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Menschen mit Zuwanderungsgeschichte

1 Dorftreff Gehrda (Teilprojekt 2)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
gestärkte Gemeinschaft
Projektbeschreibung
Der Dorftreff Gehrda besteht seit nunmehr 8 Monaten. Er ist zu einem allgemeinen Treffpunkt für alle Dorfbewohner/Innen geworden. Wesentlich mehr Personen als wir zunächst angenommen hatten beteiligen sich aktiv an der Programmgestaltung. Alte, einsame Menschen kommen regelmäßig mehrmals wöchentlich in den Dorftreff. Viele Bürger/Innen die wir sonst nicht erreichen konnten kommen zu Angeboten oder nutzen auch die Geselligkeit. Es ist eine große Bereicherung für das Dorfleben und hilft durch das niedrigschwellige Angebot allen Menschen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Durch die Implementierung eines Integrationslotsen und seine "Hausbesuche" in den Familien der Aussiedler hat sich auch die Teilnahme dieses Personenkreises schon deutlich gesteigert. Im Bereich der Jugendarbeit ist es uns gelungen, das Projekt "Demokratie leben" nach Bersenbrück zu holen. Eine jugendliche Aussiedlerin wurde für dieses Projekt eingestellt und hilft durch ihre Mitarbeit enorm, die Grenzen zwischen Ursprungsgesellschaft und Aussiedlern aufzubrechen. Jugendliche Aussiedler kommen z.B. jetzt in den Dorftreff um am "Rudelrätseln" teilzunehmen. Wir werden im kommenden Jahr versuchen, in Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Organisationen Kursangebote nach Gehrde zu holen. z.B. Sprachkurse, Nähkurse o.ä. um auch auf diese Weise mehr und unterschiedliche Personen anzusprechen. Ein Wochenprogramm erscheint jeweils in der Tageszeitung und auch auf der homepage von Gehrde. Außerdem gibt es im Dorftreff einen Aushang im Schaufenster. Der Treffpunkt soll auch weiterhin die Dorfgemeinschaft stärken, die Randgruppen ansprechen und Ehrenamtliche aktivieren. Senior/Innen sollen sich wohl fühlen und sich zwanglos begegnen können. Beratungsangebote werden weiterhin stattfinden. Kursangebote sind neu in Planung.
Ausgangslage
Seit nunmehr 8 Monaten betreiben wir in der Mitgliedsgemeinde Gehrde den Dorftreff Gehrda. Bisher konnten wir fast alle im Erstantrag gestellten Ziele erreichen. In vielen Punkten haben sich unsere Erwartungen weit übertroffen! Die Ehrenamtsstruktur hat sich so positiv entwickelt, dass schon die Hälfte aller Angebote von Ehrenamtlichen gemacht werden. Der Leitung des Dorftreffs durch die beiden 450€ Kräfte ist es gelungen, Bürger/Innen in den Dorftreff zu holen, die sonst nie an irgendwelchen Angeboten teilnehmen! Vor allem das niedrigschwellige Angebot durch Einwohner des Dorfes findet sehr hohe Akzeptanz. Es ist schon vorgekommen, dass die Besucherzahl zu einem Vortrag so hoch war, dass wir kaum genügend Platz hatten (68 Personen) Die regelmäßigen Angebote sind immer gut bis sehr gut besucht. Immer neue Ideen und Angebote bereichern den Dorftreff, Ehrenamtliche bieten Malkurse, Babymassage, Rudelrätseln, Doppelkopfrunden etc. an. Auch die Dekoration im Dorftreff wird je nach Jahreszeit wunderschön von Ehrenamtlichen hergestellt. Es ist in dieser kurzen Zeit gelungen einen echten Mittelpunkt im Dorf auzubauen. Das soziale Miteinander und die Teilhabe der Aussiedler an dem Projekt hat sich deutlich verbessert. Jetzt gilt es, dieses Angebot zu verstetigen, weiter auszubauen und weitere Angebote nach Gehrde zu holen. Manche alleinstehende alte Menschen konnten wir noch nicht aktivieren, vor allem Männer tun sich schwer. Hier arbeiten wir gerade daran, regel. Fahr- mitfahrangebote zu entwickeln. Akteure aus Gehrde suchen gerade nach einer Lösung für einen Dorfladen der evtl. sogar neben dem Dorftreff entstehen könnte!
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt stärken wir die Selbstorganisation der Bürger/Innen und geben den Menschen die Möglichkeit sich zwanglos zu treffen. Die Bürger/Innen bringen sich ein und unterstützen einander. Durch den Integrationslotsen gelingt es, dass auch Aussiedler und Ausländer Interesse am Dorftreff zeigen. Der Dorftreff ist ein Ort für Beratung, Information und Unterstützung. Gemeinsame Feste und Projekte werden geplant und durch dieses Beispiele kommen immer neue Menschen dazu. Das Mobilitätsproblem hat sich auch schon ein wenig gebessert dadurch, dass im Dorftreff Fahrgemeinschaften gebildet werden und Aushänge möglich sind um eine Mitfahrgelegenheit zu suchen oder um ein Angebot zum Mitfahren zu machen.
Vorhandene Strukturen
In Gehrde haben wir bereits eine sehr gut funktionierende Ehrenamtsstruktur. Durch den schon vor Jahren eingesetzten Ehrenamtslotsen und das Freiwilligenbüro der SG BSB gelingt der Aufbau, die Begleitung und Schulung der Ehrenamtlichen sehr gut. Außerdem sind die Vernetzungen zu Vereinen und Kirchengemeinden gut so dass auch von der Seite immer Unterstützung möglich ist.

2 Egger-(Mühlentreff) (Teilprojekt 3)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
wir halten zusammen, du bist nicht allein, gemeinsam das Dorf stärken, so kann es weitergehen
Projektbeschreibung
Eggermühlen ist die kleinste Gemeinde in der SG BSB. Im Laufe der Jahre haben in Eggermühlen viele Versorger ihre Geschäfte geschlossen. Es gibt keine Bank, keinen Apotheker, kein Lebensmittelgeschäft. Eine ehemalige Gaststätte mit Lebensmittelladen wird jetzt abgerissen und auf dem Grundstück werden Seniorenwohnungen, ein kleiner Lebensmittelladen und eine Tagespflegeeinrichtung neu gebaut. Diese Idee ist entstanden, als vor 2 Jahren die Gemeinde über hauptamtliche Dorfmoderatoren (kath. Landvolkschule Kloster Oesede) für die Belange ihres Dorfes sensibilisiert wurde. Die Bürger/Innen wurden im Rahmen dieser Dorfmoderation gefragt zu ihren Bedarfen und Notwendigkeiten. Es sind gute inhaltvolle Konzepte entwickelt worden (wie die Seniorenwohnungen z.B.) die von der ganzen Bürgerschaft mitgetragen werden. In Eggermühlen gibt es viele alleinstehende ältere Menschen oder Personen, die tagsüber allein sind weil ihre Kinder arbeiten gehen. Wer in Eggermühlen lebt hat zwar wunderschöne Natur vor Ort aber bis zum nächsten größeren Ort kommt man nur mit dem Auto. Mobilität ist ein großes Thema! Eggermühlen hat einen sehr starken, ehrenamtlichen Bürgermeister! Herr Frerker versucht alle Ansätze, die durch die Dorfmoderation entstanden sind, umzusetzen. Ein erster Schritt war es, ein Mittagstischangebot zu initiiert weil viele Bürger/Innen lieber zusammen als allein essen möchten. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen! In Eggermühlen gibt es noch eine gute Ehreamtsstruktur, viele Menschen möchten sich engagieren und da sehen wir eine Chance für einen Treffpunkt der für alle Menschen tagsüber zu nutzen wäre. Diesen Wunsch haben auch die Teilnehmer/innen des Mittagstischangebotes an uns gerichtet. Einen Mittelpunkt zu haben, mal zum Klönen gehen können und nicht immer so alleine sein. Regelmäßige Öffnungszeiten mit Angeboten zum Mitmachen, zur Gesundheitsförderung und Aktivierung, die Gemeinschaft fördern und Randgruppen dabei mitnehmen ist das langfristige Ziel. Dabei die Angebote von Vereinen und Organisationen einbinden, ausbauen und vernetzen zum Wohl der Bürger/Innen und für ein gutes Miteinander.
