Bühnenbild meines Lebens- Interkulturelles Leben im Quartier
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Karina Hoßfeld
| Funktion | Pädagogische Mitarbeiterin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Wir gestalten unser Quartier:Tandems aus Generationen und Flüchtlingen bauen den Traum ihres Lebens
Projektbeschreibung
Das Projekt will wir zum Abbau von Konflikten beitragen, das Miteinander im Sozialraum und Integration stärken. In Generationen übergreifenden Tandems- je einer jungen geflüchteten Person/ MigrantIn und einer älteren als Patin- sprechen beide Zielgruppen von ihren Erfahrungen im Stadtteil, ihren Erinnerungen und Wünschen/ Visionen eines gemeinsamen Miteinanders, die sie im Verlauf als „Bühnenbild ihres Lebens“ bauen und öffentlich ausstellen. In regelmäßigen Treffen an bedeutsamen Orten der Teilnehmenden(TN)(Nachbarschaftszentrum, Schule, Seniorentreff,…) wird durch päd. Fachkräfte, einen Dipl. Bühnenbildner, Dipl. Schauspieler u. Ehrenamtliche der gesamte Prozess begleitet. Übungen aus der Theaterpädagogik (Sprechen u. Sprache, Selbstausdruck), aus Diversity Konzepten im Kontext von Differenz und Vielfalt, Biografiearbeit u.v.m. stärken zunehmend den Kontakt der TN. Sie erleben Gemeinsamkeiten, Unterschiede und entwickeln Ideen eines konstruktiven Miteinanders. Gemeinsam besuchen sie Orte im Stadtteil, mit denen sie Episoden ihres Lebens verbinden, an die sie sich erinnern und die sie für ihre Zukunft gestalten wollen. In monatlich stattfindenden öffentl. Erzählcafés werden diese „Geschichten“ thematisiert. Durch das Projekt verorten sich die TN in ihrem Stadtteil und entwickeln Perspektiven für eine gemeinsame Zukunft. Das Innovative: ihre Wünsche und Perspektiven gestalten die TN in ihren Tandems als maßstabgetreue Bühnenbildmodelle, die sie bildnerisch umsetzen und schließlich öffentlich ausstellen. Die Bühnenbilder werden zum Ort des Theaters, an dem ihre Geschichte spielt und ihre Visionen sichtbar werden. So entsteht gemeinsame Identität.
In der Ausstellung wird der begonnene Dialog nun öffentlich fortgesetzt. Die Bühnenbilder regen zum Nachdenken und Nachfragen an; BesucherInnen aus der Weststadt, dem übrigen Stadtgebiet, aus Trägern der Jugendhilfe, Bildung u.v.a kommen mit den „HauptdarstellerInnen“ ins Gespräch. Kontakt findet statt, Brücken zu den verschiedenen Lebenswelten werden gebaut. Die Ausstellungen dienen zudem der Vernetzung örtlicher Unterstützer und dem Aufbau von Kooperationen. Der gesamte Prozess wird filmisch begleitet und es entsteht eine anschauliche Dokumentation über nachbarschaftliches Zusammenleben, Integration und Teilhabe, die letztlich auch der Aufwertung des Stadtteils im Auge der Öffentlichkeit dient. Erprobt wurde die Idee im Rahmen einer Schulwoche mit Flüchtlingen u. deutschen Jugendlichen (s. Photos bei "Medien").
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Im Vergleich zum Stadtgebiet Göttingens befindet sich die Weststadt in einer außerordentlichen Situation: sie zeichnet sich aus durch die hohe Konzentration von Flüchtlingen und MigrantInnen. Der gesamte Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund betrug bereits 2015 34,7 %, während der Stadtdurchschnitt bei 19,6 % lag (vgl. plan zwei Dr.-Ing. Klaus Habermann-Nieße, Ergänzende Untersuchung „Westlich Maschmühlenweg“ Göttingen, 2015). Hier treffen Menschen unterschiedlichster Herkunftsgebiete, Kulturen und Religionen sowie eine hohe Anzahl von Kindern und Jugendlichen auf der einen und ein gleichzeitig hoher Anteil von Alteingesessenen BewohnerInnen auf der anderen Seite aufeinander. Der Anteil der zwischen 45 und 65 jährigen betrug 2014 in der Weststadt 27,3%, der der über 65 jährigen 17,8% (http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-SdB04.pdf 2014). Diese leben z.T. in erster Generation dort und sehen sich aktuell mit dem Zuzug von Flüchtlingen konfrontiert. Laut Aussage des Weststadtbüros sind starke Vorurteile und große Berührungsängste das Ergebnis. Eine Schule (Holtenser Berg) berichtet, dass zunehmend rassistische und beleidigende Äußerungen gegenüber Kindern mit anderer Hautfarbe zu hören sind. Auch rechtsradikale Äußerungen gegenüber MigrantInnen und Flüchtlingen seien vermehrt zu vernehmen. Die persönliche Situation vieler Menschen ist hier insgesamt problematisch: Sie leben in engen Wohnungen, haben finanzielle Probleme und werden gesellschaftlich nicht anerkannt. Rund 12 % der Bewohner haben keinen deutschen Pass, gelten als AusländerInnen. Diese Situation birgt ein hohes Konfliktpotential in sich und stellt alle Beteiligten vor große Herausforderungen.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Holtenser Berg Göttingen-und- Weststadt Göttingen
Beschreibung
Die Weststadt reicht von der Großwohnsiedlung „Holtenser Berg“ im Norden Göttingens über den Hagenberg und Egelsberg bis zum alten Stadtfriedhof im Süden sowie von der Bahnhofswestseite bis in das Göttinger Industriegebiet. Das Wohnviertel Holtenser Berg entstand in den 60er Jahren auf einer Höhenlage neben dem Ortsteil Holtensen. Es ist abgelegen vom übrigen Stadtgebiet.
