Miteinander sicher im Stadtteil
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Regina Dirksen
| Funktion | Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Integration und Sicherheit im nachbarschaftlichen Zusammenleben
Projektbeschreibung
Das Projekt soll in Kooperation mit dem Präventionsrat zum einen der Verbesserung von Bildungs- und Beschäftigungschancen von Müttern mit Migrationshintergrund mit Kindern dienen und zum anderen das subjektive Sicherheitsgefühl im Stadtteil stärken. Durch Kooperation mit verschiedenen Akteuren im Stadtteil(Schulen, Jobcenter, Bildungsträgern, Sportvereinen etc.) werden diese Frauen gezielt zu ausgewählten Themen geschult und durch praktische Vororterkundungen auf das Leben hier konkret vorbereitet. So sollen Möglichkeiten geschaffen werden, im Stadtteil anzukommen und dort am sozialen und gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Zum anderen soll das Projekt explorative Stadtteilrundgänge anbieten, die der Thematisierung und Verbesserung des subjektiven Sicherheitsempfindens dienen, da dass das subjektive Sicherheitsempfinden und die objektive Sicherheitslage oft weit auseinanderliegen. Da das Empfinden von Unsicherheit die Einzelnen auch in der Gestaltung ihres Umfeldes und ihrer sozialen Beziehungen beeinträchtigt, dienen die explorativen Stadtteilrundgänge der Suche nach den Ursachen für diese Unsicherheiten. Diese können in baulichen oder in sozialen Zusammenhängen liegen. Die Rundgänge dienen der Reflexion von Vorurteilen, der Prüfung der eigenen Wahrnehmung und der Stärkung des Miteinanders im Wohngebiet. Die Stadtteilrundgänge werden sich zunächst einmal an ältere Menschen im Wohngebiet richten, sollen aber sukzessive auf andere Personengruppen ausgebaut werden. Für das kontinuierliche und an unterschiedliche Personengruppen gerichtete Angebot der Stadtteilrundgänge braucht es eine Anlaufstelle, in diesem Falle eine/n Quartiersmoderator/in. Diese Stelle soll GWA und Präventionsrat eng miteinander verzahnen und damit auch für andere Standorte beispielhaft Erfahrungen darin sammeln, wie sich beide, Kriminalprävention und Gemeinwesenarbeit, im Quartier optimal ergänzen. Gemeinsames Ziel ist immer das gelingende Zusammenleben im Stadtteil.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Durch den Zuzug von Geflüchteten in den vergangenen Jahren hat sich der Stadtteil von seiner Bewohnerschaft verändert. In der Zeit der großen Flüchtlingswelle kamen sehr viele Geflüchtete (geschätzt 400-500 Personen) in den Gemeinschaftsunterkünften in der unmittelbaren Nachbarschaft an und orientierten sich hier im Stadtteil. Da Dietrichsfeld eine Wohnstruktur mit vorwiegend Mehrfamilienhäusern und damit entgegen der üblichen Verhältnisse in Oldenburg noch recht günstigen Wohnraum bietet und auch kleine Wohnungen zur Verfügung stehen, ist das Gebiet sehr gefragt von Menschen mit niedrigem Einkommen (Rentner, Arbeitslose, Studierende, Geflüchtete etc.). So haben auch viele Geflüchtete gerade aus Syrien, dem Irak, Afghanistan und Eritrea im letzten Jahr nach ihrem Auszug aus der Gemeinschaftsunterkunft eigene Wohnungen in Dietrichsfeld gefunden. Schulen und Kindergärten werden besucht und man begegnet sich in Geschäften, bei Ärzten und im Alltag. Dies sorgt bei vielen Alteingesessenen "Dietrichsfeldern" für ein subjektives Unsicherheitsgefühl gegenüber den "Fremden", es entsteht außerdem der Eindruck, die Geflüchteten nehmen den „Anderen“ die knappen Ressourcen an Wohnungen, Kita-Plätzen etc. weg. Deshalb ist es wichtig, durch entsprechende Begegnungsmöglichkeiten, einem Miteinander, Informationen und gegenseitigen Respekt voreinander entgegenzuwirken. Ein weiteres Problem ist das subjektive Sicherheitsempfinden im Stadtteil. Da das Empfinden von Unsicherheit die Einzelnen auch in der Gestaltung ihres Umfeldes und in der Gestaltung ihrer sozialen Beziehungen beeinträchtigt, dienen die explorativen Stadtteilrundgänge der Suche nach den Ursachen für Unsicherheiten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Dietrichsfeld
Beschreibung
Abgrenzung Dietrichsfeld:
-im Norden der Fliegerhorst und der Bürgerbuschweg bis zur Bahn
- im Osten die Bahnlinie, die auch an den Großen Bürgerbusch (Stadtpark) grenzt
- im Süden die Autobahn (bzw. die Stelle, an der die Autobahn die Alexanderstraße überquert) und Babenend
- im Westen der Mittelweg, aber teilweise zieht sich das auch bis zum Rauhehorst
Einwohnerzahl
8687
Quelle / Anmerkungen
Statistik Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
23
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Aktuelle statistische Daten des Amtes für Jugend und Familie
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gwa_dietrichsfeld.pdf
(1.55 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit ist für uns eine an den Ressourcen der Bewohnerinnen und Bewohner orientierte soziale Arbeit in sozial benachteiligten Wohngebieten. Ausgangslage für das sozialpädagogische Handeln sind dabei stets die individuellen Fähigkeiten der im Wohngebiet lebenden Menschen. Dabei sollen sie ermutigt, gefördert und unterstützt werden, sich für ihre Interessen und Bedürfnisse zu engagieren, Empowerment zu entwickeln und damit ihre Lebensqualität zu erhöhen. Des weiteren soll eine Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur durch vielfältige Angebote und durch Vernetzung mit anderen Akteuren im Stadtteil erreicht werden, um Synergieeffekte zu bewirken. Damit soll eine Aktivierung der Bewohnerinnen und Bewohner zur Selbsthilfe und Selbstständigkeit erfolgen und diese sollen befähigt werden, Verantwortung für das persönliche, soziale und wohnliche Umfeld zu übernehmen. Zu den Grundsätzen der Arbeit gehören daher Schritte zur Integration aller im Stadtteil lebender Menschen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Vertrauen zu Müttern mit Migrantionshintergrund mit kleinen Kindern ist aufgebaut
Kriterium
Beschreibung
Bedarfslagen der Bewohnerinnen und Bewohner sind durch Befragungen erfasst
Kriterium
Beschreibung
Menschen im Stadtteil werden unterstützt und begleitet
Kriterium
Beschreibung
Menschen aus dem Stadtteil unterstützen andere in Sprache und Alltagskompetenz
Kriterium
Beschreibung
Themenbezogene Gruppen organisieren sich
Kriterium
Beschreibung
Ideen und Vorschläge der Bewohnerinnen und Bewohner sind erfragt und werden genutzt
Kriterium
Beschreibung
Multiplikatoren aus unterschiedlichen Zielgruppen wirken aktiv mit
Beschreibung
Regelmäßig finden gemeinsame Austauschtreffen und Möglichkeiten zur Kommunikation für die unterschiedlichen Gruppen statt
Beschreibung
Fachübergreifende Zusammenarbeit mit anderen Akteuren auf lokaler Ebene findet statt
Beschreibung
Themen werden als Teil eines Ganzen in die Gemeinwesenarbeit integriert.
Beschreibung
Bestehende Kooperationen und Netzwerke werden genutzt zum Informationsaustausch
Kriterium
Beschreibung
Neue Kooperationen entstehen
Kriterium
Beschreibung
Räume der Begegnung für unterschiedliche Kulturen werden geschaffen
Beschreibung
Freiwilliges Engagement entsteht in der Nachbarschaft, Ehrenamt wird unterstützt
Beschreibung
Bedarfe werden erfragt und erkannt und Planungen werden vorangetrieben
Kriterium
Beschreibung
Gemeinsame Aktionen mit anderen Akteuren im Stadtgebiet
Kriterium
Beschreibung
Bekanntmachung des ´Projektes durch öffentliche Aktionen oder Pressearbeit
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In der GWA Dietrichsfeld sind zwei hauptamtliche Sozialpädagogen-Stellen und eine 50 % Erzieher-Stelle sowie eine 50 % Hauswirtschaftsstelle vorhanden. Außerdem ist regelmäßig eine Praktikantin für das Berufsanerkennungsjahr soziale Arbeit im Einsatz.
Daneben gibt es regelmäßig ca. 5-8 Honorarkräfte, die im Rahmen von 2-4 Stunden pro Woche unterstützen sowie zahlreiche Ehrenamtliche, die regelmäßig oder unregelmäßig die Aktivitäten der GWA begleiten, Ideen und Projekte initiieren, anregen und umsetzen, je nach Bedarf der im Stadtteil lebenden Bewohnerinnen und Bewohner. Eine Unterstützung und Begleitung erfolgt durch das hauptamtliche Personal.
Des weiteren gibt es zahlreiche Kooperationen mit anderen Akteuren der sozialen Arbeit.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Grundschulen und weiterführenden Schulen im Gebiet
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie, Caritas, Paritätischer Wohlfahrtsverband
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchen und Religionsgemeinschaften
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Koordinierungsstelle Frauen und Wirtschaft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Jugend und Familie
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Schule und Bildung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Zentrales Flüchtlingsmanagement
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Kultur und Sport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhilfeeinrichtungen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Freizeitstätte Bürgerfelde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bildungsträger wie z.B. VHS und Arbeit und Leben
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindertagesstätten
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Kontakt- und Beratungsstelle Mühlenberg
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Birgit Teschner
| Funktion | Bereichsleitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Krisenintervention, Aufbau Anlaufstelle, Integration, Förderung Kommunikation und nachbarschaftlichen Zusammenlebens
Projektbeschreibung
Den problematischen Entwicklungen im hannoverschen Stadtteil Mühlenberg soll mit einem interdisziplinären Nutzungskonzept für ein leerstehendes Gebäude entgegengewirkt werden. Für und mit den BewohnerInnen soll in diesem Gebiet mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eine Anlaufstelle aufgebaut werden, in der unterschiedliche Beratungen (Schuldnerberatung, JobCenter, Integration, EU-Zuwanderung, etc.), ein Betreuungs- und Familientreffpunkt zur Förderung frühkindlicher Bildung und Entwicklung angeboten werden, Integrationsgruppen wie z.B. Erzählcafé oder offener Treff einen Ort finden und Beteiligungsprozesse mit den BewohnerInnen durchgeführt werden.
Im Vordergrund steht die Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe, der Hilfe zur Selbsthilfe, des bürgerschaftlichen Engagements, der Aufbau nachbarschaftlicher Unterstützungssysteme und der Kommunikation der unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen (sozial und national) im Stadtteil.
Das Gebiet Mühlenbrg wurde 2014 vom Land in das Programm Soziale Stadt aufgenommen. Extreme Bevölkerungszuwächse in den Jahren 2015 und 2016 haben die Sozialstruktur besonders in den Wohnanlagen Canarisweg (Hochhäuser) und Teilen des Ossietzkyring so verändert, das zusätzliche Interventionen dringend notwendig sind. Einerseits sollen für die BewohnerInnen aus den genannten Straßenzügen zusätzliche Angebote/Unterstützungen geschaffen werden, um sie vor weiteren Stigmatisierungen zu schützen, gleichzeitig sollen sie und alle StadtteilbewohnerInnen in Integrationsprozesse eingebunden und aktiv beteiligt werden, um das Zusammenleben positiv zu gestalten und die Lebensqualität in diesem Stadtteil zu erhöhen.
Der hohe Bevölkerungsanteil mit ganz unterschiedlichen Migrations- und Zuwanderungshintergründen in diesem Gebiet wird als Belastung angesehen und verantwortlich gemacht für Probleme wie z. B. mit Müll im öffentlichen Raum. Die kulturelle Vielfalt kann jedoch auch als Potential positiv genutzt werden. Kommunikation und Austausch sind dafür notwendig, die über Angebote und "Kümmerer" in der neuen Kontakt- und Beratungsstelle am Stauffenbergplatz hergestellt werden sollen.
