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Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit

Hameln kann´s vor Ort

Ansprechpartner
Claudia Schmidt
Organisation Stadt Hameln
Funktion Projektkoordinatorin Quartiersentwicklung
Kommunales Quartiersmanagement und kommunale Gemeinwesenarbeit vor Ort in Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt
Projektbeschreibung
"Hameln kann´s vor Ort" setzt konsequent die gesamtstädtische Strategie der sozialraumorientierten Quartiersentwicklung der Vorgängerprojekte "Hameln k.a.n.(n´)s. (gemeinsam)" fort. Die im Soziale-Stadt-Projekt Kuckuck bewährte Sozialraumorientierung wurde im Laufe der ersten zwei Förderperioden auch auf Alt-, Nord-, und Südstadt übertragen: In allen Quartieren wurden gut funktionierende Akteursnetzwerke aufgebaut, Stärken-Schwächen-Analysen und aktivierende Bewohnerbefragungen durchgeführt sowie Integrierte Handlungskonzepte (IHK) erstellt. Alle IHKs wurden mit der Stadtverwaltung abgestimmt und von den vier Stadtteilgremien als die jeweilige Quartiersagenda verabschiedet, die ab 2019/20 gemeinsam mit den Akteuren umgesetzt wird. "Hameln kann´s vor Ort" setzt damit sozialraumorientiertes Denken und Handeln konsequent fort und zwar sowohl nach innen in die Verwaltung hinein als auch nach außen "vor Ort" in den Quartieren. Innerhalb der Verwaltung bedeutet dies, die in 2017 gestartete ressortübergreifende Zusammenarbeit weiter voranzutreiben und weitere Ressorts in die Prozesse einzubeziehen. Das Projektteam "Hameln kann´s" ist auch in der dritten Förderperiode ressortübergreifend aufgestellt: Die Koordination der Quartiersentwicklung/QM (Sitz in der Stadtplanung) und GWA (Sitz in "Familie und Soziales") arbeiten weiterhin in enger, sich ergänzender Arbeitsteilung. Mit einem gemeinsamen "Planungstag Quartiersentwicklung " beider Abteilungen werden neue Methoden erprobt, einen gemeinsamen Blick - aus stadtplanerischer und sozialer Sicht - auf die Gebiete zu entwickeln. Eine zentrale Rolle innerhalb der städtischen Gesamtstrategie kommt den derzeit 6 Stadtteiltreffs in den 4 Quartieren zu, in denen GWA freier Träger verortet ist. Dem Prinzip der Subsidiarität folgend unterstützt die Stadt Hameln die 6 Träger gezielt durch kommunale GWA/ QM. Ziel ist es, ein nachhaltig stabiles Netz von unabhängigen und neutralen Stadtteiltreffs aufzubauen und zu verdichten. Nachdem in der aktuellen Förderperiode mit Anschub durch die Modellförderung in der Südstadt ein weiterer -der 7.- Treffpunkt eröffnet werden kann (Träger: Paritätischer), soll in 2020 die Suche nach neuen Räumen für GWA in der Altstadt auf der Agenda stehen. Im Zentrum der GWA vor Ort in den Quartieren stehen BewohnerInnen: Gemeinsam werden vielfältige bewährte und neue Begegnungsmöglichkeiten eröffnet, vom "Wandernden Bewohnertreff" bis hin zum Nachbarschafts-Poetry-Slam in Altstadthinterhöfen.
Ausgangslage
Sowohl das Wohngebiet Kuckuck als auch Altstadt, Nordstadt und Südstadt gelten innerhalb der Gesamtstadt als Quartiere mit Entwicklungsbedarf und sind teilweise geprägt von mangelnden Wohnumfeldqualitäten und vom vermehrten Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund. Insbesondere durch den Zuzug von Armutszuwanderern aus Osteuropa sowie von Geflüchteten ist in den vergangenen Jahren der Bedarf an Beratung und Unterstützung sowie gemeinwesenorientierten Angeboten in allen Quartieren gestiegen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen hat die Stadt Hameln im März 2017 eine Stelle zur Koordinierung der Quartiersentwicklung und zum Aufbau tragfähiger Kommunikationsstrukturen in diesen Gebieten geschaffen. Mit den Projekten "Hameln k.a.n.(n')s." und "Hameln k.a.n.(n')s gemeinsam" ist es gelungen, zusätzlich GWA in den Quartieren aufzubauen und zunehmend als "Kümmerer vor Ort" mit dem klaren Auftrag der Bewohnerorientierung zu etablieren. Maßnahmen wie der "Wandernde Bewohnertreff" am Kuckuck tragen bereits zur Verbesserung der Integrationsmöglichkeiten sowie zur Stärkung der Identifikation der Bewohnerschaft mit ihren Stadtteilen bei. Für ein gutes Zusammenleben verschiedener Kulturen in den Quartieren wird es auch in den kommenden Jahren erforderlich sein, die gestartete GWA mit allen BewohnerInnen und Akteuren vor Ort fortzusetzen, weiterzuentwickeln und gemeinsam zu gestalten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hameln - Kuckuck - Südstadt - Altstadt - Nordstadt
Beschreibung
Das Wohngebiet Kuckuck liegt in räumlich isolierter Lage am Rande der Hamelner Kernstadt. Es wird begrenzt durch zwei Bahnlinien sowie die Hamel.