Einwohnerzahl
13316
Quelle / Anmerkungen
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/020_23.pdf
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
Der Holtenser Berg liegt nicht im Programmgebiet "Soziale Stadt". Die Weststadt liegt darin; jedoch halten wir die methodische Herangehensweise des Bühnenbildbaus für Quartiersarbeit für so innovativ, dass sie auch in Fördergebieten der Sozialen Stadt umsetzbar wäre.
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
7
Gesamtstadt in Prozent
6
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-SdB04.pdf; http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-Stadt.pdf
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-SdB04.pdf;
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-Stadt.pdf
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
9
Gesamtstadt in Prozent
5
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-SdB04.pdf
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-Stadt.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Sind nicht extra ausgewiesen
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
2008: "Von den insgesamt 76.745 Haushalten waren 10.506 bzw. 13,7 % Haushalte mit Kindern. Die Zahl der Ehepaare mit Kindern (6.719) ist seit Jahren rückläufig und die Zahl der Alleinerziehenden (3.105) nimmt beständig zu. Die Zahl der Paare in nichtehelichen Lebensgemeinschaften mit Kindern wurde 2008 erstmals ermittelt und betrug 682".
Quelle:
http://www.goesis.goettingen.de/news/news.php?newsId=37&navId=07
Projektgebiet in Prozent
33
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-SdB04.pdf
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-Stadt.pdf
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
11
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-SdB04.pdf
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-Stadt.pdf
Projektgebiet in Prozent
21
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-SdB04.pdf
http://www.goesis.goettingen.de/pdf/PDat-Stadt.pdf
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
karte_holtenser_berg_pdat-stb047.pdf
(108.48 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Durch die Methoden in unserem Konzept (insb. Moderation von Erzählcafés, Biografiearbeit, Bühnenbildbau, Patenmodell) stehen die Akteure im Quartier selbst im Mittelpunkt. Wir knüpfen an ihre subjektiven und individuellen Betroffenheiten an und fördern insbesondere durch die Tandembildung unterschiedlicher Zielgruppen reale Interaktionen. Im Bauprozess ihres Bühnenbildes geben die TN ihren Visionen eines Zusammenlebens über das Medium des Modells eine Gestalt; sie erleben Gestaltungsspielräume. Sie sind jetzt Handelnde und wir gehen davon aus, dass wir durch das konkrete, anschauliche und spaßmachende Erarbeiten von zukunftsweisenden Ideen die Motivation der TN stärken, die eine potentielle Reflexions- und Handlungsbereitschaft unterstützen wird. Durch den Ansatz erfahren wir sehr anschaulich, welche Visionen die Akteure haben, die sie u.a. in den Ausstellungen öffentlich machen. Eine konsequente Öffentlichkeitsarbeit ist für uns ein entscheidender Aspekt im Projekt. Dabei informieren wir nicht nur über Arbeitsergebnisse, sondern die Akteure selbst werden mit ihren Erfahrungen und Visionen öffentlich. Partizipationsprozesse können so leichter initiiert werden. Eingebettet ist das Gesamtkonzept in die Vernetzungsstruktur vor Ort. Desweiteren wollen wir durch das Projekt zur Stärkung des Zusammenlebens und Integration bei der Anbahnung neuer Kooperationen unterstützen und können dabei auf ein großes Netzwerk zurückgreifen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Über die Projekttreffen hinaus sollen über die Patentreffen und deren Moderation sowie in Kooperation mit dem Nachbarschaftszentrum neue Formate nachbarschaftliche Aktivitäten geplant werden. Deren Umsetzung erfüllt den Standard.