Das vorhandene Quartiersmanagement braucht aufgrund der Größe des Gebietes (72 ha) dringend Unterstützung in diesem Prozess, um eine Balance zwischen den Interessen der engagierten Menschen mit Wohnungseigentum, den "normalen" Mietern im Wohnungsbestand und der Bevölkerung in den tendenziell problematischen Wohnungen im Programm Soziale Stadt zu erzielen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Stadtteil Mühlenberg wird seit 2015 das Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt umgesetzt, mit dem vorrangig investive Maßnahmen gefördert werden. Ein extremer Bevölkerungszuwachs in den Jahren 2015 und 2016, der in erster Linie durch die Beseitigung von Wohnungsleerständen erfolgte, durch den Familiennachzug von Geflüchteten, die hier ihre erste Wohnung nach der Unterbringung in Flüchtlingsunterkünften bezogen und durch EU-Zuwanderung aus Bulgarien und Rumänien, führen aktuell zu einer besonders angespannten Situation in diesem Gebiet. Zeitgleich konnte die soziale Infrastruktur nicht adäquat ausgebaut werden, sodass Kinderbetreuungsplätze fehlen und in den Schulen nunmehr vom "pädagogischen Notstand" die Rede ist. Vorhandene Vereine und Einrichtungen, die Nachbarschaftsarbeit fördern und Beratungen anbieten sind schon lange an ihre Grenzen gestoßen und können den großen und vor allen Dingen vielfältigen (z. B. sprachlichen) Bedarfen aus der Bewohnerschaft nicht mehr entsprechen. Da diese Situation in der Gesamtbevölkerung des Stadtteils zu großem Unmut führt, Zuschreibungen insbesondere bezogen auf die BewohnerInnen der Hochhaussiedlung am Canarisweg und Teilen des Ossietzkyrings zu einer weiteren Stigmatisierung dieses Quartiers führen, besteht dringender Handlungsbedarf an zusätzlichen Maßnahmen und Interventionen, die das Zusammenleben positiv befördern und den negativen Entwicklungen etwas entgegensetzen. Dazu brauchen die hier lebenden Menschen Unterstützung, müssen aber gleichzeitig auch aktiviert und beteiligt werden, zur Selbstorganisation ermutigt werden und die etablierte Bevölkerungnd in den Integrationsprozess eingebunden werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Mühlenberg
Beschreibung
Bewusst wird die Gebietskulisse für das Progranmm Soziale Stadt auch für diese Landesförderung gewählt, da es nicht nur um Unterstützung der BewohnerInnen in den aktuell extrem stigmatisieten Straßenzügen geht, sondern um eine Problemlösung größtenteils städtebaulich erzeugter Probleme aus 1970er Jahren, die eine Trennung der Bevölkerung links oder rechts der Bornumer Strasse (tiefergelegte Schnellstrasse) zur Folge hatten. Mühlenberger BewohnerInnen beider Seiten werden aber gebraucht, um Integrationsprozesse in diesem Gebiet zu befördern und es muss ein Bewusstsein möglichst vieler Menschen im Stadtteil entwickelt werden, das den unterschiedlichen sozialen und kulturellen Hintergründen eeine gemeinsame Stadtteilidentität ermöglicht.
Einwohnerzahl
7573
Quelle / Anmerkungen
Landeshauptstadt Hannover Wahlen und Statistik, Koordinationsstelle Sozialplanung der Stadt Hannover
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Die besondere und aktuell auch sehr brisante Situation am Mühlenberg, auf die in über 20 Presseberichten in den letzten Wochen aufmerksam gemacht wurde, macht es notwendig, hier zusätzlich zum Programm Soziale Stadt Maßnahmen zu ergreifen, um Konflikte abzubauen, Integrationsprozesse zu befördern und die Bewohnerschaft zu stabilisieren.
Mit dem Städtebauförderungsprogramm Soziale Stadt werden überwiegend investive Maßnahmen gefördert, gefragt sind hier aber soziale Kompetenzen, mit denen der soziale Zusammenhalt gestärkt wird und Begegnung und Kommunikation gefördert wird. Der Arbeitsansatz Gemeinwesenarbeit eignet sich hierfür in besonderer Weise.
Obwohl die Landeshauptstadt Hannover auch kommunale Mittel zur Verbesserung der sozialen und kulturellen Infrastruktur in Gebieten Soziale Stadt einsetzt, sind diese Mittel natürlich begrenzt.
Die Bevölkerung im Mühlenberg ist in erster Linie durch eine große Gruppe von EU-Zuwanderern aus Bulgarien und Rumänien gewachsen und durch Geflüchtete vornehmlich aus dem Irak und Syrien. Um weitere Eskalationen zu vermeiden, besteht dringender Handlungsbedarf auch dieses Bevölkerungsgruppen in die deutschen Regelwerke bzgl. z.B. Bildung und in den Stadtteil zu integrieren.
Städtebauliche Probleme und die Qualität des Wohnungsbestandes tragen dazu bei, dass sich die Sozialstruktur im Stadtteil stark verändert hat. Das Gebiet weist überproportional viele Arbeitslose und TransferleistungsempfängerInnen auf. Die Situation dieser Menschen hat wiederum Auswirkungen auf das Quartier. Während in freiwerdende Wohnungen vor allem Menschen in prekären Lebenslagen oder mit Migrationsgeschichte (Geflüchtete, EU-Zuwanderung) ziehen, die es insgesamt schwerer auf dem Wohnungsmarkt haben, nehmen die stabilisierenden Kräfte zur Selbstorganisation des Stadtteillebens und zur Integration tendenziell ab. Der extreme Bevölkerungszuwachs hat die Veränderung der Sozialstruktur nochmal maßgeblich beeinflusst und führt zu Problemen im Stadtteil, denen jetzt entgegengewirkt werden muss.
Die bestehenden Veränderungen der Sozialstruktur betreffen allgemein das gesamte Gebiet, besondere Probleme weisen allerdings der Bereich Canarisweg und Teile des Ossietzkyrings auf. Bereits bestehende Angebote müssen dringend erweitert und durch gezielte Integrationsmaßnahmen ergänzt werden, um auch das Selbsthilfepotential der Bewohnerinnen und Bewohner zu aktivieren.
Durch die Stärkung von Mitwirkungs- und Beteiligungsstrukturen sollen sich für die Bewohnerinnen und Bewohner die Möglichkeiten verbessern, sich für ihre Belange und das Stadtteilleben zu engagieren. Dies umfasst auch die Stärkung von Strukturen der nachbarschaftlichen Selbstorganisation, die zur Stabilisierung des Quartiers beitragen sollen.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Bundesagentur für Arbeit und Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
44
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Landeshauptstadt Hannover Fachbereich Steuerung, Personal und Zentrale Dienste, Sachgebiet Wahlen und Statistik
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
gebietsgrenze_soziale_stadt_muehlenberg.pdf
(745.52 KB)
gebietsumschreibung_muehlenberg.pdf
(16.58 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit dem Ziel, eine gleichberechtigte Teilhabe aller Bewohnerinnen und Bewohner eines Stadtteils am gesellschaftlichen Leben im Quartier zu erreichen, schafft GWA Zugänge zu den zentralen Bereichen wie Bildung, Kultur, Beschäftigung und politische Partizipation. Es werden Begegnungsmöglichkeiten zwischen Menschen verschiedener ethnischer, nationaler und sozialer Herkunft geschaffen, um Vorurteile und Konkurrenzen abzubauen und langfristig gemeinsam das Miteinander und das Lebensumfeld zu gestalten. Menschen ist ihr direktes Lebensumfeld sehr wichtig, ihr Quartier, ihr Stadtteil. Genau hier setzt Gemeinwesenarbeit an mit dem Ziel, die Lebensqualität der Menschen in Stadtteilen zu erhöhen und ihnen die gleichberechtigte Teilhabe am Leben in der Gesellschaft zu ermöglichen.
Die Gemeinwesenarbeit der Landeshauptstadt Hannover ist in vier Gebieten mit besonderem sozialen Entwicklungsbedarf eingesetzt, in denen ein hoher Anteil der Bewohnerinnen und Bewohner in der Regel über ein geringes Einkommen verfügen und/oder Transferleistungen beziehen und viele Menschen mit Zuwanderungsgeschichte aus ganz unterschiedlichen Nationen leben. Aktuell gehören diese Stadtteile auch zu den Ankommensorten von Flüchtlingen, so wie Mühlenberg. Der Arbeitsansatz der Gemeinwesenarbeit ermöglicht eine unmittelbare und flexible Reaktion auf die sich bewegenden Strömungen und aktuellen Situationen in den Stadtteilen. Vor allem ihr Zielgruppen übergreifender Ansatz ist gut geeignet Brücken zu bauen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bewohnerinnen und Bewohner aus den Häusern Canarisweg, Ossietzkyring und Leuschnerstraße organisieren sich, formulieren Ihre eigenen Interessen und Bedarfe und vertreten diese z.B. in Stadtteilgremien und/oder der Sanierungskommission.
Kriterium
Beschreibung
Die Kontakt- und Anlaufstelle wird auch von selbstorganiserten Gruppen genutzt, die sich über die Aktivierung durch GWA gebildet haben.
Kriterium
Beschreibung
Die vorhandenen Einrichtungen und Kompetenzen werden in die Umsetzung der Kontakt- und Beratungsstelle eingebunden und durch regelmäßigen Austausch sinnvoll ergänzt. Vorhandene Potentiale von bürgerschaftlichem Engagement neu belebt werden.
Kriterium
Beschreibung
Begegnung und Kommunikation finden zwischen den zugezogenen Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern und den "Pionieren" (Erstbewohner meist mit Wohneigentum) statt, soziale Unterschiede überwunden, der Stadtteil als gemeinsamer Raum gestaltet.
Beschreibung
Fachbereichsübergreifende Nutzung der Kontakt- und Beratunsstelle funktioniert, weitere Disziplinen (Beschäftigungsförderung, Gesundheit, etc.) zur Problemlösung eingebunden.
Beschreibung
Bestehende Netzwerke vor Ort werden auf ihre Funktionalität bezogen auf die Problemlage geprüft, evtl. verändert und ausgebaut.
Kriterium
Beschreibung
Die unsichtbaren Grenzen des Stadtteils verschwimmen zunehmend, gegenseitiger Respekt, Anerkennung und Toleranz führen zu einem friedlichen Miteinander der verschiedenen Kulturenund soziale Lagen.
Beschreibung
Anpassung der sozialen Infrastruktur an die Bevölkerungsentwicklung im Mühlenberg besonders in Bezug auf Bildungseinrichtungen (Kta, Schule, Qualifizierungsmaßnahmen, etc.) und Integrationsmaßnahmen.
Kriterium
Beschreibung
Bewusster Umgang mit dem Stadtteil als Ankommensort der Stadt für Geflüchtete und Zuwanderer, deshalb verstärkte dezentrale Integrationsangebote.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Koordierungstelle Zuwanderung Osteuropa - Frau Galinat
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Integrationsmanagment - Frau Stolzenberg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LHH Bürgerschaftliches Engagement und soziale Stadtteilentwicklung - Quartiersmanagment, Frau Dieckmann-Bartels
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Bereich frühkindliche Bildung/Elterntreffs
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Miteinander für ein schönes Viertel - MSV e.V. Nachbarschaftsarbeit - Frau Schroers, Frau Bleichwehl
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
hanova - städtisches Wohnungsunternehmen, Quartiersmanagement, Frau Koller
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familienzentren und Kindertagesstätten im Gebiet
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesen in Delmenhorst - Wir alle gemeinsam als Bürger dieser Stadt!
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Rudolf Mattern
| Funktion | Fachbereichsleitung Soziales |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir alle gemeinsam Bürger dieser Stadt!
Projektbeschreibung
Ziel des Projektes ist der Ausbau der bisherigen Einrichtungen und Bemühungen der Stadt Delmenhorst, ein flächendeckendes Netz an Begegnungs- und Beratungsstätten in Delmenhorst zu schaffen. Dazu sollen neben den bisherigen Standorten "Wollepark" und "Düsternort" auch die Stadtteile "Hasport" und "Deichhorst" in ein gemeinschaftliches Konzept zur nachhaltigen Etablierung von Gemeinwesenarbeit in Delmenhorst eingebunden werden. Hierfür konnte die AWO in Delmenhorst als starker und verlässlicher Partner gewonnen werden. So ist geplant, dass die AWO die Arbeit im Stadtteil "Deichhorst" und das Diakonische Werk in "Hasport" übernehmen wird.
