp" will der SPATS e.V. einrichtungsübergreifend das Wissen um Gesundheit verbessern. Gleichzeitig wollen wir Selbsthilfekräfte und Motivation der Bewohner im Stadtteil wecken, und so einen Beitrag zur Lösung der unter Armutsfolgen zu verbuchenden physischen und psychischen Gesundheitsprobleme leisten. Wir wollen die Arbeit an diesem Themengebiet entwickeln und verstetigen, was u.a. auch die personellen Ressourcen der Einrichtungen nachhaltig verstetigt. Kooperationen zwischen Trägern sozialer und sozialkultureller Angebote im Stadtteil sollen vertieft werden, neue Akteur*innen und Träger sollen zur Entwicklung des Gemeinwesens und des Schwerpunktthemas „Gesundheit“ gewonnen werden. *unter 3.) haben wir Fokusgruppen angekreuzt.
Ausgangslage
WARUM LEBEN IM SAHLKAMP? Hier kommen viele Risikofaktoren zusammen: Menschen aus rund 80 Nationen leben auf engstem Raum, davon sind überdurchschnittlich viele Menschen von Armut, beruflicher Perspektivlosigkeit und zunehmend damit zusammenhängenden Existenzängsten betroffen – auch psychische und physische Erkrankungen betreffend. Aufgrund von vermehrt festzustellenden Mieterhöhungen sind viele Menschen im Quartier im Förderzeitraum von Zwangsumzügen betroffen. Von den Menschen, die zum Projekt Wohnzufriedenheit in die Beratung kommen, möchte niemand das Quartier verlassen, trotz seines schlechten Außen-Images. Die Menschen fühlen sich hier verankert, schätzen die soziale Infrastruktur. ARMUT & GESUNDHEIT Bis Ende 2018 war der NaDiLa ein Teilprojekt im BIWAQ-III-Projekt der Landeshauptstadt Hannover. Eine der gewonnenen Erkenntnisse ist: Die meisten Langzeitarbeitslosen im Quartier können krankheitsbedingt höchstens 15 Stunden pro Woche arbeiten. Gesundheit ist aber viel mehr als arbeits- und leistungsfähig zu sein und nicht zum Arzt gehen zu müssen. Gesundheit ist Lebensqualität und Lebensfreude, bedeutet besonders bei zunehmendem Alter Selbständigkeit und Unabhängigkeit und ist die Grundlage – neben einer gesicherten Existenz – für Teilhabe! Unsere gemeinsame Vorbereitung der für Teilnehmer*innen aus ganz Niedersachsen geplanten Veranstaltung "Gesundheit im Quartier" mit der LAG Soziale Brennpunkte Niedersachsen und der Landesvereinigung für Gesundheit am 18.06.19 im Stadtteiltreff Sahlkamp trägt dazu bei, unseren Blick auf alle Facetten der menschlichen und gesellschaftlichen Gesundheit zu schärfen und die Potentiale der Gemeinwesenarbeit zu erkennen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Sahlkamp
Beschreibung
Der Stadtteil Hannover-Sahlkamp liegt im Nordosten zwischen Autobahn (im Norden), Mittellandkanal (im Süden), General-Wever-Straße (im Osten) und Holzwiesen (im Westen). Das Projektgebiet umfasst den Stadtteil Sahlkamp, der das Soziale-Stadt-Gebiet „Sahlkamp-Mitte“, das im Zentrum des Stadtteil Sahlkamps mit seiner Hochhausbebauung liegt, mit einschließt.
Einwohnerzahl
14368
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover (Stand: 31.12.2018)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das beantragte Projekt umfasst im Soziale-Stadt-Gebiet Sahlkamp-Mitte 3 Einrichtungen des Trägers SPATS e.V. (NaDu-Kinderhaus, Stadtteilbauernhof, NachbarschaftsDienstLaden NaDiLa) sowie 2 Projekte des SPATS e.V. (Senior*innen-Aktiv-Zentrum; Projekt Wohnzufriedenheit). Darüber hinaus umfasst das Projekt eine Einrichtung eines Projekt-Kooperationspartners (ASB Tagespflege), die ebenfalls im Soziale-Stadt-Gebiet liegt, sowie die Einrichtung eines zweiten Kooperationspartners (Katharina-von-Bora Haus) im Stadtteil Sahlkamp. Das Quartiersmanagement Soziale-Stadt Sahlkamp-Mitte ist Kooperationspartner. Eine Doppelförderung durch Landesmittel ist ausgeschlossen, da das Projekt nicht über Mittel aus dem Städtebauförderprogramm gefördert werden kann.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Angaben beziehen sich Kinder bis 15 Jahre; Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Projektgebiet in Prozent
48
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: LHH, Wahlen und Statistik, Strukturdaten 2018
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Netzwerke im Quartier und die Bewohner*innen stehen im Zentrum unserer Arbeit. Es gilt, die bereits vorhandenen Netzwerke zu stärken und neue Akteur*innen einzubeziehen. Es gilt zudem, die persönlichen Ressourcen der Bewohner*innen zu stärken, sie zu aktivieren und sie zu befähigen, ihre Lebensumstände mit Unterstützung von außen zu gestalten. Der Nahraum gewinnt dabei eine große Bedeutung, sowohl für Kinder und Jugendliche als auch für Ältere. Insbesondere spielt der Nahraum unter dem Aspekt der Schaffung generationsübergreifender Angebote eine besondere Rolle. Dafür braucht es starke Netzwerke und Kooperationen im Quartier. Die Einrichtungen, Projekte und Initiativen im Quartier sind gut vernetzt, so dass es über den Einsatz zusätzlicher finanzieller Ressourcen und über neue Kooperationen möglich ist, die soziale Infrastruktur im Hinblick auf das Thema Gesundheit weiter auszubauen. Dass diese Landes-Ressourcen gemeinwesenorientiert ausgerichtet sind, kommt diesem Kooperationsprojekt sehr zugute, da die bisherigen Einzelförderungen der einzelnen Einrichtungen fast alle nach Zielgruppen getrennt vergeben werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
1. Wir identifizieren und adaptieren bestehende Angebote, die sich für generationsübergreifenden Ansatz eignen, diese werden bis Ende 2020 von mehreren Altersgruppen gemeinsam genutzt
Beschreibung
1. Stärken der SPATS-Einzeleinrichtungen werden im Intergenerationsansatz genutzt, 2. neue Netzwerkpartner aus dem Stadtteil wurden für Gesundheitskooperationen gewonnen, 3. Bewohnerressourcen fließen direkt in Maßnahmen ein.
Beschreibung
Erreicht, wenn es in der Projektlaufzeit gelingt, 150 Menschen für generationsübergreifende Angebote zu begeistern.
Beschreibung
Erreicht, wenn es innerhalb der Projektlaufzeit gelingt, 5 neue Netzwerkpartner*innen in das bestehende Netzwerk im Quartier zu integrieren.
Beschreibung
Erreicht, wenn es gelingt, innerhalb der Projektlaufzeit 5 neue Gruppierungen intergenerativer Art im Quartier zu initiieren.
Vorhandene Strukturen
Professionelle Gemeinwesenarbeit (GWA) ist im Sahlkamp seit 1991 tätig, Quartiersmanagement (QM) seit Beginn des Städtebauförderprogramms "Soziale Stadt" im Jahr 2010. Konkrete Ziele und Wirkungen von GWA und QM im Verbund sind die Orientierung an den geäußerten Bedürfnissen und Interessen der Bewohner*innen, Organisation von Interessen im Stadtteil, die Entwicklung bewohnergetragener Aktivitäten/Strukturen und die Erhöhung der Beteiligung. QM und GWA arbeiten mit Ressourcenorientierung, sie stabilisieren vorhandene Beziehungsgefüge, nutzen und erweitern die Ressourcen im Stadtteil, sodass neue Ideen umgesetzt werden können und das Stadtteilleben bereichern. GWA und QM arbeiten mit zielgruppenübergreifendem Ansatz und erarbeiten gemeinsam mit den Einrichtungen, Initiativen und Projekten Lösungen für spezifische Probleme im Stadtteil.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinwesenarbeit Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsche Wohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtteilstiftung Sahlkamp-Vahrenheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Planen und Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptsstadt Hannover Fachbereich Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Soziales
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bund der Jugendfarmen und Aktivspielplätze e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderladen Eselfreunde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Sahlkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sparkasse Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Epiphanias Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Hägewiesen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Niedersächsische Kinderturnstiftung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
3 Familienzentren: Awo Elmstraße, Paritätischer Hägewiesen, Unterm Kirchturm Hägewiesen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Epiphanias Sportgemeinschaft (ESG)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
INSEA - evidenzbasiertes Stanford Selbstmanagement Programm für chronisch Erkrankte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Niedersächsischer Turnerbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koop-Lab "Teilhabe durch kooperative Freiraumentwicklung in Ankunftsquartieren"
Typ
Stadtteil
Galerie
nadu kinderhaus bisherigeskonzeptzielgruppe
stadtteilbauernhof bisherigeskonzeptzielgruppe
nadila  bisherigeskonzeptzielgruppe
wohnzufriedenheit spats bisherigeskonzeptzielgruppe
saz bisheriges konzeptzielgruppe
fuenf sind truempf
Zustimmung Veröffentlichung
On

Dat Anner Hus - Wir gehören zusammen

Ansprechpartner
Waltraud Campen
Funktion Aurich Wiesens und Brockzetel
Projektbeschreibung
Dat anner Hus ist ein Haus mitten in Wiesens in Ostfriesland. Es befindet sich in Privatbesitz und wird dem Vereins "Sinnvoll Leben und Lernen e.V". zur Verfügung gestellt. Ohne dieses Gebäude wäre auch der letzte Treffpunkt im Ort nicht mehr vorhanden. Hier treffen sich die Menschen, die Kontakte zu anderen suchen, hier ist der Ort für gemeinsame Aktivitäten. Derzeit gibt es kaum ehrenamtlich engagierte Helfer, die den Verein dabei unterstützen, vorhandene Angebote zu erhalten. Die Menschen im Nachbarort Brockzetel haben es weiter als die in Wiesens selbst, haben aber auch den Bedarf an Austausch und Zusammenhalt. Bisher gibt es nur in sehr beschränktem Umfang Personen, die alles zusammen halten und einen roten Faden für die Arbeit spinnen und festigen. Wir wollen alle die fördern, die gemeinsam etwas erreichen wollen. Wir wollen eine Stelle schaffen, die ausreichend Zeit ermöglicht, die zusammenführen, die schon aktiv sind und die zu finden, die die anderen und uns noch verstärken. Dazu haben wir in einer Versammlung geklärt, wer schon was macht und wem die Puste ausgeht. Wir wollen allen Mut machen und ihnen eine Basis für Kommunikation und Verläßlichkeit schaffen, wenn sie sich darum kümmern, einsame Menschen anzusprechen, Menschen über Angebote zu informieren, und neue Angebote zu entwickeln, bei denen viele mitmachen können. Wir wissen, dass sich viele lieber in Projekten engagieren, als dauerhaft die Leitung eines Vereins zu übernehmen. Deshalb wollen wir auch Veranstaltungsstrukturen nutzen, die Projektcharakter haben, wie Feste und Märkte, Kurse etc. Wir wollen die Mobilität der Älteren stärken, damit sie unsere Angebote und die der Grundversorgung erreichen können.
