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2. Aktivierung und Unterstützung von Selbstorganisation und Beteiligung, Förderung von Selbsthilfepotenzialen und Partizipation,

Verwendungsnachweis: Kultur- und Begegnungszentrum Welcome Thedinghausen

Ansprechpartner
Katja Schulz
Funktion Projektleitung
"Willkommen in Thedinghausen – Thedinghausen willkommen!"
Projektbeschreibung
„Welcome Thedinghausen“ ist Aufgabe, Herausforderung und vor allem inklusive Chance: Menschen, die hier schon lange leben, heißen Neuankommende willkommen und diese wiederum lassen sich auf den Ort und seine Menschen ein. Gemeinsam gestalten sie ihr Wohn- und Lebensumfeld. In den Jahren der aktiven Arbeit in der Flüchtlingsinitiative war die Notwendigkeit erkannt worden, Begegnungsräume zu schaffen, die ein friedliches und respektierendes Zusammenleben aller Bewohner*innen in Thedinghausen fördern. Mit „Welcome Thedinghausen“ soll deshalb ein inklusives Kultur- und Begegnungszentrum für alle entstehen. Das übergeordnete Projektziel – die gegenseitige Akzeptanz – wird erreicht, indem die Menschen sich kennen lernen, miteinander sprechen, spielen, arbeiten, nachbarschaftlich aktiv sind, voneinander lernen, Vorurteile abbauen und gemeinsam ihren sozialen Lebensraum gestalten. Basisstandort wird das kommunale Gebäude "Haus auf der Wurth", von dem aus Aktionen und Maßnahmen im Projektgebiet gestartet werden (z.B. in den Räumen der Kirchengemeinde, des Jugendzentrums, der Schule …). Hier wird eine Anlaufstelle für die Bewohner*innen geschaffen, die sowohl der Beratung und Vermittlung dient als auch die Kommunikation und Vernetzung verschiedener Gruppen fördert. Von dort aus werden Menschen in ihren Wohnumgebungen aufgesucht und aktiviert, sich zu beteiligen. Viel Wert wird auf den Aufbau von Beteiligungsstrukturen gelegt, um bedarfsgerechte Angebote zu konzipieren, die im Begegnungszentrum alle gesellschaftlichen Gruppen einbeziehen können. Ein besonderer Schwerpunkt wird dabei sein, Benachteiligten gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen, Selbstwirksamkeit erlebbar zu machen und Hilfe zur Selbsthilfe zu fördern. Für den Ort bedeutet das eine Stärkung des Gemeinwesens und der Demokratiefähigkeit seiner Bewohner*innen. Denkbar ist es etwa, dass „Welcome Thedinghausen“ ein Experimentierfeld bietet für demokratie- und teilhabefördende Bewohner*innenräte. Mittelfristig sollen auch lokalökonomische Selbsthilfeprojekte in Angriff genommen werden, zum Beispiel indem ein leerstehender Laden angemietet wird, um dort ein Bistro zu eröffnen, das die besonderen Ressourcen etwa von Menschen mit Behinderung und von Geflüchteten nutzt und ihnen gleichzeitig Lohnarbeit bietet. Außerdem soll das alte historische Amtsgericht (das ohnehin saniert werden muss) ins Auge gefasst werden, um dort mit mehr Platz und Möglichkeiten das Kultur- und Begegnungszentrum zu verorten.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Thedinghausen hat mit vielen Herausforderungen einer Kommune im ländlichen Raum zu kämpfen: demografischer Wandel, Strukturwandel im Einzelhandel, hoher Leerstand an der Hauptverkehrsstraße. Von anfänglich 400 Geflüchteten im Camp leben immer noch viele, vor allem Familien, im Ort und es kommen weiter neue Geflüchtete an. Nach wie vor bestehen strukturelle Probleme bei der Integration: fehlende Treffpunkte erschweren die sprachliche und soziokulturelle Integration und begünstigen die Bildung von Parallelgesellschaften, wie sie bereits im Ort aus früheren Zeiten bestehen (v.a. kurdische Communities). Sprachkurse und Ausbildungs-/Arbeitsmöglichkeiten gibt es vorrangig in Verden o. Achim, was Mobilität erfordert und u.a. für Frauen mit kleinen Kindern schwer zu realisieren ist. Gleichzeitig ist Thedinghausen das Zentrum der Samtgemeinde, das – im Speckgürtel von Bremen gelegen – durch die Ausweisung immer neuer Baugebiete stetig wächst. Vor allem junge Familien ziehen zu, die es zu integrieren gilt: Nachbarschaftliche Netzwerke müssen sich erst entwickeln und das Fehlen von öffentlichen Begegnungsorten macht sich auch hier negativ bemerkbar (das letzte Gasthaus mit Saalbetrieb wurde geschlossen und abgerissen). Es mangelt an Kultur-, Bildungs-, Freizeit- und Begegnungsmöglichkeiten, an niederschwelligen Beratungs- und Beteiligungsstrukturen – es fehlt eine GWA, die sich dieser Probleme zielgruppen-, themen- und ebenenübergreifend annimmt. Das Konzept dazu wurde im letzten Jahr entwickelt und bei Umfragen, Interviews und einer Bürger*innenversammlung entsprechende Erwartungen geweckt – sowie eine hohe Bereitschaft und Lust seitens der Bewohner*innen mitzugestalten.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Thedinghausen - Kernort Thedinghausen
Beschreibung
Thedinghausen ist eine Mitgliedsgemeinde der insgesamt 15.652 Einwohner (Stand 31.12.2021) umfassenden Samtgemeinde Thedinghausen. Das 6 km² große Projektgebiet umfasst den alten Ortskern Thedinghausen und ist im Westen durch die Westerwischer Straße (K 67), im Norden und Nordosten durch die Bremer Straße (L 203) sowie im Osten durch den Fluss Eiter, einen kleinen linken Nebenfluss der Weser, begrenzt. Der sich östlich der Eiter befindende Schloss Erbhof samt Baumpark gehören ebenfalls zum Projektgebiet. Die Hauptverkehrsstraße ist die Braunschweiger Straße, die im Osten in die Achimer Straße und im Süden in die Syker Straße mündet. Entlang der Hauptverkehrsstraße befinden sich ein Großteil der Nah- und Gesundheitsversorgung des Ortsteils, wobei den Leerstand in den vergangenen Jahren deutlich sichtbar geworden ist. Das Projektgebiet umfasst im Süden die Syker Straße und ist begrenzt durch das Ende der Ortschaft. Die Bebauung ist geprägt durch Ein- und Mehrfamilienhäuser der 1920er bis 1960er Jahre. Im Norden sind in den letzten zwei Jahrzehnten mehrere Neubaugebiete entstanden, die mehrheitlich von jungen Familien bewohnt werden. Mitten im Ortskern, in fußläufiger Nähe zu Kirche und Rathaus und in direkter Nachbarschaft zum Altersheim, liegt das kommunale "Haus auf der Wurth", das Basisstandort des künftigen Begegnungszentrums werden soll.
Einwohnerzahl
4360
Quelle / Anmerkungen
Einwohnermeldeamt Gemeinde Thedinghausen
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
15
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
12
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
27
Sonstige in Prozent
30
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
9
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022 - zudem besteht enger Kontakt mit der Gemeinde bezüglich neuer Zuweisungen; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
10
Anmerkung
Daten der Gemeinde Thedinghausen für den Kernort Thedinghausen, Stand 03/2022; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (jeweils Anteil der Personen, deren erste oder zweite Staatsbürgerschaft nicht deutsch ist) - Zu beachten ist, dass der Anteil der Personen mit Zuwanderungsgeschichte mit rein deutscher Staatsbürgerschaft nicht quantifiziert werden kann, sodass die tatsächlichen Anteile um einige Prozentpunkte jeweils oberhalb der Angaben liegen dürften.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
8
Anmerkung
Schätzung für das Kerngebiet Thedinghausen, da keine kleinräumigeren Daten vorhanden sind nach Erörterung der Statistikstelle beim Landkreis Verden - es findet zudem enger Austausch mit der Tafel statt, deren Ausgabestelle im Haus auf der Wurth ist; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021 (Leistungen nach SGB II, SGB XII, AsylbLG, WoGG)
Projektgebiet in Prozent
1
Gesamtstadt in Prozent
1
Sonstige in Prozent
2
Anmerkung
Daten des Landkreises Verden für die Gemeinde Thedinghausen, Stand 08/2021 (davon 21 % ausländische Bewohner/innen) - es sind keine kleinräumigeren Daten vorhanden; Daten des Landkreises Verden für die Samtgemeinde Thedinghausen und das Kreisgebiet Verden, Stand 12/2021
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Auf Grund von Bemühungen engagierter Ehrenamtlicher der Flüchtlingsinitiative gab es eine erste einjährige Förderung durch das Deutsche Hilfswerk für die Konzeptentwicklung eines Begegnungszentrums. Innerhalb dessen wurde eine Bestands- und Bedarfsanalyse durchgeführt: Expert*inneninterviews mit lokalen hauptamtlichen und ehrenamtlichen Stakeholdern ergaben Probleme wie Strukturwandel, wenig Berührungspunkte zwischen verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen, geringer Bekanntheitsgrad der bestehenden sozialen Angebote, Rückzug ins Private verstärkt durch die Corona-Pandemie, sowie ein großes Interesse seitens der Institutionen an mehr Vernetzung und Kooperationen. Eine Bewohner*innenbefragung mit 235 Teilnehmenden ergab Bedarfe an niederschwelligen, offenen Treffpunkten für Austausch und interkulturelle Begegnung, des Weiteren an Kulturveranstaltungen, gemeinsamen Freizeitaktivitäten sowie Bildungs- und Beratungsangeboten, insb. für Senior*innen und Familien. An die Befragung anknüpfend wurde ein Bürgerversammlung organisiert, auf der sich Arbeitsgruppen zu den genannten Themenbereichen gebildet haben. Die AGs haben erste Maßnahmen geplant. Da die DHW-Förderung ausgelaufen ist, aber mit den aktivierenden Methoden Begehrlichkeiten geweckt wurden und sich zudem bereits Menschen gefunden haben, die etwas starten wollen, ist eine Anschlussförderung für die hauptamtliche Unterstützung und finanzielle Ausgestaltung der geplanten Maßnahmen dringend erforderlich.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner*innen werden in den verschiedenen Formaten (offene Sprechstunde, Angebote der AGs, Projektwerkstätten, Gremien, aufsuchende Arbeit) gehört und aufgenommen.
Beschreibung
Es wurden Strukturen entwickelt und eingerichtet, die die Selbstorganisation der Bewohner*innen und Ehrenamtlichen ermöglichen und fördern (Räumlichkeiten, Materialien, digitale Kommunikationsplattformen).
Beschreibung
Nachbarschaftliche Begegnung der verschiedenen Bevölkerungs- und Altersgruppen findet in gemeinsamen Aktivitäten im Ort statt; es gibt freiwillig Engagierte, die sich für das Gemeinwesen einsetzen.
Beschreibung
Verschiedene Zielgruppen werden bei den offenen Angeboten nicht nur mitgedacht, sondern nehmen daran tatsächlich in nennenswerter Zahl teil und gestalten diese selbst aktiv mit.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Gemeinde Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Haus auf der Wurth
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nils Holgersson Grundschule Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gudewill-Schule (Oberschule mit gymnasialem Angebot)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemeinderat Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Sozialstation Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendzentrum Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kindergarten Thedinghausen Die Erbhoflöwen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohngruppe der Stiftung Waldheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Achimer Tafel Ausgabestelle Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Thedinghausen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Anschlussfinanzierung durch die Kommune ist durch regelmäßige Gespräche vorbereitet: Schon in der Konzeptentwicklung ist sie thematisiert worden und durch intensive Gespräche mit Ratsmitgliedern verschiedener Parteien angebahnt. Hierbei kann auf eine erfolgreiche und vertrauensvolle Zusammenarbeit in der Flüchtlingsarbeit zwischen Kommune, Kirchengemeinde und der Bürgerinitiative „Ankommen in Thedinghausen“ aufgebaut werden.
Galerie
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2024 1080x108027
2024 1080x108030
2024 1080x108031
2024 1080x108032
2024 1080x108033
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Integrativer Nachbarschaftstreff Diepholz

Ansprechpartner
Evelin Romagnoli
Organisation Eleganz Bildungsplattform e.V.
