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Netzwerkarbeit

Mit-Mach-Büro : Einrichtung einer Koordinations-u. Anlaufstelle für freiwilliges Engagement und Nachbarschaftshilfe von und für Menschen mit und ohne Behinderung

Ansprechpartner
Philipp von Au
Organisation Diakonie Himmelsthür
Funktion Projektleitung Projekt-und Organisationsentwicklung
Inklusive Koordinationsstelle für freiwilliges Engagement und Nachbarschaftshilfe von und für Menschen mit und ohne Behinderung im Stadtteil: "Mit-Mach-Büro"
Projektbeschreibung
Die Diakonie Himmelsthür möchte mit der Einrichtung einer Koordinations- und Anlaufstelle für Freiwilliges Engagement und Nachbarschaftshilfe ("Mit-Mach-Büro") im Umfeld zur Kirchengemeinde Hassbergen-Bungerhof die treibende Kraft in Delmenhorst werden, um das Engagement von, für und mit Menschen mit Behinderung zu etwas Selbstverständlichem werden zu lassen und Vereine, Einrichtungen und Institutionen dabei zu beraten, barrierefreie Engagements anzubieten bzw. auch selbst inklusive Projekte anzustoßen und Ehrenamtliche mit und ohne Behinderung hierzu zu gewinnen. Hauptstandort des "Mit-Mach-Büros", das zu festen und verlässlichen Öffnungszeiten mit einer hauptamtlichen Stadtteilkoordinatorin/Freiwilligenreferentin besetzt sein soll, wird zunächst der Stadtteil Delmenhorst-Bungerhof sein. Perspektivisch wird die Diakonie Himmelsthür mit neuen Wohnangeboten 2018 auch verstärkt im Delmenhorster Süden (Düsternort/ Hasport) vertreten sein, was automatisch zu einer Erweiterung des Wirkungskreises des Projektes in Delmenhorst führt. Die Sozialräume, in denen die neuen Wohnangebote liegen, bieten vielfältige Kontaktmöglichkeiten in das Gemeinwesen. Diese sollen genutzt werden, um Menschen mit Behinderung über Einrichtungsgrenzen hinweg eine volle Teilhabe am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen. Freiwilligenarbeit übernimmt hier eine wichtige Rolle und ist unverzichtbar. Nur durch ein ressourcen- und personenzentriertes Unterstützernetzwerk, das neben hauptamtlichen Mitarbeitenden, Angehörigen, gesetzlichen Betreuern, Freunden und Bekannten auch freiwillig Engagierte umfasst, kann Inklusion Wirklichkeit werden. Als Zielgruppe stehen neben Privatpersonen auch immer Vereine und Institutionen als Anbieter von Engagementmöglichkeiten vor Ort im Fokus des Interesses, eine enge Vernetzung mit bereits bestehenden Strukturen ist dafür unabdingbar. Hierfür soll besonders die Kooperation mit der Freiwilligenagentur Delmenhorst und dem kleinen Kreis von Ehrenamtlichen der Kirchengemeinde noch einmal intensiviert werden. Durch gezielte Beratung und Kooperation soll eine Öffnung für die Bedürfnisse von Menschen mit Behinderung gelingen. Die Fokussierung auf diese bedeutet allerdings keinesfalls, dass andere Zielgruppen nicht angesprochen werden sollen, Im Gegenteil wird Inklusion als gesamtgesellschaftlicher Prozess verstanden, der Menschen verschiedener Generation und mit unterschiedlichen ethnischen und kultureller Hintergründen im Gemeinwesen zusammenbringen soll.
