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5. Lokale Anlaufstelle mit bedarfsgerechter Beratung zu unterschiedlichen Fragestellungen, bzw. Vermittlung zu Diensten und Angeboten,

Wir in Gelingen

Ansprechpartner
Eva Paetzold
Organisation Gelingen e.V
Funktion Schriftführerin u. Pressewartin
Gemeinwohl stärken, generationsübergreifend und interkulturell arbeiten, Aktivierung, Mobilisierung und Entwicklung struktureller und individueller Ressourcen, Empowerment. Verbesserung der Lebensqualität, insbesondere von Senioren/innen im Quartierr
Projektbeschreibung
Die Stadt Lingen ist eine Stadt mittlerer Größe, die in ihren Grundstrukturen nach wie vor ländlich geprägt ist. In den Lingener Stadtteilen Stroot und Goosmanns Tannen leben ca. 50% Menschen über 60 Jahre, mit und ohne Migrationshintergrund. Die Aktivierung dieser Personen ist die primäre Zielsetzung des Projektes. 2011 gründeten 9 ältere Menschen im Stadtzentrum den Verein Gelingen e.V. mit dem Ziel eine Begegnungsstätte zu schaffen , in welcher aktive und interessierte Senioren/-innen die Möglichkeit fanden, sich unverbindlich und ohne die Zugehörigkeit zu einem Verband oder einer kirchlichen Gemeinde zu treffen und um miteinander zu kommunizieren. Hieraus entwickelte sich in den letzten 7 Jahren ein bislang rein ehrenamtlich tätiges Zentrum, welches die Bedarfe älterer selbständig lebender Menschen sichtbar macht. Neben dem Bedürfnis nach persönlichem Kontakt, Anerkennung und Tagesstruktur, benötigen viele Personen u.a. auch Unterstützung in alltäglichen Bereichen wie Einkaufen,Hilfe beim Ausfüllen von Formularen oder bei kleinere Hausarbeiten oder einfach die Gesellschaft gleichaltriger Personen. Hieraus entwickelten sich weitere Projekte, wie bspw. die Kümmerer und „Wir helfen Senioren“. Mangelnde Mobilität, ein geringes Bildungsniveau und kulturelle Unterschiede sind für viele insbesondere älterer Menschen eine Hemmschwelle „ unbekanntes Terrain“ (hier: Gelingen e.V.) aufzusuchen. Hinzu kommen zum Teil geringe finanzielle Ressourcen, die generell eine Teilnahme am öffentlichen Leben einschränken. Um diesen Personenkreis zu aktivieren ist zunächst eine aufsuchende soziale Arbeit nötig. Dies ist mit unseren jetzigen Kapazitäten nicht mehr machbar. Hier kommt das Ehrenamt an seine Grenzen. Ziel unseres Projektes ist es unseren generationenübergreifenden Empowermentansatz in die Gebiete zu bringen, dort lebende Bewohner/innen aktivieren und langfristig mit den Angeboten von Gelingen e.V.zu vernetzen. Dabei berücksichtigen wir die besonderen Bedarfe und Wünsche der Bewohner vor Ort und beziehen sie aktiv mit in die Gestaltung (z.B. durch Arbeitskreise oder Lenkungskreise) mit ein. Der generationenübergreifende Ansatz bietet, neben der Schaffung einer Anlaufstelle auch praktische Möglichkeiten der interkulturellen Hilfsstellungen. Hier ist die Ausweitung des Projektes " Wir helfen Senioren/Bedürftigen" auf diese beiden Stadtteile geplant. Jüngere und ältere gleich welcher Herkunft kommen über praktische Tätigkeiten in Kontakt.
Ausgangslage
In den Lingener Stadtteilen Goosmanns Tannen und Stroot lebt jeweils ein hoher Prozentsatz von Personen mit Migrationshintergrund unterschiedlicher Herkunft (ca. 70% - 50 %), die überwiegend in dicht zusammenstehenden Häuserblocks (sozialer Wohnungsbau) untergekommen sind. Das generelle Einkommensniveau ist in beiden Gebieten durchschnittlich niedrig (SGB II).Viele Familien in Goosmanns Tannen sind alleinerziehend. Alkohol, Drogen und Gewalt sind alltägliche Erfahrungen. Ein hoher Anteil der in diesen Gebieten lebenden Menschen ist zudem über 60 Jahre. Das Gebiet der Stroot ist geschichtlich eng mit der Geschichte der Deutschen Bundesbahn in Lingen verbunden. Als Mitte der 90iger Jahren das Eisenbahnausbesserungswerk aufgegeben wurde, verließen viele jüngere Personen dies Gebiet und zurück blieben die Älteren, und Personen mit Migrationshintergrund und Auswanderungsgeschichte zogen hinzu. Dies veränderte das Sozialgefüge dieses Gebietes erheblich. Soziale Strukturen brachen zusammen und neue konnten sich nicht entwickeln. Das gilt insbesondere für die ältere Generation, die auf Grund einer zunehmenden Immobilität vereinsamt. Viele sind auf Hilfen angewiesen, von der sie nichts erfahren oder die sie sich nicht leisten können. Der rein ehrenamtliche Verein Gelingen e.V., mit seinem Schwerpunkt der Seniorenarbeit wird von diesen Zielgruppen im Stadtzentrum nicht frequentiert. Geschichtlich gewachsene und soziale unsichtbare Grenzen bilden Hemmschwellen, die es zu überwinden gilt. Von daher bedarf es eine Ausweitung der bestehenden Angebote auf diese Gebiete, um den Menschen dort zu begegnen, wo sie leben.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Lingen Stadtmitte - Goosmanns Tannen -Stroot
Beschreibung
Stadtgebiet mit dem bereits bestehenden "Stammhaus" Ge-Lingen e.V. ( Wilhelmstrasse- Konrad - Adenauer-Ring, Kaiserstraße - Haselünner-Str.) Strootgebiet: Kaiserstrasse - Kiesbergstrasse - Frerener Straße - Georgstraße) Goosmanns Tannen: Haselünner Strasse . Schwarzer Weg - Delp Strape - Kardinal von Galen- Straße
Einwohnerzahl
8000
Quelle / Anmerkungen
Stadt Lingen, allgemeine Strukturdaten (https://www.lingen.de/rathaus_und_buergerservice/zahlen_und_daten/strukturdaten/allgemeine_strukturdaten.html)( Anhand der Alterspyramide geschätzt).
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
14
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
30
Sonstige in Prozent
54
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
20
Projektgebiet in Prozent
45
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
6
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
14
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
17
Projektgebiet in Prozent
38
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
17
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
6
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
6
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Primärer Handlungsschwerpunkt unseres Projektes ist die Entwicklung der sozialen Aktivität sowie die Förderung sozialer Infrastrukturen im Quartier. Durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit werden zunächst interessierte Bewohner/-innen im Quartier angesprochen und bei dem Aufbau der sozialen Anlaufstellen durch eine Fachkraft begleitet. Dabei wird besonderer Wert auf den Erhalt und die Entwicklung bestehender Ressourcen und Bedürfnisse der Bewohner/-innen und Aktiven vor Ort gelegt. Gemeinsam erarbeitet und umgesetzt werden sowohl kommunikative, bildungspolitische und lebenspraktische Angebote für Bewohner der jeweiligen Quartiere. Dabei wird Wert auf die interkulturelle Zusammenarbeit gelegt. Hierzu können gehören: Wöchentlicher multikultureller Mittagstisch, regelmäßige Veranstaltungen der Gesundheits,- Freizeit und Bildungsförderung. Dabei werden die Handelnden u.a. vom Stammhaus „Gelingen e.V.“ im Sinn „Ehrenamt unterstützt Ehrenamt“ gefördert. Ziel ist eine Verbesserung der Lebensqualität insbesondere für ältere Bewohner/-innen des jeweiligen Quartiers. Die Anlaufstelle wird als offener Treffpunkt gestaltet. Mit seinen wiederkehrenden Angeboten wird sie als Kommunikationsbrücke zwischen kulturellen, ethnischen und sozialisatorischen Unterschieden genutzt, um Vorurteilen und Stigmata entgegenzuwirken. Mit dem Angebot „ Wir helfen Bedürfigen“ werden gezielt Personen mit dem Wunsch nach praktischen Hilfeleistungen angesprochen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Lingen, Landkreis Emsland, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Lingen, Service - Demenzzentrum des Landkreises Emsland, Kinder - und Jugenparlament, Seniorenbeirat der Stadt Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Theaterpädagogisches Zentrum, Musikschule Emsland(Lingen),
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Christophorus - Werk Lingen e.V., Aids - Hilfe Lingen e.V., AWO (Abendteuerspielplatz ), Stadtteiltreff Stroot, DRLG Lingen, Caritas Suchtberatung, Maltheser Hilfsdienst, Deutsches Rotes Kreuz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrativer Verein für Sozialmedizin e.V. , Afrikanischer Frauen e.V., Skatclub Herzbube Lingen e.V., Schachverein Lingen, Wis_EL (Willkommen im südlichen Emsland)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegedienst Lippert, Mutter - Theresa - Haus, AOK Niedersachsen, DAK, Genial e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Berufsbildende Schulen Lingen, Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V., Volkshochschule Lingen, Gesamtschule Lingen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Meyering Reisen, Sparkasse Emsland, Medicus Wesken Orthopädietechnik,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Osnabrücker Zeitung, EVE TV, Ems - Vechte - Welle, Drehscheibe, Flyer , Plakate,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Daniela de Ridder (MdB), Albert Stegemann (Mdb), Jens Beek (MdB), Christian Fühner (MdL), Johanne Modder (MdL),
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppe Diabethiker, Selbsthilfegruppe Aphasiker
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Interkulturelle Begegnungsstelle Zwischenahn