Funktion GWA vor Ort in Diepholz
Begegnung aktiv und partizipativ gestalten - für eine bunte & starke Zivilgesellschaft
Projektbeschreibung
In Diepholz wurde in zentraler Lage ein Quartierstreff eröffnet, der sich schwerpunktmäßig der niederschwelligen Begegnung zwischen Einheimischen und Zugewanderten widmet. Der Nachbrschaftstreff bietet einen öffentlichen Raum des Dialogs zwischen den unterschiedlichen Bevölkerungsgruppen der Stadt Diepholz. Dabei wird ein offenes Konzept mit einem niederschwelligen soziokulturellen Angebot für alle Altersgruppen und Gestaltungsfreiraum für die Anwohnern verbunden. Echte, beiderseitige Integration funktioniert nur dort, wo ein gegenseitiges Kennenlernen auf Augenhöhe und ein gemeinsames An-einem-Strang-Ziehen möglich ist. Als Migrantenselbstorganisation mit langjähriger Erfahrung in den Bereichen Integration und Bildung ist uns, der Eleganz Bildungsplattform, dies bewusst, weshalb wir mit dem Projekt einen Schritt in diese Richtung gehen wollen. Nach Einrichtung der Räumlichkeiten starten wir vier Tage die Woche (Mo - Do) mit dem offenen Treff am Nachmittag und einem soziokulturellen Programm, das von den Anwohnern und Ehrenamtlichen überwiegend selbst gestaltet werden soll. Dabei werden die Bedürfnisse aller Altersgruppen berücksichtigt: von Spieleabenden für die ganze Familie über Seniorennachmittage bis hin zu einem Jugendtreff ist für jeden etwas dabei. Den rahmengebenden Gedanken liefert das interkulturelle Beisammensein. Als regelmäßige Veranstaltung mit Wiedererkennungswert – quasi als Marke des Quartierstreffs – umfasst das Projekt zur Stärkung des nachbarschaftlichen Miteinanders die Veranstaltungsreihe "Wir Menschen in Diepholz", in deren Rahmen sich einmal im Monat Menschen aus dem Quartier vorstellen. Jedes Treffen umfasst einen einleitenden Impuls und einen anschließenden Austausch. Der Impuls wird jeweils von einem/r Einwohner/in oder einer Gruppe gestaltet. Hier sind unterschiedliche Formen denkbar. So kann sich die beitragende Person dem Publikum vorstellen, von ihrer Biografie, ihrer Kultur, ihrem Herkunftsland, ihren Erfahrungen in Deutschland, ihrer Sprache, den Gründen für ihr Hiersein oder einem sie bewegenden Thema berichten. Gleichzeitig sind Musikbeiträge, Sketche, Interviews oder dergleichen denkbar. Dank der Kombination aus offenem Treffpunkt und Veranstaltungsprogramm fördert der Quartierstreff Zusammenhalt und Miteinander in Diepholz und bringt die Menschen ins Gespräch. Raum zur partizipativen Mitgestaltung, zum Einbringen eigener Ideen usw. ist fester Bestandteil unseres bürgernahen und bedarfsorientierten Vorhabens.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Der Bedarf, an einem zentral gelegenen, niederschwelligen Begegnungsort, der Vielfalt lebt und Ambiguitätstoleranz fördert, der gleichzeitig Raum zu Mitgestaltung gibt, ist also größer als je zuvor. Seit April 2023 sind wir aktiv im Quartier integrativer Nachbarschaftreff tätig. Das Projekt trägt dazu bei, das nachbarschaftliche Miteinander zwischen Menschen mit und ohne Migrationsgeschichte im Quartier sowie den Aufbau sozialer Netzwerke zu fördern. Die Besucher*innen begegnen sich bei uns in einer inklusiven Atmosphäre und auf Augenhöhe. Des Weiteren bieten wir den Anwohner*innen Raum für vielfältige nachbarschaftliche Initiativen zu geben und dabei eigene kleinere Projekte zu verwirklichen Mit dem Projekt wollen wir an bestehende Strukturen anknüpfen und mit den vorhandenen Trägern und Akteuren zusammenarbeiten. Neben dem Stadtteilladen e.V. sind hier bspw. Grafenkind, die Caritas, die Flüchtlingssozialarbeit etc. zu nennen. Für eine bedarfsgerechte Gestaltung, beziehen wir die Menschen im Quartier von Beginn an aktiv in die Gestaltung des Projektes mit ein und verdeutlichen, dass das Projekt von ihrem Engagement lebt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Diepholz Innenstadt
Beschreibung
Das Sanierungsgebiet/Quartier "Diepholz - Innenstadt" umfasst insgesamt 31 ha. Der Geltungsbereich umfasst die Diepholzer Innenstadt mit ihrem Altstadtbereich. Im Süden wird das Sanierungsgebiet durch die nördliche Abgrenzung der Schlossinsel begrenzt, im Norden durch den Mollerkreisel. Die Hinterlohne ist die südwestliche Grenze des Plangebiets. In diesem Bereich verspringen Sanierungs- und Fördergebiet. Die Grenze des Fördergebiets verläuft entlang der Vorderlohne und Parkplatz der Münte. Im Bereich der Steinstraße/Mühlenstraße ist der Grenzverlauf von Sanierungs- und Fördergebiet wieder identisch. Die Abgrenzung verläuft anschließend bis zum Kreuzungsbereich Steinstraße/Willenberg/Lüderstraße entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der straßenbegleitenden Bebauung. Im weiteren Verlauf begrenzt die Flöthestraße das Plangebiet. Entlang der Mollerstraße sind die nördlichen Grundstücke zwischen Feuerwehr und Mollerkreisel Teil des Sanierungsgebiets. Die Abgrenzung folgt einer Grundstückstiefe der Lange Straße und Wellestraße bis zur Prinzhornstraße. Die Prinzhornstraße ist nicht mehr Teil des Sanierungsgebiets. Die Bahnhofstraße als Wegeverbindung zwischen Innenstadt und Bahnhof ist in Gänze Teil des Sanierungsgebiets. Die Grenze läuft entlang der rückwärtigen Grundstücksgrenze der straßenbegleitenden Gebäude in der Bahnhofstraße. Die Gleise bilden die östliche Abgrenzung des Sanierungsgebiets. Die Park and Ride Anlage sowie der ZOB sind Teil des Sanierungsgebiets.
Einwohnerzahl
17152
Quelle / Anmerkungen
LSN-Online (https://www1.nls.niedersachsen.de/statistik/html/default.asp); Einwohnerzahl für gesamtes Stadtgebiet
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Obwohl das Quartier im Förderprogramm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren" gefördert wird, besteht ein hoher Bedarf an einem integrativen Nachbarschaftstreff. Zum einen sind die geplanten Maßnahmen in dem Förderprogramm in erster Linie städtebaulicher Natur. Zum anderen war zum Zeitpunkt der Projektentstehung der Corona-bedingte Leerstand im Quartier kaum vorauszusehen, ebenso wenig wie die hohe Anzahl ukrainischer Geflüchteter, die nach Diepholz kommen und die Begleitung bei der Erstintegration benötigen. Zudem besteht eine Lücke in der Angebotslandschaft: Es fehlt an einem niederschwelligen, explizit integrativ ausgerichteten Begegnungsort. Dieses neue Zentrum hat das Potenzial, über partizipative Angebote auf Augenhöhe Leben ins Quartier zu bringen und nachhaltig Bürgerbeteiligung und interkulturelles Zusammenleben im Quartier zu stärken.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Der Ansatz der GWA wird sowohl in konzeptioneller als auch methodischer Hinsicht dem Projekt zu Grunde gelegt. Im Mittelpunkt stehen die Menschen im Quartier mit ihren Bedarfen, Interessen und Kompetenzen. Das Projekt greift ihre Anliegen auf und motiviert zur aktiven gesellschaftlichen Teilhabe und Mitgestaltung im Quartier. Durch den Nachbarschaftstreff verbessert sich das Quartiersleben sowohl in materieller (räumlicher) als auch immaterieller Hinsicht, insofern ein partizipativer Begegnungsort geschaffen wird. Sowohl das soziale Klima zwischen den diversen in Diepholz lebenden Zielgruppen als auch das bürgerschaftliche Engagement werden gestärkt. Der demokratische und empowernde Ansatz motiviert zum Mitmachen und Miteinander auf Augenhöhe. Methodisch arbeiten wir in Anlehnung an die "Community Organisation" nach den Grundsätzen "zuhören", "Bedarfe erheben/recherchieren", "informieren" und "handeln". Zu den angewandten Formaten gehören aktivierende Befragungen, Projekt- und Ideenwerkstätten, Runde Tische/Arbeitsgruppe, Begleitung, Mentoring und niederschwellige Workshops. Da ein Hauptaugenmerk auf dem multikulturellen Zusammenleben liegt, wird auf den Gebrauch einfacher Sprache, auf Durchmischung der Zielgruppen, bedarfsgerechte Zuschneidung der Angebote (z.B. Übersetzungen, kleinere Sprachtrainings, altersgerechte Angebote etc.) uvm. geachtet. Die Angebote sind themenübergreifend und bieten den Anwohnern eine Plattform für ihre Kreativität und ihr Engagement.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Orientierung am Menschen ist erreicht, wenn sich die Quartiersbewohner aktiv an den Projektmaßnahmen beteiligen, diese prägend mitgestalten und ihre eigenen Ideen als Engagierte realisieren.
Beschreibung
Die Quartiersbewohner sich in den Ideenwerkstätten, Arbeitsgruppen und im Runden Tisch organisieren, um gemeinsam an der Gestaltung des Projekts mitzuwirken.
Beschreibung
Der Grundgedanke des Projekt, das Miteinander in einer vielfältigen Quartiersgesellschaft zu stärken, ist erreicht, wenn im Projekt Menschen verschiedener sozialer Hintergründe auf Augenhöhe zusammenwirken und soziale Kontakte knüpfen.
Beschreibung
Der Nachbarschaftstreff wird als Teil bestehender Strukturen und Netzwerke etabliert, im Runden Tisch beteiligen sich diverse lokal vertretene Akteure wie die Kommune, Vereine, Initiativen usw.
Beschreibung
Im Projekt wird die Vielfalt des Quartiers sicht- und erfahrbar. Gleichzeitig lernen die Menschen aktiv das multikulturelle Zusammenleben auf Augenhöhe und hierzu wichtige Schlüsselkompetenzen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement Moorstraße
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Familie & Bildung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
(Jugend-) Café Freiraum
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteilladen e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fördergemeinschaft Lebendiges Diepholz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Mediothek Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Initiative Harmonie
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Beratungsstelle für Frauen und Mädchen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Über den Tellerrand
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
IGEL e.V. Gemeinwesenarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fördergemeinschaft lebendiges Diepholz e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sozialverband Deutschland e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritasverband für LK Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendbüro Stadt Diepholz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohnungslosenhilfe Tagestreffpunkt DIE ARCHE
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Eine feste Einbindung des Nachbarschaftstreffs in die bestehenden kommunalen Strukturen wird angestrebt, wozu bestehende Akteure in die Gestaltung einbezogen werden. Für eine langfristige Finanzierung werden im dritten Projektjahr im Rahmen einer Arbeitsgruppe und Ideenwerkstatt Optionen erarbeitet und Ideen zur Weiterführung entwickelt. Angestrebt werden Anträge zur Anschlussfinanzierung. Langfristig wird auch mit der Kommune über finanzielle Unterstützung verhandelt.
Galerie
integrativer nachbarschaftstreff diepholz 2
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Quartiersmanagement NeuDonnerschwee

Ansprechpartner
Ute Goronczy
Funktion Quartiersmanagerin
Aufbau und Etablierung eines professionellen Quartiersmanagements in Oldenburg NeuDonnerschwee zur Entwicklung eines nachhaltigen Wohnquartiers für alle Bewohner*innen.