Ausgangslage
Im Zuge unserer Dezentralisierung ziehen Menschen mit Behinderung vom Wildeshauser Zentralgelände in umliegende Gemeinden. Dabei machen wir neben vielen positiven Begegnungen leider z. T. immer noch die Erfahrung, dass Menschen mit Behinderung, wenn Sie in ein neues Wohngebiet ziehen, mit Ressentiments begegnet wird. Im Sommer 2017 werden weitere 24 Menschen mit Behinderung in zwei Wohnhäuser mit kleinteiligen Wohngemeinschaften nach Delmenhorst, in den Stadteil Bungerhof ziehen. Diese Entwicklung gemeindeintegrierter Wohnangebote wurde über viele Jahre in enger Abstimmung mit der Stadt Delmenhorst und der anliegenden Kirchengemeinde geplant und realisiert. Die Kirchengemeinde hat dazu ihr Grundstück an uns verkauft und begrüßt die Diakonie Himmelsthür ausdrücklich. Im Rahmen dieser Kooperation sollen nun gemeinsam sozialraumorientierte Projekte realisiert werden. So gibt es bereits eine kleine Arbeitsgruppe, die im Wohnquartier zwischen ebenfalls neu gebautem Gemeindehaus und den Wohnungen für Menschen mit Behinderung einen offenen Platz der Begegnung mit Pavillon, Sitzgelegenheiten, Kräuterspirale, etc. plant. Neben diesem Arbeitskreis "Der grüne Daumen" sollen noch weitere ehrenamtliche Projekte angestoßen werden (bspw. Mittagstisch, Nachbarschaftshilfe für Senioren, etc.), die Menschen mit unterschiedlichen Biographien und kulturellen Hintergründen zusammenbringt im Sinne eines quartiersbezogenen gegenseitigen Unterstützungsnetzwerkes. Insbesondere soll dabei Menschen mit Behinderung die wertvolle Möglichkeit sowohl der Teilhabe als auch der Teilgabe geboten werden, d. h. der Chance, sich mit eigenen Fähigkeiten im Gemeinwesen einzubringen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Delmenhorst- Bungerhof
Beschreibung
Bungerhof ist kompakt bebaut. Der Stadtteil ist geprägt von vielen älteren Einfamilienhäusern aus den 50er- und 60er-Jahren, kleineren Mehrfamilienhäusern und einigen Reihenhäusern (insbesondere im Norden des Stadtteils). Im westlichen Teil befindet sich ein markanter Wohnkomplex aus den 70er-Jahren, der alle Gebäude des Stadtteils überragt. Der vordere Teil Bungerhofs, an der Stedinger Straße sowie Nutzhorner Straße in Richtung Innenstadt, ist besonders für Singles und junge Paare geeignet. Im Gegensatz dazu befinden sich in den ruhigeren Nebenstraßen des Quartiers geeignete Wohnorte für Familien. Das Umfeld der Kirchengemeinde an der Friedensstraße ist geprägt von vielen älteren Menschen im Seniorenalter.
Einwohnerzahl
9810
Quelle / Anmerkungen
https://www.delmenhorst.de/medien/bindata/leben-in-del/planen-bauen-wohnen/St_Daten_Bungerhof_2016.pdf
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zuzug von Menschen mit starker Beeinträchtigung im Stadtteil
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unter dem Prinzip eines inklusiven Zusammenlebens "Es ist normal, verschieden zu sein" sollen im Sozialraum Beteiligungsstrukturen vertiefend entwickelt werden. Ziel ist es, Potentiale freizusetzen und das soziale/kulturelle Leben im Gemeinwesen zu stärken, Vereinzelung vorzubeugen und ein solidarisches/tolerantes Miteinander zu fördern. Empowerment bedeutet hierbei die Selbstermächtigung von im Alltag marginalisierten Gruppen. Im Bezug zu Menschen mit Behinderung stellt dabei nicht zuletzt die Un-Behindertenrechtskonvention einen wichtigen Bezugsrahmen dar.Basis der Arbeit des Mit-Mach-Büros sind demnach folgende Prinzipien: -Es ist orientiert an den Bedürfnissen der StadtteilbewohnerInnen, d. h. im Zentrum stehen immer die im Quartier lebenden Personenkreise, es wird direkt gefragt, was sie bewegt, gemeinsame Perspektiven und Zielstellungen evaluiert, deren Umsetzung anschließend professionell begleitet und realisiert. - Die Projekte sind langfristig angelegt und werden prozessorientiert/ergebnisoffen gestaltet. - Es geht vorrangig um die Unterstützung von Selbsthilfekräften/Eigeninitiative. - Das Mit-Mach-Büro verfolgt einen heterogenen, d. h. zielgruppen- und trägerübergreifenden Ansatz und hat somit das Ziel einer Kooperation/Partizipation "auf Augenhöhe" aller Beteiligten. - Ganz besonders sollen Ressourcen von Senioren und Menschen mit Behinderung erkannt und diese in die Tätigkeiten des Gemeinwesens gewinnbringend eingebracht werden.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Bungerhof
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachdienst Soziales
Typ
Stadtteil
Galerie
gruppenfoto richtfest friedensstrasse
Zustimmung Veröffentlichung
On

Netzwerk gesunde Gemeinde - Kein Antrag 2017

Ansprechpartner
Helga Hudler
Organisation Gemeinde Bissendorf KMB GbR