Ansprechpartner
Deterd Dr. Goeman
Funktion Gemeinnütziger Verein zur Förderung von einkommensschwachen Personen mittels Spenden
Mittels der interkulturellen Begegnungsstelle soll eine Anlaufstelle vor Ort mit Kümmerer, Vernetzungs-, Beratungs- und Vermittlungsfunktion geschaffen werden.
Projektbeschreibung
Die interkulturelle Begegnungsstelle ist einerseits als Anlaufstelle für die zurzeit etwa 540 Geflüchteten (Neubürger) aber andererseits auch für andere Personen, die der Hilfe bedürfen, vorgesehen. Die Flüchtlinge stammen aus Syrien, Irak, Afghanistan, Libanon, Somalia und anderen Herkunftsländern und sind in der Landgemeinde Zwischenahn dezentral in etwa 90 Unterkünften untergebracht. Die Betreuung in den einzelnen Unterkünften ist sehr personalaufwendig. In Zukunft sollen daher die Betreuten Zuwendung in der interkulturellen Begegnungsstelle erhalten können. Die Hilfsfunktionen der ehrenamtlichen Helfer der Zwischenahner "Integrationshilfe" sind komplementäre Aktivitäten zu den Fürsorgeleistungen der Gemeindeverwaltung und der des Landkreises Ammerland. Durch die dezentrale Unterbringung sind zwar Parallelgesellschaften vermieden worden, aber dennoch verlangt an mehreren Stellen in der Gemeinde die gelegentliche Konfliktlösung zwischen jungen Leuten oder innerhalb der Familien besondere Aufmerksamkeit. Die interkulturelle Begegnungsstelle soll dazu beitragen, insbesondere das strukturelle Missverhältnis der Zahlen der Betreuer zu den Betreuten zu mildern, so dass jeder, der der ehrenamtlichen Betreuung bedarf, diese auch erhalten oder vermittelt bekommen kann. In der kulturellen Begegnungsstelle sollen in Zukunft Lösungen für Gruppen mit gleichgelagerten Problemen erarbeitet werden. Ein großes Anliegen ist der Aufbau einer Gemeinschaft des Kennenlernens. Dabei soll durch gemeinsame Aktivitäten erreicht werden, dass Vertrauen aufgebaut und Ängste vor dem Fremden und der neuen Umgebung abgebaut werden. Es wird Aufgabe der Begegnungsstelle sein Begegnungen der Neubürger mit der einheimischen Bevölkerung zu organisieren und dafür die entsprechenden Kontakte insbesondere zu den örtlichen Vereinen und Institutionen herzustellen. Die Räumlichkeiten der Begegnungsstelle sollen einen Büroraum und einen größeren Raum für Veranstaltungen umfassen. Es soll eine sprachkundige permanente Hilfe gewonnen werden, die zusammen mit der Leitung des Vereins Dialog Zwischenahn, die Mitwirkung der Ehrenamtlichen organisiert. Es wird weiterhin angestrebt, in einer Art Tandem eine Zusammenarbeit mit einer Sozialhilfskraft der Gemeinde zu erreichen. Dadurch sollen auftretende soziale Probleme kompetent gelöst werden. Die Begegnungsstelle wird für die Auszubildenden, die auf Schwierigkeiten in der Berufsschulausbildung stoßen, nach Möglichkeit kompetente Nachhilfe vermitteln.
Ausgangslage
Die Gemeinde Bad Zwischenahn umfasst ein sehr weitläufiges Gebiet mit 18 Bauernschaften in dem dezentral 540 Flüchtlinge aus Syrien, Irak, Afghanistan, Libanon, Somalia und zukünftig sicher auch weiteren Afrikanischen Herkunftsländern dezentral in 90 Unterkünften z. T. mit mehreren Wohnungen untergebracht sind. Die Bildung einer Parallelgesellschaft ist dadurch weitgehend vermieden worden. Aber es zeigt sich, dass der 2015 sich locker formierte Kreis von ehemals 70 engagierten ehrenamtlichen Bürgern als "Integrationshelfer" auf rd. 30 Personen sich verringert hat. Dadurch ist ein strukturell zahlenmäßiges Mißverhältnis zwischen den Flüchtlingen mit ihren Problemen und der Zahl der Integrationshelfer, die Probleme behandeln können, entstanden. Es verdichtet sich der Eindruck, dass der Betreuungsbedarf nicht mehr sinnvoll abgedeckt werden kann und teilweise unterbleibt. Die Betreuungs- bzw. Begleitungsaufgaben sind überdies seit 2015 in einem Wandel begriffen. Die Zwischenahner Integrationshilfe der Ehrenamtlichen umfasst heute: - Hilfe bei der Wahrnehmung der angebotenen Sprachkurse - Begleitung zu Arztbesuchen - Vermittlung von Informationen zur Ausbildung in Deutschland - Organisation von Betriebsbesichtigungen, Berufsschulbesuch, Praktika - Vermittlung von Nachhilfe in Deutsch und bei Defiziten in der Berufsschule - Vermittlung der Erwartungen unserer Gesellschaft, über soft skills, z. B. Sauberkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, die Gleichberechtigung der Frau, Toleranz gegenüber anderen Religionen - Vermittlung demokratischer Werte, politische Bildung - Erklärung deutschen Verwaltungshandels und unseres Sozialsystems, dafür Verständnis zu wecken.
GWA/QM-Ansatz
Durch die interkulturelle Begegnungsstelle als zentrale Anlaufstelle und Ort für gesellschaftliche Kontakte mit der Bevölkerung der Gemeinde Zwischenahn sollen vorhandene Vorbehalte gegenüber Neubürgern mit Migrationshintergrund abgebaut werden. Durch das Aktivitätsprogramm der interkulturellen Begegnungsstelle werden Gelegenheiten geboten, dass man sich gegenseitig kennenlernt. Durch die Vermittlung von Bürgerschaftsregeln und "soft skills" ist steigende Akzeptanz bei der Bevölkerung für die Neubürger aus Ländern mit völlig abweichenden Lebensgewohnheiten zu erwarten. Etwaige auftretende Meinungsverschiedenheiten können durch den Einsatz der Integrationshelfer geschlichtet werden. Dabei helfen Initiativen der Flüchtlinge durch Beteiligung an den Gemeindefesten, musikalischen Darbietungen, Einladungen zur Verkostung von typischen Speisen ihrer Herkunftsländer und bei zunehmender Kompetenz in deutscher Sprache, die von Integrationshelfern gefördert wird, ist auch der Übergang zu Vortragsveranstaltungen möglich.

Dialog- und Kompetenzzentrum Brücke der Kulturen

Ansprechpartner
Dilek Boyu
DuK - Brücke der Kulturen
Projektbeschreibung
Es ist ein Herzensanliegen unseres herkunfts- und kulturübergreifenden Verbundes Brücke der Kulturen Hildesheim e.V. mit seinen vielfältigen Mitglieds- und Kooperationspartner*innen, in Hildesheim gemeinsam ein „Dialog- und Kompetenzzentrum Brücke der Kulturen“ für generationsübergreifende und interkulturelle Aktivitäten zu schaffen. Der vielfältige Ansatz des Zentrums ist einzigartig in Hildesheim: Das Zentrum soll zum einen die Begegnung der Vielfalt der Kulturen in Hildesheim und Umgebung fördern und zum anderen soziokulturelle und migrantische Vereine in ihrer ehrenamtlichen Migrations- und Kulturarbeit stärken. Mit dem Zentrum werden die Vereine mit ihrer ehrenamtlichen Arbeit sichtbarer werden und bedarfsgerechte, flexible Unterstützung im Bereich ihres selbstorganisierten, ehrenamtlichen Engagements bekommen. Gleichzeitig werden die vielfältigen Angebote im Zentrum ein wichtiges Zeichen der Teilhabe und des Teilseins in der Hildesheimer Stadtgesellschaft setzen. Das Zentrum wird somit durch die Stärkung der soziokulturellen und migrantischen Vereine die soziale und kulturelle Infrastruktur in Hildesheim fördern und als Ausgangspunkt für zivilgesellschaftliche Ideen und der verantwortlichen Umsetzung zur Verbesserung der Lebensqualität in Hildesheim beitragen. Mit dem „Dialog- und Kompetenzzentrum Brücke der Kulturen“ wollen wir in Hildesheim ein Forum schaffen für die Entwicklung vielfältiger Ausdrucksformen verschiedener und kollektiver Kulturerfahrungen und -geschichten, Interessen und Lebensweisen. Mit dem angestrebten Zentrum soll somit auch jenseits der „Willkommenskultur“ eine Normalität im Stadtleben Hildesheims praktiziert werden, in der Diversität einen festen Platz hat und Selbstorganisation gefördert wird. Das Zentrum soll allen Menschen offenstehen und ein gemeinschaftlicher Ort der Kulturen und der Vielfalt sein. Im Mittelpunkt sollen dabei Angebote stehen, die kultur- und generationenübergreifende Begegnungen zwischen Menschen ermöglichen und ein Interesse für ein Miteinander schaffen, z.B. durch die gemeinsame Entwicklung und Durchführung von Projekten. Darin ist unser Verbund bereits geübt und unsere ausführliche Website vermittelt einen guten Eindruck von der Vielfältigkeit und Einzigartigkeit der Projekte und Maßnahmen unserer bunten Brücke-Community: www.bruecke-der-kulturen.de
Ausgangslage
In Hildesheim gibt es eine große Anzahl soziokultureller und migrantischer Vereine, die mit ihrem unerlässlichen ehrenamtlichen Engagement seit Jahrzehnten einen unersetzbaren Beitrag zum kulturellen und gesellschaftlichen Leben vor Ort leisten. Viele dieser Vereine gehören zu unseren Mitglieds- und Kooperationspartner*innen. Wir erleben daher wie vielfältig die ehrenamtliche Arbeit der Vereine ist: sie vermitteln als Brücke zwischen ihren eigenen Communities und der Gesamtgesellschaft und sind unverzichtbare Dienstleister*innen in wichtigen gesellschaftlichen Handlungsfeldern. Leider erfährt diese kontinuierliche Arbeit bisher kaum Unterstützung; den Vereinen fehlt dadurch die entsprechende Förderung zur Professionalisierung ihrer Arbeit. Besonders herausfordernd ist der Mangel an Räumlichkeiten für die Umsetzung ihrer Angebote. Was ihnen fehlt, ist ein Ort an dem sie dieses freiwillige Engagement verwalten und professionalisieren können. Eine gemeinsame Anlaufstelle, die gleichzeitig ein Ort der Solidarität, des Dialogs, der Förderung von Talenten, Kompetenzen und gegenseitigem Empowerment ist. Unser Verbund plant daher ein „Dialog- und Kompetenzzentrums Brücke der Kulturen“ in Hildesheim um diese Bedarfe nachhaltig zu decken. Zudem soll das Zentrum ein Forum zur Auslebung vielfältiger Kulturformen bieten, der zugleich der breiten Öffentlichkeit offen steht. Hier können sich Menschen über die verschiedenen Kulturen und Lebensweisen informieren und diese aktiv erleben. So soll das Interesse am Miteinander gefördert, Vorurteile überwunden und der interkulturelle Dialog gestärkt werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Der ca. 880 ha große statistische Bezirk Nord mit Steuerwald liegt am nördlichen Stadtrand der Stadt Hildesheim. Sie erstreckt sich im Norden bis zu den Gemeinden Harsum und Giesen, im Süden bildet im Wesentlichen die in Ost-West-Richtung verlaufende Bahntrasse die Grenze. Im östlichen Bereich schließt die Nordstadt an den Stadtteil Drispenstedt an. Hier wird sie vom Kennedydamm, der B6 und dem Hottelner Weg begrenzt. Der nördlich daran anschließende Flugplatz liegt ebenfalls in der Nordstadt. Im Westen wird der statistische Bezirk Nordstadt mit Steuerwald – angrenzend an den Stadtteil Himmelsthür – im Wesentlichen von der Innersten begrenzt.
Einwohnerzahl
10231
Quelle / Anmerkungen
(Stand Ende 2016)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Eine Ausnahme ist gegeben, da es trotz des Förderprogramms noch immer einen hohen Bedarf an Begegnungsorten im Stadtteil gibt, in denen Menschen in all ihrer Diversität selbst aktiv werden können und die sie mitgestalten können. Oftmals sind beispielsweise Menschen mit eigener und familiärer Zuwanderungsgeschichte lediglich als Teilnehmende in bestehenden Angeboten mitgedacht, nicht jedoch aktiv in deren Entwicklungs- und Gestaltungsprozess involviert. Daher ist die Akzeptanz und Identifizierung mit diesen gering. Durch die Vielfalt der Akteur*innen, die in unserem Verbund vertreten sind und die jeweils über gute Zugänge zur vielfältigen Stadtbevölkerung verfügen, können wir diesem Bedarf entgegenwirken. Diese Vielfalt ist das Alleinstellungsmerkmal der Brücke der Kulturen Hildesheim e.V.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept – Nördliche Nordstadt, S. 21
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept – Nördliche Nordstadt, S. 21
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept – Nördliche Nordstadt, S. 22
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Integriertes Stadtentwicklungskonzept – Nördliche Nordstadt, S. 22
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Vorhaben verfolgt einen partizipativen, aktivierenden und vernetzenden Ansatz, der auf der vorhanden Gemeinwesenarbeit aufbaut und die soziale Infrastruktur vor Ort weiter stärkt. Im Rahmen des Vorhabens DuK Brücke der Kulturen sollen unsere Mitglieds- und Kooperationspartner*innen mit den notwendigen räumlichen Ressourcen ausgestattet werden, um ihr selbstorganisiertes Engagement weiter zu professionalisieren und zielgruppenorientierte Angebote durchführen. Bei Bedarf werden diese in Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren aus dem Stadtteil erweitert bzw. neue Angebote geschaffen. Alle Interessierten haben die Möglichkeit, sich aktiv an der Gestaltung der Inhalte des Zentrums zu beteiligen. Damit stärken wir die Akzeptanz und die eigene Identifikation mit dem Zentrum. Gleichzeitig fördert das DuK auf diese Weise und mit seinem kultur- und generationenübergreifenden Charakter den interkulturellen Dialog, das Miteinander im Stadtteil und darüber hinaus die gegenseitige Akzeptanz. Die Angebote des Zentrums verfolgen auf diese Weise auch einen präventiven Ansatz, um zukünftigen Konflikten vorzubeugen und neue gesellschaftliche Perspektiven aufzuzeigen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bestehende Formen der Selbstorganisation gestärkt werden, neue Formen gefördert, gleichberechtigte Teilhabe und Mitgestaltung stattfinden.
Beschreibung
die Kompetenzen, Talente und individuellen Ressourcen der Menschen vor Ort in die Entwicklung eingebracht werden; die Teilhabe vielfältiger Akteure und Menschen aus der Umgebung gefördert und als Bereicherung verstanden wird.
Beschreibung
im Zentrum verschiedene Menschen und Gruppen gemeinsame Projekte auf den Weg bringen, sich gegenseitig mit Toleranz und Offenheit begegnen, sie sich herkunfts- und kulturübergreifend in die Gestaltung und Angebote des Zentrum einbringen können.
Beschreibung
die Bewohner*innen und Teilnehmenden in die Gestaltungsprozesse eingebunden sind, ihre Meinungen als Expert*innen anerkannt werden und ihre regelmäßige und aktive Beteiligung als Maßstab für die Umsetzung des Vorhabens gilt.
Beschreibung
die Vernetzung der im Zentrum beteiligten Akteure mit anderen zentralen Akteuren der Gemeinwesenarbeit im Stadtteil und der Kommune aufgebaut und gestärkt wurde für eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe und um Synergieffekte sinnvoll zu nutzen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Alevitische Gemeinde in Hildesheim und Umgebung e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Atatürk Kültür Dernegi e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsch - italienische Gesellschaft Hildesheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsch - russischer Kulturverein Hildesheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
EL PUENTE e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Farih Gym Kampfkunst e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Internationales Kulturwerk zur Förderung einer demokratischen Entwicklung für Farssi sprechender Völker e.V. (IKW e.V.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mala Ezidya für Hildesheim und Umgebung e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sudanhaus in Hildesheim (i. G.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tamilischer Kultur und Sportverein e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Vanakkam Thamilar Hildesheim (i.G.)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Verein Hildesheimer Sinti e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IberoLatinoCultural - Spanisch und Portugiesisch sprechende Völker
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Deutsches Rotes Kreuz Kreisverband Hildesheim-Marienburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ländliche Erwachsenenbildung in Niedersachsen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nordstadt.Mehr.Wert e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Maluki
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Begegnungsstätte Treffer - Diakonie Himmelsthür
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendhaus Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Go 20 Nord/Timo e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kaleidoskop e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete "betreuen und wohnen"
Typ
Stadtteil
Galerie
bruecke foto gemeinsam
Zustimmung Veröffentlichung
On