Neben der Einrichtung zweier neuer Standorte, ist auch die Einrichtung einer Koordinierungs- und Leitungsstelle geplant, die den Austausch aller vier Standorte unterstützen und die Kooperation und Kommunikation auch nach Außen übernehmen soll und als ein Ziel verfolgen wird, Gemeinwesenarbeit als Handlungskonzept in andere Einrichtungen und bei anderen Akteuren zu etablieren.
Als Devise dieses Projekts gilt es, bestehende Ressourcen und Erfahrungen zu nutzen und in die "neuen" Standorte zu tragen. Alle weiteren Ausführungen können den folgenden Teilen entnommen werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die beiden Standorte "Hasport" und "Deichhorst" weisen jeweils unterschiedliche Ausgangslagen auf. In Hasport geht es um das Wohnquartier in der Helgolandstraße. Zwischen Möbelhaus, Naherholungsgebiet und Einfamilienhäusern mit Pool liegt wie auf einer "Insel" eine Wohnanlage mit Mehrfamilienhäusern. Mehr als 20 Nationen teilen sich den Lebensraum auf dieser Insel und grenzen sich nicht nur durch unterschiedliche Wohnformen, sondern auch durch unterschiedliche kulturelle Hintergründe, Religionen und Sprachen von den umliegenden Nachbarn ab. Doch auch das Zusammenleben auf der "Insel" ist nicht als homogen zu bezeichnen. Es fehlt an einer gemeinsamen Identität, der Möglichkeit, neben der bloßen Nachbarschaft Gemeinsamkeiten zu finden und Kontakte herzustellen.
Der Standort "Deichhorst" weist dagegen ein ganz anderes Problem auf. Wo in Hasport eine Segregation der "Probleme" vorliegt, ist das Bild des Stadtteils Deichhorst nur als heterogen zu bezeichnen. Das für das Projekt ausgewählte Gebiet ist in der Mehrheit eine Einfamilienhaussiedlung. Diese Siedlung wird dabei immer wieder durchzogen von "Blacks" und Großwohnanlagen, die entweder vereinzelt oder als größere Ansiedlung über das Projektgebiet verteilt sind. Eine Durchmischung der Bewohnenden dieser Siedlungstypen findet nur bedingt oder gar nicht statt.
Beide Projektbereiche weisen eine hohe Zahl von Migranten aus unterschiedlichen Nationen, eine Vielzahl von Leistungsempfängern und Armutslagen auf. Ein vereinzelter Zuzug von Menschen mit Flucht- oder Asylbewerbungshintergrund ist zwar zu verzeichnen, die Fallzahl rechtfertigt hierbei jedoch keine besondere Problematisierung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Deichhorst
Beschreibung
Das Gebiet zwischen Moorweg und Oldenburger Straße, seitlich begrenzt durch die Brauenkamper Straße im Westen und den Burggrafendamm im Osten sowie die Blocks an der Grundigstraße nördlich der Oldenburger Straße, ist Projektraum im Stadtteil Deichhorst.
Einwohnerzahl
5032
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
-entfällt
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
29
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 299; Stand 09.05.2017)
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
deichhorst_foerdergebiet_byopenstreetmap.jpg
(270.9 KB)
Gebiet-Name
Stadt Delmenhorst - Hasport
Beschreibung
Hasport: Wohnanlage in der Helgolandstraße und der Wohnblock an der Seestraße, sowie die angrenzenden Straßenzüge als Nachbarschaft.
Einwohnerzahl
2854
Quelle / Anmerkungen
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
- entfällt
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017; Leider liegen nur Daten bis 29 Jahre vor)
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Delmenhorst (Stadtbezirk 897; Stand 09.05.2017)
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
70
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Spezifizierung des o.g. Wertes. es ist davon auszugehen, dass 70% der Ausländischen Bewohnenden in der Helgolandstraße bzw. am Block in der Seestraße leben.
Schätzung Diakonisches Werk
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
hasport_foerdergebiet_byopenstreetmap.jpg
(178.96 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz der Gemeinwesenarbeit lässt sich kurz zusammenfassen:
Der Mensch steht im Mittelpunkt!
Davon lassen sich die Handlungsansätze ableiten, dass unserer Nachbarschaftsbüros nur Rahmenkonstruktionen sein können, die den Ideen und Interessen der Bewohnenden Halt und unterstützende Struktur geben können. Die Menschen sollen in die Lage versetzt werden, eigene Interessen und Belange zu benennen und umzusetzen bzw. Probleme zu lösen.
Der Mensch soll nicht über Defizite sondern über Stärken und Potentiale definiert werden. Dies bedeutet, dass Identitätsbildung und Abbau von Stigmatisierungseffekten ebenso wichtig sind, wie der Ausbau dieser Potenziale durch Bildungsarbeit oder Projekte zur Etablierung positiver Handlungsmuster.
Gemeinwesenarbeit ist nicht die Arbeit mit den "Problembürgern", sondern soll helfen und unterstützen, Nachbarschaft in der pluralisierten Gesellschaft zu festigen. Ängste vor dem Fremden nehmen und Kontaktmöglichkeiten herstellen - Multikulturalität lebt durch Begegnung.
GWA bietet die Möglichkeit, den Menschen als Ganzes zu betrachten und den komplexen multivariaten Bedürfnissen gerecht zu werden. Arbeit, Leben, Wohnen, Bildung, Kultur und Gesundheit und das über alle Generationen hinweg, der Mensch zählt.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Zwei neue Nachbarschaftsbüros eingerichtet sind. Eine Orte der Begegnung bieten Raum für Ideen und Wünsche der Bewohnenden.
Kriterium
Beschreibung
Eine aktivierende Bewohnendenbefragung wurde durchgeführt. Die Ergebnisse werden zusammengefasst und dienen als Arbeitsgrundlage/ Arbeitsauftrag der Bewohnenden.
Kriterium
Beschreibung
Projekte aus Wünschen/Ideen der Bewohnenden sind entstanden und werden regelmäßig durchgeführt.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner führen eigene Projekte eigenverantwortlich durch. Die Bewohnenden werden in die Lage versetzt eigene Interessen zu erkennen, sich zu organisieren und gleichgesinnte zu finden. Die Räume der Nachbarschaftsbüros stehen als Handlungsort bereit.
Kriterium
Beschreibung
Kooperationen mit den handelnden Einrichtungen und Akteuren wurden erreicht. GWA soll nicht ersetzten, sondern abholen und mitnehmen. Bewohnende, Akteure und bestehende Einrichtungen sind wichtigste Ressource GWA.
Kriterium
Beschreibung
Alle Personalstelle wurden besetzt und eine verlässliche Erreichbarkeit ist sichergestellt. Diese ist wichtig um GWA als verlässlichen Ansprechpartner für die Bewohnenden zu etablieren.
Kriterium
Beschreibung
AWO und Diakonie vertreten und leben gemeinschaftlich eine GWA Konzept. GWA als Grundprinzip der Sozialen Arbeit. Diakonie und AWO gehen diesen Weg gemeinsam und sind gespannt auf die Erfahrungen der gemeinschaftlichen Aktivitäten.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle stellt Kontakte mit allen relevanten Netzwerken her. Delmenhorst zeichnet sich durch einen breites Netz an Akteuren und Einrichtungen aus. Wichtig ist es die Lücken der Netzwerke zu entdecken und sinnhaft zu füllen.
Kriterium
Beschreibung
Die Mehrheit der Bewohnenden über die Einrichtung der neuen Einrichtungen informiert sind. Hiezu ist eine umfassende und wirksame Öffentlichkeitsarbeit unabdingbar.
Kriterium
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle hat eine Handreichung zur GWA entwickelt und veröffentlicht. Was bringt gute Arbeit, wenn man nicht darüber spricht. Erkenntnisse und Ergebnisse der Arbeit können für andere Akteure und Kommunen übertragbar sein.
Kriterium
Beschreibung
Strukturen wurden entwickelt , die eine Durchmischung ermöglichen. Zusammenbringen was zusammen lebt, könnte das Motto der GWA sein. Nachbarschaften etablieren und aktiv mitgestalten.
Beschreibung
Die Bewohner entwickeln eine positive Einstellung gegenüber ihrem Quartier. Ein positives Selbstbild entwickeln und stärken. Menschen werden oft über Defizite und Mangel definiert, der Mensch mit all seinen Gaben und Fähigkeiten sollte im Blick sein.
Beschreibung
Die angrenzenden Quartiere/Nachbarschaften einen positive Einstellung gegenüber dem Projektgebiet entwickeln. Es gibt Kontaktmöglichkeiten, die es erlaubt die "Anderen" kennen zu lernen.
Beschreibung
Die Koordinierungsstelle begleitet neben den beiden neuen Standorten auch die etablierten Standorte und entwickelt so ein gemeinsame Konzept für eine GWA für das gesamte Stadtgebiet.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
entfällt.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Kita Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendtreff Hasport/AWO
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
5 Schulen im Projektgebiet Hasport (Schulzentrum West, Realschule Hohlbeinstraße, Grundschule Beethovenstraße, BBSII und Marienschule)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Nordwest Zeitung; Delmenhorster Kurier, Delmenhorster Kreisblatt u.a.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Alle Relevanten Netzwerke und Akteure zum Themenbereich
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftszentrum Wollepark/Diakonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftsbüro Düsternort
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Waldorf Kita Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev. Kirche St. Johannes Hasport
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationslotsenteam Delmenhorst und Umgebung e. V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Villa/ Stadt Delmenhorst
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KITA "Unterm Regenbogen"
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Nachbarschaftsbüro Ahlhorn
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Franz-Josef Franke
| Funktion | Geschäftsführung/Leitung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ahlhorn - hier ist die Vielfalt zuhause
Projektbeschreibung
Der Ortsteil Ahlhorn in der Gemeinde Großenkneten hat als ehemaliger Militärstandort eine für eine ländliche Region sehr ungewöhnliche Entwicklung genommen. So entstanden in den 1950er und 1960er Jahre eine Vielzahl an Miet- und Geschosswohnungen (Wohnblocks)im Ortszentrum zur Unterbringung von Soldaten und Zivilbeschäftigten. Nach Aufgabe der militärischen Nutzung des Fliegerhorstes wurde der freie Wohnraum von unterschiedlichen (Migranten-) Gruppen genutzt. Hier sind die Spätaussiedler der 1990er Jahre bis hin zu den Geflüchteten der jüngeren Vergangenheit zu nennen. Hieraus resultiert ein sehr hoher Anteil an Bewohner/innen mit ausländischer Staatsangehörigkeit.
Durch die Arbeitsmöglichkeiten in der Landwirtschaft und fleischverarbeitenden Industrie auch im angrenzenden Oldenburger Münsterland ist zusätzlich ein hoher Anteil von nur vorübergehend zuziehenden Menschen zum Zwecke der Arbeitsaufnahme vorhanden.
Neben dem hohen Ausländeranteil ist Ahlhorn geprägt durch eine sehr hohe Fluktuation, so leben mehr als 20 % der Bewohner/innen noch nicht länger als 2 Jahre im Quartier.
Insbesondere dieser Umstand erschwert das Entstehen von tragfähigen Nachbarschaften. Im Rahmen des Projektes sollen deshalb sowohl Begegnungsmöglichkeiten geschaffen als auch die Verwirklichung gemeinsamer gemeinwesenbezogener Interessen durch Menschen unterschiedlicher Kulturen befördert werden.
Hierdurch kann eine Imageverbesserung erreicht werden, die die Stärken des interkulturellen Zusammenlebens und der ländlichen Strukturen zusammenbringt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet im Ortsteil Ahlhorn der Gemeinde Großenkneten ist insbesondere für eine ländlich gelegene Ortschaft in ganz besonderer Weise von einer Kumulation städtebaulicher, wohnungswirtschaftlicher und sozialer Missstände betroffen.
