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Alle Anwohner*innen

Bürgertreff am Klostergarten

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen
Projektbeschreibung
Im "Bürgertreff am Klostergarten" treffen sich täglich viele Menschen zu unterschiedlichen Alltagsangeboten. Durch eine Seniorenumfrage (70 Plus) vor zwei Jahren wissen wir, wo ältere Menschen Unterstützung und Begleitung suchen und benötigen. Die Arbeit der letzten Monate im Bürgertreff haben dieses Bild noch deutlicher werden lassen. Unsere Anstrengung geht jetzt dahin, präventive Angebote zu schaffen um die Resilienzen der Senior/Innen zu stärken und Sie in ihrer Selbständigkeit zu fördern. Wir möchten dies in Zusammenarbeit mit allen Bürger/Innen tun, die unseren Bürgertreff besuchen. Viele Angebote wie "gesunder Mittagstisch" "Walken mit Rollator" "Gedächtnistraining" "Sitztanz" werden schon gut angenommen. Bürger/Innen aus allen Bevölkerungsschichten nehmen mittlerweile an den Angeboten teil und helfen z.T. schon bei der Umsetzung. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auch im Aufbau von multikulturellen Angeboten. Menschen mit Migrations - und Fluchtbiografie sollen sich im Bürgertreff angenommen fühlen. Er soll ihnen eine Plattform sein ihre Gedanken, Nöte, Sorgen aber auch ihre Ideen einzubringen. Mit unserer Unterstützung soll es jedermann möglich sein, sich in Bersenbrück zu beheimaten. Auch durch Mitsprache und Mitwirkung. Unsere Migrationsbeauftragte ist regelmäßig im Bürgertreff und unterstützt die Angebote für geflüchtete Menschen. Auch Kindergärten und Schulen nutzen den Bürgertreff um außerhalb der Institutionen in kleinen Gruppen Treffen zu ermöglichen. Wir versuchen alle Tageszeiten zu nutzen um auch berufstätigen Menschen eine Chance zum Treffen zu bieten.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Aufgrund der demografischen Entwicklung und den Alterungszahlen in unserer SG haben wir vor 3 Jahren eine Seniorenumfrage durchgeführt. Die daraus resultierenden Informationen und Ergebnisse sind für uns jetzt Arbeitsgrundlage. Der "Bürgertreff am Klostergarten" ist dabei eine große Hilfe! In Bersenbrück leben viele ältere Menschen aus Russland die vor 20 Jahren hierher gekommen sind. Oft leben sie allein in kleinen Wohnungen und haben wenig bis keine Kontakte zu einheimischen Bürger/Innen. Auch nach so langer Zeit sind die Deutschkenntnisse oft sehr schlecht. Viele Aussiedler kommen ins zum Sozialamt und fragen nach finanzieller Hilfe und Unterstützung. Wir berichten dann gerne auch über die Möglichkeiten, den Bürgertreff zu besuchen und dort gemeinsam mit anderen alten Menschen den Alltag zu gestalten. Es wurden mittlerweile Fahrgemeinschaften gegründet um Personen aus Randgebieten der Stadt oder mit schlechter Mobilität zum Bürgertreff zu bringen. Vor allem die Menschen aus schwierigen Soziallagen genießen die kostenlosen Angebote und die besondere Aufmerksamkeit. Viele Menschen haben nicht das Geld, im Café oder Restaurant Kontakte zu pflegen. Im Bürgertreff ist dies kostenlos möglich. Eine Pinnwand mit "Angebot und Nachfrage" hilft den Bürger/Innen bei der Suche nach Hilfe und Begleitung. Oft sind es die jüngeren, fitteren Senior/Innen die den älteren Hilfe anbieten können. Gemeinsames kochen, essen und bewegen macht den Menschen Spaß und dient ihrer Gesundheit. Wertschätzung und Teilhabe bildet Gemeinschaft und Vertrauen. Auch, wenn sich die zugezogenen Bürger/Innen nur zögerlich auf einen Besuch im Bürgertreff einlassen, die guten Beispiele machen Schule
Projektgebiet
Beschreibung
Die Stadt Bersenbrück ist eine Stadt an der Hase und Verwaltungssitz der Samtgemeinde Bersenbrück im Landkreis Osnabrück in Niedersachsen.
Einwohnerzahl
8816
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Maßarbeit Landkreis Osnabrück
GWA/QM-Ansatz
Dieses Projekt dient in hohem Maße der Förderung von sozialen Kontakten/ Beziehungen und der Ermöglichung von Teilhabe aller Bürger/Innen an Angeboten die sonst (ohne einen neutralen Treffpunkt) nicht stattfinden würden/könnten. Außerdem soll mit Hilfe der Angebote die Handlungsfähigkeit der einzelnen Bürger/Innen gestärkt werden. Eigene Ideen und Perspektiven sollen aufgezeigt und gefördert werden. Durch viele unterschiedliche gesundheitspräventive Maßnahmen möchten wir die Senior/Innen stärken und sicherer machen. Durch unterschiedliche Bildungsangebote Freude und Zuversicht schenken. Durch einen Helfer/Innen - Kreis möchten wir aktiv das Alter(n) begleiten und unterstützen. Wichtig ist uns durch unsere Angebote die Bürgerschaft zu sensibilisieren und sie zu interessieren für ein Mittun und Mitgestalten. Leider hat die Corona - Krise einen deutlichen Einbruch auch in der Arbeit im Bürgertreff Bersenbrück bewirkt. In der Stadt leben viele Aussiedler und mittlerweile auch viele geflüchtete Menschen. Wir werden in der nächsten Zeit viel Energie in die Weiterentwicklung der multikulturellen Angebote stecken müssen. Vor dem Hintergrund der Fremdenfeindlichkeit scheint dies wichtiger denn je.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gabi Linster Seniorenbeauftragte, Freiwilligenmanagerin und alle Kollegen/Innen im SG Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle in der SG BSB bekannten Institutionen und Mitarbeiter/Innen im Rathaus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Durch die Arbeit im Rathaus sind uns alle öffentlichen Einrichtungen bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Als Kommune kennen wir alle freien Träger und gemeinnützige Organisationen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine der Samtgemeinde sind im Rathaus gelistet und bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Gesundheits - und Pflegeeinrichtungen sind in der Kommune bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Alle Einrichtungen sind im Rathaus bekannt, viele Einrichtungen stehen unter kommunaler Verwaltung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
In der Samtgemeinde kennen wir alle kirchlichen Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wir kennen alle Gewerbe, zuständig ist der Wirtschaftsförderer Ewald Beelmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hier sind uns alle Player bekannt, der FD Bauen und Planen wird geleitet von Reinhold Heidemann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde hat eine eigene Pressestelle, die Kollegen/Innen des Bersenbrücker Kreisblattes sind uns bekannt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
in der Samtgemeinde kennen wir alle politischen Vertreter/Innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
über den Bürgerservice werden alle Bürger/Innen der Samtgemeinde erfasst.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der Bürgertreff der Stadt Bersenbrück soll Teil der GWA der SG BSB bleiben. Die Stadt BSB ist sehr bemüht, eigene Mittel einzubringen. Leider sind aber auch hier die zur Verfügung stehenden Finanzmittel sehr knapp und die Stadt wäre nicht in der Lage, mehr als 25% der aufkommenden Kosten zu übernehmen. BSB muss genau wie auch die kleinen Gemeinden hohe Steuer Einbußen durch die Corona Pandemie hinnehmen. BSB würde alles versuchen um den Bürgertreff halten zu können.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche bersenbrueck osm
2015 08 20 09.46.58
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Dorftreff "Gehrda"

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen, Integration fördern
Projektbeschreibung
Der Dorftreff "Gehrda" hat sich inzwischen zu einem allgemeinen, beliebten Treffpunkt im Dorf entwickelt. Viele Menschen auch von außerhalb kommen um an den Angeboten teilzunehmen oder auch weil sie Interesse haben, selbst einen Dorftreff aufzubauen. In Gehrde konnten im vergangenen Jahr sehr viele Angebote gemacht werden. Neben den generellen Öffnungszeiten (8 Angebote sind wöchentlich vorgegeben) gibt es zusätzliche Veranstaltungen wie Lesungen, Vorträge oder Schulungen, die größtenteils mit Ehrenamtlichen durchgeführt werden. Der Dorftreff wird genutzt um dort gemeinsam alte Kinofilme zu schauen oder gemeinsam zu kochen. Die Menschen kommen zu Infoveranstaltungen z.B. vom Apotheker, vom Ärzteteam oder von Privatleuten die von ihren Reisen berichten. Eine sehr große Vielfalt mit immer mehr interessanten, lehrreichen, versorgenden und präventiven Angeboten. Ehrenamtliche Bürger/Innen singen, basteln, malen, kochen, rudelrätseln oder sind einfach nur da um Gespräche zu führen und um zu zu hören. Der Dorftreff ist Anlaufstelle auch für Familien die neu zugezogen sind. Ganz besonders bemühen wir uns um die Arbeiter*innen die im Dorf wohnen und in die Fabriken im Niedersachsenpark arbeiten gehen. Meist sind das Saisonarbeiter*innen genau so, wie die Erntehelfer*innen. In der Corona Zeit haben die Mitarbeiter*innen und viele Ehrenamtliche den Kontakt zu den Besucher*innen vor allem zu den alten Menschen weiter gepflegt. Durch Telefonketten, Einkaufsbesuche und Zaungespräche wurde der Kontakt gehalten. Es wurden auch Friedhofsbesuche Initiiert damit die alten Menschen ihre Verstorbenen besuchen konnten. Auf einer Friedhofsbank kann man gut Abstand halten und doch Trost finden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Gehrde ist ein kleines Dorf in der Samtgemeinde Bersenbrück mit schlechter Nahverkehrsversorgung. Es gibt noch einen Kindergarten und eine Schule vor Ort. Es gibt nur noch einen Bäcker aber keinen Lebensmittelladen, keine Apotheke, keinen Arzt. Es gab bisher keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Gehrde ist einerseits ein sehr altes Dorf mit vielen historischen Gebäuden, andererseits gehören zu Gehrde aber auch einige Neubaugebiete. Die Einheimischen kommen teilweise noch in den wenigen Vereinen vor Ort zusammen, die Neubürger/Innen leben aber eher zurückgezogen in ihren Wohngebieten. In Gehrde leben anonym viele Menschen die aus EU Ländern zu uns kommen um hier Arbeit zu finden. Diese Menschen beteiligen sich kaum bis gar nicht am Dorfleben. Außerdem haben wir eine große Gruppe Aussiedler die schon aufgrund ihrer Religion lieber unter sich bleiben. Durch den Dorftreff haben wir einen neutralen Treffpunkt schaffen können. In Gehrde leben sehr viele alte Menschen oft allein und weiter draußen in der Bauernschaft. Soziale Kontakte fallen weg weil es keine Nachbarn mehr gibt oder die Nachbarn jetzt im Heim sind oder im Betreuten Wohnen. Die Häuser sind viel zu groß und Hilfe und Unterstützung gibt es kaum. Vor allem die Einsamkeit macht den Menschen zu schaffen. Jetzt in der Coronazeit wurde das noch einmal sehr deutlich. Die Menschen brauchen Gelegenheiten zum Gespräch, zum Beisammensein, zum gemeinsamen Essen etc. "ich verliere noch meine Stimme weil ich oft tagelang mit niemandem rede!" "Wo soll ich hingehen wenn ich kein Geld habe?" "Wer will mich denn schon noch sehen?" Wir müssen hier unbedingt weiterarbeiten und Lösungen anbieten um diese Menschen aufzufangen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Mitgliedsgemeinde Gehrde
Beschreibung
Die Gemeinde Gehrde liegt 6 km vom Ortskern der Samtgemeinde Bersenbrück entfernt. Gehrde ist ein sehr ländlich gelegener Ort mit ca. 40 km² Fläche. In Gehrde gibt es viele alte Höfe und Alleinlagen, der Ortskern ist teils historisch erhalten, im Laufe der Jahre sind rund um den Ortskern Siedlungen entstanden.