Ausgangslage
Das größte Problem für die Bürger/Innen in Eggermühlen ist der Verlut fast aller Versorger vor Ort. Es gibt keine Apotheke, keine Bank, keinen Lebensmittelladen. Die Kirchengemeinde ist ein Gemeindeverbund geworden also gibt es vor Ort auch keine regelmäßigen Öffnungszeiten dort. Die jungen Leute müssen in die Städte zur Arbeit fahren, die alten Menschen sind tagsüber alleine und oft nicht mobil. Einen Ort zum Treffen und Reden gibt es nicht. Wenn wir einen Dorftreff hätten wäre es in Eggermühlen sicher gut möglich, ähnliche Strukturen wie in Gehrde aufzubauen. In Eggermühlen gibt es eine Siedlung, in der sehr viele Aussiedler/Innen wohnen. Dieser Personenkreis hat sich nach wie vor nicht so richtig in das Dorfleben integriert. Bis auf Schule und Kita gibt es kaum soziale Kontakte. Daran möchten wir arbeiten weil auch dort viele Menschen tagsüber allein in ihren Wohnungen sind und weil Information und Beratung oft sehr schlecht dort ankommt bzw. schlecht angenommen wird.
GWA/QM-Ansatz
Eggermühlen möchte seine Bürger/Innen stärken durch Angebote der sozialen Teilhabe, Angebote der Gesundheitsfördrung, Angebote der Integration. GWA bedeutet in Eggermühlen das ganze Dorf mitnehmen und die Bürger/Innen motivieren an der Entwicklung teilzuhaben und sich einzubringen.

3 Brinker Stube (Teilprojekt 4)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
Gemeinschaft gestalten, Isolation erkennen, Unterschiede akzeptieren
Projektbeschreibung
Die Stadt Bersenbrück möchte in einem ihrer Wohngebiete (Quartier) eine Begegnungsstätte aufbauen. Das von der Wohnungsbaugesellschaft errichtete ca. 50 Jahre alte Wohngebiet ist geprägt von kleinen 60 - 80 m² Einzelwohnungen (Häuschen) und einigen Mehrfamilienhäusern. Die hohe Bevölkerungsdichte und die unterschiedlichsten Ethnien machen ein Zusammenleben nicht immer einfach. Viele alte alleinstehende Menschen mit wenig Mobilität leben dort sehr abgeschirmt und zurückgezogen. Es leben überwiegend Personen mit geringem Einkommen in diesem Quartier, viele Menschen mit Wohngeldbezug. Allgemeine Angebote und Beratungsstrukturen werden von den Einwohner/Innen wenig genutzt. Die Menschen sind oft gleichgültig, hilflos, desinteressiert. Gesellschaftliche Teilhabe ist schwer weil Vielen der Zugang und das Interesse an Angeboten fehlt und Viele sich auch nicht trauen, an der Gesellschaft teilzuhaben. Deshalb ist hier oberstes Ziel zu den Menschen zu gehen, soziale Kontakte anzustoßen und zu fördern. Ihnen die Teilhabe an der Gesellschaft ermöglichen und gleichzeitig ihr Interesse an der Gesellschaft wecken. Auch Gesundheitsförderung, Bewegungsangebote und Suchtprävention sind hier nötig und stehen auf der Agenda.
Ausgangslage
Das Quartier "am Brink" ist 1972/73 erbaut worden. Das Quartier liegt an der Peripherie der Stadt Bersenbrück. Die überwiegende Zahl der Bewohner/Innen ist über 65 Jahre alt. Es ist ein Quartier des sozialen Wohnungsbaus mit sehr einfachen Strukturen. Dadurch leben dort fast ausschließlich Menschen mit geringem bis sehr geringem Einkommen. Viele Rentner mit Wohngeldbezug. Viele Personen aus Osteuropa. Einsamkeit, Ausweglosigkeit und Tristess sind an der Tagesordnung. Eigener Antrieb und eigenes Handeln ist kaum erkennbar. Um hier den Menschen Hilfestellung und Zuversicht zu geben bedarf es der Unterstützung von Außen. Die Menschen sind sehr wenig mobil, sie "trauen" sich nicht aus dem Haus, leben für sich und nehmen selten am gesellschaftlichen Leben teil. Unterstützungsangebote sind ihnen kaum bekannt, in der Gesellschaft schämen sie sich weil sie "nicht mithalten" können. Bei gelegentlichen Hausbesuchen dort (nach Anfrage z.B. des Krankenhauses oder des ambulanten Dienstes) wurde das Ausmaß der zu leistenden Hilfe besonders deutlich. Für eine Beratung benötigen wir häufig einen Übersetzer/In. Kollegen aus demSozialamt werden oft zugezogen um weitergehende Hilfe zu bieten. Vor zwei Jahren wurde das Wohngebiet grundsaniert und sieht jetzt ansprechender aus. Den Menschen aber, die dort leben fehlt der Zusammenhalt und die sozialen Kontakte. Von sich aus sind sie nicht in der Lage, sich eine Kultur des Miteinanders und der Nachbarschaft aufzubauen. wir möchten den sozialen Zusammenhalt, die Gesellschaftliche Teilhabe und die Gesundheit
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt ist ausgelegt auf die Stärkung der Bewohner/Innen. Wir möchten ihre Handlungsfähigkeit, Selbstorganisation und Resilienzen stärken. Wir unterstützen die Teilhabe an der Gesellschaft und fördern soziale Kontakte. Wir verbessern den Lebensraum durch Aufbau von Netzwerken zur Stärkung der sozialen Kontakte. Durch die Zusammenarbeit mit den Kollegen/Innen in der SG BSB ist es uns möglich, auch im sozialen und finanziellen Bereich bessere Unterstützung zu bieten. Wir sind dann da wo es schwierig ist; die Menschen kommen nicht gerne als "Bittsteller" ins Rathaus. Ganz wichtig ist uns die Mitarbeit der Menschen, die im Quartier leben weil "zusammen etwas entstehen kann" und "weil die Menschen gestärkt werden wenn sie für sich und ihr Umfeld etwa tun können". Das Gefühl unterstützt zu werden, wahrgenommen zu werden hilft und fördert das Interesse an der Mitarbeit.

