1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stefan Wessels
| Funktion | Geschftsführer |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Mit Bewegung Teamgeist ins Quartier bringen
Projektbeschreibung
Unser Projekt setzt im Osnabrücker Schinkel an einem erhöhten Bedarf an Sport, Bewegung & Begegnung an. Individuelle & strukturelle Hürden wie mangelnde Sportanlagen, familiäre Belastungen, kulturelle Barrieren & exklusive Bewegungsangebote erschweren es den Bewohnenden aktiv zu werden.
Diese Herausforderung gehen wir an & nutzen gleichzeitig Sport als Werkzeug zur Stärkung der Teilhabe & des sozialen Zusammenhalts, indem wir niedrigschwellige Angebote auf zumeist ungenutzten Freiflächen im Quartier (z. B. Spielplatz in der Schützenstraße, Bolzplatz am Jeggener Weg) etablieren. Ergänzend verbessern wir durch gezielte Kooperationen den Zugang zu Sportanlagen & -vereinen im Quartiersumland. So integrieren wir Bewegung in den Alltag aller Menschen & öffnen so Zugänge.
Neben der Förderung der Gesundheit & des sozialen Miteinanders kommen wir über die Bewegungsangebote mit den Bewohnenden ins Gespräch & erreichen Menschen, die im Quartier bisher nur schwer erreicht wurden. Wir holen die Menschen dort ab, wo sie sich aufhalten & nutzen Möglichkeiten wie z.B. Evakuierungen durch Bombenentschärfungen, um sie gezielt über Bewegungsangebote zu erreichen. Sport & Bewegung werden so zum Türöffner in das Gesamtquartier.
Durch eine systematische Vernetzung (u.a. mit lokalen Grundschulen, Kitas, Kirchen, Moscheen, dem Familienzentrum Heinz-Fitschen-Haus, der angrenzenden Gesamtschule, umliegenden Sportvereinen) bauen wir dazu enge, ressortübergreifende Partnerschaften auf. Das Stadtteilbüro im Schinkel fungiert als unsere Anlaufstelle für Netzwerktreffen & Beratungen, wodurch wir direkt in die vorhandene Gemeinwesenarbeit eingebunden sind.
Das Projekt ist als Modellvorhaben angelegt, um übertragbare Strukturen zu schaffen. Gemeinsam mit der städtischen Quartierskoordination entwickeln wir eine Strategie, um Sport als festen Bestandteil in den Plan der Quartiersarbeit einzubinden.
Unsere sportfachlichen Kompetenzen & Erfahrungen aus der Bewegungsförderung sowie der lokalen & überregionalen Netzwerkarbeit (u.a. mit dem LSB Niedersachsen, der bundesweiten Initiative „Sport vernetzt“, Krankenkassen & Stiftungen) wollen wir durch die Förderung mit einer Professionalisierung in der Gemeinwesenarbeit kombinieren. So etablieren wir eine inklusive Sport- und Freizeitlandschaft, die auf die erkannten Bedürfnisse im Quartier abgestimmt ist & über ressortübergreifende Zusammenarbeit die Menschen ganzheitlich erreicht – für mehr Gesundheit, Gemeinschaft & Chancengerechtigkeit.
Laufzeit
2025-07-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Die Stadt OS hat bei ihrer Quartiersarbeit einen Mangel an Bewegung & Sport festgestellt – besonders im Schinkel, dem größtem, dicht besiedelsten, jüngsten & diversesten Stadtteil.
Viele Bewohnende sind hier von Armut betroffen, leben beengt & haben kaum Zugang zu Begegnungsräumen (durch Ressourcenmangel, Sprachbarrieren, begrenzte Mobilität, Stigmatisierungsangst). Dies führt zu Isolation, fehlenden Netzwerken, Mangel an Resonanzerfahrungen & Schwierigkeiten in der Aneignung kultureller Ressourcen.
Im Quartier berichten Erzieher:innen von mangelnden konstanten Bezugspersonen für Kinder. Freizeit wird durch Medienkonsum zuhause bestimmt. Erwachsene nehmen klassische Bildungs- und Beratungsangebote durch sprachl. Barrieren & Unsicherheiten selten wahr. Überlastete Bildungsinstitutionen können die Probleme alleine kaum auffangen.