Die Mehrfamilienhausbestände sind größtenteils in einem sehr sanierungsbedürftigen Zustand. Insbesondere in diesen Wohnungen leben überwiegend Ausländer/innen. Im gesamten Gebiet liegt der Ausländeranteil bei 54 %. In einzelnen Straßen erreicht er über 70 %. Es besteht eine hohe Fluktuation. Lediglich 22 % wohnen seit mehr als 10 Jahren am jetzigen Wohnstandort. Demgegenüber sind 39 % (in einzelnen Straßen die Hälfte) der Bewohner/innen kürzer als zwei Jahre am jetzigen Wohnstandort. Diese Umstände verbunden mit einem negativen Image erschweren die Entwicklung einer Nachbarschaft und verstärken die Tendenz von Wegzügen. Eine Auswertung der Kriminalitätsstatistik zeigt eine in Relation zur Einwohnerzahl deutlich erhöhte und tendenziell steigende Fallzahl im Projektgebiet. Gepaart mit Enge und Überbelegung vieler Wohnungen, die dazu führen, dass sich soziales Leben gerade von Jugendlichen und jungen Männern zu großen Teilen auf die Straße und in den öffentlichen Raum verlagert, verursacht dies Ängste und Angsträume speziell bei Kindern / Frauen. Die soziale Segregation wird befördert. Die verbliebenen alteingessenen Bürger/innen sehen die sozialen Entwicklungen mit Sorge, fühlen sich von ihrem Heimatort entfremdet und vermissen Treff- und Anlaufpunkte für einen sozialen Austausch. Es gibt nichtsdestotrotz eine hohe Bereitschaft zu Integrationshilfen für die neu zugezogenen Bewohner, hierzu werden jedoch Begegnungsmöglichkeiten benötigt.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Großenkneten Ahlhorn
Beschreibung
Das Projektgebiet umfasst einen Großteil der Ahlhorner Ortsmitte mit der Ortsdurchfahrt Wildeshauser Straße(zwischen dem Bahnhof im Westen und dem Kreuzungsbe-reich Visbecker / Schulstraße im Osten) sowie nördlich und südlich daran angrenzende Bereiche.
Wie der Kartendarstellung zu entnehmen ist, schließt das Projektgebiet westlich der Bahn das Bahnhofsgebäude, den Parkplatz davor sowie die Grundstücke Cloppenburger Straße 1 und 3 und die Cloppenburger Straße selbst bis zum Kreisverkehr hinter der Bahn ein. Östlich des Kreisverkehrs wird die Cloppenburger zur Wildeshauser Straße. Ab hier sind auch die Grundstücke nördlich und südlich der Straße Teil des Untersuchungsgebietes, zuzüglich einer kleinen Brachfläche hinter dem EDEKA-Markt (Wildeshauser Straße 8). Ab dem Kreuzungsbereich mit „Am Lemsen“ und der Zeppelinstraße weitet sich der Gebietszuschnitt nördlich und südlich der Wildeshauser Straße wie folgt aus:
• Nach Norden bildet „Am Lemsen“ die Grenze des Projektgebietes, ohne selbst Bestandteil zu sein. Die Schulgrundstücke des Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasiums und der Graf-von-Zeppelin-Schule sind ebenso Teil des Projektgebietes wie die nördlich daran an-schließenden Grundstücke und im Südosten die Grundschule. Östlich der Grundschule bildet die Schulstraße die Gebietsgrenze, die aber selber nicht dazu zählt, bis zur Kreuzung mit der Wildeshauser Straße. Der Kreuzungsbereich inkl. der weiter nach Süden verlaufenden Visbecker Straße ist großzügig eingefasst.
• Südlich der Wildeshauser Straße verläuft die Abgrenzung zunächst unter Einbeziehung aller Anliegergrundstücke der Zeppelinstraße bis Höhe Am Kasinowald, wo sie nach Nordosten verschwenkt und entlang „Am Kasinowald“ verläuft, allerdings ohne den Straßenraum einzu-schließen. Vor der Katharinenstraße knickt die Grenze wieder nach Südosten ab, so dass alle Anliegergrundstücke an der Katharinenstraße, der Dorfplatz und das angrenzende Wäldchen Teile des Projektgebietes sind. Hinter dem Sportplatz verläuft die Abgrenzung dann wieder nach Norden zur Wildeshauser Straße und daran entlang bis hinter die Visbecker Straße und schließt den Kreuzungsbereich mit ein (s. o.).
Insgesamt umfasst das Projektgebiet eine Fläche von 62,2 ha.
Zum Ende des Jahres 2016 lebten innerhalb dieser Gebietsabgrenzung 1.825 Menschen.
Einwohnerzahl
1825
Quelle / Anmerkungen
Integriertes städtebauliches Entwicklungskonzept Großenkneten-Ahlhorn 2017
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
22
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
14
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
24
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
4
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet geschätzt;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
54
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Projektgebiet in Prozent
65
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Quelle: Landkreis Oldenburg, Gemeinde Großenkneten; LSN; Projektgebiet und Gesamtstadt geschätzt; Sonstige: Landkreis Oldenburg; - Zuwanderungsgeschichte: Ausländer plus ausländischer Geburtsort
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, LSN; Projektgebiet: geschätzt;
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
20
Anmerkung
Quelle: Gemeinde Großenkneten, Zensus; Projektgebiet geschätzt,
Sonstige: Landkreis Oldenburg
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet.pdf
(962.22 KB)
kartenausschnitt.png
(260.17 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Aus unserer Sicht ist der Unterscheid zwischen Gemeinwesenarbeit und Quartiersmanagement eher geschichtlich bzw. förderrechtlich begründet.
Im Rahmen unserer Arbeit stehen die Bewohnerinnen und Bewohner im Zentrum des Handelns. Alle Prozesse sollen möglichst mit ihnen geplant und besprochen werden, sie sollen zu einer aktiven Beteiligung motiviert werden.
Zugleich verfolgen wir in unserer Arbeit einen vermittelnden Ansatz, in dem wir die Interessen aller beteiligten Akteure berücksichtigen und erläutern. Wir nehmen hierbei eine mediative Haltung ein, die davon überzeugt ist, dass Lösungen gefunden werden können, die die Bedürfnisse aller Beteiligten berücksichtigt.
Die Grundlage dieser Arbeit ist deshalb der Aufbau von Vertrauensverhältnissen zu den Bewohner/innen und allen übrigen Akteueren und die Stärkung der Bewohner/innen, damit ein Dialog auf Augenhöhe möglich wird.
Der geschichtlich mit dem Quartiersmanangement verbundene Aspekt der stadtplanerischen Umsetzung, steht während des Projektzeitraumes (noch) nicht im Mittelpunkt. Die Gemeinde Großenkneten beabsichtigt, dass Projektgebiet in das Förderprogramm "Soziale Stadt" aufnehmen zu lassen. Insofern stehen diese Aspekte zu einem späteren Zeitpunkt an.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
1/3 der Bewohner/innen (610) werden direkt erreicht. Die Bedürfnisse der Bewohner/innen werden aufgegriffen, die Themen werden auf Augenhöhe besprochen, Erreichbarkeit ist regelmäßig sicher gestellt, Bewohner/innen fühlen sich ernst genommen (Feedback)
Kriterium
Beschreibung
Es sind Strukturen / Ressourcen entstanden, an denen Bewohner/innen eigene Ideen einbringen und verwirklichen können. Die Bewohner/innen sehen bis zum Ende der Projektzeit das Quartier positiver als zu Beginn.
Kriterium
Beschreibung
An den Angeboten nehmen Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen teil. Die Angebote richten sich an Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen.
Beschreibung
Es gibt einen regelmäßigen Austausch zwischen Projektträger und Gemeinde. Innerhalb der Verwaltung ist die Kommunikation und der Informationsfluss zwischen den einzelnen Ressorts sichergestellt.
Beschreibung
Es gibt einen regelmäßigen und engen Austausch zwischen den Projektmitarbeitenden, den kommunalen Mitarbeitenden (Integrationsbeauftragte, mobile Jugendarbeit) und den Beratungs/Bildungseinrichtungen (LEB, Migrationsberatung, ALSO, Wohnungslosenhilfe)
Kriterium
Beschreibung
Es entstehen neue Angebote für die Anwohner/innen. Menschen aus unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen lernen sich kennen. Konflikte werden mit Unterstützung der Projektmitarbeitenden friedlich gelöst.
Beschreibung
Die Entwicklung des Projektgebiets ist in die gesamtkommunale Entwicklung mit hohem Stellenwert einbezogen. Vertreter/innen der Politik nehmen an den Gemeinwesenkonferenzen teil.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsprojekt - Leben im Viertel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leinerstift e.V. - Familie im Blick
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung Diakonisches Werk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Ahlhorn
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Kirchengemeinde St. Peter
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freie Evangeliums-Christengemeinde
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Jugendtreff St. Willehad
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Andreas Bolten
| Funktion | Pfarrer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Junge Menschen spüren lassen, wie wertvoll sie sind
Projektbeschreibung
Unsere Kirchengemeinde St. Willehad möchte junge Menschen in ihrer persönlichen Entwicklung auf der Grundlage des christlichen Menschenbildes fördern und stärken. Wir möchten Kindern und Jugendlichen in der strukturschwachen Stadt Wilhelmshaben ein Betätigungsfeld geben, in dem sie sich positiv entfalten können und in dem sie durch andere und durch einen gemeinsam geteilten Geist des Miteinanders angenommen und wertgeschätzt werden. In der sich verändernden kirchengemeindlichen und sozialräumlichen Situation sehen wir uns in der Herausforderung, neue Wege zu erkunden, um jungen Menschen zu begegnen und diesen ebenso Begegnungen untereinander und miteinander in niedrigschwelliger Hinsicht zu ermöglichen. Unser Jugendtreff St. Willehad soll ein Ort zur offenen Kinder-und Jugendarbeit in Wilhelmshaven werden. Dieses wichtige Kriterium der Offenheit unserer Massnahmen im Kinder -und Jugendbereich beherzigen wir seit vielen Jahren. Ein wichtiger Baustein darin sind die vielseitigen Maßnahmen und Angebote des katholischen Jugendteams St. Willehad. Mit dem ,,Jugendtreff St. Willehad`` positionieren wir uns in direkten Bezügen zu der langjährig gewachsenen Verbindung zur Oberschule Franziskusschule und zum Gymnasium Cäcilienschule in der Mitte der Stadt Wilhelmshaven. In diesem von Wohnen, Arbeiten, Schulen, Geschäften, kommunalen und gewerblichen Institutionen geprägten Sozialraum möchten wir uns offen, attraktiv und ansprechend verorten.In der intensiv gewachsenen Vernetzung vor allem von persönlichen sowie auch instutionellen Bezügen von Kirchengemeinde und kirchlichen Schulen ist eine gute Basis geschaffen worden, die bewährte Arbeit konzeptionell und instutionell zu intensivieren, auszuweiten und den Offenheitscharakter noch breiter darzustellen. Von gewachsenen Kooperationen von Schulen und Gemeinde profitieren alle Beteiligten. Es werden Synergien geschaffen, die junge Menschen im Jugendtreff einen Raum finden lassen, in dem sie sich angenommen fühlen, ihren Interessen nachgehen können, mitgestalten können, eigen-und gruppeninitiativ werden können und unter haupt-und ehrenamtlicher fachlicher Begleitung und Leitung sich in Projekten verantwortlich entfalten können. Rechtsverantwortlicher Träger des Jugendtreffs ist die Kirchengemeinde St. Willehad Wilhelmshaven.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Unsere kirchliche Situation in der katholischen Diaspora ist sei jeher von der Zugehörigkeit und dem Engagement Einzelner geprägt. Wir Christen in der katholischen Gemeinde St. Willehad (d.h. im kommunalen Einzugsbereich der Gemeinden Wilhelmshaven, Sande, Roffhausen) wissen um die Bedingungen und Herausforderungen, christliche und gleichzeitig offene Kinder-und Jugendarbeit in unserem Sozialraum und gesellschaftlichen Umfeld erfahrbar werden zu lassen. Wir möchten Kindern und Jugendlichen eine Betätigungsfeld geben, indem diese sich positiv entfalten können. In pastoraler Hinsicht ist die Kinder-und Jugendarbeit ein wichtiges Feld, um christliche Werthaltungen-und Glaubensvollzüge weitergeben zu können. Um dies erlebbar werden zu lassen, brauchen wir ansprechende und den Ansprüchen heutiger Kinder-und Jugendarbeit entsprechende Räumlichkeiten. Diese finden wir in den derzeitigen Räumlichkeiten unserer Gemeinde nicht vor,d.h. in unseren Pfarrheimen. Wir haben haben hier nur sehr beengte und eingeschränkte räumliche Bedingungen. Dem entgegen brauchen wir für die Umsetzung unserer Ziele einen offenen Freizeitbereich mit vielen Spiel-und Kontaktmöglichkeiten. Es muss eine ungezwungene und niedrigschwellige Kontaktaufnahme unter den Kinder und Jugendlichen sowie zu den erwachsenen MitarbeiterInnen ermöglicht werden. Wir brauchen einen großen multifunktionalen Raum als einen einladenden ``Ort der Begegnung``, dazu ein mittelgroße ,,Familienküche`` für Gemeinschaftsaktivitäten, zwei Räume für Gruppenaktivitäten, einen Büro-und Besprechungsraum für hauptamtliche MitarbeiterInnen und Stau und Lagerflächen. Die Ausstattung dieser Räumlichkeiten soll jugendgemäß sein.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wilhelmshaven-Sande-Roffhausen
Beschreibung
Unser Projekt hat keine bestimmte räumliche Abgrenzung. Das Gebiet, in dem die Zielgruppe unseres Projektes wohnen, umfasst insbesondere das Gebiet der Kirchengemeinde St. Willehad Wilhelmshaven, Sande und Roffhausen. Davon berührt sind die Stadt Wilhelmshaven und die Ortschaften Sande und Roffhausen. Zur Teilnahme und Mitwirkung eingeladen sind darüber Jugendliche und Kinder aus benachbarten Kommunen und Kirchengemeinden.