Einwohnerzahl
594
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2018, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein zentrales Projektziel des Projekts "Hameln kann´s vor Ort" ist der Wissenstransfer der GWA in den Projektgebieten untereinander. Im Verbund mit dem Kuckuck werden die anderen drei Quartiere Altstadt, Nordstadt und Südstadt auch weiterhin erheblich von den bereits gut funktionierenden Kommunikationsstrukturen zwischen den beteiligten Akteuren (Runder Tisch, Zukunftswerkstatt, Quartiersbegehung) und Arbeitsweisen (Integriertes Handlungskonzept, Bewohnerbeteiligung, Kinderkonferenz) im Soziale-Stadt-Gebiet Kuckuck lernen und profitieren können. Das Soziale Stadt Projekt übernimmt damit eine Leuchtturmfunktion im Gesamtprojekt und wird auch weiterhin für den Erfolg des Projekts "Hameln kann´s vor Ort" von großer Bedeutung sein.
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2017, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
0 - 15 Jährige, Stand 31.12.2018, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Altstadt
Beschreibung
Die Hamelner Altstadt ist ein klar abgegrenztes Gebiet, das vom Altstadtring und von der Weser begrenzt wird.
Einwohnerzahl
2186
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2017, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2017, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Südstadt
Beschreibung
Die Hamelner Südstadt grenzt im Süden an die Altstadt an und erstreckt sich bis an den südlichen Stadtrand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
6264
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2018, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2016, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Nordstadt
Beschreibung
Die Hamelner Nordstadt schließt nördöstlich der Weser an die Innenstadt an und erstreckt sich bis an den nördlichen Stadtrand der Hamelner Kernstadt.
Einwohnerzahl
9304
Quelle / Anmerkungen
Stand 31.12.2018, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2017, Stadt Hameln, Einwohnermeldeamt
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das bei der Stadt Hameln verortete kommunale QM/ Projektkoordination Quartiersentwicklung besteht bereits seit März 2017. Parallel dazu wurde mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s." als notwendige Ergänzung vor Ort in den Quartieren Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt kommunale GWA aufgebaut. Auch zukünftig werden QM und GWA Hand in Hand im Projektteam zusammenarbeiten. Die Aufgabe des QM ist es, den Kommunikationsprozess aller beteiligten Akteure in den jeweiligen Quartieren zu steuern und gemeinsam mit der GWA die Umsetzung der integrierten Handlungskonzepte zur Quartiersentwicklung zu begleiten. Die GWA orientiert sich an den Menschen vor Ort. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bewohner/innen Angebote zu entwickeln und umzusetzen, die den Bedürfnissen der Bewohnerschaft entsprechen und ihre Stärken nutzen. Somit arbeitet das QM eher auf der Akteursebene, die GWA eher auf der Bewohnerebene. Beide ergänzen und unterstützen einander: Die GWA hat den direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort und kann Bedarfe aus dem Quartier direkt an das QM übermitteln, welches wiederum dadurch bessere Rahmenbedingungen für Nachbarschaftsarbeit vor Ort schaffen kann. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen QM und GWA ist es möglich, die Bewohnersicht in alle Handlungsbereiche der Quartiersentwicklung einfließen zu lassen. Wichtige Partner sind dabei die städtischen Familienbüros und die ab Juli 2019 (Eröffnung des Treffpunkts in der Südstadt) sieben Treffpunkte freier Träger in den Quartieren.