Einwohnerzahl
2554
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt SG BSB
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Maßarbeit Landkreis Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Nicht bekannt
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
in der SG BSB leben Menschen aus ca. 130 Nationen. Die hohe Zahl an Aussiedlern wird nicht erfasst da diese als Deutsche gelten. Ausländer gesamt ca. 8%
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Durch den Dorftreff haben wir die Möglichkeit bekommen, dass sich Menschen begegnen können. Durch die Neutralität und die Vielfalt der Angebote ist für fast alle Bürger/Innen etwas interessantes dabei. Das ermutigt viele Menschen, sich für ihren Dorftreff, für ihr Dorf und auch für ihre Mitbürger/Innen einzusetzen und sich zu engagieren. Viel leichter können so Dinge angestoßen und aufgebaut werden. Die Personen, die sonst oft allein und einsam in ihren Wohnungen waren können jetzt jederzeit Kontakt finden. Es entsteht mehr Verständnis füreinander und Miteinander. Ein Netz von Kümmerern wird aufgebaut und Notwendigkeiten für den anderen eher erkannt weil mehr Kommunikation stattfindet. Es entstehen neue Beziehungen zu Menschen und auch ein neues Verständnis zu anderen Personen, Traditionen und Kulturen. Durch das Miteinander fördern wir auch die Handlungsfähigkeit des Einzelnen und das ist vor allem für alte Menschen und fremde Menschen von großer Bedeutung. Die Corona - Krise hat uns in unseren Bemühungen weit zurück geworfen. Jetzt ist es um so wichtiger, den Zusammenhalt im Dorf weiter zu stärken. Leider sehen wir in dieser 'Corona Zeit häufiger Schuldzuweisungen, Diskriminierung und Ignoranz gegenüber anderen oder anders denkenden. Um so wichtiger ist die GWA vor Ort! Anders sein bedeutet nicht schlecht zu sein, es gibt aber leider auch bei uns durchaus Tendenzen die unruhig machen!
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bürger/Innen sich gerne treffen, miteinander Dinge anpacken und entwickeln und wenn sich jeder wohl und wertgeschätzt fühlt.
Beschreibung
Wenn wir sehen, dass für mansche Bürger/Innen leichter wird, ihren Alltag zu strukturieren und zu leben.
Beschreibung
Wenn das Miteinander gut funktioniert und sich mehr und mehr Kümmerer engagieren
Beschreibung
Wenn sich zunehmend alle Bürger/Innen interessieren, sich einbringen und dabei sein möchten.
Beschreibung
Wenn die Nachbarn sich untereinander wahrnehmen und kennen lernen. Wenn es Austausch gibt auf der Strasse oder im Garten. Wenn man sich unterstützt da wo es notwendig ist. Wenn man nacheinander fragt und aufeinander Acht gibt.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Durch die Zusammenarbeit mit der SG BSB sind die Ortsgemeinden vernetzt mit allen Akteuren in der SG. Vor allem durch die Unterstützung des Freiwilligenbüros sind Vernetzungen bekannt und Alltag.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wir haben durch eine gute Struktur in der SG BSB die Möglichkeit, zu allen Themen Netzwerkpartner/Innen zu benennen und sie in Verbindung zu bringen.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Der SG-bürgermeister und die Ortsbürgermeister stehen voll hinter der GWA und unterstützen wo es geht. Im Moment sind die Gemeinden nicht in der Lage, selbst die Finanzierung der Dorftreffs zu übernehmen weil nicht genügend finanzieller Spielraum vorhanden ist. Durch die Corona Pandemie hat sich die finanzielle Lage noch deutlich verschlechtert. Aber, die Pandemie hat uns auch deutlich gezeigt, wie wichtig GWA ist! GWA muss kommunale Aufgabe werden. Die Gemeinden brauchen Unterstützung.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche gehrde osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Dorftreff Eggermühlen

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Prävention stärken, Altern begleiten und unterstützen
Projektbeschreibung
Seit September 2019 gibt es in Eggermühlen den Dorftreff der zunächst in den Räumen des Jugendheims untergebracht wurde. Sobald ein Neubau mit Betreutem Wohnen, Tagespflegeeinrichtung und Lebensmittelladen fertiggestellt ist wird der Dorftreff dorthin umziehen. (bei der Gebäudeplanung wurden die Räumlichkeiten für einen Dorftreff mit eingeplant) Die Angebote, die seit September im Dorftreff gemacht werden sind vielseitig und werden von der Bürgerschaft gut angenommen. Einige Ideen und Angebote von Seiten der Bürgerschaft konnten bereits umgesetzt und angeschoben werden. Vor allem die generationenübergreifenden Angebote sind gut angekommen. (Spielenachmittage, Krabbelgruppe, Generationenfrühstück, Kutschfahrten und Liederabende. Derzeit sind wir dabei, die präventiven Angebote rund um das Thema "gesund älter werden" zu erweitern. So gibt es schon einen regelmäßigen Mittagstisch, Sitztanz und eine Walkinggruppe 60 Plus. Der Dorftreff ist schon fester Bestandteil im Alltag der Bürger/Innen. Allerdings ist der Aufbau bei Weitem noch nicht abgeschlossen. (was ja auch in 7 Monaten nicht zu erwarten war) Was wir jetzt schon sagen können ist, dass sich das ehrenamtliche Engagement sehr erweitert hat und viele Bürger/Innen den Dorftreff nutzen, um dort ihre Kontakte zu pflegen und miteinander Dinge zu entwickeln. Auch ist es gelungen, Menschen mit Migrationshintergrund zu regelmäßigen Angeboten in den Dorftreff einzuladen. Leider bremst uns momentan die Coronapandemie aus. Nach einer sehr langsamen Öffnung mit wenigen Öffnungszeiten und Angeboten geht es jetzt wieder bergauf. Nach den Ferien hoffen wir, dass wir wieder alle Angebote machen können. Die Menschen sind froh, einen neutralen Treffpunkt zu haben den sie zu allen Öffnungszeiten kostenfrei besuchen können. Es gibt in Eggermühlen sonst keinen Ort mit Treffpunktcharakter.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Ein besonderes Problem in Eggermühlen ist der Verlust vieler Versorger im Ort. Ein Neubau in dem es bald auch wieder ein Lebensmittelangebot geben soll, ist im Bau. Leider gibt es auch keine Bank mehr, keine Apotheke, keine Bäckerei. Die Kirchengemeinde ist zu einem Gemeindeverbund zusammengeschlossen worden und das Gemeindebüro nur noch sporadisch geöffnet. Viele alte Menschen sind in Eggermühlen tagsüber allein weil ihre Kinder und Enkel in die größeren Gemeinden oder Städte zur Schule oder zum Arbeitsplatz zu fahren. Viele Aussiedler haben in Eggermühlen ein kleines Haus gebaut, sind aber in der einheimischen Gesellschaft nur schlecht integriert. Eggermühlen ist ein ländlich sehr schön gelegener Ort. Ältere Menschen haben es allerdings schwer weil die Mobilität sehr eingeschränkt ist. Es fehlen dort Einrichtungen mit Begegnungscharakter.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Mitgliedsgemeinde Eggermühlen
Beschreibung
Eggermühlen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Bersenbrück, im Norden des Landkreises Osnabrück in Niedersachsen. Eggermühlen liegt innerhalb der Ankumer Höhe im Nordwesten vom Naturpark Nördlicher Teutoburger Wald- Wiehengebirge. Die Nachbargemeinden sind im Osten Ankum, im Süden Merzen, im Westen Bippen und im Norden Menslage.
Einwohnerzahl
1751
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
4,54% Aussiedler werden als Deutsche geführt SGBSB 7,49%
GWA/QM-Ansatz
Unser Ansatz verfolgt insbesondere die Qualität der sozialen Beziehungen (Ursprungsgesellschaft und Zugezogene) Wir unterstützen die Selbstorganisation und Handlungsfähigkeit der Bürger/Innen (vor allem der alten allein stehenden Menschen). Wir fördern mit unserer Arbeit die Gesundheit und stärken dadurch die Resilienz der Bürger/Innen. Wir machen Dinge möglich und begleiten die Umsetzung von Ideen. Wir legen großen Wert auf das ehrenamtliche Engagement der Bürger/Innen und unterstützen dieses durch Begleitung und Schulung. Wir fördern und unterstützen die Ideen von Bürger/Innen und helfen ihnen bei der Umsetzung. Wir sehen jetzt in der Corona - Krise eine besondere Herausforderung für die Gemeinwesenarbeit. Angst, Entfremdung, Schuldzuweisung sind zu großen Problemen geworden. Hier werden wir sehr genau hinsehen müssen um wieder eine Dorfgemeinschaft auch mit "nicht Einheimischen" stabil zu gestalten.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Bürger/Innen zum Dorftreff kommen, sich dort einbringen und ihre Ideen umsetzen können. Wenn wir Lösungen finden für Bedarfe und Probleme und gemeinsam daran arbeiten können.
Beschreibung
Wenn wir die einzelnen Personen stärken und ermutigen können, die Bürger/Innen sich gegenseitig helfen und Eigeninitiativen zu tollen Projekten führen.
Beschreibung
Wenn im Dorf ein gutes Miteinander herrscht, niemand sich als Konkurrenz empfindet und gegenseitige Unterstützung Alltag ist.
Beschreibung
Alle Bürger/Innen ob jung oder alt, Ursprungs- oder Zuwanderungsgesellschaft, an der Entwicklung und dem Miteinander im Dorftreff teilnehmen.
Beschreibung
Sich die Vereine und Organisationen einbringen und Spaß am Miteinander haben.