Einwohnerzahl
95000
Quelle / Anmerkungen
Pressemitteilungen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Unser Projekt ist örtlich angesiedelt im Sozialraum Süd der Stadt Wilhelmshaven. Da es als Projekt in kirchlicher Trägerschaft sozialraumübergreifend ist, dürfte dies ein Ausnahmefall sein. Ein Teil der Zielgruppe besucht die Oberschule Franziskusschule, das Gymnasium Cäcilienschule und die Grundschule St. Martin. Diese wohnen zu einem großen Teil in Wilhelmshaven, wie auch in weiteren Kommunen. Gleichzeitig ist das Projekt offen für Jugendliche, gleich welcher weltanschaulicher, geographischer Herkunft oder welchem Wohnort entstammend.
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahl der Geburten belief sich in der Stadt WHV in den letzten Jahren um ca. 700.
700 Geburten x 14 Jahre=9800 Bei einer Gesamteinwohnerzahl der Stadt WHV ist ein Annäherungswert 7 %.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es handelt sich um eine Schätzung, zurückgehend auf die Geburtenraten der Stadt Wilhelmshaven.
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
In der Kirchengemeinde St. Willehad gestalten wir seit langen Jahren eine intensive Zusammenarbeit mit der Franziskusschule, Cäcilenschule und St. Martin Schule. Das Altersspektrum dieser Schulen im Sozialraum Süd umfasst das Alter von 6-19 Jahren. Mit unserem Projekt möchten wir insbesondere die individuelle und soziale Entwicklung dieser Altersgruppe stärken. Wir wollen unsere bisherige Kinder-und Jugendarbeit konzeptionell weiter öffen und dauerhaft ,,unsere Zelte dort aufschlagen", wo junge Menschen ihren Sozialraum haben und sich im Alltag begegnen. Hier wird durch einen neuen Standort ein attraktives Forum für soziale Beziehungen geschaffen. Es eröffnet sich eine gegenseitige Bereicherung von bereits bestehender lebendiger Kinder-und Jugendarbeit in der Kirchengemeinde und sich entwickelnden Projekten aus der offenen Jugendarbeit. In gemeinsamen Workshops, der Aufnahme von Brainstormingideen aus den jeweiligen Gruppengeschehen und personalen Austauschen kann ein breites und ansprechendes Betätigungsfeld für diese Altersgruppen entwickelt werden. Maßgebliche Kriterien zu dieser Entwicklung sind die Möglichkeiten dieser Altersgrupen zu Mitverantwortung, Mitbestimmung, Partizipation, Selbstorganisation und jugendkultureller Entfaltung. Die gemeinsame Arbeit soll die Entwicklung einer eigenverantwortlichen, gemeinschaftsfähigen und ganzheitlich entfalteten Persönlichkeit ebnen. Der gute Rahmen von Räumen, Zeit, Atmosphäre, Angeboten und Personal wird dies ermöglichen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
- eine gute und beständige Zahl der Teilnehmer u. Mitwirkenden; Partizipation, Reflexion und Evaluation mit Teilnehmern
Kriterium
Beschreibung
die Besucher / Teilnehmer haben eigene Projekte entworfen und umgesetzt, mit personellen und materiellen Hilfsangeboten
Kriterium
Beschreibung
die Teilnehmer auf die Ressourcen der Kirchengemeinde, der Schulen und nahen Jugendzentren zurückgegriffenen haben
Kriterium
Beschreibung
über die kirchlich und schulisch verbundenen Teilnehmenden sich auch weitere einfinden und das Projektangebot nutzen
Beschreibung
Kinder-und Jugendliche aus dem Gebiet der Kirchengemeinde und darüber hinaus sich einfinden, ebenso über das unmittelbare Gebiet der Stadt Wilhelmshaven
Beschreibung
gute Kontakte mit weiteren Akteuren und Einrichtungen im Sozialraum Süd gewachsen sind; es Projektverwirklichungen mit Schulen, Kirchengemeinde, Jugendzentren und Jugendtreff ST. Willehad gegeben hat
Kriterium
Beschreibung
eine gute Akzeptanz des Jugendtreffs in der Nachbarschaft mit Anwohnern und Institutionen in der Nähe gewachsen ist, bei Bedarf miteinander kommuniziert wird
Beschreibung
es bei Reflexionen und Evaluationen keine Mängelaufweise in Hinsicht digiatalem und analogem Informationsaustausch gibt; die Mobilität für Projektverwirklichungen vorhanden war
Kriterium
Beschreibung
der Jugendtreff einen spürbaren Beitrag zu mehr Integration und Partizipation im Sozialraum Süd und darüber hinaus leisten konnte; der Beitrag und die Kompetenz des Jugendtreffs bei kommunalen Partner nachgefragt wird
Kriterium
Vorhandene Strukturen
In unserer Gemeinde St. Willehad gibt es seit langen Jahren ein breites ehrenamtliches Engagement im Bereich der Kinder-und Jugendarbeit. Insbesondere sind hier die Aktivitäten des Jugendteams St. Willehad und zweier Pfadfinderstämme zu nennen. Diese werden fachlich durch das hauptamtliche Pastoralteam der Gemeinde ST. Willehad geleitet und begleitet, sowie durch hauptamtlich und ehrenamtlich fachliche Engagements gestützt und verantwortet. Im Jugendtreff St. Willehad wird ein Pastoraleferent die Leitungsfunktion innehaben. Ein wesentlicher Teil seiner Aufgabe ist die der Vernetzung ehrenamtlicher und hauptamtlicher fachlicher Arbeit. Eine besondere Chance des Jugendtreffs besteht darin, durch das Aufsuchen des schulischen Sozialraumes die bestehenden Gruppierungen weiter wachsen zu lassen und gegebenenfalls auch neue Gruppen zu bilden. In seiner Aufgabe wird der Leiter des Jugendtreffs vom ganzen Pastoralteam der Gemeinde unterstützt. Hinzu kommt der enge Kontakt und die intensive Zusammenarbeit mit dem Sozialpädagogen der Franziskusschule sowie mit den Schulleitungen der genannten Schulen. So ist der leitende Pastoralreferent eine personale Anlauf-und Vernetzungsstelle vor Ort und führt junge Menschen und pädagogisch und pastoral tätige Menschen zusammen. In der weiteren Folge werden indirekt auch die Familien der Betroffenen erreicht und angesprochen.
An einer Mitwirkung Interessierte können in dieser Weise gewonnen, einbezogen und fachlich geschult werden.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Jugendamt Wilhelmshaven, Jugendzentrum Point, Jugendzentrum Krähenbusch, Gemeindeteile der Kirchengemeinde ST. Willehad
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Öffnung der Kulturfabrik Krawatte (im Entstehen) in das Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Friedrich Holtiegel
| Funktion | Vorstandsmitglied |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Teilhabe ist gut, Teilnahme ist besser: Soziokultur steht für die bunte Gesellschaft und entwickelt kreativ die Gemeinschaft. Die Egestorfer Str. bekommt ein Gesicht.
Projektbeschreibung
Im Herbst 2017 wird mit der Sanierung und dem Umbau einer seit Jahren leerstehenden Krawattenfabrik zu einem soziokulturellen Zentrum begonnen. Der Bauantrag ist gestellt, die Finanzierung der energetischen Sanierung und des ersten Bauabschnitts, an der die Stadt Barsinghausen und das Land Niedersachsen beteiligt sind, ist gesichert.
Ausgangspunkt des Gesamtvorhabens ist eine großzügige Spende eines Barsinghäuser Bürgers an die Kunstschule Noa Noa e.V. und den Kunstverein Barsinghausen e.V. zur Verbesserung ihrer räumlichen Situation und zur Entwicklung ihrer bisherigen Kooperation. Gefunden wurde ein Gebäude, das sich nach Lage und Größe für den schrittweisen Aufbau eines soziokulturellen Zentrums eignet und zum Mittelpunkt eines vernachlässigten Quartiers werden soll. Für seine Entwicklung wurde im Januar 2016 der Kulturverein Krawatte gegründet.
Ziel des hier beantragten Teilprojekts ist es, v.a. die Bewohner des Quartiers, dann aber auch die ganze Stadt Barsinghausen am Entstehen des soziokulturellen Zentrums Kulturfabrik Krawatte zu interessieren und sie an der Entwicklung des Konzepts und seiner Ausgestaltung zu beteiligen.
Dazu ist ein professionelles Management nötig, das die notwendige Struktur aufbaut, den Kontakt mit den Bewohnern des Projektgebiets aufbaut und pflegt, das Netzwerk mit den sozialen und kulturellen Akteuren der Stadt ausbaut und erweitert, zu Eigeninitiatven anregt sowie entsprechend dem Baufortschritt Projekte und Veranstaltungen plant und durchführt.
Das heißt, dass das Projekt als Auftakt einer dauerhaften Arbeit gedacht ist, die in den Folgejahren mit Hilfe weiterer Förderer und der dann möglichen Eigenleistung fortgesetzt wird. Für die umfassende Tätigkeit zum Aufbau des Managements wird im Jahre 2018 mindestens eine 30-Stunden-Stelle benötigt.
Der baulich intakte Büroraum der ehemaligen Krawattenfabrik wird auch derjenige der Kulturfabrik Krawatte sein, so dass hier der Arbeitsplatz des Managements eingerichtet werden kann. In der ehemaligen Personalküche kann bis zum zweiten Bauabschnitt im Sommer 2018 und zum Umzug in die neue Küche auch das beantragte Küchengerät aufgestellt werden. Im ersten Bauabschnitt (2017) eingeschlossen ist das Foyer des soziokulturellen Zentrums, in dem bereits unterschiedliche Veranstaltungen und Treffen stattfinden werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die divergente Bevölkerungsstruktur Barsinghausens ist gekennzeichnet durch die 18 teils kleinstädtischen, teils ländlichen Ortsteile, seine Vergangenheit als Standort des Kohlebergbaus in der Kernstadt, durch einige Großbetriebe, eine Reihe mittelständischer Firmen, den Zuzug von Gastarbeitern in den 50-er Jahren, von Immigranten und Neubürgern in neue Wohngebiete sowie durch die Nähe zur Landeshauptstadt.
Es fehlt in Barsinghausen ein Ort für die Herausbildung einer gesellschaftlichen Identität. Dringend benötigt wird ein Ort für die vielen ehrenamtlichen und institutionellen sozialen und kulturellen Aktivitäten, an dem sie betrieben, ausgebaut und durch Vernetzung gefördert werden sowie neue Initiativen sich bilden können.