Projektbeschreibung
Das Quartier NeuDonnerschwee zeichnet sich durch ein hohes Maß an Diversität der Bewohner*innenschaft aus. Vom Säugling bis zur Seniorin, vom Hipster bis zum Hilfsbedürftigen, vom Single bis zur Großfamilie mit Migrationshintergrund sind viele Bevölkerungsgruppen auf dem ehemaligen Kasernengelände vertreten. Wohngemeinschaften, alternative Wohnformen wie Wohngenossenschaften, Pflege-, Demenz-, Beatmungs- und Senioren-WGs, eine Kita, ein Verein für Jugendkulturarbeit und demnächst das Kulturzentrum Globe (vormals Militärkino), sind Bestandteile des Quartiers. Seit Herbst 2015 existiert die Quartiersrunde, begleitet von der Stadt Oldenburg, in der sich viele interessierte Menschen regelmäßig zusammenfinden und relevante Themen von NeuDonnerschwee behandeln. Diese Runde formulierte den Wunsch nach einem professionellen Quartiersmanagement, um die Lebensqualität und den Zusammenhalt im Quartier nachhaltig zu steigern. Zusätzlich gab es 2019 eine Online-Befragung der Bewohner*innen durch externe Experten, um weitere Erkenntnisse zum Quartiersmanagement zu sammeln. Dazu wurde im Juni 2019 ein Workshop durchgeführt. Die Umfrageergebnisse und die Wünsche und Vorstellungen der anwesenden Bewohner*innen wurden gesammelt und professionell aufbereitet. Anschließend hat sich eine Arbeitsgruppe Quartiersmanagement weiter mit dem Thema befasst und festgestellt, dass es eines Trägervereins dafür bedarf. So entstand im März 2021 der gemeinnützige Verein NeuDonnerschwee verbindet e. V. Um die Vielfalt der Lebensstile zu vernetzen, die Kompetenzen der Bewohner*innen zu nutzen und die Lebensqualität der Menschen hier zu steigern, möchte der Verein ein professionelles, inklusives, partizipatives und nachhaltiges Quartiersmanagement etablieren. Dazu bedarf es einer festen Anlaufstelle in Form eines Quartiersbüros mit einer hauptamtlichen Besetzung, ergänzt durch ehrenamtliche Unterstützung. Ein Schwerpunkt des Quartiersmanagements ist der Sharing-Gedanke, der in verschiedenen Bereichen umgesetzt werden soll, sowohl digital u. a. in einer Dienstleistungs-, Verleih- und Tauschbörse als auch analog auf einem 2.500 qm großen, zentral gelegenen Urban Gardening Feld, das durch zwei Stiftungen für die Gestaltung zur Verfügung gestellt wird und interessierte Bewohner*innen beim gemeinschaftlichen Gärtnern begeistern soll. Begleitend sind gemeinsame Quartiersfeste, sportliche Aktivitäten und ähnliches geplant, um die Bewohner*innen in einer zwanglosen Atmosphäre zusammenzubringen.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die ehemalige Donnerschwee Kaserne wurde 2012 vom Bund an einen Investor verkauft. Von der Stadt Oldenburg gab es die Auflage, 10% der Wohnungen als Sozialwohnungen anzubieten. Da der Investor kein Interesse am Bau dieser Wohnungen hatte, weil sie für ihn nicht profitabel waren, vergab er diesen Teil an zwei gemeinnützige Stiftungen, die am Rande des Geländes sieben Neubauten mit ungefähr 90 überwiegend barrierefreien Sozialwohnungen errichteten. Darin befinden sich u. a. Mehrgenerationenhäuser und Pflege-Wohngemeinschaften. Nach Kernsanierung der 17 Bestandsbauten und Erstellung von 10 Neubauten wurden einzelne Gebäude und Wohnungen an Eigentümer*innen-Gemeinschaften weiterverkauft, über 1/3 der Gebäude und Wohnungen ist in der Hand der Investoren verblieben. Im Quartier gibt es eine städtische Kita, den Verein für Jugendkulturarbeit in ebenfalls städtischen Gebäuden, zwei generationsübergreifende Wohnprojekte und eine Genossenschaft für den Erhalt und Umbau eines ehemaligen britischen Militärkinos (Globe) in ein Kulturzentrum. Auf 19 ha Fläche entstanden so 850 Wohneinheiten, die ab 2016 nach und nach von ca. 1.600 Einwohner*innen bezogen wurden. Durch den Bezug des Quartiers in kurzer Zeit, durch Bauverzögerungen, spätere Fertigstellung weiterer Wohneinheiten und häufigen Mieter*innenwechsel hatten bzw. haben viele Bewohner*innen des Quartiers nicht die Gelegenheit, sich kennenzulernen und zu vernetzen. Die hohe Diversität und die Vielfalt der Lebensstile der Bewohner*innen tragen zur Anonymität bei und erschweren eine gemeinsame gute Nachbarschaft und einen Zusammenhalt in NeuDonnerschwee. Die Corona-Pandemie trägt zur Verstärkung dieser Probleme bei.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Oldenburg Neu-Donnerschwee
Beschreibung
Das Fördergebiet wird im Norden begrenzt durch die Ammergaustraße, im Osten durch die Schlieffenstraße, im Süden durch die Kasernenstraße und im Westen durch die Beverbäke und die Kranichstraße.
Einwohnerzahl
1560
Quelle / Anmerkungen
Statistische Abteilung der Stadt Oldenburg
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
4
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Bundesagentur für Arbeit.
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
16
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Es liegen keine Daten bei der Stadt Oldenburg vor.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Zahlen der Bundesagentur für Arbeit werden nur für das Gesamtgebiet der Stadt mit 636 jungen Arbeitslosen angegeben; das entspricht 0,4 % an der Gesamtbevölkerung bzw. 10 % von allen Arbeitslosen in Oldenburg. Die Zahl der jungen Arbeitslosen im Quartier wird von der Bundesagentur für Arbeit aus Geheimhaltungsgründen nicht veröffentlich (zu geringe Grundgesamtheit).
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten entstammen der Einwohnerdatei der Stadt Oldenburg.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten konnten von der Stadt Oldenburg nicht zur Verfügung gestellt werden.
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unsere Aufgabe ist es im Wesentlichen, Beteiligungsprozesse zu organisieren. Ziel ist es, vor allem hilfebedürftige Bewohner*innen von NeuDonnerschwee, aber auch diejenigen, die das gemeinschaftliche Miteinander noch nicht akzeptiert haben, zu motivieren, sich im Quartier einzubringen und sich an Projekten zu beteiligen die den Zusammenhalt fördern. Die Aufgabe des Quartiersmanagements besteht darin, diese Planungsschritte zu vermitteln und den Bewohner*innen verständlich zu machen, aber auch deren Wünsche und Interessen zusammen mit der Planung in konkrete Schritte umzusetzen. Quartiersmanagement dient dabei als Mittel, zur Förderung des Zusammenhalts und Aufwertung des Stadtteils, an dem die Bewohnerschaft aktiv beteiligt ist. Aktuelle Fortbildungsangebote zum Quartiersmanagement werden von uns mit großem Interesse wahrgenommen. Möglichst jede Person im Quartier soll ein Eigeninteresse entwickeln, das Leben und Wohnen in NeuDonnerschwee qualitativ hochwertiger zu gestalten. Dies hat zur Folge, dass es weniger Fluktuation bei den Ein- und Auszügen gibt und sich eine nachhaltige Kultur des Zusammenlebens festigt. Durch die Vielfalt der Lebensstile und der Diversität der Bewohnerschaft gibt es in NeuDonnerschwee viele Ressourcen, die mobilisiert werden können. Folgende Aktivitäten sollen initiiert und unter Beteiligung der Bewohner*innen durchgeführt werden: ökologisches Urban Gardening, Bewegungsangebote, Teilen und Tauschen, Feste zum Kennenlernen, Flohmärkte u. ä.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein erstes Ziel ist erreicht, wenn sich 10 % der Einwohnerschaft an den Aktionen des Quartiersmanagements aktiv beteiligen.
Beschreibung
Ein Kompetenzpool der Bewohnerschaft aufgebaut wurde und dieser rege genutzt wird.
Beschreibung
Alle Beteiligten sich in einem Gesamtplenum für das Quartier zusammenfinden.
Beschreibung
Wenn mindestens 5 Arbeitsgruppen mit jeweils mehr als 5 Beteiligten zu unterschiedlichen Themenbereichen aktiv sind.
Beschreibung
Wenn sich in den einzelnen Wohnblöcken und übergreifend im Quartier ein Zusammenhalt und Nachbarschaftshilfe entwickeln.
Beschreibung
Wenn eine zentrale Anlaufstelle in angemieteten Räumlichkeiten mit personeller Besetzung durch eine Quartiersmanagerin etabliert ist.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Stadt Oldenburg, Amt für Teilhabe, Amt für Kultur und Sport, Amt für Grünflächen, Amt für Integration und Migration
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturgenossenschaft GLOBE e.G., Jugendkulturarbeit e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Paritätischer Oldenburg-Ammerland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Donnerschwee e.V., Stadtsportbund Oldenburg e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hausverwaltungen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Nordwest-Zeitung, oeins-Fernsehen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
NeuDonnerschwee verbindet e. V., Lebensimpulse e. V., KreAktiv e. V.
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Schon während der Anschubfinanzierung durch das Land Niedersachsen wird an einer Verstetigung des Quartiersmanagements für NeuDonnerschwee gearbeitet. Eine solide Grundfinanzierung soll über ein 3-Säulen-Modell, getragen 1. von der Stadt Oldenburg, 2. einem Pflichtbeitrag der Eigentümer*innen und Mieter*innen sowie 3. Mitgliedsbeiträgen des Vereins NeuDonnerschwee verbindet e. V., erfolgen. Nähere Informationen dazu sind der beigefügten Datei zu entnehmen.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Gute Nachbarschaft in Syke- gemeinsam aktiv gestalten!

Ansprechpartner
Katrin Moser
Funktion Kirchenkreissozialarbeit
Umbruch und Verstetigung durch aktive Quartiersbürger_innen
Projektbeschreibung
In der Förderung 2019 wurde das Projekt erstmalig für eineinhalb Jahre gefördert. Das Quartier zeigt zum einen eine Bebauung mit gepflegten Siedlungs-und Einfamilienhäusern u. zum anderen, insbesondere im Straßenzug Berliner Str., eine Plattenbausiedlung mit starkem Sanierungsrückstand. Das Gesamtbild ist durch vermüllte Grünflachen, überfüllte Mülleimer und Sperrmüll geprägt. Viele Postkästen an den Gebäuden werden nur unregelmäßig geleert, es zeigt sich eine deutliche Verwahrlosung. Eine Befragung sowie Zaun-u. Balkongespräche führten zu dem Bedarf, einen Treffpunkt im Quartier einzurichten. An einem Tag in der Woche wurde die Grundschule im Quartier zum Bewohner_innentreff, so konnten kontinuierliche Kontakte zu Bewohner_innen entstehen u. genutzt werden. Genannt wurde das Außenbild, insbesondere der Berliner Str. aufzuwerten, bessere Aufenthaltsflächen zu gestalten, häufigere Kontaktflächen zu anderen Bewohnern zu haben u. über die Aktivitäten und Begebenheiten im Quartier informiert zu sein. Eine stillgelegte Bushaltestelle unmittelbar im Quartier konnte als Fläche zur Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Trotz alldem ist die Anonymität im Stadtteil weiterhin groß, die meisten Bewohner_innen kennen sich untereinander nicht, es bestehen Ängste und Vorurteile untereinander. Die coronabedingten Kontaktbeschränkungen haben dazu geführt, dass der Stadtteiltreff unter Bedauern der Bewohner_innen eingestellt werden musste. Kontakte fanden daraufhin ausschließlich einzeln, online oder per Telefon statt. Mit kleineren Aktionen z.B. Basteltüten zum Abholen, Malwettbewerbe etc. wurde ein niederschwelliger Kontakt zu den Bewohner_innen aufrechterhalten. Diese Kontakte bestehen trotz der mittlerweile fehlenden Förderung weiterhin. Die Menschen im Quartier wünschen sich, dass sie mit ihren Vorschlägen und Veränderungswünschen wahrgenommen u. unterstützt werden. Die Kommune Syke hat ein starkes Interesse an der Fortsetzung der Gemeinwesenarbeit und wird dieses mit geeigneten Räumlichkeiten für den Aufbau eines langfristigen Treffpunkts im Quartier unterstützen. In der nächsten Förderperiode werden weitere Beteiligungsstrukturen geschaffen u. ein Bewohner_innenbeirat gegründet. Die Anwohner_innen werden durch Ansprache, Einbindung u. Unterstützung befähigt ihre Interessen vorzubringen und sich aktiv zu beteiligen. Der Beirat baut gemeinsam mit der GWA einen engen Kontakt zur ZBVV (Wohnungsbaugesellschaft) auf mit dem Ziel, das Gesamtbild des Quartiers aufzuwerten.
Laufzeit
2022-01-01 00:00:00
Ausgangslage
Soziale Benachteiligung und die wohlhabende Mittelschicht wohnen im Quartier rund um die Berliner Str. fast Tür an Tür. Die Bewohner_innen der Berliner Str. können mitunter von ihren kleinen Balkonen direkt oder mit wenigen Schritten die Straße hinunter auf gepflegte Neubauten oder sanierte Gebäude schauen. Diese Situation ist eine Besondere und zeigt auf drastische Weise das Problem der gesellschaftlichen Ungleichheit in Syke. Die 35 Gebäudekomplexe an der Berliner Str. fallen durch einen starken Sanierungsrückstand auf. Viele Bewohner_innen beziehen Transferleistungen, die zahlreichen Kinder die dort leben, müssen mit geringen wirtschaftlichen Ressourcen zurechtkommen. Alle Dienstleistungen am und in den Gebäuden wurden outgesourct. Eine/n direkte Ansprechpartner_in vor Ort gibt es nicht, die Kontaktaufnahme gestaltet sich schwierig. Die Aufenthaltsflächen im Quartier sind nicht attraktiv gestaltet, es gibt Nutzungskonflikte zwischen den einzelnen Zielgruppen, so z.B. bei Spielplätzen, die auch als Treffpunkt von Jugendlichen genutzt werden. Innerhalb der ersten eineinhalb Jahre der Förderung wurden Kontakte zur Bewohnerschaft geknüpft. Die Bewohner_innen äußern, dass es innerhalb der Nachbarschaft kaum bis keine Kontakte gibt, es herrscht Anonymität. Der auf diesen Bedarf hin im ersten Projektjahr gebildete Nachbarschaftstreff gab den Anwohner_innen eine kleine Kontaktfläche. Dieser ist nunmehr auf Grund von Corona und fehlender Förderung wieder eingestellt worden. Oberflächliche Kontakte zur Bewohnerschaft bestehen weiterhin, viele Bewohner_innen fragen, ob und wann es mit den Treffen weitergehen kann und wie sie das Projekt unterstützen können.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Syker Neustadt-Berliner Str.