Qualitätskriterien
Beschreibung
..., wenn Bewohner/innen unterstützende Rahmenbedingungen vorfinden
Beschreibung
..., wenn die Ergebnisse aktivierender Befragungen in konkrete Angebote entsprechend den Bewohnerwünschen umgesetzt wurden
Beschreibung
...ist möglich, wenn in jedem Quartier aufbauend auf einer Stärken- /Schwächenanalyse Maßnahmen ergriffen wurden
Beschreibung
...findet statt, wenn sich neben der ressortübergreifenden, erweiterte verwaltungsinternen Steuerungsgruppe auch der regelmäßige Austausch der Fachabteilungen etabliert hat
Beschreibung
...gelingt, wenn in jedem Quartier mehrere Angebote gut etabliert sind, die den Austausch von Menschen verschiedener Kulturen gezielt fördern und ermöglichen
Beschreibung
...gelingt, wenn die ressortübergreifende, verwaltungsinterne Steuerungsgruppe gemeinsam mit dem Referat für Grundsatzfragen die Entwicklung aller städtischen Quartiere im Vergleich zur Gesamtstadt im Blick hat und steuernd eingreift
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Landkreis Hameln-Pyrmont; Jobcenter Hameln-Pyrmont; Integrationsmanagement der Stadt Hameln
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SAM e.V., Mütterzentrum e.V.; MGH e.V., Freiraum e.V., Fuchsbau e.V., Seele e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Impuls gGmbH, Paritätischer Hameln-Pyrmont; DRK; Caritas
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtbibliothek; FiZ, Kinderspielhaus, Regenbogen;
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsregion Hameln-Pyrmont; Tönebön-Stiftung, Altenpflegeheim St. Monika; Seniorenbegegnungsstätte A.R.A., Seniorenservicebüro
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wilhelm Raabe-Schule, Grundschule Hohes Feld, Grundschule Rohrsen, Pestalozzischule
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
St. Elisabeth, Martin Luther, St. Augustinus, Freikirchliche Gemeinde, Ev.-ref. Kirchengemeinde Hameln,Marktkirchengemeinde, Münster St. Bonifatius
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HWG, GSW, Arsago
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bewohnertreff Kuckuck
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alevitischer Kulturverein, Sumpfblume
Typ
Stadtteil
Galerie
rollender suedstadttreff
ergebnisse suedstadtgespraech
praxisnetzwerk hameln
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Familie im Zentrum - Gemeinschaft stärken im Harztor Northeim

Ansprechpartner
Jutta List-Ivankovic
Funktion Projektleitung
Begegnungsorte schaffen, Netzwerk aufbauen, Gemeinschaft stärken!
Projektbeschreibung
Am östlichen Rand der historischen Altstadt von Northeim - dem sogenannten Harztor - gibt es seit Dezember 2018 den Familientreff Hærztor. Hier sind Familien aller Kulturen und Menschen aller Altersgruppen willkommen. Der Familientreff ist ein niedrigschwelliges Angebot, ein offener Ort für Begegnung, Kommunikation und Beziehungsaufbau, sowie für die gemeinsame Gestaltung von Freizeit- und Bildungsangeboten. Ein wichtiges Ziel ist, Kinder und ihre Familien nicht als soziale Einheit für sich autonom und isoliert anzusprechen, sondern auch die Nachbarschaft und Stadtgemeinschaft einzubeziehen. Das räumliche Umfeld und die Mitmenschen prägen Kindheit und Jugend und umgekehrt werden die Älteren und Alleinlebenden auch von Familien in ihrer Umgebung beeinflusst. Im Quartier gibt es einige soziale Einrichtungen, die jedoch bisher wenig vernetzt sind und der Familientreff ist als neue Einrichtung noch nicht etabliert. Wir möchten in dem Projekt die Menschen im Quartier einladen, die Räume des Familientreffs zu nutzen und auch auf sie zugehen, um sie zu aktivieren, eigene gemeinschaftsbildende Aktivitäten durchzuführen. Mit dem Projekt soll so auf drei Ebenen die Quartiersentwicklung positiv und präventiv unterstützt werden: 1. Begegnungsorte schaffen und nutzen. 2. Das Netzwerk sozialer Einrichtungen aufbauen. 3. Die Gemeinschaft im Quartier stärken durch gemeinsame Aktivitäten wie z.B. community gardening. Ergebnisse des Projektes werden zum einen die Beschreibung der sozialräumlichen Wahrnehmung des Quartiers aus Sicht von Kindern und Erwachsenen sowie die Formulierung von Bedarfen und Wünschen für ein attraktives und lebendiges Wohnumfeld am Harztor sein und zum anderen die ressortübergreifende und koordinierte Kooperation der sozialen Einrichtungen. Außerdem wird es Aktionen zum gegenseitigen Kennenlernen und zur Gemeinschaftsstärkung geben, die Bewohner*innen des Quartiers selbst entwickeln und durchführen (z.B. Spielenachmittag, Kochen). Seitens der Stadt bestehen Überlegungen, die Bebauungspläne zu ändern, so dass Gewerbeflächen in Erdgeschosslagen in barrierefreien Wohnraum umgewandelt werden könnten. Das Harztor soll dadurch neu belebt werden und ein dauerhaft attraktiver Wohnstandort für Jung und Alt verschiedener Kulturen entstehen. Kaum genutzte Grünflächen der hist. Wallanlagen bieten außerdem Potenzial für einen Aktionsraum, der zur Stärkung der Gemeinschaft und Identifikation mit dem Gebiet als „Unser Harztor“ genutzt werden kann.