4 Rieste "MITTE" (Teilprojekt 5)

Ansprechpartner
Gabriele Linster
Funktion Seniorenbeauftragte/Freiwilligenkoordinatorin
wir für hier/ das geht uns alle an
Projektbeschreibung
Die Gemeinde Rieste mit 3.544 Einwohnern liegt in der Samtgemeinde Bersenbrück an der östlichen Grenze des Landkreises Osnabrück. Rieste ist ein staatlich anerkannter Erholungsort im Osnabrücker Land mit einer Fläche von 30,58 qkm. Für Rieste möchten wir eine neutrale Anlaufstelle schaffen, in der sich die Menschen treffen können zum Einkaufen aber auch zum Verweilen. Viele Versorger vor Ort haben in den vergangenen Jahren ihre Geschäfte aufgegeben. Rieste benötigt deshalb ein "Haus Mittendrin" um unterschiedlichen Anbietern einen Raum zu geben, die Versorgung der Bürger/Innen vor Ort sicherzustellen. Akustiker, Optiker, einheimische Erzeuger könnten in regelmäßigen Abständen diese Räumlichkeiten nutzen, "mieten", und ihre Waren, ihre Angebote dort bereit halten. Ein Platz, der sich dreht und immer wieder andere Angebote macht. Zeitgleich würden wir auch Angebote anstreben um Gruppen, Initiativen, Vereine etc. in diesen Treffpunkt zu holen. Eine Begleit-, Beratungs- und Unterstützungskultur für die älteren Bürger/Innen ebenso wie für Alleinerziehende, Singels, Zugewanderte etc. Der demografische Wandel macht es nötig, dass in Rieste Anstrengungen unternommen werden, die Solidarität zwischen den Generationen zu fördern. Einen Ort im Dorf zu haben, wo man sowohl Versorgungsmöglichkeiten aber auch Rat und Unterstützung bekommen kann, wäre für jedermann sehr hilfreich. Deshalb ist unser Ziel, die Dorfgemeinschaft zu stärken und zu fördern. Die Randgruppen einzubinden, zu informieren und zu aktivieren und eine gute Vernetzung mit Anbietern, Vereinen Organisationen auf- und auszubauen. Durch die Kooperation mit der SG BSB und hauptamtliche Unterstützung haben wir große Chancen, diese Ziel zu erreichen.
Ausgangslage
Ein Dorf ohne Mittelpunkt, mit fehlenden Versorgungsangeboten und hoher Überfremdung. Der Schwerpunkt dieses Projektes liegt im Engagement der Bevölkerung, in der Begleitung der Senior/Innen und in der Versorgung mit Angeboten (die in den letzten Jahren in Rieste weggebrochen sind). Leider ist die Mobilität in Rieste sehr eingeschränkt. Die Gemeinde ist überwiegend eine Straßengemeinde (Hauptstraße) mit vielen kleineren Außenbereichen. Alle Aktivitäten, alle Versorger sind für Personen ohne Mobilität kaum erreichbar, es gibt keinen Dorfmittelpunkt. Die Kirchengemeinde liegt weit außerhalb, ebenso die Vereine. (auf der grünen Wiese) Eine Teilhabe für ältere Menschen wird immer schwieriger, Beratungs- und Unterstützungsangebote gibt es vor Ort kaum. In Rieste leben, sehr anonym, viele Arbeiter aus EU Ländern, die im Gewerbepark von Rieste arbeiten. (Weit außerhalb). Sie sind nicht oder nur schlecht in die Gemeinschaft integriert da sie oft nur für 3 Monate bleiben. Das Freizeit- und Tourismusgebiet liegt weit ab vom Ort, auch da sind das ganze Jahr über viele Fremde bzw. Urlauber. Eine lockere Kontaktmöglichkeit im Alltag gibt es nicht, es fehlt ein "Haus Mittendrin." Viele Riester Bürger/Innen würden sich gerne engagieren für die Dorfgemeinschaft. Eine Begegnungsstätte für alle Generationen mit der Möglichkeit, Versorger dort einzumieten (Drehscheibe) wäre ein großer Schritt in die richtige Richtung. Ein Mittelpunkt für den Ort in den man auch kleinere Kulturgruppen ansiedeln könnte. Ein Dreiklang aus Treffpunkt - Info-Austausch - Einkaufen ist das Ziel.
GWA/QM-Ansatz
Durch den Aufbau eines Bürgerladens mit Treffpunktcharakter in Rieste wäre es uns möglich, über die unterschiedlichsten Anbieter im Versorgungsbereich auch BürgerInnen in den Laden zu locken, die sonst eher für sich isoliert und alleine leben. Wenn z.B. im Bürgerladen der Landwirt "von nebenan" seine Waren anbietet könnte es möglich sein, dass ein Senior gleichzeitig auch einen Kaffee trinkt und ins Gespräch kommt mit den MitarbeiterInnen. Oder, wenn ein Angebot gemacht wird mit z.B. asiatischen Waren könnte es sein, dass eine Person mit Flucht- oder Migrationshintergrund zum Einkaufen kommt und bei einer Tasse Tee dann ein Gespräch entsteht. Im Aushang (Schaufenster)und auf Flyern sollen Angebote gemacht werden, die zu Spiel, Spaß, Geselligkeit und Information einladen. Neben hauptamtlichen Begleitern/Koordinatoren soll auch die Ehrenamtsstruktur erweitert und verbessert werden. Alle Bürger/Innen sind mit ihren Vorschlägen und Ideen eingeladen mitzumachen. Eine Begegnungsstätte mitten in der Gemeinde mit Angeboten zur Versorgung, Beratung, Information und Geselligkeit. Einen Raum, sich für und miteinander zu engagieren und Teilhabe möglich zu machen. Ein gutes Beispiel auch für Urlauber/Innen die diese Idee mit in ihren Heimatort nehmen könnten.

We4Us - aktiv im Musikerviertel

Ansprechpartner
Philipp Legrand
Organisation Stadt Bergen
Funktion Integrationsbeauftragter
We4Us - aktiv im Musikerviertel
Projektbeschreibung
Das Musikerviertel, geprägt von Bestandsbauten aus den 60er Jahren, ist bezogen auf seine Bevölkerungsstruktur ein junges Quartier im nordosten der Stadt Bergen und besteht aus ca. 1000 Einwohnern.Im Rahmen des Konversionsprozesses sind in kurzer Zeit die hier stationierten Nato-Angehörigen und ihre Familien 2015 aus dem Quartier fortgezogen.Analog sind Familien und junge Erwachsene zugezogen, die unzureichend am gesellschaftlichen Miteinander teilhaben - daher wird ein Quartiersbegleiter eingestellt und die Gemeinwesenarbeit gefördert. Mit dem Zuzug neuer Bewohner besteht die Chance und Herausforderung ein neues Stadtteilleben zu erfinden, aktiv zu gestalten sowie fruchtbare Entwicklungsprozesse im Sinne eines positiven Miteinanders anzuschieben. Der Quartiersbegleiter erarbeitet mit den Bewohnern, wie die Lebensverhältnisse vor Ort verbessert werden können. Die Motivation zur Teilnahme an Treffs sowie zur Wahrnehmung von Gestaltungsmöglichkeiten des Wohnumfeldes und der Bedarf an Beratung wurden bereits mit Bewohnern in Form von Bürgersteiggesprächen und aufsuchender Arbeit eruiert. U.a. wurden Ideen zur Ausgestaltung von Grünflächen, eines Spielplatzes und eines Frühstückstreff geäußert. Zu Projektbeginn werden Methoden, die Menschen im Quartier aktivieren und ihre Vorstellungen in den Fokus rücken, einen besonderen Schwerpunkt ausmachen – insbesondere Bürgersteiggespräche, Streetwork und aufsuchende Arbeit. Ausgangspunkt für die konkrete Gestaltung der Gemeinwesenarbeit im Quartier sind die Vorstellungen der Bürger vor Ort. Eingerichtet wird eine erste Anlaufstelle im Quartier, in der Beratungen, Begegnungen und Bildungsangebote umgesetzt werden können, sobald die Stelle von den Quartiersbewohnern anerkannt wird. Die konkrete Ausgestaltung der Angebote und die räumliche Gestaltung (eigene Bilder aufhängen usw.) der Anlaufstelle wird von den Bewohnern in Begleitung und Unterstützung vom Quartiersbegleiter erarbeitet. Um Aktivitäten umzusetzen, wird ein Aktivitätenfond für das Quartier eingerichtet, dessen Fördermodalitäten niederschwellig sind. Eine mit den Bewohnern eingerichtete Bürgerjury entscheidet über die Förderung von Initiativen. Bürgervertrer werden als Interessenvertreter gewählt und in Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse, mit Unterstützung vom Quartiersbegleiter, einbezogen. Der Quartiersbegleiter wird innerhalb der Verwaltung im Bürgerservice angesiedelt und eingebunden, um Bedarfe der Bürger schnell an geeigneter Stelle anzubringen.