Nachbarschaftsfabrik Neuland - ein soziokulturelles Zentrum für Winsen

Ansprechpartner
Sven Dunker
Organisation Reso-Fabrik e.V.
Funktion Dipl. Soz.-arbeiter
Aufbau einer GWA als methodenintegrierendes Arbeitsprinzip, um in einem heterogenen Projektgebiet Nachbarschaftsstrukturen zu entwickeln und darüber Zugänge zu niedrigschwelligen sozialen Hilfen zu erleichtern.
Projektbeschreibung
Im Gebiet der Grundschule "Alte Stadtschule", leben ca. 4200 Menschen aus 64 Nationen. Ca. 50% haben einen Migrationshintergrund. Zusätzlich ziehen geflüchtete Familien und junge Familien mit Migrationshintergrund in die Bereiche der Mehrfamilienhausriegel. Parallel dazu leben vermehrt ältere Alleinstehende in dem Gebiet - ca. 28 % der Bewohner sind über 60. Fachkreise berichten von einer Zunahme von nicht konformen Rechtsauffassungen in bestimmten Familienstrukturen. Ein Hochhausbereich wurde 2009 in das Programm "Soziale Stadt" aufgenommen. Dort konnten trotz schwieriger Immobilienbesitzverhältnisse stabilisierende, Bewohner getragene Strukturen aufgebaut werden. Das Projekt “Nachbarschaftsfabrik” nutzt die in dem Teilgebiet gewonnenen Erfahrungen und erweitert sie auf das Gesamtgebiet. Die Nachbarschaftsfabrik "produziert" Nachbarschaft: Konkrete individuelle Hilfen, Angebote für Interessensgruppen und die Entwicklung des Stadtteils durch soziokulturelle Angebote, Lebensfreude für den Einzelnen und eine positive Nachbarschaftsstruktur. Mit dem Begriff "Nachbarschaftsfabrik" wird der ortsbekannte Name "Reso-Fabrik" entlehnt und das "Produktive" in den Mittelpunkt gestellt. Man kann sich die geplante Nachbarschaftsfabrik auch als Mischung von Tante Emma Laden, Café, Bürgerbüro, Versammlungsraum und Konzertbühne vorstellen. Die ehemalige Maschinenfabrik im Neulander Weg bietet ideale Voraussetzungen für eine Entwicklung von soziokulturellen Angeboten (Aufwertung des Lebensmittelpunkts) und gleichzeitig einen Anziehungspunkt über das Gebiet hinaus: “Heute gehen wir in die Nachbarschaftsfabrik und packen an!”. Das “Angebotspalette” von GWA (persönliche Ansprache, Beratung/Vermittlung zu weiteren Hilfsangeboten, Vernetzung und Förderung der Selbsthilfe) bekommt durch die Nachbarschaftsfabrik ein niederschwelliges und attraktives Zuhause. Die Produktauswahl ist breit gestreut und hält u.a. Folgendes bereit: >Kartoffeln, Gemüse, Fleisch - Lebensmittel der Harburger Tafel >Kaffee und Kuchen - im Reso-Café >Glühbirnen wechseln, Einkaufsbegleitung etc. - Nachbarschaftsprojekt „Die Abräumer“ >Beratung - am Alltag orientiert, als "Clearing-Stelle" des Unterstützungsbedarfs >Beteiligung - Bewohnerrat >Räume für Interessens- und Bewohnergruppen und für Familienfeiern >Konzerte und Kulturprojekte - z.B. “Über den Tellerrand - Köch*innen aus aller Welt” >Sehen und gesehen werden - Nachbarn, Freunde, Bekannte treffen in der Nachbarschaftsfabrik.
Ausgangslage
Das Projektgebiet weist eine interkulturelle Bewohnerstruktur (64 verschiedene Nationalitäten) mit unterdurchschnittlichem Einkommen auf. Zusätzlich ziehen geflüchtete Familien in die bereits belasteten Wohngegenden und junge Familien mit Migrationshintergrund in die Bereiche der Mehrfamilienhausriegel. Damit finden dort zwei gegenläufige Entwicklungen statt: Parallel zu dieser Verjüngung leben vermehrt ältere, alleinstehende deutsche Bewohner in den angrenzenden Einfamilienhäusern und kleinen Wohnungen. Nach Aussage des LK Harburg werden hier relativ viele Hilfen nach § 27 ff SGB VIII verfügt: Familienhilfen bei jungen Familien mit Kleinkindern und Erziehungsbeistandschaften für Kinder und Jugendliche, die durch ihr Verhalten die Anforderungen in Kindergarten und Schule nicht erfüllen können. Damit besteht die Gefahr, dass sich innerhalb des Projektgebietes bestimmte Wohnbereiche abgrenzen und "ghettoisieren". Weitere Probleme sind: Nicht konforme Rechtsauffassungen, insbesondere bei den MigrantInnen, die bereits langjährig in Deutschland leben, erheblicher und wiederkehrender Beratungsbedarf im Bereich Mietrecht/Mietschulden und bzgl. der wirtschaftlichen Situation. In dem Gebiet gibt es einige, auf bestimmte Zielgruppen spezialisierte Einrichtungen sozialer Hilfen, auch in der Reso-Fabrik e.V. gibt es bereits unterschiedliche Angebote. Mit dem Aufbau der GWA/der "Nachbarschaftsfabrik Neuland" könnten diese Projekte besser aufeinander abgestimmt und Strukturen und Netzwerke geschaffen werden, um die unterschiedlichen Akteure in dem Gebiet zusammen zu bringen und eine möglichst bedarfsgerechte und bewohnernahe Infrastruktur aufzubauen und zu pflegen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Winsen (Luhe), Einzugsgebiet "Alte Stadtschule"
Beschreibung
Der Einzugsbereich der Grundschule "Alte Stadtschule" ist ein heterogenes Projektgebiet in der eher ländlich geprägten Mittelstadt Winsen (Luhe). Einfamilienhausbebauung, Mehrfamilienhausriegel bis hin zu zwei Hochhausbereichen, von denen einer 2009 in das Programm "Die Soziale Stadt" aufgenommen wurde. Ebenso heterogen ist die Bewohnerschaft dieses Stadtgebiets: Bewohner aus 64 verschiedenen Nationen, ca. 50% haben einen Migrationshintergrund. Im Projektgebiet befindet sich die Grundschule "Alte Stadtschule", das Jugendzentrum "EGON's". Des weiteren gibt es hier, die AWO mit den Beratungseinheiten für Familien, Senioren und Flüchtlinge, die Diakonie mit ihren Beratungsangeboten, einen Bäcker und ein Lebensmittelgeschäft, außerdem eine Post und drei gewerbliche Unternehmen. Das Projektgebiet umfasst nahezu das gesamte Einzugsgebiet der Grundschule "Alte Stadtschule" und bezieht die Bewohner von 28 Straßen ein. Im Kerngebiet liegen die Straßen Albert-Schweitzer-Str., Birkenweg, Bogenweg, Brahmsallee, Dorotheenstr., Eckermannstr., Einsteinstr., Ernststr., Große Gänseweide, Humboldtweg, In den Twieten, Kefersteinstr, Lerchenweg, Mozartstr., Neulander Weg, Niedersachsenstr., Oderstr., Pestalozzistr., Röntgenstr., Rosenstr., Rote-Kreuz-Str., Schanzenring, St.-Georg-Str. und Uhlenbusch. In einem direkt angrenzenden Gebiet liegen die Straßen Friesenweg, Wikingerweg, Bleiche und die Alte Feuerwache.
Einwohnerzahl
4200
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
In dem Projektgebiet liegt eines der kleinsten Programmgebiete für Soziale Stadtentwicklung in Niedersachsen. In dem Soziale-Stadt-Gebiet, dem Albert-Schweitzer-Viertel, leben ca. 500 der 4200 Bewohner des gesamten Projektgebiets. Durch die Arbeit des QM, die seit 2009 ebenso von der Reso-Fabrik e.V. durchgeführt wird, konnten kleinräumige Strukturen mit den entsprechenden Ansätzen aufgebaut werden. Insbesondere auf dem Hintergrund dieser Erfahrungen erfolgte die Entscheidung, dass eine Übertragung der Erfahrungen und Methoden im Rahmen von GWA auf ein erweitertes Projektgebiet sinnvoll ist und damit Synergieeffekte für den Projektverlauf zu erwarten sind. Um diesen Transfair an Erfahrungen auf das Modellprojekt zu sichern, ist beabsichtigt, dass der Quartiersmanager als GWAler in die Nachbarschaftsfabrik wechselt. Das QM Soziale Stadt wird durch einen anderen Mitarbeiter/in weitergeführt.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe)
Projektgebiet in Prozent
46
Gesamtstadt in Prozent
19
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Einwohnermeldeamt Stadt Winsen (Luhe) die Zahlen der Ausländer und der Einwohner mit doppelter Staatsbürgerschaft und geschätzte Zahl der Bewohner, die die deutsche Staatsbürgerschaft angenommen haben.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Jobcenter LK Harburg (ausschließlich)
GWA/QM-Ansatz
Grundlage des Arbeitsansatzes ist, dass Gemeinwesenarbeit als Arbeitsprinzip verstanden wird, wobei durchaus unterschiedlichste Methoden aus anderen Arbeitsfeldern integriert und entsprechend der Bedürfnisse der Bewohner des Projektgebiets umgesetzt werden. Mit dem Aufbau der GWA/der "Nachbarschaftsfabrik Neuland" sollen Verbindungen geschaffen und Strukturen und Netzwerke geknüpft werden, um die diversen Akteure in dem Gebiet zusammen zu bringen und ihnen so die Möglichkeit zu bieten sich im Sinne der Sache zu Projektpartnern und Mitgestaltenden zu entwickeln. Darüber hinaus sollen über niedrigschwellige und unbürokratische Beratung die Zugänge zu sozialen Hilfen erleichtert und alltagspraktische Angebote ermöglicht werden. Probleme des Alltags hindern Bewohner des Projektgebiets oft daran, sich in die Belange des Stadtteils einzumischen. Lebensfreude und kulturelles Erleben als Grundbedürfnisse menschlichen Daseins sollen deshalb gefördert werden. Soziokulturelle Angebote können das Projektgebiet als Lebensmittelpunkt aufwerten und auch andere Akteure ins Gebiet hineinziehen. Die Nachbarschaftsfabrik Neuland bietet auch Einrichtungen, die zu Themen wie Gesundheitsförderung, Bildung, Erziehung, Umgang mit Finanzen/Schulden, Wohnen, Arbeit und Ausbildung, Leben im Alter, Ernährung, Frühe Hilfen und kulturelles Erleben arbeiten die Möglichkeit dichter an die Bewohner heranzurücken und ihre Themen damit unmittelbarer anzubringen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es treffen sich regelmäßig mind. zwei Interessengruppen aus dem Projektgebiet in den Räumen der Nachbarschaftsfabrik.
Beschreibung
Der Name des Projekts ist den Bewohnern bekannt und wird positiv besetzt.
Beschreibung
Die Angebote des Projekts werden nachgefragt und es wird Einfluss auf deren Ausgestaltung genommen.
Beschreibung
Es können sich Traditionen bilden und über die Modellprojektphase hinaus erhalten werden.
Beschreibung
Die Ziele des Projekts werden von den Bewohnern erkannt und als wichtig erachtet.
Beschreibung
Über das Projekt kann eine Atmosphäre entwickelt werden, in der die Bewohner sich für ihre Nachbarschaft einsetzen.
Beschreibung
Verwaltung und Politik stehen dem Projekt offen und interessiert gegenüber.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Grundschule "Alte Stadtschule"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TSV Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum EGON's
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Afrikanische Gemeinde e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gruppe der russischsprachigen Frauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Harburger Tafel e.V., Zweigstelle Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lutherische Kirche St. Marien
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbüro Stadt Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt LK Harburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderarztpraxis Weyher
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Lions Club Winsen (Luhe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohnerinnen und Bewohner des Projektgebiets
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Kindertagesstätte
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sazunterricht Akgüc
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arabischunterricht Herr Baydoun
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frauengruppe der Kontaktstelle für Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reso-Fabrik e.V., Jugendsozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reso-Fabrik e.V., Kontaktstelle für Integration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reso-Fabrik e.V., ProAktivCenter
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reso-Fabrik e.V., Ambulante Hilfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reso-Fabrik e.V., Team des Reso-Cafés
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Kreisverband Harburg-Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Quäker-Häuser gemeinnützige Gesellschaft für Soziale Arbeit mbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Raus aus den Schulden e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk der Ev.-luth. Kirchenkreise Hittfeld und Winsen/Luhe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK-Kreisverband Harburg-Land e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Abräumer
Typ
Stadtteil
Galerie
planung nachbarschaftsladen neuland
img 8625
a. s. viertel 03 2
albert  schweitzer viertel 006
albert  schweitzer viertel 004
albert  schweitzer viertel 024
a. s. viertel 03 11
albert  schweitzer viertel 050
albert  schweitzer viertel 036
cimg0407
img 2297
dez. 09 163
reso fabrik 06.09 011
spielplatzolympiade 2012 2
spielplatzolympiade 2012 39
Zustimmung Veröffentlichung
On

