1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christina Hammer
| Funktion | Sozialplanerin |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Gemeinwesenarbeit für alle unter einem Dach!
Projektbeschreibung
Das Teilprojekt verfolgt das Ziel, das Stadtteilbüro Leineberg (STB-LB) als Anlauf- und Begegnungsstelle für die Bewohner*innen des Quartiers bekannter zu machen, nachhaltig zu sichern und als Ankerort für Gemeinschaft, Teilhabe und Integration zu etablieren. Die Entwicklung und Umsetzung dieser Ziele erfolgt im engen Austausch mit dem Teilprojekt des Nachbarschaftszentrums Holtenser Berg (NBZ-HB), das in einer vergleichbaren Ausgangslage agiert. Durch den kontinuierlichen Austausch und Wissenstransfer zur Umsetzung und den Entwicklungen in den Teilprojekten sollen weitere Synergien gehoben werden. Dieses Ziel wird durch drei Unterziele erreicht, die Integration von Migrant*innen wird als Querschnittsaufgabe bei allen Unterzielen zentral mit bedacht und durch die Vernetzung und Beteiligung von Migrantenselbstorganisationen, Religionsgemeinschaften u. a. bearbeitet. Unterziel 1: Stärkung demokratischer Strukturen zum Abbau von Politikverdrossenheit und dem Erstarken rechtsextremer Parteien. Die Bewohner*innen des Leinebergs sollen aktiviert werden, sich für demokratische Werte einzusetzen und werden unterstützt in der Umsetzung geeigneter Formate. Bspw. soll die demokratische Parteien-Präsenz im Quartier erhöht und geeignete Gesprächsformen über politische Themen geschaffen werden. Unterziel 2: Stärkung des subjektiven Sicherheitsempfindens und Förderung der Kriminalprävention. Hierzu sollen bestehende Ängste ermittelt, mit Hilfe von Polizei und Kriminalstatistiken transparent dargestellt und Lösungen auf baulicher oder sozialer Ebene gefunden werden. Ein besonderes Augenmerk wird auf die Unterstützung von Frauen gelegt. Unterziel 3: Entwicklung einer konsolidierten Finanzierung der Gemeinwesenarbeit. Jeder Aufbau einer stabilen Gemeinschaft erfordert Kontinuität, Ausdauer und die ständige Fortführung des Dialoges. Dies kann nur über eine solide und nachhaltige Finanzierung von Gemeinwesenarbeit sichergestellt werden. Als eigenständige Nachbarschaftsvereine ohne größeren Träger im Hintergrund und weitere Einnahmenquellen stehen beide Nachbarschaftsvereine Leineberg und Holtenser Berg vor ähnlichen strukturellen und finanziellen Herausforderungen. In Zusammenarbeit mit der Stadt Göttingen, weiteren Trägern der GWA und weiteren Akteuren soll eine Finanzierungsstrategie für die GWA und die Stadtteileinrichtungen entwickelt werden. Auch soll als bisher noch nicht erschlossene Säule der Finanzierung die lokale Wirtschaft einbezogen werden.
Laufzeit
2025-09-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Das Stadtteilbüro Leineberg ist seit 2009 in dem Quartier mit ca. 2.800 Einwohner*innen aktiv. Träger des Stadtteilbüros ist der Nachbarschaftsverein Leineberg e.V. mit knapp 80 Mitgliedern, die überwiegend auf dem Leineberg leben. Größte Vermieterin ist die Städtische Wohnungsbau GmbH, neben einigen Eigenheimen ist der Leineberg geprägt von Wohnblöcken. Es leben noch immer viele Erstbezieher*innen aus der Bauzeit in den 1960er und 1970er Jahren im Quartier, die eine starke Bindung an den Leineberg haben. Ein Gemeinschaftsgefühl ist vorhanden und wurde durch die Arbeit des Stadtteilbüros erhöht. Der Anteil an Menschen mit Migrationshintergrund im Quartier ist in den letzten Jahren gestiegen, gleichzeitig wird diese Bevölkerungsgruppe bisher durch die Angebote des Stadtteilbüros kaum erreicht. Die Wahlergebnisse deuten mit einem erhöhten Anteil von AFD Wähler*innen im Vergleich zur Stadt Göttingen auf eine Verunsicherung und das Gefühls des Abgehängtseins hin, das auch in Gesprächen immer wieder thematisiert wird. Viele Menschen verlassen insbesondere bei Dunkelheit ungern das Haus und fühlen sich zunehmend unsicher. Gleichzeitig steht das Stadtteilbüro und somit auch die GWA vor großen Herausforderungen. Die Arbeit des Stadtteilbüros ist durch seine Finanzierung (Sockelförderung durch die Stadt Göttingen, Spenden, Projektmittel) von finanzieller Unsicherheit geprägt. Es werden mehr projektunabhängige Mittel benötigt, um Kontinuität zu gewährleisten.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Stadt Göttingen
Beschreibung
Das Quartier Leineberg liegt im südwestlichen Stadtgebiet von Göttingen zwischen dem südlichen Bahnbogen und der Leine deutlich abgegrenzt und ist im Osten über die Weserstraße als Hauptverkehrsader zu erreichen.