Zudem fehlen Sportanlagen (2 kleine Sporthallen, kein Sportplatz). Es braucht flexible, kreative Multiplikator:innen, um mit Bewegungsangeboten auf Bolz- & Spielplätzen Zugänge zu schaffen & Freiflächen zu beleben.
Diese Herausforderungen erfordern profess. Unterstützung & ressortübergreif. Zusammenarbeit, um Bewegung als Mittel zur gesellschaftlichen Teilhabe zu nutzen. Erste Vernetzungen zeigen Interesse an Kooperation & die Notwendigkeit ehren- & hauptamtl. Strukturen zu verbinden. Auch fehlen Daten zu Wünschen & Hürden bei der Angebotsnutzung.
Das QM kann den Bedarf mangels Ressourcen & sportfachl. Expertise nicht decken. Wir schließen diese Lücke mit einer vermittelnden Instanz, die auf die Bewohnenden zugeht, Bedürfnisse wahrnimmt & tragfähige Netzwerke zwischen Institutionen & der Bewohnerschaft über den Sport schafft.
5. Schwerpunkte
Handlungsfelder
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück Schinkel
Beschreibung
Das Fördergebiet des Projekts "Sport vernetzt im Schinkel" umfasst den Stadtteil Schinkel in Osnabrück. Die Grenzen des Projektgebiets werden im Westen durch die Bahnschienen (vom Hauptbahnhof kommend), im Norden durch die Bremer Straße, im Osten durch Weberstraße und im Süden durch die Mindener Straße/ Buersche Straße gebildet. Diese räumliche Abgrenzung umschließt das Kerngebiet vom Schinkel, in dem sich die Problemlagen vor Ort am stärksten ballen und ergänzt das Sanierungsgebiet „Sozialer Zusammenhalt“ um seine Randräume. Dieser räumliche Fokus ermöglicht es, gezielt auf die Bedürfnisse und Herausforderungen der Bewohnerinnen und Bewohner dieses spezifischen Quartiers einzugehen. Innerhalb dieser Grenzen erstreckt sich das Projekt über eine vielfältige urbane Landschaft, die Wohngebiete, Bildungseinrichtungen sowie soziale und gesundheitliche Einrichtungen umfasst. Die Definition des Fördergebietes entlang der Hauptverkehrsadern erleichtert nicht nur die geografische Orientierung, sondern spiegelt so auch die Lebenswirklichkeit der Quartiersbewohner wider, indem es deren alltägliche Bewegungsräume und soziale Interaktionsfelder berücksichtigt. Zudem verdeutlicht es die bestehenden Herausforderungen rund um den Mangel an Bewegungsräumen und die Bedeutung der Beziehungen ins Umland, insbesondere zum Gebiet Schinkel-Ost, weshalb zusätzlich zum Kerngebiet die Räume der Gesamtschule und die Sportanlagen von BW Schinkel, VfB Schinkel und der TSG Burg Gretesch als Handlungsräume des Quartiers ergänzt werden.
Durch diese gezielte räumliche Fokussierung inkl. der Ergänzung zentraler Akteure im Umland kann das Projekt "Sport vernetzt" effektiv zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts, zur Gesundheitsförderung und zur Bildungsförderung im Schinkel beitragen und damit einen nachhaltigen positiven Einfluss auf das gesamte Quartier ausüben. So wollen wir dem erhöhten Aufmerksamkeitsbedarf des Schinkels gerecht werden.