Frauen(t)räume - Räume für Frauen

Ansprechpartner
Monika Rietze
Funktion Bildungsmanagerin
(Selbstverwaltete) Räume zur Begegnung, Beratung und Bildung für (geflüchtete) Frauen
Projektbeschreibung
Das Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld im Celler Stadtteil Vorwerk erfährt derzeit erhebliche Veränderungen in der Bewohnerschaft furch den Zuzug neuer Familien. Hier leben z.B. die meisten geflüchteten Frauen und Mädchen. Es geht darum, (selbstverwaltete) Räume zur Begegnung, Beratung und Bildung zu schaffen, um sie und andere Frauen in Gesellschaft und Erwerbsarbeit zu integrieren.
Ausgangslage
Der Stadt Celle sind bis dato ca. 1.000 geflüchtete Menschen zugewiesen worden. Mit dem erwarteten Familiennachzug kann sich diese Zahl um gut 50 % erhöhen. Bisher ist es der Stadt gelungen, das Zusammenleben der verschiedenen Kulturen weitestgehend konfliktfrei zu gestalten. Dies liegt an der Schaffung städtischer Strukturen (Zentrale Anlaufstelle und Bildungsmanagement als Teil einer Celler Zuwanderungsagentur), bereits vorhandener Stadtteilmanagements für acht Stadtteile sowie an dem hohen Engagement motivierter Ehrenamtlicher. Durch den Zuzug von geflüchteten und anderen Mitbürger/innen ergeben sich jedoch (so im Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld) neue Herausforderungen, den sozialen Zusammenhalt zu sichern und die gesellschaftliche Teilhabe zu fördern. Geflüchtete Frauen sind aufgrund ihres Geschlechts im Heimatland, auf der Flucht und im Ankunftsland oft zusätzlichen Gefahren ausgesetzt (Vergewaltigung als Kriegswaffe; häusliche Gewalt). Zudem sind sie bei der Integration in den Erwerbsarbeitsmarkt und der Nutzung von Bildungsangeboten häufig aufgrund der Position in der Familie und der Betreuungssituation bezüglich der Kinder benachteiligt. Festzustellen ist, dass "für geflüchtete Frauen vor allem der Zugang zu den entsprechenden Institutionen eine Barriere darstellt" (BAMF-Kurzanalyse 1/2017). Sie bedürfen daher besonderer Beachtung und Integrationsbemühungen. Auf der anderen Seite haben Frauen in Krisengebieten Erfahrungen mit selbstverwalteten Strukturen (bspw. Rojava in Syrien). Im Celler Stadtteil Vorwerk - ein Stadtteil mit besonderem Entwicklungsbedarf - leben alleine etwa 60 Frauen und 90 Mädchen mit Fluchterfahrung in einigen wenigen Straßenzügen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle - Stadtteil Vorwerk - Quartier Talweg-Himmelsberg-Nordfeld
Beschreibung
Vorwerker Bach / Mummenhofstraße nach Zusammenführung Hohe Wende und Sprengerstraße
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
47
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung und Einwohnerstatistik Stadt Celle
Projektgebiet in Prozent
73
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
80
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Die Frauen und Mädchen unterstützen, ihr Leben selbstständig so zu gestalten, dass sie ein "gutes" Leben leben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
... die abschließende Evaluation ergibt, dass die Bedarfe (zumindest zum Teil) gedeckt sind.
Beschreibung
... das selbstverwaltete Café regelmäßige Öffnungszeiten hat.
Beschreibung
1. ... die Kooperationspartner/innen im Programm als Durchführende/Leitende zu erkennen sind und 2. eine Darstellung der Vernetzungen im Quartier dichter wird.
Beschreibung
... die abschließende Evaluation ergibt, dass die Lebenszufriedenheit mit dem nachbarschaftlichen Miteinander im Vergleich zum Beginn des Projektes gestiegen ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Celle - Mobile Jugendarbeit und Kinder-Familien- und Jugendhilfe u.a. Fachdienste
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Verbund Sozialtherapeutischer Einrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Arbeiterwohlfahrt Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Psychosoziale Beratungsstelle Landkreis Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Erziehungsberatungsstelle Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SportClub Vorwerk eV
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kreissportbund Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Vorwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Celle
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
unterschiedliche Bildungsträger
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienbildungsstätte FABI
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IHK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HWK
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bundesagentur für Arbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jobcenter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Print- und elektronische Medien Celles; ggf. eigener Newsletter; Menschen im Quartier/Stadtteil/Stadtgesellschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Vorwerk, Rat der Stadt Celle, Jugendhilfe- und Sozialausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohnerinnen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ehrenamtliche
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
weitere Akteur/innen im Feld
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Kontakt- und Beratungsstelle Mühlenberg