Ausgangslage
Im Quartier Harztor, dessen hist. gewachsener Name in den Köpfen der Menschen Northeims seit jeher fest verankert ist, zeigt sich exemplarisch eine in der gesamten Innenstadt von Northeim charakteristische und besorgniserregende Entwicklung: Es gibt eine hohe Anzahl von strukturellen Leerständen, Modernisierungsstau in denkmalgeschützter Fachwerk-Bausubstanz und eine Tendenz der Überalterung der Bewohner*innen. Durch das sinkende Mietniveau erfolgt ein vermehrter Zuzug von Menschen mit unterschiedlichen Migrationshintergründen, gleichzeitig bleiben erforderliche Integrationsleistungen aus. Die Mischung dieser Faktoren birgt die Gefahr einer Abwärtsspirale, die mit einem mangelnden Vertrauen in eine positive Zukunft des Harztors bereits begonnen hat und zu einer Verfestigung der Probleme führen könnte (mangelnde Investitionsbereitschaft in die vergleichsweise kosten- und pflegeintensive Bausubstanz, weitere Absenkung des Mietniveaus und Wohnstandards sowie eine Stigmatisierung des Quartiers als sozial und qualitativ schlechte und "abgehängte" Wohn- und Geschäftslage). Es bedarf dringend positiver Impulse für dieses Quartier, um langfristig ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld am Harztor aufzubauen und zu sichern. Möglichkeiten dafür bieten sich durch die Aktivierung der Menschen im Quartier, die Beteiligung bei der Gestaltung und Nutzung von Flächen, die Förderung des Miteinanders durch Begegnung und Kommunikation. Außerdem ist die ressortübergreifende Kooperation von sozialen Einrichtungen im Quartier erforderlich. Zusätzlich muss eine gesunde und zukunftsfähige Entwicklung des Quartiers auch durch eine kommunale Strategie der Stadt unterstützt werden.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Northeim Harztor
Beschreibung
Das Harztor befindet sich am östlichen Rand der historischen Altstadt von Northeim. Es ist das Quartier mit den Straßen: Schaupenstiel, Breite Straße, Kirchstraße und Kirchplatz, sowie Entenmarkt, Am Kalandhaus, Häuserstraße, Holzhäuser Straße und Mauerstraße. Folgende soziale und kulturelle Einrichtungen sind in dem Quartier bzw. daran angrenzend vorhanden: Das Kinder- und Jugendkulturzentrum Alte Brauerei, der Familientreff Hærztor, das Haus der Begegnung, die Evangelische Jugend, die Oase, der Freihafen sowie zwei Kindertagesstätten, das Theater der Nacht und die St.Sixti Kirche. Am östlichen Rand befinden sich die historischen Wallanlagen mit Grün- und Parkflächen, Spielplätzen und Wasserflächen. Die Grünanlagen bieten das Potenzial für einen Aktionsraum, der im Projekt genutzt werden soll. Die Nutzung dieser Flächen kann das Wohnen und den Zuzug Jüngerer in das Gebiet attraktiv machen (Reurbanisierung). Im Quartier Harztor zeigt sich was charakteristisch für Northeims Innnenstadt ist: Ein allgemeiner demografischer Schrumpfungsprozess, der sich auch als schleichendes Downgrading des Quartiers darstellt. Es finden vermehrt Fortzüge statt und die negative Geburtenrate trägt weiter dazu bei, dass immer weniger Jüngere in der Stadt leben. Es kommt zur Herausbildung von Singlehaushalten mit Menschen mittleren und höheren Alters. Durch geringe private Investitionen in die Substanz verschlechtert sich die Wohnqualität. Durch all diese Faktoren wird der innerstädtische (Sozial-)Entwicklungsbedarf deutlich. In dem Gebiet Harztor wird modellhaft ein innovativer Ansatz entwickelt, der auf die gesamte Kernstadt ausgeweitet werden kann, da die Merkmale des Projektgebietes Harztor mit der Gesamtstadt weitestgehend vergleichbar sind. Die Stadt ist interessiert an der Zusammenarbeit und Entwicklung des Quartiers sowie einer Übertragung der Strategien und Methoden auf das gesamte Gebiet der Kernstadt Northeim.