Ausgangslage
Die Bewohnerstruktur ist von einem deutlich überdurchschnittlichen Sozialhilfebezug (ca. 50 Prozent der Bewohner von Geschosswohnungen im Quartier) und Ausländeranteil (knapp 30 Prozent) geprägt. Viele der zugezogenen Einwohner_innen weisen neben den dargestellten Gegebenheiten weitere Aspekte auf, die auf einen erhöhten Förderbedarf schließen lassen: Viele Menschen haben Fluchterfahrungen in den zurückliegenden vier Jahren gemacht und benötigen aufgrund traumatisierender Erfahrungen sowie sprachlicher Barrieren besondere Unterstützung - viele derjenigen, die neu hinzugezogen sind, kommen aus Syrien, Afghanistan sowie aus dem Irak aber auch aus Osteuropa. Ferner befinden sich viele Bewohner bereits seit langer Zeit im Leistungsbezug. Vielfach lassen sich Reproduktionen sozialer Ungleichheiten und Partizipationsasymmetrien über Generationen hinweg konstatieren. Um eine Reduktion sozialer Segregation zu erzielen, müssen Ansätze umgesetzt werden, die Partizipation im Musikerviertel und darüber hinaus fördern. Insgesamt werden Menschen aus dem Quartier aktuell unzureichend erreicht und aktiviert. Zu berücksichtigen ist weiterhin, dass die Einwohner erst kürzlich in das Quartier neu zugezogen sind und damit verbunden Findungsprozesse und Konflikte stattfinden, die vor dem Hintergrund der Sozialstruktur im Quartier präventiv in Form eines Kümmerers, Aktivierers, Beraters und Vermittlers begleitet werden müssen. Die vom Kümmerer eingesetzten Methoden leiten sich dabei aus den Gegebenheiten vor Ort ab. Ziel ist es, fruchtbares Zusammenleben und ein positives Gemeinschaftsgefühl, das von möglichst vielen mitgetragen und - gestaltet wird, zu fördern.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Bergen (LK Celle) Musikerviertel
Beschreibung
Das Fördergebiet liegt nordöstlich vom Stadtkern der Stadt Bergen und ist vom Geschosswohnungsbau geprägt. Die Mehrfamilienhäuser bedürfen der Modernisierung. Etwa 60 Wohnungen stehen noch frei, so dass davon ausgegangen wird, dass weitere 200 Personen in den kommenden Monaten ins Quartier neu hinzuziehen werden.
Einwohnerzahl
946
Quelle / Anmerkungen
Daten aus dem Einwohnermeldeamt
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
50
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten beziehen sich auf Aussagen des Groß-Eigentümers, der ungefähr die Hälfte der Wohnungen an Leistungsbezieher vermietet hat. Er hat in großem Umfang im Musikerviertel in den Geschosswohnungsbau investiert.
Projektgebiet in Prozent
27
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 21.03.2019 erhoben. Der Ausländeranteil im Quariter Musikerviertel liegt mit 27 Prozent deutlich über dem städtischen und auch bundesdeutschen Durchschnitt.
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
44
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
29
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden vom Einwohnermeldeamt der Stadt Bergen am 15.03.2019 ermittelt.
GWA/QM-Ansatz
Das Projektvorhaben richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge von Menschen vor Ort im Quartier und ist darauf ausgerichetet, die materiellen, infrastrukturellen (hier insbesondere Mitgestaltung von Grünflächen, Wohnumfeldmaßnahmen) und immateriellen (u.a. Treffs) Begebenheiten mit den Quartiersbewohnern gemeinsam zu verbessern. Es werden im Rahmen der Gemeinwesenarbeit Angebote geschaffen, die möglichst viele Einwohner, unabhängig der jeweiligen sozialen,kulturellen und ökonomischen Ressourcen mit einbezieht und im Sinne eines fruchtbaren Gemeinwesens aktiviert.Die Arbeit im Quartier beinhaltet eine Auseinandersetzung mit individuellen, sozialen und strukturellen Ebenen,wobei die sozialräumliche Perspektive im Fokus steht. Der Kümmerer fördert in Form seiner Angebote und Arbeitsschwerpunkte (Beratung, Begegnung, Bildung und Vernetzung)die individuelle Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation im Sinne von kollektivem Empowerment, den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen innerhalb des Quartier. Neben den Tätigkeitsfeldern: Beratung, Bildung, Begegnung und Vernetzung wird ein Schwerpunkt auf den Bereich "Citizenship Education", der ebenfalls im Rahmen des Projektengagements erfolgen soll gelegt. Fokussiert wird die Beteiligung an der Stadtentwicklung. Der Kümmerer fungiert als Anlaufstelle grundsätzlich sozialräumlich und ressortübergreifend und weniger themen- und zielgruppenspezifisch - obglich zu Beginn die Aktivierung einzelner im Fokus steht.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Regelmäßige mindestens ein Treff wöchentlich initiiert und begleitet wird, der aktiv von seinen Besucher_innen mitgestaltet (inhaltlich) wird..
Beschreibung
Die Bewohner_innen werden u.a. über aktivierende Befragungen mit eingebunden. Der Indikator für die Zielerreichung ist, wenn die Bewohner_innen sich bei der Gestaltung und Gemeinwesenarbeit einbringen,Wünsche forumulieren und bei deren Umsetzung mitwirken
Beschreibung
Im ersten Fröderjahr soll bereits intensiv die Selbstorganisation vor Ort gefördert werder. Als Erfolgsindikatoren werden dabei Implikationen der Eigenbeteiligung der Menschen im Quartier bei der Umsetzung von Treffs und anderen Aktivitäten bewertet.
Beschreibung
Eine Vernetzung von Akteuren innerhalb des Quartiers soll erreicht werden. Das Ziel ist erreicht, wenn die Bürgerjury, Runde Tische und eine legitimierte Bürgervertretung, die die Interessen mit Unterstützung des Kümmerers vertritt sich aktiv einbringen.
Beschreibung
Ziel ist es, eine Vernetzung von Akteuren außerhalb des Quartiers zu erreichen. Das Ziel ist erreicht, wenn der Kümmerer und die Bürgervertretung ich an Netzwerktreffen und in (politischen) Gremien einbringen und die Interessen des Quartiers vertreten.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn im Rahmen der Aktivitäten die Bewohner sich mit ihren individuellen Stärken in die Entwicklungsprozesse vor Ort einbringen (z.B. beim Gestalten von Grünflächen oder beim Gestalten von Treffs in Form von Kuchenbacken, Kochen)
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn die soziale Infrastruktur, die kaum vorhanden ist, ausgebaut wird. Ziel ist, u.a. die Einrichtung von Treffs, die Veranstaltung von Bunten Nachmittagen, Beratungsangeboten und Bildungsangeboten (u.a. MiMi-Gesundheitsabende).
Beschreibung
Ziel ist es, dass Bewohner aktiviert werden, sich an verschiedenen Format beteiligen. Das Ziel ist erreicht, wenn sie im Kleinen z.B.Treffs in Teilen selbstorganisieren, Schwerpunkte setzen oder Aktivitäten eigenverantwortlich gestalten
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn am Gemeinwesen intergenerationelle und interkulturelle Zusammenarbeiten entstehen und dadurch ein positives Bewusstsein für Vielfalt gefördert wird.
Beschreibung
Das Ziel ist erreicht, wenn eine Zusammenarbeit innerhalb der Verwaltung ressortübergreifend unter Beteiligung der Bürgerschaft inklusive Bürgervertreter des Quarties entstehen und so eine Multiperspektivität bei der Quartiersentwicklung eingenommen wird.
