1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Christine Trenkamp
2. Kurzbeschreibung
Guck mal wer hier noch so lebt!
Projektbeschreibung
Wir planen Nachbarschaftskontakte herzustellen, um Anonymität und Vorurteile zwischen den BewohnerInnen einer Straße vor allem unterschiedlicher Kulturen abzubauen. Auch Ängste vor dem "Fremden" sollen reduziert werden. Ziel ist die Demokratieförderung und der Abbau von Diskriminierung.
Umsetzen möchten wir dies in Form von Speed Datings. Wir fahren zu vorher bekannt gegebenen Terminen bestimmte Straßen mit einem Lasten-Rad an und bauen dort Tische und Stühle für ein Speed-Dating auf. Die Nachbarn und Anwohner der Umgebung können dann herkommen und tatsächlich in einem Speed-Dating-Verfahren die anderen Teilnehmenden kennenlernen. Wir unterstützen bei der Gesprächsführung über Themenkarten. Für Kinder und Jugendliche wollen wir erlebnispädagogische Angebote und Spiele bereitstellen, die auch von den Erwachsenen genutzt werden können. Das Ganze soll locker und niedrigschwellig ablaufen. Daneben möchten wir weitere Veranstaltungen im Mehrgenerationenhaus des IGEL e.V. anbieten, die auch politische Vertreter und Mitarbeiter der Verwaltung integrieren. Geplant sind regelmäßige "Quartier-Grillen" und Speed-Dating mit den MdB, Regionalpolitikern oder anderen regionalen Größen.
Vor allem durch unsere Veranstaltungen in den Nachbarschaften im Quartier wollen wir möglichst alle Anwohner, auch immobile Personen erreichen. Wir schaffen neue Begegnungsorte direkt vor der Haustür. Mit der Durchführung bieten wir Austausch- und Kennenlernmöglichkeiten, fördern das Verständnis füreinander, Begegnung und Zusammenhalt. Wir stärken durch die sozialen Kontakte das Wohlbefinden und verringern die gesundheitlichen Gefahren, die mit Einsamkeit einhergehen.
Daneben nehmen wir das Gesamtpaket IGEL e.V. (Interessengemeinschaft Gesundes Leben) mit all seinen Inhalten, von Patientinnenstelle, über Gesundheitsladen, Krebsberatung und Selbsthilfe mit und tragen die Themen in die Nachbarschaften.
Unsere Erfahrungen zeigen außerdem, dass eine größere Resonanz auf Veranstaltungen erfolgt, wenn diese kulinarisch untermalt werden, deshalb sollen auch beim Speed-Dating alkoholfreie Getränke und Snacks gereicht werden. Hier legen wir Wert auf gesunde und kindgerechte Ernährung.
Laufzeit
2026-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Umfragen eines ehemaligen Gemeinwesenprojektes ergaben, dass sich ein großer Teil der örtlichen Bevölkerung vermehrt einsam fühlt und aufgrund eingeschränkter Mobilität nicht an Veranstaltungen teilnehmen können. Diesen kommen wir durch das örtliche Wandern in die Nachbarschaften entgegen.
Außerdem zeigt sich, dass sich die politische Lage in der Samtgemeinde Barnstorf zuspitzt und Migranten immer häufiger zum Ziel rassistischer und anders diskriminierender Äußerungen werden. Gerade im Fachbereich der Migrations- und IntegrationsKoordination erfahren wir immer öfter von Menschen, die Opfer diskriminierender Gewalt werden. Auch die Ergebnisse der letzten Bundestagswahl in der Region sind besorgniserregend und führen zur Notwendigkeit von demokratiefördernden Veranstaltungen, da knapp jeder Vierte eine nicht demokratische Partei wählte.
5. Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Samtgemeinde Barnstorf - Flecken Barnstorf
Beschreibung
Unser Projekt findet im Flecken Barnstorf (52,35qkm), damit im Kern der Samtgemeinde statt. Weitere ländlichere Ortsteile werden nicht mit berücksichtigt, da das Gro der Migranten im Flecken lebt. Eine Unterkunft, in der viele Geflüchtete leben befindet sich außerhalb des Flecken, in einem wirtschaftlich geprägten Gebiet. Dieses stellt eine Ausnahme dar, um ansässige Firmen und deren Mitarbeiter zu erreichen.
Einwohnerzahl
6700
Quelle / Anmerkungen
urbistat.com
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
13
Sonstige in Prozent
11
Anmerkung
Quelle ist der Migrationsbericht des Landkreises Diepholz. In der Samtgemeinde leben laut dem Bericht 2022/23 13,7 % Menschen mit Migrationshintergrund, im Landkreis Ende 2023 laut LSN-Statistik 11,32 %.