Einwohnerzahl
350
Quelle / Anmerkungen
Nach Auskunft der Stadt leben 350 Menschen im Gebiet Harztor. In der gesamten Innenstadt sind es 2051 Einwohner. Das Harztor spiegelt die Gesamtsituation der Innenstadt mit Tendenz der Überalterung, relativ wenig Kindern, Leerständen & Sanierungsbedarf.
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Kinder unter 14 Jahren", die von der Stadt erstellt wurde. Im Projektgebiet beträgt der Anteil an Kindern bis einschliesslich 14 Jahren: 11,1% In der gesamten Kernstadt (dieser Begriff meint den Bereich der historischen Altstadt Northeims) liegt der Anteil bei 10,6%. Für das Projektgebiet ist der Anteil an Jugendlichen bis 14 Jahren also etwas höher als in der direkten Umgebung.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
17
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Bewohner nach Altersstruktur", die von der Stadt erstellt wurde. Im Projektgebiet liegt der Anteil der Jugendlichen/Jungen Erwachsenen (Kriterium: >14 <27) bei 13,7%. Verglichen mit der gesamten Kernstadt (16,9%) ist dieser Wert deutlich niedriger. Der niedrige Wert erklärt sich hauptsächlich durch den sehr geringen Anteil dieser Gruppe im Mikroquartier III (7,8%).
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu die Karte "Quartier Harztor Altersstruktur" und "Quartier Harztor Anteil ueber 60 in Prozent", die von der Stadt erstellt wurde. Der größte Anteil der Bewohner (etwa 50-60 %) im Quartier Harztor ist zwischen 26 und 64 Jahren alt. Betrachtet man die Gruppe der über 60jährigen, ergibt sich für das Projektgebiet ein Anteil von 25,1%. Im Vergleich mit der gesamten Kernstadt (27,9%) ist dieser Wert etwas geringer. Das Projektgebiet zeigt besonders im Quartier III eine deutliche Überalterung, der Anteil der über 60jährigen liegt dort bei 33,3%.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Siehe dazu Karte "Quartier Harztor Anteile Geburtsländer und Quartier", die von der Stadt erstellt wurde. Hier zeigt sich, dass in den Mikroquartieren I & II ein vergleichsweise recht hoher Anteil von Menschen aus dem asiatischen Raum zu verzeichnen ist. Wie der Anteil der Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in der gesamten Innenstadt verteilt ist, lässt sich leider nicht beschreiben, da dazu keine belastbaren Daten bei der Stadt vorliegen.
GWA/QM-Ansatz
Die Bewohner und Bewohnerinnen stehen im Zentrum. Die sozialräumliche Wahrnehmung des Quartiers wird in Stadtteilbegehungen mit Kindern und Erwachsenen erfasst und aktivierende Befragungen durchgeführt. Der Sozialraum wird aus Sicht der Menschen, die dort leben, beschrieben. Die Bewohner und Bewohnerinnen werden selbst aktiv. Sie formulieren Bedarfe und Wünsche und verwirklichen sie in Aktivitäten z.B. urban gardening (dafür haben wir einen erfahrenen Mitarbeiter, der in den Internationale Gärten e.V. in Göttingen sehr aktiv ist), Kochaktionen, Spielenachmittag, Café, Kunstaktion, Fest, Flohmarkt u.a. Bestehende Angebote, Vertreter der sozialen Einrichtungen und vorhandene Räume werden einbezogen und damit Stärken vor Ort genutzt. Verschiedene Lebensbereiche und Altersgruppen werden angesprochen und beteiligt (Bildung, Kultur, Gesundheit, Soziales, Wohnen). Es wird ressortübergreifend geplant und gehandelt. Vorhandene Einrichtungen im Quartier erarbeiten kooperativ ein abgestimmtes Angebot und beziehen die Bedarfe der Anwohner ein. Es wird ein Netzwerk aufgebaut und genutzt. Darüber hinaus möchten wir mit dem Café Dialog (Werk-statt-schule) kooperieren (Quartier Südstadt) und Brücken zwischen den Quartieren bauen. Wir möchten uns methodisch austauschen im Hinblick auf Aktivierung und Befragung der Menschen in den Gebieten. Es können auch interkulturelle Aktionen entstehen (z.B. urban gardening, Kultur-Café, Kochen) Das Projekt passt in die kommunale Strategie der Stadt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Dokumentation der Stadtteilbegehungen liegen vor mit Wahrnehmung, Bedarfen und Wünschen der Bewohnerinnen. Ergebnisse der aktivierenden Befragungen mit Ideen zu Maßnahmen und Lösungen sind dargestellt.