Ausgangslage
Die Orte Wiesens und Brockzetel sind ländliche geprägt, liegen abgelegen, durch Wald von der Stadt Aurich und voneinander getrennt. Viele Wohnhäuser liegen weit voneinander entfernt. Dadurch haben die Menschen lange Wege und begegnen sich nicht so oft wie in anders strukturierten Orten. Viele Menschen gehören zur älteren Bevolkerung und sind allein oder drohen zu vereinsamen, auch, weil sie nicht mehr mobil sind. Es gibt kein Dorfgemeinschaftshaus, nur wenig Orte, an denen man sich trifft. Supermarkt, Post, Bank, Gesundheitsversorgung etc. fehlen in den beiden Ort. Die Busverbindungen nach Aurich oder in die Nachbargemeinde sind gar nicht vorhanden oder sind spärlich als Schulbusse genutzt. Vereine und ehrenamtlich tätige Gruppen sterben mangels Nachwuchs. Die Dorfjugend hat sich einen Bauwagen als Treffpunkt organisiert. Viele ehrenamtlich tätige Personen arbeiten oft für sich allein für ihre Angebote und Ziele. Nur die Dorf-AG, die alle zwei Jahre ein Fest vorbereitet, diente bisher als Forum. Insgesamt gibt es zu wenige aktive Ehrenamtliche. Der Verein, der Dat anner Hus nutzt, versucht, die Kommunikation unter den Menschen zu pflegen und insbesondere die alten Menschen einzubinden. Die Fülle der Aufgaben überfordert die wenigen Personen, die derzeit ihre gesamte Freizeit einbringen. Eine Stelle, die sich intensiv um das Ehrenamt und um die Organisation der Angebote insbesondere für ältere Menschen kümmern kann, soll ermöglichen, dass mehr Menschen am gesellschaftlichen Leben teilhaben können und mehr Menschen sich an Projekten beteiligen, die Anlässe zu Treffen und Kommunikation schaffen. Die wenigen Engagierten, die auszubrennen drohen, sollen Stärkung erhalten.
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt wollen wir erreichen, dass möglichst viele Menschen in den Orten Brockzetel und Wiesens am sozialen Leben teilhaben können. Wir wollen Anlässe schaffen, dass die Menschen sich begegnen, einander kennen lernen und Dinge miteinander tun. Wir wollen Personen finden und motovieren, die mit uns gemeinsam diese Anlässe schaffen und erhalten. Wir wollen dafür sorgen, dass entweder die Menschen zu den Angeboten kommen oder die Angebote zu den Menschen. Dabei sollen die sozialen Beziehungen innerhalb der beiden Orte aber auch zwischen den beiden Orten gestärkt und verdichtet werden. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die Mobilität. Durch einen Bürgerbus oder Mitfahrgelegenheiten wird erste die Möglichkeit geschaffen, dass insbesondere die einsamen Menschen teilhaben können.

Der mobile Nachbarschaftstreff

Ansprechpartner
Michael Schroeder- Busch
Organisation Diakonisches Werk Hannover gGmbH
Funktion Stadtteildiakonie
Wir kommen zu ihnen, wir sind auch ihre Nachbarn!
Projektbeschreibung
Die Räume des "Treffs am Kamp" am bisherigen Standort sind zum 30. Juni diesen Jahres gekündigt. Dieses sehen wir als Chance, um neue Wege in der Nachbarschaftsarbeit zu gehen. Neben einem neuen festen Standort wollen wir im Stadtteil mobil werden und niedrigschwellige Angebote schaffen, in dem sich Nachbarn "vor ihrer Haustür" begegnen können. Mit einem "Event- Anhänger", der als mobiler Treffpunkt genutzt werden soll, stehen wir regelmäßig an markanten Plätzen im Viertel, um Anwohnende neugierig zu machen, sich dort zu begegnen, auszutauschen und gemeinsame Interessen entwickeln. Mithilfe eines/er Mitarbeitenden werden sie motiviert, selber aktiv zu werden. Neue Nachbar/innen und "Alt Eingesessene" lernen sich kennen. Nachbarschaftliche Hilfen werden ermöglicht. Die bisherige Nachbarschaftsarbeit wird vorübergehend in kleine Räume der Kirchengemeinde mit einem Büro, das "nur" als Koordinierungs- und Kontaktstelle dienen kann, umziehen. Veranstaltungen werden in Räumen anderer Einrichtungen durchgeführt. Mit dem mobilen Nachbarschaftstreff wird diese Arbeit ergänzt. Die traditionelle "Komm- Struktur" eines stationären Nachbarschaftstreffs wird mit diesem Projekt durch "aufsuchende" Nachbarschaftsarbeit erweitert. Durch regelmäßige wiederkehrende Präsens an 4 - 5 Plätzen im Stadtteil wird der Treff als bürgernahe niedrigschwellige Institution wahrgenommen werden. Je nach Standort und den dortigen Zielgruppen werden unterschiedliche Angebote gemacht und Aktionskisten mit zielgruppengerechten Materialien bereitgehalten. Die Menschen im Stadtteil werden aufmerksam, neugierig und aktiv. Sie können sich "vor ihrer Haustür" treffen oder engagieren und erfahren einfacher den Zugang zu Hilfen und Angeboten. Der Anhänger, der als Büro, als Bühne und auch als als kleiner Veranstaltungsraum genutzt wird, ist mit einem Pavillon erweiterbar. Damit ist das Angebot weitestgehend wetterunabhängig. Den Abschluss des Projektes wird der mobile Treff mit einem aktiven Adventskalender an 4 Standorten in der Adventszeit 2020 in Davenstedt gestalten. Mit einem/einer Mitarbeiter/in wird im Projektzeitraum ein Team mit ehrenamtlich Mitarbeitenden aufgebaut. Dieses Team soll nach Auslauf des Projektes, unter Federführung des hauptamtlichen Mitarbeiters im Nachbarschaftstreff, den mobilen Treff weiterführen. Der Anhänger mit der Ausstattung kann auch für Stadtteilaktivitäten anderer Vereine und Gruppen zur Verfügung gestellt werden.