Beschreibung
Das Ziel ist errreicht, wenn sich das Quartier mit den Interessenvertretern aktiv in Stadtentwicklungen einbringt (z.B. Leitbildentwicklung) und umgekehrt das Quartier als wichtiges Element städtischer Entwicklungen im öffentlichen Raum wahrgenommen wird.
Beschreibung
Alle Aktivitäten im Rahmen des Programms werden in Form von quantitativen oder qualitativen Erhebungen(z.B. leitfadengestützte Gespräche/Reflextionsrunden, Online-Befragung)evaluiert.Aktivitäten-Austauschrunden mit Verantwortlichen finden regelmäßig statt
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Philipp Legrand, Integrationsbeauftragter der Stadt Bergen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katharina Hoopmann
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Rainer Prokop, Bürgermeister der Stadt Bergen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Frank Heins, Fachdienstleiter Bürgerservice
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dr. Virandra Singh, Ortsbürgermeister Stadt Bergen (inklusive des Quartiers Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Horst Liedke, Vorsitzender TUS Bergen (größter Verein im Stadtgebiet)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Leyla Ferman, Koordinierungs- und Fachstelle im Programm Demokratie leben!, Gedenkstätte Bergen-Beslen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pastor Axel Stahlmann, St. Lamberti Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ramon Guse, Stadtentwicklungs GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Katja Tank, Schulleiterin der Hinrich-Wolff-Schule (Einzugsgebiet Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kerstin Strack, Didaktische Leitung der Anne-Frank-Oberschule (Einzugsgebiet Musikerviertel)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bernd Mill, Jugendpfleger und Leiter der Jugendfreizeitstätte Bergwerk
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Steffen Hollung, Bereichsleiter Kindheit und Jugend bei der Lebenshilfe, Kita im Quartier
Typ
Stadtteil
Galerie
musikerviertel luftbild
musikerviertel luftbild2
rahmenplan stadt bergen
musikerviertel mit britischem wavell center blickrichtung nach westen
Zustimmung Veröffentlichung
On

Gemeinsam für Barsinghausen III

Ansprechpartner
Janina Ahlhorn
Organisation DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gem. GmbH
Funktion Bereichsleitung für Konzeption und Projektentwicklung
Teilhabe fördern durch Kooperation, Beteiligung und Empowerment
Projektbeschreibung
„Gemeinsam für Barsinghausen“ hat sich als Anlaufstelle mit „Vernetzungs- und Kümmerereffekt“ etabliert. Als Mitglied des „Runden Tisches“ hat das Projekt insbesondere die Integrationsarbeit u. Teilhabe von Geflüchteten unterstützt. Das Besondere des Projektes ist die Schnittstellenfunktion zwischen den verschiedenen Zielgruppen/Initiativen/Institutionen/Arbeitsbereichen. Als Anlaufstelle erschließt sie den Kontakt zu neuen Kooperationspartner*innen und Zielgruppen (Alteingesessene als auch [Neu-]Zugewanderte). Dabei arbeitet das Projekt satellitenartig, abgestimmt mit dem Team Asyl, in 3 Projektgebieten rund um die GUs als auch in der Gesamtkommune. Um die Teilhabe zu ermöglichen bzw. zu stärken, verfolgt das Projekt folgende Schwerpunkte: 1. Es fungiert als Schnittstelle zwischen den unterschiedlichsten Kooperationspartner*innen und als Stadtteilseismograf, nimmt Bedarfe auf und wirkt als ausführendes Organ bei der Schließung von Bedarfslücken. Gemeinsam werden Teilhabe-Barrieren identifiziert u. Lösungen zur Überwindung dieser Barrieren entwickelt (z.B. beim Abruf von BuT-Mitteln). 2. Es stärkt die Selbstaktivierung von Bewohnenden durch Empowermentstrukturen. Dazu gehört die gut etablierte Sprechstunde im Sinne einer Schnittstellenberatung, ein Empowermentkurs zur Erhöhung der Sprach- und Alltagskompetenz, die Stärkung von Möglichkeiten der Begegnung (z.B. Feste/Erzählcafés/etc.) sowie die Entwicklung von einem Konzept „Gemeinwesenarbeit Mobil“ zum niedrigschwelligen Erreichen neuer/wenig erreichter Zielgruppen. 3. Das Projekt stärkt die Teilhabe von Kindern durch die Entwicklung von altersgerechten Beteiligungsstrukturen, die die frühe Identifikation von Kindern mit „ihrem“ Gemeinwesen fördern. Gleichzeitig werden mit dem Fachdienst Kinderbetreuung/Institutionen/Initiativen vor Ort neue Angebote zur Stärkung der elterlichen Kompetenz erarbeitet. Somit entwickelt sich das Projekt weiter. Es arbeitet in 3 Projektgebieten rund um die GUs, um Begegnung zu fördern, gegenseitige Berührungsängste abzubauen u. so den sozialen Zusammenhalt zwischen den Alteingesessenen und den verschiedenen Zuwanderungsgenerationen und –kulturen zu stärken. Gleichzeitig geht es vermehrt um die Stärkung der GWA durch die Sensibilisierung u. den Abbau von Zugangsbarrieren in der Gesamtkommune. Dabei arbeitet das Projekt bereichsübergreifend u. über die Flüchtlingsarbeit hinaus, um die Teilhabe, unabhängig vom sozialen o. ethnischen Hintergrund zu ermöglichen.
Ausgangslage
Barsinghausen ist ein Ort mit Zuwanderungsgeschichte. Mit dem vermehrten Zuzug von Geflüchteten 2014 u. durch Um- und Auszüge aus den Gemeinschaftsunterkünften (GU) in den bisher 4 Projektgebieten, veränderte sich das soziale Gefüge. Auch durch die voraussichtliche Schließung der GU Bantorf 2019 ändern sich die Bedürfnisse der Bewohnenden u. die Anforderungen an das Gemeinwesen. Es gilt das Zusammenleben rund um die verbliebenen GUs in den nunmehr 3 Projektgebieten mit den Kooperationspartnern weiter zu fördern. Gleichzeitig versteht das Projekt GWA als Querschnittsaufgabe. Ziel muss es deshalb sein, Zugänge zum Gemeinwesen bereichsübergreifend zu stärken. Denn nicht alle haben gleichermaßen Zugang zu vorhandenen Angeboten. Dies ist unabhängig vom Flucht-/Migrationshintergrund. Ein Beispiel ist das Nutzen der Mittel im Rahmen des BuT. Eine Hürde stellt fehlendes Wissen zu den BuT-Mitteln dar, aber schwerer wiegen fehlende Lösungen, wie Mittel abgerufen werden können ohne dass sich die Betroffenen stigmatisiert fühlen. Ein Abbau von Barrieren ist nur möglich, wenn Betroffene/Fachkräfte dabei unterstützt werden, diese zu benennen u. sich aktiv an Lösungsstrategien beteiligen können. Durch die Beratung besteht bereits ein guter Zugang zu Menschen mit Migrations- u. Fluchthintergrund. Es fehlen aber neue Formen der „aufsuchenden“ Arbeit, um auch Alteingesessenen bzw. den Personen ein Forum zu geben, die weder Empowerment noch Beratung in Anspruch nehmen. Nur so können Brücken der Begegnung geschaffen werden. Besonderes Thema ist hier auch die Beteiligung von Kindern. Erleben sie ihre Beteiligung/Meinungsäußerung als wirksam, so steigt die Identifikation mit „ihrer“ Stadt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Kernstadt
Beschreibung