Beschreibung
Südlich der Grundschule am Lindhof, eine Karte vom Katasteramt ist beigefügt.
Einwohnerzahl
3500
Quelle / Anmerkungen
Stadt Syke
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
19
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Unser Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Von Beginn an werden die Bewohner_innen in die Prozesse des Projekts einbezogen. Wir arbeiten mit unterschiedlichen Beteiligungsverfahren, wie der aktivierenden Befragung, Zaun-und Balkongesprächen, Gespräche mit Schlüsselpersonen, Quartiers-Begehungen etc. Die Bewohner_innen stehen im Mittelpunkt des Projekts, gestalten dieses aktiv mit und werden als Expert_innen ihres Gebiets gesehen. Die Bewohner_innen erhalten "eine Stimme", werden mit ihren Wünschen und Bedürfnissen wahrgenommen und befähigt sich dafür einzusetzen. Die GWAler im Quartier bauen ein Vertrauensverhältnis zu den Bewohner_innen auf, setzen sich für die Bewohner_innen ein und unterstützen die Bewohner_innen bei der Gestaltung und Veränderung der Quartiersstrukturen. Starke Netzwerke und Kooperationen gelten als Hauptbestandteil der Gemeinwesenarbeit. Die entstehenden Netzwerke und Gremien bekommen eine langfristige Rolle und stoßen Veränderungsprozesse an. Es wird daraufhin gearbeitet, die Gemeinwesenarbeit als eine gesamtkommunale Struktur zu verstetigen und zu erleben.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Es sind Beteiligungsstrukturen vorhanden, die die Bewohner_innen immer wieder in den Prozess der Gemeinwesenentwicklung einbeziehen. Ein Bewohner_innenbeirat ist entstanden, dieser setzt sich für die Belange der Bewohner_innen ein.
Beschreibung
Die enstandenen Gruppen und Strukturen haben auch über die Förderlaufzeit hinweg bestand und sind verstetigt. Der Bewohner_innenbeirat organisiert sich selbstständig. Entstandene Formate wie der Bewohner_innentreff werden von Freiwilligen organisiert.
Beschreibung
Die Gemeinwesenarbeit ist in das gesamtkommunale Handeln einbezogen. Die entstanden Beteiligungsstrukturen werden von der Kommune gesehen und eingebunden. Die Kommune setzt sich gemeinsam mit der GWA für die Verstetigung der entstanden Strukturen ein.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Fachbereich Soziales, Leitung Frau Wilhelm , Jugendpfleger der Stadt Syke Herr Catruat, Bürgermeisterin Frau Laue, 1. Stadtrat Herr Kuchem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchenvorstand, Vorsitz Pastor Kopp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schulsozialarbeiter_innen, Frau Hartmann und Herr Gerz
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ZBVV Zentrale Boden Vermietung und Verwaltung GmbH, Frau Lojek
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung Syke, Webseite des Diakonischen Werk-Diepholz-Syke- Hoya
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Engagierte Bewohner_innen des Bewohnertreffens
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
PRO DEM e.V. Senioren- und Pflegestützpunkt & Regionale Alzheimergesellschaft, Frau Helms & Frau Brümmer
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Etablierung eines Fachbereiches ist Ziel unserer regionalen Gemeinwesenstrategie. Dies bedeutet, dass für die Stadt Syke über die Förderlaufzeit ein gesamtkommunales Konzept für die Gemeinwesenarbeit entstehen wird. Dies beinhaltet die Zusammenarbeit u. das fachübergreifende Arbeiten zwischen den Fachdiensten: Bau, Planung u. Umwelt, Soziales u. dem Diakonischen Werk Diepholz-Syke-Hoya. Die Kommune Syke möchte langfristig einen Fachbereich für das Aufgabenfeld Gemeinwesenarbeit installieren.
Galerie
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berliner strasse
front bloecke
gegenueber der bloecke
Aufsteller
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Neues Quartier Kronsberg - Süd / Start eines Quartiersmanagements

Ansprechpartner
Claudia Koch
Funktion Stabstelle Quartiersentwicklung und Sozialmanagement
Gemeinsam vernetzt auf dem Kronsberg
Projektbeschreibung
Das Baugebiet "Kronsrode"/ Kronsberg-Süd wächst auf 53 Hektar zu einem neuen Wohnquartier am südöstlichen Rand der Landeshauptstadt Hannover. Im Neubaugebiet werden insgesamt zwischen 3.500 – 4.000 neue Wohnungen entstehen, die ein neues Zuhause für ca. 8 -10.000 Menschen bieten werden. Bereits Ende 2022 sind die ersten Bewohner in die fertiggestellten Wohnungen, unter anderem gebaut von der KSG Hannover GmbH, eingezogen. Neben der KSG sind eine Vielzahl weiterer Wohnungsbaugesellschaften und Genossenschaften, sowie auswärtige Investoren an der Entwicklung des Baugebiets beteiligt. Die bereits eingezogenen Bewohner erleben nun, wie sich in den nächsten Monaten und Jahren das Quartier entwickelt und wächst. Um frühzeitig nicht nur den Wohnraum anzubieten, sondern auch die Akteure vor Ort zu vernetzen, um ein soziales Netz zu spannen und die Menschen einzubinden, möchte der Verein win e.V. eine Personalstelle für den Start eines Quartiersmanagement schaffen. Der Antrag richtet sich auf eine Mischung aus QM und GWA mit dem Ziel, zunächst strategische Strukturen und Kooperationen aufzubauen, gleichzeitig aber auch mit den Bewohnerinnen und Bewohnern zu arbeiten. win e.V. reicht den Antrag in Abstimmung und Kooperation mit hanova und dem Spar- und Bauverein ein. Wir möchten gemeinsam einen Blick für das Quartier entwickeln und dafür sorgen, dass stabile soziale Verbindungen für die Menschen vor Ort entstehen und die Akteure vor Ort zusammen an der Entwicklung des Quartiers arbeiten. win e.V. stellt den Antrag, die beiden Wohnungsunternehmen unterstützen diesen aktiv.
Laufzeit
2023-11-01 00:00:00
Ausgangslage
Das Wohngebiet liegt in guter Anbindung im Südosten von Hannover. Es ist derzeit in der Entstehung, erste Wohnungen im mittleren Bereich des neuen Baugebiets wurden bereits Ende 2022 bezogen. Den Menschen, die nun dort bereits leben, fehlt es an öffentlichen Orten oder Räumen, um sich zu begegnen und sich kennenzulernen. Sie leben auf absehbare Zeit auf einer riesigen Baustelle. Die vorhandenen Akteure vor Ort (Bauträger, soziale Organisationen, Gruppen, Verbände etc.) sind bislang nicht vernetzt. Es fehlt eine gemeinsame Strategie, wie sich das Quartier sozial entwickeln sollte. win e.V., als erfahrener Akteur in der Quartiersarbeit, möchte eine führende Rolle in dem Prozess der Vernetzung der Akteure werden. Ziel dieser integrierenden sozialen Arbeit ist es, mit allen Akteuren und den neuen Bewohnern eine umfängliche Wohnqualität mit Schwerpunkt aktiver und lebendiger Nachbarschaften zu entwickeln. Ohne aktive und frühzeitige Steuerung der sozialen Prozesse im Quartier besteht die Befürchtung, dass zwar neuer Wohnraum geschaffen wurde, den wichtigen Bedürfnissen, Wünschen und Anliegen der Menschen aber zu wenig Rechnung getragen wird und es damit zu sozialen Friktionen kommen kann.Aktuell fehlen gewachsene Strukturen, die genutzt werden können, um Informationen und Angebote zu entwickeln, abzustimmen und zu vernetzen. Die Landeshauptstadt Hannover wird auf Rückfrage im Vorfeld zu dieser Antragstellung kein Quartiersmanagement oder eine aktive Gemeinwesenarbeit aufbauen um Angebote vor Ort im Quartier zu entwickeln. Der Antrag richtet sich auf eine Mischung aus QM und GWA.
Projektgebiet
Beschreibung
Der übergeordnete Entwurfsgedanke für das neue Wohnquartier ist von der besonderen Lage des Projektgebietes am südöstlichen Stadtrand, dem Übergang des städtischen Gefüges in die offene Kulturlandschaft, geprägt. Einerseits schließt das Quartier an das Messegelände Ost an und andererseits an das Wohngebiet Kronsberg Mitte. Wegen seines großen Umfangs von ca. 53 ha ist Kronsberg Süd in drei selbständige Wohnquartiere aufgeteilt, die eine schrittweise Realisierung zulassen. Zwischen den Quartieren befindet sich ein Stadtteilpark, dessen Form zwischen dem Höhenrücken des Kronsbergs und den Stadtbahnhaltepunkten Stockholmer Straße und Messe Ost aufgespannt ist. Die Quartiersplätze sind die Zentren der Einzelquartiere, an denen sich soziale Einrichtungen und gemeinschaftliche Nutzungen befinden. Das verkehrliche Rückgrat von Kronsberg Süd ist eine parallel zur Stadtbahn angelegte Hauptstraße, die die Kattenbrookstrift (Kronsberg Mitte) mit der Lissabonner Allee (Messe Ost) verbindet. Die Hauptstraße schließt zudem an die Emmy-Noether-Allee, die Stockholmer Allee und die Mailänder Straße an. Von der zentralen Hauptstraße aus werden die drei Wohnquartiere erschlossen.
Einwohnerzahl
6000
Quelle / Anmerkungen
https://kronsrode.de/content/Gebrauchsanweisung.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Die Daten wurden am 23.03.2023 von der Landeshauptstadt Hannover, Wahlen und Statistik zur Verfügung gestellt. Achtung: Daten für das Gebiet Kronsberg- Süd gibt es noch nicht! Die Daten beziehen sich auf das Wohnquartier Kronsberg, das in unmittelbarer Nähe ist.
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
25
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
23
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
40
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
5
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
34
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt sieht zunächst eine strategische Vernetzung der Kooperationspartner im Quartier vor, um eine gemeinsame planerische Ausrichtung zu erzielen, aber auch um Austausch und Informationsfluss untereinander zu organisieren. Gemeinsam werden die verschiedenen Handlungsfelder betrachtet, z. B. Wohnen, Freizeit, Arbeit und Beschäftigung, Stadtteilleben und Partizipation, Wohnumfeld. Im nächsten Schritt beginnt die Arbeit mit den Menschen vor Ort, der eigentlichen Gemeinwesenarbeit "direkt am Menschen". Das Projekt hat also einen starken QM - Faktor. Allerdings wird parallel an Strukturen der GWA gearbeitet, ganz konkret mit den Bewohnerinnen und Bewohnern. In einem Quartier, in dem es noch keine Verbindungen gibt, bedarf es aus unserer Sicht ein Agreement, dass die Akteure gemeinsam eine integrierte Gebietsentwicklung voran treiben wollen (im Sinne der Qualitätsstandards der LAG). Wir sehen hier die erste Herausforderung: Was ist QM? Welche Aufgaben haben einzelne Akteure und wie kann eine echte Zusammenarbeit gelingen, so dass Weichen gestellt werden? Diese Aufgabe es sehr komplex, aber notwendig. Parallel ist vorgesehen, dass es eine Personalstelle für GWA gibt. So können zeitgleich auch Projekte und Initiativen mit den Menschen vor Ort geplant werden. In dem Projekt ist dafür eine Vollzeitstelle vorgesehen. Für den QM- Teil werden aus Eigenmitteln 10 Stunden pro Woche eingesetzt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Ein Austauschforum verschiedenster Akteure gegründet wurde, die sich regelmäßig zu aktuellen Entwicklungen im Quartier informieren und austauschen (Runder Tisch) und in der Weiterführung gemeinsame Aktivitäten planen.
Beschreibung
Kooperationspartner wertschätzend miteinander kooperieren, ohne Konkurrenzgedanke, für ein gemeinsames Vorgehen mit Schulterschluss.
Beschreibung
Die Menschen zu Festen und Aktivitäten zusammenkommen, es zu Austausch und Vernetzungen kommt und Nachbarschaftshilfe organisiert werden kann.