Ausgangslage
Nach über 11 Jahren muss der Nachbarschaftstreff seinen Platz in einer Unterkunft für obdachlose Familien, Alleinerziehende und Alleinstehende wegen einer Kernsanierung verlassen. Damit stehen die kleinen gemütlichen Räume auf unabsehbare Zeit nicht mehr zur Verfügung. In den vergangenen Jahren wurden die Angebote vorwiegend von den Bewohner/innen der Unterkunft angenommen. Interessierte aus dem Stadtteil haben trotz intensiver Ansprache nur vereinzelt Angebote im Nachbarschaftstreff angenommen. Dabei ist der Bedarf an aktivierenden Angeboten im freizeitpädagogischen Bereich, der Hilfe zur Selbsthilfe und der Begegnung unterschiedlicher ethnischer Gruppen und altersgerechter Angebote steigend. Daraus ergibt sich eine notwendige sichtbare Öffnung der Arbeit für alle Bewohner/innen. Nach der Stadtteiluntersuchung im Rahmen des Prozesses "Mein Quartier 2030" und der vorbereitenden Untersuchungen für das Programm Soziale Stadt stehen einige offene Fragen zur Klärung an. Daraus ergibt sich, dass Handlungsansätze gefunden werden müssen, die die Unterschiedlichkeit der Wohnquartiere im Stadtteil aufgreifen müssen. Beispielhaft erwähnt sei hier das Quartier um den Marktplatz mit den angrenzenden Unterkunftshäusern am Geveker Kamp. Hier entwickelt sich ein sozialer Brennpunkt (so auch die Voruntersuchungen zum Programm "Soziale Stadt"). Im Nordwesten des Stadtteils gibt es ein Wohnviertel mit einem hohen Anteil der Ü 60 Generation. Der Stadtteil selbst ist sehr großflächig und durchtrennt wird durch eine Kleingartenkolonie und die Sportanlagen des Sportvereins. Dieses erfordert weitere Wege zur Nahversorgung, Gestaltung der Freizeit mit Angeboten im Stadtteil.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Davenstedt
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil. Im Süden ist es durch den "Fössegrünzug" zum Nachbarstadtteil abgegrenzt. Zur Innenstadt, im Osten liegt der Lindener Hafen, ein Industrie- und Gewerbegebiet als Barriere dazwischen, nach Norden gibt es keine markante Grenze zum Nachbarstadtteil. Im Westen ist der Stadtrand und geht in landwirtschaftliche Flächen über. Der Stadtteil selbst ist sehr großflächig durch mehrere Kleingartenkolonien und eine große Sportanlage. Die Sportanlage und eine Kleingartenkolonie teilen Davenstedt in einen Nord- und einen Südteil. Im Südteil liegt der Marktplatz. Das umliegende Wohnquartier und direkt angrenzende Unterkunftshäuser sind vorgesehen für das Programm "Soziale Stadt. In direkter Nachbarschaft dazu liegt der alte Dorfkern. Der nördliche Teil Davenstedts ist die Bevölkerung zum Teil überdurchschnittlich alt. Hier liegt auch eine Grund- und Hauptschule. Davenstedt selbst ist nicht mit der Stadtbahn an die Innenstadt Hannovers angeschlossen. Eine direkte Buslinie fährt lediglich alle 20 Minuten. Der Stadtteil verfügt nur über eine unzureichende Nahversorgung und eine sich stetig verschlechternde Infrastruktur, so sind seit dem vergangenen Herbst keine Geldinstitute mit Automaten mehr im Stadtteil vertreten.
Einwohnerzahl
10964
Quelle / Anmerkungen
STATISTISCHE BERICHTE 2018 der Landeshauptstadt Hannover, Untersuchungen von Plan 2 zu "Mein Quartier 2030" und Voruntersuchungen zum Programm "Soziale Stadt.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
38
Anmerkung
Quelle Amt für Statistik Hannover. Sonstige bezieht sich auf das Wohnquartier Auerhahnhof im Stadtteil Davenstedt.
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
50
Anmerkung
Quelle Amt für Statistik Hannover. Sonstige bezieht sich auf das Wohnquartier Davenstedter Markt im Stadtteil Davenstedt.
Projektgebiet in Prozent
61
Gesamtstadt in Prozent
50
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistikbericht "Strukturdaten 2018" der Stadt Hannover Hier Alleinerziehende mit dem Bezug von Transferleistungen. 61% der Alleinerziehenden im Stadtteil
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistikbericht "Strukturdaten 2018"
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit diesem Projekt wird eine Anlaufstelle geschaffen, die sozialräumlich orientiert die Bewohner/innen vor Ort anspricht. Dabei wird ein Schwerpunkt auf die territoriale Ebene gelegt; es werden Kommunikationsstrukturen zur Beteiligung der Bewohner/innen an stadtteilorientierten Entscheidungsprozessen zu sozialen, ökologischen und bildungspolitischen Vorhaben geschaffen. Ein zweiter Schwerpunkt wird in der funktionalen GWA sein; es werden Angebote zur Verbesserung der Lebensbedingungen in den Bereichen Bildung, Freizeit und persönlicher Versorgung geschaffen. Dabei wird zur Vorbereitung auf die klassischen Methoden der Befragung, Analyse und Diagnose zurückgegriffen und mit der Mobilisierung der Ressourcen im Stadtteil bedarfsgerechte Angebote geschaffen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es haben sich an den unterschiedlichen Standorten des mobilen Nachbarschaftstreffs kleine Selbsthilfegruppen für unterschiedlichen Unterstützungsvorhaben gebildet.
Beschreibung
Neue Interessengemeinschaften gestalten aktiv Veranstaltungen im Stadtteil mit. (winterliches Hüttendorf, Stadtteilfest, Europäischer Nachbarschaftstag, Belebung des Wochenmarktes, ...)
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtbezirksmanagerin Anja Sufin
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat des Bezirkes 11
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kommunaler Seniorenservice der Stadt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturtreff Plantage e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Café Kiezbook
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Johannes Gemeinde Davenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO: Kurt-Partzsch-Haus, Jugendtreff Desperados; DRK Familienzentrum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule in der Steinbreite, Friedrich-Ebert-Schule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Interessengemeinschaften, Nachbarschaften
Typ
Stadtteil
Galerie
auerhahnhof 1 640x475
auerhahnhof 2 640x475
ecke frieboldstrasse davenstedter strasse 1 640x475
geveker kamp 13 1 640x475
geveker kamp 13 3 640x475
marktplatz 1 640x475
marktplatz 2 640x475
schule an der steinbreite 1 640x475
schule an der steinbreite 2 640x475
st johannes 1 640x475
Zustimmung Veröffentlichung
On

Die Samtgemeinde Bersenbrück gestaltet (Teilprojekt 1)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Einer für Alle - Alle für Einen
Projektbeschreibung
Die Samtgemeinde BSB ist ein sehr ländlich gelegener Gemeindeverbund mit 7 Mitgliedesgemeinden. In jeder Mitgliedsgemeinde gibt es einen ehrenamtlichen Bürgermeister/In und hauptamtliche Verwaltungskollegen/Innen. Die Büros sind allerdings nur eingeschränkt geöffnet. Gleichstellungs- Senioren- Freiwilligen- und Jugendarbeit sind in dem Rathaus der SG BSB in Bersenbrück angesiedelt und für viele Bürger/Innen schwer zu erreichen. Die Mobilität in unserer Gegend ist sehr eingeschränkt, wer kein eigenes Auto hat oder nicht mehr fahren kann hat es schwer. Gerne möchten wir von der SG BSB da Abhilfe schaffen und zu den Menschen in ihren Ort kommen. In den Gemeinden leben viele alte Menschen allein weil ihre Kinder nicht mehr vor Ort sind oder tagsüber arbeiten gehen. Es gibt alte Nachbarschaften die tragfähig sind aber meist sind dort "alle" Nachbarn alt und somit gibt es kaum Unterstützungsmöglichkeiten oder Hilfsangebote durch Nachbarn. In den Jahren von 1988 bis 1992 sind sehr viele Aussiedler in die SG BSB gekommen. Viele von ihnen habe sich in den Dörfern kleine Häuser gebaut oder sind dort in günstige Wohnungen gezogen. Die Integration dieser Personen ist leider nur unzureichend gelungen. Es haben sich kleine Ghettos gebildet und die Aussiedler leben größtenteils für sich. Das ist natürlich für kleine Gemeinden sehr ungünstig vor allem vor dem Hintergrund, dass in den Gemeinden mehr und mehr die Versorgung einbricht und die Menschen auf gegenseitige Unterstützung angewiesen sind. Unsere Erfahrungen mit dem Dorftreff in der Gemeinde Gehrde haben gezeigt, wie es mit einfachen Mitteln möglich ist, ein besseres soziales Miteinander zu fördern. Darum ist es unser Ziel, auch in weiteren Gemeinden einen Treffpunkt zu schaffen der es den Menschen vor Ort möglich macht, sich in ihrem Dorf zu engagieren und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Wir möchten durch gezielte Angebote (Beratung, Information, Geselligkeit, Mittagstisch, Sport, Kultur etc.) in einem neutralen Treffpunkt erreichen, dass auch die Menschen zu uns kommen, die sonst keine Chance dazu haben. Vor Ort sein als verlässlicher Ansprechpartner und Miteinander Gesellschaft gestalten das ist unser Ziel. Außerdem möchten wir eine Wirkungsanalyse in den Treffpunkten durchführen um aus den Angaben zu lernen und das Angebot anzupassen bzw. weiter zu entwickeln. Dazu suchen wir die Kooperation mit der Hochschule in Osnabrück.