2015 wurde das erste Flüchtlingsheim in Barsinghausen gebaut. Ein Brandanschlag verzögerte die Fertigstellung. Nach einer beeindruckenden Demonstration der Bürgerinnen und Bürger wurde versucht, das Rathaus in Brand zu setzen. Die Täter blieben unerkannt.
2017 wurden zwei weitere Flüchtlingsheime für jeweils bis zu 160 Bewohnern fertiggestellt, zum Teil unter erheblichem Protest und Störaktionen der Anwohner. An allen drei Standorten machten Willkommenskreise für die neuen Nachbarn verschiedene freiwillige Integrationsangebote, darunter vor allem in den Gemeindehäusern der Kirchen ein Angebot von Deutschkursen. Die Stadtverwaltung schuf neue Stellen für die Integrationsarbeit. Ein "runder Tisch" versucht die verschiedenen Initiativen zu strukturieren.
Die Flüchtlingsheime sind inzwischen fast vollständig bezogen. Es beginnen die Mühen der Ebene. Die eigentliche Integrationsarbeit muss jetzt beginnen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Egestorferstraße und Stoppstraße mit Umgebung
Beschreibung
Das soziokulturelle Zentrum Kulturfabrik Krawatte entsteht im Gebäude einer ehemaligen Krawattenfabrik, das seit Jahren leer steht. Es liegt an der Hauptverbindungsstraße (L 391) zwischen der Kernstadt Barsinghausen und den Ortsteilen Kirchdorf und Egestorf, an der Egestorfer Straße. Der westliche Abschnitt des Quartiers ist im Süden von der Abraumhalde des ehemaligen Kohlebergwerks und im Norden von der Trasse der S-Bahn-Linie 1 bzw. 2 Haste-Hannover begrenzt. Auf der Nordseite der L 391 stehen vor allem charakteristischen Bergarbeiterhäuser des späten 19. Jahrhunderts, zum Teil durch frühere "Renovierungen" und Erweiterungen verändert und heute vernachlässigt, zum Teil auch liebevoll im Baumarktstil wieder hergerichtet, unterbrochen von Handwerksbetrieben und kurzlebigen Geschäften. Auf der südlichen Straßenseite wurde der Streifen zum Hang der Halde hin ehemals für Werkhallen genutzt. Heute befindet sich hier eine eintönige Abfolgen von Tankstelle, Chinarestaurant, Autohaus, Tennishalle, Getränkemarkt usw. Die ehemalige Krawattenfabrik liegt zwischen einer Metallwerkstatt und dem in 2014 errichteten Feuerwehrgebäude. Im östlichen Abschnitt des Quartiers herrscht auch an der Südseite der L 391, der Stoppstraße, Wohnbebauung vor. Hier befinden sich fußläufig 20 Minuten von der Kulturfabrik entfernt an der Einsteinstraße und am Rottkampweg auch zwei der drei Flüchtlingsheime Barsinghausens, die im Jahre 2017 für je 160 Bewohner errichtet wurden und inzwischen großenteils bezogen sind. Das dritte Flüchtlingsheim liegt nordwestlich von der Kulturfabrik an der Hannoverschen Straße.
Das Projektgebiet ist großenteils städtebaulich desolat, zum Teil aufgrund der Tatsache, dass wegen der gemischten Zuständigkeiten zwischen der Region und der Stadt bisher kein Konzept für die Entwicklung der L 391 erstellt werden konnte. Die Stadt Barsinghausen begrüßt, dass das Projektgebiet durch den Bau der Kulturfabrik auch städtebaulich aufgewertet wird.
Es sei aber auch an dieser Stelle betont, dass das soziokulturelle Zentrum nicht nur für das Projektgebiet, sondern für die soziale und kulturelle Entwicklung der gesamten Stadt von großer Bedeutung ist.
Einwohnerzahl
3959
Quelle / Anmerkungen
Alle demografischen Daten vom Bürgerbüro der Stadt Barsinghausen ermittelt
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Vom Förderprogramm Soziale Stadt wird die Nordstadt gefördert. Sie liegt außerhalb unseres Projektgebietes.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Projektgebiet in Prozent
31
Gesamtstadt in Prozent
31
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Ausländer + Doppelstaatler: vom Bürgerbüro der Stadt ermittelt
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Projektgebiet in Prozent
40
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_krawatte.jpg
(3.06 MB)
projektgebietstrassennamen.pdf
(13.11 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Von den Qualitätsstandards der Gemeinwesenarbeit treffen alle auf das soziokulturelle Projekt zu, aber Nr. 5 nur eingeschränkt, da der Schwerpunkt auf Kultur und Bildung liegt. Der Aspekt "Arbeit" kommt zum einen insofern zur Geltung, als jedes soziale oder kreative Projekt die persönliche Kompetenz und Einsatzbereitschft stärkt, zum anderen ist Zusammenarbeit mit der Labora Jugendwerkstatt Barsinghausen geplant und ebenso mit der Barsinghäuser Beschäftigungsinitiative.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Labora Jugendwerkstätten Barsinghausen gGmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Flüchtlingsheime Rottkampweg, Einsteinstraße, Hannoversche Straße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hoffnungsgemeinde (Baptisten) Egestorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unser Barsinghausen Marketingverein Barsinghausen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Calenberger Zeitung/ Hannoversche Allgemeine
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Ankommen und Leben in Dodesheide-Ost (Teilprojekt)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hans-Georg Weisleder
| Funktion | Leitung Fachdienst Jugend |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Niedrigschwellige Beratung und Unterstützung von Zuwandererfamilien im Quartier Dodesheide-Ost
Projektbeschreibung
Das Projekt "Ankommen und Leben in Dodesheide-Ost" wendet sich an neu zugewanderte Familien im Wohnquartier Dodesheide-Ost in Osnabrück. Dadurch soll eine 2012 begonnene Gemeinwesenarbeit im Quartier um die Zielgruppe der Zuwandererfamilien ausgebaut und methodisch durch eine Kooperation mit dem städt. Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement mit einer Ehrenamtsstruktur kombiniert werden. Das Projektgebiet ist gekennzeichnet durch Mehrfamilienhäuser, die bis zum Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück im Jahr 2010 von britischen Soldaten mit ihren Familien bewohnt wurden. Die Wohneinheiten in einfachster Bauweise wurden durch eine überregionale Immobiliengesellschaft vermarktet, was zu einem schnellen Bezug und einer auffälligen Sozialstruktur des Wohngebietes führte. Ergebnis sind Einkommensarmut und ein hoher Anteil Familien mit überdurchschnittlich vielen Kindern. Der Bericht "Soziale Ungleichheit in Osnabrück" identifiziert den Planungsraum Dodesheide-Ost als Sozialraumtyp mit starker Familienprägung, hohem Armutsrisiko und geringen Teilhabechancen für Kinder und Jugendliche (vgl.: Bildungsbüro Osnabrück / Lernen vor Ort: Soziale Ungleichheit in Osnabrück, 2012). Die Stadt Osnabrück reagierte 2012 auf die veränderte Situation in Dodesheide-Ost mit der Einrichtung einer niederschwelligen Anlaufstelle in einer Wohnung im Quartier, die von der Immobiliengesellschaft zur Verfügung gestellt wurde. Dadurch konnten erste Ansätze einer quartiersbezogenen Gemeinwesenarbeit für Kinder, Jugendliche und Familien durchgeführt werden. Die Identifikation der Bewohner mit ihrem Quartier wird erheblich erschwert durch eine hohe Fluktuation unter den Mietern, u. a. bedingt durch bauliche Mängel in den Wohnungen. Die mangelhafte Bausubstanz ist ein großes Problem für die Mieter.
Seit dem starken Zuzug geflüchteter Menschen ab 2015 sind zudem viele Personen (Stand 18.05.2017: 430 Geflüchtete), insbesondere Familien aus Syrien, aber auch weitere Zuwanderer, z. B. aus Bulgarien, nach Dodesheide-Ost gezogen. Seit 2013 hat sich der Anteil nicht-deutscher Staatsangehöriger in Dodesheide-Ost von ohnehin schon überdurchschnittlichen 25,1 % auf 36,3 % (2016) noch einmal deutlich erhöht. Die größte nicht-deutsche Gruppe sind dabei die Syrer mit 341 Personen (73 syrische Familien mit Kindern unter 18 Jahren). Ebenfalls bedeutsam ist die Zahl bulgarischer Familien, die mit 28 (128 Personen) den zweithöchsten Wert nicht-deutscher Familien darstellt.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Projektgebiet Dodesheide-Ost hat sich in den letzten Jahren zu einem Integrationsquartier mit einer sehr auffälligen Sozialstruktur entwickelt. Der Anteil der einkommensarmen und sozial benachteiligten Bewohner/-innen ist sehr hoch, ebenso die Zahl von Kindern und Jugendlichen: 36 % der Bewohner/-innen haben einen Zuwanderungshintergrund, 56 % der Kinder und Jugendlichen gehören zu einer Familie mit Transferleistungen nach dem SGB II oder dem SGB III. Ab 2015 sind sehr viele Zuwandererfamilien, insbesondere Syrier und Bulgaren, in das Projektgebiet gezogen. Dieses ist aus einem Datenmonitoring bekannt, welches in Osnabrück angesichts der Flüchtlingsströme entwickelt wurde, um sozialraum- und quartiersbezogen Unterstützung zu organisieren. Im Projektgebiet Dodesheide-Ost gibt es bislang kaum Arbeitskontakte mit den Zuwandererfamilien, auch nicht durch die Flüchtlingssozialarbeit, die in Os Flüchtlingsunterkünfte betreut. Um die soziale Integration dieser Zuwandererfamilien zu ermöglichen, ist die Heranführung der Erwachsenen, der Kinder und Jugendlichen an Regelangebote der sozialen, schulischen und kulturellen Infrastruktur (KiTa, Schulen, Vereine usw.) im Wohnumfeld erforderlich. Dieses soll durch eine niedrigschwellige und aufsuchende Beratung im Quartier erfolgen, die um Förderangebote, z. B. Familienfreizeiten, außerschulische Bildungsangebote, und um sozialintegrative Bewohnerfeste, Quartiersveranstaltungen usw. in Kooperation mit Netzwerkpartnern ergänzt wird. Die Betreuung der Zuwandererfamilien und die Nutzung der Netzwerkstruktur soll im Projekt durch die Entwicklung modellhafter integrativer Handlungsansätze von Jugendhilfe und Freiwilligenarbeit erfolgen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Osnabrück, Wohnquartier Dodesheide-Ost
Beschreibung
Bei dem Projektgebiet Dodesheide-Ost handelt es sich um ein Wohnquartier im Stadtteil Dodesheide mit besonders auffälliger Sozialstruktur. Das Gebiet ist gekennzeichnet durch Mehrfamilienhäuser, die bis zum Abzug der britischen Streitkräfte aus Osnabrück im Jahr 2010 von britischen Soldaten mit ihren Familien bewohnt und infrastrukturell weitgehend isoliert vom übrigen Stadtgebiet und auch dem übrigen Stadtteil Dodesheide waren (eigene Gebäudeverwaltung, Schulen, Kitas, Geschäfte). Dabei handelt es sich um 434 Wohneinheiten in einfachster Bauweise, die durch die Käuferin, eine überregionale Wohnungsgesellschaft, ab 2011 mit dem Ziel einer schnellstmöglichen Vermietung vermarktet wurden und in vergleichsweise kurzer Zeit zu einem neuen Wohnquartier führte, dessen Bewohner durch eine Vielzahl unterschiedlicher Herkunftsländer und den damit einhergehenden vielfältigen ethnisch-kulturellen Hintergründen geprägt war. Nähere Ausführungen zur besonderen Sozialstruktur und -entwicklung von Dodesheide-Ost werden im Pkt. 2 dieses Antrages gemacht. Hinsichtlich der räumlichen Abgrenzung des Fördergebietes ist noch auszuführen, dass das Wohngebiet Dodesheide-Ost im Nordosten von Osnabrück an der Grenze zur Nachbargemeinde Belm liegt und an die Stadtteile Dodesheide-West, Haste und Widukindland grenzt. Gleichwohl ist Dodesheide-Ost räumlich und sozialstrukturell isoliert, da die umliegenden Stadtteile im Sozialraum / die angrenzende Nachbargemeinde sich sozialstrukturell deutlich anders zusammensetzen und zudem mit Landschaftsgebieten an Dodesheide-Ost grenzen. Das ehemalige Kasernengelände der britischen Streitkräfte ist Teil des Projektgebietes. Diese sog. Konversionsfläche wird derzeit beplant und in den nächsten Jahren sukzessive in eine öffentliche und gewerbliche Nutzung übergeben.