Barsinghausen besteht aus 18 Ortsteilen, in denen 35.937 Menschen leben (Stand 2019). Im Vorjahr lagen die Zahlen bei 35.849 Bewohner*innen. Viele Geflüchtete sind in der Vergangenheit in Gemeinschaftsunterkünften (GU) in den Ortsteilen Barsinghausen Kernstadt, Bantorf, Kirchdorf und Egestorf untergerbacht worden. Nicht nur die Bevölkerungszahlen in Barsinghausen Gesamt sind im Vergleich zum Vorjahr gestiegen, sondern auch die Anzahl der Bewohnenden in Barsinghausens Kernstadt. Somit ist zu vermuten, dass viele der Ausgezogenen aus der GU in Barsinghausen verbleiben. Durch den Auszug aus der GU haben die Menschen allerdings nicht mehr automatisch die Unterstützung durch die direkt in der GU angesiedelte Soziale Arbeit. Damit sind sie erneut mit zahlreichen Herausforderungen konfrontiert. Aber auch die in der GU verbliebenen Menschen sind nach wie vor bei der GWA zu berücksichtigen. Die GU in Barsinghausens Kernstadt befindet sich in der Hannoverschen Straße am Ortsausgang neben einem großen Abenteuerspielplatz. Dieses Gelände ist recht naturnah und wird immer wieder für Veranstaltungen genutzt (z.B. Grillen, etc.). Nicht immer sind diese Veranstaltungen angemeldet, nicht immer ist hier alles konfliktfrei. Auf der gegenüberliegenden Seite der GU befindet sich ein Gewerbegebiet mit mehreren Einkaufsmöglichkeiten, das Stadtzentrum ist einen Kilometer entfernt. Wie in den vorangegangenen Projektphasen auch, stellt die GU deshalb ein wichtiges Projektgebiet dar. Im Zentrum von Barsinghausen befinden sich Eisdielen, Bistros und Cafés. Der Marktplatz lädt mit Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein und ist Platz für den Weihnachtsmarkt und Wochenmarkt. Verschiedene Unterstützungsangebote befinden sich ebenfalls in der Kernstadt (z.B. die VHS, LABORA, NoaNoa, etc.). Die Kernstadt könnte man deshalb als Herz des Gemeinwesens betrachten. Diese Umstände führen dazu, dass der für die GWA wichtige territoriale Ansatz weiter gefasst werden muss. Zum einen ist es von Bedeutung, dass alle Bevölkerungsgruppen im Stadtbild präsent sind und zwar genau dort, wo sich das gesellschaftliche Leben abspielt. Zum Anderen geht es in dem hier beantragten Projekt darum, die Gemeinwesnearbeit bereichsübergreifend zu fördern. Dies meint insbesondere Zugangsbarrieren zu identifizieren und abzubauen. Verschiedene Ansätze, Maßnahmen und Aktivitäten der GWA müssen gebündelt und so organisiert werden, dass sie gesamtkommunal integriert ineinander greifen. Hierfür stellt Barsinghausens Kernstadt als Herzstück des Gemeinwesens ein wichtiges Projektgebiet dar.
Einwohnerzahl
14947
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
1792 Kinder unter 14 Jahren leben in der Kernstadt Barsinghausens. In Barsinghausen Gesamt leben in dieser Altersgruppe 4115 Kinder. Somit liegt der Anteil der Kinder in dieser Altersgruppe in Barsinghausens Kernstadt bei 12 %. Damit ist dieser nur minimal höher als in Barsinghausen Gesamt. Allerdings ist die Anzahl der Kinder im Vergleich zu den übrigen Ortsteilen recht hoch. 43 % der Kinder in dieser Altersgruppe leben in Barsinghausens Kernstadt. Zusätzlich zeigen die Zahlen, dass der Anteil von ausländischen Kindern bei 16,3% liegt. Die Bedarfe neu zugezogener Familien müssen somit ebenfalls berücksichtigt werden.
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
4679 Jugendliche und junge Erwachsene leben in Barsinghausen Gesamt. In Barsinghausens Kernstadt leben davon 1959. Der Anteil in der Kernstadt macht damit 13,18 % im Vergleich aller Einwohner*innen in der Kernstadt aus. Damit ist der Anteil hier nicht höher als für Barsinghausen Gesamt. Allerdings leben 41% der Jugendlichen in dieser Altersgruppe in Barsinghausens Kernstadt. Zusätzlich zeigen die Zahlen vom Vorjahr, dass der Anteil der ausländischen Mitbürger*innen 18,2% beträgt und durch den Zuzug von Geflüchteten durchaus eine Veränderung im Gemeinwesen zu beobachten ist.
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen für März 2019 zeigen, dass 2073 ausländische Mitbürger*innen in Barsinghausens Kernstadt leben. Dies macht einen Anteil von fast 19 % aus. Der Anteil für Barsinghausen Gesamt beträgt etwa 10 %. In der GU in der Hannoverschen Straße sind derzeit 59 Menschen untergebracht.
Projektgebiet in Prozent
8
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die vorliegenden Zahlen beziehen sich auf Ende 2017. Regelleistungsberechtigt waren zu diesem Zeitpunkt 2794 Personen. Dies macht einen Anteil von 8 % aus. Davon kamen 653 Personen aus den 8 zuzugsstärksten Asylländern. 317 Menschen befanden sich Ende Dezember 2017 im Bezug nach dem Asylbewerberleistungsgesetz. Es ist anzunehmen, dass sich die Zahlen geringfügig verändert haben, sich aber in einem ähnlichen Bereich befinden. Leider liegen diese Zahlen nur für das Stadtgebiet Barsinghausen und aus dem Jahre 2017 vor.
Unterlagen zum Gebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen Bantorf
Beschreibung
In den Projektphasen I und II des Projektes "Gemeinsam für Barsinghausen" ist Bantorf eines von vier Projektgebieten gewesen. Das Projekt hat sich während dieser Zeit als Anlaufstelle mit Vernetzung- und Kümmerereffekt etabliert und insbesondere rund um die GUs in den vier Ortsteilen Bantorf, Egestorf, Kirchdorf und Barsinghausen Kernstadt die Flüchtlings- und Gemeinwesenarbeit unterstützt. 2019 wird die GU in Bantorf voraussichtlich schließen. Auch wenn Zahlen hierzu nur schwer heran gezogen werden können, so ist zu vermuten, dass viele ehemalige Bewohnende der GU nicht in Bantorf verbleiben. Damit verändert sich das Projektgebiet. Die Schwerpunkte der Projektarbeit werden sich zukünftig verstärkt auf die drei Projektgebiete Barsinghausen Kernstadt, Kirchdorf und Egestorf fokussieren. Bantorf liegt - geografisch betrachtet - relativ weit vom Stadtzentrum Barsinghausens entfernt. Die Strecke beträgt mehr als 5 Kilometer und ist so zu Fuß nur schlecht zu bewältigen. Durch den S-Bahnhof in Bantorf ist jedoch eine gute Nahverkehrsanbindung gegeben sowohl nach Barsinghausen als auch nach Hannover. Dies ist allerdings mit Kosten verbunden. Bantorf selbst ist durch die B65 und die Autobahn zwei geteilt. Der südliche Teil ist ein Wohngebiet, geprägt durch zahlreiche Einfamilienhäuser. Durch die Lage am Naherholungsgebiet Deister und nicht zuletzt durch die gute Verkehrsanbindung ist Bantorf ein beliebtes Wohngebiet. Der nördliche Teil ist ein Gewerbegebiet. Dort befindet sich in einem ehemaligen Hotel zur Zeit noch die Gemeinschaftsunterkunft. Hier gibt es kaum attraktive gemeinschaftlich zu nutzende Flächen, keine Treffpunkte oder Spielplätze. Der Weg über die B65 in den südlichen Teil wirkt fast wie eine Barriere. Bantorf hat eine sehr engagierte Dorfgemeinschaft. Hier werden verschiedene Feste initiiert, die sich für Begegnung eignen. Durch hohes Engagement der Bewohner*innen Bantorfs wurde 2015 eine Willkommenskultur aufgebaut, um die Neuzugezogenen zu unterstützen und zu begleiten. So entstanden auch Kontakte zwischen Nachbarn, die sich vorher noch nicht bekannt waren. Die oben beschriebenen Gegebenheiten und Ansätze der Gemeinwesenarbeit führten dazu, dass das Projekt Bantorf als eines von vier Projektgebieten unterstützte. Obwohl sich das Projekt auf die drei Projektstandorte Kirchdorf, Barsinghausen Kernstadt und Egestorf fokussieren wird, bleibt es Aufgabe der GWA die geknüpften Kontakte aufrecht zu erhalten und ggf. Bedarfe zu ermitteln.