Ausgangslage
Unsere Samtgemeinde ist ein Verbund aus 7 Mitgliedsgemeinden. Die kleineren Gemeinden liegen im Schnitt 7 - 15 km vom Mittelpunkt in Bersenbrück entfernt. Die Versorgungsstruktur in den kleinen Dörfern wird immer schlechter da die Verbrauchermärkte sich in den größeren Gemeinden ansiedeln. Auch Ärzte, Apotheker, Krankengymnasten, Banken etc. gibt es in vielen Orten nicht mehr. Die Mobilität ist teils sehr eingeschränkt. Ohne Auto geht nicht viel. Alte, alleinstehende Menschen werden so immer mehr isoliert, Einsamkeit nimmt zu und Hilfebedarf steigt stetig. In der SG BSB leben viele Aussiedler und jetzt zunehmend auch Geflüchtete und EU Ausländer. Viele von ihnen haben sich in den Dörfern angesiedelt weil dort die Mieten und das Bauland günstiger sind. An den typischen Festen im Dorf oder anderen geselligen Gelegenheiten nehmen diese Menschen kaum bis gar nicht teil. Eine Integration ist schwer, soziales Miteinander findet höchsten in Schule und Kita statt. Hier müssen wir einen Prozess in Gang bringen, der es uns möglich macht, die Menschen zueinander zu bringen. Wir müssen Angebote schaffen damit das soziale Miteinander gestärkt wird. Wir brauchen Möglichkeiten damit Menschen ungezwungen, im Alltag zusammen kommen können. Neutrale Begegnungsstätten wo man gerne hingeht, gerne mitmacht und Unterstützung bekommt. Durch die Mitarbeiter/Innen der SG BSB bieten wir den Mitgliedsgemeinden Unterstützung an. Arbeitskreise mit allen Beteiligten sind geplant und werden durch das Büro für Bürgerengagement initiiert und geleitet. Eine Evaluation der Arbeit in den Treffpunkten ist geplant und wird von der SG BSB umgesetzt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück mit den Mitgliedsgemeinden Alfhausen und Eggermühlen und Gehrde und Stadt Bersenbrück und Rieste
Beschreibung
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 01.07.1972 gegründet worden. Sie gehört zum Land Niedersachsen und liegt im Landkreis Osnabrück, 30 – 140 m über dem Meeresspiegel. Die geographische Abgrenzung der Samtgemeinde Bersenbrück wird durch die Meridiane 7°40´ und 8°0´ östlicher Länge und durch die Breitenkreise 52°24´ und 52° 36´ nördlicher Breite begrenzt. Zur Samtgemeinde Bersenbrück gehören die Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste, sowie die Stadt Bersenbrück.
Einwohnerzahl
30000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt der Samtgemeinde Bersenbrück
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Dieser Antrag betrifft die Gesamtkommune in allen ihren Bereichen.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Da wir Gemeinwesenarbeit als eine sozialräumliche Arbeit ansehen, die die gesamte Gemeinde und nicht nur den einzelnen Bewohner betrifft, glauben wir, dass wir es schaffen werden, mit den Ressourcen der Gemeinden arbeiten zu können und damit die vorhandenen Defizite aufzuheben. Wir glauben, dass wir so die Lebensverhältnisse der Bewohner/Innen verbessern und den Zusammenhalt in der Bürgerschaft stärken können. Alle Bürger/Innen können mit ihren Ideen kommen und damit ihre Lebenswelt und ihre Gesellschaft mit - gestalten. Was für die eine Gemeinde gilt, muss nicht automatisch auch für die andere Gemeinde gut sein. Eigenverantwortung mit Beteiligung der Bürger/Innen in ihrem Lebensumfeld weckt Interesse und stärkt Handlungskompetenz. Das möchten wir unterstützen und fördern. Um den einzelnen Gemeinden ihre Arbeit zu erleichtern haben wir eine Arbeitsgruppe aus hauptamtlichen Mitarbeitern aller Fachbereiche gebildet. Erkannte Defizite und entstehende Bedarfe können wir so schneller und kompetenter bearbeiten und beheben. Mit Verwaltungs- oder Koordinierungsaufgaben bzgl. der GWA werden die einzelnen Gemeinden nicht belastet. Wir bieten so "alles aus einer Hand" und sehen uns als Unterstützer, Wegbegleiter, Motivator. Wir bieten kompetente Öffentlichkeitsarbeit, Fundraising und verfügen über ein perfektes Netzwerk welches allen Gemeinden zu Gute kommt. Die Personalstellen der Treffpunkte werden über die SG BSB ausgeschrieben und besetzt, die neuen Mitarbeiter eng begleitet.
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn wir Kräfte bündeln, Erfahrungen austauschen. Wenn die Unterstützung der SG als positiv empfunden wird und sich die Kollegen/Innen in den Außenstellen gut begleitet fühlen. und ein gutes Miteinander entsteht. .
Beschreibung
sich Nachbarschaften öffnen, und "Neue" aufnehmen. Wenn Gemeinsam etwas auf den Weg gebracht wird das das Zusammenleben stärkt und entwickelt. Man sich in der Nachbarschaft wohl fühlt, kein Außenseiter mehr ist, wenn Alter nicht zur Ausgrenzung führ
Beschreibung
sich das Konkurrenzdenken entspannt, aktiver Austausch untereinander entsteht und Miteinander selbstverständlich wird. Wenn durch Kooperation Hilfe angeboten und Unterstützung geleistet wird. Wenn Menschen durch Netzwerke zusammen finden.
Beschreibung
wenn der Treffpunkt angenommen wird und die Bewohner/Innen sich wohl fühlen und gerne wiederkommen. Wenn Besucher/Innen "neue" Besucher/Innen mitbringen und diese auch Teil der Gemeinschaft werden. Wenn gegenseitige Unterstützung gelingt.
Beschreibung
wenn das Miteinander der Verwaltung der SG BSB und den Mitgliedsgemeinden weiterhin gut gelingt und dadurch die Treffpunkte gestärkt werden
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die SG BSB ist von Haus aus vernetzt mit allen Mitgliedsgemeinden, allen Vereinen Institutionen und Organisationen, Firmen etc. Die Ansprechpartner sind uns bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturvereine in der SG BSB und darüber hinaus sind in der Gemeindeverwaltung bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle öffentlichen Einrichtungen sind der SG BSB bekannt und es besteht eine gute Zusammenarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle freien Träger und gemeinnützigen Organisationen im Landkreis sind der SG BSB bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die SG BSB hat ein Verzeichnis aller Vereine es gibt eine gute Zusammenarbeit mit dem Büro für Ehrenamt der SG BSB
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IOn der SG BSB gibt es ein Krankenhaus, stationäre und ambulante Einrichtungen. Auch über die Grenzen der SG BSB sind uns die Einrichtungen bekannt.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulen und Bildungseinrichtungen sind Aufgabe der SG und somit sämtlich bekann und gut vernetzt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Kirchengemeinde der SG BSB sind bekannt es gibt eine gute Zusammenarbeit in allen Lebensbereichen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Eine Aufgabe der Kommune. Unser Wirtschaftsförderer arbeitet eng mit allen Fachdiensten zusammen.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
auch hier ist die SG BSB sehr aktiv, vor allem im sozialen Wohnbau. Das Bauamt der SG BSB wird zu Fachdiensgesprächen und Arbeitsgruppen eingeladen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Öffentlichkeitsarbeit wird in der SG BSB von einer hauptamtlichen Mitarbeiterin übernommen. Fr. Hövermann begleitet eng alle Aktivitäten der Bürgerschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sowohl die SG als auch die Räte und Bürgermeister der Mitgliedsgemeinden sind bekannt und wir haben ein gutes Miteinander und unterstützen uns gegenseitig beim Aufbau von GWA
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
über das Büro für Bürgerengagement und die Ehrenamtslotsen, die Räte und Gremien haben wir viel Kontakt und sind gut vernetzt.
Typ
Stadtteil
Galerie
rathaus sg bsb apr 2019 dsc 0002
uebersichtskarte sg bersenbrueck
Zustimmung Veröffentlichung
On

1 Dorftreff Gehrda (Teilprojekt 2)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
gestärkte Gemeinschaft
Projektbeschreibung
Der Dorftreff Gehrda besteht seit nunmehr 8 Monaten. Er ist zu einem allgemeinen Treffpunkt für alle Dorfbewohner/Innen geworden. Wesentlich mehr Personen als wir zunächst angenommen hatten beteiligen sich aktiv an der Programmgestaltung. Alte, einsame Menschen kommen regelmäßig mehrmals wöchentlich in den Dorftreff. Viele Bürger/Innen die wir sonst nicht erreichen konnten kommen zu Angeboten oder nutzen auch die Geselligkeit. Es ist eine große Bereicherung für das Dorfleben und hilft durch das niedrigschwellige Angebot allen Menschen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Durch die Implementierung eines Integrationslotsen und seine "Hausbesuche" in den Familien der Aussiedler hat sich auch die Teilnahme dieses Personenkreises schon deutlich gesteigert. Im Bereich der Jugendarbeit ist es uns gelungen, das Projekt "Demokratie leben" nach Bersenbrück zu holen. Eine jugendliche Aussiedlerin wurde für dieses Projekt eingestellt und hilft durch ihre Mitarbeit enorm, die Grenzen zwischen Ursprungsgesellschaft und Aussiedlern aufzubrechen. Jugendliche Aussiedler kommen z.B. jetzt in den Dorftreff um am "Rudelrätseln" teilzunehmen. Wir werden im kommenden Jahr versuchen, in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen Kursangebote nach Gehrde zu holen. z.B. Sprachkurse, Nähkurse o.ä. um auch auf diese Weise mehr und unterschiedliche Personen anzusprechen. Ein Wochenprogramm erscheint jeweils in der Tageszeitung und auch auf der homepage von Gehrde. Außerdem gibt es im Dorftreff einen Aushang im Schaufenster. Der Treffpunkt soll auch weiterhin die Dorfgemeinschaft stärken, die Randgruppen ansprechen und Ehrenamtliche aktivieren. Senior/Innen sollen sich wohl fühlen und sich zwanglos begegnen können. Beratungsangebote werden weiterhin stattfinden. Kursangebote sind neu in Planung.