Vernetzung und Kooperation in einer gesunden, sozialen Gemeinde
Projektbeschreibung
Gesundheit entsteht dort, wo Menschen leben, lernen, spielen und arbeiten. Es bietet sich daher an, bei Gemeinden, Ortstteilen und Regionen anzusetzen, wenn Gesundheit, sozialer Zusammenhalt und Kommunikation sowie das Wohlbefinden und die Lebensqualität der Bewohner/innen gefördert werden soll. Es geht vor allem darum, eine Lebenswelt zu gestalten, welche dazu beiträgt, dass die Chancen für alle Bewohner/innen auf ein Leben in Gesundheit und mit hoher Lebensqualität gesteigert werden. Die gesunde Gemeinde Bissendorf lebt von der Beteiligung aller Bürgerinnen und Bürger. Sie baut auf Zusammenarbeit, spinnt ein soziales Gesundheitsnetzwerk und schafft nachhaltige, gesunde Lebensbedingungen für Jung und Alt. Damit ist Gesundheit ein wichtiger Faktor in der Region zur Schaffung einer erfolgreichen Gemeinwesenstruktur. Die Stärkung des Gesundheitsbewusstseins ist neben dem Aufbau und Ausbau geeigneter Kooperationsstrukturen ein wichtiger Faktor zur Schaffung gesunder Arbeits- und Lebensbedingungen in allen Lebenswelten der Kommune (von der Kindertagesstätte bis zur Seniorenwohnung). Zur Entwicklung entsprechender Netzwerke sollen Gemeinschaftsveranstaltungen mit umfangreicher Bürgerbeteiligung erste entscheidende Hinweise zum Bedarf an Vermittlungs- und Koordinierungsangeboten geben. Eine regionale Anlaufstelle dient sodann der Koordinierung von bedarfsgerechter Beratung. Die auf zunächst wenige Schwerpunkte in der Flächenkommune bezogenen Projektergebnisse sollen modellhaft entwickelt und erprobt sein, um die Erkenntnisse auf weitere Standorte und weitere Lebenswelten zu übertragen.
Ausgangslage
In einer der größten Flächengemeinden Niedersachsens sind die Angebote in den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung, Bildung und im Bereich der Sozialinfrastruktur unterschiedlich verteilt und damit ist die Erreichbarkeit nicht für alle Bewohner gesichert. Das Gesundheitsbewusstsein von Bürgerinnen und Bürgern ist unterschiedlich ausgeprägt,

Quartier im Wandel

Ansprechpartner
Katrin Moser
Funktion Kirchenkreissozialarbeit
"Meine Stimme zählt!"
Projektbeschreibung
Syke ist eine Kleinstadt im ländlichen Raum, 20km südlich von Bremen gelegen. Die Stadt wird durch die Verkehrsader B6 mit anderen Kommunen verbunden. Der öffentliche Nahverkehr ist unzureichend, ohne Auto sind die Menschen deutlich in der Mobilität eingeschränkt. Es gibt wenig günstigen Wohnraum. Investoren bauen Quartiere im hochpreisigen Segment, sozialer Wohnungsbau wurde vernachlässigt. Der Mietraum, der für die Grenzen der Transferleistungen ausgelegt ist, wird häufig durch wechselnde Hausverwaltungen angeboten und weist i. d. R. eine deutliche Verwahrlosung auf. So sind Straßenzüge entstanden, in denen das Abbild von Arm und Reich über den Zustand der Hausfassaden und Außenanlagen sichtbar wird. Durch den Zuzug von Flüchtlingsfamilien und die Zunahme von Kindern bildungsferner Familien verändert sich die Stadt. Immer mehr Kinder und Jugendliche sind z.B. ohne Aufsicht in der Stadt zu beobachten und "hängen ab". Die Grundschule meldet zudem vermehrt Kinder, die trotz BuT nicht am Schulessen teilnehmen können, da die Eltern schon damit überfordert sind, den Zettel auszufüllen und einzureichen. Manche Kinder kommen ohne Frühstück zur Schule oder haben kein Essen mit. Der Kinderarzt gibt außerdem an, dass er immer mehr Kinder mit Aufmerksamkeitsdefiziten behandeln muss. Häufig mit Eltern, deren Erziehungskompetenz schon nicht für die Alltagsbewältigung ausreicht. Dazu kommen mangelnde Deutschkenntnisse. Es fehlt das gegenseitige Verständnis: Eltern können nur schwer formulieren, was sie für den Alltag und die Fürsorge der Kinder benötigen. Es fehlt an Vernetzungen der Träger wie Jugendhilfe, Beratungsstellen, Ärzten, Politikern, Stadtplanern, etc. und letztlich das Miteinbeziehen der Betroffenen. Politiker können sich trotz Hilfsmitteln wie BuT, nicht vorstellen, warum Kinder nicht am Schulessen teilnehmen können. Anwohner werden nicht befragt welche Buslinie/Haltestelle sinnvoll wäre und nicht informiert, wie man überhaupt als Zugewanderter solche Verkehrsmittel nutzt. Obwohl Syke ländlicher Raum ist, wissen viele Zugewanderte nicht, welche Früchte hier wachsen. Sie kommen zudem nicht über das Stadtgebiet hinaus, sind noch nie in Bremen auf der Kirmes gewesen oder haben mit ihren Kindern das Universum besucht. Bildungsstätten und Kulturangebote außerorts werden gar nicht in den Bezug zur eigenen Lebenswelt erlebt. All diese Defizite können nicht sofort mit der GWA gelöst werden, aber sie weisen auf: GWA ist in Syke mehr als nötig.