Einwohnerzahl
1345
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es leben 148 Kinder in dieser Altersgruppe in Bantorf. Dies macht, gemessen an der Einwohnerzahl, einen Anteil von 11% aus.
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe von 14 bis 26 Jahren leben 213 Jugendliche und junge Erwachsene in Bantorf. Dies macht fast einen Anteil von 16 % der Einwohner*innen in diesem Ortsteil aus. Damit liegt dieser Wert über dem der Gesamtstadt. Bei den ausländischen Mitbürger*innen betrug der Anteil in dieser Altersgruppe sogar 27,6%. Allerdings muss davon ausgegangen werden, dass sich durch die Aus- und Umzüge in der GU Änderungen ergeben haben. Für die GWA bedeutet dies zu erkunden, ob und in welcher Form sich diese Altersgruppe im Gemeinwesen beteiligt.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
2018 war der Anteil, nicht zuletzt durch die Unterbringung in der GU, recht hoch und lag bei 16%. Im März 2019 lag der Anteil bei 15,4%.
Unterlagen zum Gebiet
bantorf_2019.jpg (327.37 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen Kirchdorf
Beschreibung
Die Stadtteile Barsinghausen, Kirchdorf und Egestorf bilden eine miteinander verbundene Kette von Ortschaften, deren Übergang fließend ineinander greift. Kirchdorf liegt am nördlichen Rand des Deisters. Auch wenn das Projekt in der hier beantragten Phase über die Flüchtlingsarbeit hinaus tätig ist, so ist die GU in diesem Projektgebiet nach wie vor ein zentraler Schwerpunkt der Arbeit. Obwohl auch hier Aus- und Umzüge zu verzeichnen sind, leben nach wie vor 64 Personen in der Unterkunft. Diese liegt auf der Ecke Max-Planck-Straße angrenzend direkt zum Deister. Die GU befindet sich direkt neben dem Schulzentrum und dem Gelände des Turn- und Sportvereins Kirchdorf und des Schwimmbades. 600 Meter weiter befindet sich ein Wohngebiet, dass geprägt ist durch Einfamilienhäuser sowie Mehrfamilienhäuser. Der S-Bahnhof ist knappe 900 Meter entfernt, eine relativ gute Verkehrsanbindung damit gegeben. Zum Vorjahr lässt sich auch in Kirchdorf ein Zuzug in der Bevölkerung verzeichnen. Die Erfahrungen der letzten Projektphase zeigen, dass es zwei Straßenzüge gibt, in die einige Bewohnende aus den GUs vermehrt gezogen sind. Dabei handelt es sich um die Ellernstraße und die Straße Die Heide (siehe auch Beschreibung und karte Egestorf). In Kirchdorf gab es bereits zum Bau der Unterkunft massive Proteste. Straßen wurden zugeparkt, um Baustellenfahrzeugen die Zufahrt zu versperren. Zahlen liegen nicht vor, jedoch hat sich gezeigt, dass das Zusammenleben zwischen verschiedenen Zuwanderungsgenerationen und mit unterschiedlichen Zuwanderungsgeschichten eine Herausforderung darstellt.
Einwohnerzahl
2103
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018/2019), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
243 Kinder leben in dieser Altersgruppe in Kirchdorf. Gemessen an der Einwohnerzahl dieses Ortsteiles liegt der prozentuale Anteil bei knapp 12 %. Bei den ausländischen Kindern lag der Anteil im letzten Jahr bei knapp 17 %. Damit Kinder sich von Beginn an mit dem Gemeinwesen identifizieren, ist es für diese Altersgruppe sinnvoll früh erlebbar zu machen, dass sie sich als Teil des Gemeinwesens engagieren und es so mitgestalten können.
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe von 14-26 Jahren leben in Kirchdorf 288 junge Erwachsene und Jugendliche. Damit liegt der Anteil bei knapp 14%. Im vergangenen Jahr lag dieser Anteil bei der ausländischen Bevölkerung bei 24,7%. Der Fachdienst Jugendpflege stellt in seiner Arbeit vermehrt fest, dass viele Jugendliche in dieser Altersklasse (z.T. mit Migrationshintergrund, aber bereits seit mehreren Generationen in Barsinghausen lebend) die vorhandenen Angebote nicht vollständig nutzen.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Kirchdorf leben 179 ausländische Mitbürger*innen. Dies entspricht einem Anteil von 8,5 %. Damit liegt der Anteil zwar unter dem in Barsinghausen Gesamt. Trotzdem verändert sich das soziale Gefüge durch die Um- und Auszüge aus der GU.
Unterlagen zum Gebiet
kirchdorf_2019.jpg (385.36 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen Egestorf
Beschreibung
Egestorf geht nahtlos in den Ortsteil Kirchdorf über. Wie Kirchdorf hat auch Egestorf einen S-Bahnanschluss und grenzt südlich an den Ortsteil Wennigser Mark der Gemeinde Wennigsen. Die GU befindet sich im Rottkampweg. Sie liegt eher in Randlage, angrenzend an den Wald und Felder. Sie grenzt aber auch an ein Wohngebiet, dass geprägt ist durch Ein- und Mehrfamilienhäuser. Die Modulanlage bietet Platz für 116 Menschen, derzeitig leben hier aber 63 Personen. Obwohl die Menschen aus den GUs ausziehen, verbleiben viele von ihnen in Barsinghausen u. suchen Wohnraum. Erfahrungen der letzten Projektphase zeigen, dass es zwei Straßenzüge gibt, in die einige Bewohnende aus den GUs vermehrt gezogen sind. Dabei handelt es sich um die Ellernstraße und die Straße Die Heide. In diesen beiden Straßenzügen verändert sich somit sehr rasch das Soziale Gefüge.
Einwohnerzahl
7587
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice (2018), Fachdienst Soziales (2019), Fachdienst Jugendhilfe (Dezember 2018)
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe bis 14 Jahre leben 836 Kinder in Egestorf. Dies macht einen Anteil von 11% aus.
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In der Altersgruppe von 14-26 Jahren leben 896 Jugendliche und junge Erwachsene in Egestorf. Dies macht einen Anteil von knapp 12 % aus.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es leben 472 ausländische Bürger*innen in Egestorf. Dies entspricht einem Anteil von 6 %. Es ist schwierig Daten über Anzahl an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu finden. Jedoch hat Barsinghausen eine sehr besondere Zuwanderungsgeschichte. In den 90ern kamen nicht nur Geflüchtete und Aussiedler*innen, sondern auch eine hohe Anzahl an Gastarbeiter*innen.