Ausgangslage
Seit nunmehr 8 Monaten betreiben wir in der Mitgliedsgemeinde Gehrde den Dorftreff Gehrda. Bisher konnten wir fast alle im Erstantrag gestellten Ziele erreichen. In vielen Punkten haben sich unsere Erwartungen weit übertroffen! Die Ehrenamtsstruktur hat sich so positiv entwickelt, dass schon die Hälfte aller Angebote von Ehrenamtlichen gemacht werden. Der Leitung des Dorftreffs durch die beiden 450€ Kräfte ist es gelungen, Bürger/Innen in den Dorftreff zu holen, die sonst nie an irgendwelchen Angeboten teilnehmen! Vor allem das niedrigschwellige Angebot durch Einwohner des Dorfes findet sehr hohe Akzeptanz. Es ist schon vorgekommen, dass die Besucherzahl zu einem Vortrag so hoch war, dass wir kaum genügend Platz hatten (68 Personen) Die regelmäßigen Angebote sind immer gut bis sehr gut besucht. Immer neue Ideen und Angebote bereichern den Dorftreff, Ehrenamtliche bieten Malkurse, Babymassage, Rudelrätseln, Doppelkopfrunden etc. an. Auch die Dekoration im Dorftreff wird je nach Jahreszeit wunderschön von Ehrenamtlichen hergestellt. Es ist in dieser kurzen Zeit gelungen einen echten Mittelpunkt im Dorf auzubauen. Das soziale Miteinander und die Teilhabe der Aussiedler an dem Projekt hat sich deutlich verbessert. Jetzt gilt es, dieses Angebot zu verstetigen, weiter auszubauen und weitere Angebote nach Gehrde zu holen. Manche alleinstehende alte Menschen konnten wir noch nicht aktivieren, vor allem Männer tun sich schwer. Hier arbeiten wir gerade daran, regel. Fahr- mitfahrangebote zu entwickeln. Akteure aus Gehrde suchen gerade nach einer Lösung für einen Dorfladen der evtl. sogar neben dem Dorftreff entstehen könnte!
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt stärken wir die Selbstorganisation der Bürger/Innen und geben den Menschen die Möglichkeit sich zwanglos zu treffen. Die Bürger/Innen bringen sich ein und unterstützen einander. Durch den Integrationslotsen gelingt es, dass auch Aussiedler und Ausländer Interesse am Dorftreff zeigen. Der Dorftreff ist ein Ort für Beratung, Information und Unterstützung. Gemeinsame Feste und Projekte werden geplant und durch dieses Beispiele kommen immer neue Menschen dazu. Das Mobilitätsproblem hat sich auch schon ein wenig gebessert dadurch, dass im Dorftreff Fahrgemeinschaften gebildet werden und Aushänge möglich sind um eine Mitfahrgelegenheit zu suchen oder um ein Angebot zum Mitfahren zu machen.
Vorhandene Strukturen
In Gehrde haben wir bereits eine sehr gut funktionierende Ehrenamtsstruktur. Durch den schon vor Jahren eingesetzten Ehrenamtslotsen und das Freiwilligenbüro der SG BSB gelingt der Aufbau, die Begleitung und Schulung der Ehrenamtlichen sehr gut. Außerdem sind die Vernetzungen zu Vereinen und Kirchengemeinden gut so dass auch von der Seite immer Unterstützung möglich ist.

2 Egger-(Mühlentreff) (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
wir halten zusammen, du bist nicht allein, gemeinsam das Dorf stärken, so kann es weitergehen
Projektbeschreibung
Eggermühlen ist die kleinste Gemeinde in der SG BSB. Im Laufe der Jahre haben in Eggermühlen viele Versorger ihre Geschäfte geschlossen. Es gibt keine Bank, keinen Apotheker, kein Lebensmittelgeschäft. Eine ehemalige Gaststätte mit Lebensmittelladen wird jetzt abgerissen und auf dem Grundstück werden Seniorenwohnungen, ein kleiner Lebensmittelladen und eine Tagespflegeeinrichtung neu gebaut. Diese Idee ist entstanden, als vor 2 Jahren die Gemeinde über hauptamtliche Dorfmoderatoren (kath. Landvolkschule Kloster Oesede) für die Belange ihres Dorfes sensibilisiert wurde. Die Bürger/Innen wurden im Rahmen dieser Dorfmoderation gefragt zu ihren Bedarfen und Notwendigkeiten. Es sind gute inhaltvolle Konzepte entwickelt worden (wie die Seniorenwohnungen z.B.) die von der ganzen Bürgerschaft mitgetragen werden. In Eggermühlen gibt es viele alleinstehende ältere Menschen oder Personen, die tagsüber allein sind weil ihre Kinder arbeiten gehen. Wer in Eggermühlen lebt hat zwar wunderschöne Natur vor Ort aber bis zum nächsten größeren Ort kommt man nur mit dem Auto. Mobilität ist ein großes Thema! Eggermühlen hat einen sehr starken, ehrenamtlichen Bürgermeister! Herr Frerker versucht alle Ansätze, die durch die Dorfmoderation entstanden sind, umzusetzen. Ein erster Schritt war es, ein Mittagstischangebot zu initiiert weil viele Bürger/Innen lieber zusammen als allein essen möchten. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen! In Eggermühlen gibt es noch eine gute Ehreamtsstruktur, viele Menschen möchten sich engagieren und da sehen wir eine Chance für einen Treffpunkt der für alle Menschen tagsüber zu nutzen wäre. Diesen Wunsch haben auch die Teilnehmer/innen des Mittagstischangebotes an uns gerichtet. Einen Mittelpunkt zu haben, mal zum Klönen gehen können und nicht immer so alleine sein. Regelmäßige Öffnungszeiten mit Angeboten zum Mitmachen, zur Gesundheitsförderung und Aktivierung, die Gemeinschaft fördern und Randgruppen dabei mitnehmen ist das langfristige Ziel. Dabei die Angebote von Vereinen und Organisationen einbinden, ausbauen und vernetzen zum Wohl der Bürger/Innen und für ein gutes Miteinander.
Ausgangslage
Das größte Problem für die Bürger/Innen in Eggermühlen ist der Verlut fast aller Versorger vor Ort. Es gibt keine Apotheke, keine Bank, keinen Lebensmittelladen. Die Kirchengemeinde ist ein Gemeindeverbund geworden also gibt es vor Ort auch keine regelmäßigen Öffnungszeiten dort. Die jungen Leute müssen in die Städte zur Arbeit fahren, die alten Menschen sind tagsüber alleine und oft nicht mobil. Einen Ort zum Treffen und Reden gibt es nicht. Wenn wir einen Dorftreff hätten wäre es in Eggermühlen sicher gut möglich, ähnliche Strukturen wie in Gehrde aufzubauen. In Eggermühlen gibt es eine Siedlung, in der sehr viele Aussiedler/Innen wohnen. Dieser Personenkreis hat sich nach wie vor nicht so richtig in das Dorfleben integriert. Bis auf Schule und Kita gibt es kaum soziale Kontakte. Daran möchten wir arbeiten weil auch dort viele Menschen tagsüber allein in ihren Wohnungen sind und weil Information und Beratung oft sehr schlecht dort ankommt bzw. schlecht angenommen wird.
GWA/QM-Ansatz
Eggermühlen möchte seine Bürger/Innen stärken durch Angebote der sozialen Teilhabe, Angebote der Gesundheitsfördrung, Angebote der Integration. GWA bedeutet in Eggermühlen das ganze Dorf mitnehmen und die Bürger/Innen motivieren an der Entwicklung teilzuhaben und sich einzubringen.

3 Brinker Stube (Teilprojekt 4)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Isolation erkennen, Unterschiede akzeptieren
Projektbeschreibung
Die Stadt Bersenbrück möchte in einem ihrer Wohngebiete (Quartier) eine Begegnungsstätte aufbauen. Das von der Wohnungsbaugesellschaft errichtete ca. 50 Jahre alte Wohngebiet ist geprägt von kleinen 60 - 80 m² Einzelwohnungen (Häuschen) und einigen Mehrfamilienhäusern. Die hohe Bevölkerungsdichte und die unterschiedlichsten Ethnien machen ein Zusammenleben nicht immer einfach. Viele alte alleinstehende Menschen mit wenig Mobilität leben dort sehr abgeschirmt und zurückgezogen. Es leben überwiegend Personen mit geringem Einkommen in diesem Quartier, viele Menschen mit Wohngeldbezug. Allgemeine Angebote und Beratungsstrukturen werden von den Einwohner/Innen wenig genutzt. Die Menschen sind oft gleichgültig, hilflos, desinteressiert. Gesellschaftliche Teilhabe ist schwer weil Vielen der Zugang und das Interesse an Angeboten fehlt und Viele sich auch nicht trauen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Deshalb ist hier oberstes Ziel zu den Menschen zu gehen, soziale Kontakte anzustoßen und zu fördern. Ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und gleichzeitig ihr Interesse an der Gesellschaft wecken. Auch Gesundheitsförderung, Bewegungsangebote und Suchtprävention sind hier nötig und stehen auf der Agenda.