Ansprechpartner
Birgit Teschner
Funktion Bereichsleitung
Krisenintervention, Aufbau Anlaufstelle, Integration, Förderung Kommunikation und nachbarschaftlichen Zusammenlebens
Projektbeschreibung
Den problematischen Entwicklungen im hannoverschen Stadtteil Mühlenberg soll mit einem interdisziplinären Nutzungskonzept für ein leerstehendes Gebäude entgegengewirkt werden. Für und mit den BewohnerInnen soll in diesem Gebiet mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eine Anlaufstelle aufgebaut werden, in der unterschiedliche Beratungen (Schuldnerberatung, JobCenter, Integration, EU-Zuwanderung, etc.), ein Betreuungs- und Familientreffpunkt zur Förderung frühkindlicher Bildung und Entwicklung angeboten werden, Integrationsgruppen wie z.B. Erzählcafé oder offener Treff einen Ort finden und Beteiligungsprozesse mit den BewohnerInnen durchgeführt werden. Im Vordergrund steht die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe, der Hilfe zur Selbsthilfe, des bürgerschaftlichen Engagements, der Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme und der Kommunikation der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (sozial und national) im Stadtteil. Das Gebiet Mühlenbrg wurde 2014 vom Land in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Extreme Bevölkerungszuwächse in den Jahren 2015 und 2016 haben die Sozialstruktur besonders in den Wohnanlagen Canarisweg (Hochhäuser) und Teilen des Ossietzkyring so verändert, das zusätzliche Interventionen dringend notwendig sind. Einerseits sollen für die BewohnerInnen aus den genannten Straßenzügen zusätzliche Angebote/Unterstützungen geschaffen werden, um sie vor weiteren Stigmatisierungen zu schützen, gleichzeitig sollen sie und alle StadtteilbewohnerInnen in Integrationsprozesse eingebunden und aktiv beteiligt werden, um das Zusammenleben positiv zu gestalten und die Lebensqualität in diesem Stadtteil zu erhöhen. Der hohe Bevölkerungsanteil mit ganz unterschiedlichen Migrations- und Zuwanderungshintergründen in diesem Gebiet wird als Belastung angesehen und verantwortlich gemacht für Probleme wie z. B. mit Müll im öffentlichen Raum. Die kulturelle Vielfalt kann jedoch auch als Potential positiv genutzt werden. Kommunikation und Austausch sind dafür notwendig, die über Angebote und "Kümmerer" in der neuen Kontakt- und Beratungsstelle am Stauffenbergplatz hergestellt werden sollen. Das vorhandene Quartiersmanagement braucht aufgrund der Größe des Gebietes (72 ha) dringend Unterstützung in diesem Prozess, um eine Balance zwischen den Interessen der engagierten Menschen mit Wohnungseigentum, den "normalen" Mietern im Wohnungsbestand und der Bevölkerung in den tendenziell problematischen Wohnungen im Programm Soziale Stadt zu erzielen.
Ausgangslage
Im Stadtteil Mühlenberg wird seit 2015 das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt umgesetzt, mit dem vorrangig investive Maßnahmen gefördert werden. Ein extremer Bevölkerungszuwachs in den Jahren 2015 und 2016, der in erster Linie durch die Beseitigung von Wohnungsleerständen erfolgte, durch den Familiennachzug von Geflüchteten, die hier ihre erste Wohnung nach der Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften bezogen und durch EU-Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, führen aktuell zu einer besonders angespannten Situation in diesem Gebiet. Zeitgleich konnte die soziale Infrastruktur nicht adäquat ausgebaut werden, sodass Kinderbetreuungsplätze fehlen und in den Schulen nunmehr vom "pädagogischen Notstand" die Rede ist. Vorhandene Vereine und Einrichtungen, die Nachbarschaftsarbeit fördern und Beratungen anbieten sind schon lange an ihre Grenzen gestoßen und können den großen und vor allen Dingen vielfältigen (z. B. sprachlichen) Bedarfen aus der Bewohnerschaft nicht mehr entsprechen. Da diese Situation in der Gesamtbevölkerung des Stadtteils zu großem Unmut führt, Zuschreibungen insbesondere bezogen auf die BewohnerInnen der Hochhaussiedlung am Canarisweg und Teilen des Ossietzkyrings zu einer weiteren Stigmatisierung dieses Quartiers führen, besteht dringender Handlungsbedarf an zusätzlichen Maßnahmen und Interventionen, die das Zusammenleben positiv befördern und den negativen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Dazu brauchen die hier lebenden Menschen Unterstützung, müssen aber gleichzeitig auch aktiviert und beteiligt werden, zur Selbstorganisation ermutigt werden und die etablierte Bevölkerungnd in den Integrationsprozess eingebunden werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mühlenberg
Beschreibung
Bewusst wird die Gebietskulisse für das Progranmm Soziale Stadt auch für diese Landesförderung gewählt, da es nicht nur um Unterstützung der BewohnerInnen in den aktuell extrem stigmatisieten Straßenzügen geht, sondern um eine Problemlösung größtenteils städtebaulich erzeugter Probleme aus 1970er Jahren, die eine Trennung der Bevölkerung links oder rechts der Bornumer Strasse (tiefergelegte Schnellstrasse) zur Folge hatten. Mühlenberger BewohnerInnen beider Seiten werden aber gebraucht, um Integrationsprozesse in diesem Gebiet zu befördern und es muss ein Bewusstsein möglichst vieler Menschen im Stadtteil entwickelt werden, das den unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen eeine gemeinsame Stadtteilidentität ermöglicht.
Einwohnerzahl
7573
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die besondere und aktuell auch sehr brisante Situation am Mühlenberg, auf die in über 20 Presseberichten in den letzten Wochen aufmerksam gemacht wurde, macht es notwendig, hier zusätzlich zum Programm Soziale Stadt Maßnahmen zu ergreifen, um Konflikte abzubauen, Integrationsprozesse zu befördern und die Bewohnerschaft zu stabilisieren. Mit dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt werden überwiegend investive Maßnahmen gefördert, gefragt sind hier aber soziale Kompetenzen, mit denen der soziale Zusammenhalt gestärkt wird und Begegnung und Kommunikation gefördert wird. Der Arbeitsansatz Gemeinwesenarbeit eignet sich hierfür in besonderer Weise. Obwohl die Landeshauptstadt Hannover auch kommunale Mittel zur Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in Gebieten Soziale Stadt einsetzt, sind diese Mittel natürlich begrenzt. Die Bevölkerung im Mühlenberg ist in erster Linie durch eine große Gruppe von EU-Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänien gewachsen und durch Geflüchtete vornehmlich aus dem Irak und Syrien. Um weitere Eskalationen zu vermeiden, besteht dringender Handlungsbedarf auch dieses Bevölkerungsgruppen in die deutschen Regelwerke bzgl. z.B. Bildung und in den Stadtteil zu integrieren. Städtebauliche Probleme und die Qualität des Wohnungsbestandes tragen dazu bei, dass sich die Sozialstruktur im Stadtteil stark verändert hat. Das Gebiet weist überproportional viele Arbeitslose und TransferleistungsempfängerInnen auf. Die Situation dieser Menschen hat wiederum Auswirkungen auf das Quartier. Während in freiwerdende Wohnungen vor allem Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Migrationsgeschichte (Geflüchtete, EU-Zuwanderung) ziehen, die es insgesamt schwerer auf dem Wohnungsmarkt haben, nehmen die stabilisierenden Kräfte zur Selbstorganisation des Stadtteillebens und zur Integration tendenziell ab. Der extreme Bevölkerungszuwachs hat die Veränderung der Sozialstruktur nochmal maßgeblich beeinflusst und führt zu Problemen im Stadtteil, denen jetzt entgegengewirkt werden muss. Die bestehenden Veränderungen der Sozialstruktur betreffen allgemein das gesamte Gebiet, besondere Probleme weisen allerdings der Bereich Canarisweg und Teile des Ossietzkyrings auf. Bereits bestehende Angebote müssen dringend erweitert und durch gezielte Integrationsmaßnahmen ergänzt werden, um auch das Selbsthilfepotential der Bewohnerinnen und Bewohner zu aktivieren. Durch die Stärkung von Mitwirkungs- und Beteiligungsstrukturen sollen sich für die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeiten verbessern, sich für ihre Belange und das Stadtteilleben zu engagieren. Dies umfasst auch die Stärkung von Strukturen der nachbarschaftlichen Selbstorganisation, die zur Stabilisierung des Quartiers beitragen sollen.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
44
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils am gesellschaftlichen Leben im Quartier zu erreichen, schafft GWA Zugänge zu den zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Menschen ist ihr direktes Lebensumfeld sehr wichtig, ihr Quartier, ihr Stadtteil. Genau hier setzt Gemeinwesenarbeit an mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in Stadtteilen zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen. Die Gemeinwesenarbeit der Landeshauptstadt Hannover ist in vier Gebieten mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eingesetzt, in denen ein hoher Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel über ein geringes Einkommen verfügen und/oder Transferleistungen beziehen und viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Nationen leben. Aktuell gehören diese Stadtteile auch zu den Ankommensorten von Flüchtlingen, so wie Mühlenberg. Der Arbeitsansatz der Gemeinwesenarbeit ermöglicht eine unmittelbare und flexible Reaktion auf die sich bewegenden Strömungen und aktuellen Situationen in den Stadtteilen. Vor allem ihr Zielgruppen übergreifender Ansatz ist gut geeignet Brücken zu bauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner aus den Häusern Canarisweg, Ossietzkyring und Leuschnerstraße organisieren sich, formulieren Ihre eigenen Interessen und Bedarfe und vertreten diese z.B. in Stadtteilgremien und/oder der Sanierungskommission.
Beschreibung
Die Kontakt- und Anlaufstelle wird auch von selbstorganiserten Gruppen genutzt, die sich über die Aktivierung durch GWA gebildet haben.
Beschreibung
Die vorhandenen Einrichtungen und Kompetenzen werden in die Umsetzung der Kontakt- und Beratungsstelle eingebunden und durch regelmäßigen Austausch sinnvoll ergänzt. Vorhandene Potentiale von bürgerschaftlichem Engagement neu belebt werden.
Beschreibung
Begegnung und Kommunikation finden zwischen den zugezogenen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und den "Pionieren" (Erstbewohner meist mit Wohneigentum) statt, soziale Unterschiede überwunden, der Stadtteil als gemeinsamer Raum gestaltet.
Beschreibung
Fachbereichsübergreifende Nutzung der Kontakt- und Beratunsstelle funktioniert, weitere Disziplinen (Beschäftigungsförderung, Gesundheit, etc.) zur Problemlösung eingebunden.
Beschreibung
Bestehende Netzwerke vor Ort werden auf ihre Funktionalität bezogen auf die Problemlage geprüft, evtl. verändert und ausgebaut.
Beschreibung
Die unsichtbaren Grenzen des Stadtteils verschwimmen zunehmend, gegenseitiger Respekt, Anerkennung und Toleranz führen zu einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturenund soziale Lagen.
Beschreibung
Anpassung der sozialen Infrastruktur an die Bevölkerungsentwicklung im Mühlenberg besonders in Bezug auf Bildungseinrichtungen (Kta, Schule, Qualifizierungsmaßnahmen, etc.) und Integrationsmaßnahmen.
Beschreibung
Bewusster Umgang mit dem Stadtteil als Ankommensort der Stadt für Geflüchtete und Zuwanderer, deshalb verstärkte dezentrale Integrationsangebote.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Freizeitheim Weiße Rose - Herr Seeberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Koordierungstelle Zuwanderung Osteuropa - Frau Galinat
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Integrationsmanagment - Frau Stolzenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung - Quartiersmanagment, Frau Dieckmann-Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Bereich frühkindliche Bildung/Elterntreffs
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Miteinander für ein schönes Viertel - MSV e.V. Nachbarschaftsarbeit - Frau Schroers, Frau Bleichwehl
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hanova - städtisches Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagement, Frau Koller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
LHH Stadterneuerung, Frau Boss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AG Image
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungskommission Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentren und Kindertagesstätten im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Neue Arbeit GmbH - Herr Willeke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
fairkauf - Filliale Mühlenberg
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Ankommen und Leben in Dodesheide-Ost (Teilprojekt)

