Ecovillage-Hannover; ein selbstorganisiertes Modellstadtquartier mit kostengünstigen Wohnungen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Hans Mönninghoff
| Funktion | Projektkoordinator |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinsam planen - ökologisch und kostengünstig in einer Gemeinschaft wohnen
Projektbeschreibung
Geplant ist ein experimentelles Wohn- und Lebensquartier für bis zu ca. 1.000 Menschen in Genossenschaftsform. Umgesetzt werden soll die Vision eines nachhaltigen Quartiers in einer Großstadt mit einem hohen sozialen Standard. Dabei sollen die Reduktion des Ressourcenverbrauchs aufgrund einer selbstbegrenzten Lebensweise („Suffizienz“) und gemeinschaftliche Lebensformen im Mittelpunkt stehen. Neben den Wohnformen kommen bei dem Projekt auch anderen sozialen oder ökonomischen Aspekten eine hohe Bedeutung zu: Flächen für den Lebensmittelanbau, Inklusion, Kooperation, Generationensolidarität, ein Tausch- und Leihsystem für die Bewohner*innen, usw.. Beabsichtigt sind möglichst niedrige Baukosten bzw. Mieten, insbesondere für einkommensschwache Bevölkerungsgruppen, aber auch Flächen für "suffiziente" Baugemeinschaften von besserverdienenden Älteren, die heute in großen Wohnungen leben und durch den Umzug in das neue Stadtquartier an anderer Stelle in der Stadt Wohnflächen frei machen.
Die Landeshauptstadt Hannover hat der Initiative eine 50.000 m² große Baufläche mit einem bestehenden Bebauungsplan am Rande der Stadt in Aussicht gestellt (Nord-Kronsberg), wo bis zu 400 relativ kleine Wohneinheiten ("Tiny-Wohnungen") errichtet werden könnten.
Ziel des Projektantrages und der Initiative Ecovillage-Hannover ist ein „bottom-up“- Organisationsprozess, in dem:
- die Zielgruppe von Stadtbewohner*innen mit niedrigem Einkommen gezielt angesprochen und für das Projekt gewonnen werden sollen;
- insbesondere diese Zielgruppe am Planungsprozess für das Projekt beteiligt werden soll,
- genossenschaftliche Strukturen erarbeitet werden, die im besonderen Maße die Beteiligung der zukünftigen Bewohner*innen berücksichtigen (Ecovillage-Beirat, usw.).
Weitere Infos unter www.ecovillage-hannover.de
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Hannover gibt es einen eklatanten Mangel an kostengünstigen Wohnungen. In den Neubaugebieten entstehen überwiegend hochpreisige Wohnungen, die von einkommensschwachen Bevölkerungsgruppen nicht finanziert werden können. Auch die hohen ökologischen Standards der Neubauten tragen zur Kostensteigerung bei und es gilt Konzepte zu entwickeln, wie dieser hohe Standard beibehalten bleibt, die Baukosten und Mieten aber tragbar sind.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Hannover Nord-Kronsberg
Beschreibung
Die Stadt Hannover ist im Grundsatz bereit, für das Projekt bis zu 50.000 m² Baufläche im nördlichen Bereich des Kronsberges zur Verfügung zu stellen.