Ausgangslage
Das Quartier "am Brink" ist 1972/73 erbaut worden. Das Quartier liegt an der Peripherie der Stadt Bersenbrück. Die überwiegende Zahl der Bewohner/Innen ist über 65 Jahre alt. Es ist ein Quartier des sozialen Wohnungsbaus mit sehr einfachen Strukturen. Dadurch leben dort fast ausschließlich Menschen mit geringem bis sehr geringem Einkommen. Viele Rentner mit Wohngeldbezug. Viele Personen aus Osteuropa. Einsamkeit, Ausweglosigkeit und Tristess sind an der Tagesordnung. Eigener Antrieb und eigenes Handeln ist kaum erkennbar. Um hier den Menschen Hilfestellung und Zuversicht zu geben bedarf es der Unterstützung von Außen. Die Menschen sind sehr wenig mobil, sie "trauen" sich nicht aus dem Haus, leben für sich und nehmen selten am gesellschaftlichen Leben teil. Unterstützungsangebote sind ihnen kaum bekannt, in der Gesellschaft schämen sie sich weil sie "nicht mithalten" können. Bei gelegentlichen Hausbesuchen dort (nach Anfrage z.B. des Krankenhauses oder des ambulanten Dienstes) wurde das Ausmaß der zu leistenden Hilfe besonders deutlich. Für eine Beratung benötigen wir häufig einen Übersetzer/In. Kollegen aus demSozialamt werden oft zugezogen um weitergehende Hilfe zu bieten. Vor zwei Jahren wurde das Wohngebiet grundsaniert und sieht jetzt ansprechender aus. Den Menschen aber, die dort leben fehlt der Zusammenhalt und die sozialen Kontakte. Von sich aus sind sie nicht in der Lage, sich eine Kultur des Miteinanders und der Nachbarschaft aufzubauen. wir möchten den sozialen Zusammenhalt, die Gesellschaftliche Teilhabe und die Gesundheit
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt ist ausgelegt auf die Stärkung der Bewohner/Innen. Wir möchten ihre Handlungsfähigkeit, Selbstorganisation und Resilienzen stärken. Wir unterstützen die Teilhabe an der Gesellschaft und fördern soziale Kontakte. Wir verbessern den Lebensraum durch Aufbau von Netzwerken zur Stärkung der sozialen Kontakte. Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen/Innen in der SG BSB ist es uns möglich, auch im sozialen und finanziellen Bereich bessere Unterstützung zu bieten. Wir sind dann da wo es schwierig ist; die Menschen kommen nicht gerne als "Bittsteller" ins Rathaus. Ganz wichtig ist uns die Mitarbeit der Menschen, die im Quartier leben weil "zusammen etwas entstehen kann" und "weil die Menschen gestärkt werden wenn sie für sich und ihr Umfeld etwa tun können". Das Gefühl unterstützt zu werden, wahrgenommen zu werden hilft und fördert das Interesse an der Mitarbeit.

4 Rieste "MITTE" (Teilprojekt 5)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
wir für hier/ das geht uns alle an
Projektbeschreibung
Die Gemeinde Rieste mit 3.544 Einwohnern liegt in der Samtgemeinde Bersenbrück an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück. Rieste ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Osnabrücker Land mit einer Fläche von 30,58 qkm. Für Rieste möchten wir eine neutrale Anlaufstelle schaffen, in der sich die Menschen treffen können zum Einkaufen aber auch zum Verweilen. Viele Versorger vor Ort haben in den vergangenen Jahren ihre Geschäfte aufgegeben. Rieste benötigt deshalb ein "Haus Mittendrin" um unterschiedlichen Anbietern einen Raum zu geben, die Versorgung der Bürger/Innen vor Ort sicherzustellen. Akustiker, Optiker, einheimische Erzeuger könnten in regelmäßigen Abständen diese Räumlichkeiten nutzen, "mieten", und ihre Waren, ihre Angebote dort bereit halten. Ein Platz, der sich dreht und immer wieder andere Angebote macht. Zeitgleich würden wir auch Angebote anstreben um Gruppen, Initiativen, Vereine etc. in diesen Treffpunkt zu holen. Eine Begleit-, Beratungs- und Unterstützungskultur für die älteren Bürger/Innen ebenso wie für Alleinerziehende, Singels, Zugewanderte etc. Der demografische Wandel macht es nötig, dass in Rieste Anstrengungen unternommen werden, die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern. Einen Ort im Dorf zu haben, wo man sowohl Versorgungsmöglichkeiten aber auch Rat und Unterstützung bekommen kann, wäre für jedermann sehr hilfreich. Deshalb ist unser Ziel, die Dorfgemeinschaft zu stärken und zu fördern. Die Randgruppen einzubinden, zu informieren und zu aktivieren und eine gute Vernetzung mit Anbietern, Vereinen Organisationen auf- und auszubauen. Durch die Kooperation mit der SG BSB und hauptamtliche Unterstützung haben wir große Chancen, diese Ziel zu erreichen.
Ausgangslage
Ein Dorf ohne Mittelpunkt, mit fehlenden Versorgungsangeboten und hoher Überfremdung. Der Schwerpunkt dieses Projektes liegt im Engagement der Bevölkerung, in der Begleitung der Senior/Innen und in der Versorgung mit Angeboten (die in den letzten Jahren in Rieste weggebrochen sind). Leider ist die Mobilität in Rieste sehr eingeschränkt. Die Gemeinde ist überwiegend eine Straßengemeinde (Hauptstraße) mit vielen kleineren Außenbereichen. Alle Aktivitäten, alle Versorger sind für Personen ohne Mobilität kaum erreichbar, es gibt keinen Dorfmittelpunkt. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. (auf der grünen Wiese) Eine Teilhabe für ältere Menschen wird immer schwieriger, Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben, sehr anonym, viele Arbeiter aus EU Ländern, die im Gewerbepark von Rieste arbeiten. (Weit außerhalb). Sie sind nicht oder nur schlecht in die Gemeinschaft integriert da sie oft nur für 3 Monate bleiben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt weit ab vom Ort, auch da sind das ganze Jahr über viele Fremde bzw. Urlauber. Eine lockere Kontaktmöglichkeit im Alltag gibt es nicht, es fehlt ein "Haus Mittendrin." Viele Riester Bürger/Innen würden sich gerne engagieren für die Dorfgemeinschaft. Eine Begegnungsstätte für alle Generationen mit der Möglichkeit, Versorger dort einzumieten (Drehscheibe) wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ein Mittelpunkt für den Ort in den man auch kleinere Kulturgruppen ansiedeln könnte. Ein Dreiklang aus Treffpunkt - Info-Austausch - Einkaufen ist das Ziel.
GWA/QM-Ansatz
Durch den Aufbau eines Bürgerladens mit Treffpunktcharakter in Rieste wäre es uns möglich, über die unterschiedlichsten Anbieter im Versorgungsbereich auch BürgerInnen in den Laden zu locken, die sonst eher für sich isoliert und alleine leben. Wenn z.B. im Bürgerladen der Landwirt "von nebenan" seine Waren anbietet könnte es möglich sein, dass ein Senior gleichzeitig auch einen Kaffee trinkt und ins Gespräch kommt mit den MitarbeiterInnen. Oder, wenn ein Angebot gemacht wird mit z.B. asiatischen Waren könnte es sein, dass eine Person mit Flucht- oder Migrationshintergrund zum Einkaufen kommt und bei einer Tasse Tee dann ein Gespräch entsteht. Im Aushang (Schaufenster)und auf Flyern sollen Angebote gemacht werden, die zu Spiel, Spaß, Geselligkeit und Information einladen. Neben hauptamtlichen Begleitern/Koordinatoren soll auch die Ehrenamtsstruktur erweitert und verbessert werden. Alle Bürger/Innen sind mit ihren Vorschlägen und Ideen eingeladen mitzumachen. Eine Begegnungsstätte mitten in der Gemeinde mit Angeboten zur Versorgung, Beratung, Information und Geselligkeit. Einen Raum, sich für und miteinander zu engagieren und Teilhabe möglich zu machen. Ein gutes Beispiel auch für Urlauber/Innen die diese Idee mit in ihren Heimatort nehmen könnten.

45b.Integratives Quartiersmanagement Hessisch Oldendorf

Ansprechpartner
Margareta Seibert
Funktion Fachbereichsleiterin
Vielfalt leben um stark zu sein
Projektbeschreibung
Kernstück des Projektantrages ist der Aufbau eines Quartiersmanagement mittels Einrichtung der Personalstelle eines Kümmerers. Das Aufgabengebiet des Kümmerers umfasst: 1. Beratung und Unterstützung von Menschen mit Fluchterfahrung, Migrantenfamilien deren Integration noch nicht vollzogen ist, sowie finanziell prekär lebenden Familien die in den Brennpunktquartieren der Kernstadt leben. 2. Die Unterstützung und Öffnung der ehrenamtlich aufgebaut und geführten Projekte und Angebote wie z.B. Fahrradwerkstatt, Kleiderkammer, Sprachkurse, Kulturangebote, Bildungspaten, Nähkurse etc. für diesen erweiterten Personenkreis 3. Vorbereitung, Planung und Einrichtung des Stadthauses , um dort eine Begegnungskultur zu schaffen, die Vorbehalte abbaut und Kennenlernen der Einwohner mit neu Zugewanderten anbahnt und möglich macht. Dazu sollen Projekte initiiert werden die Wissen über kulturelle Hintergründe vermitteln: Erzählcafe, Filmveranstaltungen, Kulturveranstaltungen. Begründung:In Hessisch Oldendorf gab und gibt es keine sozialräumliche Gemeinwesenarbeit die durch Wohnungsbaugesellschaften oder Freie Träger ausgeübt wird. In der Hochphase der Zuwanderung durch Flüchtlinge konnten die Herausforderungen nur im Zusammenspiel mit ehrenamtlich aufgebauten Strukturen bewältigt werden. .Die enge Begleitung und Unterstützung verhinderte Problemlagen in ohnehin angespannten Brennpunktquartieren. Nach dem Rückzug vieler Ehrenamtler entsteht ein Vakuum an Unterstützungskompetenz das sich in vielfältiger Weise äußert: Nachbarschaftskonflikte, Innerfamiliäre Konflikte, Konflikte mit Vermietern, drohende Obdachlosigkeit durch fristlose Kündigungen, Ordnungswidrigkeiten, Bußgeldverfahren aufgrund unregelmäßiger Schulbesuche, Ausländerbehördliche Konflikte, Kündigungen von Energieversorgungsverträgen etc. zählen zu den Alltags-Problemlagen im Quartier. Frühe Unterstützung und Intervention verhindert präventiv das Ausbrechen von Konfliktlagen und Zuspitzung eines migrantenfeindlichen Klimas. Gleichzeitig soll die Öffnung der ehemals "Flüchtlingsangebote" für den erweiterten Personenkreis vollzogen werden um die aus "Sozialneid" entstehende fremdenfeindliche Vorurteile abzumildern. Nach wie vor fehlt es an Austausch und Kontakt zwischen den zugewanderten Menschen und den "Einheimischen" Dafür sollen im Stadthaus Raum und Angebote geschaffen werden, die bis zur Fertigstellung des Stadthauses in anderen städtischen Räumen stattfinden können.