Ansprechpartner
Hans-Georg Weisleder
Funktion Leitung Fachdienst Jugend
Niedrigschwellige Beratung und Unterstützung von Zuwandererfamilien im Quartier Dodesheide-Ost
Projektbeschreibung
Das Projekt "Ankommen und Leben in Dodesheide-Ost" wendet sich an neu zugewanderte Familien im Wohnquartier Dodesheide-Ost in Osnabrück. Dadurch soll eine 2012 begonnene Gemeinwesenarbeit im Quartier um die Zielgruppe der Zuwandererfamilien ausgebaut und methodisch durch eine Kooperation mit dem städt. Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement mit einer Ehrenamtsstruktur kombiniert werden. Das Projektgebiet ist gekennzeichnet durch Mehrfamilienhäuser, die bis zum Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück im Jahr 2010 von britischen Soldaten mit ihren Familien bewohnt wurden. Die Wohneinheiten in einfachster Bauweise wurden durch eine überregionale Immobiliengesellschaft vermarktet, was zu einem schnellen Bezug und einer auffälligen Sozialstruktur des Wohngebietes führte. Ergebnis sind Einkommensarmut und ein hoher Anteil Familien mit überdurchschnittlich vielen Kindern. Der Bericht "Soziale Ungleichheit in Osnabrück" identifiziert den Planungsraum Dodesheide-Ost als Sozialraumtyp mit starker Familienprägung, hohem Armutsrisiko und geringen Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche (vgl.: Bildungsbüro Osnabrück / Lernen vor Ort: Soziale Ungleichheit in Osnabrück, 2012). Die Stadt Osnabrück reagierte 2012 auf die veränderte Situation in Dodesheide-Ost mit der Einrichtung einer niederschwelligen Anlaufstelle in einer Wohnung im Quartier, die von der Immobiliengesellschaft zur Verfügung gestellt wurde. Dadurch konnten erste Ansätze einer quartiersbezogenen Gemeinwesenarbeit für Kinder, Jugendliche und Familien durchgeführt werden. Die Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier wird erheblich erschwert durch eine hohe Fluktuation unter den Mietern, u. a. bedingt durch bauliche Mängel in den Wohnungen. Die mangelhafte Bausubstanz ist ein großes Problem für die Mieter. Seit dem starken Zuzug geflüchteter Menschen ab 2015 sind zudem viele Personen (Stand 18.05.2017: 430 Geflüchtete), insbesondere Familien aus Syrien, aber auch weitere Zuwanderer, z. B. aus Bulgarien, nach Dodesheide-Ost gezogen. Seit 2013 hat sich der Anteil nicht-deutscher Staatsangehöriger in Dodesheide-Ost von ohnehin schon überdurchschnittlichen 25,1 % auf 36,3 % (2016) noch einmal deutlich erhöht. Die größte nicht-deutsche Gruppe sind dabei die Syrer mit 341 Personen (73 syrische Familien mit Kindern unter 18 Jahren). Ebenfalls bedeutsam ist die Zahl bulgarischer Familien, die mit 28 (128 Personen) den zweithöchsten Wert nicht-deutscher Familien darstellt.
Ausgangslage
Das Projektgebiet Dodesheide-Ost hat sich in den letzten Jahren zu einem Integrationsquartier mit einer sehr auffälligen Sozialstruktur entwickelt. Der Anteil der einkommensarmen und sozial benachteiligten Bewohner/-innen ist sehr hoch, ebenso die Zahl von Kindern und Jugendlichen: 36 % der Bewohner/-innen haben einen Zuwanderungshintergrund, 56 % der Kinder und Jugendlichen gehören zu einer Familie mit Transferleistungen nach dem SGB II oder dem SGB III. Ab 2015 sind sehr viele Zuwandererfamilien, insbesondere Syrier und Bulgaren, in das Projektgebiet gezogen. Dieses ist aus einem Datenmonitoring bekannt, welches in Osnabrück angesichts der Flüchtlingsströme entwickelt wurde, um sozialraum- und quartiersbezogen Unterstützung zu organisieren. Im Projektgebiet Dodesheide-Ost gibt es bislang kaum Arbeitskontakte mit den Zuwandererfamilien, auch nicht durch die Flüchtlingssozialarbeit, die in Os Flüchtlingsunterkünfte betreut. Um die soziale Integration dieser Zuwandererfamilien zu ermöglichen, ist die Heranführung der Erwachsenen, der Kinder und Jugendlichen an Regelangebote der sozialen, schulischen und kulturellen Infrastruktur (KiTa, Schulen, Vereine usw.) im Wohnumfeld erforderlich. Dieses soll durch eine niedrigschwellige und aufsuchende Beratung im Quartier erfolgen, die um Förderangebote, z. B. Familienfreizeiten, außerschulische Bildungsangebote, und um sozialintegrative Bewohnerfeste, Quartiersveranstaltungen usw. in Kooperation mit Netzwerkpartnern ergänzt wird. Die Betreuung der Zuwandererfamilien und die Nutzung der Netzwerkstruktur soll im Projekt durch die Entwicklung modellhafter integrativer Handlungsansätze von Jugendhilfe und Freiwilligenarbeit erfolgen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Osnabrück, Wohnquartier Dodesheide-Ost
Beschreibung
Bei dem Projektgebiet Dodesheide-Ost handelt es sich um ein Wohnquartier im Stadtteil Dodesheide mit besonders auffälliger Sozialstruktur. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch Mehrfamilienhäuser, die bis zum Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück im Jahr 2010 von britischen Soldaten mit ihren Familien bewohnt und infrastrukturell weitgehend isoliert vom übrigen Stadtgebiet und auch dem übrigen Stadtteil Dodesheide waren (eigene Gebäudeverwaltung, Schulen, Kitas, Geschäfte). Dabei handelt es sich um 434 Wohneinheiten in einfachster Bauweise, die durch die Käuferin, eine überregionale Wohnungsgesellschaft, ab 2011 mit dem Ziel einer schnellstmöglichen Vermietung vermarktet wurden und in vergleichsweise kurzer Zeit zu einem neuen Wohnquartier führte, dessen Bewohner durch eine Vielzahl unterschiedlicher Herkunftsländer und den damit einhergehenden vielfältigen ethnisch-kulturellen Hintergründen geprägt war. Nähere Ausführungen zur besonderen Sozialstruktur und -entwicklung von Dodesheide-Ost werden im Pkt. 2 dieses Antrages gemacht. Hinsichtlich der räumlichen Abgrenzung des Fördergebietes ist noch auszuführen, dass das Wohngebiet Dodesheide-Ost im Nordosten von Osnabrück an der Grenze zur Nachbargemeinde Belm liegt und an die Stadtteile Dodesheide-West, Haste und Widukindland grenzt. Gleichwohl ist Dodesheide-Ost räumlich und sozialstrukturell isoliert, da die umliegenden Stadtteile im Sozialraum / die angrenzende Nachbargemeinde sich sozialstrukturell deutlich anders zusammensetzen und zudem mit Landschaftsgebieten an Dodesheide-Ost grenzen. Das ehemalige Kasernengelände der britischen Streitkräfte ist Teil des Projektgebietes. Diese sog. Konversionsfläche wird derzeit beplant und in den nächsten Jahren sukzessive in eine öffentliche und gewerbliche Nutzung übergeben.
Einwohnerzahl
3934
Quelle / Anmerkungen
Melderegister der Stadt Osnabrück
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück; Osnabrück aktuell 4/2016, Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück und Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktdaten in kleinräumiger Gliederung; Osnabrück aktuell 4/2016; Stand jeweils 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück; Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der nicht erwerbsfähigen Empfängerinnen und Empfänger von Existenzleistungen (SGB II) an den unter 15-jährigen; Quelle: Sozialmonitoring Osnabrück 2015; Stand 31.12.2015
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Im beantragten Projekt sollen durch eine niedrigschwellige Beratung im Rahmen einer aufsuchenden Arbeit im Wohnquartier Dodesheide-Ost Zuwandererfamilien erreicht, bei ihren Problemlagen unterstützt und integriert werden durch eine Heranführung an bestehende Regelangebote. Dadurch soll eine gemeinwesenorientierte professionelle Soziale Arbeit im Quartier für Zuwandererfamilien entwickelt und Unterstützungspotenziale in Kooperation mit Netzwerkpartnern im Quartier und darüber hinaus im umliegenden Sozialraum aktiviert werden. Dabei sollen sowohl Methoden der Einzel- und Gruppenarbeit zur Anwendung kommen wie auch eine Interessenvertretung für die Familien mit Zuwandererhintergrund gegenüber Vermieter, Organisationen der Arbeitsförderung, Grundsicherung und ggfls. Bildungseinrichtungen als wesentlichen Baustein einer Gemeinwesenarbeit organisiert werden. Die professionelle Gemeinwesenarbeit soll kombiniert werden mit Elementen und Methoden der Freiwilligenarbeit, wodurch insbesondere die Verselbständigung der Zuwanderer im Zuge ihrer Integration unterstützt werden soll. Ein schon in einer Wohnung des Quartiers eingerichtete Anlaufstelle soll im Rahmen des Projektes entsprechend der formulierten Zielsetzungen fachlich und methodisch ausgebaut und eine Verstetigung der Unterstützungsstruktur im Quartier eingeleitet werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein Netzwerk von professionellen Fachkräften der Sozialen Arbeit, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Wohnungswirtschaft und Ehrenamtlichen ist entstanden und im Quartier für die Bewohner/-innen für die Bewohner/-innen da.
Beschreibung
Orientiert an den Problemlagen und Interessen der zugewanderten Familien ist ein niedrigschwellige Beratung organisiert und die Bewohner/-innen nutzen einen eingerichteten Quartierstreff
Beschreibung
Es ist gelungen, Multiplikatoren in die Gemeinwesenarbeit einzubinden und diese wirken bei Veranstaltungen, Arbeitsgruppen usw. aktiv mit
Beschreibung
Ein Arbeitskreis "Arbeit und Leben in Dodesheide-Ost" wurde eingerichtet unter Einbeziehung der Wohnungsbaugesellschaft und weiteren wesentlichen Akteuren zur Verbesserung der quartiersbezogenen Lebensqualität
Beschreibung
Die Zielsetzungen und Arbeitsansätze des Fachdienstes Jugend (Jugendhilfe) und der Freiwilligenarbeit des Fachbereiches Integration, Soziales und Bürgerengagement sind im Projektgebiet konzeptionell verknüpft
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinschaftszentrum Lerchenstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Outlaw e.V., Johanniter e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtsportbund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulzentrum Sonnenhügel, Grundschule Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. St. Franziskusgemeinde, Ev. Thomasgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vonovia
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialer Dienst - Regionaldienst Nord
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Integrativer Gesundheitstreff