Ausgangslage
Betroffene werden nicht befragt und nicht selbst befähigt, ihre Lage zu verändern. Ein beginnendes Problem: Kinder werden trotz BuT vom Mittagessen der örtlichen Grundschule ausgeschlossen. Über die Lebenslage der Familien ist wenig bekannt, sie kommen aber überwiegend aus einem Quartier. Viele Kinder fallen schon früh durch die Maschen, da es hingenommen wird, wenn erste Verwahrlosungsanzeichen sichtbar werden oder es herrscht Hilflosigkeit, wie auf diese Familien zugegangen werden kann. Die Kinder gleiten ab in ihre eigene Welt und müssen sich außerhalb der Familien und Lernorte Erfolgserlebnisse holen. Jugendhilfe und Schulen berichten von Kindern, die verhaltensauffällig sind und erste Straftaten begehen, ohne dass diese aufgrund der Strafunmündigkeit Konsequenzen herbeiführen. Bei vielen Lebensläufe unserer jungen Klienten wird schon in der frühesten Kindheit deutlich, dass diese Heranwachsenden scheitern werden, da sie nie gelernt haben, sich im Gesellschaftssystem zurechtzufinden. Hilfseinrichtungen wie Kinderarzt, Fachdienst Jugend, Schule und Ehrenamtlichen sind die Familien schon früh bekannt, es gibt aber kaum Vernetzung und eine effektive Hilfestruktur. Diese Lebensläufe können wir nicht im Einzelnen sofort verbessern, aber langfristig und nachhaltig können die Wohnsituation, die Hilfsangebote und deren Erreichbarkeit sowie die Rolle der Mitspieler beeinflusst werden. Familien aus der Isolation zu befreien und deren eigene Kompetenzen zu stärken muss ein Ziel unserer Arbeit sein. Bewohner der betroffenen Straßen müssen gehört werden und gerade die Jüngsten brauchen Menschen, die früh ihre Bedürfnisse erkennen und so deren Lebenswege unterstützen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Syke Gebiet Berliner Straße, südlich der Grundschule s. Bilddatei
Beschreibung
Wohngebiet südlich der Grundschule. s. Bilddatei, Quartier rot
Einwohnerzahl
3550
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Angaben der Schulen und www.komsis.de/regis-si/
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und www.komsis.de/regis-si/
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und www.komsis.de/regis-si/
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
GWA/QM-Ansatz
Lebensqualität vor Ort steigern. Bürger, Anwohner mobilisieren und Meinungsmacher für das Projekt gewinnen. Lust aus Frust, d.h. mein Lebensumfeld selbst gestalten und meinen Kindern verdeutlichen, was eigenes Engagement bewirken kann. Die Teilnahme am Schulessen ist "nur" ein Ziel, welches zum Themenfeld gehört, die Kinderarmut in Syke zu beheben. Deshalb ist es uns wichtig, auch die Kinder in den Prozess mit einzubeziehen und diese nach ihrer Meinung über den Stadtteil zu befragen. Mit Angeboten für die Kinder möchten wir die Eltern erreichen. Ein Beispiel: Gewaltfreie Kommunikation soll für die Kinder angeboten und so in die Familien hineigetragen werden. Wichtig ist es, die Umwelt und den sozialökunomischen Kontext der Bewohner miteinzubeziehen. Die individuellen Erfahrungen mit den empfundenen Belastungen sowie Ressourcen müssen berücksichtigt werden, da sich die Probleme konkret auf diesen Stadtteil und dessen Bewohner richten. Das Wohl des Gemeinwesens und das der Bewohner liegen eng beieinander, daher müssen Themen sowie Meinungen erforscht werden, um gemeinsame Lösungsstrategien zu entwickeln. Aktivierende Befragung werden durchgeführt, aber auch Versammlungen von Anwohnern. Es werden harte Fakten über das Quartier erhoben aber auch das emotionale Klima erfasst. Experten und Betroffene werden in Einzelinterviews befragt und können als Steigerung in eine Bürgerversammlung münden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Interessen der Anwohner bekannt sind und berücksichtigt werden. Die Lebenswelt der Anwohner wird ebenfalls in die Zielplanung mit einbezogen. Maßnahmen der Infrastruktur können so auf die Lebenswelt der Nutzer abgestimmt werden.