Beschreibung
Durch die Methode des Bühnenbildbaus und den sich anschließenden öffentlichen Ausstellungen, in denen die Bewohner/innen mit ihren Anliegen, Wünschen, Erfahrungen usw, im Mittelpunkt stehen, sehen wir diesen Standard erfüllt. Sie selbst sind Gestaltende.
Kriterium
Beschreibung
Durch die Ausstellungen der Bühnenbildmodelle + den geplanten Film erreichen wir eine breite Öffentlichkeit der Bildungslandschaft, wodurch neue Netzwerke generiert werden, die wir zusammenführen wollen; zum Anderen verfügen wir über starke Koopstrukturen
Kriterium
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Nachbarschaftszentrum Holtenser Berg
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Pfarrgemeinde St. Godehard
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Ev.-luth. Bethlehemgemeinde auf dem Holtenser Berg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Landesweite Netzwerkstrukturen des VNB, Mitgliedsstrukturen des Paritätischen Wohlfahtrverbandes Niedersachsen e.V.
Typ
Stadtteil
11. Medien
Galerie
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On
Interkulturelles Generationenzentrum
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Eva Paetzold
| Organisation | Gelingen e.V |
|---|---|
| Funktion | Schriftführerin u. Pressewartin |
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Insgesamt hat die Stadt Lingen mit ihren Eingemeindungen ca.56 000. Einwohner. In den ursprünglichen Stadtgrenzen leben ca. 25000 Menschen. Ca. 25% der Lingener Bevölkerung sind älter als 60 Jahre. (vergl. www.lingen.de./rathaus_und_buergerservice/zahlen_und_daten/strukturdaten/strukturdaten). Hinzu kamen in den letzten Jahren verstärkt Zuzüge von Migranten und Flüchtlingen. Seit 2012 befinden sich ebenso noch über 1000 Studierende in der Stadt.
In den letzten 10 Jahren sind im Stadtkern etliche Seniorenwohnungen entstanden, die es alten Menschen erlauben ein möglichst langes und selbstständiges Leben zu führen. Auch viele Migranten/-innen sind zentrumsnah in Sozialwohnungen angesiedelt worden. Für Studenten wurden explizite Wohnheime in begrenzter Anzahl gebaut. Familien mit Kindern ziehen verstärkt in die Randgebiete, sodass die Bevölkerung im Stadtzentrum nur begrenzt durchmischt ist. Es entstehen Ansätze von Gettoisierungen, zumal es an preiswerten öffentlich Treffpunkten in der Stadt mangelt. Öffentliche Grünflächen, in welchem sich Menschen treffen und miteinander kommunizieren gibt es so gut wie gar nicht.
Die in der Stadt Lingen lebenden Menschen erfahren eine gute Grundversorgung, wie beispielsweise einen guten Zugang zu Ärzten und Behörden. Allerdings mangelt es an einer senioren- und migrationsgerechten Freizeitgestaltung für erwachsene Menschen und ältere Mitbürger.
Die Gefahr einer mangelnden Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppierungen liegt einerseits in der Entstehung von Vorurteilen und Stigmatisierungen gegenüber anderen Gruppierungen. und Anderseits fördert eine mangelnde Kommunikation die Isaolation des Einzelnen. (Ältere und Migranten)
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
7. Ansatz GWA/QM
Methoden
Gemeinsam für Barsinghausen
1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Janina Ahlhorn
| Organisation | DRK-Soziale Dienste in der Region Hannover gem. GmbH |
|---|---|
| Funktion | Bereichsleitung für Konzeption und Projektentwicklung |
2. Kurzbeschreibung
Für ein kulturelles und solidarischen Miteinander
Projektbeschreibung
Barsinghausen ist seit den 60 Jahren ein Zuwanderungsort. Das Zusammenleben zwischen den verschiedenen Zuwanderungsgenerationen war nicht immer konfliktfrei. Nicht zuletzt durch diese Konflikte sind im Laufe der Jahre verschiedene ehren- und hauptamtliche Initiativen entstanden. Diese verschiedenen Initiativen und das enorme Engagement werden kaum oder nur punktuell aufeinander abgestimmt.
Mit der zusätzlichen Unterbringung von Flüchtlingen in Gemeinschaftsunterkünften in den verschiedenen dörflichen Ortsteilen stehen diese Strukturen vor einer kaum zu bewältigenden Aufgabe und brauchen dringend eine Koordinierungs- und Vernetzungsstelle.