Beschreibung
Nachbarschaften sich neu bilden, (Zuzug) und alte Nachbarschaften bestehen bleiben. (Tod, Wegzug) Wenn die Menschen sich kennen und voneinander wissen. Wenn sich Kümmerer für die anderen stark machen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligenbüro der Samtgemeinde Bersenbrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Vereine die in der Gemeinde ansässig sind und evtl. auch aus den Nachbargemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita und Grundschule der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde vor Ort
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
möglichst alle Bewohner/Innen der Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Markus Frerker
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Auch in Eggermühlen sehen wir keine Möglichkeit, ohne finanzielle Unterstützung die GWA weiter zu fördern. Die kleine Gemeinde verfügt nicht über genügend Steuereinnahmen um selbst die Kosten für den Dorftreff zu tragen. Jetzt durch die Corona Pandemie sind viele weitere Einnahmen weggebrochen. Wir können nur versuchen über Spenden oder Stiftungen eine Basis zu finden.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche eggermuehlen osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Dorftreff Rieste "Riesterei"

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Rieste engagiert, wir für hier
Projektbeschreibung
Nach umfangreichen Umbaumaßnahmen in einem ehemaligen Ausstellungsraum einer Landmaschinenfirma (die von vielen Bürger/Innen unterstützt und begleitet wurden) konnten wir im September 2019 mit dem Dorftreff "Riesterei" beginnen. Der Dorftreff bekam seinen Namen durch die Bürger/Innen während der Eröffnungsfeier. Ein sehr umfangreicher Monatsplan mit Angeboten im Dorftreff, der von den Mitarbeiter/Innen und dem Bürgermeister zusammengestellt wird, kommt in der Bürgerschaft richtig gut an. Viele Bürger/Innen helfen mit ihren Ideen und ihrem Engagement den Monatsplan vielfältig zu gestalten. Neben geselligen Angeboten wie "Spieletreffen" " Klönkaffe" oder "Tanzen" gibt es vor allem auch Gesundheitsangebote wie "Mittagstisch" "Sportgruppen" "gesundes Frühstück" "Gedächtnistraining" In der Regel gibt es 8 - 10 Angebote pro Woche, alle Tageszeiten werden dabei beachtet so, dass auch berufstätige Personen an Angeboten teilnehmen können. Vereine, Organisationen, Gruppen, Kindergarten etc. sind mit eingebunden. Der Dorftreff ist an wenigstens 5 Tagen in der Woche geöffnet. Auch Spaziergänger oder Urlauber können so einen Blick in den Dorftreff werfen. Kaffee oder Tee wird angeboten und die Besucher/Innen können sich über die einzelnen Angebote informieren.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
In Rieste gibt es keinen Ort mit Treffpunktcharakter. Die Gemeinde hat viele kleine Außenbereiche und keinen richtigen Ortskern. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. Eine Teilhabe vieler älterer Menschen ist aufgrund fehlender Mobilität sehr schwierig geworden. Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben viele EU Ausländer die im Gewerbepark der Gemeinde (weit außerhalb) arbeiten und kaum Kontakt zu den Einheimischen haben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt auch weit außerhalb. Dort trifft man auf Urlauber die sich kaum im Dorf selbst aufhalten. Somit ist der Dorftreff zu einer sehr wichtige Einrichtung geworden! Man kann einfach mal reinschauen, einen Tee trinken und ein Gespräch führen. Für viele Urlauber eine ganz neue Entdeckung und interessante Abwechslung. Die Menschen sind sehr interessiert und nehmen gerne an den Angeboten teil. Die Möglichkeit, sich selbst einzubringen hat das ehrenamtliche Engagement stark erhöht. Jetzt ist es möglich für den Ort und für die Gemeinschaft etwas zu machen und sich (auch kurzfristig) für ein Projekt oder eine Initiative zu interessieren. Vor allem allein stehende alte Menschen haben jetzt einen Begegnungsort wo sie sich zwanglos ohne Kosten treffen können und (außerhalb von Coronazeiten) gemeinsam etwas unternehmen können. Vereine nutzen die Riesterei als Treffpunkt für z.B. Vorstandssitzungen weil viele Vereine kein eigenes Vereinsheim haben und es nur noch eine Kneipe gibt. Auch Gruppen und Initiativen treffen sich in der Riesterei weil der Treffpunkt kostenfrei ist und viele Möglichkeiten bietet.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Bersenbrück, Gemeinde Rieste
Beschreibung
Die Gemeinde Rieste liegt an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück und berührt hier das Oldenburger Land. Sie bildet mit sechs weiteren Gemeinden die Samtgemeinde Bersenbrück. Rieste liegt 40 m über NN und hat eine Gesamtgröße von 30,58 qkm
Einwohnerzahl
3645
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
In Rieste liegt der spezielle GWA Ansatz insbesondere in der Zusammenführung unterschiedlicher Bürger/Innen. Wir möchten die sozialen Beziehungen von Zugereisten und Einheimischen stärken und den Neubürger/Innen die Möglichkeit geben, sich in ihrer neuen Heimat wohl zu fühlen. Außerdem arbeiten wir verstärkt daran, dass alte Menschen zusammenkommen können und somit weiter in die Gesellschaft eingebunden sind. Dadurch stärken wir die Qualität der sozialen Beziehungen, geben den Bürger/Innen die Möglichkeit, sich zu engagieren und für ihren Ort aktiv zu werden und helfen, Schwachstellen zu erkennen und Lösungen zu finden. In der Corona - Zeit waren die Dorftreffs geschlossen. Viele Menschen hatten Angst, waren verunsichert. Nur langsam beginnt das Leben wieder in den Dorftreffs. Wir spüren bei der Arbeit deutlich die für uns neue Ablehnung der vermeintlich "Anderen". Schuldzuweisungen machen die Runde, Senior*innen haben Angst und Ausgrenzung ist alltäglich. Hier werden wir erneut sehr viel Zeit und Energie brauchen um die entstandenen Hemmschwellen und Aggressionen abzubauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
es gelungen ist, die Bewohner/Innen zu interessieren, zu aktivieren und gemeinsam Dinge anzustoßen und umzusetzen. Wenn Menschen mit Migrationshintergrund teilnehmen und gerne wiederkommen, sich wohl fühlen und selbst auch mitmachen.
Beschreibung
wir den Bürger/Innen genügend Möglichkeiten bieten, ihr eigenes Leben und ihr Umfeld selbst zu gestalten. Wenn wir untereinander Hilfestellung geben können um den Alltag zu meistern und es möglich ist, gegenseitig Anteil zu nehmen und Hilfe zu geben.
Beschreibung
die Bürger/Innen ohne Vorbehalte auch mit fremden Menschen zusammen kommen. Wenn Alt und Jung sich ergänzen, alle Menschen am Aufbau und der Entwicklung im Dorf teilnehmen.
Beschreibung
in der Gemeinde ein gutes Miteinander herrscht, wenn man sich gegenseitig achtet. Wenn die Bürger/Innen erkennen, dass jeder Einzelne im Dorf wichtig ist und dass nur durch ein Miteinander die Gemeinde Bestand haben kann.
Beschreibung
die Vereine und Organisationen die in der Gemeinde noch vorhanden sind unterstützt werden und die Bürger/Innen helfen, dass sie auch im Dorf Bestand haben. Wenn die Vereine vor Ort sich in die Arbeit im Dorftreff einbringen und so Gemeinsamkeiten schaffen
Beschreibung
es gelingt, neue Nachbarschaften aufzubauen (Zuzug) und alte Nachbarschaften zu festigen (Tod, Wegzug) Wenn Menschen voneinander wissen und füreinander da sind. Wenn es Kümmerer gibt, die die gute Nachbarschaft fördern.
Nachhaltigkeit
Auch der Dorftreff in Rieste soll fester Bestandteil in der GWA der SG BSB bleiben. Leider hat auch die Gemeinde Rieste nicht genügend finanzielle Ressourcen um aus eigener Kraft die Kosten für den Dorftreff zu übernehmen. Die Steuereinnahmen sind auch hier massiv eingebrochen durch die Corona Krise. Natürlich versuchen wir durch Spenden oder durch andere Gelder von Bürger*innen einen Teil der Kosten zu decken, eine Gesamtfinanzierung wird aber auch hier leider nicht möglich sein.
Galerie
kartenausschnitt gemeindeflaeche rieste osm
Zustimmung Veröffentlichung
On

Die Samtgemeinde Bersenbrück gestaltet

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Unterstützen, koordinieren, begleiten
Projektbeschreibung
Die SG BSB ist Koordinierungsstelle für die Dorftreffs in Eggermühlen, Gehrde, Rieste und Bersenbrück Stadt. Diese Koordinierungsstelle ist nötig um die Gemeinden vor Ort zu unterstützen. So werden zum Beispiel alle Verwaltungstätigkeiten die für die Dorftreffs notwendig sind von Mitarbeiter/Innen im Samtgemeinde Rathaus übernommen. Das Büro für Bürgerengagement initiiert die Schulungen für die Ehrenamtlichen und auch für die hauptamtlichen Mitarbeiter/Innen. Sie kommen einmal im Monat zusammen zum Austausch und für neue Informationen oder zur Klärung von Problemen. Jedes Angebot das wir neu aufbauen bzw. initiieren wird in allen vier Treffpunkten gemacht. Wir achten sehr auf die Interessen der Bürgerschaft und versuchen gemeinsam Dinge aufzubauen und umzusetzen. Die Koordinierungsstelle achtet auf Vorschriften wie Hygiene (Küche) Unfall- und Vorsorgemaßnahmen. (erste Hilfe) Die SG kümmert sich auch um die Wochen- und Monatspläne der Dorftreffs die jeweils in drei Sprachen erstellt werden und zu Monatsanfang verteilt werden. Diese Pläne kommen auch zu den örtlichen Anzeigenblättern und die Angebote werden täglich veröffentlicht. Die Presseabteilung der Samtgemeinde kümmert sich um regelmäßige Presseartikel und neue Infos zu Angeboten in den Treffpunkten. Auch jetzt in Zeiten von Corona koordinieren wir die Hilfs- und Unterstützungsangebote über die Dorftreffs und bleiben mit den Bürger/Innen verbunden. Die Koordinierungsstelle ist auch verantwortlich für die Förderanträge. Die Mitarbeiter*innen in den Dorftreffs sind Angestellte der Samtgemeinde Bersenbrück. Somit sind auch die Personalangelegenheiten bei der Koordinierungsstelle verortet. Nach einer so kurzen Zeit (Sept. 2019 bis August 2020) sind die Strukturen noch nicht gefestigt, alles befindet sich noch im Aufbau. Dazu kommt, dass wir ja drei Monate Corona bedingt schließen mussten und jetzt noch einmal neu starten müssen. Die Samtgemeinde Bersenbrück mit ihren sieben Mitgliedsgemeinden ist sehr ländlich geprägt. Die einzelnen Gemeinden liegen teils weit auseinander. Deshalb sind wir sehr bemüht, alle Gemeinden gleichwertig zu unterstützen und alle notwendige Hilfe zu bieten. Die Bürgerschaft soll möglichst in allen Gemeinden gleiche Chancen und Teilhabemöglichkeiten bekommen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Um in den Gemeinden die Dorftreffs weiter aufzubauen, zu festigen und ihnen die Möglichkeit zu geben, mit den Bürger/Innen zu arbeiten muss es eine Koordinierungsstelle für andere anfallende Aufgaben geben. Das know how der Mitarbeiter/Innen in der Verwaltung ist ein wesentliches, unterstützendes Element. In den Gemeindebüros der Ortsgemeinden gibt es (oft zeitlich sehr begrenzt) meist nur eine Mitarbeiterin die eine zusätzliche Aufgabe für den Dorftreff kaum übernehmen könnte. Deshalb ist es notwendig, die Strukturen des Samtgemeinde -Rathauses zu nutzen und somit die Gemeinden zu unterstützen bzw. zu entlasten. Der zeitliche Aufwand für Verwaltung, Koordinierung und Begleitung der Dorftreffs würde die Ressourcen der Gemeinden weit übersteigen. Insbesondere die Öffentlichkeitsarbeit und die finanzielle Bearbeitung des Förderprogramms sind sehr zeitintensiv. Die Mitarbeiter/Innen in den Dorfreffs haben sehr unterschiedliche Vorbildungen, es ist nicht leicht, gut ausgebildete Personen für 20 Wochenstunden oder nur 450€ Basis zu finden. Deshalb muss es auch eine Koordinierungsstelle geben damit evtl. Defizite die durch zu wenig Erfahrung/ Vorbildung entstehen, aufgefangen und ausgeglichen werden. Die SG BSB ist eine kleine, sehr ländlich gelegene Samtgemeinde mit sieben Mitgliedsgemeinden / Dörfern. Die SG BSB hat die zweithöchste Alterungsrate im Landkreis Osnabrück. Mit Zuwanderung und Migration können nicht alle Bürger*innen gleich gut umgehen. Alte Traditionen und Ablehnung erschweren oft das Miteinander. Demokratie, so wie wir sie verstehen, wird vielfach nicht gelebt, interkulturelles Zusammenleben ist in den Dörfern schwierig.