Ausgangslage
Die Aufnahme von 380 Flüchtlingen seit 2015 und deren Integration in den ländlichen Raum und in die Bildungsangebote stellt eine große Aufgabe dar. Die vollzogene dezentrale Unterbringung auch in kleinere Ortsteile droht an fehlender Infrastruktur zu scheitern und führt zu einer Konzentration der zugewanderten Menschen in der Kernstadt Das Nahversorgungszentrum mit bereits ansässigen Migranten der ersten, zweiten und dritten Generation und deren gewachsene Community- Struktur wird von den Flüchtlingen als besseres Wohnumfeld wahrgenommen als Orte in denen Migranten nicht anzutreffen sind . Die Kitas und Grundschule in der Kernstadt weisen mittlerweile einen Migrantenanteil von 50-60 % aus. Deutsche Familien versuchen zunehmend per Ausnahmegenehmigung andere Schulstandorte zu erreichen ,präferieren Schulstandorte mit geringerem Migrantenanteil als "besseres Lernumfeld" für ihre Kinder. Neben den zugewanderten Gruppen entwickelt sich derzeit eine Ansiedlung eines großen Familienverbands von EU- Ausländern, die sich aus Hamburg wegen der günstigen Mieten und Immobilienpreisen im Weserbergland niederlassen. Die Stadt Hessisch Oldendorf konnte die starke Zuwanderung 2015 mit der Unterstützung zahlloser Ehrenamtler mit großer Kraftanstrengung ohne Not- Unterkünfte dezentral lösen und verschiedene ehrenamtliche Projekte starten. Der Stimmungsumschwang im Land und zugespitzte fremdenfeindliche Diskurse erfordern Zivilcourage, um öffentlich eine positive Haltung für Flüchtlinge und deren Integration einzunehmen. Viele Ehrenamtler reagieren mit Rückzug. Zur Unterstützung der ehrenamtlicher Arbeit wird deshalb der Aufbau einer professionellen Struktur erforderlich.
GWA/QM-Ansatz
Die Stadt Hessisch Oldendorf verfügt als Grundzentrum über keine ortsansässigen Freien Träger die GWA/Quartiersmanagement anbieten. Darum ist kommunales Engagement gefragt. Die ersten Herausforderungen der Zuwanderung sind in Form der Unterbringung gemeistert, aber die komplexen Herausforderungen der Integration liegen noch vor uns. Dafür müssen tragfähige Strukturen entwickelt werden, die den sozialen Sprengstoff in den Blick nehmen und Lösungsansätze entwickeln und umsetzen. Insbesondere die Kernstadt kämpft mit einer deutlichen Spannungslage in der Bevölkerung. Billiger Wohnraum steht kaum noch zur Verfügung und die Bildungseinrichtungen (Kita und Schule) weisen Migrantenanteile zwischen 50- 60 % auf. Verschiedene Kulturelle Identitäten leben ohne Berührungspunkte und Begenungsorten nebeneinander her. Es fehlt an gegenseitigen Einblicken in die Lebenswelten, Vorurteile werden zum Teil seit Jahrzehnten zementiert. Der Aufbau einer Anlaufstelle vor Ort soll Kümmerern eine Heimat geben um eine Vernetzungs,- Beratungs- und Vermittlungsstruktur aufzubauen. Gezielte Angebote sollen das nachbarschaftliche Zusammenleben fördern und die Integration der verschiedenen Bevölkerungsgruppen stärken. Im zukünftigen Bürgerhaus soll ein Raum für Begegnung geschaffen werden, um mittels Angebote die Kommunikation und gleichermaßen die Attraktivität des Wohnumfeldes zu steigern. Gegenseitige Wertschätzung soll durch Kennenlernen und gemeinsame Aktionen entstehen.

Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat

Ansprechpartner
Tjorven Maack
Funktion Geschäftsführerin
Zueinander finden und gemeinsam neue Wege gehen
Projektbeschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" richtet sich an Neu- und Altbürger_innen des Landkreises Goslar und im Speziellen an die Bürger_innen in der Stadt Goslar. Es soll eine Begegnungsstätte für Neu- und Altbürger_innen geschaffen werden, in der man sich trifft, austauscht, im Alltag unterstützt und neue gemeinsame Wege geht, indem man sein Gegenüber und dessen kulturellen und sozialen Hintergrund kennenlernt, versteht und respektiert. Nur dann können gemeinsam neue Erinnerungen geschaffen werden. Darüber hinaus soll ein langfristiges Netzwerk der Bürger_innen in der Stadt Goslar entstehen, welches seinen Kern - in Form einer festen Anlaufstelle - bei uns hat. Somit wird die Begegnungsstätte fester Anlaufpunkt für ein generations- geschlechts-, Kultur- und Ethnien- übergreifendes Zusammenleben. Das Projekt soll im AWO-Kreisverband Region Harz e.V. verankert werden. Dort besteht bereits Kontakt zu allen in dem Projekt anzusprechenden Personenkreisen. Altbürger_innen werden durch die räumliche Nähe des Wohnortes und über die vorhandenen Mitglieder der AWO in der Region (etwa 90 im Projektgebiet und 800 im Gesamtgebiet) sowie die Nähe und den engen Kontakt zu den Neubürger_innen durch die bei uns etablierte Migrationsberatung (in unserem Hause sowie an Standorten innerhalb des Gesamtgebiets) angesprochen werden. Neben dem bereits vorhandenen potentiellen Personenkreis von 0 - 100 Jahren besteht weiterhin ein großes Potential durch den zentral gelegenen Standort. Die (bereits) vorhandenen Kanäle sollen genutzt werden, um die Personen zielgerichtet zusammenzuführen und gemeinsam Vorurteile abzubauen und neue gemeinsame Erinnerungen zu schaffen und somit die Skepsis und Vorurteile gegenseitig abzubauen. Begleitet wird das Projekt von einer hauptamtlichen konstanten Ansprechpartnerin, welche Projekte mit den interessierten Bürger_innen ausarbeitet, bei der Realisierung unterstützt und grundsätzlich als Vermittlerin/Ansprechpartnerin agiert. Mögliche Projekte sind dabei gemeinsame Koch/-Backnachmittage (Strukturen sind bereits vorhanden), Schaffung eines gemeinsamen Raumes zum Austauschen, Lernen (wie beispielsweise niederschwellige Sprachkurse für weibliche Migrant_innen, bei gleichzeitiger Kinderbetreuung vor Ort), entdecken der Vielfalt der verschiedenen Kulturen, gemeinsame (Kultur-) Ausflüge, Spielnachmittage oder geselliges Beisammensein und "quatschen".