“Gemeinsam für Barsinghausen” setzt sich zum Ziel, die verschiedenen Initiativen und Projekte der Integrations- und Gemeinwesenarbeit zusammen mit der Kommune, den Freien Trägern und den ehrenamtlichen Initiativen auf kommunaler Ebene zu koordinieren und gemeinsam die notwendigen Strukturen in den Gebieten um die Gemeinschaftsunterkünfte aufzubauen.
Dazu wird in Kooperation mit dem Freiwilligen Zentrum Barsinghausen (Trägerschaft AWO, Stadt Barsinghausen) eine kommunale Koordinierungsstelle eingerichtet, die die verschiedenen Initiativen und Angebote in Barsinghausen aufeinander abstimmt und koordiniert.
Diese Koordinierungsstelle, mitten in Barsinghausen, dient gleichzeitig als zentrale Anlaufstelle, die den Geflüchteten aus ganz Barsinghausen bei verschiedenen Fragestellungen oder bei der Orientierung (wer hilft wann, wie, wo?) weiterhilft.
In den Gebieten um die Gemeinschaftsunterkünfte werden Begegnungsräume eingerichtet und Angebote entwickelt, die das Zusammenleben und die Integration in der lokalen Nachbarschaft fördern. Nur durch Kontakte und Kennenlernen ist der Abbau von Vorurteilen auf Seiten der Bewohner/innen möglich. Mit den Geflüchteten werden gezielt Projekte entwickelt, die sie ermutigen, sich in ihrem neuen Gemeinwesen einzubringen: Ehrenamtliche helfen Geflüchteten, Geflüchtete werden zu Ehrenamtlichen und helfen der Gemeinschaft.
Ein Schwerpunkt des Projektes ist es, auf allen Ebenen und allen Projekten an alle Bewohner/innen zu denken. Die Geschichte der Integration in Barsinghausen zeigt, wie wichtig es ist, die Integration von Geflüchteten als eine Aufgabe des gesamten Gemeinwesens zu sehen, bei der alle “mitzunehmen” sind: Einheimische und die verschiedenen Zuwanderungsgenerationen genauso wie die Geflüchteten. In diesem Sinne ist Integrationsarbeit Gemeinwesenarbeit.
3. Ausgangslage
Ausgangslage
In Barsinghausen leben unterschiedliche Bevölkerungsgruppen nebeneinander, aber nicht miteinander. Dieses Nebeneinander verschärft sich durch den Zuzug von Geflüchteten.
Neben einer hohen Anzahl an Vertriebenen, Spätaussiedlern u. Geflüchteten, die in den 90ern kamen, leben hier viele Gastarbeiter, die in den 60ern zugezogen sind. Diese besondere Zuwanderungsgeschichte hat dazu geführt, dass sich viele Angebote entwickelt haben, diese aber nur unzureichend bekannt, kaum miteinander vernetzt u. dezentral verteilt sind. Sie führt aber auch zu Neid und starken Konflikten zwischen den Zuwanderungsgenerationen. In einigen Ortsteilen ist der soziale Frieden stark gefährdet.
Dies trifft besonders dort zu, wo Geflüchtete in Gemeinschaftsunterkünften (GU) untergebracht sind. Diese befinden sich in drei Ortsteilen, alle in städtischer Randlage. Durch diese Unterbringung gibt es keine natürlichen Kontakte in die Nachbarschaft, die Bevölkerungsgruppen bleiben unter sich u. Ressentiments zwischen diesen steigen dramatisch. Trauriges Beispiel ist der Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim Januar 2016.
Es fehlt an sozialer Infrastruktur, die diesen Ressentiments entgegen wirkt. Es fehlt eine zentrale Koordinierungsstelle, die die verschiedenen Initiativen und Angebote aufeinander abstimmt. Es fehlt eine zentrale Anlaufstelle für alle Geflüchteten in ganz Barsinghausen. In den Ortsteilen fehlen Angebote zum Kennenlernen von Geflüchteten u. Einheimischen.