Projektgebiet
Beschreibung
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist im Zuge der Verwaltungs- und Gebietsreform am 01.07.1972 gegründet worden. Sie gehört zum Land Niedersachsen und liegt im Landkreis Osnabrück, 30 – 140 m über dem Meeresspiegel. Die geographische Abgrenzung der Samtgemeinde Bersenbrück wird durch die Meridiane 7°40´ und 8°0´ östlicher Länge und durch die Breitenkreise 52°24´ und 52° 36´ nördlicher Breite begrenzt. Zur Samtgemeinde Bersenbrück gehören die Mitgliedsgemeinden Alfhausen, Ankum, Eggermühlen, Gehrde, Kettenkamp und Rieste, sowie die Stadt Bersenbrück.
Einwohnerzahl
30376
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Samtgemeinde Bersenbrück hat mit ihrem Projekt alle Bürger/Innen im Blick und versucht durch die Dorftreffs eng mit ihnen zusammen zu arbeit. Alle Vorschläge, Ideen und Versuche von Seiten der Bürgerschaft sollen aufgenommen und entwickelt werden. Gerade jetzt in Corona - Zeiten ist es besonders wichtig, eng bei den Bürger/Innen zu sein und deren Nöte und Sorgen zu kennen. Wichtig ist auch, die unterschiedlichen Strömungen in der Gesellschaft zu erkennen und darauf zu reagieren. Beispielsweise mit Angeboten, die das Verständnis für den jeweils anderen wecken. Ausgrenzung und Diskriminierung nehmen in dieser Zeit leider besonders zu. Deshalb ist es uns sehr wichtig mit einer breiten Mehrheit in der Bürgerschaft über Demokratie und deren Möglichkeiten und Nutzen für die Gesellschaft zu sprechen. Die Samtgemeinde Bersenbrück ist aufgenommen in das Netzwerk "engagierte Stadt" und arbeitet dort mit Kollegen*innen aus ganz Deutschland an der Entwicklung von GWA. Wir arbeiten aktiv mit der Lagfa (Landesarbeitsgemeinschaft der Freiwilligenagenturen) und der Bagso (Bundesarbeitsgemeinschaft der Seniorenorganisationen) und der LfGAfS (Landesvereinigung für Gesundheit und Akademie für Sozialmedizin Niedersachsen) zusammen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
wenn Bewohner*innen aktiv werden in ihren Orten und sich beteiligen an Projekten und Aktionen. Wenn durch die Bürger*innen Ideen, Wünsche, Anregungen umgesetzt und angepackt werden können und jeder/e sich zum Mitmachen eingeladen fühlt.
Beschreibung
wenn durch die hauptamtliche Unterstützung die Bürger*innen in die Lage kommen, selber weiter zu gehen und aktiv zu bleiben. Wenn Bürger*innen auch nach einer Aktion dabei bleiben und eigene Initiative ergreifen.
Beschreibung
wenn es gelingt, dass wir alle im Ort noch ansässigen Firmen, Organisationen, Vereine sich aktiv beteiligen und durch Spenden, Mithilfe, Arbeitnehmer*innen Schulung am Projekt teilnehmen.
Beschreibung
wenn Vereine, Verbände, Kirchengemeinden etc. sich aktiv beteiligen und an einer Zusammenarbeit interessiert sind. Wenn wir gemeinsam Dinge anstoßen und umsetzen können und wenn wir uns gegenseitig unterstützen.
Beschreibung
Gemeinwesenarbeit neben Sozialarbeit, Jugendarbeit und Seniorenarbeit allgemeiner Verwaltungstätigkeit zur Selbstverständlichkeit geworden ist.
Beschreibung
Wenn die Netzwerke und Kooperationen, die wir bislang aufbauen konnten weiter gefestigt bleiben. Wenn wir neue Netzwerkpartner*innen gewinnen können.
Beschreibung
in der Samtgemeinde alle Bürgermeister*innen Anteil nehmen und mitgestalten. Wenn alle Ausschüsse und Räte Interesse haben und bei der Entwicklung unterstützen. Wenn der Nutzen von Gemeinwesenarbeit auch in der Politik angekommen ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Die Samtgemeinde Bersenbrück ist mit allen örtlichen und vielen überörtlichen Akteuren vernetzt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Koordinierungsstelle GWA ist ein Bestandteil der Verwaltung in der Samtgemeinde Bersenbrück. Da die Kommunen jetzt deutlich weniger Steuern einnehmen (Corona), sieht die finanzielle Situation sehr schlecht aus. Die SG BSB will dennoch zeitnah ein Konzept entwickeln, um GWA zu verstetigen. In den politischen Gremien wird die Finanzierung zur Fortführung der Dorftreffs ( Personal) diskutiert. Jede Gemeinde hat aufgrund der Erfahrungen ein hohes Interesse, ihren Dorftreff zu behalten!
Galerie
karte sgbsb mgen lkos reduziert cc garmann
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leer Weststadt - Neue Wege zu einem neuen WIR -

Ansprechpartner
Arne Salge
Funktion GWA in der Weststadt
Ab jetzt gemeinsam!
Projektbeschreibung
Die Weststadt in Leer hat viele Probleme und viel Potenzial. Nach der überwiegend baulichen Planung im Rahmen der Förderung „Soziale Stadt“, werden seit dem 1.1. 2020 mit dem Start der GWA zunehmend die sozialen Aspekte berücksichtigt. Das gesellschaftliche Ungleichgewicht ist im Quartier deutlich zu erkennen. Große Einfamilienhäuser mit gepflegten Gärten gehören genauso zum Bild wie Wohnblocks mit zu engen Wohnungen und weniger gepflegten Außenflächen. Es fehlen Orte zum Bewegen und Begegnen. Nachbarschaftskonflikte und Vandalismus nehmen zu. Insgesamt mangelt es an Verbundenheit im und zum Stadtteil (ST). Ein ganzheitlicher Stadtteiltreff (STT) war eine Forderung des Runden Tisches (RT) (das Beteiligungsgremium der Anwohner*innen bei der Sanierungsplanung). Mit dem Kauf eines Gebäudes mit großem Außengelände hat die Stadt Leer eine Basis für Partizipation, Selbsthilfe, Begegnung und Beratung geschaffen. Ein anfängliches „einfach nur da sein“ und aktivierende Gespräche beim Mobilen-Café (so konnten wir trotz Corona präsent sein) haben bereits den Tatendrang einiger Bürger*innen verdeutlicht und Bedarfe aufgezeigt. Kreative Ideen für das Außengelände und inhaltliche Angebote wurden genauso geäußert, wie der Wunsch nach einem selbstverwalteten Nachbarschafts-Café, damit auch finanziell und körperlich eingeschränkte Nachbar*innen am ST-Leben teilhaben können. Kuchenbäcker*innen haben sich schon gemeldet. Entstanden ist daraus das Mit-Mach-Café (MMC). Cafés mit verschiedenen Themen bringen Menschen zusammen und stärken Eigeninitiative durch erfahrene Selbstwirksamkeit. Z.B. wirken in einem Ideen-Café Interessierte bei der Gestaltung des STT mit. Weitere Themen entwickeln sich aus den Ressourcen und Bedürfnissen der Menschen vor Ort, aber auch aus den derzeitigen gesellschaftlichen Herausforderungen wie z.B. der Coronakrise, um ein verantwortungsbewusstes Miteinander zu fördern. Durch ein niedrigschwelliges Beratungsangebot und Projekte mit lokalen Akteur*innen werden Wege zu den schwerer Erreichbaren und Freiflächen eröffnet, z.B. ein gemeinsam konzipiertes Eltern-Café mit Schulen und Kitas und ein Garten-Café in Kooperation mit der Stiftung Pagels-Garten (ein bisher zu wenig wahrgenommener Bürger*innengarten im Quartier). Eine von Kindern und Jugendlichen entwickelte Fotoausstellung, Feste, Logo- und Namenswettbewerbe sollen identifikationsstiftende Impulse geben und damit ebenfalls zu einem neuen WIR in der Weststadt und einer Imageverbesserung beitragen.