Einwohnerzahl
1000
Quelle / Anmerkungen
1000 Bewohner*innen ist die Zielzahl mehrerer Ecovillage-Bauabschnitte. Beim Startprojekt sind ca. 400 Wohneinheiten für ca. 600 Menschen möglich
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Unterlagen zum Gebiet
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Ziel ist es, die zukünftigen Bewohner*innen des Modellquartiers zu motivieren, sich an der Quartiersentwicklung und darauf aufbauend dem konkreten Planungsprozess zu engagieren. Dies war bisher sehr erfolgreich: Bei der Eröffnungsveranstaltung waren ca. 300 Personen anwesend, mehr als 200 Personen in 12 Arbeitsgruppen arbeiten zur Zeit an den ersten Konzeptideen (siehe auch www.ecovillage-hannover.de) und am 01.06.2019 ist darauf aufbauend mit 400 Personen eine Visionskonferenz geplant. Die bisherige Arbeit wurde ausschließlich ehrenamtlich geleistet, was beim großen Interesse, das das Thema erreicht hat, nicht länger leistbar ist. Der Förderantrag bezieht sich auf die jetzt folgende einjährige Konkretisierungsphase mit a) Erreichung speziell der Zielgruppe einkommensschwacher Personen b) Genossenschaftsgründung und Beteiligung der zukünftigen Bewohner*innen am konkreten Planungsprozess
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
a) Möglichst viele der zukünftigen Bewohner*innen sollen in der Planungsphase mitarbeiten; b) Alle zukünftigen Bewohner*innen sollen Genossenschaftsmitglied werden und damit Mitbestimmungsrechte über die konkrete Ausgestaltung des Projektes erhalten.
Kriterium
Beschreibung
Zusammenarbeit mit Stadtverwaltung (Stadtplanung, Sozialdezernat, Seniorenarbeit, u.a.), mit Trägern u.a. im Migrations- und Obdachlosenbereich, mit der Bundesanstalt für Arbeit (Qualifizierungsprojekte beim Bau von Tiny-Häusern), usw.
Kriterium
Beschreibung
Schaffung einer modellhaften Genosenschaftssatzung mit umfangreichen Beteiligungsverfahren der Bewohner*innen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtplanung, Bereich Wohnungsversorgung, Sozialdezernat mit verschiedenen Untergliederungen, Fachbereich Senioren
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
bestehenden Wohnungsgenossenschften und Wohnungsbauträgern soll die Möglichkeit geboten werden, sich mit Bausteinen an dem Projekt zu beteiligen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Zusammenarbeit mit Sozialverbände,Gruppierungen im Migrations- und Obdachlosenbereich, um die Zielgruppe einkommensschwacher Haushalte gezielt zu erreichen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Zielgruppe sind alle sich für das Thema Suffizienz ("Selbstgenügsamkeit") interessierende bzw. ansprechbare Bewohner*innen Hannovers
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Gemeinwesenarbeit in Visselhövede
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Elke Motzkau
| Funktion | Leiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Ziele festigen, Projekte voranbringen, Perspektiven schaffen
Projektbeschreibung
In Visselhövede leben ca. 10.000 Einwohner. Davon ca. 5200 i.d. Kernstadt. Hier ist die höchste Arbeitslosigkeit im LK Rotenburg u. ein hoher Anteil an Jugendlichen ohne Schul-/Berufsabschluss. Obwohl ländlich geprägt, leben mehrere größere Gruppen von Zuwanderern in eigenen Gebieten/Strukturen.
Die Koordinierungsarbeit wurde bis 2018 fast ausschließlich durch den ehrenamtlichen Präventionsrat geleistet, stieß aber zunehmend an die Grenze der Belastbarkeit. Durch die Förderung GWA/QM konnte eine Stelle zur professionellen Unterstützung/ Aufbau von GWA eingerichtet werden. Die Stelle ist eingebunden in den ehrenamtlichen Steuerungskreis in dem das Vorgehen abgesprochen und begleitet wird.
Durch die bisherige Arbeit wurden verschiedene Themen angesprochen. Alles Gruppen wünschen sich eine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dieses konnte teilweise schon verwirklicht werden. Ein weiterer Ruf nach Treffpunkten für alle Altersgruppen war deutlich. Auch daran muss noch gearbeitet werden.
Mit der kontinuierlichen Befragung ist eine einmalige Basis geschaffen worden. Sie führte auf verschiedenen Ebenen und Gremien zu Diskussionen, Zuspruch aber auch Widerspruch. Damit ist bereits ein wichtiger Prozess in Gang gebracht worden. Es haben sich zu verschiedenen Themen Arbeitsgruppen gegründet, die sich aktiv in das politische Geschehen einbringen.
