Skip to main content

Haus der Nationen - Neumündener Begegnungszentrum

Vielfalt in Neumünden gemeinschaftlich leben

haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum2 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum3 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum5 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum6 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum7 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum8 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum9 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum10 , haus der nationen   neumuendener begegnungszentrum11

Das Projekt

Im Stadtteil Neumünden wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Anwohnern*innen implementiert. Für diese Vielfalt wurde ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmerin errichtet. In den ersten zwei Projektjahren wurden bereits in einem interaktiven Beteiligungsprozess Angebote für und mit Anwohnern*innen etabliert. In den Folgejahren wird nun im Quartier auf verschiedenen Ebenen an der Aufwertung des Viertels gearbeitet. Darauf ist auch das strategisches Ziel des Projekts mit seinen drei Unterzielen ausgerichtet und aufgebaut. 1. Das bereits in Neumünden entstandene Netzwerk soll gepflegt, genutzt und erweitert werden, die Lebenswelt Neumünden soll unter Einbeziehung der Bewohner*innen und deren Ideen aufgewertet werden. Hierzu werden verschiedene Ansätze zur Einbindung der Menschen im Quartier verfolgt, z. B. Begehungen, Straßenaktionen, gemeinsame Grillabende sowie einer Ideenschmiede. Aus den Interessen heraus sollen AG´s gebildet werden, die durch das Netzwerk unterstützt werden. 2. Durch Sensibilisierung der Anwohner*innen für „ihr Viertel“ soll der Blick auf vernachlässigte Orte fallen. Begehungen unterstützen den Prozess, die Bürger*innen werden eingebunden. Konkret sind zwei Orte zu benennen, die aufgrund von Beschwerden identifiziert werden konnten: verwildertes Areal an der Hannoverschen Straße sowie vernachlässigte Blühinseln in der Wildemannschlucht. 3. Benannte Orte sollen aus den Ideen der Bevölkerung heraus gestaltet werden. Ein starkes Netzwerk und Kooperationspartner begleiten und unterstützen. Die positiven Ergebnisse und Erfolge werden durch qualitativ hochwertigen Content über verschiedene Social Media Kanäle verbreitet. Analog folgt der Austausch über eine Stadtteilzeitung und den persönlichen Kontakt durch Teilprojekte und generations- und kulturübergreifende Begegnungsformate wie z.B. Kochabende, gemeinsame Feiern, Frauen- und Infocafés und einem offenen Treff. Das BZ wird weiter mit Leben gefüllt. Damit wird die Sozialstruktur im Stadtteil merklich verbessert und ausgeweitet. Die Kümmerin beschäftigt sich mit Organisation, Planung, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit, Social Media, Unterstützung und Aufbau von selbstorganisierten Aktivitäten der Anwohner*innen sowie der Unterstützung der Gestaltung des öffentlichen Raumes Neumünden durch Bürger*innen. In den Folgejahren werden im BZ geeignete Hilfsformen und Angebotsstrukturen initiiert, ausgebaut und optimiert. Es entsteht eine Bürgeranlaufstelle.

Ausgangslage

Hann. Münden (HMÜ) liegt im südlichen Bereich von Nds, unmittelbar an der Grenze zu Hessen, zwischen Göttingen und Kassel. Obwohl die Lage eine gute Verkehrsanbindung bietet, ist die soziale Infrastruktur in HMÜ unzureichend. Dies zeigt sich bspw. an der Abwanderung der Jungen in die nahen größeren Städte. Neben einer hohen Jugendarbeitslosigkeit ist auch der Anteil der Menschen mit Migrationshintergrund (MHG) mit ca. 17,4% und im Innenstadtbereich mit mehr als 35% überdurchschnittlich hoch. Im Stadtteil Neumünden liegt der Anteil von Personen mit MHG mit ca. 20% der Gesamtbevölkerung deutlich über dem Landes- und Kreisdurchschnitt. Die Stadt Hann. Münden bewirbt sich ebenfalls um die Ausschreibung "Gute Nachbarschaft", wobei die Projekte verschiedene Ansätze verfolgen. Das BZ und die Stadt stehen im Dialog miteinander. In Neumünden hat die Zusammenarbeit mit der Stadt Hann. Münden durch den Einsatz einer Sanierungsmanagerin (entstanden durch Energieagentur GÖ) in Kooperation mit weiteren Stellen begonnen. In den letzten Jahren wurde eine Vielzahl von Geflüchteten in HMÜ und Umgebung untergebracht. Insbesondere Neumünden hat mit der Wohnanlage für Geflüchtete im Haus der Nationen multinationalen Zuwachs bekommen. Überproportional viele Bürger sind auf staatl. Hilfsleistungen bzw. die Grundsicherung nach dem SGB II angewiesen. Dies zeigt, dass in Neumünden besonders viele sozial schwache Familien mit und ohne MHG leben. Daraus resultiert der Ruf als unattraktiver Stadtteil. Insgesamt kann kaum von einer gewachsenen Gemeinschaft gesprochen werden, dem Stadtteil fehlt Verbundenheit und eine Bürgeranlaufstelle für die Belange und Probleme der Menschen, die hier leben.

Ansatz und Methodik

Ziel ist, den Stadtteil Neumünden aufzuwerten und den Bewohner*innen Stimme und Raum zu geben, sich an der Erarbeitung der Gestaltung zu beteiligen und selber aktiv zu werden. Hierzu werden Ansprache und Information der Bürger*innen durch eine "Kümmerin" übernommen, der Austausch wird gefördert und Menschen aktiviert sich im Stadtteilentwicklungsprozess einzubringen und Teil zu werden. Die Geschichte des Stadtteils wird mit einbezogen und Identität mit Neumünden wird geschaffen. Hiermit ist eine aktive Belebung des Begegnungszentrums verknüpft, weiterhin wird das Wirken des Begegnungszentrums im Haus der Nationen ausgebaut. Bürgernahe kultursensible Angebote und Veranstaltungsformate für alle Generationen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Bei der Erfüllung dieser Ziele ist die Einbeziehung der Betroffenen zentral, wie das Motto „Vielfalt in Neumünden gemeinschaftlich leben“ verdeutlicht. Im Begegnungszentrum soll die „Kümmerin/Gastgeberin“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme/Phänomene in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das Begegnungszentrum leistet auch Hilfestellungen für Selbstorganisationen und unterstützt bei Vereinsgründungen. Der Stadtteil wird mit Hilfe des BZ bzw. der „Kümmerin“ aufgewertet, die Gemeinschaft wird gefördert und die soziale Benachteiligung verringert.