Ansprechpartner
Frank Auracher
Funktion Stadtteilmanager/ Gemeinwesenarbeiter
Sport- und Gesundheitsförderung zum Ausbau der Gemeinwesenarbeit im Bereich Integration und Stadtteilentwicklung
Projektbeschreibung
Die Hildesheimer Nordstadt ist ein bunter und vielfältiger Stadtteil mit rund 10.700 Einwohner*innen. Alle sozialen Schichten und Milieus sind vertreten und tragen zu dem unverwechselbaren Charakter der Nordstadt bei. Durch aktivierende Stadtteilsozialarbeit und ein gut vernetztes Gemeinwesen werden viele Themen, wie Kindheit und Jugend im Stadtteil, der Sozialraum Nordstadt und die vielen Kulturen in der Nordstadt, bearbeitet. Ein weiteres dieser Themen ist Gesundheit im Stadtteil. Seit 2013 wurde das Thema Gesundheit in der Nordstadt im Rahmen einer Kooperation zwischen der Gemeinweseninitiative Nordstadt.Mehr.Wert und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit auf unterschiedliche Weise bearbeitet. Darauf aufbauend wurde beispielsweise ein Aktionsplan für die Implementierung des Handlungsfeldes „Gesundheit“ in der Hildesheimer Nordstadt erarbeitet (2013, u.a. basierend auf Fokusgruppeninterviews und Befragungen) sowie ein Gesundheitswegweiser für die Hildesheimer Nordstadt (2015) und zuletzt ein Leitbild Gesundheit im Rahmen des Aktionsplans Nordstadt 2022 erarbeitet (2016). Alles in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gesundheit. Um diese Vorarbeit weiterzuführen und den Bedarfen gerecht zu werden soll ein integrativer Gesundheitstreff im Stadtteil etabliert werden. Ziel ist es, dass Thema Gesundheit sichtbar zu machen und dauerhaft im Stadtteil zu verankern sowie Sport und Gesundheit als Mittel der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen zu nutzen. Es soll eine Koordinationsstelle mit personeller und räumlicher Ausstattung geschaffen werden, welche die Entwicklung von Gesundheitskompetenz und Integration im Stadtteil unterstützt. Durch den Zuzug von Menschen mit Fluchterfahrung, soll besonderes Augenmerk auf der Angebotsvielfalt, auf Mehrsprachigkeit und Niedrigschwelligkeit liegen. Im besten Fall sollte der integrative Gesundheitstreff aktivierend und die Bewohner beteiligend entstehen und aus einem offenen Büro bestehen, das Platz für informelle Gespräche in kleinerer Runde bietet und ebenso Informationsfläche vorhält. Wichtig ist ein ausreichend großer, barrierefrei erreichbarer Bewegungsraum, in dem Kurse und Veranstaltungen stattfinden können. Im integrativen Gesundheitstreff sollen Kooperationen und Netzwerke zu Gesundheit und Integration entstehen, bspw. mit Hilfe des Integrationsmanagement und einem Stützpunktverein "Integration durch Sport".
Ausgangslage
In der Hildesheimer Nordstadt ist eine Vielzahl verschiedener religiöser bzw. Werte-Gemeinschaften ansässig. Zugleich leben in der Nordstadt überdurchschnittlich viele Menschen von Transferleistungen sowie zunehmend mehr Menschen mit Behinderungen. Der Anteil an Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist hier höher als in anderen Stadtteilen, es gibt viele Einpersonen-Haushalte und günstige Wohnungen, worin ein möglicher Grund für die zunehmende Anonymisierung und Fluktuation liegen könnte. Hier befindet sich die städtische Unterkunft für Flüchtlinge sowie die meisten der dezentral angemieteten Wohnungen für Geflüchtete. Um die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Quartier noch stärker zusammenzubringen und die Potenziale der Bewohner*innen zu aktivieren, wurde im Jahr 2012 von der Stadt Hildesheim und der Lebenshilfe Hildesheim das Projekt „Gemeinwesenarbeit Nordstadt.Mehr.Wert“ initiiert. Mit Kooperationspartnern und Akteuren aus dem Quartier sind viele Projekte und Aktivitäten durchgeführt und angeschoben worden: u.a. Bürgerversammlungen, Zukunftskonferenzen mit Projektgruppen, Aktionstage, die Einrichtung eines Runden Tisches, Maßnahmen des Selbststärkungsprozesses etc. Der bisherige Verlauf und die Erfolge zeigen, dass die Nordstadt eine langfristige „Begleitung“ durch eine gezielte Gemeinwesenarbeit benötigt. Um Negativentwicklungen zu stoppen und die vorhandenen Potenziale für die Entwicklung des Quartiers zu aktivieren, hat die Arbeit mit den Programmen Soziale Stadt und CTC begonnen, es bedarf jedoch aufgrund dieser Neuorientierung einer vielfältigeren und weiterführenden Finanzierung und Ausstattung im Stadtteil, um die Gemeinwesenarbeit zu sichern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet begrenzt sich auf den Hildesheimer Stadtteil Nordstadt. Die Hildesheimer Nordstadt liegt am nördlichen Stadtrand der Stadt Hildesheim. Das Gebiet Nordstadt wird begrenzt, durch die Eisenbahn im Süden (ergänzt um den Langen Garten, die Stadtwerke und den Pferdeanger), dem Fluss die Innerste im Westen (ergänzt um Teile des Mastbergs), die Gemeindegrenze zu Giesen und Harsum im Norden und einer gedachten Linie um den Flugplatz herum und entlang der B6 sowie des Kennedydamms im Osten.
Einwohnerzahl
10789
Quelle / Anmerkungen
Stand 12/2016, Stadt Hildesheim
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein Teil der Nordstadt, genauer die nördliche Nordstadt ist seit Januar 2017 im Programm der Sozialen Stadt. Die Begründung, dennoch einen Antrag im Förderprogramm "Gemeinwesen und Quartiersentwicklung" zu stellen liegt an der thematischen Besonderheit. Wir möchten Gemeinwesenarbeit mit Gesundheit, Sport und Integration verbinden und eine räumliche wie personelle Ressource schaffen, dies umzusetzen. Die Menschen in der Nordstadt sind sehr vielfältig, ein hoher Anteil davon sind Kinder und Jugendliche, bezieht Transferleistungen, hat Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung. All diese besonderen Merkmale führen zu Konflikten und einem besonders hohen Handlungsbedarf in der Nordstadt. Durch eine starke Gemeinwesenarbeit ist es bereits in den vergangen Jahren gelungen, einige Ziele zu erreichen und durch die Programme CTC - Communities that Care und "Soziale Stadt" kann dies nun in einem bestimmten Bereich, der nördlichen Nordstadt, weitergeführt werden. Durch den vielfältigen Handlungsbedarf ist dies aber nicht ausreichend, auch weil der Anteil der Gemeinwesenarbeit sich durch die neuen Aufgaben andernfalls reduzieren würde. Es müssen weitere Programme eingesetzt werden, die sich spezifischen Themen widmen, welche die Soziale Stadt nicht leisten kann. Mit der beantragten Förderung soll die vorhandene Gemeinwesenarbeit unterstützt aber vor allem ausgebaut und auf mehr Themen und Gebiete ausgebreitet werden.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
15 bis unter 25 Jahre, Stand 2016, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65 Jahre, Stand 2016, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2014, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Migrationsanteil, Stand 2015, Stadt Hildesheim
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der integrative Gesundheitstreff setzt an der vorhandenen Gemeinwesenarbeit an und möchte Menschen in ihrer Lebensumwelt fördern. Durch gezielte Angebote und aktivierende Maßnahmen im Stadtteil kann die Lebensqualität im direkten Umfeld der Bewohnenden verbessert werden. Der Fokus liegt auf den Bedürfnissen und Wünschen der Wohnbevölkerung. Zentral sind hier die bereits erfolgten und noch auszuweitenden Bedarfsanalysen und (aktivierenden) Befragungen. Vor allem im Bereich Gesundheit ist Empowerment ein zentrales Ziel, also die Befähigung der Menschen sich selbst zu bilden und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Gefördert werden dabei die Selbsthilfekräfte und Eigeninitiative mit einer ressourcenorientierten Perspektive, die die Potentiale der Menschen in der Nordstadt aber auch des Stadtteils selbst forciert. Der integrative Gesundheitstreff soll alle Bewohner*innen in der Nordstadt erreichen und zu einem besseren Verständnis unter den Generationen und Kulturen beitragen, mit Hilfe von zielgruppenübergreifenden Angeboten. Darüber hinaus werden ein bereichsübergreifender Ansatz sowie Kooperation und Koordination die zentralen Aufgaben im Gesundheitstreff sein. Es gilt die Potentiale und Kompetenzen der Expert*innen im Stadtteil zu nutzen und Anknüpfungspunkte zu finden, um Interventionen bezogen auf Einzelfälle, Gruppen und Aktionen zu planen und gemeinsame Projekte zu entwickeln und durchzuführen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht wenn ein Bewegungsraum und ein Büro zur Verfügung stehen sowie Sport- und Gesundheitskurse, Veranstaltungen und Seminare angeboten und durchgeführt werden und wenn eine Vielzahl von Informationsmaterialien zur Verfügung stehen
Beschreibung
Erreicht wenn Menschen jeden Alters, Geschlechts und jeder Herkunft und Kultur Angebote nutzen und an Veranstaltungen teilnehmen, wenn die Angebote barrierefrei und niedrigschwellig sind
Beschreibung
Erreicht wenn die unter Vernetzung genannten Akteure angesprochen wurden und Kooperationsmöglichkeiten sondiert und Kooperationsverträge geschlossen wurden
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Gesundheit, Stadtteilbüro Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MTV v.1848 Hildesheim e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Türk Gücü Hildesheim e.V. 1979 (ggf. auch Eintracht Hildesheim)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst katholischer Frauen Hildesheim e.V. Schwangerschaftsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Himmelsthür, medizinische Leitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ansässige Ärzt*innen und Therapeut*innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Autismusambulanz der Lebenshilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tagesgruppe für Senioren der Lebenshilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther Gemeinde Nordstadt-Drispenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Maluki
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ganztagsgrundschule Nord Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johannesschule Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Städtische Kita Hort Nordwind
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Integrationsleitstelle der Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Herman-Nohl-Schule Ausbildungsgang Heilerziehungspfleger/innen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Reha-Akademie Ausbildungsgang Heilerziehungspfleger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Asyl e.V. - Migrationsberatung und Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flux - ehrenamtliche Flüchtlingshilfe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter (u.a. Flüchtlingshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnen und Betreuen (Flüchtlingsunterkunft)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MiMi – Mit Migranten für Migranten – Interkulturelles Gesundheitsprojekt, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Osternburger Familienzentrum