Einwohnerzahl
2959
Quelle / Anmerkungen
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Begründung Programmgebiet
nein
Merkmale
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
14
Gesamtstadt in Prozent
12
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
18
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
30
Gesamtstadt in Prozent
26
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
2
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
10
Gesamtstadt in Prozent
10
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 30.06.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
6
Gesamtstadt in Prozent
3
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 31.12.2023
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
17
Gesamtstadt in Prozent
20
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
42
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 31.12.2023
Projektgebiet in Prozent
24
Gesamtstadt in Prozent
21
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Stadt Göttingen Referat 06 Statistik und Wahlen 31.12.2023
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt den Ansatz der GWA. Ziel des Projektes ist es, die Bewohner*innen des Leinebergs für die genannten Themen zu aktivieren. Es soll nicht FÜR die Bewohner*innen arbeiten, sondern mit ihnen. Die Förderung der Selbstorganisation und die Einrichtung von themenbezogenen Arbeitsgruppen stehen im Mittelpunkt. Die Bewohner*innen des Leinebergs, ihre Bedarfe und Anliegen sind Ausgangspunkte der Arbeit, die gestärkt und unterstützt werden soll. Dadurch wird das Gefühl der Selbstwirksamkeit sowie das Gemeinschaftsgefühl erhöht und gleichzeitig die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert. Es versteht sich als Teil des Netzwerkes der anderen im Quartier aktiven Einrichtungen und legt einen besonderen Wert auf die kooperative Zusammenarbeit. Das Stadtteilbüro Leineberg ist Teil des Netzwerkes der Nachbarschafts- und Quartierszentren in Göttingen und in seiner Arbeit dem gemeinsam Leitbild der Göttinger Quartiere verpflichtet. Teil des Leitbildes sind die Prinzipien der GWA in der Stadt Göttingen, die sich an den von der LAG Soziale Brennpunkte formulierten Qualitätsstandards der GWA anlehnen.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wir befassen uns mit den Themen, die die Bewohner*innen beschäftigen. Dies können wir daran sehen, dass unsere Angebote gut angenommen werden und die Menschen bereit sind, sich zu engagieren.
Kriterium
Beschreibung
Wir unterstützen Leineberger*innen darin, Gleichgesinnte und Partner*innen für ihre Anliegen zu finden und stellen Mittel und Räume zur Verfügung, ggf. unterstützen wir bei der Akquise externer Mittel.
Kriterium
Beschreibung
Dieser Qualitätsstandard ist erreicht, wenn wir mit unserer Arbeit Menschen unterschiedlicher Zielgruppen erreichen und diese nicht nur in separaten Gruppen agieren, sondern gemeinsam.
Beschreibung
Wir führen Angebote und Veranstaltungen gemeinsam mit anderen Partner*innen durch. Wir tauschen uns regelmäßig aus und aktivieren Kooperationspartner*innen, die uns langfristig unterstützen.
Kriterium
Beschreibung
Wir bringen Nachbar*innen zusammen. Auch über die Treffen im Stadtteilbüro hinaus entstehen Netzwerke zwischen Nachbar*innen und sie unterstützen sich gegenseitig.
Beschreibung
Wir verstehen uns als Teil der gesamten Stadt und sind über den Leineberg hinaus vernetzt.
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Das Stadtteilbüro Leineberg ist eine Anlauf- und Begegnungsstelle für die Bewohner*innen des Leinebergs. Aktuell arbeitet hier eine Mitarbeiterin, die erste Ansprechpartnerin für die Leineberger*innen ist. Arbeitsthemen der letzten Jahre waren z. B. eine gute Versorgung im Alter, der Generationenwechsel und der Abbau von Vorurteilen gegenüber im Stadtteil inhaftierten Jugendlichen im Offenen Vollzug. Träger des Stadtteilbüros ist der Nachbarschaftsverein Leineberg. Die Mitgliederschaft besteht hauptsächlich aus Privatpersonen (und einigen wenigen Institutionen, u. a. der Städtischen Wohnungsbau GmbH als größter Vermieterin). Die Angebote des Stadtteilbüros sind jedoch unabhängig von der Mitgliedschaft für alle Bewohner*innen offen.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Stadt Göttingen - Senioren- und Pflegstützpunkte
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Fachdienste Verkehr, Ordnung, Geoservice, Grünflächen
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Thomasgemeinde Diakonieverband Göttingen-Münden
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Einkaufszentrum Leineberg: Nahkauf, Kiosk, Inhaber des Zentrums
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Jugendanstalt Hameln, Abteilung Offener Vollzug Göttingen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Informelle Vernetzung und anlassbezogene Gespräche mit einzelnen Politiker*innen oder Ratsfraktionen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Unterstützung und Zusammenarbeit mit diversen Bewohner*innen aus dem Quartier (Einzelpersonen und Gruppen)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Finanzierung siehe Hauptantrag - Göttinger Quartiere - Gute Nachbarschaft in Göttingen, intelligent finanziert
Beantragte Fördersumme: 358.689,85 €
Eigenanteil finanziell: 83.725 €
Eigenanteil Leistung: 35.838,28 €
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On