Beschreibung
Die Menschen können ihre Belange formulieren und sind in der Lage sich selbständig um Hilfe und Unterstützung zu bemühen. Der formale Ablauf, um z.B. Anträge für Transferleistungen zu stellen ist bekannt und kann umgesetzt werden.
Beschreibung
Die Anwohner wissen, wer noch im Quartier wohnt. Der Nachbar ist nun kein Fremder mehr, es gibt ein miteinander. Die Anwohner erlernen eine Streitkultur, Konflikte können ohne Gewalt gelöst werden.
Beschreibung
Kein Kind fällt durch die Maschen, d.h. man schaut über den Rand der eigenen Zuständigkeit hinweg und arbeitet über einen längeren Zeitraum in den Fachstellen und als Netzwerkpartner überleitend und übergreifend.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeisterin Frau Laue
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderarzt Bieber
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiterin
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Öffentlichkeitsarbeit des Kirchenkreises Frau Unger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtplaner der Stadt Syke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltungen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionssprecher
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Netzwerk Kinderarmut Uslar
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Fachdienst Jugend, SRT Syke
Typ
Stadtteil
Galerie
berliner strasse
quartier berliner strasse
Zustimmung Veröffentlichung
On

Interkulturelles Generationenzentrum

Ansprechpartner
Eva Paetzold
Organisation Gelingen e.V
Funktion Schriftführerin u. Pressewartin
Ausgangslage
Insgesamt hat die Stadt Lingen mit ihren Eingemeindungen ca.56 000. Einwohner. In den ursprünglichen Stadtgrenzen leben ca. 25000 Menschen. Ca. 25% der Lingener Bevölkerung sind älter als 60 Jahre. (vergl. www.lingen.de./rathaus_und_buergerservice/zahlen_und_daten/strukturdaten/strukturdaten). Hinzu kamen in den letzten Jahren verstärkt Zuzüge von Migranten und Flüchtlingen. Seit 2012 befinden sich ebenso noch über 1000 Studierende in der Stadt. In den letzten 10 Jahren sind im Stadtkern etliche Seniorenwohnungen entstanden, die es alten Menschen erlauben ein möglichst langes und selbstständiges Leben zu führen. Auch viele Migranten/-innen sind zentrumsnah in Sozialwohnungen angesiedelt worden. Für Studenten wurden explizite Wohnheime in begrenzter Anzahl gebaut. Familien mit Kindern ziehen verstärkt in die Randgebiete, sodass die Bevölkerung im Stadtzentrum nur begrenzt durchmischt ist. Es entstehen Ansätze von Gettoisierungen, zumal es an preiswerten öffentlich Treffpunkten in der Stadt mangelt. Öffentliche Grünflächen, in welchem sich Menschen treffen und miteinander kommunizieren gibt es so gut wie gar nicht. Die in der Stadt Lingen lebenden Menschen erfahren eine gute Grundversorgung, wie beispielsweise einen guten Zugang zu Ärzten und Behörden. Allerdings mangelt es an einer senioren- und migrationsgerechten Freizeitgestaltung für erwachsene Menschen und ältere Mitbürger. Die Gefahr einer mangelnden Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppierungen liegt einerseits in der Entstehung von Vorurteilen und Stigmatisierungen gegenüber anderen Gruppierungen. und Anderseits fördert eine mangelnde Kommunikation die Isaolation des Einzelnen. (Ältere und Migranten)