Einwohnerzahl
14700
Quelle / Anmerkungen
https://de.wikipedia.org/wiki/Schinkel_(Osnabr%C3%BCck)
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
On
Begründung Programmgebiet
Das Quartiersmanagement hat im Rahmen seiner Arbeit erfasst, dass es im Quartier einen Bedarf an Bewegung- und Sportmöglichkeiten gibt, kann diesen Arbeitsfeld allerdings nicht ausreichend Ressourcen und Expertise gegenüberstellen. Das Projekt setzt an diesem Punkt an, indem es diese Lücke schließt und für dieses spezielle Themenfeld Expertise und Erfahrung in der Entwicklung von Bewegungsangeboten einbringt. Diese ist von besonderer Bedeutung, da durch die heterogene, multikulturelle Bewohnendenschaft besondere Anforderungen an die Gestaltung von Begegnungs- und Freizeitangeboten bestehen, damit diese vor Ort angenommen werden und umsetzbar sind. Durch das Projekt „Sport vernetzt“ wird ermöglicht, die Chancen des Bereichs Sport und Bewegung zur Stärkung des Zusammenhalts im Quartier gezielt in den Blick zu nehmen und gleichzeitig den besonderen Herausforderungen dieses Themenfeldes im Quartier Schinkel gerecht zu werden.
So fördert das Projekt auch eine Anbindung des Quartiers an die Randgebiete (insbesondere Schinkel Ost). Diese übergreifende Perspektive ist entscheidend, da vor Ort kaum Bewegungsakteure aktiv sind und ein starker Mangel an Bewegungsräumen besteht, die eine Implementierung von Bewegungsangeboten behindern.
Diese Arbeit mit thematischer Fokussierung auf Bewegung und Freizeitgestaltung leistet das Projekt ergänzend zum Quartiersmanagement. Es stellt sicher, dass kein Kind und keine Familie aufgrund finanzieller und räumlicher Knappheiten ausgeschlossen wird und die Potenziale von Sport und Bewegung damit für sie ungenutzt bleiben.
Zudem kann das Projekt dabei als Pilotprojekt wirken, indem Erkenntnisse und Erfahrungen gesammelt werden, inwieweit Sport, Bewegung und Freizeit in der Quartiersarbeit mitgedacht werden können. Ergänzt wird das Erfahrungsfeld dabei stetig dadurch, dass im Projekt verschiedene (überregionale) Netzwerke und Akteure mit ihren Expertisen aus den Bereichen Sport, Soziales und Gesundheit zusammenlaufen.
Merkmale
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
59
Gesamtstadt in Prozent
34
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der kommunalen Statistikstelle der Stadt Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
13
Gesamtstadt in Prozent
14
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der kommunalen Statistikstelle der Stadt Osnabrück
Merkmal
Projektgebiet in Prozent
18
Gesamtstadt in Prozent
35
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der kommunalen Statistikstelle der Stadt Osnabrück
Projektgebiet in Prozent
35
Gesamtstadt in Prozent
4
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Daten der kommunalen Statistikstelle der Stadt Osnabrück
Prägung
Unterlagen zum Gebiet
2025_03_18_gwa_antrag_karte.jpg
(356.65 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Projekt verfolgt einen gemeinwesenorient. Ansatz, indem es Sport & Bewegung als verbindendes Element zur Stärkung des soz. Zusammenhalts nutzt. In enger Zsm.-arbeit mit dem vorhandenen QM im Schinkel werden Zugänge & Synergien geschaffen, um nachh. Strukturen im Quartier zu etablieren & die Projektarbeit mit der gesamtstrategischen Entw. des Quartiers kontinuierlich abzustimmen. Zentr. Bestandteil ist dabei die Etablierung v. Netzwerkstrukturen im Bereich Sport & Bewegung. Die Koordinatorin fungiert als Anlaufstelle, um diese zu fördern, Freizeitangebote zu optimieren & soz. Integration zu erleichtern. Durch Netzwerktreffen, Veranstaltungen & Bildungsangebote wird die Kooperation zw. Schulen, Kitas, Vereinen & soz. Einrichtungen gefördert.
Wir stärken die Verbindung von GWA & Sozialraumorientierung, indem wir die Bedürfnisse im Quartier erfassen & die Bewohnenden aktiv in die Gestaltung passender Angebote einbinden.
„Sport vernetzt“ folgt dem Prinzip der GWA, indem es die aktive Beteiligung der Bewohnenden fördert. Sie werden ermutigt, Sportangebote mitzugestalten, wodurch sie Identifikation mit dem Quartier & kollektives Empowerment erfahren. Sport schafft Begegnungsräume, fördert soz. Netzwerke & intensiviert den interkult. Austausch.