Ausgangslage
Goslar ist eine ländliche Stadt mit einem hohen Altersdurchschnitt. Neben dem demographischen Wandel, dem rasant gestiegenen Zugang von Neubürger_innen sowie der Ausgangslage einer wirtschaftlich schwachen Region und der damit einhergehenden Arbeitslosenquote von 14,3% (Anmerkung:bezieht sich auf den kompletten Landkreis Goslar; Stand: 2009) liegt die Stadt weit über dem niedersächsischen Durchschnitt. Dies birgt für den Integrationsprozess der Neubürger_innen erhebliche Risiken. Es besteht die Gefahr, dass Altbürger_innen sich von der enormen Steigerung der Neubürger_innen – welche in kürzester Zeit stattgefunden hat – eingeschüchtert und verängstigt fühlen. Das führt zu einer steigenden Skepsis gegenüber den Neubürger_innen. Ebenso hat die negative Berichterstattung der Presse bereits dazu beigetragen, dass Altbürger_innen, speziell die Bürger_innen im hohen Alter, sich vermehrt zurückziehen und Vorurteile und Abneigungen gegen die Neubürger_innen aufbauen. Durch diese ablehnende und/oder skeptische Haltung besteht die Gefahr, dass sich die Neubürger_innen in der neuen Heimat nicht willkommen fühlen und als Reaktion vermehrt in den bekannten kulturellen und sozialen Kreisen verkehren. Grund für beide Reaktionen ist meist ein Mangel der Kenntnis des anderen kulturellen und sozialen Hintergrunds. Dies führt zu einer Bildung von vorurteilsbehafteten Parallelgesellschaften. Dies gilt es zu verhindern, indem man mit hauptamtlicher Tätigkeit eine Brücke zwischen den verschiedenen Kulturen schlägt und gemeinsam neue Erfahrungen schafft. Dadurch wird den Altbürger_innen die Angst genommen und die Neubürger_innen werden in der vorhandenen Gesellschaft aufgenommen und integriert.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Goslar - Kernstadt
Beschreibung
Die Stadt Goslar umfasst eine Fläche von 163,71 km² und insgesamt 52.987 Einwohner_innen. Die Stadt untergliedert sich in insgesamt 18 Ortsteile. Das Gebiet des Stadtkerns umfasst 31.169 Einwohner_innen und umfasst die Gebiete Altstadt, Baßgeige, Georgenberg, Jürgenohl, Ohlhof, Rammelsberg, Steinberg und Sudmerberg. (Stand 23.05.2018; Auskunft der zuständigen Mitarbeiterin bei der Stadt Goslar (Frau Gindhaut). Eine genaue Einwohner_innenzahl für den Bereich der Kernstadt/Altstadt kann nicht separat gegeben werden). Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" soll in den Räumlichkeiten des AWO-Sozialzentrums in der Altstadt (Bäringerstr. 24/25; 38640 Goslar) angesiedelt werden und ist damit zentral gelegen (Nähe zur Innenstadt, aber auch direkte Busanbindungen vor der Haustür). Daher kann die Begegnungsstätte von allen Bürger_innen, besonders von den Altbürger_innen aus dem Gebiet der Altstadt und den Neubürger_innen, welche teilweise nicht frei wählen können, wo sie in der Stadt untergebracht sind, erreicht werden. Der Kontakt zu den Neubürger_innen kann durch die AWO-Migrationsberatung hergestellt werden, welche sich im gleichen Haus befindet. Der Kontakt zu den Altbürger_innen wird durch das Einzugsgebiet des Wohnortes und die Mitglieder, die bereits in der AWO sind, hergestellt. Generell ist anzumerken, dass es schwierig ist, das Projektgebiet klar einzugrenzen. Fest steht, dass das Projektgebiet (Altstadt) primär von Altbürger_innen bewohnt wird. Die Neubürger_innen wohnen meist im "breiteren Gürtel" der Stadt, da dort die Mieten günstiger und daher die Zuweisung durch das Amt in diese Gebiete verstärkt vorgenommen wird. Obwohl das eigentliche Projektgebiet breiter aufgestellt ist als das Gebiet der Stadt Goslar ist es sinnvoll, dieses als Standort und Gebiet zu wählen, da beide Gruppen durch die räumliche Nähe und die bereits vorhandene Implementierung der Anlaufstelle des Sozialzentrums (durch die dort angesiedelte Migrationsberatung) bei den Neubürger_innen verankert ist.
Einwohnerzahl
31169
Quelle / Anmerkungen
Stand: 23.05.2018; erfragt bei der Stadt Goslar
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
33
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anmerkung: Bei der Berechnung handelt es sich um eine prozentualen Vergleich innerhalb des Projektgebiets und der Gesamtstadt. (Das Projektgebiet umfasst 31.169 Einwohner_innen, wovon 10.607 Einwohner_innen über 60 Jahre sind. Die Gesamtstadt (inklusive aller 18 Ortsteile) umfasst 52.987 Einwohner_innen, wovon 17.804 Einwohner_innen über 60 Jahre sind. Eine detailliertere Angabe zur Einwohnerzahl des Projektgebiets ist nicht möglich, da die Stadt keine detailliertere Auswertung vorlegen kann.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Stadt Goslar kann keine Auskünfte über die Anzahl der Menschen in den geforderten Gebieten machen. Es wäre lediglich möglich gewesen, die Anzahl der Einwohner nach einzelnen Herkunftsländern zu erfahren. Diese Daten hätten sich dann jedoch nicht auf die Stadt und das Projektgebiet bezogen, sondern auf den kompletten Landkreis. Somit können keine verlässlichen Angaben gemacht werden, was die Stadt selbst bedauert. Anmerkung: Auskunft von der zuständigen Mitarbeiterin der Stadt (Frau Gindhaut).
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" versteht sich als eine Mischung beider Konzepte. Sieht die Quartiersmanagementarbeit die TOP-DOWN-Strategie vor, in der eine feste Strategie die Handlungsfelder und Vorgehensweise vorgibt, so verfolgt die Gemeinwesenarbeit den Ansatz der BOTTOM-UP-Strategie und demnach eine Strategie, in der Bürger_inneninitiativen gefördert und unterstützt werden. Da unser einen Rahmen und eine grobe Strategie sowie hauptamtliche Tätigkeit für die Erreichung der Ziele vorgibt, ist es unter der Rubrik Quartiersarbeit anzusiedeln. Es gibt feste Vorhaben und einen festen Rahmen (Örtlichkeit; hauptamtliche Mitarbeiter_innen; feste Vorstellungen, welche Gruppen angesprochen werden sollen; erste Veranstaltungsideen...). Allerdings setzt das Projekt ebenfalls auf die Initiativen und Ideen der Neu- und Altbürger_innen. Ziel ist es, dass gemeinsam neue Projekte/Angebote geschaffen werden. Dies soll durch die Unterstützung/Leitung von hauptamtlicher Tätigkeit in Zusammenarbeit und mit dem Engagement der ehrenamtlichen Neu- und Altbürger_innen erfolgen. Diese sind maßgeblich für die inhaltliche Ausrichtung und Entwicklung des Projekts verantwortlich. Somit wird hier eine Brücke zur Gemeinwesenarbeit geschlagen und man kann festhalten, dass es den (schwachen) Ansatz des Quartiersmanagement verfolgt, indem es ebenfalls den Ansatz der Gemeinwesenarbeit als Kernaspekt in seinem Konzept integriert hat.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Neu- und Altbürger_innen den regelmäßigen und langfristigen Kontakt zueinander gefunden haben.
Beschreibung
Defizite im Angebot erkannt wurden und Lücken durch unsere Angebote geschlossen werden konnten.
Beschreibung
Zielgruppenübergreifendes Handeln ist erreicht, wenn die einstigen Neubürger_innen sich nicht mehr als solche verstehen, sondern als Teil der Altbürger_innen und neuen Neubürger_innen bei der Integration helfen.
Beschreibung
Bedürfnisse/Anfragen von Bürger_innen zeitnah und zielgerichtet an Kooperations- und/oder Netzwerkpartner vermittelt werden können.
Beschreibung
Altbürger_innen die Kultur und den sozialen Hintergrund der Neubürger_innen nachvollziehen können und umgekehrt. Ebenso, wenn die Bedürfnisse/Gewohnheiten aus anderen kulturellen Kreisen beim Zusammenleben akzeptiert, toleriert und integriert werden.
Beschreibung
Das Projekt "Gemeinsam leben und lernen in der (neuen) Heimat" in der Stadt Goslar bekannt und angenommen wurde (sowohl von den Bürger_innen als auch möglichen Partnern wie Vereinen, Initiativen ...)
Beschreibung
Senior_innen bei der Vereinbarkeit von Beruf und Familie junger Familien unterstützen können.
Vorhandene Strukturen
Der AWO-Kreisverband Region Harz e.V. ist ein gemeinnütziger Wohlfahrtsverein, welcher im Landkreis Goslar und ehemals Osterode (jetzt Göttingen) vertreten ist. Insgesamt weist der Verein ca. 900 Mitglieder auf. Im Stadtgebiet Goslar gibt es etwa 150 Mitglieder. Im Landkreis Goslar gibt es insgesamt ca. 800 Mitglieder der AWO. (Die restlichen 100 Mitglieder sind im ehemaligen Landkreis Osterode). Neben den Mitgliedern verfügt der Kreisverband am Standort Goslar über zahlreiche soziale Dienstleistungen, wie etwa das Lernzentrum (Lernförderung für Kinder, bei denen ein Förderbedarf festgestellt wurde. Voraussetzung ist, dass die Familien BuT berechtigt sein müssen.); eine Migrationsberatung (dadurch besteht ein enger und reger Kontakt zu vielen Neubürger_innen in unserer Stadt und dem Landkreis); das Patenschaftsprojekt (Neu- und Altbürger_innen werden vermittelt. Eine hinreichende und nachhaltige Betreuung ist jedoch nicht möglich); die externe Koordinierungs- und Fachstelle Demokratie leben (setzt sich für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung und Rassismus ein); verschiedene Sozialberatungen sowie die Betreuung und Angebote für unsere Mitglieder (dadurch kann Kontakt zu den Altbürger_innen hergestellt werden). Des Weiteren ist der AWO-Kreisverband Region Harz e.V. im engen Austausch mit dem Landkreis Goslar sowie der Stadt Goslar und den anderen sozialen Wohlfahrtverbänden und Vereinen. Somit kann schnell ein breites Netzwerk aufgebaut und implementiert werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
AWO-Kreisverband Region Harz e.V. sowie die anderen Wohlfahrtsverbände vor Ort.
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On