Ansprechpartner
Hiltrud Boomgaarden
Funktion Leiterin
Osternburg Fit für Familien
Projektbeschreibung
In Osternburg, einem Stadtteil Oldenburgs, wird ein Familienzentrum als Erweiterung der Evang. Familien- Bildungsstätte Oldenburg (EFB) gegründet, welches die bewährten Strukturen dieser Einrichtung nutzt. Familien brauchen die größtmögliche Unterstützung, damit Kinder gesund an Körper und Geist aufwachsen können. Zeit, verlässliche Betreuung, Ansprechpersonen und Austausch mit anderen Eltern sind die wichtigsten Voraussetzungen für Eltern, um den Alltag mit Kindern zu meistern. Dabei sollten die Angebote für Familien möglichst  kostengünstig,  in der Nähe des Wohnortes oder  dort, wo sie sich oft aufhalten,  zu Zeiten, die nicht mit Arbeitszeiten kollidieren und  so flexibel wie möglich sein. Mit dem Projekt "Osternburg Fit für Familien" des Familienzentrums wird eine zeitgemäße Antwort auf diese Anforderungen im Stadtteil gegeben. Es sollen alltagsnahe und niedrigschwellige Begegnungsorte für Familien, mit dem Ziel, Eltern-interessen und Kindeswohl in Einklang zu bringen, angeboten werden. Die Kernpunkte sind Hilfen zur Alltagsbewältigung und zur Stärkung der Erziehungskompetenz und orientieren sich an den jeweiligen örtlichen und familiären Gegebenheiten. - Daten aus der Sozialraumanalyse - Sozialraumbezug (Familien, Themen, Angeboten)
Ausgangslage
Die Familie heute ist einem großen Wandel unterworfen. Als Trends sind auszumachen: Späte Familiengründung, Berufstätigkeit beider Eltern kurz nach der Geburt eines Kindes, ein Arbeitsleben, das Mobilität und Flexibilität erfordert, zahlreiche Trennungen und in der Folge viele verschiedene Familienformen, großer medialer Einfluss, Migration mit allen Erfordernissen der Integration, demografische Entwicklung hin zu vielen alten Menschen, die Pflege benötigen. Vor diesem Hintergrund werden viele Erwartungen an die einzelnen Familienmitglieder gestellt, von der Gesellschaft aber auch innerhalb der Familie. Nicht alle Familien halten diesem Druck stand - es ergeben sich Probleme, die weitreichende Folgen vor allem für die Kinder haben können. Die Familie ist damit beschäftigt, den Alltag zwischen Arbeitsstelle, Kita und Ganztagsschule zu organisieren. In der Regel kommen noch Termine beim Arzt, der Krankengymnastik oder Logopädie, etc. dazu. Das sollte für ein gelingendes Familienleben nicht alles sein! Das Bedürfnis, sich mit anderen Familien – unabhängig von Konsumdruck zu treffen, sich auszutauschen und stressfrei miteinander zu spielen, zu klönen und sich mal fallen zu lassen muss auch Raum haben. Da ist der 10-wöchige Eltern-Kind-Kurs mit bezahlten und verpflichtenden Terminen nicht immer das Richtige. Zeit ist ein kostbares Gut für Familien. Wenn dann noch verschiedene Beratungs- und Serviceangebote an einem Ort im eigenen Stadtteil zu finden sind, wie bei einem Familienzentrum, ist das ein großer Vorteil. Mit dem Projekt "Osternburg Fit für Familie" werden niederschwellige Angebote und Zugänge mit präventiver Ausrichtung für Familien im Stadtteil geschaffen.
GWA/QM-Ansatz
Grundlage für die Arbeit des Projektes im Rahmen des Familienzentrums sind die Beratung, die Schaffung von präventiven Angeboten für die Zielgruppe der Familien und deren Kinder, die Stärkung der frühkindlichen Bildungsqualität, sowie die sozialräumliche Ausrichtung. Dabei ist das Konzept des Familienzentrums so offen gehalten, dass mit der Bereitstellung von entsprechenden Angeboten auch die Zielgruppe der älteren Menschen im Stadtteil berücksichtigt werden kann und so der demographischen Entwicklung Rechnung getragen wird. Als methodische Grundlagen werden für die Arbeit des Familienzentrums unter anderem der Einbezug sowie die Ausbildung und Qualifizierung von Ehrenamtlichen benannt. Neben der aufsuchenden Elternarbeit ist die Zusammenarbeit mit den Akteuren des Sozialraumes eine wesentliche Grundlage. Während das Familienzentrum die Zielgruppe der Familien mit einer präventiven Ausrichtung im Blick hat, richten sich die bestehenden Gemeinweseneinrichtungen an die Hauptzielgruppe der Menschen in sozialen Brennpunkten.
Galerie
cam00722
cam00723
cam00724

Gemeinsam im Stadtteil

Ansprechpartner
Alena Timofeev
Funktion Projektleitung
Anlaufstelle für ein Quartiersmanagement und Durchführung von Gemeinwesenarbeit im Braunschweiger Stadtteil Heidberg
Projektbeschreibung
Im Rahmen des Projektes sollen die bisherigen Aktivitäten unterschiedlicher Akteure im Stadtteil in einem Stadtteilladen gebündelt vernetzt werden. Eine zentrale Anlauf- und Informationsstelle für alle Bürgerinnen und Bürger soll dadurch neu geschaffen werden, die durch eine Personalstelle für Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit vor Ort betreut wird. Die vorhandenen Aktivitäten aller Akteure im Stadtteil werden weitergeführt, durch das Netzwerk dann die Synergien genutzt, Maßnahmen abgestimmt und durch die neue Anlaufstelle auch Gemeinsinn schaffende Aktionen vorangebracht. Gleichzeitig soll ein Ideenfonds für Projektideen der Bürgerinnen und Bürger des Stadtteils eingerichtet werden, der diesen ermöglichen soll, ihre eigenen Ideen zur Entwicklung des Stadtteils umzusetzen. Gerade die Förderung der Partizipation der Stadtteilbewohnerinnen und -bewohner sowie die Schaffung von Möglichkeiten für deren gesellschaftliche und kulturelle Teilhabe ist ein wichtiger Baustein dieses Konzeptes.
Ausgangslage
Im Braunschweiger Stadtteil Heidberg leben 7.600 Einwohner. Zwar gibt es zahlreiche Aktivitäten von Vereinen, Organisationen, Parteien und Privatpersonen, die sich für das Gemeinwohl und für das friedliche Zusammenleben aller Menschen in diesem Quartier stark machen. Allerdings werden die Aktivitäten dieser engagierten Akteure dadurch beeinträchtigt, dass es kein Quartiersmanagement gibt. Weiterhin ist ein unzulängliches Raumangebot zu beklagen: Trotz aller Bemühungen auf unterschiedlichen Ebenen konnte bislang leider noch kein Stadtteilladen im Heidberg eröffnet werden. Dies ist umso bedauerlicher, da dieser Bezirk einen sehr hohen Altersdurchschnitt in der Bewohnerschaft aufweist. 33,2 % der Einwohner sind 65 Jahre und älter. Im Vergleich liegt der gesamtstädtische Durchschnitt bei 20,8 %. Gleichzeitig liegt der Anteil der Kinder von 0-6 Jahren mit 4,3 % unter dem gesamtstädtischen von 5,1 %. Ferner leben im Stadtteil mehr Einwohner mit Migrationshintergrund als im Braunschweiger Durchschnitt: 31,4 % der Stadtteilbewohner weisen einen sogenannten "erweiterten Migrationshintergrund" (verfügen über nur ausländische oder über doppelte Staatbürgerschaft). In der gesamten Stadt sind es 25,7 %. In Hinsicht auf die soziale Struktur ist zu beachten, dass bezogen auf 1.000 Einwohner (zwischen 15 und 65 Jahren) mehr Arbeitslose im Stadtteil sind (57) als gesamtstädtisch (48). Weiterhin liegt der Anteil der arbeitslosen Ausländer wesentlich höher als im gesamtstädtischen Durchschnitt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Braunschweig Heidberg
Beschreibung
Bei dem Stadtteil Heidberg handelt es sich in großen Teilen um einen in den 60er Jahren neu gewachsenen Stadtteil mit Hochhauswohnungsbau sowie auf den Autoverkehr ausgelegten großräumigen Straßenzügen.
Einwohnerzahl
7594
Quelle / Anmerkungen
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
37
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Referat Stadtentwicklung und Statistik - Stadt Braunschweig
GWA/QM-Ansatz
Das beantragte Projekt dient sowohl dem Auf- und Ausbau von Strukturen der Gemeinwesenarbeit und auch eines Quartiersmanagements. Der Fokus liegt auf - der Förderung der Partizipation von Stadtteilbewohnern an der Entwicklung und Gestaltung der Zukunft des Stadtteils; - der Ermöglichung der gesellschaftlichen und kulturellen Teilhabe; - der Förderung des bürgerschaftlichen Engagements; - der Einrichtung einer Räumlichkeit als Anlaufstelle für die Bürger und als Arbeitsplatz für die Stelle des neuen Quartiersmanagers; - der Förderung der Begegnung unterschiedlicher Bewohnergruppen im Stadtteil.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Für das beantragte Projekt besteht ein handlingsfähiger Beirat (mit Untergruppen) unter Beteiligung von "Experten" und besonders von engagierten Stadtteilbewohnern.
Beschreibung
Erfolgreicher Abschluss der Gründung eines neuen Bürgervereins durch die Mitwirkung des Quartiersmanagers
Beschreibung
Bezirksbürgermeisterin unterstützt das beantragte Projekt und werdt Mitglied im Beirat
Beschreibung
Durchführung einer Stadtteilkonferenz mit Einbindung von Vertretern unterschiedlicher Generationen und unterschiedlicher Herkunft
Beschreibung
Durchführung von drei publikumsträchtigen Veranstaltungen in Kooperation mit relevanten Netzwerkpartnern (Stadtteilweihnachtsmarkt, interkulturelles Konzert und interkulturelle Ausstellung "Heimat im Koffer")
Beschreibung
Durchführung von einem Stadtteilsommerfest als Ort der Begegnung unter Einbeziehung von Nachbarschaften und Kooperationspartnern
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Braunschweiger Baugenossenschasft eG
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein "Offener Heidberg e. V." - Gründungsprozess läuft
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nibelungen-Wohnbau-GmbH Braunschweig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftshilfe Heidberg-Melverode-Stöckheim-Leiferde e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
HSC Leu e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Wohn- und Pflegeheim, Kurzzeit- und Tagespflege Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde St. Thomas im Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IGS Heidberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bezirksrat Heidberg-Melverode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Braunschweig, Fachbereich Kultur, Stelle "Kultur vor Ort"
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Deutsch-Philippinischer Kulturkreis e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenkreis Heidberg
Typ
Stadtteil
Galerie
heidberg 1
heidberg 2
Zustimmung Veröffentlichung
On