Ohne kommunale Vernetzung u. konkrete Angebote in den Ortsteilen, verstetigen sich die gegenseitigen Vorurteile. Eine Integration ins Gemeinwesen findet nicht statt. Parallelgesellschaften u. sozialer Unfrieden sind die Folge.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Barsinghausen-Ortsteil Barsinghausen
Beschreibung
Barsinghausen besteht aus 18 Ortsteilen, in denen insgesamt 35.699 Menschen leben. Geflüchtete sind vorwiegend in drei Ortsteilen untergebracht. Eine Gemeinschaftsunterkunft (GU) befindet sich in der Hannoverschen Straße direkt am Ortsausgang, neben einem Abenteuerspielplatz mit einem sehr naturnahen und bewachsenem Gelände von mehr als 6000 qm. Auf der gegenüberliegenden Seite der Hannoverschen Straße befindet sich ein Gewerbegebiet mit mehreren Einkaufsmöglichkeiten. Stadteinwärts beginnt in 600 Metern ein Wohngebiet mit mehreren Einfamilienhäusern als auch Mehrfamilienhäusern. Da die GU bisher nur wenig in das Stadtleben eingebettet ist und auch die umgebende Nachbarschaft bisher nur wenig Kontakt zu Menschen aus der Unterkunft hat, erstreckt sich das Projektgebiet zum einen auf das unmittelbar angrenzende Wohngebiet (hier müssen Begegnung und Kontakte gefördert und so Stigmatisierungen und Vorurteile reduziert werden), gleichzeitig ist der territoriale Ansatz erweitert. Wie in vielen ländlich geprägten Strukturen, sind viele lokale Initiativen, Anbieter von Unterstützungsmaßnahmen(z.B. Sprachkurse VHS und FZB), Kreativangeboten ( z.B. Kunstschule Noa Noa) und Beratungsinstitutionen (z.B. anonyme Alkoholiker, Labora mit Pro Beruf etc.) über den Standort Barsinghausen verteilt. Zwar gibt es zentrale Plätze, an denen man sich trifft, allerdings sind diese eher im Zentrum von Barsinghausen (rund um die Marktstraße) verortet und nicht wie oft in größeren Städten der Fall an vielen Stellen in einzelnen Quartieren und Wohngebieten. Hier unterscheidet sich die Arbeit im ländlichen Raum stark von der Arbeit in urbanen Gebieten. So erstreckt sich das Projektgebiet also nicht nur auf die GU und das unmittelbar angrenzende Wohngebiet und die Nachbarschaft, sondern der territoriale Ansatz muss weiter gefasst sein, damit Geflüchtete wirklich Teil des Gemeinwesens sein können und Teil des Stadtbildes werden.
Einwohnerzahl
14799
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Barsinghausen befinden sich 162 Geflüchtete im Leistungsbezug des Sozialamtes und schätzungsweise nochmal so viele im Leistungsbezug des Jobcenters. Genaue Zahlen aller Menschen im Leistungsbezug konnten leider nicht herangezogen werden, da diese weder vom Jobcenter noch von der Stadt Barsinghausen für die Ortsteile ermittelt werden.Da die größte Gruppe der Geflüchteten in Barsinghausen aus den Ländern Syrien und dem Irak stammen, besteht zurzeit eine sehr gute Bleiberechtsperspektive. Somit kommen der Integration auf den Arbeitsmarkt und der Erhöhung der Beschäftigungsfähigkeit (z.B. durch die Erhöhung der Sprachkompetenz aber auch durch das Erlernen berufsspezifischer Kenntnisse) künftig eine erhöhte Bedeutung zu, wenn diese nicht weiter Leistungen beziehen sollen. .
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
12
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Barsinghausen leben 3125 ausländische MitbürgerInnen. Dies sind 12,1% anteilig zur gesamten Bewohnerschaft im Ortsteil Barsinghausen. In Barsinghausen gesamt liegt der Anteil etwas niedriger bei 8,7%. Im Vergleich zur Gesamteinwohnerzahl im Ortsteil, mag der Anteil an ausländischen Mitbürgerinnen und Geflüchteten relativ gering wirken, allerdings ist durch die Unterbringung in einer GU, in der neben Geflüchteten auch Obdachlose untergebracht sind, die Stigmatisierung sehr hoch. Gleichzeitig befördert diese Form der Unterbringung (auch in der Randlage) ein "Unter-Sich-Bleiben" der Bewohnerinnen und wenig Kontakt zur lokalen Nachbarschaft. Eine Atmosphäre geprägt durch Vorurteile, zumindest durch eine gewisse Skepsis und Unsicherheit, besteht in diesem Projektgebiet und ist so als Projektmerkmal zu benennen.