Drei weitere große Anliegen haben sich als Arbeitsauftrag für die Zukunft herauskristallisiert:
1. Die Anlaufstelle muss weiter etabliert werden
2. Die laufenden und kommenden Projekte sollen erfolgreich, zielorientiert begleitet werden
3. Zukunftsorientiert sollen Visselhöveder Jugendliche und örtliche Betriebe zusammengebracht werden
Mit diesen drei großen Aufgaben wollen wir unsere Arbeit 2020 erfolgreich weiterführen.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Visselhövede haben die schon die benannten Problempunkte und –gruppen weiter bestand. Räumliche Punkte sind die Pappelstraße mit den für eine Kleinstadt unüblichen Wohnblocks in Randlage. Aufgrund der niedrige Mieten treten hier sozial benachteiligte gehäuft auf. Dazu kommen noch die hier ansässigen Sinti. In den kleinen ehemaligen Behelfswohnungen/Häusern, die jetzt meist in deren Eigentum übergegangen sind. Ähnliches trifft auf die Wohnsituation der Sinti im Wehnser Weg zu. Ein weiteres Problemgebiet liegt links und rechts der Walsroder Straße. Auf der einen Seite haben wir ein in den 60ern und 70ern Jahren entstandenes Wohngebiet. Auf der anderen Seite ein neu entstandenes Eigenheimgebiet mit überwiegend kurdischer Bevölkerung, die starke Abkapselung erkennen lassen.
Sehr auffällig sind die 15-23 Jahre männlichen Jugendlichen, die in der Schule stören, keinen oder schlechten Schulabschluss haben, keinen Ausbildungsplatz finden, aber nicht weg wollen o. können. Weiter ist die rasant ansteigende Gruppe sehr junger und jüngere Mütter ohne schulische und berufliche Perspektive auffällig. Der extrem niedrige Mietzins trägt dazu bei, dass die Gruppen in V. verbleiben, aber hindert andere sich in diesen Gebieten anzusiedeln. D. niedrigen Mieten und große bezahlbare Wohnungen lassen Familiengruppen mit Flucht- oder Migration nach V. kommen und d. Problem d. Jugendlichen in Schule, Freizeit, Ausbildung u. Beschäftigung noch verschärfen.
Gleichzeitig leiden d. V. Betriebe unter e. enormen Fachkräftemangel.
Neben d. primären Aufgaben, die Wohngebiete attraktiver machen, Treffpunkte etablieren, Menschen zum Austausch zu bewegen, brauchen wir Ideen Beschäftigung zu sichern
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Visselhövede, Kernstadt
Beschreibung
Kernstadt V, insbesondere Pappelstraße, Bahnhof und Wehnser Weg, die Stadtgebiete links und rechts der Walsroder Straße.
Einwohnerzahl
10000
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt der Stadt V.
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechter vom LK Rotenburg sind in V. 734 Person im SGBII-Leistungsbezug, davon 510 Leistungsberechtigte. Dazu kommen noch die SGBIII-Leistungsempfänger, die AsylbLG-Berechtigten. Die Prozentzahlen sind Schätzungen.
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Lt. Frau Waechter vom LK Rotenburg sind in V. 324 Jugendliche im SGBII-Leistungsbezug, davon 112 erwerbsfähige Leistungsberechtigte. Dazu kommen noch die SGBIII-Leistungsempfänger, AsylbGL - Berechtigten. Die Prozentzahlen sind Schätzungen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
vissel_karte.pdf
(169.77 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserer Arbeit möchten wir alle Bevölkerungsgruppen der Stadt zu einem verbesserten Gemeinwesen motivieren. Einerseits möchten wir die bestehenden Gruppen ansprechen sich zu öffnen und die Angebote zur Gemeinwesenarbeit anzunehmen. Andererseits werden die neuen Bevölkerungsgruppen angeregt sich zu präsentieren und sich in die bestehenden Gruppen einzubringen, beispielweise neue Gruppenzusammenhänge erarbeiten. Die bisher ehrenamtliche Arbeit soll aufgenommen, begleitet und optimiert werden. Es sollen tragfähige Netzwerke geschaffen werden um in V. ein Gemeinwesen zu schaffen, dass sich konfliktarm und konstruktiv entwickeln kann. Jetzige Problembereiche sollen mit den Anwohnern und der Verwaltung bearbeitet und positiv entwickelt werden. Probleme sollen benannt, bearbeitet und entschärft werden. Schon jetzt ist abzusehen, dass Treffpunkte ausgewiesen werden müssen. Ein besonderes Augenmerk dabei sollte Kindern ab 10 J., Jugendlichen bis 25 J., Genderarbeit, Benachteiligten und der älteren Bevölkerung gelten. Generell sollte sich Wohnen und Arbeiten in V. durch eine strukturierte, durchdachte Gemeinwesenarbeit verbessern.