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
7
Anmerkung
Ende 2023 leben im Landkreis laut LSN-Statistik 6,92% Menschen, die Transferleistungen bezogen.
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
kartenausschnitt_-_flecken_barnstorf.png
(2.61 MB)
karte_-_samtgemeinde_barnstorf.png
(931.87 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Mit unserem Projekt verfolgen wir die Verbesserung der immateriellen Bedingungen im Flecken Barnstorf. Wir bringen immer wieder Menschen aus bestimmten Straßenzügen zusammen. Damit fördern wir das Kennenlernen untereinander und damit soziale Beziehungen. Mit der zugehenden Projektgestaltung erreichen wir deutlich mehr Menschen, alle Nachbarn erhalten Zugang zum Geschehen und können diesem kaum ausweichen, da es "vor der Haustür" stattfindet. Wir erwarten Menschen verschiedenster politischer Einstellungen und Kulturen anzutreffen und so auch demokratiefördernd tätig zu sein. Wir geben allen Menschen die Möglichkeit sich in einer neutralen Atmosphäre auszutauschen und neue, positive Erfahrungen mit dem "Fremden" zu sammeln. Darüber erwarten wir auch die Bildung neuer Netzwerke durch die Teilnehmenden selbst. Ob Hilfestellungen im kleinen Rahmen, die Gründung von Gruppenangeboten oder regelmäßige von der Nachbarschaft organisierte Straßenfeste, seine Nachbarn zu kennen und zu schätzen bieten Vorteile für alle Generationen. Dabei suchen wir vor allen Straßenzüge auf, die benachteiligt sind und bieten über Veranstaltungen direkt im IGEL e.V. weitere Kontaktmöglichkeiten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Wenn wir feststellen, das in den Straßenzügen keine "Ghettobildung" herrscht und die kulturellen Gruppen auch untereinander ein gutes Verhältnis haben.
Kriterium
Beschreibung
Erreicht, wenn die Nachbarschaften das Angebot nutzen und selbstständig Nachbarschaftstreffs wiederholen oder sich anderweitig unterstützen.
Beschreibung
Wenn alle Ethnien das angebot nutzen.
Beschreibung
Wir sind bereits gut vernetzt, im Rahmen dieses Projektes erreicht, wenn wir gute Kontakte zu den Nachbarschaften herstellen und andere Interessierte hinzukommen und mitarbeiten möchten.
Vorhandene Strukturen
Der IGEL e.V. ist bereits Träger verschiedenster Fachbereiche (Krebsberatung, Selbsthilfekontaktstelle, Krippe, Seniorenservicebüro, Lokales Bündnis für Familie, Migrations- & IntegrationsKoordination (MIK), Freiwilligenagentur (FAB) und Mehrgenerationenhaus (MGH)), vor allem in den drei antragstellenden Fachbereichen (MIK,FAB,MGH) betreiben wir eine umfangreiche Gemeinwesenarbeit, die wir stetig weiter ausbauen. Dabei arbeiten die einzelnen Fachbereiche zusammen, um Synergieeffekte zu nutzen und Doppelstrukturen zu vermeiden. Wir sind 6 hauptamtlich tätige Personen (auch Teilzeitbeschäftigte) und arbeiten mit bis zu 80 ehrenamtlichen Personen zusammen. Die freiwillige Unterstützung kennt dabei kaum Grenzen, ob Unterstützung im Bereich der Integration, der Kinderbetreuung, Lernförderungen aller Generationen, Freizeitgestaltung, Beratungsangebote, Hilfe zur Selbsthilfe oder anderes, ohne die freiwilligen Helfer könnten wir kaum eine so breit aufgestellte Gemeinwesenarbeit leisten.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Freiwilligenagentur Barnstorf - IGEL e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
MIK - Migrations- & IntegrationsKoordination im IGEL e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Bürgermeister & Ratsmitglider der Samtgemeinde Barnstorf, MdB, MdL usw.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Gesundheitsladen IGEL e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Wirtschaftsbetriebe des Gewerbegebietes in Eydelstedt am Rande des Flecken (Ausweitung des Quartiers)
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Wir planen das Projekt auch nach den 3 Jahren der Förderung im Rahmen der bereits bestehenden Gemeinwesenarbeit des Mehrgenerationenhauses, der Freiwilligenagentur und der Migrations- & IntegrationsKoordination weiterzuführen. Durch die Zusammenarbeit der drei Fachbereiche mit der Kommune ist auch die Einbindung in kommunale Strukturen garantiert. Dennoch werden wir auch nach den 3 Jahren versuchen Mittel für das Projekt zu akquirieren, um den Umfang aufrecht erhalten zu können.
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On