Das Projekt nutzt Sport als niederschwelligen Zugang, um Menschen zu aktivieren & Bewegung in den Alltag zu integrieren. So werden soz. Barrieren abgebaut, das Gemeinschaftsgefühl gestärkt & die Lebensqualität im Quartier verbessert.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Eine interdisziplinäre Zusammenarbeit der vielfältigen Organisationen in handlungsfähigen Netzwerkrunden und im Umgang mit Ressourcenmangel, Handlungsgrenzen & übergreifenden Problemfeldern sind die Grundlage zur Bearbeitung der Bedarfe vor Ort.
Beschreibung
Regelmäßiger Austausch und konkrete Formen der Zusammenarbeit vielfältiger lokaler Akteure für eine bessere Erreichbarkeit der Zielgruppe und zur gezielteren und nachhaltigen Nutzung von Ressourcen sind etablierte Grundlage der Projektarbeit
Kriterium
Beschreibung
Durch institutionsübergreifende Zusammenarbeit werden Lücken in der Bewegungs- und Sportinfrastruktur kompensiert, indem vorhandene Räume effektiver genutzt, unbekannte (Multifunktions-)Räume erschlossen oder Wege zu entfernteren Räumen erschlossen werden
Kriterium
Vorhandene Strukturen
Im Stadtteil Schinkel ist das etablierte QM im Rahmen des Programms „Sozialer Zusammenhalt“ aktiv. Es fördert soziale Teilhabe, Vernetzung lokaler Akteure & vertritt die Bedarfe des Quartiers auf kommunaler Ebene, besonders im Kernbereich des Sanierungsgebiets. Das QM fokussiert sich auf die städtebauliche und soziale Aufwertung des Sanierungsgebiets.
Das Projekt „Sport vernetzt“ ergänzt diese Strukturen, indem es die Brücke zwischen dem Sanierungsgebiet & dem Gesamtquartier schlägt. Während das QM breit angelegte soz. Entw.-prozesse steuert, setzt „Sport vernetzt“ auf Sport & Bewegung als Mittel zur soz. Integration. Dieser Ansatz ermöglicht die schnelle & konkrete Schaffung niedrigschwelliger Angebote, die besonders die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und deren Familien adressieren.
Durch die enge Zsm.-arbeit mit dem QM stellt das Projekt sicher, dass die Maßnahmen in die gesamtstrategische Entwicklung des Quartiers eingebunden sind. Zudem besteht ein Austausch mit der städtischen Koordinierungsstelle für Quartiersentwicklung in Osnabrück & Daniel Lindholz, der wertvolle Erfahrungen aus dem Johannesquartier einbringt.
Das Projekt nutzt vorhandene Strukturen & erweitert diese durch sportliche Aktivitäten, um die Vernetzung zwischen Bildungseinrichtungen, sozialen Trägern und Bewohnenden zu stärken. Es schließt aktiv die Lücke zu Gruppen, die bisher schwer ins Quartiersleben integriert wurden, & schafft mit flexibleren Handlungsmöglichkeiten alternative Zugangswege.
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur
Akteur (Freitext)
Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, Sachgebiet Bürgerbeteiligung, Freiwilligenengagement und Senioren, Strategische Konzeptentwicklung Quartiersarbeit
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kath. Heilig Kreuz Gemeinde
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
HHO Nachbarschaftstreffpunkt
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Zur Finanzierung setzen wir auf vielfältige Förderquellen: Für 2025 wurden 12.000 € von LSB Niedersachsen & SSB Osnabrück bewilligt. Auch die AOK („Gesundheit im Quartier“), die „Brückenpfeiler“ und die Niedersächsische Lotto-Sport-Stiftung zeigen Interesse an einer Zusammenarbeit. Ergänzt wird dies durch Sponsoring & Kooperationen mit lokaler Wirtschaft. Unternehmen & Stiftungen sollen uns mit Sachleistungen, finanziellen Mitteln und Expertise unterstützen, um „Sport vernetzt“ zu etablieren.
11. Medien
Galerie
Videos
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13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On