Laufzeit
2021-04-01 00:00:00
Ausgangslage
In der Weststadt zeigt sich eine gesellschaftliche Trennung zwischen den Gebieten mit Einfamilienhäusern und einigen Straßen mit Wohnblocks. Im letztgenannten Bereich gibt es überdurchschnittlich viele Haushalte mit belastenden Lebenssituationen. Das Image des Quartiers hat sich durch den vermehrten Zuzug von Menschen mit Migrationsgeschichte weiter verschlechtert. Sprachbarrieren und unzureichende Kenntnisse über hiesige Strukturen fördern ebenso Misstrauen und Vorurteile wie mangelndes Interesse an kultureller Vielfalt. Beim RT hat die Schwerpunktlegung auf bauliche Maßnahmen die sozialen Bedarfe und Ressourcen, die anfangs deutlich gemacht wurden, nebensächlich werden lassen. Dadurch haben viele das Interesse wieder verloren, sich aktiv für ihren ST einzusetzen. Es mangelt an Orten und Möglichkeiten für positive Begegnungen, Selbstwirksamkeitserfahrungen und niedrigschwellige Beratung. Kindern und Jugendlichen fehlen Außen- und Innenräume zum Treffen, Spielen und Bewegen. Ihre Kreativität den Mangel zu kompensieren, verursacht häufig Ärger. Vandalismus und Nachbarschaftskonflikte bzgl. Müll, Lärm und Freizeitgestaltung nehmen zu und beeinflussen das Miteinander. Bürgerliche Haushalte schotten sich ab und orientieren sich aus dem Viertel heraus. Problembelastete Menschen ohne Migrationsgeschichte sehen sich benachteiligt und suchen Schuldige. Kinder und Jugendliche provozieren und randalieren. Beispielsweise Ältere und Alleinstehende fühlen sich z.T. nicht mehr sicher, sie ziehen sich zurück und verlieren dadurch wichtige Kontaktmöglichkeiten. Gemeinsam mit der GWA erhoffen sich die Bürger*innen der Weststadt, die Abwärtsspirale zu durchbrechen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Leer Weststadt
Beschreibung
Die Fläche des Sanierungsgebietes Leer-Weststadt beträgt 93,5 ha. Das Gebiet wird umgrenzt von den Straßen Stadtring, Heisfelder Straße und Ubbo-Emmius-Str./Deichstraße. Das Fördergebiet Soziale Stadt liegt in diesem Gebiet und ist kleiner (ca. 55,2 ha). Das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung hat eine Fläche von ca. 20,2 ha.
Einwohnerzahl
3243
Quelle / Anmerkungen
Anmerkung: Das im Folgenden erwähnte Teilgebiet ist der Teil der Weststadt, in dem überwiegend Blockbebauung vorherrscht. In diesem Gebiet wohnen 39% der Einwohnerschaft der Weststadt auf ca. 22% der Gesamtfläche.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Der RT hat von der Stadt eingefordert, die soziale Entwicklung professionell und ganzheitlich zu begleiten. Das dafür benötigte GWA-Personal kann nicht durch die Förderung Soziale Stadt finanziert werden. Das Fördergebiet ist außerdem nur ein Teil der Weststadt, auf die sich dieser Antrag bezieht.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Im Teilgebiet beträgt der Anteil 17 %
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020)
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten Stadt Leer (Stand 30.6.2020): Der Anteil der ausländischen Bewohner*innen beträgt im Teilgebiet 27 % und im restlichen Gebiet der Weststadt 11 %
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
40
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit (Stand April 2020): Es liegen keine stadtteilbezogenen Daten vor. Der angegebene Wert unter Sonstige ist ein Schätzwert und bezieht sich auf das Teilgebiet mit überwiegender Blockbebauung. Die Arbeitslosenquote der ausländischen Bürger*innen im gesamten Stadtgebiet beträgt 27% und die Quote der deutschen Bürger*innen beträgt 6,6%. Da der Anteil der ausländischen Bürger*innen in diesem Gebiet weit über dem Durchschnitt liegt und außerdem davon auszugehen ist, dass auch die Arbeitslosenquote der deutschen Bürger*innen weit über dem Durchschnitt verglichen mit der gesamten Stadt ist, ist von einer hohen Arbeitslosigkeit auszugehen.
GWA/QM-Ansatz
Die Bürger*innen des ST stehen im Mittelpunkt, handlungsleitend sind deren geäußerten Interessen und Bedarfe. Die Hauptamtlichen begegnen den sehr unterschiedlichen Lebenswelten wertschätzend und pflegen den direkten Kontakt auf Augenhöhe. Durch die wechselnden MMC werden verschiedene Generationen, Interessen und Kulturen angesprochen und ein bewusster Umgang mit aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen gefördert. Die Gestaltung des STT ermöglicht Selbstwirksamkeitserfahrungen und aktiviert die Potenziale der Bürger*innen. Ein Projekttagebuch veranschaulicht die Entwicklungen und das Engagement und fördert ein Verbundenheitsgefühl zum STT. Die Präsentation der Ergebnisse stärkt das Selbstbewusstsein. Neben der Stärkung und Koordination gemeinschaftlichen Engagements, werden diejenigen zur Teilhabe ermutigt, die sich bisher nicht bemerkbar machen konnten oder ungünstige Strategien (Vandalismus, Streit, Rückzug) ergriffen haben. Durch eine verlässliche Präsenz in dem STT und ein niedrigschwelliges Beratungsangebot werden Strukturen geschaffen, die die Bedarfe ermitteln und die Entwicklung sozialer Kompetenzen stärken. Die Vernetzung mit bereits bestehender Infrastruktur soll die Akteur*innen für den Aufbau resort- und zielgruppenübergreifender Handlungsfelder sensibilisieren. Mit gemeinsamen Aktionen und Konzepten sollen Ressourcen besser genutzt und Angebote so gestaltet werden, dass sie langfristig die Selbsthilfekräfte der Bürger*innen fördern.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Räume und Angebote des STT spiegeln die Bedürfnisse, Interessen und Ressourcen der Anwohner*innen der Weststadt wider.
Beschreibung
Die Bürger*innen initiieren eigene Angebote (z.B. ein selbstverwaltetes Café), ermitteln die Bedarfe und aktivieren die nötigen Ressourcen in der Bevölkerung.
Beschreibung
Die Akteur*innen bestehender Infrastruktur haben ihr Interesse an einer kontinuierlichen Kooperation unterstrichen. In kleineren Netzwerken werden gemeinsame Ressourcen, Ziele und Handlungskonzepte erarbeitet. Erste konkrete Angebote werden durchgeführt.
Beschreibung
Die Bürger*innen setzen sich mit den Konflikten (Lärm, Müll, Freizeitgestaltung) in ihrem Quartier auseinander, hören sich gegenseitig zu und planen gemeinsame Aktionen (z.B. gemeinsames Müllsammeln, Nachbarschaftsfest) die zur Entspannung beitragen.
Beschreibung
Die Weststadt hat einen STT für bürgerschaftliches Engagement, Begegnung und niedrigschwellige Beratung. Für den Außenbereich des STT und Pagels Garten gibt es Konzepte zur gemeinschaftlichen Nutzung zusätzlicher Freiflächen.
Beschreibung
Die Bürger*innen präsentieren selbstbewusst die Entwicklungen in der Weststadt. Die Beteiligung spiegelt die kulturelle Vielfalt wider.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Leer (Fachstellen für Senioren, Kinder und Jugend, Gleichstellung, Schule, Sport, Stadtenwicklung, Öffentlichkeitsarbeit); Landkreis Leer (Jugendamt, Schulamt, Koordinierungsstelle für Migration und Teilhabe, Gesundheitsamt, Zentrum für Arbeit)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. luth. Kindertagesstättenverband Emden-Leer-Rhauderfehn; Ostfriesische Beschäftigungs- und Wohnstätten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kindergarten Klecks e.V., Sport-Club 04 Leer e.V., Förderverein Ernst Pagels Garten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Plytenbergschule; Friesenschule; Berufsbildende Schule Leer (nutzt Flächen im Projektgebiet); Volkshochschule (VHS)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kommunale Wohnungsverwaltung Leer (KWL) Eigenbetrieb der Stadt Leer; Bauverein Leer eG
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ostfriesen Zeitung; SonntagsReport;
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsausschüsse: Sozialausschuss; Kinder- und Jugendausschuss; Ausschuss für Stadtentwicklung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Runder Tisch
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Mit dem Kauf des Gebäudes und der Finanzierung von Umbaumaßnahmen haben Politik und Verwaltung unterstrichen, die Veränderungen im ST durch die GWA langfristig zu unterstützen. Dies bedeutet allerdings auch ein Abweichen von gewohnten Versorgungsstrukturen. Für die Verstetigung der GWA ist es notwendig, den Stadtrat kontinuierlich einzubinden und von der Wirksamkeit dieser Methode zu überzeugen. Ein von den Anwohner*innen getragener STT und eine gestärkten Nachbarschaft tragen dazu bei.
Galerie
foto team
haus hermann
fahrrad und hlr 28
haushermann
ansicht hinten
umzugsspass
nahaufnahme fahrrad
buero min
gemeinschaftraum2 min
bewegungsraum min
img 0879 min
img 0877
plakat a3 vermuellte altglascontainer weststadt leer oeffentlich al01384507
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Aktiv für die Insel Wangerooge

Ansprechpartner
Rieka Beewen
Funktion Interims- Bürgermeisterin
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Zukunftsfähiges Leben auf kleinen niedersächsischen Insel - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Im Fokus unserer Gemeinwesenarbeit steht die Lebensqualität der Insulaner/Inselbewohner. Lernen–Arbeiten–Leben: Mit diesen drei Begriffen möchte sich Wangerooge auf alle Altersgruppen konzentrieren. Im Gegensatz zum Erstantrag soll im Folgeantrag nicht allein die Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten verbessert werden. Wunsch ist, GWA gesamtheitlich zu entwickeln. Die Notwendigkeit wurde durch die Corona-Ausnahmesituation offenbar. Lernen: Die qualifizierte Jugendarbeit und die Ausbildungsmöglichkeiten sollen erneut im Fokus stehen. Der Insel fehlt zunehmend der Nachwuchs: Die Schule kann auf Wangerooge zwar bis einschließlich 10. Klasse besucht werden, der weitere Bildungsweg erfordert i. d. R. jedoch dem Umzug aufs Festland. Für diejenigen, die auf der Insel bleiben wollen, fehlen Ausbildungsmöglichkeiten. Des Weiteren kommen die Bedürfnisse der Jugendlichen, in Sachen Freizeitgestaltung, auf Wangerooge oftmals zu kurz. Daher müssen Lösungsansätze gemeinsam mit den Jugendlichen, der Schule, den möglichen Arbeitgebern sowie den Berufsbildenden Schulen erarbeitet werden, um den Jugendlichen wieder eine Zukunft auf der Insel Wangerooge zu ermöglichen. Arbeiten: Work-Life-Balance und Fachkräftesicherung – Das Privat- und Arbeitsleben muss wieder im Einklang stehen. Die mit diesem Projekt aufzubauende GWA soll die gesamte Inselbevölkerung aktivieren und damit einen attraktiven Wohnort schaffen, in dem sich auch die Insulaner wieder rundum wohlfühlen können. Leben: Die Lebensqualität im Alter auf Wangerooge stellt eine große Herausforderung dar. Die Infrastruktur ist zum größten Teil nicht an die Bedürfnisse der Einheimischen angepasst. Durch das Projekt soll die ehrenamtliche Seniorenarbeit verbessert, generationsübergreifende Projekte gestartet sowie die Infrastruktur, die die Lebensqualität auch im Alter aufrecht erhält, ausgebaut werden. Der Erfolg dieses Projektes wird weitreichende Auswirkungen auf Wangerooge haben: die Verfügbarkeit von Fachkräften, das Vereinsleben, die Inselgemeinschaften und die langfristige Sicherung der Daseinsvorsorge werden sich mit einer etablierten GWA verbessern. Damit kann wieder ein attraktiver InselWohnort geschaffen werden. Der Ansatz soll übertragbar sein auf die anderen ostfr. Inseln. Das Dachprojekt übernimmt dabei die insel- und themenübergreifende Vernetzung. Die Insellotsinnen konnten dabei schon in der Vergangenheit auf die Vorbereitungen und Vernetzung untereinander durch das Dachprojekt zurückgreifen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Wangerooge ist wie die restlichen Ostfriesischen Inseln mit 127.000 Gästen und knapp 1 Mio. Übernachtungen jährlich ein touristisches Schwergewicht und einer der Tourismus Hotspots in Niedersachsen. Das heißt im Jahresrhythmus: In der Saison sind alle Betriebe vollständig ausgelastet und die Personenanzahl auf der Insel steigt auf Stadtniveau und außerhalb der Saison wieder auf Dorfniveau zusammen. Dies wirkt sich zwar positiv auf die wirtschaftliche Situation aus, aber negativ auf die Work-Life-Balance und das Gemeindeleben. Durch den saisonalen Tourismus gestaltet sich die Schaffung von Dauerarbeitsplätzen als schwierig, weshalb es immer mehr zum Problem wird, den Fachkräfteengpässen entgegenzuwirken. Auch die Schaffung von Ausbildungsplätzen gestaltet sich aufgrund der insularen Infrastruktur immer mehr zum Problem. Der Tourismus- und Immobilienboom der letzten 10 Jahre hat die Immobilienpreise sowie die Mietkosten auf der Insel auf Großstadtniveau ansteigen lassen, ohne das sich gleichzeitig die Einkommensstruktur der Einheimischen groß verändert hätte. Die Wohnkosten liegen deshalb bei bis zu 50 % des Haushaltseinkommens. Der Mangel an bezahlbarem Wohnraum führt zu einer fehlenden Zukunftsperspektive für junge Leute, für Familien, für Fachkräfte sowie für die ältere Generation auf der Insel Wangerooge. Aufgrund der eingeschränkten räumlichen Situation einer ostfriesischen Insel im Nationalpark Wattenmeer, wurde der vorhandene Raum vorrangig für die touristische Infrastruktur und nicht auf die Belange der Einheimischen ausgelegt. Für Einheimische von jung bis alt ist so gut wie keine Infrastruktur abseits der touristischen Hotspots vorhanden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Inselgemeinde Wangerooge
Beschreibung
Wangerooge ist eine ostfriesische Insel mit ca. 7,8 km². Es handelt sich um die bebauten Ortsteile auf der Insel (Hauptort und Westdorf).