Projektgebiet in Prozent
20
Gesamtstadt in Prozent
15
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil ausländischer MitbürgerInnen im Alter zwischen 15 und 26 Jahren liegt bei 20,5% im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl im Ortsteil Barsinghausen. In Barsinghausen gesamt liegt der Anteil nur etwa bei 15,2%. Das bedeutet, dass im Ortsteil vermehrt in der nächsten Zeit junge Menschen im arbeits- und ausbildungsfähigen Alter Zugang zum Arbeitsmarkt benötigen und auf diesen Übergang vorbereitet werden müssen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
barsinghausen.jpg
(909.11 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen-Ortsteil Bantorf
Beschreibung
Bantorf ist einer der 18 Ortsteile Barsinghausens. Geografisch betrachtet liegt Bantorf relativ weit vom Ortsteil Barsinghausen, der das Zentrum darstellt entfernt (etwa 5 Kilometer). Zu Fuß ist der Ortsteil Barsinghausen kaum erreichbar, eine S-Bahn fährt alle 30 Minuten. Bantorf gliedert sich in zwei Bereiche. Im Südlichen befinden sich Wohngebiete, der Nördliche ist durch Gewerbe geprägt. Zudem ist Bantorf quasi einmal geteilt durch die Autobahn, die hier entlang führt. In unmittelbarer Nähe zur Autobahn und der B65 liegt eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete im Gewerbegebiet. Hier werden bis zu 130 Plätze zur Verfügung gestellt. In Bantorf wirkt ein sehr engagierter Ortsverein, der allerdings im Laufe der Zeit sehr an die Grenzen seiner Kapazitäten, die ausschließlich auf ehrenamtlichem Engagement beruhen, gestoßen ist. Aufgrund der Lage Bantorfs ist es wichtig Kontakte in der unmittelbaren Umgebung zu knüpfen, da Integration vorwiegend da stattfinden muss, wo Menschen leben und einen großen Teil ihrer Zeit verbringen. Trotzdem ist auch hier die Anbindung an den Ortsteil Barsinghausens unabdingbar, da hier ein Großteil der Ämter, Behörden und Unterstützungsmöglichkeiten ansässig ist. In Bantorf gibt es sonst auch kaum Möglichkeiten der medizinischen Versorgung oder kulturelle Angebote. Der Anschluss an Barsinghausens Zentrum mit seinen Angeboten kann aufgrund der Anbindung durch die S-Bahn relativ gut gewährleistet werden.
Einwohnerzahl
1326
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen, Fachdienst Bürgerservice
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Zahlenmäßig lässt sich sagen, dass 119 Personen im Leistungsbezug des Sozialamtes befindlich sind. Die genaue Anzahl derjenigen, die ihr Anerkennungsverfahren bereits durchlaufen haben und entweder in Arbeit oder im Leistungsbezug des Jobcenters sind, lässt sich leider nicht genau sagen. Hier lässt sich nur die genaue Anzahl derjenigen benennen, die in der GU als anerkannte Flüchtlinge leben. Dies sind 43 Menschen.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
16
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Bantorf leben insgesamt 1326 Menschen. In Bantorf leben 210 ausländische BewohnerInnen. Durch die Gemeinschaftsunterkunft in Bantorf sowie die dezentrale Unterbringung in Bantorf sind in kürzester Zeit 162 Menschen in Barsinghausen zugezogen. Im Verhältnis zur Gesamteinwohnerzahl in Bantrof machen die ausländischen BewohnerInnen 15,8% aus. Dies ist fast doppelt so hoch wie der Anteil in Barsinghausen gesamt. Kein anderer Ortsteil hat einen so hohen Zuzug und Anteil an ausländischen MitbürgerInnen wie Bantorf.
Projektgebiet in Prozent
15
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Bantorf liegt der Anteil in der Altersklasse von 15-26 Jahren insgesamt bei 15 %. Dies ist ein recht hoher Anteil an Menschen, die im arbeits- und ausbildungsfähigen Alter sind.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil ausländischer Kinder bis 14 Jahre beträgt in Bantorf 18,3%. Insgesamt liegt der Anteil an Kindern in dieser Altersklasse in Bantorf bei 9,8%, so dass durch den Zuzug ein deutlicher Anstieg in dieser Altersklasse deutlich wird.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
bantorf.jpg
(626.56 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen-Ortsteil Egestorf
Beschreibung
Egestorf geht mehr oder weniger nahtlos in den Ortsteil Kirchdorf über. Kirchdorf, Egestorf und Barsinghausen bilden durch die räumliche Nähe quasi einen nahtlosen Übergang und wirken eher wie eine Ortschaft. Egestort hat einen S-Bahn-Anschluss, der nahe am Waldrand zum Deister liegt. Hier führt die L 401 durch den Nienstädter Pass. Egestorf liegt am nördlichen Rand des Deister und grenzt im Süden an den Ortsteil Wennigser Mark der Gemeinde Wennigsen. Eine Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete befindet sich im Rottkampweg Richtung Wald, aber in unmittelbarer Nähe eines Wohngebietes. Die Modulanlage bietet Wohnraum für 116 Menschen. Sie liegt am Rande des Ortsteils, wie beschrieben begrenzt durch Waldgebiet und Felder. Das angrenzende Wohngebiet ist geprägt durch Einfamilenhäuser bzw. Wohnhäuser, in denen auch mehrere Familien leben. Wie bereits bei den anderen Projektgebieten beschrieben, ist eine Förderung in die lokale Nachbarschaft ein wichtiger Faktor, insbesondere da durch die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft eine relativ hohe Anzahl an Neuzugezogenen in den Ortsteil erfolgt. Zum Anderen fördert die Unterbringung in Gemeinschaftsunterkünften auch die Tendenz, dass BewohnerInnen unter sich bleiben. Deshalb ist dieses Projektgebiet benannt worden. Gleichzeitig greift auch hier wieder die Tatsache, dass die Einbettung in den Gesamtzusammenhang der Stadt Barsinghausen berücksichtigt werden muss, um eine optimale Vernetzung und Integration in das Gemeinwesen zu fördern.