Einwohnerzahl
3934
Quelle / Anmerkungen
Melderegister der Stadt Osnabrück
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück; Osnabrück aktuell 4/2016, Stand 31.12.2016
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück und Bundesagentur für Arbeit, Arbeitsmarktdaten in kleinräumiger Gliederung; Osnabrück aktuell 4/2016; Stand jeweils 31.12.2016
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
25
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück; Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Melderegister der Stadt Osnabrück, Stand 31.12.2016
Projektgebiet in Prozent
56
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Anteil der nicht erwerbsfähigen Empfängerinnen und Empfänger von Existenzleistungen (SGB II) an den unter 15-jährigen; Quelle: Sozialmonitoring Osnabrück 2015; Stand 31.12.2015
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
projektgebiet_1_dodesheide-ost.png
(4.8 MB)
dodesheide-ost_detailansicht.pdf
(1.46 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Im beantragten Projekt sollen durch eine niedrigschwellige Beratung im Rahmen einer aufsuchenden Arbeit im Wohnquartier Dodesheide-Ost Zuwandererfamilien erreicht, bei ihren Problemlagen unterstützt und integriert werden durch eine Heranführung an bestehende Regelangebote. Dadurch soll eine gemeinwesenorientierte professionelle Soziale Arbeit im Quartier für Zuwandererfamilien entwickelt und Unterstützungspotenziale in Kooperation mit Netzwerkpartnern im Quartier und darüber hinaus im umliegenden Sozialraum aktiviert werden. Dabei sollen sowohl Methoden der Einzel- und Gruppenarbeit zur Anwendung kommen wie auch eine Interessenvertretung für die Familien mit Zuwandererhintergrund gegenüber Vermieter, Organisationen der Arbeitsförderung, Grundsicherung und ggfls. Bildungseinrichtungen als wesentlichen Baustein einer Gemeinwesenarbeit organisiert werden. Die professionelle Gemeinwesenarbeit soll kombiniert werden mit Elementen und Methoden der Freiwilligenarbeit, wodurch insbesondere die Verselbständigung der Zuwanderer im Zuge ihrer Integration unterstützt werden soll. Ein schon in einer Wohnung des Quartiers eingerichtete Anlaufstelle soll im Rahmen des Projektes entsprechend der formulierten Zielsetzungen fachlich und methodisch ausgebaut und eine Verstetigung der Unterstützungsstruktur im Quartier eingeleitet werden.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein Netzwerk von professionellen Fachkräften der Sozialen Arbeit, Vereinen, Bildungseinrichtungen, Wohnungswirtschaft und Ehrenamtlichen ist entstanden und im Quartier für die Bewohner/-innen für die Bewohner/-innen da.
Kriterium
Beschreibung
Orientiert an den Problemlagen und Interessen der zugewanderten Familien ist ein niedrigschwellige Beratung organisiert und die Bewohner/-innen nutzen einen eingerichteten Quartierstreff
Kriterium
Beschreibung
Es ist gelungen, Multiplikatoren in die Gemeinwesenarbeit einzubinden und diese wirken bei Veranstaltungen, Arbeitsgruppen usw. aktiv mit
Beschreibung
Ein Arbeitskreis "Arbeit und Leben in Dodesheide-Ost" wurde eingerichtet unter Einbeziehung der Wohnungsbaugesellschaft und weiteren wesentlichen Akteuren zur Verbesserung der quartiersbezogenen Lebensqualität
Kriterium
Beschreibung
Die Zielsetzungen und Arbeitsansätze des Fachdienstes Jugend (Jugendhilfe) und der Freiwilligenarbeit des Fachbereiches Integration, Soziales und Bürgerengagement sind im Projektgebiet konzeptionell verknüpft
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Outlaw e.V., Johanniter e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulzentrum Sonnenhügel, Grundschule Dodesheide
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. St. Franziskusgemeinde, Ev. Thomasgemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachbereich Integration, Soziales und Bürgerengagement
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Stärkung der Akteurs- und Ehrenamtsstrukturen zur Unterstützung von Zuwanderern und Älteren sowie zur Stabilisierung des Projektgebietes (Arbeitstitel)
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Sabine Steinkamp
| Organisation | Stadt Osnabrück - FB f. Kinder Jugendliche und Familien |
|---|---|
| Funktion | Projektkoordination |
2. Kurzbeschreibung
Stärkung und Ergänzung vorhandener Netzwerkstrukturen, gemeinschaftliche Gewinnung von Ehrenamtlichen, Verzahnung mit dem Jugendpflegebereich
Projektbeschreibung
Im Sozialraum Dodesheide-Ost gibt es stark verdichtet viel günstigen Wohnraum (ehemalige Wohnblöcke der britischen Garnison), der in den letzten Jahren insbesondere von kinderreichen Familien bezogen wurde. In den letzten beiden Jahren hat sich dieser Trend durch den Zuzug von Familien mit Fluchthintergrund nochmals verstärkt. Außerdem entstand eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete am Limberg (ca. 250 Männer), ebenfalls Dodesheide-Ost.
Die entstandene Wohn- und Sozialstruktur an sich, insbesondere aber auch der Zuzug vieler Menschen mit Zuwanderungshintergrund, bringt Herausforderungen für den engeren Sozialraum aber auch für die umliegende Siedlungsstruktur und die dortige Bevölkerung mit sich. Negative Formulierungen in Bezug auf die Veränderungen im Stadtteil werden in Gesprächen mit Bürgerinnen und Bürgern oder auf Bürgerversammlungen laut.
Gleichzeitig gibt es im weiteren räumlichen Bezug verschiedene, quartiers- und ehrenamtsbezogene Strukturen (Kirchengemeinden, Nachbarschaftshilfe, Mehrgenerationenhaus, Wohlfahrtsverbände, Pflegeheim, Quartierstreff,…), die mit einer Vernetzung zu den Schwerpunkten „Arbeit mit Geflüchteten“ und „Alltagshilfe für SeniorInnen“ begonnen haben, aber für ein effektiveres und vor allem gemeinsames Vorgehen Unterstützung im Sinne eines Quartiersmanagements bedürfen. Ein besonderer Schwerpunkt ist die gemeinsame Gewinnung von weiteren Ehrenamtlichen insbesondere für die o.g. Zielgruppen Geflüchtete/Menschen mit Migrationshintergrund und SeniorInnen. Im Projekt soll zudem eine enge Verzahnung mit dem Jugendpflegebereich erfolgen, der im Rahmen eines eigenen Teilprojektes intensiv in Dodesheide-Ost tätig ist, um voneinander zu lernen und die unterschiedlichen sozialräumlichen Ansätze (z.B. Geh-Struktur/Komm-Struktur) in Verbindung zu bringen.
Langfristiges Ziel beide Teilprojekte ist es, mit haupt- und ehrenamtlichen Ansätzen die Integration der Menschen in Dodesheide-Ost zu unterstützen und beginnende negative Entwicklungen, Verunsicherungen und Einschätzungen der Gesamtbevölkerung im Sinne von Prävention abzufangen und eine weiterhin positive Identifikation mit dem Projektgebiet zu ermöglichen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
Integrativer Gesundheitstreff
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Frank Auracher
| Funktion | Stadtteilmanager/ Gemeinwesenarbeiter |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Sport- und Gesundheitsförderung zum Ausbau der Gemeinwesenarbeit im Bereich Integration und Stadtteilentwicklung
Projektbeschreibung
Die Hildesheimer Nordstadt ist ein bunter und vielfältiger Stadtteil mit rund 10.700 Einwohner*innen. Alle sozialen Schichten und Milieus sind vertreten und tragen zu dem unverwechselbaren Charakter der Nordstadt bei. Durch aktivierende Stadtteilsozialarbeit und ein gut vernetztes Gemeinwesen werden viele Themen, wie Kindheit und Jugend im Stadtteil, der Sozialraum Nordstadt und die vielen Kulturen in der Nordstadt, bearbeitet. Ein weiteres dieser Themen ist Gesundheit im Stadtteil. Seit 2013 wurde das Thema Gesundheit in der Nordstadt im Rahmen einer Kooperation zwischen der Gemeinweseninitiative Nordstadt.Mehr.Wert und der Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit auf unterschiedliche Weise bearbeitet. Darauf aufbauend wurde beispielsweise ein Aktionsplan für die Implementierung des Handlungsfeldes „Gesundheit“ in der Hildesheimer Nordstadt erarbeitet (2013, u.a. basierend auf Fokusgruppeninterviews und Befragungen) sowie ein Gesundheitswegweiser für die Hildesheimer Nordstadt (2015) und zuletzt ein Leitbild Gesundheit im Rahmen des Aktionsplans Nordstadt 2022 erarbeitet (2016). Alles in enger Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Gesundheit. Um diese Vorarbeit weiterzuführen und den Bedarfen gerecht zu werden soll ein integrativer Gesundheitstreff im Stadtteil etabliert werden. Ziel ist es, dass Thema Gesundheit sichtbar zu machen und dauerhaft im Stadtteil zu verankern sowie Sport und Gesundheit als Mittel der Integration von Geflüchteten und Migrant*innen zu nutzen. Es soll eine Koordinationsstelle mit personeller und räumlicher Ausstattung geschaffen werden, welche die Entwicklung von Gesundheitskompetenz und Integration im Stadtteil unterstützt. Durch den Zuzug von Menschen mit Fluchterfahrung, soll besonderes Augenmerk auf der Angebotsvielfalt, auf Mehrsprachigkeit und Niedrigschwelligkeit liegen. Im besten Fall sollte der integrative Gesundheitstreff aktivierend und die Bewohner beteiligend entstehen und aus einem offenen Büro bestehen, das Platz für informelle Gespräche in kleinerer Runde bietet und ebenso Informationsfläche vorhält. Wichtig ist ein ausreichend großer, barrierefrei erreichbarer Bewegungsraum, in dem Kurse und Veranstaltungen stattfinden können. Im integrativen Gesundheitstreff sollen Kooperationen und Netzwerke zu Gesundheit und Integration entstehen, bspw. mit Hilfe des Integrationsmanagement und einem Stützpunktverein "Integration durch Sport".
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In der Hildesheimer Nordstadt ist eine Vielzahl verschiedener religiöser bzw. Werte-Gemeinschaften ansässig. Zugleich leben in der Nordstadt überdurchschnittlich viele Menschen von Transferleistungen sowie zunehmend mehr Menschen mit Behinderungen. Der Anteil an Menschen mit ausländischer Staatsangehörigkeit ist hier höher als in anderen Stadtteilen, es gibt viele Einpersonen-Haushalte und günstige Wohnungen, worin ein möglicher Grund für die zunehmende Anonymisierung und Fluktuation liegen könnte. Hier befindet sich die städtische Unterkunft für Flüchtlinge sowie die meisten der dezentral angemieteten Wohnungen für Geflüchtete. Um die unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen im Quartier noch stärker zusammenzubringen und die Potenziale der Bewohner*innen zu aktivieren, wurde im Jahr 2012 von der Stadt Hildesheim und der Lebenshilfe Hildesheim das Projekt „Gemeinwesenarbeit Nordstadt.Mehr.Wert“ initiiert. Mit Kooperationspartnern und Akteuren aus dem Quartier sind viele Projekte und Aktivitäten durchgeführt und angeschoben worden: u.a. Bürgerversammlungen, Zukunftskonferenzen mit Projektgruppen, Aktionstage, die Einrichtung eines Runden Tisches, Maßnahmen des Selbststärkungsprozesses etc. Der bisherige Verlauf und die Erfolge zeigen, dass die Nordstadt eine langfristige „Begleitung“ durch eine gezielte Gemeinwesenarbeit benötigt. Um Negativentwicklungen zu stoppen und die vorhandenen Potenziale für die Entwicklung des Quartiers zu aktivieren, hat die Arbeit mit den Programmen Soziale Stadt und CTC begonnen, es bedarf jedoch aufgrund dieser Neuorientierung einer vielfältigeren und weiterführenden Finanzierung und Ausstattung im Stadtteil, um die Gemeinwesenarbeit zu sichern.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hildesheim Nordstadt
Beschreibung
Das Projektgebiet begrenzt sich auf den Hildesheimer Stadtteil Nordstadt.