Beschreibung
Die Menschen an den Beteiligungsmaßnahmen teilnehmen und sich für ihr Quartier engagieren möchten und selber aktiv werden.
Beschreibung
Die Menschen eigene Ideen in das Quartiersmanagement einbringen und sich für "ihre Themen" engagieren.
Beschreibung
Zunächst müssen Stärken erkannt werden - wer kann eigentlich was? Das QM analysiert die Ressourcen und aktiviert diese im zweiten Schritt (bei Bewohnern und Kooperationspartnern).
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Landeshauptstadt Hannover
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO, Hannoversche Werkstätten
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Schule im Quartier
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bistum Hildesheim
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
hanova, Spar- und Bauverein, Meravis und andere
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Presse vor Ort/ HAZ
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Die Menschen vor Ort als Expertinnen und Experten des Quartiers
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die langfristige Finanzierung wird über win e.V. bzw. die KSG Hannover GmbH sicher gestellt. Wir planen keinen Projektcharakter sondern wissen, dass GWA und QM langfristig installiert sein müssen. Wir streben eine langfristige Kooperation mit den Partnern vor Ort an und möchten das Quartier entsprechend entwickeln.
Galerie
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Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Mien Langeoog - mien too huus

Ansprechpartner
Heike Horn
Funktion Bürgermeisterin
Stärkung der insularen Dorfgemeinschaft einer überlasteten und im Gemeinwesen reduzierten Inselgemeinde.
Projektbeschreibung
Geprägt von ihrem natürlichen Sandstrand, ihren weiten Dünenlandschaften und ihrer einzigartigen Natur zieht die ostfriesische Insel Langeoog jährlich zahlreiche Besucher:innen an. Die Insel lebt zu fast 100 % vom Tourismus und war insb. in den letzten zwei Jahrzehnten als Destination sehr erfolgreich. Das zeigen die über 1,6 Mio. Übernachtungen und mehr als 240 Tausend Gäste, bei rund 1.800 Einwohner:innen. Dieser Erfolg hat jedoch auch seine Schattenseiten, die für die Insulaner bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar sind. So gibt es z. B. aufgrund der fast ganzjährigen Saison keine Winterruhe mehr, Freiräume für die Insulaner sind kaum noch vorhanden, Wohnraum zu teuer. Die größte Sorge der Insulaner: das soziale Miteinander der Inselgemeinschaft leidet enorm unter der touristische Auslastung. Zunehmend werden die kritischen Stimmen der Einwohner:innen lauter. Der Spaltung der Dorfgemeinschaft muss entgegengewirkt werden, die insulare Identität wieder in den Vordergrund geraten. Nach außen hin scheint die Welt auf den Inseln noch in Ordnung, den Gästen wird Sonne, Sand und strahlender Himmel verkauft - Story Telling eben. Doch längst gehen Eigeninteressen vor Interessen der Inselgemeinschaft. Diese Inselgemeinschaft wieder zu erreichen, sie zu stärken und damit die Lebensqualität auf der Insel zu verbessern hat nun höchste Priorität. Dies ist nur gemeinsam mit den Bürgerinnen und Bürgern und der entsprechenden Unterstützung zu erreichen. Sie müssen in den Fokus gerückt werden. Ein Austausch mit den bereits im Programm Gute Nachbarschaft aktiven Inseln hat gezeigt, dass erfolgreiche Methode, um dies zu ermöglichen, die Gemeinwesenarbeit ist. Deshalb soll eine Stelle eingerichtet werden, die sowohl Schnittstelle zw. Bevölkerung und Verwaltung sowie zur Politik bildet, um den Erfolg aller Maßnahmen, aber eben auch die Bürgerbeteiligung an sich auf der Insel zu verstetigen. Eine Vernetzung mit dem Projekt "Leben im Meer" ist geplant. Die Implementierung der Gemeinwesenarbeit über den Förderzeitraum hinaus wird angestrebt. Die Corona-Krise hat die Wirtschaft auf der Insel nahezu zum vollständigen Erliegen gebracht und natürlich auch Existenzängste erzeugt. Es ist aber auch deutlich geworden: Die Inselbevölkerung kann ihre Potentiale beleben. Man hilft sich wieder gegenseitig, wie früher, als man in Extremwetterlagen auf sich allein gestellt war. Das gibt positiven Schub und Kraft für die GWA auf der Insel.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Langeoog verzeichnete im Jahr 2019 über 1,6 Mio. Übernachtungen und über 240 Tausend Gäste, bei rund 1.800 Einwohner:innen. Tourismus ist der Hauptwirtschaftsfaktor und damit Lebensgrundlage für die Inselbevölkerung. Zunehmend leidet jedoch die Inselgemeinschaft unter dem Overtourism. Zu lange standen die Gäste und passende Angebote für sie sowie die Auslastung auch außerhalb der Hauptsaison im Vordergrund, während die Bedürfnisse der Insulaner zunehmend in den Hintergrund gerieten. Nun hat die Insel ihre Belastungsgrenze erreicht. Zahlreiche Saisonkräfte und ganzjährig beschäftigte Mitarbeiter:innen nehmen nicht am gemeinschaftlichen Inselleben teil. Es sind weder gesunde Strukturen, noch eine Dorfgemeinschaft mehr vorhanden. Die Folgen sind bereits in vielen Bereichen des öffentlichen Lebens spürbar. Auf der gesamten Insel gibt es zwar etliche Vereine, aber die Vernetzung muss verbessert werden. In der Jugendpflege ist eine Mitarbeiterin Ansprechpartnerin für alle Inselkinder. Während das kulturelle Leben nur für Gäste stattfindet, müssen die Insulaner dafür auf das Festland ausweichen. Da es mittlerweile eine quasi durchgehende Saison gibt, entfällt auch die Winterruhe, in der sich die Insulaner bisher um sich selbst kümmern konnten. Auch die Traditionspflege gerät so sehr in den Hintergrund, dass die insulare Identität kaum mehr spürbar ist. Die Folge: Insulaner fühlen sich wie Statisten in einem Freizeitpark. Der Satz "wir finden nicht mehr statt auf der Insel" ist längst überall zu hören. All das hat zur Spaltung der Dorfgemeinschaft geführt. Höchste Zeit also, sich diesen Problemen aktiv zu stellen und das Wohlergehen der Insulaner wieder in den Fokus zu rücken.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Langeoog
Beschreibung
Langeoog ist eine der Ostfriesischen Inseln mit einer Fläche von rund 20 km² und einer Bevölkerungsdichte von 93,9 Personen pro km². Das Zentrum befindet sich an der Westseite der Insel. Fast zwei Drittel der Fläche von Langeoog gehören zum Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Die Insel ist autofrei. Es gibt eine tideunabhängige Fährverbindung zum Festland mit mehreren Fahrten täglich. Die Fahrtzeit dauert etwa 35 Minuten.
Einwohnerzahl
1827
Quelle / Anmerkungen
Stand: 31.12.2019 (Gemeinde Langeoog)
Stadttyp
ländlicher Raum
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 0 bis <15 Jahre
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 15 bis <27 Jahre
Projektgebiet in Prozent
28
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst die Altersgruppe 60+ Jahre
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 31.12.2019, Quelle: Gemeinde Langeoog, umfasst Personen mit ausländischer Staatsangehörigkeit
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Mit der Besetzung einer "Kümmerer"-Stelle will die Verwaltung von Langeoog professionelle GWA auf der Insel etablieren. Ziel ist, damit alle Inselbewohner in den Fokus kommunalen Handelns zu setzten, Teilhabe zu ermöglichen - bedarfsgerecht, sozialräumlich und ressortübergreifend. Der Fokus liegt auf der Erhöhung der Lebensqualität der Bevölkerung durch ihre Beteiligung an der Gestaltung des Prozesses. Bewirkt werden soll dies durch die Aktivierung der Inselgemeinschaft, durch die Errichtung einer Beteiligungskultur. Augenmerk wird insb. auf die Stärkung des Ehrenamtes, auf die Willkommenskultur für Menschen mit Migrationshintergrund und auf Saisonarbeitskräfte und der intensiveren Zusammenarbeit mit den sozialen Institutionen/Wohlfahrtsorganisationen zu legen sein. Die Belange und Bedürfnisse der Inselbevölkerung bilden die Grundlage für die Aktivitäten. Der/die hauptamtliche Kümmerer ist Anlauf- und Vernetzungsstelle für alle Bewohner, soll sie ansprechen und aktivieren sowie den Rahmen für die Aktivitäten und Projekte bereit stellen, soll unterstützen und befähigen (Empowerment), soll Kooperationen suchen und initiieren sowie Plattformen zum Austausch und zur Vernetzung schaffen. Die Begegnungsräume sind die zentralen physischen Räume, die sich die Inselbevölkerung aneignen und nach ihren Bedürfnissen ausgestalten, "befüllen" kann und soll. Bei den Aktivitäten sollen unterschiedliche Alters- und Interessensgruppen angesprochen und zusammengebracht werden.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Inselbevölkerung ist motiviert und engagiert, sich aktiv in die Verbesserung der eigenen Insel-Lebensqualität einzubringen.
Beschreibung
Unterschiedliche Alters- und Interessengruppen können bei den Angeboten (u. a. in Begegnungsräumen) zusammenkommen und beteiligen sich über die App an kommunalen Entscheidungsprozessen.
Beschreibung
Eine Willkommenskultur lässt Zugezogene und Saisonkräfte an der Inselgemeinschaft teilhaben. Lebendige Nachbarschaft wird durch Treffen in privaten Gruppen und Vereinen und wieder mehr gemeinsame Feste initiiert und gefördert.
Beschreibung
Es haben sich Gruppen gebildet, um Projektideen durch eigenes bürgerschaftliches Engagement voranzubringen und umzusetzen.
Beschreibung
Die Interessen der Inselgemeinschaft werden bei Entscheidungen des Rates und der Verwaltung einbezogen. Ein breites Bündnis aus Bewohnerschaft, Politik und Wirtschaft sowie Verwaltung wirkt gemeinsam an der Verbesserung der Lebensqualität.
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Sportvereine und Freizeitvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heimatvereine und Kulturvereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fördervereine
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Chöre und Musikgruppen/-vereine
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gesellschafts-Clubs (Rotary, Lions, Inner Wheel Club)
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhaus am Meer
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ratsmitglieder aus Schule-, Jugend- und Sozialausschuss; Bauausschuss; Tourismusausschuss; Finanz- und Wirtschaftsausschuss; Nachhaltigkeits-, Umwelt- und Landschaftsausschuss
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wohlfahrtsverbände (AWO, Caritas)
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: Gemeinsam besser werden: Ein Konzept Gemeinwesenarbeit für die Samtgemeinde Neuenkirchen

Ansprechpartner
Ruth Klaus-Karwisch
Funktion Fachbereichsleitung Familien, Bildung und Ehrenamt
Gemeinsam besser werden
Projektbeschreibung
Die SG Neuenkirchen besteht aus den Mitgliedsgemeinden Merzen, Neuenkirchen und Voltlage. Wie viele ländliche Kommunen steht auch die SG Neuenkirchen vor den Herausforderungen des Demografischen Wandels und der Belebung der Dorfzentren. Diesen Herausforderungen begegnet die SG Neuenkirchen mit unterschiedlichsten Projekten: dem Audit familiengerechte Kommune (2017, 2021), einem Multifunktionshaus (Drehscheibe), der Freiwilligenagentur, der Sozialen Dorfentwicklung, Ausbildung von Dorfmoderatoren und dem Dorftreffpunkt – Dorfküche Voltlage. Bürger:innen sind bereit sich vor Ort zu engagieren, müssen aber noch lernen, für ihre Belange einzustehen. Im Rahmen dieser Projekte haben sich viele unterschiedliche Strukturen zur Umsetzung von Maßnahmen vor Ort gebildet. Ziel ist es nun ein Gesamtkonzept zur Gemeinwesenarbeit in der Samtgemeinde Neuenkirchen zu erarbeiten, strukturell umzusetzen und dauerhaft zu etablieren. Gemeinsam sind wir stark! In einem ersten Schritt soll zunächst eine Darstellung der bisherigen Aktivitäten und eine Identifizierung aller Aktiven in Form eines Ressourcenkataloges erfolgen. Die Bürger:innen, sollen aktiviert und motiviert werden. Handlungsfelder u. Maßnahmen sollen vor Ort von den Akteur:innen mit Unterstützung aus dem Projekt im Rahmen von Aktivitäten (Bratwurstaktionen, Familientag, Kirmes) und Befragungen ermittelt werden. Ergänzt werden diese Informationen durch Daten einer durchgeführten Sozialraumanalyse. Dies ermöglicht eine Benennung und Priorisierung von Handlungsfeldern u. Maßnahmen. Zur Bündelung von Ressourcen und Fachwissen werden Kooperationen/Vernetzungen sowie die Gründung eines gemeinsamen Netzwerkes GWA in der SG angestrebt. Im Zuge/ Laufe der Projektlaufzeit können erste Umsetzungsschritte, Aktivitäten und Projekte vor Ort aktiv umgesetzt werden. Hier unterstützt und begleitet das Personal aus dem Projekt. Während dieser aktiven Phase bieten sie Fortbildungs- und Schulungsangebote zur Stärkung der Selbsthilfepotenziale an. Im Netzwerk werden im Rahmen von gemeinsamen Aktivitäten (Sternläufe, Grünkohlessen, Besichtigungen) auch Erfahrungen aus der Projektumsetzung, Beteiligungsprozesse und Netzwerkstrukturen abgestimmt. Diese Ergebnisse sind ein wichtiger Bestandteil des Gesamtkonzeptes. Im letzten Projektjahr wird ein Konzeptentwurf mit den Akteurinnen u. der Politik abgestimmt und über eine langfristige Finanzierung der GWA beraten. Ein Konzept zur GWA liegt als Handlungsleitfaden zukünftiger Arbeit vor.