Unterlagen zum Gebiet
egestorf_2019.jpg (431.67 KB)
GWA/QM-Ansatz
Nach wie vor versteht das Projekt Gemeinwesenarbeit als eine Grundhaltung, bei der das Interesse der Menschen u. ihre Expertise handlungsleitend sind. Dies meint die tätigen Akteure vor Ort, sowohl haupt- als auch ehrenamtlich, u. schlussendlich alle Bewohnenden in Barsinghausen. Dabei geht es insbesondere darum die Menschen zu aktivieren, die bisher nicht allumfassend Zugang zum Gemeinwesen haben. Die Gründe hierfür sind unterschiedlich. Um diese zu identifizieren und neue Lösungsstrategien für ihre Überwindung zu erarbeiten, sind starke Kooperationen essentiell. Ein besonderer Fokus liegt deshalb auf der ressortübergreifenden Netzwerkarbeit. Die Erfahrungen können so zusammen getragen, gebündelt u. synergetische Lösungen entwickelt werden, die Auswirkungen auf das gesamte Gemeinwesen vor Ort haben. Weiterhin gilt es Bewohner*innen direkt zu fragen, welche Unterstützungsstrukturen ihnen fehlen. Das Projekt hilft dabei, diese Bedarfe zu formulieren und so sichtbar zu machen. Um dies zu ermöglichen, nutzt das Projekt Beratung/Empowerment-Maßnahmen als wichtiges Vehikel. Es erhält so Zugang zu Zielgruppen (z.B. mit Flucht-/Migrationshintergrund), die bisher noch kaum in der GWA tätig sind u. arbeitet gleichzeitig im Sinne der "Hilfe zur Selbsthilfe" darauf hin, Bewohner*innen für nachbarschaftliche Hilfe zu gewinnen. Den territorialen Ansatz verfolgt das Projekt auf 2 Ebenen: Auf kleiner Ebene in den Ortsteilen (um die GUs) u. in Barsinghausen Gesamt als Kern des Gemeinwesens.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Gemeinsame Ziele werden erarbeitet u. umgesetzt. Alle Kooperationspartner*innen profitieren von gegenseitig gemachten Erfahrungen.
Beschreibung
Aktivitäten u. Angebote werden bereichsübergreifend gedacht u. aufeinander abgestimmt. Kooperationspartner*innen tauschen übergreifend Erfahrungen aus u. entwickeln so Lösungen, die unterschiedl. Perspektiven berücksichtigen.
Beschreibung
Die soziale Infrastruktur wird weiter entwickelt, in dem gemeinsam Zugangsbarrieren zu Angeboten (z.B.BuT) identifiziert u. schrittweise abgebaut werden.
Beschreibung
Handlungsleitend zum Abbau von Zugangsbarrieren sind die bedürfnisse der Bewohnenden. Von ihnen benannte Zugangsbarrieren werden reduziert. Dazu werden neue Zugänge entwickelt (z.B. GWA Mobil). Hierüber werden neue Zielgruppen beteiligt.
Beschreibung
Feste, Begegnungsräume, Veranstaltungen sprechen unterschiedlichste Zielgruppen an.
Vorhandene Strukturen
In Barsinghausen gibt es eine Bewusstheit darüber, wie wichtig starke Kooperationen u. eine gute Vernetzung für Teilhabe ist. Insbesondere für Zielgruppen, die bisher noch nicht vollständig alle Möglichkeiten/Angebote im Gemeinwesen nutzen. So gibt es verschiedene Gremien, in denen vernetzt miteinander gearbeitet wird (z.B. der "Runden Tisch", AK Präventionsketten, AK Frühe Hilfen). Diese Ansätze der bereichs- und fachübergreifenden Arbeit bilden wichtige Grundlage für die GWA u. werden in der kommenden Projektphase gestärkt durch einen gemeinsamen Fachtag. Zusätzlich wird an verschiedenen Stellen die Selbstorganisation/Selbstaktivierung von Bewohnenden gefördert. Das Freiwilligen Zentrum Barsinghausen initiiert u.a. über Patenschaften Unterstützung von Bewohnenden für Bewohnende. Selbstorganisation findet aber auch im Rahmen des Projektes Soziale Stadt rund um die Goethestraße statt. Das Quartiersmanagement initiiert Gruppenangebote im Stadtteil, aber auch investive Maßnahmen spielen hier eine Rolle. Auch der Stadtteilgarten ist wichtiger Ansatzpunkt für Begegnung u. Selbstorganisation in Barsinghausen. Obwohl sich "Gemeinsam für Barsinghausen" territorial betrachtet auf andere Quartiere bzw. Ortsteile bezieht, ist die Quartiersentwicklung rund um die Goethestraße wichtiger Kooperationspartner. Die verschiedenen guten Maßnahmen zur Stärkung der GWA bereichsübergreifend u. integriert zu organisieren, ist eine Herausforderung, die Barsinghausen bereits aufgenommen hat.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
in der Stadt Barsinghausen: Fachdienst Kinderbetreuung, Fachdienst Jugendpflege Team Asyl, Fachdienst Soziales, Elterngeldstelle, Standesamt, Wohnraumvermittlung, Fachdienst Bürgerservice (WBS), Quartiersmanagement des Fachdienstes Planen und Bauen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
in der Region Hannover: Jugendamt, Koordinierungszentrum Frühe Hilfen-Frühe Chancen, Allgemeiner Sozialer Dienst, Ausländerbehörde, Wirtschaftsförderung, FB Gesundheit, Team Sozialpädiatrie und Jugendmedizin,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
üstra, Agentur für Arbeit, Jobcenter,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtbücherei Barsinghausen, Kulturfabrik Krawatte, Kunstschule NoaNoa, Musikgruppe Sound of hope, Internationales Frauenfrühstück, Interkultureller Kochtreff, Pavillon Hannover, Schauspielhaus Hannover, Oststadtbibliothek Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Interkultureller Kulturverein Barsinghausen, Die Deistersterne e.V., DRK-Ortsverein Barsinghausen, Horizonte e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Calenberger Land, Jugendwerstatt LABORA, Sozialkaufhaus Labora, Arbeit und Leben, BNW, Ökostation Deistervorland, ASB Stadtteiltreff Goethestraße, MISO, Ethnomedizinisches Zentrum, Eltern Migranten Netzwerk, amfn, kargah,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonisches Werk und Diakonisches Werk Kirchenkreis Ronnenberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
lokale Arztpraxen, insbesondere Kinderarztpraxis, Krankenkassen, Team Schuleingangsuntersuchungen, Zentrum für traumatisierte Flüchtlinge, Schwangerenkonfliktberatung, Hilfe bei ungewollter Schwangerschaft und Sozialen Notlagen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Team Eingliederungshilfe der Region Hannover, Profile Home Care, Sanitätshaus John & Bamberg, Physioteam Barsinghausen, Sozialpädiatrisches Zentrum, Physiotherapie Barsinghausen, Gesellschaft für Inklusive Serviceleistungen,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
u.a. Adolf-Grimme-Schule, Wilhelm-Stedtler-Schule, Hannah-Arendt-Gymnasium, Lisa-Tetzner-Schule, Bert-Brecht-Schule, KGS Goetheschule, Kita Pusteblume, Kita Marienkäfer,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
u. a. das Familienzentrum und Männergruppe der Petrusgemeinde, Willkommenskreis der Mariengemeinde, Freichristliche Hoffnungsgemeinde, Sprachpaten der Barbaragemeinde,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Vonovia, Kreissiedlungsgemeinschaft, diverse Makler
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wir für Barsinghausen, Pro Regio e.V., IHK, HWAK, VossBau, Firma Mader, ZAG Zeitarbeit, Stadtsparkasse Barsinghausen, Firma Tepu,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fraktionsvorsitzende der Stadt Barsinghausen, Bürgermeister der Stadt Barsinghausen, Dr. Matthiesen, Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe, Landtagsabgeordnete Fr. Schüssler,
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Freiwilligen Zentrum Barsinghausen, Ausbildungspaten, Sprachpaten, ungebunden aktive Ehrenamtliche mit und ohne Migrationshintergrund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
u.a. Tafel, DRK-Migrationsberatung, Verbraucherzentrale Niedersachsen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
"Runder Tisch", AK Präventionsketten, Lenkungsgruppe Frühe Hilfen
Typ
Stadtteil
Galerie
blick auf feiernde 18.6.18
Zustimmung Veröffentlichung
On