Die Hildesheimer Nordstadt liegt am nördlichen Stadtrand der Stadt Hildesheim. Das Gebiet Nordstadt wird begrenzt, durch die Eisenbahn im Süden (ergänzt um den Langen Garten, die Stadtwerke und den Pferdeanger), dem Fluss die Innerste im Westen (ergänzt um Teile des Mastbergs), die Gemeindegrenze zu Giesen und Harsum im Norden und einer gedachten Linie um den Flugplatz herum und entlang der B6 sowie des Kennedydamms im Osten.
Einwohnerzahl
10789
Quelle / Anmerkungen
Stand 12/2016, Stadt Hildesheim
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Ein Teil der Nordstadt, genauer die nördliche Nordstadt ist seit Januar 2017 im Programm der Sozialen Stadt. Die Begründung, dennoch einen Antrag im Förderprogramm "Gemeinwesen und Quartiersentwicklung" zu stellen liegt an der thematischen Besonderheit. Wir möchten Gemeinwesenarbeit mit Gesundheit, Sport und Integration verbinden und eine räumliche wie personelle Ressource schaffen, dies umzusetzen. Die Menschen in der Nordstadt sind sehr vielfältig, ein hoher Anteil davon sind Kinder und Jugendliche, bezieht Transferleistungen, hat Migrationshintergrund oder Fluchterfahrung. All diese besonderen Merkmale führen zu Konflikten und einem besonders hohen Handlungsbedarf in der Nordstadt. Durch eine starke Gemeinwesenarbeit ist es bereits in den vergangen Jahren gelungen, einige Ziele zu erreichen und durch die Programme CTC - Communities that Care und "Soziale Stadt" kann dies nun in einem bestimmten Bereich, der nördlichen Nordstadt, weitergeführt werden. Durch den vielfältigen Handlungsbedarf ist dies aber nicht ausreichend, auch weil der Anteil der Gemeinwesenarbeit sich durch die neuen Aufgaben andernfalls reduzieren würde. Es müssen weitere Programme eingesetzt werden, die sich spezifischen Themen widmen, welche die Soziale Stadt nicht leisten kann. Mit der beantragten Förderung soll die vorhandene Gemeinwesenarbeit unterstützt aber vor allem ausgebaut und auf mehr Themen und Gebiete ausgebreitet werden.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
15 bis unter 25 Jahre, Stand 2016, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
ab 65 Jahre, Stand 2016, Stadt Hildesheim
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2014, Stadt Hildesheim
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2016, Stadt Hildesheim
Projektgebiet in Prozent
36
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Migrationsanteil, Stand 2015, Stadt Hildesheim
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2013_stadtkarte_m15000.pdf
(665.27 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Der integrative Gesundheitstreff setzt an der vorhandenen Gemeinwesenarbeit an und möchte Menschen in ihrer Lebensumwelt fördern. Durch gezielte Angebote und aktivierende Maßnahmen im Stadtteil kann die Lebensqualität im direkten Umfeld der Bewohnenden verbessert werden. Der Fokus liegt auf den Bedürfnissen und Wünschen der Wohnbevölkerung. Zentral sind hier die bereits erfolgten und noch auszuweitenden Bedarfsanalysen und (aktivierenden) Befragungen. Vor allem im Bereich Gesundheit ist Empowerment ein zentrales Ziel, also die Befähigung der Menschen sich selbst zu bilden und Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen. Gefördert werden dabei die Selbsthilfekräfte und Eigeninitiative mit einer ressourcenorientierten Perspektive, die die Potentiale der Menschen in der Nordstadt aber auch des Stadtteils selbst forciert. Der integrative Gesundheitstreff soll alle Bewohner*innen in der Nordstadt erreichen und zu einem besseren Verständnis unter den Generationen und Kulturen beitragen, mit Hilfe von zielgruppenübergreifenden Angeboten. Darüber hinaus werden ein bereichsübergreifender Ansatz sowie Kooperation und Koordination die zentralen Aufgaben im Gesundheitstreff sein. Es gilt die Potentiale und Kompetenzen der Expert*innen im Stadtteil zu nutzen und Anknüpfungspunkte zu finden, um Interventionen bezogen auf Einzelfälle, Gruppen und Aktionen zu planen und gemeinsame Projekte zu entwickeln und durchzuführen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Erreicht wenn ein Bewegungsraum und ein Büro zur Verfügung stehen sowie Sport- und Gesundheitskurse, Veranstaltungen und Seminare angeboten und durchgeführt werden und wenn eine Vielzahl von Informationsmaterialien zur Verfügung stehen
Kriterium
Beschreibung
Erreicht wenn Menschen jeden Alters, Geschlechts und jeder Herkunft und Kultur Angebote nutzen und an Veranstaltungen teilnehmen, wenn die Angebote barrierefrei und niedrigschwellig sind
Beschreibung
Erreicht wenn die unter Vernetzung genannten Akteure angesprochen wurden und Kooperationsmöglichkeiten sondiert und Kooperationsverträge geschlossen wurden
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Gesundheit, Stadtteilbüro Nordstadt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Türk Gücü Hildesheim e.V. 1979 (ggf. auch Eintracht Hildesheim)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialdienst katholischer Frauen Hildesheim e.V. Schwangerschaftsberatung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Himmelsthür, medizinische Leitung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesundheitsamt, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Tagesgruppe für Senioren der Lebenshilfe e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Martin-Luther Gemeinde Nordstadt-Drispenstedt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Integrationsleitstelle der Stadt Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hochschule für Angewandte Wissenschaft und Kunst Hildesheim/Fakultät Soziale Arbeit und Gesundheit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Herman-Nohl-Schule Ausbildungsgang Heilerziehungspfleger/innen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Reha-Akademie Ausbildungsgang Heilerziehungspfleger
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Asyl e.V. - Migrationsberatung und Flüchtlingssozialarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Johanniter (u.a. Flüchtlingshilfe)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnen und Betreuen (Flüchtlingsunterkunft)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MiMi – Mit Migranten für Migranten – Interkulturelles Gesundheitsprojekt, Landkreis Hildesheim
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Alt-Laatzen, Quartier Hildesheimer Straße Ost
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Yvonne Bestmann
| Funktion | stellv. Leitung Fachbereich Kinder, Jugend und Familie |
|---|
2. Kurzbeschreibung
soziale und kulturelle Integration in Alt-Laatzen
Projektbeschreibung
Der Zusammenhalt der Nachbarschaften im Gemeinwesen ist eine Grundlage für funktionsfähige Infrastruktur und friedvolles Zusammenleben. Die Arbeiterwohlfahrt arbeitet mit ehrenamtlichem Engagement und professionellen Dienstleistungen für eine sozial gerechte Gesellschaft. Solidarität, Toleranz, Freiheit, Gleichheit und Gerechtigkeit sind die Werte, die ihr Handeln bestimmen.
In Alt-Laatzen ist die Notwendigkeit gegeben, eine soziale und kulturelle Verständigung zwischen „Alteingesessenen“ mit „Neuzugezogenen“ zu fördern und der Segregation entgegenzuwirken (soziale Integration).
Menschen werden zusammengeführt und zum Dialog angeregt (Stärkung der demokratischen Bürgergesellschaft), Nachbarschaft und Integration werden gestärkt (interkulturelles und interreligiöses Lernen, antirassistische Bildungsarbeit). Die GWA fungiert dabei als antreibende, koordinierende und stabilisierende Kraft und hat hierfür verschiedene Instrumente zur Verfügung.
Konkrete Handlungsschritte und Maßnahmen ergeben sich aus der Partizipation der Bewohner/innen, den Gegebenheiten und den realistischen Umsetzungsmöglichkeiten vor Ort und können nur begrenzt vorkonstruiert werden.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Soziale und kulturelle Integration im Quartier sind notwendig, weil sich die Anzeichen für die Bildung eines sozialen Brennpunktes vermehren.
Die Wohnbebauung ist geprägt durch den städtebaulichen Charakter einiger Wohntürme und grauen Betongebäuden sowie mehrstöckiger Mehrfamilienhäuser, die zum Teil sehr nah an der vielbefahrenen Bahn-/ICE-Trasse liegen. Das Wohnumfeld ist teilweise durch Müll, Dreck, Unrat, Einkaufswagen und Sperrmüll gekennzeichnet. Die Wertschätzung des Wohnumfelds einiger Einwohnerinnen und Einwohner ist gering, sodass für einen sorgsamen Umgang mit dem Quartier verschiedene Maßnahmen umzusetzen sind.
Die Tendenz einer Segretation zwischen "Alteingesessenen" und "Neuzugewanderten" nimmt überdurchschnittlich zu, so dass eine soziale Durchmischung gefährdet ist. Das soziale Miteinander bedarf der dringenden Förderung.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Laatzen, Alt-Laatzen, Quartier Hildesheimer Straße Ost
Beschreibung
Das ausgewählte Untersuchungsgebiet liegt im Stadtteil Alt-Laatzen.
Die Abgrenzungen des Untersuchungsgebiet ist im Norden der "Mageritenweg", im Westen die "Hildesheimer Straße", im Süden vor der "Eichstraße" sowie im Osten die Bahntrasse.
Einwohnerzahl
2037
Quelle / Anmerkungen
Bürgerbüro Stadt Laatzen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
> die Bewohner/innen mit deutscher Staatsangehörigkeit (67 %) beinhalten einen hohen, nicht statistisch festgehaltenen Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund ///
> Kohorte 27-59 Jahre: ausländische Bewohner/innen 40%, Bewohner/innen mit deutscher Staatsangehörigkeit: 60%
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
32
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
davon 79,8% Bewohner/innen mit deutscher und 20,2% mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
24
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
davon 71% Bewohner/Innen mit deutscher + 29% mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
1._abgrenzung_untersuchungsgebiet.pdf
(2.76 MB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
GWA ist professionelle soziale und sozialplanerische Arbeit in einem definierten Quartier. Die Grundlage der GWA ist eine stark sozialpolitisch ausgerichtete Soziale Arbeit, die ebenso in den vielfältigen Tätigkeitsfelder und der Tradition der Arbeiterwohlfahrt verankert ist.
Die vielfältigen Maßnahmen und Methoden der GWA verfolgen das Ziel, soziale, kulturelle und ökonomische Entwicklungen im Quartier aufzuspüren und zu fördern. Die Interessen und Bedarfe der Bewohner/innen stehen dabei im Fokus.
Im Quartier Alt-Laatzen, Hildesheimer Straße Ost ist das übergeordnete Entwicklungsziel, bereits vorhandene (residentielle) Segregation/en nach ethnischen, religiösen und/ oder demografische Merkmalen abzubauen und weiteren Segregationstendenzen entgegenzuwirken. Der Fokus liegt dabei auf den immateriellen Bedingungen (z.B. Qualität sozialer Beziehungen, Partizipation, Kultur, vgl. Qualitätsstandards der LAG Soziale Brennpunkte, S. 1, in der Fassung vom 16.06.2016), d. h. darauf, die Bewohner/innen des Quartiers dabei zu unterstützen, ihre Interessen zu artikulieren und kollektiv zu organisieren, um im Ergebnis die Beziehungen im Sinne positiver Nachbarschaften zu stärken.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn geschaffene Angebote genutzt/ besucht werden, die Nachbarschaften positiver bewertet werden, das Quartier in das sozialräumliche Netzwerk integriert ist.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Ausländer und Zugewanderte mit Migrationshintergrund mit Alteingesessenen ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
während der Projektlaufzeit zu erkunden
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Ortsverein Alt-Laatzen; während der Projektlaufzeit zu erkunden
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On