Laufzeit
2022-10-01 00:00:00
Ausgangslage
Neuenkirchen ist eine ländlich geprägte Samtgemeinde (SG) mit 10.373 Einwohnern). sie besteht aus den Mitgliedsgemeinden (MG) Merzen (3.930 EW), Neuenkirchen (4.658 EW) u. Voltlage (1.758 EW). In jeder MG gibt es eine Kita, eine Grundschule u. die Versorgung vor Ort im Rahmen einer ortsüblichen Infrastruktur ist gewährleistet. Fußgängerzonen mit Geschäften zum Bummeln gibt es nicht. Viele junge Menschen ziehen im Zuge ihrer Ausbildung / ihres Studiums weg u. kommen später zur Familiengründung zurück. Der überwiegende Anteil der EW sind katholisch, sehr heimat- u. ortsverbunden. Die SG steht vor den Herausforderungen des Demografischen Wandels. Die Gesamtbevölkerungszahlen sinken, das Durchschnittsalter steigt. Viele ältere EW leben alleine, sind von Einsamkeit betroffen und auf nachbarschaftliche Hilfen angewiesen. Eine gut funktionierende Nachbarschaft, ein attraktives Vereins- und Brauchtumswesen, sowie Treffpunkte für die Dorfgemeinschaften sind wichtig. Mit kommunalen Aktivitäten wie der Freiwilligenagentur, den Dorfmoderatoren u. den Kleinen Hilfen wird auf die jeweils spezifischen sozialen Problemlagen (Alltagshilfen, Vereinsamung, Integration, Stärkung der Dorfgemeinschaft) reagiert. Ergänzt durch Beteiligungsprozesse wie dem Audit familiengerechte Kommune u. der Sozialen Dorfentwicklung. Nun müssen wir feststellen, dass es nicht gelungen ist die vorhandenen Selbsthilfepotenziale dauerhaft in allen Altersgruppen zu aktivieren sowie Beteiligungsstrukturen u. – prozesse (auch Verwaltungsstrukturen) zu etablieren. Es fehlt eine Gesamtbetrachtung aller Aktivitäten u. ein abgestimmtes Gesamtkonzept zur Bündelung von Ressourcen u. als Grundlage für zukünftiges Handeln.
GWA/QM-Ansatz
Gemeinsam besser werden: Getreu diesem Prinzip möchte die SG Neuenkirchen (NK) ein Gesamtkonzept GWA erarbeiten und dauerhaft als Handlungsleitfaden etablieren. Die SG NK möchte die bereits vorhandenen Aktivitäten in der SG bündeln, stärken u. miteinander gezielt vernetzen. Ziel ist es, die Lebensbedingungen und die Infrastruktur in der SG NK und damit auch in den einzelnen Mitgliedsgemeinden nachhaltig zu verbessern. Insofern ist es elementar die Zusammenarbeit der lokalen Akteur:innen unter Berücksichtigung der bestehenden Angebote und der bereits entstandenen unterschiedlichen Organisationsformen (Ehrenamt, gGmbH, Vereine, Einrichtungen) zu fördern, sie aber auch durch gemeinsam abgestimmte Prozesse besser miteinander zu verzahnen. Durch diese Verzahnung sollen Selbsthilfepotenziale gestärkt u. Handlungsfelder erkannt u. priorisiert werden, Beteiligungsstrukturen und eine Wertschätzungskultur auf allen Ebenen dauerhaft etabliert werden. Durch diese Maßnahmen werden die Teilhabe und Chancengleichheit aller gestärkt sowie Ressourcen und Wissen gebündelt und Synergien besser genutzt. Wichtig ist, dass alle gemeinsam eine Grundverständigung für die GWA in der SG NK entwickeln. Bedeutsam ist aber bereits jetzt, dass sich alle bisherigen und zukünftigen Ansätze der GWA an den Anliegen aller Bürger:innen (gleich welcher Nationalität) orientiert und sie u.a. auch die Kommunikation u. den Austausch zwischen den eingesessenen sowie den „Neu“-Bürger:innen dienen soll.
Nachhaltigkeit
Vor Ort werden derzeit bauliche Treffpunkte errichtet. Raumnutzungen, Beteiligungstrukturen, Netzwerke, Handlungsfelder und Maßnahme werden in einen abgestimmten Konzept der GWA für die SG NK zusammenfefasst. Zur Unterstützung der Akteur:innen der GWA gibt es bereits eine Freiwilligenagentur u. ein Quartiersmanagement mit 15 Std/ Wo. Diese Personalressource soll dauerhaft erhalten u. ggfs. aufgrund der Ergebnisse im Projekt bedarfsgerecht ausgebaut werden.

Wolfsburger Süden - Begegnen, Gestalten, Zukunft

Ansprechpartner
Tim Fahse
Funktion Vorstandsmitglied
Verlässlichen Begegnungsort schaffen, Bedarfe ermitteln und Umsetzen, gemeinsam Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Im Süden von Wolfsburg liegen drei unterschiedliche Dörfer nah beieinander. Unterschiedlich in ihrer Größe, Infrastruktur und der Landkreis/Stadt-Zugehörigkeit, aber mit großer Ähnlichkeit der aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Ein kurzer Blick in die Lebensrealität der Dörfer und auf die demografische Entwicklung zeigt: Wir müssen jetzt, gemeinsam Zukunft gestalten um später Handlungsfähig zu sein! „Wo soll ich denn jetzt meine Worte loswerden? Ich habe doch sonst niemanden.“: fragt eine Teilnehmerin unseres wöchentlichen Mittagstisches in Hattorf bestürzt mit Beginn der Corona Maßnahmen 2020. Die baulichen und sozialen Entwicklungen in unserem Dorf sind eben die gleichen wie in den beiden Nachbarorten. Die Folge Vereinsamung, Anonymität und ohne Auto keine Teilhabe/Partizipationsmöglichkeit. Trotz des Engagements der ehrenamtlichen Vereine und Initiativen. Vor 10 Jahren haben wir als BürgerInnen ein Generationen Begegnungszentrum aufgebaut, für mehr Miteinander und als Ort an dem Initiativen und Ideen selbstwirksam Raum finden. Aber uns fehlen Ehrenamtliche, Zeit und Geld. Wir möchten ausgehend von Hattorf drei Dinge schaffen: a) Eine Kommstruktur - Verlässlichen Ort für Begegnung unser Haus der Generationen als einen bekannten, gut vernetzten, verlässlichen Begegnungsort mit „Kümmerer-, Beratungs-, und Hilfsfunktion“, Möglichkeiten der sozialen und kulturellen Teilhabe, bei den BewohnerInnen etablieren. Die Gründung von ähnlichen Initiativen in anderen Dörfern/Stadteilen unterstützen. b) Eine Geh-Struktur - Aktiv Bedarfe erfragen und zum Selbstgestalten einladen Aktiv auf die Menschen vor Ort zugehen und sie dabei unterstützen ihre vorhandenen Bedarfe für ein gutes, gesundes Miteinander zu finden, zu äußern und zu vertreten und/oder selbst umzusetzen. c) Eine Zukunftstrategie über 3 Dörfer hinweg Eingerahmt wird das Projekt von der Idee, die drei durch Tradition, Stadtteils- und Landkreisgrenzen getrennten Dörfer Beienrode, Hattorf und Heiligendorf in den Austausch zu bringen, Ideen und Intitiativen zu teilen, zu verbinden und so insgesamt resillienter und lebendiger zu machen. Gemeinsam mit den Menschen, Politik und Akteuren, mutig an einer konkreten, wünschenswerten Zukunftsvision des dörflichen Raumes zu arbeiten. Unter Aspekten wie: Mobilität, demografischer Wandel, Zukunft der Pflege, Resilienz, Teilhabe, ökologischer Wandel und gesellschaftliches Miteinander.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Projektgebiet liegen Hattorf, Heiligendorf und Beienrode, drei unterschiedliche Dörfer nah beieinander. Unterschiedlich in ihrer Größe, Infrastruktur und der Landkreis/Stadt-Zugehörigkeit, aber mit großer Ähnlichkeit in den aktuellen und zukünftigen Herausforderungen. Im Niemandsland am Rande des Hattorfer Industriegebiets befindet sich die Sammelunterkunft für Geflüchtete. Schwerpunkt der Komm-Struktur im Projekt und damit Aktionsbasis für unser "Zu den Menschen Gehen": Das Haus der Generationen, befindet sich in Hattorf, 2024 EW. Geprägt von Einfamilienhäusern und der typischen, baulichen und sozialen Trennung von altem Dorf und Neubaugebiet hinter Lärmschutzwall. Menschen pendeln zwischen dem eigenen Heim und Schule/Arbeitsplatz - Begegnungen finden höchstens in der Grundschule, Kita oder im Aldimarkt statt. ÖPNV und damit Verbindung zu Teilhabe, Kultur und Beratung, Austausch besteht nur auf dem Papier. Vereine, Kirche und Initiativen im Ort beleben das soziale Miteinander im Rahmen ihrer personellen Ressourcen und Möglichkeiten, aber Kontaktlosigkeit, Anonymität und Einsamkeit sind die großen Themen. Bei den Älteren deren Kinder zumeist weggezogen sind, und bei den Neuen und ihren Kindern, die Eltern und Großeltern in der Heimat gelassen haben. Insbesondere Kinder und Jugendliche haben keinerlei Rückzugs- und Kreativitätsräume, genauso die Geflüchteten. Es gibt keine verlässlichen, niedrigschwelligen Treffpunkte, unverbindlichen Begegnungsorte im öffentlichen Raum wo Menschen in Kontakt kommen können und sich Visionen und Veränderungspotential entwickeln kann. Visionen die alle drei Dörfer JETZT dringend für eine selbstbestimmte Zukunft entwickeln müssen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Wolfsburg Hattorf und Wolfsburg Heiligendorf und Helmstedt Beienrode
Beschreibung
Die Gemeindegrenzen von Hattorf und zusätzlich Heiligendorf und Beienrode. Zuzüglich der Sammelunterkunft für Geflüchtete im Hattorfer Heinenkamp (ganz im Nordwesten)
Einwohnerzahl
4991
Quelle / Anmerkungen
https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/PDF/StadtWolfsburg_DatenFakten2022.pdf und Gemeinde Lehre
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Datenbasis https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/PDF/StadtWolfsburg_Bevoelkerungsbericht2023.pdf // Hier sind die Alterskohorten bei 18 getrennt.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
22
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Schätzung nach Datenbasis https://statistik.stadt.wolfsburg.de/Informationsportal_15/Upload/Veroeffentlichungen/PDF/StadtWolfsburg_Bevoelkerungsbericht2023.pdf // Hier sind die Alterskohorten bei 65 getrennt.
GWA/QM-Ansatz
Wir machen, als Verein der aus dem bürgerlichen Engagement hervorgegangen ist, seit jeher Gemeinwesenarbeit! Denn: Unser Ziel ist 1. sozial- und lokal-politisch klar fokussiert. 2. Zielt auf die Verbesserung von immateriellen Bedingungen unter maßgeblicher Einbeziehung der Betroffenen. Also auf die Qualität der sozialer Beziehungen, Möglichkeiten der Teilhabe am sozialen und kulturellen Leben, Stärkung der indivduellen Handlungsfähigkeit durch Selbstwirksamkeitserfahrung. Klarer Fokus sind die aktuellen Bedarfe, Bedürfnisse und Wünsche der Menschen im Projektgebiet. Wir fragen seit Anfang an: "Was braucht ihr für ein gutes Leben?" 3. Entwicklen wir unter genau diesen Gesichtspunkten gemeinsam Visionen zukünftiger Infrastruktur und Wohnumgebung für ein Leben mit Zukunft im resillienten, grenzenüberschreitenden Dörferverbund. 4. Wir leben das Verständnis, dass Menschen -die den Raum dafür bekommen- und denen das Potential zugesprochen wird -, die sich wirksam selbst organisieren zu können-, sich als resilienter und Handlungsfähiger erleben. 5. Wir fördern die Selbstorganisation durch die Bereitstellung von Raum und Zeit und inittieren entsprechende Netzwerke und Kooperationen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn die Menschen sich äußern, dass ihre Interessen wahrgenommen und wertgeschätzt werden. Wenn antizipierte Angebote angenommen werden. Angebote aus den geäußerten Bedürfnissen der Menschen entstehen und angenommen werden
Beschreibung
Wenn: Angebote, Gruppen und Initiativen selbstorganisiert enstehen und Raum finden. Sich die Menschen als handlungsfähiger und verbundener im Gemeinwesen beschreiben
Beschreibung
Wenn wir die Ressourcen der Menschen vor Ort kennen und für den Prozess aktivieren konnten
Beschreibung
Wenn die diversität der Bewohner sich in der Nutzung und in der Partizipation wiederspiegelt. Wenn wir erleben das Angebote Verbindungen aufbauen. Wenn wir uns immer auch selbst fragen: Wer nimmt (noch) nicht teil?