Beschreibung
Anwohner realisieren eigene Angebote wie z.B. Kochkurs, Fest, Spielenachmittag, Treffen zum Austausch in einem Cafe.
Beschreibung
Anwohner nutzen vorhandene Begegnungsorte und gemeinschaftliche Räume bei den bestehenden sozialen Einrichtungen und bringen eigene Ideen zur Gestaltung ein bzw. führen Aktionen oder Veranstaltungen eigenständig oder begleitet durch.
Beschreibung
Mehrere Zielgruppen und Altersgruppen beteiligen sich an einer Aktion (z.B. Flohmarkt, Fest). Die Aktion findet statt, es kommen Besucher, in einer Befragung wird die Zufriedenheit erfasst und dokumentiert.
Beschreibung
Verschiedene Akteure aus den Bereichen Wohnen, Soziales, Kultur, Gesundheit, Kirche, Wirtschaft und Politik beteiligen sich, indem sie ihre Ideen und Wünsche z.B. in einer Stadtteilkonferenz, Zukunftswerkstatt, einem World Cafe oder Open Space einbringen.
Beschreibung
Die sozialen Einrichtungen und Akteure im Quartier bekunden ihr Interesse an einer Kooperation in einer Interessenbekundung. Gemeinsame Ziele und Projekte für die Gemeinwesenarbeit im Quartier werden definiert.
Beschreibung
Anwohner und Anwohnerinnen beteiligen sich an Planung und Initiierung von Aktionen oder Veranstaltungen und nehmen daran teil. Ressourcen und Potenziale werden benannt.
Beschreibung
Bedarfsanalyse liegt vor, die beschreibt, was die Anwohner und Anwohnerinnen im Quartier brauchen und sich für ihr Quartier wünschen. Es gibt Ansprechpartner für die Fragen/Bedarfe der Bewohner im Familientreff oder in einer anderen Einrichtung.
Beschreibung
Eine Veranstaltung mit Akteuren aus dem Quartier und der Politik/Verwaltung wird durchgeführt, Ergebnisse des Projektes und Vorhaben der Stadt präsentiert. Bedarfe der Bewohner werden von der Stadt wahrgenommen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Die Stadt ist über die Ziele, Entwicklung und Aktivitäten im Projekt informiert sowie an der Planung und Umsetzung beteiligt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Jugendkulturzentrum "Alte Brauerei", Theater der Nacht
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus der Begegnung, Oase, AWO, Senioren heute, Alte Wache, Evangelische Jugend, Kindergarten, Krippe, Kooperation mit der Werk-Statt-Schule (Quartier Südstadt) zum Methodenaustausch und Miteinander der Kulturen fördern z.B. urban gardening, Kultur-Cafe
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Sixti, Evangelische Jugend
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lokale Presse (Hallo und HNA), StadtRadio Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister Simon Hartmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinder, Jugendliche, Erwachsene, Männer, Frauen, Geschäftsleute, alle Generationen und Kulturen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Blumenladen Zastrow, Kiosk, Ute Pfaff Goldschmiedin, PC-Laden, Friseur, Die Schaupe (Regionale Lebensmittel), Kreishandwerkerschaft, Architektenbüro Lange/Puche
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kinderärztin (Dr.med. Linke-Rumann), Allgemeinarzt (Dr.med. Faulborn)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnungsgenossenschaft: Wohnen in Northeim GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportschule Mark Haubold, Wissenschaft und Forschung (Prof.Dr. Peter-Ulrich Wendt, Hochschule Magdeburg-Stendal)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DJH Jugendherberge Northeim
Typ
Stadtteil
Galerie
bild von sophia familientreff haerztor
familientreff haerztor northeim
familientreff haerztor eltern kind gruppe april 2019 img 3341
Zustimmung Veröffentlichung
On