Einwohnerzahl
7595
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Laut Angaben des Sozialamtes befinden sich in Egestorf 115 ausländische Menschen im Leistungsbezuges des Sozialamtes. Schätzungsweise leben etwas weniger als das Doppelte nochmal im Leistungsbezug des Jobcenters, genaue Zahlen gibt es hier jedoch nicht.
Für den Geschäftsstellenbezirk Barsinghausen lässt sich lediglich sagen, dass die Arbeitslosenquote bei 4,9% liegt. Bei ausländischen BewohnerInnen liegt sie bei 24,8 %.
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
9
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Egestorf leben 432 ausländische Personen. Dies macht lediglich einen Anteil an 5,6% aus. Dies wirkt recht niedrig, aber durch die Unterbringung in einer GU in Randlage mit 116 Plätzen, wird (wie bereits für die anderen Projektbereiche beschrieben) die Tendenz des „Unter-sich-Bleibens“ gefördert.
Projektgebiet in Prozent
11
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil in dieser Altersklasse beträgt bei ausländischen MitbürgerInnen 10,1%, insgesamt 11%
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
egestorf.jpg
(850.39 KB)
Gebiet-Name
Barsinghausen-Ortsteil Kirchdorf
Beschreibung
Wie bereits für den Ortsteil Egestorf beschrieben, bilden Egestorf, Kirchdorf und Barsinghausen eine miteinander verbundene Kette, so dass diese Ortsteile wirken, wie ein Zusammenschluss der Ortsteile. Wie Egestorf liegt Kirchdorf am nördlichen Rand des Deisters. Die Gemeinschaftsunterkunft für Geflüchtete, die aufgrund des inhaltlichen Schwerpunktes des Projektes wichtiger Faktor zur Eingrenzung des Projektgebietes ist, liegt auf der Ecke Einsteinstraße und Max-Planck-Straße, angrenzend zum Deister. Hier befindet sich auch das Schulzentrum sowie das Gelände des Turn- und Sportvereins Kirchdorf. Weiterhin befindet sich hier das Schwimmbad. 600 Meter entfernt erstreckt sich dann das nächste Wohngebiet, dass durch viele Einfamilienhäuser und auch einige Mehretagenhäuser geprägt ist. In Kirchdorf gab es bereits beim Bau der GU massive Proteste. Es wurden Straßen zugeparkt, um zu verhindern, dass Baufahrzeuge ihre Arbeit aufnehmen konnten. Obwohl der Zuzug an Geflüchteten in Kirchdorf im Vergleich zu anderen Ortsteilen wesentlich geringer ist, macht die Problematik der großen Widerstände die Arbeit in diesem Projektgebiet notwendig. Obwohl aufgrund fehlender Zahlen nur schwer der Anteil an Menschen mit Zuwanderungsgeschichte zu belegen ist, ist das Zusammenleben unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen hier eine besondere Herausforderung.
Kirchdorf hat ebenso wie Egestorf einen S-Bahnhof. Dieser befindet sich knappe 900 Meter von der Unterkunft entfernt. Auch hier lässt sich wieder durch die Randlage sagen, dass eine natürliche Einbindung in die Nachbarschaft nicht gegeben ist und durch die Unterbringung in einer Gemeinschaftsunterkunft nicht unbedingt die Integration gefördert wird, da eine soziale Bindung automatisch an andere BewohnerInnen gegeben ist. So lässt sich auch hier formulieren, dass sich das Projektgebiet auf die unmittelbare Nachbarschaft rund um die Unterkunft bezieht, aber gleichzeitig auch auf den städtischen Gesamtzusammenhang in Barsinghausen.
Einwohnerzahl
1982
Quelle / Anmerkungen
Stadt Barsinghausen
Stadttyp
Mittelstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
60
Gesamtstadt in Prozent
70
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
In Kirchdorf befinden sich 25 ausländische BewohnerInnen noch im Leistungsbezuges des Sozialamtes. Weitere, die das Anerkennungsverfahren bereits durchlaufen haben, beziehen Leistungen über das Jobcenter.