Beschreibung
Wenn wir gemeinsam sichtbare Visionen von notwendiger Infrastruktur für eine Zukunft auf dem Land entwickelt und öffentlich gemacht haben.
Beschreibung
Wenn wir erlebbare Kooperationen mit den lokalen Akteuren aufgebaut haben. Wenn auch in anderen Dörfern die Idee änlicher, selbstorganisierter Projekte wächst
Beschreibung
Wenn die Notwendigkeit für eine aktive Gestaltung der Zukunft der dörflichen Bereiche allgemein akzeptiert ist und durch Wort und Tat unterstützt wird. Wenn (Dorf)grenzenüberschreitendes gemeinsames Handeln von Politik und Verwaltung unterstützt wird.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Soziales Stadt Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ADFC
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Schunterwiesen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Bauamt Stadt Wolfsburg - Zukunftsentwicklung Generationenwohnen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kita Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
KITA Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Hattorf/ Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wolfsburger Allgemeine Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Wolfsburger Nachrichten
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feuerwehr Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Magic Flames Spielmanszug Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Lebenshilfe Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TUS Beienrode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Männergesangsverein Beienrode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
MTV Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TSV Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Hospitz Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pflegeheim Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ostfalia Hochschule Wolfsburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Dorfgemeinschaft Beienrode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junge Gesellschaft Beienrode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junge Gesellschaft Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
DRK-Ortsverein Heiligendorf-Hattorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Freiwillige Feuerwehr Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Gemischter Chor Heiligendorf M.G.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Islandpferdeverein Fákur Wolfsburg Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kulturverein Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schützenverein Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Siedlerbund Heiligendorf
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kirchengemeinde St. Adrian
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
LandFrauenverein Hasenwinkel
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Schieß-Sport-Verein Beienrode
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Heiligendorferjungs
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Regenbogenkindergarten Beienrode
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Lehre
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Ortsrat Beienrode
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wir stellen uns ein Mischfinanzierung vor, haben aber in der Kürze der Zeit noch keinen Stand dazu. 1. Arbeiten an einer Finanzierungsbeteiligung der Kommune 2. Erwarten das das Projekt in Zukunft unsere Eigenmittel erhöhen wird 3. Denken an finanzielle Bürgerbeteiligung in Anlehnung unseres Social Entrepener Ansatzes 4. Stiftungsmittel und andere Drittmittel In jedem Fall wird es weitergehen und zwar im hervorragenden Verhälnis mit der Kommune. Siehe Schreiben der Stadt.
Galerie
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plantage   luft
bewegungsraum01
plantage   hausansicht front
gastgeberinnen gesucht
aktiver freitag01
offenes wohnzimmer   weihnachten
Zustimmung Veröffentlichung
On

Stadtteiltreff Neuenhäusen

Ansprechpartner
Lukas Barlian
Funktion Vorstand
Gemeinschaft leben - Zukunft gestalten
Projektbeschreibung
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" zielt darauf ab, einen inklusiven und vielfältigen Treffpunkt für die Bewohner:innen des Stadtteils zu schaffen. Dieser soll dazu beitragen, soziale und kulturelle Angebote für verschiedene Zielgruppen bereitzustellen und somit die Lebensqualität im Stadtteil zu verbessern. Durch die aktive Einbindung der Bewohner:innen und verschiedener Akteur:innen in die Projektarbeit und -planung wird eine nachhaltige Entwicklung des Stadtteils angestrebt. Im ersten Jahr konzentriert sich das Projekt auf die Schaffung eines barrierearmen Treffpunkts, der von verschiedenen Nutzer:innengruppen für ihre Bedürfnisse genutzt wird. Dazu gehören Angebote für Kinder, Jugendliche, Familien sowie Migrant:innen und FLINT-Personen (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans). In Zusammenarbeit mit lokalen Akteur:innen, Ehrenamtlichen und Einrichtungen werden Veranstaltungen, Workshops und Projekte organisiert, die auf die spezifischen Bedürfnisse dieser Gruppen eingehen. Die Formate sind vielfältig und decken verschiedene Interessen und Zielgruppen ab - das reicht von konkreten Hilfsangeboten über soziale Treffpunkte, bis zu kulturellen und kreativen Angeboten. Durch die Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und externen Akteuren soll die Vielfalt und Qualität der Angebote im Stadtteiltreff gesteigert werden. Im zweiten Jahr liegt der Fokus auf der Stärkung der Verbindungen zwischen verschiedenen Gruppen und Akteur:innen im Stadtteil. Hierbei werden gemeinsame Aktivitäten und Veranstaltungen geplant, um Vorurteile und Diskriminierung abzubauen und den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu fördern. Das wachsende Vertrauen untereinander sorgt somit auch für ein gesteigertes Sicherheitsempfinden. Der Antragsteller stellt dabei insbesondere mit dem Format des „Offenen Cafés“ im Stadtteiltreff eine Anlaufstelle zum Austausch und Kennenlernen sicher. Im dritten Jahr sollen gemeinsame Visionen für die Zukunft des Stadtteils entwickelt werden. Durch Workshops, Diskussionsrunden und Evaluationsmaßnahmen werden die bisherigen Erfolge reflektiert und auf Basis dieser Erkenntnisse konkrete Schritte für die Umsetzung der Visionen erarbeitet. Der Antragsteller KUBIN e.V. arbeitet in enger Kooperation mit der “Solidarischen Initiative Neuenhäusen” und verfügt über ein breites Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Akteuren in Celle. Diese Zusammenarbeit ist wichtiger Bestandteil des Projekts und sichert eine erfolgreiche Projektdurchführung.
Laufzeit
2023-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Im Projektgebiet, dem Stadtteil Neuenhäusen in Celle, leben 8.000 Menschen. Es befindet sich zentral zwischen Bahnhof und Altstadt. In einer 2021 von uns im Projektgebiet durchgeführten Befragung der Bewohner:innen wurden jedoch einige Probleme und Mängel identifiziert, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen: - Bemängelt wird ein schlechtes Sicherheitsgefühl, Gewalt und Kriminalität. - 34% der Befragten fühlten sich von Diskriminierung betroffen. Beispiele sind Rassismus, Diskriminierung aufgrund des Geschlechts oder aufgrund von Erwerbslosigkeit und ökonomischer Lage. - 19% der Befragten empfinden ihren Wohnraum als zu klein. - Die Anonymität und zu wenig Kontakte unter Kindern wurden ebenso als Probleme eingestuft. - Im Stadtteil fehlt es den Bewohner:innen insbesondere an sozialer und kultureller Infrastruktur wie Begegnungsorten/-Cafés, kostenlosen Kultur- & Freizeitangeboten, insbesondere für Familien, kreativen & multikulturellen Angeboten sowie Möglichkeiten für die Zielgruppen Jugend, migrantische Jugend und FLINT (Frauen, Lesben, Divers, Inter, Trans). Dieser Mangel wird auch durch die Schwächeanalyse bestätigt, die im Rahmen des 2. Bürgerforums zum Rahmenplanentwurf für die Sanierung eines Teilbereichs des Projektgebietes erstellt wurde (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/). Vom Projektträger KUBIN e.V. wurde bereits ein Raum für den Stadtteiltreff angemietet und wird derzeit für die von den Anwohner:innen gewünschte Nutzung saniert. Die Förderung soll eine Professionalisierung ermöglichen, weitere Kapazitäten freisetzen und GWA-Standards sicherstellen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Celle Neuenhäusen
Beschreibung
Das Projektgebiet entspricht dem Stadtteil Neuenhäusen. Dieser wird im wesentlichen spürbar begrenzt durch eine Bahnlinie im Westen, Flüsse im Norden & Osten, sowie große Straßen im Osten und Süden). Unter anderem dadurch stellt der Stadtteil auch für die Bewohner:innen einen realen Bezugsrahmen dar.
Einwohnerzahl
8015
Quelle / Anmerkungen
https://www.celle.de/Celle-entdecken/Celle-Dein-Zuhause-/Ortsteile/Neuenh%C3%A4usen/ Stand 31.12.2018
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stand 2015 Laut ISEK Neuenhäusen, Stadt Celle Mai 2017 / März 2019 https://stadtsanierung-celle.de/output/download.php?fid=3478.37.1.PDF
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
8
Sonstige in Prozent
0
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt "Stadtteiltreff Neuenhäusen" basiert auf den Ansätzen der Gemeinwesenarbeit und zielt zielt darauf ab, die Lebensqualität und den sozialen Zusammenhalt in Stadtteilen zu verbessern, indem lokale Akteur:innen, Ressourcen und Potenziale aktiviert und genutzt werden. Das Projekts verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz und setzt u.a. folgende Methoden der Gemeinwesenarbeit ein: - Empowerment: Das Projekt fördert die Selbstwirksamkeit und das Selbstvertrauen der Bewohner:innen, indem sie aktiv in Entscheidungsprozesse eingebunden werden und die Möglichkeit erhalten, eigene Ideen und Projekte umzusetzen. - Durch die Organisation von Theater- & Filmvorführungen, Musik- & Schreibworkshops werden kreative Ausdrucksformen gefördert und der Austausch zwischen verschiedenen Kulturgruppen angeregt. - Im Stadtteiltreff wird ein Mit-Mach-Café eingerichtet, das als zentraler Treffpunkt für alle Bewohner:innen dient und die Möglichkeit bietet, sich bei gemeinsamen Aktivitäten und Gesprächen besser kennenzulernen und so den sozialen Zusammenhalt im Stadtteil zu stärken - Die Mitarbeitenden des Projekts legen großen Wert auf den persönlichen Kontakt und sind stets ansprechbar für Fragen, Anliegen und Ideen. - Der Stadtteiltreff stellt einen barrierearmen und inklusiven Raum zur Verfügung. Für das Vorhaben wird bereits ein Raum gemietet. Mit Hilfe der Förderung soll die Arbeit professionalisiert und zusätzliche Kapazitäten freigesetzt werden und GWA-Standards sichergestellt.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Die Interessen und Bedürfnisse der Anwohner:innen sind der Ausgangspunkt für Planung und Umsetzung von Maßnahmen im Stadtteiltreff. Durch offene Kommunikation, Befragung und ehrenamtliche Mitarbeit werden die Bewohner:innen kontinuierlich einbezogen.
Beschreibung
Der Projektträger schafft einen zugänglichen Rahmen, in dem die Selbstorganisation von Nutzer:innengruppen in Eigeninitiative möglich ist. Die entsprechenden Bedürfnisse werden durch offene Kommunikation und regelmäßige Abfragen der Nutzenden abgefragt.
Beschreibung
Das Netzwerk zu zivilgesellschaftlichen Initiativen wird für Kooperationen genutzt, die auf bestehende Kompetenzen zugreifen und Synergieeffekte erzeugen. Ebenso werden Räume geschaffen, in denen einzelne Bewohner:innen ihre Erfahrungen einbringen können.
Beschreibung
Insbesondere im Jahr 2 und 3 entwickeln Anwohner:innen in Formaten, die verschiedene Nutzer:innengruppen zusammenbringen, zielgruppenübergreifendes Denken und Handeln für den gemeinsamen Kontext Neuenhäusen (Bsp. Straßenfest, Zukunfstwerkstatt).
Beschreibung
Der Standard wird erreicht durch die gemeinsame Bearbeitung verschiedener alltäglicher Interessen der Bewohner:innen wie Soziales und Kultur. Die Anwohner:innen entwickeln eine ganzheitliche Praxis, die über den Tellerrand eines Bereichs hinausgeht.
Beschreibung
Das Netzwerk an Kooperationspartnern nutzt den Stadtteiltreff als Knotenpunkt und sorgt mit dem eingebrachten Kompetenzen für positive Effekte – sowohl für Initiativen als auch für Einzelpersonen. Gemeinsame Ziele stärken diesem Prozess.
