Skip to main content

2 Wir für den Leineberg

Gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken

20240817 142458 , img 20250630 wa0015 , img 20241213 150648 , 2026 03 veranstaltungskalender maerz , kartenausschnitt stadtteil leineberg 1

Das Projekt

Auf dem Leineberg befindet sich das Stadtteilbüro Leineberg als Anlaufstelle für die Bewohner*innen des Quartiers. Das Stadtteilbüro hat ein festes Programm etabliert, allerdings können jüngere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund nur vereinzelt erreicht werden. Der Trägeverein erhält eine Sockelfinanzierung von der Stadt Göttingen, mit der allein aber der Betrieb des Stadtteilbüros nicht aufrechterhalten werden kann. Die Zielebenen des Projekts sind 1.) Das Erreichen jüngerer Menschen und Familien 2.) Das Erreichen von Menschen mit Migrationshintergrund 3.) Die Sicherung der Finanzierung Um jüngere Menschen und Menschen mit Migrationshintergrund besser zu erreichen, werden wir im ersten Schritt Schlüsselpersonen und Multiplikator*innen aus den Zielgruppen identifizieren. Mit einer aktivierenden Befragung und Beteiligungsveranstaltungen bekommen wir ein besseres Bild der Bedarfe der Zielgruppen und identifizieren die Themen, die für die Zielgruppen relevant sind und für die sie bereit sind, sich einzusetzen. Ausgehend von den Ergebnissen der Bedarfserhebung führen wir Begegnungsveranstaltungen durch, die sich gezielt an Menschen unter 40 Jahren und an Menschen mit Migrationshintergrund richten (z. B. Eltern-Café, Frauenfrühstück, Kochgruppen usw.). Wichtig ist dabei für uns, dass das Stadtteilbüro nicht als "Angebot" verstanden wird, sondern als eine Koordinierungsstelle, die vom Mitmachen und eigenem Engagement lebt. Daher motivieren wir die Menschen, selbst Verantwortung für das Zusammenleben zu übernehmen und längerfristig ehrenamtlich Treffen, Veranstaltungen und Aktionen für das Quartier zu organisieren. Aufgrund der begrenzten zeitlichen Kapazitäten der Zielgruppe (Familienphase, Berufstätigkeit) ist es hierfür von besonderer Bedeutung, den persönlichen Mehrwert deutlich zu machen und positive Gruppenerlebnisse zu initiieren. Zur Sicherung der langfristigen Finanzierung des Stadtteilbüros werden die projektunabhängigen Mittel erhöht. Hierfür erhöhen wir die Mitgliederzahlen durch verstärkte Werbung und vereinbaren verbindliche Kooperationen mit Unternehmen im Quartier. Zusätzlich erwirtschaften wir gemeinsam mit Bewohner*innen mehr Eigenmittel für den Verein z. B. durch die Durchführung einer gemeinsamen Apfelernte und Verkauf des gepressten Apfelsafts. Gemeinsam mit der Stadt Göttingen wird ein Förderfonds für die Quartiersarbeit aufgebaut werden, von dem die Nachbarschaftsvereine profitieren können.

Ausgangslage

Das Göttinger Quartier Leineberg wurde in den 1960er Jahren gebaut, heute leben hier knapp 3.000 Menschen. Das Quartier weist durch seine Sackgassenlage und die klare bauliche Abgrenzung trotz der städtischen Lage einen fast dörflichen Charakter auf. Aufgrund des damals hohen Altersdurchschnitts wurde 2009 das Stadtteilbüro Leineberg eröffnet, um die Versorgung älterer Menschen und die Nachbarschaftshilfe aufzubauen. Seit 2012 liegt die Trägerschaft des Stadtteilbüros bei einem Nachbarschaftsverein mit knapp 80 Mitgliedern (überwiegend Bewohner*innen). Das Stadtteilbüro wurde in den vergangenen Jahren als fester Bestandteil des Zusammenlebens im Quartier etabliert und baute eine gute Zusammenarbeit mit den anderen Institutionen im Quartier auf. In den letzten Jahren hat ein Generationenwechsel begonnen und der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund liegt inzwischen über dem Durchschnitt der Gesamtstadt. Dies führt zu Konflikten zwischen den Bewohner*innengruppen (Themen sind z. B. Müll, Lärm und ein verändertes Sicherheitsgefühl). Die bisher gut etablierten Angebote des Stadtteilbüros und der mit ihm vernetzten Institutionen werden aufgrund der anderen Bevölkerungszusammensetzung weniger genutzt, dadurch wird das Zusammenleben anonymer und konfliktbeladener. Gleichzeitig fehlt dem Nachbarschaftsverein die finanzielle Ausstattung, um diese Themen anzugehen. Der Trägerverein hat nur begrenzte finanzielle Mittel, die Sockelfinanzierung durch die Stadt Götingen reicht zur Finanzierung nicht aus. Die drei Zielebenen des Projekts sind: 1.) Erreichung jüngerer Menschen und Familien, 2.) Erreichung von Menschen mit Migrationshintergrund, 3.) Sicherung der Finanzierung

Ansatz und Methodik

Das Projekt verfolgt den Ansatz der GWA. Ziel des Projektes ist es, die Zielgruppen zur Übernahme von Eigenverantwortung für das Zusammenleben und für das Quartier zu aktivieren. Das Projekt versteht sich als Projekt MIT Bewohner*innen arbeiten, nicht FÜR sie. Die Förderung der Selbstorganisation steht im Mittelpunkt. Die Bewohner*innen des Leinebergs, ihre Bedarfe und Anliegen sind Ausgangspunkte der Arbeit, die gestärkt und unterstützt werden soll. Dadurch werden das Gefühl der Selbstwirksamkeit sowie das Gemeinschaftsgefühl erhöht und gleichzeitig die Nachhaltigkeit des Projektes gesichert. Das Stadtteilbüro versteht sich als Teil des Netzwerkes der anderen im Quartier aktiven Einrichtungen und legt einen besonderen Wert auf die kooperative Zusammenarbeit. Wir sind Teil des Netzwerks der Nachbarschafts- und Quartierszentren in Göttingen und haben uns in unserer Arbeit dem gemeinsam Leitbild der Göttinger Quartiere verpflichtet. Teil des Leitbildes sind die Prinzipien der GWA in der Stadt Göttingen, die sich an den von der LAG Soziale Brennpunkte formulierten Qualitätsstandards der GWA anlehnen.