Methoden: Aktivierende Projekte in Zusammenarbeit mit BA, Begleitung bei Projekten von Bewohner/innen, Beratung, Beteiligungsprojekte, Bildungsangebote, Gebietsbegehungen/ -erkundungen, Gremienarbeit, Diskussionen, Herstellung von Mobilität, JC und Jugendamt einbinden, Kommunikationsanlässe wie Nachbarschaftsfeste, Vernetzung mit GWA in Nachbarkommunen
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Bewohnerinnen beteiligen sich zahlreich an den aktivierenden Befragungen. Die Ergebnisse werden publiziert und in der Öffentlichkeit wahrgenommen. Die Sprechstunden werden optimal genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Die ehrenamtlichen Projektarbeiten werden vernetzt und arbeiten konstruktiv zusammen. Ehrenamtliche Arbeiten werden unterstützt.
Kriterium
Beschreibung
Die Entscheider, Politik, Ehrenamtliche und Bewohner respektieren sich und arbeiten konstruktiv zusammen. Durch diese Netzwerke wird die soziale Infrastruktur verbessert und Bedürfnisgerecht umgesetzt.
Kriterium
Beschreibung
Attraktive Treffpunkte für alle Bewohnergruppen werden geschaffen und von den Bewohnern in Eigenregie in Stand gehalten.
Beschreibung
Attraktive Treffpunkte für alle Bewohnergruppen werden geschaffen und von den Bewohnern in Eigenregie in Stand gehalten.
Kriterium
Beschreibung
Bewohner übernehmen Verantwortung für ihren Wohnbereich und gestalten diesen attraktiv. In den Befragungen wird dieser als guter Ort benannt.
Beschreibung
Politik macht sich zur Aufgabe eine Beratungsinfrastruktur zu schaffen und dauerhaft zu etablieren.
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Visselhövede, Herr Grünhagen, Bürgermeister Herr Goebel,
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Präventionsbeamte der Polizeit Herr Teuber, Frau Stabbat-Flägel / Landkreis Frau Charbonnier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Daa Frau Motzkau/ SOFA eV Frau Schlösser/Seniorenbeirat Herr Sündermann/DRK Herr Langanke/ BNW Herr Eden/ Jugendmigrationsdiest Frau Wicke/ Flüchtlichtlingsberatung Frau Golegos/ Tafel Rotenburg eV Herr Seitz
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
VFL Visselhövede Herr Golke/ MTV Jeddingen Herr Leefers/ SV Schwitschen Herr Rickers/ SV Wittorf Herr Jessen/ Lauftreff Visselhövede Frau Wachtmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Diakonie-Sozial-Stadtion Frau Rück/ Visselhöveder Pflegedienst Frau Rathmann
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schulleiter Oberschule Herr Wieland/ der Grundschulen Frau Lattemann u. Frau Daboven/ Schulsozialarbeiter/ Berufseinstiegbegleiter Frau Bremenkamp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ev. Kirche St. Johannis Herr Pahlig
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gewerbeverein Visselhövede Herr Timmann/ Hoyer Mineralöle Herr Hoyer/ JBS Herr Behrens, Frau Buse
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Redaktion Rotenburger Kreiszeitung Herr Wieters/ Rotenburger Rundschau Frau Baucke
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
alle im Rat vertretenen Gruppierungen/ Bundestagabgeordneten Herr Klingbeil und Herr Kindler/ Landtagsabgeordneten Herr Holsten und Frau Traumann-Liebe
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Interkulturelle Öffnung des Sozialraumes Vorsfelde
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Ilka Volkmer
| Funktion | Projektleitung Interkulturelle Bildung |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Miteinander - Füreinander: Zusammenhalt durch interkulturelle Öffnung in Vorsfelde stärken!