Beschreibung
Anwohner:innen verschiedener Hintergründe führen gemeinsame Aktivitäten in der Nachbarschaft durch, die den sozialen Zusammenanhalt fördern. Der Stadtteiltreff nimmt als soziale Knotenpunkt eine unterstützende und vermittelnde Funktion ein.
Beschreibung
Das Projekt behebt mit dem Stadtteiltreff einen Mangel an Infrastruktur für soziale und kulturelle Bedürfnisse in der Nachbarschaft. Ein zu erarbeitendes Finanzierungskonzept und die Einbeziehung Ehrenamtlicher sichern eine nachhaltige Entwicklung.
Beschreibung
Der Austausch mit Partnern, die in weiteren Teilen Celles tätig sind (z.B. Klimaplattform, Êzîdischer Frauenverein Hêvî), sowie der Stadt schaffen Perspektiven über das Projektgebiet hinaus und bewirken einen Beitrag in der gesamtkommunalen Entwicklung.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Solidarische Initiative Neuenhäusen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Buntes Haus e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitskreis Internationalismus
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Foodsaving Initiative
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Förderverein Bahnhof Celle e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Radretter – Fahrrad Selbsthilfe
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Celler Lastenrad Initiative
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Queeres Netzwerk
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Selbsthilfegruppe soziale Angst
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Junges Forum gegen Antiziganismus
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
AWO Asylberatung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Klimaplattform
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Feministische Organisierung gemeinsam kämpfen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Kultur Trifft
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Näh-Werkstatt alte Molkerei
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Hêvî – Êzîdischer Frauenverein
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Antifaschistische Stadtrundgänge
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Celler Presse
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Cellesche Zeitung
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
CelleHeute
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Sanierungsbeirat für das Sanierungsprojekt Neuenhäusen
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Wir streben eine Diversifizierung der Finanzierungsquellen an, um nicht von einer einzelnen Förderung abhängig zu sein. Zur Eigenmittelgenerierung können wir Räume vermieten oder Kulturveranstaltungen mit Eintritt organisieren. Die Beteiligung von Ehrenamtlichen hilft, die Kosten niedrig zu halten und die langfristige Nachhaltigkeit des Stadtteiltreffs zu gewährleisten. Die Verstetigung der Kooperationen mit anderen lokalen Akteur:innen trägt zur nachhaltigen Verankerung im Stadtteil bei.
Zustimmung Veröffentlichung
On

Verwendungsnachweis: NachBar

Ansprechpartner
Leonore Determann
Funktion Vorsitzende
Nachbarschaft-Gemeinsam gestalten
Projektbeschreibung
Bei dem Projekt „Nachbarschaft -Gemeinsam gestalten“ handelt es sich um soziale Maßnahmen zur Quartiersentwicklung. Die Maßnahmen beziehen sich auf das Gebiet der Samtgemeinde Holtriem, die acht Mitgliedsgemeinden umfasst. Es richtet sich an alle BewohnerInnen des Quartiers, mit besonderem Fokus auf die Bevölkerungsgruppen SeniorInnen und Flüchtlinge bzw. MigrantInnen, da sie auf die größten Hürden zur sozialen Teilhabe stoßen. Ziel ist es Anlaufstellen in den Gemeinden Utarp, Blomberg und Willmsfeld zu schaffen. Zentraler Netzwerkknoten wird im gesamten Projektverlauf das 2021 errichtete Gemeindezentrum in Utarp sein. Es ist geplant, bestehende Netzwerke zu identifizieren, neue Netzwerkpartner zu gewinnen und die BürgerInnen zu aktivieren-immer in Kooperation mit etablierten örtlichen Vereinen, Behörden und engagierten BürgerInnen aus allen Gesellschaftsbereichen, so dass ein tragfähiges Netz aus sozialen Kontakten, praktischer Unterstützung für Alltag und Haushalt sowie attraktiven Bildungs-, Beratungs- und Begegnungsangeboten zu schaffen, Von dort aus werden Treffen/Angebote koordiniert. Dafür können noch weitere nicht vollumfänglich genutzte, barrierefreie Räumlichkeiten, wie bspw. Vereinsheime in Anspruch genommen werden. Im Rahmen des Projektes werden zu Beginn Maßnahmen entwickelt, um wohnortnahe Beratungs-, Freizeit-, Bildungs-, Begegnungs- und Hilfsangebote zu errichten, um damit die soziale Teilhabe, Mobilität, Nachbarschaftshilfe, intergenerationelle und – kulturelle Kompetenzen zu fördern. Ein besonderer Focus wird auf die Gruppe der Senior*innen und Geflüchteten gerichtet, da sie mit besonderen Hürden der sozialen Teilhabe zu kämpfen haben. Vorhandene Angebote werden in das Projekt integriert bzw. angebunden oder wie die bestehende Anti-Rost-Initiative ausgeweitet, damit sie auch gemeindeübergreifend wirken können. Vor allem gilt es, vorhandene Ressourcen zu mobilisieren, bislang ungenutzte Potentiale zu erschließen und die Bürger selbst aktiv werden zu lassen. Im Verlauf des Projektes werden Mobilitätsoptionen entwickelt, um die Möglichkeit für die Bewohner*innen zu eröffnen mehr an der Nahversorgung teilzunehmen und Mobilitätsdefiziten entgegenzuwirken. Bereits bestehende private Initiativen/Vereine/etc. werden einbezogen und das eingeschlafene Mitfahrsystem „Fahr mit“ wiederbelebt. Um den Maßnahmenplan zielgerichtet gestalten zu können wurden Expertengespräche mit Vertretern der Samtgemeinde und potentiellen Kooperationspartner geführt.
Laufzeit
2022-09-01 00:00:00
Ausgangslage
Die Samtgemeinde Holtriem, besteht aus acht Mitgliedsgemeinden und liegt im Landkreis Wittmund, einem ländlich peripheren Raum, mit dem eine geringe Bevölkerungsdichte, ein ungünstiger ÖPNV und eine besondere Strukturschwäche einhergeht. Der Landkreis ist mit 57000 Einwohner*innen zweitkleinster in Niedersachsen. Behörden finden sich vorrangig in der Kreisstadt Wittmund. Diese zu erreichen stellt für ältere Menschen, die oft nicht mehr über familiäre Bindung verfügen, und in diesem Bereich untergebrachte Flüchtlingsfamilien vor große Herausforderungen. Arztbesuche kommen einem Tagesausflug gleich und peripher wohnende Geflüchtete haben geringere Integrationschancen. Die BürgerInnen haben kaum Möglichkeiten der sozialen Teilhabe. Insbesondere in der Pandemie ist deutlich geworden, wie stark die Menschen auf soziale Kontakte angewiesen sind, allein durch Alltagsbegleiter/Anti-Rost-Initiative ist dies nicht aufzufangen. Was teilweise von den Alltagsbegleitern vorgefunden wurde ist alarmierend. Viele Ältere haben dringende Arttermine aus Angst und in Ermangelung von Transportmöglichkeiten nicht wahrgenommen. Deutlich wird dies auch durch eine Bürgerbefragung. Viele BürgerInnen sind von Mobilitätsbeschränkungen betroffen und suchen nach Möglichkeiten mit anderen in Kontakt zu treten. Sie wünschen sich nachbarschaftliche Hilfe, sind aber auch bereit, sich gemeinschaftlich zu engagieren. Senior*innen und Geflüchtete sind von gleichartigen Problemen betroffen. Ebenfalls wurde deutlich, dass verschiedene etablierte örtliche Vereine und andere Akteure in den Mitgliedsgemeinden zwar aktiv sind, es aber an tragfähigen Netzwerken und Koordination fehlt.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Holtriem - Teil des Landkreises Wittmund
Beschreibung
Die SG Holtriem gehört zum LK Wittmund in NDS. Sie besteht aus 8 Mitgliedsgemeinden (Westerholt, Nenndorf, Blomberg, Neuschoo, Schweindorf, Ochtersum, Utarp, Willmsfeld). Das Projekt bietet 3 Anlaufstellen, die hinsichtlich der Gebietsstruktur sinnvoll erscheinen: Westerholt mit Nenndorf und Eversmeer in der Nähe. Blomberg mit der Nachbargemeinde Neuschoo. Utarp mit den umliegenden Gemeinden Schweindorf und Ochtersum. Die Infrastruktur im Bezug auf Netzwerkarbeit mit Verbänden, Einrichtungen, Schulen etc. in diesem Gebiet ist über Jahre gewachsen und gefestigt. Daher können Ressourcen gemeinsam genutzt werden. Im Nordwesten, Westen und Süden grenzt die Samtgemeinde an den Landkreis Aurich. Östlich schließt sich die Samtgemeinde Esens an, die ebenfalls zum Landkreis Wittmund gehört.
Einwohnerzahl
9000
Quelle / Anmerkungen
Auskunft der Samtgemeinde Holtriem
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
3
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Statistik der Ausländerbehörde des Landkreises Wittmund, Stand 31.12.2021 Asylbewerber/Migranten/"sonstige" Ausländer Holtriem: 212 Asylbewerber/Migranten/"sonstige" Ausländer Landkreis Wittmund: 3014
Projektgebiet in Prozent
39
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Statistische Monatshefte Niedersachsen 12/2021 Landkreis Wittmund: 25,1 % der Bevölkerung Quelle: Statistische Ämter der Länder, ies, Deenst GmbH, eigene Berechnungen Altersgruppe 60-79 Holtriem: 39 %
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
7
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: ARBEITSMARKT IM ÜBERBLICK - BERICHTSMONAT FEBRUAR 2022 - WITTMUND, Agentur für Arbeit Arbeitslosenquote: 6,5
Projektgebiet in Prozent
26
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Quelle: Landesamt für Statistik Niedersachsen 2021: Holtriem 24,6 %
GWA/QM-Ansatz
Ausschlaggebend für die Umsetzung des Projektes sind die Wünsche und Interessen der in in der Samtgemeinde Holtriem lebenden Bürger*innen mit dem Ziel eine Verbesserung der Lebensumstände zu erreichen. Die Bürger*innen werden angeregt ihr Umfeld/Zusammenleben in der Gemeinde aktiv zu gestalten, so dass sie entsprechend ihrer Bedürfnisse zufriedener leben können. Durch Nachbarschaftsarbeit und die damit verbundene Einbeziehung aller Bevölkerungsgruppen wird mehr Teilhabe vor Ort möglich. Während des gesamten Projektzeitraums wird durch aktivierende Befragungen, runde Tische, Zukunftswerkstatt, o.ä. eine permanente Bürgerbeteiligung sichergestellt und die Eigeninitiative/Selbsthilfe der Bürger*innen gefördert. Hierdurch identifizierte Potentiale und Schwächen sollen genutzt bzw. behoben werden. Die Bürger*innen werden befähigt Netzwerke zu knüpfen in denen sie kommunizieren und sich organisieren können.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedarfe der Zielgruppen erfasst sind, Bürger*innen wissen, wohin sie sich mit Anfragen Problemen wenden können, Menschenrechte für alle wichtig sind und die Umsetzung angestrebt wird.
Beschreibung
Bürger*innen erkennen, dass sie die Macht haben, ihren sozialen Raum selbst zu verändern, Anliegen vorzubringen und zu vertreten.
Beschreibung
Bürger*innen in die Lage versetzt werden, Ressourcen und Potentiale ihres Umfeldes und ihrer Kommune zu erkennen und zu nutzen.
Beschreibung
die Potentiale der Netzwerkpartner erkannt und identifiziert werden, dadurch Doppelstrukturen vermieden werden und effektive Lösungen gefunden werden, um Hürden der Teilhabe abzubauen.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Samtgemeinde Holtriem
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Utarp
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gemeinde Blomberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DRK Wittmund e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Diakonie Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Caritas Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Blomberg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Grundschule Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
David-Fabricius-Ganztagsschule
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
KBV Freesenholt (Boßelverein)
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landfrauen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgerverein Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
TuS Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
SV Blomberg
Typ
Stadtteil
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Anzeiger Harlingerland
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Mühlenverein Westerholt
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
VHS Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
IBB Wittmund
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Tafel
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Blomberg-Neuschoo
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Kirchengemeinde Westerholt
Typ
Stadtteil
Nachhaltigkeit
Die Bürgermeister*innen der drei Gemeinden haben nicht nur großes Interesse an der Umsetzung des Projektes, sondern auch an der nachhaltigen Wirkung. Durch den Netzwerkaufbau, die Verstetigung der Runden Tische als eine Art Steuerungsgruppe und die Anleitung von Ehrenamtlichen wird gewährleistet dass auch nach Projektende auf die veränderten Bedarfe eingegangen werden kann. Für Mobilitätsangebote wird der Ehrenamtsbulli des AWO Kreisverbandes weiterhin einsetzbar sein.
Galerie
juz blomberg
gemeindezentrum utarp
juz blomberg innen
ehrenamtsbulli
Zustimmung Veröffentlichung
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