Einwohnerzahl
1260
Quelle / Anmerkungen
Landesamt für Statistik Niedersachsen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
29
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
18
Anmerkung
LSN-Online: Tabelle A100002G, Stand: 12/2019 Projektgebiet: Wangerooge Gesamtstadt: Wangerooge, Juist, Spiekeroog Sonstige: Ostfriesische Inseln
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Projektansatz greift die wesentlichen Merkmale auf: Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Fokus und sie sollen nach Möglichkeit alle aktiviert werden. Die Gemeinwesenarbeit bzw. das Quartiersmanagement soll die Bewohner in die Lage versetzen, ihre eigenen Alltagskompetenzen zu mobilisieren, das inseltypische Beziehungsgefüge soll wieder gestärkt und in den Mittelpunkt rücken und bürgerschaftliches Engagement, das Ehrenamt soll sich wieder stärker entwickeln. Eine stärkere Identifikation mit dem Gemeinwesen muss wieder in den Vordergrund rücken, damit die saisonal bedingten massiven Belastungen von der Gemeinschaft besser aufgefangen werden können. Es soll ein interkommunales Netzwerk zwischen den Bewohnern der beteiligten Inseln und jeweils insulare Netzwerke sowie breite Bündnisse zwischen den Bewohnern entstehen. Kooperationen sind gewünscht und werden gesucht und gefunden. Es sollen Anlaufstellen für Bewohner geschaffen werden, ihre Bedürfnisse, nicht konzentriert auf wenige Themen oder einzelne Zielgruppen stehen im Fokus. Unter Beteiligung der Bürger / aller Bürger sollen sowohl die Problemlagen erkannt und vergegenwärtigt werden, wie auch die Lösungsansätze. Die Beteiligung von Fachleuten und Wissenschaft geschieht allein unter der Maxime, dass das die Bürger fachliche Unterstützung finden, sich auf die eigenen Bedarfe konzentrieren können und Werkzeuge erarbeitet werden, die den Transformationsprozess unterstützen und verstetigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Projekte werden im Sinne der Insulaner/innen und nicht für den Tourismus umgesetzt.
Beschreibung
Beim Auftreten von Problemen können sich Gruppen selbständig organisieren und Interessen durchsetzen und Probleme lösen.
Beschreibung
Gemeinschaftliche Themen und Problemlagen können im Sinne der gesamten Insel umgesetzt werden.
Beschreibung
Das soziale Miteinander verbessert sich. Angebote der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der generationsübergreifenden Arbeit harmonisieren.
Beschreibung
Die Infrastruktur der Jugendarbeit, Work-Life-Balance und der Lebensqualität im Alter entwickelt sich bedarfsgerecht.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Nordseeheilbad Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Inselschule Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische und Katholische Kirchengemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr, Sportvereine (Yacht- und Segelclub, Turn- und Sportverein), Kulturgruppen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Jever
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
BBS Norden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
nicht ortsansässige Handwerks- und andere Ausbildungsbetriebe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat Wangerooge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Industrie- und Handelskammern, Handwerkskammern
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Das Inselprojektbüro als zentrale Anlaufstelle für die GWA soll auf Wangerooge Bestand haben. Für die während der 3-jährigen Laufzeit entwickelten Bürgerprojekte sollen feste Akteursgruppen eingerichtet sein, die durch einen/eine "KümmererIn" als Bindeglied zur Verwaltung unterstützt werden. Die "Kümmerer"-Stelle soll nach derzeitigem Plan fest in der Verwaltung angesiedelt sein. Andere Möglichkeiten sind während der Projektlaufzeit zu prüfen.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Leben im Meer 2.0 - Inselgesellschaften sind eben anders - auch vor, während und nach Corona - Aktiv für die Insel Spiekeroog

Ansprechpartner
Patrick Kösters
Gemeinsam statt (insel-)isoliert - Zukunftsfähiges Leben auf kleinen niedersächsischen Inseln - Erkenntnisgewinne generieren und für die Zukunft nutzen
Projektbeschreibung
Die Insel Spiekeroog wird auch die grüne Insel genannt. Dieser Begriff ist historisch gewachsen und wurde durch den überdurchschnittlich hohen Baumbestand im 19. Jahrhundert geprägt. Heutzutage bedeutet „grüne Insel“ auch einen Fokus auf Nachhaltigkeit zu legen. Die Spiekerooger möchten die schöne Natur ihrer Insel für die Zukunft bewahren und nehmen die Verantwortung für den Erhalt ihrer Lebensgrundlage sehr ernst. Die Kurverwaltung hat eine Nachhaltigkeitsinitiative gegründet, in deren Arbeitsgruppen auch einige Insulaner mitarbeiten, und eigens für die Koordination der einzelnen Projekte eine Teilzeitstelle geschaffen, welche im Oktober 2019 besetzt wurde. Mit seinen knapp 800 Einwohnern ist Spiekeroog nach Baltrum die zweitkleinste Insel. Die Siedlungsstrukturen und der Baubestand sind intakt, im Dorfkern gibt es mehrere historische Gebäude. Der Gesamteindruck ist der eines idyllischen Inseldorfes. Hochhäuser und „Bettenburgen“ sucht man hier vergeblich. Auch eine Strandpromenade mit viel Trubel und Kommerz gibt es nicht. Die Strandgastronomie am Hauptbadestrand besteht genau aus einem Gebäude. Spiekeroog hat als einzige ostfriesische Insel keinen Flugplatz und die Fährverbindung ist tideabhängig. Alle Gäste, alle Insulaner, sämtliche Nahrungsmittel und Konsumgüter sowie der gesamte Abfall werden per Fähre transportiert. Die Gäste kommen wegen des intensiven Naturerlebnisses und der damit verbundenen Ruhe und Erholung auf die grüne Insel. Obwohl es das erklärte Ziel der Kurverwaltung ist, den Tourismus im Einklang mit der Natur zu entwickeln, hat man sich in den letzten Jahren im Tourismus weitestgehend verausgabt, so dass das Bild der nachhaltigen grünen Insel droht ins Wanken zu geraten. Es tut sich eine Lücke auf, welche offenbart, dass im Kampf um das Wirtschaftliche vieles im sozialen Miteinander verloren gegangen ist. Auch die wunderschöne Natur vor der Haustür kann der Insulaner selber kaum noch genießen, weil die Zeit fehlt. Tourismus ist wie auf den anderen Inseln der einzige Wirtschaftszweig. Obwohl Spiekeroog mit seinen knapp 4000 Gästebetten eher klein ist, hat die Insel mit einer zunehmenden Belastung der Infrastruktur durch die steigende Zahl an Gästen zu kämpfen. Wo ist die Balance zwischen einem nachhaltigen auskömmlichen Tourismus, einer intakten Natur und ausreichender Lebensqualität für Insulaner? Wie kann sich daraus eine Inselidentität entwickeln? Dies soll auf Spiekeroog exemplarisch für die anderen Inseln untersucht werden.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Auf Spiekeroog wird deutlich, dass trotz des bereits beachtlichen Engagements der Akteure immer noch großes Potenzial zum Schutz der natürlichen Lebensgrundlagen besteht. Gleichzeitig gilt es die fortgeschrittene ökologische Nachhaltigkeit mit sozialer Nachhaltigkeit zu ergänzen und in Einklang zu bringen. Grundsätzliche Aspekte der Inselgemeinschaft geraten zunehmend in den Fokus, z.B. fehlender bezahlbarer Wohnraum gepaart mit einem Ausverkauf von Flächen und Immobilien an auswärtige Investoren, nicht ausreichend gesicherte Daseinsvorsorge, kaum Angebote für Jugendliche und Senioren, fehlende Teilhabe von Saisonkräften an der Dorfgemeinschaft, keine ausgeprägte Dorfidentität. Das „anders sein“ Spiekeroogs (kein Flugplatz, tideabhängige Erreichbarkeit, idyllischer Dorfkern, wenig Infrastruktur) bedeutet für den Gast Ruhe, Erholung und Entschleunigung. Doch was bedeutet es für die Insulaner, speziell für die arbeitende Bevölkerung? Tourismus bedeutet häufig eine 7-Tage-Woche in der Saison, welche mittlerweile auch länger dauert als nur drei Sommermonate, der Trend geht zu rund-ums-Jahr. In dieser Überbelastung mangelt es den Insulanern häufig an Zeit und Energie, um soziale Kontakte zu pflegen oder Traditionen nachzugehen, welche früher für ein soziales Miteinander selbstverständlich und auch essentiell waren. Die schöne Natur wird zwar wahrgenommen, ist aber als Freizeitangebot alleine nicht ausreichend. Wie kann unter diesen Umständen trotzdem gute Daseinsvorsorge gelingen? Deckt die vorhandene Infrastruktur die Bedarfe der Insulaner oder bleiben Bedürfnisse offen? Was fehlt für mehr soziales Miteinander und mehr Lebensqualität auf der Insel?