Projektgebiet in Prozent
85
Gesamtstadt in Prozent
70
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Der Anteil an ausländischen MitbürgerInnen liegt bei 5,3%. Dies wirkt recht gering, aber durch die Problematik der hohen Widerstände gegen den Zuzug von Geflüchteten, ist die Förderung des Zusammenlebens unterschiedlicher Bevölkerungsgruppen notwendig. Leider können keine Angaben zum Anteil an Menschen mit Zuwanderungshintergrund aus vorangegangenen Generationen gemacht werden, da diese vorwiegend die deutsche Staatsangehörigkeit besitzen und der Migrationshintergrund nicht erfasst ist.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kirchdorf.jpg
(785.84 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Gemeinwesenarbeit wird beim DRK mehr als nur als Arbeitsprinzip verstanden. Vielmehr geht es um eine Grundhaltung, bei der das Interesse der Menschen und ihre Expertise im Gemeinwesen handlungsleitend ist. Gleichzeitig geht es um die Stärkung der Solidarität, die Verringerung von Vorurteilen und die Verbesserung des Zusammenlebens verschiedener Bevölkerungsgruppen, um gegenseitigen Vorurteilen vorzubeugen und ein friedliches und solidarisches Zusammenleben zu fördern. Im Fokus stehen unterschiedliche ethnische und soziale Gruppen, insbesondere Geflüchtete, wobei zu betonen ist, dass im Rahmen der Gemeinwesenarbeit immer alle BewohnerInnen angesprochen werden. Durch den vermehrten Zuzug von Geflüchteten hat sich allerdings die Notwendigkeit ergeben, dass insbesondere diese Zielgruppe in der Orientierung im neuen Bezugsrahmen Unterstützung benötigt. Unter dem Motto "Hilfe zur Selbsthilfe" werden hier verschiedene Empowermentansätze verfolgt. Dazu gehört aber auch die Vernetzung aller in Barsinghausen Tätiger, um einerseits die Zugänge für alle Bevölkerungsgruppen zu ermöglichen, aber um andererseits auch Synergien zu erhöhen und für die fachübergreifende Zusammenarbeit in Sachen Gemeinwesenarbeit zu sensibilisieren. Der für Gemeinwesenarbeit erforderliche territoriale Ansatz findet sich auf 2 Ebenen, nämlich auf kleinster Ebene in den Ortsteilen und in Barsinghausen gesamt, als Kern des Gemeinwesens.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Eine Bedarfsanalyse ist erstellt, bei der mind. 50 Geflüchtete, BewohnerInnen, Ehrenamtliche einbezogen worden sind (Veranstaltung World Café) . Die Ergebnisse werden aufgegriffen u. umgesetzt, bzw. an die zuständigen (politischen) Gremien gegeben
Kriterium
Beschreibung
Mind. 20 Geflüchtete haben an der hier beantragten Maßnahme "Niedrigschwellige Stärkung der Sprach- und Alltagskompetenz" teilgenommen, ihre Dialogfähigkeit erhöht, Möglichkeiten der (sprachlichen) Kontaktaufnahme werden erhöht.
Beschreibung
Mind. drei Begegnungsräume (z.B. ein Begegnungscafé) sind auf Initiative von BewohnerInnen Barsinghausens mit Unterstützung der Koordinierungs- und Beratungsstelle initiiert worden und werden regelmäßig von BewohnerInnen durchgeführt und genutzt.
Kriterium
Beschreibung
Mind. 10 Akteure (Institutionen, Initiativen, Ehrenamtliche, BewohnerInnen) nehmen regelmäßig an Vernetzungstreffen teil. Gemeinsame Handlungsstrategien sind schriftlich vereinbart worden
Kriterium
Beschreibung
Mind. eine nachbarschaftliche Veranstaltung (z. B. Straßenflohmarkt oder Winterfest, Sommerfest, etc. ) ist an den drei Standorten der GU bis Ende des Jahres veranstaltet worden.2018 folgen mind. 2 weitere.
Beschreibung
Durch die Erstellung eines "Wegweisers" (erstellt im Rahmen der Bestandsanalyse) sind allen Bevölkerungsgruppen in Barsinghausen vorhandene Maßnahmen bekannt´.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligenzentrum Barsinghausen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Migrationsberatung für Erwachsene des DRK in der Region Hannover e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Quartiersmanagement im Rahmen des Programms "Soziale Stadt"
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
ASB Hannover Land/Schaumburg
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadtteiltreff bzw. Bürgerhaus Goethestraße
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
lokale Stiftungen wie z.B. Siegfried Lehmann Stiftung
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Barsinghausen ist bunt (Bündnis gegen Rechtsextremismus)
Typ
Stadtteil
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
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