Projektbeschreibung
Vorsfelde ist ein über 850 Jahre alter Stadtteil Wolfsburgs mit historischem, niedersächsischen städtebaulichen Kern. Seit Ende der 1960er Jahre hat sich dieser sukzessive um umliegende Wohngebiete, geprägt durch Ein- und Zweifamilienhäuser, erweitert. Hier haben sich seitdem viele Familien angesiedelt. Kinder wachsen behütet in einer traditionell geprägten Umgebung auf, in der fußläufig und per Fahrrad vieles zu erreichen ist. Vereine wie der SSV Vorsfelde, der MTV Vorsfelde, die lokale Musikschule "Peter und der Wolf", die Freiwillige Feuewehr, die Landfrauen und noch andere bieten den Ortsansässigen nahe dem Naturschutzgebiet Drömling ein Repertoire an Betätigungsfeldern neben Arbeit und Familie. Auch der demographische Wandel und der Zuzug von Migranten ist in Vorsfelde seit der Nachkriegszeit zu beobachten. Während anfangs Vertriebene und Italiener die Ortsbevölkerung veränderte, sind es derzeit die Geflüchteten, die die Bevölkerung diversifizieren und die Aufnahmegesellschaft vor neue Herausforderungen stellen. Diesen Herausforderungen wollen wir mit unserem Projekt, das am ehesten unter präventiven Gesichtspunkten angelegt ist, begegnen. Ziel ist es, der ortsansässigen Bevölkerung den Raum zu geben, in dem Umgang mit Fremdheit thematisiert, reflektiert und geübt wird. Ängste und Unsicherheiten können so aufgegriffen und behoben werden. Damit wird die Grundlage gelegt für eine interkulturelle Öffnung der Vorsfelder Gesellschaft, die in Maßnahmen und Angeboten konstruktiv umgesetzt wird. Insbesondere sollen Gelegenheiten geschaffen werden, die zum Austausch anregen, so dass das Miteinander reden möglich wird und das Übereinander reden verdrängt. Diese Aktivitäten sollen Geflüchtete, die länger ansässige migrantische Ortsbevölkerung und Hiesige mitansprechen. Folgende Netzwerkpartner sind dabei: Der Unterstützerkreis Flüchtlingshilfe Vorsfelde, die kath. Kirche St. Michael, die ev. Kirche St. Petrus, der SSV Vorsfelde, das Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde. Aus diesen Institutionen kommen sowohl Hauptamtliche als auch Ehrenamtliche, die ebenfalls für die aktuelle Situation im Quartier und damit verbundene Umgangsweisen sensibilisiert werden müssen. Konkret soll eine Sensibilisierung die eigene Haltung für gegenseitigen Respekt und Toleranz stärken, Vorurteile abbauen und die interkulturelle Handlungskompetenz erweitern. Als Bildungshaus - VHS verfügen wir über einen Trainerpool zur interkulturellen Öffnung. So wollen wir Lebensqualität erhalten.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Vorsfelde ist eine Kleinstadt, die 1972 von Wolfsburg eingemeindet wurde. Die Lebensqualität ist hoch, da eine gut funktionierende Infrastruktur existiert und die Menschen ein traditionell geprägtes Verständnis von gemeinschaftlichem Zusammenhalt haben. Diesen Zusammenhalt gilt es zu stärken und in Anbetracht der heutigen Herausforderungen (demographischer Wandel, Zuzug insbesondere von Menschen mit Zuwanderungsgeschichte) zu fördern. Dafür ist es wesentlich, nicht nur die Menschen mit Zuwanderungsgeschichte in ihren Integrationsbemühungen zu unterstützen, sondern insbesondere der aufnehmenden Bevölkerung Beachtung zu schenken. Verunsicherung, Angst und Unbehagen sind sehr menschliche Reaktionen auf Unbekanntes und Fremdes. Menschen aus anderen Kulturen bergen ein hohes Potential dieses Verhalten zu verstärken, da zum einen die Sprache (noch) nicht zur Erklärungshilfe dient und Verhaltensweisen