Projektgebiet
Gebiet-Name
Spiekeroog gesamte Insel
Beschreibung
Spiekeroog ist eine niedersächsische Insel mit ca. 18 qm2 Fläche. Die Entfernung zum Festland beträgt ca. 6 km. Es gibt eine tideabhängige Fährverbindung.
Einwohnerzahl
780
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt, Landesamt für Statistik Niedersachsen
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Als Projektgebiet gilt unsere Gemeinde, Quelle der Daten ist unser Einwohnermeldeamt. Als Gesamtstadt bzw. Referenzgebiet gilt unser Landkreis (Wittmund), Quelle ist das Landesamt für Statistik Niedersachsen.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auf der Insel Spiekeroog wird GWA als ganzheitlicher Ansatz verfolgt. Es gilt alle Bevölkerungsgruppen zusammen zu bringen und wieder Bewußtsein für die gemeinsamen Handlungsspielräume zu schaffen. Anhand der Bedarfe der Insulaner sollen kommunalpolitische Aufgaben angegangen werden. Ziel ist die Verbesserung von sowohl harten (Infrastruktur) als auch weichen Faktoren (Lebensqualität, Qualität des sozialen Miteinander). Die Insellotsin ist dabei die Anlauf- und Vernetzungsstelle. Sie moderiert die Prozesse, unterstützt mit Methodenkenntnissen und bei der Bildung von Netzwerken und Kooperationen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Insulaner gehen mit konkret formulierten Bedarfen und Ideen auf die Insellotsin zu.
Beschreibung
Es formen sich Gruppen, welche in der Lage sind sich selbst zu organisieren und Themen im Sinne der gesamten Insel zu verwirklichen.
Beschreibung
Das soziale Miteinander verbessert sich merklich, Anzahl Ehrenämter steigt.
Beschreibung
Die Infrastruktur der Daseinsvorsorge entwickelt sich bedarfsgerecht und dies wird positiv von den Insulanern wahrgenommen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Pastorin und Kirchenvorstand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Es ist das erklärte Ziel, eine Weiterführung dieser Maßnahme mit Implementierung der Stelle in den Haushaltsplan der Gemeinde Spiekeroog über das Jahr 2023 hinaus dauerhaft in die Organisationsabläufe der Gemeinde Spiekeroog einzubinden. Der Rat der Gemeinde Spiekeroog hat dem Vorgehen in seiner Gesamtheit zugestimmt.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Mein-Dein-Unser Weg

Ansprechpartner
Marion Jakobi
Organisation Nachbarschaftstreff Burgdorf
Funktion Koordination und Leitung
MEIN-DEIN-UNSER WEG: Kollektives Empowerment für eine attraktive Südstadt, öffentliche Begegnungsorte, Nachbarschaftshilfe. Die Südstadt lebt, zeigen die Bewohner*innen in einer Vernissage, Beteiligung bei Gremienarbeit u. Einsatz für die Nachbarschaft
Projektbeschreibung
2003 wurde der Nachbarschaftstreff am Ostlandring auf Initiative einiger Frauen als Treffpunkt für Begegnung gegründet. Offene Begegnung, Präventions- u. Integrationsarbeit sind Anliegen unserer Arbeit, hier im sozialen Brennpunkt. Der Treff ist etabliert, die Zuwendung durch die Kommune gewährleistet. 2015 kam der Auftrag der Kommune hinzu, die Begleitung, Beratung u. Integration für ankommende Flüchtlinge zu übernehmen. In dieser Phase haben sich einige "alt" Bewohner*innen zurückgezogen. 2019 wurde der Wunsch einiger "alter“ und "neuer" Bewohner*innen groß sich für Stadtteilentwicklung zu engagieren. Begleitend zu dieser Entwicklung haben wir die GWA entdeckt. Durch erfolgreiche Bewerbung 2019 „Aufbau der GWA“ wurden gute Ansätze einer sich etablierenden GWA geschaffen. Bei ersten Haustür- u. Straßengespräche mit Bewohner*innen haben sich klare konzeptionsrelevante Ziele im Sinne des Aufbaus von GWA herausgestellt. Themen, die die Bewohner*innen mit uns angehen wollen sind: schlechtes Image des Stadtteils, Belebung von öffentlichen Plätzen, Soziale Vereinsamung `Verinselung´, Ausbau von öffentlichen Kommunikationsmöglichkeiten sowie Netzwerkarbeit zwischen verschiedenen Akteuren. Mittlerweile haben wir Mitarbeiter*innen zur GWA geschult. Durch Teilnahme am Zertifikatskurs zur GWA u. LAG Vernetzungstreffen können wir gezielter, GWA gemeinsam mit Bewohner*innen gestalten, gemeinsam Pläne für die Zukunft der Nachbarschaft u. des Stadtteils angehen. Die Fortbildung zu StoP- Stadtteile ohne Partnergewalt unterstützt hier zudem Möglichkeiten gemeinsam mit Multiplikatorinnen aus der Bewohnerschaft Nachbarschaften füreinander zu sensibilisieren. Diese Entwicklung muss weiter vorangebracht werden, so dass Bewohner*innen ihre Stärken und Fähigkeiten nun einsetzen können u. Selbstwirksamkeit erleben: „MEIN Einsatz – Ich zeige MEIN Beitrag für meine Nachbar*innen, für meinen Stadtteil: Zusammenkommen u. Diskutieren in Begegnungspavillons. Ich trage dazu bei, dass sich eine engagierende Nachbarschaft, mit Interesse füreinander entwickelt u. Diskussionen über MEIN u. DEIN bürgerschaftliches Engagement stattfindet: gemeinsamen Stadtteilbegehungen, die zur Auseinandersetzung mit ihm anregen. Wir zusammen bilden die Nachbarschaft, planen Aktionen von gemeinschaftlichem Interesse, gehen UNSEREN WEG: Wir zeigen unseren Stadtteil der Stadt. UNSER Stadtteil wird attraktiver, weil WIR Nachbarschaft lebendig sein lassen, uns selbst organisieren u. Gemeinschaft zeigen.
Laufzeit
2021-06-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Südstadt hat sich über viele Jahre zu einem Ankommens-Ort entwickelt. Das Stadtbild ist geprägt von hoher Wohndichte, viele Mehrfamilienhäuser sind gebaut, zwischen Einfamilien- u. Reihenhäusern in Eigenbesitz. Zudem ist Aufenthaltsqualität, durch öffentliche Plätze, die zum Verweilen u. Austausch einlädt, kaum vorhanden. 57 Nationen leben hier in Stadtrandlage, oft in prekären sozialen u. wirtschaftlichen Situationen, bei zunehmender Arbeitslosigkeit. Vorhandene Sprachbarrieren u. kulturelle Konflikte erschweren ein Miteinander. Die Folgen mangelnder Integration u. wenig Gestaltung des öffentlichen Raumes sind in Form eines schlechten Gebietsimage, Sozialer Isolierung, dem aktuell defizitären Umgang mit Multikulturalität sowie die Vererbung der sozialen Lage spürbar. Durch mangelnde Maßnahmen zu Integration u. zur Verbesserung der Aufenthaltsqualität des öffentlichen Raumes bestehen für Bewohner*innen kaum öffentl. Möglichkeiten sich aktiv zusammenzufinden, sich für Veränderungen einzusetzen. Momentane Möglichkeiten sind zu hochschwellig, erreichen die Zielgruppen der Bewohnerschaft vor Ort nicht. Zunehmend wollen sich Bewohner*innen für eine integrative u. stadtteilaufwertende Entwicklung engagieren. Partizipatorische Beteiligung bedarf niedrigschwelliger Möglichkeiten. Niedrigschwelligkeit wird hier geschaffen durch Begegnung auf öffentlichen Plätzen „Begegnungs-Pavillons, durch Stadtteilbezogene Aktionen u. auch unterstützt durch Beteiligung in andere Stadtteile. Die genannten Methoden sind Schritte, die dazu beitragen Hürden abzubauen, miteinander in die Diskussion zu kommen, die Aufenthaltsqualität zu erhöhen sowie die Integration voranzubringen.