oftmals missinterpretiert werden. In dieser Situation ist es wichtig, frühzeitig einzuschreiten und die örtliche Bevölkerung interkulturell zu sensibilisieren. In Vorsfelde werden derzeit Geflüchtete aus der Flüchtlingsunterkunft in neue Wohnunterkünfte umgesiedelt. Einerseits existiert eine große Hilfsbereitschaft aus dem lokalen Helferkreis, aber das Ankommen in einer neuen Nachbarschaft muss immer von mehreren Seiten aus mitgetragen werden. Hauptamtlich als auch ehrenamtlich Tätige wie auch Nachbarn im Umfeld der Geflüchteten gilt es anzusprechen. Vorsfelde ist derzeit ein Ort, in dem man sicher und friedvoll leben kann. Diese Situation soll unbedingt gestärkt werden. Eine behutsame Überführung in die multikulturell geprägte Gesellschaft kann hier zu einem Best Practice werden.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg - Vorsfelde
Beschreibung
Vorsfelde liegt nordöstlich etwa 4 km von der Stadt Wolfsburg und dem VW Werk, getrennt durch Äcker, entfernt.
Einwohnerzahl
12744
Quelle / Anmerkungen
Stadt Wolfsburg, Referat Strategische Planung, Stadtentwicklung, Statistik
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
37
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistisches Jahrbuch 2016 der Stadt Wolfsburg
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
fnp_wob_1_gesamtleitbild_627px.jpg
(114.09 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit ist essentiell für das gelingende Miteinander unterschiedlichster Menschen in einem Bezirk/ Quartier. Angesichts der aktuellen politischen Situation gilt es, der Verunsicherung in Bezug auf Menschen mit Zuwanderungsgeschichte und Geflüchteten entgegenzuwirken und negativen Konsequenzen unterschiedlicher Werte, Verhaltensweisen und Sozialisierungen vorzubeugen. Dabei sollte auch in den Quartieren in Gemeinwesenarbeit investiert werden, die noch nicht im negativen Rampenlicht stehen. Ein Ort, eine Stadt und eine Region benötigt vorbildliche Beispiele, an denen sich andere orientieren können. Vorsfelde ist ein solcher Ort. Mit fast 13000 Einwohnern und gut 1500 davon mit ausländischer Herkunft ist die Ausländerquote in Vorsfelde (10.1-15%) nicht so hoch wie in den beiden angrenzenden Gebieten Nordstadt (20,1-25%) und Neuhaus/ Reislingen (25,1-48,9%). Auch die Nähe zur sehr stark multikulturell geprägten Innenstadt (aktuell fast 31% Ausländerquote) ist gegeben. Hier fällt im Gegensatz zur Zeit der 90er Jahre ein Stadtbild auf, das kulturell und religiös deutlich veränderte Züge trägt, so zeigen sich zum Beispiel Frauen in Vollverschleierung oder Kopftuch regelmäßig. Verschiedenste Sprachen werden hier und dort gesprochen und der Eindruck von Parallelwelt mag manchmal entstehen. Insgesamt ist es wünschenswert, durch Austausch, Wissensvermittlung und Handlungskompetenz diesen Bildern gelassen begegnen zu können und die eigene Identität angemessen zu hinterfragen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Teilnahme an Trainings und Workshops
Kriterium
Beschreibung
Menschen unterschiedlicher Institutionen und Orte miteinander zusammenkommen, z.B. bei Projektangeboten.
Kriterium
Beschreibung
In den Veranstaltungen zum Projekt kommen geflüchtete Menschen oder Menschen mit Zuwanderungsgeschichte sowie ihre Nachbarn zusammen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Kinder- und Familienzentrum Vorsfelde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Evangelische Kirche St. Petrus
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On