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem prozessorientierten Projekt nutzen wie Bewohner*innen-Engagement, um partizipatorische Möglichkeiten in der Nachbarschafts- u. Stadtteilentwicklung auszubauen. Aktivierung der Bewohner*innen, zum Aufbau nachbarschaftlicher sozialer Netzwerke, fußt auf das Arbeiten mit Bedürfnissen, Stärken und Ideen aus der direkten Lebenswelt. Beteiligung, Ausbau, Durchführung u. Nachhaltigkeit setzen wir am Interesse der Bewohner*innen an. Dies soll dazu beitragen sozialer Vereinsamung, schlechtem Gebietsimage sowie Vererbung der sozialen Lage entgegenzusteuern. Ein Handeln auf Augenhöhe, geprägt von Respekt, Akzeptanz u. Miteinander, wird diese Entwicklung unterstützen. Die Untergliederung des Projektes in einzelne Prozessabschnitte ermöglicht Bewohner*innen sowohl sich in bestimmte Abschnitte einzubringen als auch von Beginn an den Entwicklungsprozess mitzugestalten. Die unten aufgeführten Qualitätsstandards der GWA sind hierbei Orientierung im Prozess u. leitgebendes Element zur Erreichung der Projektziele. GWA hier vor Ort meint die prozesshafte Begleitung: Interessen der Bewohner*innen aufgreifen, Stärken vor Ort ausbauen, Selbstorganisation unterstützen. Berücksichtigung struktureller Gegebenheiten fließen ein, sind jedoch auch als Herausforderungen zur Veränderung zu betrachten. Insofern wird der Ansatz der GWA genutzt Bewohner*innen-Engagement zu fördern sowie vorhandene und sich entwickelnde Möglichkeiten strukturiert zu koordinieren u. langfristig zu etablieren
Nachhaltigkeit
17 Jahre unterstützt der Ausschuss f. Soziales unsere Einrichtung. In den stattfindenden Gesprächen wollen wir erwirken, dass das Konzept der GWA Bestandteil dieser Förderung wird. Zum Konzept unserer Nachhaltigkeit führen wir bereits Gespräche mit Wohnungsgesellschaften, hiesiger Wirtschaft, darüber hinaus auch Gespräche mit dem in Planung befindlichen Lebens- und Wohnquartier „Aue Süd“. Ideelle, finanzielle u. politische Unterstützer sind die Gründungs-Kooperationspartner (s.Methodenmodell)
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Verwendungsnachweis: Goosmanns Tannen 2.0

Ansprechpartner
Daniel Sielaff
Funktion Einrichtungsleitung / Projektleitung
Aufbau eines Gemeinwesenzentrums unter Aktivierung der Bewohnerschaft zur Aufwertung der Lebensqualität (Bildung, Qualität der Umwelt, soziale Beziehungen, Beteiligung, Mobilität, Kultur und Freizeit) im Wohnquartier
Projektbeschreibung
Das Quartier Goosmanns Tannen liegt am nördlichen Stadtrand der Mittelstadt Lingen mit ca. 1500 Bewohner*innen. Trotz Stadtrandlage mit hohem Grünflächenanteil ist die Qualität der Infrastruktur mangelhaft, das Stadtteilimage schlecht und benachteiligend. Die Projektinhalte und -methoden durchbrechen einen Prozess des sozialen und politischen Rückzugs und nehmen erheblichen Einfluss auf Autonomie, Selbstwert und Eigenmacht, erreichen durch Beteiligung, Begegnung und Begleitung Stärkung der Autonomie, so Verbesserung der individuellen und solidarischen Verantwortung. Der "Stadtteiltreff" wurde 1981 als Maßnahme der offenen Kinder- und Jugendarbeit in diesem Qurtier mit überdurchschnittlich hohem Anteil Sozialleistungsempfangenden und Zugewanderten errichtet und durch den Auftrag der Besucher*innen, ganzheitliche Unterstützung bei der Bewältigung der großteils prekären Lebenssituationen zu leisten, zu einem Zentrum stadtteilorientierter Sozialarbeit. 2019 schließlich konnte durch die Gewährung der städtischen und Landesfördermitteln die GWA offiziell als pädagogischer Schwerpunkt in das Konzept der Einrichtung eingebunden werden und bereits im ersten Jahr ein Begegnungscafè (Café 107), eine Beratungsstelle eingerichtet sowie eine Bürgerinitiative gegründet werden, welche durch Befragungen der Bürger*innen während einer Anwohner*innenversammlung Interessen und Bedarfe aufnehmen konnte und aus diesen bereits konkrete Zukunftsziele formuliert hat. So wird 2020/2021 Einfluss auf die Anbindung des ÖPNV genommen, welcher bisweilen das Wohnquartier nur stark begrenz anbindet, bzw. nicht berücksichtigt. Eine Vielzahl der Bewohner*innen sind aufgr. starker Mobilitätseinschränkungen von ext. Kontaktmöglichkeiten weitgehend abgeschnitten, nur wenige Familien verfügen über ein Fahrzeug. Auch die "Ver(sperr)müllung" des Quartiers bildet einen enormen Konfliktherd, welcher allgegenwärtig und schuldzuweisend wahrzunehnmen ist. Dabei ist zu betrachten, dass Straßenzüge des Quartiers weder als Abfuhrzone registriert sind, noch die Kapazitäten ausreichend sind. Durch ein Konzept in enger Zusammenarbeit (Anwohner*innen, Politik, Verwaltung) wird dieser Missstand überwunden und Bedarfe auf logistische Möglichk. abgestimmt. Zudem wird eine Stadtteil-App zur digitalen Vernetzung über Entwicklungen und Aktivitäten im Quartier aufklären und für alle Bewohner*innen im Stadtteil und darüber hinaus Kommunikationsplattform bilden und nachhaltig einen ganzheitlichen Zugang begünstigen.
Laufzeit
2021-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Quartier Goosmanns Tannen unterscheidet sich sozioökonomisch erheblich von anderen Wohngebieten der Stadt, und stigmatisiert die Bewohner*innen durch sein Image. Aus einem benachteiligten Quartier ist längst ein benachteiligendes Quartier geworden, was dazu führt, dass sich die Bewohner*innen immer weiter aus sozialen Netzwerken zurückziehen. Die Menschen vor Ort fühlen sich aufgrund des sozioökonomischen Status und dem Wohnumfeld vergessen, ein überdurchschnittlich hoher Anteil an Transferleistungsbezug sorgt für Konflikte aufgrund knapper Ressourcen, welche durch soziokulturelle Unsicherheiten u. infrastrukturelle Voraussetzungen zus. begünstigt werden. Zudem sind Aussagen wie: "... das sieht da doch immer so aus..." (Mitarb. des Ordnungsamtes) Indiz für eine institutionelle Diskriminierung und marginalisieren die Lebenslagen der im Quartier lebenden Menschen. Die daraus resultierenden Perspektiven sind fatalistisch, von Frustration und Aufgabe geprägt und münden oft in selbst- und fremdgefährdendem Verhalten, worunter besonders Kinder und Jugendliche leiden. Dieser Kreislauf wird durchbrochen und legt Eigenmacht und Verantwortung für eine nachhaltige und verantwortungsvolle Identifikation mit dem direkten Lebensumfeld in die Hände der dort agierenden Menschen zurück. Infrastruktur wie Einkauf, soz. Netzwerke und Zugang zu allen städtischen Bereichen muss ganzheitlich für alle gleichsam zur Verfügung stehen, um Benachteiligung zu überwinden. Dabei sind die geplanten Maßnahmen von unmittelb. und lebensprakt. Nutzen, sorgen für öffentliche Aufmerksamkeit, somit für eine Auseinandersetzung mit Bedarfen und Bedürfnissen und erreichen beteiligende Lebensraumgestaltung.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen (Ems) Goosmanns Tannen
Beschreibung
Das Projektgebiet / der Stadtteil "Goosmanns Tannen" liegt im nordöstlichen Randgebiet der Mittelstadt Lingen (Ems). "Goosmanns Tannen" ist von einem angrenzenden Wohn-, bzw. Gewerbegebiet durch eine Bahntrasse im Westen, im südlichen und östlichen Bereich durch Straßen, ohne angrenzende Infrastrukturgebiete und im nördlichen Teil durch ein Gewerbegebiet abgegrenzt.
Einwohnerzahl
1500
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen Geburtsjahrgangsstatistik Stadt Lingen Stand 12.08.2020
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind teilweise Schätzungen, bzw. beziehen sich auf demografische Daten der Stadt Lingen Geburtsjahrgangsstatistik Stadt Lingen Stand 12.08.2020
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
angegebene Daten sind Schätzungen; für das Stadtgebiet liegen keine Gesamtdaten vor
Unterlagen zum Gebiet
stadtteil.png (423.37 KB)
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt orientiert sich ganzheitlich an der Aktivierung der im Wohnquartier agierenden und lebenden Bewohner*innen; besonders der politischen Verantwortungsübernahme zur ganzheitlichen Beteiligung am gesamtgesellschaftlichen, politischen und kulturellem Leben und der damit verbundenen Reproduktion. Auch hier betrachten die Initiatoren ihr Engagement ausschließlich als Teil der Bewegung, haben eine Stimme, sind aber nicht bestimmend und orientieren sich an den Bedürfnissen, Interessen und Ideen der im Quartier lebenden Menschen. Dabei gilt es, alle Anwohner*innen einzubeziehen, weniger mit dem Anspruch den Menschen zu verändern, vielmehr den Lebensraum zur Verbesserung des in erster Linie immateriellen Wohlstands, somit des subjektiven Wohlbefindens. Neben der Beteiligung steht diesbezüglich die, auch oft konfliktäre, Interaktion zwischen den Anwohner*innen der unterschiedlichen sozialen und ethnischen Gruppen im Vordergrund, was aufgrund manifestierter Stereotype und damit verbundener Verantwortungsübernahme, -übergabe, und auch -ablehnung besonderen Anspruch erhält. Die GWA Goosmanns Tannen verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz der Selbstbestimmung und bezieht ihre Arbeitsgrundlage auf die Lebensverhältnisse, -formen, -zusammenhänge und Ressourcen der Menschen in deren Sozialraum Goosmanns Tannen zum Vertreten und Kommunizieren individueller und solidarischer Bedürfnisse und Interessen sowie dem demokratischen Aushandeln und Bewältigen sozialer und persönlicher Konflikte.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinschaftlich und nach demokratischen und utilitaristischen Grundsätzen ausgehandelte Bedarfe und Interessen sind formuliert und bilden Ansatz für eine gemeinschaftliche Umsetzung.
Beschreibung
Organisation und Initiierung von bedarfs- und interessenorientierten Maßnahmen (Bedarfsevaluation) und Methoden entsprechender Umsetzung sind von der Bürger*inneninitiative eingeleitet und nachhaltig transparent und langfristig orientiert implementiert.
Beschreibung
Menschen aus verschiedenen sozialen Gruppen nehmen gemeinschaftlich an Maßnahmen teil, formulieren, im Rahmen demokratischer Prozesse, solidarische und gemeinschaftsorientierte Entwicklungsabsichten und Ziele und organisieren die Umsetzung.
Beschreibung
Das bestehende Partnernetzwerk ist gestärkt und ergänzt und ermöglicht zunehmend nachaltige, ganzheitliche und eigenständige Arbeit zur Reproduktion und Reduktion von Zugangsbeschränkungen (Wege verkürzen zur Steigerung von Effektivität und Effizienz).
Beschreibung
Begegnungs- und Beratungsangebote (z.B. Cafe 107, Konfliktbegleitung etc.) sowie Veranstaltungen und nachbarschaftszentrierte Versammlungen werden genutzt/besucht und im Sinne der Interessen- und Bedarfsorientierung gestaltet.
Beschreibung
Zur Qualitätssicherung werden, in Kooperation mit ortsansässigen Bildungsträgern, qualitative und quantitative Studien durchgeführt, welche empirische Daten zur Evaluation sowie zur möglichen Reproduktion in andere Wirkungsbereiche erfassen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V. (LEB) - Beratungsbüro Emsland / Grafschaft Bentheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tafel Lingen e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadt Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schülergenossenschaft Genius der Gesamtschule in Trägerschaft des Landkreises Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
AWO Kreisjugendwerk Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Integrationsberatung Emsland
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Jugendmigrationsdienst Emsland
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Projektpartner arbeiten eng mit Verwaltung und Politik zusammen, werden projektgebunden nicht befristet jährl. mit 10.000€ öffentlich gefördert. Diese Mittel sollen erhöht werden, um durch hauptamtliche Begleitung die Entwicklung im Quartier, Reproduktionen und Ehrenamtsförderung zu sichern. Kommunalpolitische Netzwerke und Strategien werden dies erreichen und durch Transparenz u. Öffentlichkeit die Nutzbarmachung von Ergebnissen für die Gemeinschaft, so Verstetigungseffekte verdeutlichen.
Galerie
lingener tagespost vom 27.01.2020
lingener tagespost vom 03.03.2020
lingener tagespost vom 23.04.2020
lingener tagespost vom 03.06.2020
lingener tagespost vom 22.07.2020
zum awo bundesgrundsatzprogramm
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20180804 154309
20180804 154321
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asp sommerfest 30.07 54
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Zustimmung Veröffentlichung
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