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Gemeinsam in Obernkirchen

Ein gutes Miteinander in Obernkirchen gemeinsam schaffen

zentrum 1 , zentrum 2 , taubenweg , kolbergring , kalte weide , friedrichsstrasse , rathaus , lange strasse

Das Projekt

Die DRK Soziale Dienste Schaumburg gGmbH ist 100 %ige Tochter des DRK Kreisverband Schaumburg e.V., nachfolgend DRK genannt. Seit 2022 ist das DRK im Auftrag des Landkreises in der Flüchtlingssozialarbeit aktiv. Daher wissen wir, dass eine aktiv vernetzte Gemeinwesenarbeit in Obernkirchen nicht besteht. Unsere 7 Sprachmittler und 6 Sozialarbeiter/-betreuer haben ein vertrauensvolles Verhältnis zu den zugewanderten Menschen in Obernkirchen. Das DRK mit Sitz in Obernkirchen und 5.200 Mitgliedern hat auf Grund guter ehrenamtlicher Strukturen gute Verbindungen zur alteingesessenen Bevölkerung. Aus unseren vielen Gesprächen in der Beratungsstelle haben wir Kenntnis, was die Menschen bewegt, herausfordert und wo ihre Bedarfe liegen. Wir stehen bereits seit längeren im persönlichen Kontakt mit der Bürgermeisterin, sind Mitveranstalter der interkulturellen Woche in Obernkirchen und wissen daher welche Anstrengung notwendig ist, die gesellschaftliche Situation nachhaltig zu verändern. Dabei hilft uns auch, dass ab dem 07.04.2025 das interkulturelle DRK-Beratungs- und Begegnungszentrum in der Neumarktstr. 25 in Obernkirchen, sehr zentral liegend, eröffnet. Neben Beratungsleistungen wird sich dort eine Beratungsstelle für die berufliche Integration und für traumatisierte zugewanderte Menschen befinden. Die Planung dieses Zentrums hat bei uns dem Gedanken verstärkt, dass ein nachhaltiges Miteinander nur möglich ist, wenn Integration unter Beteiligung der Gesamten Bevölkerung stattfindet. Darin sehen wir künftig unseren Focus. Daher wird der Begegnungsraum dem Projekt der Gemeinwesenarbeit dienen und als Anlaufstelle mit einem "Kümmerer" die Koordination und Umsetzung der Projektziele sicherstellen. Es stehen uns weitere Räume der Kommune, in Schulen aber auch im Quartier und im Gebäude des DRK (Bornemannstr. 1, Obernkirchen) zur Verfügung. In Gesprächen mit bestehenden Netzwerkpartnern (Jugendzentrum, Ichtys-Gemeinde, IGS Obernkirchen und einem Betreuungsverein) wissen wir, dass es sehr wohl Interesse an einem strukturierten Netzwerk in Obernkirchen gibt. Aus dem Schreiben der Bürgermeisterin der Stadt Obernkirchen geht der deutliche Wunsch hervor, eine Gemeinwesenarbeit zu etablieren. Im Landkreis Schaumburg stehen wir mit mehreren Personen (u.a. dem Sozialamtsleier Herrn Böhm) in Kontakt und wir konnten eine engere Zusammenarbeit mit dem Bereich Teilhabe und Migration (Frau Abel) vereinbaren. An einem runden Tisch der Stadt Obernkirchen beteiligen wir uns auch.

Ausgangslage

Durch die Strategie der dezentralen Unterbringung im Landkreis Schaumburg ist Obernkirchen eine von 5 Städten im Landkreis, die eine hohe Anzahl an Übergangswohnungen und von Zugewanderten angemieteten Privatwohnungen hat. Dieser Zuzug verstärkt sich akutell durch Auflösung einer GU in Bückeburg und bald auch der GU in Bad Nenndorf. Die Wohnungen liegen in Gebieten wie Taubenweg, Kolbergring, Kalte Weide, Friedrichstrasse - etwas außerhalb des Stadtzentrums. Hinzu kommt eine Überalterung der Bevölkerung. Dies lässt Menschen vereinsamen und Zugewanderte ziehen sich in ihre Sprachen-Communitys zurück. Unsere Erfahrung in der Arbeit mit den Menschen ist, dass es kaum ein Miteinander gibt. Wenn das Projekt der Gemeinwesenarbeit nicht entsteht, wird diese Lage sich noch verschlimmern und es werden soziale Brennpunkte entstehen. Erste Straftaten haben in den letzten Wochen die Bevölkerung und die Verantwortlichen in der Kommune aufschrecken lassen. Als DRK sehen wir uns in der Verantwortung, mit dem Projekt das soziale Miteinander zu fördern und durch Gespräche und präventive Maßnahmen potentielle Täter gegen Ihren Frust und die Langeweile durch unsere Angebote gemeinsam mit Netzwerkpartner zu beteiligen und diesem Trend entgegenzuwirken. Ein vielseitiges Vereinsangebot in den Bereichen Sport, Freizeit und Kultur besteht in Obernkirchen bereits. Gerade nach der Corona-Phase und der hohen Zuwanderungzahl ist es eine besondere Herausforderung, die Angebote und den Bedarf wieder zusammenzuführen und Menschen aus ihren Gewohnheiten, ihren Bequemlichkeitszonen zu holen und den Abbau ihrer Hemmungen zu forcieren Wir freuen uns auf die Aufgabe und sind bereit.

Ansatz und Methodik

Unser Ansatz in der GWA liegt in: - Einer aktivierenden Befragung im direkten Gespräch, aktuelle Themen und Probleme in den Nachbarschaften eruieren mit der Zielsetzung der gemeinschaftlichen Erarbeitung von Lösungen. - Einer Schaffung, Öffnung und Ausgestaltung niederschwelliger Begegnungsorte zur Information, zum Austausch, zum gemeinsamen Handeln, zur Begleitung selbstorganisierter Gruppen sowie für die Beratung in verschiedenen Lebenslagen. - In der Gestaltung von Lernsettings für Partizipations- und Empowermentprozesse ermöglicht dadurch lebensnahe (Erwachsenen-)Bildung. - In der Sozialraum- und Netzwerkanalyse/Netzwerkarbeit – Bestandsaufnahme sozialdemografischer Daten und Bündelung von individuellen wie institutionellen Ressourcen im Sozialraum; Kooperation und Vernetzung von Akteur/innen im Stadtteil. - In der Initiierung von (regelmäßigen) Dialogveranstaltungen und -settings, um Veränderungsprozesse zu reflektieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. - In der Arbeit mit kleinen und großen Gruppen, Förderung der Selbstorganisation – zielgruppenspezifische (Frauen, Familien etc.) oder themenbezogene (Wohnen, Verkehr, Grünfläche etc.) Gruppenarbeit. Die Zugangswege zu den Menschen sind unsere WhatsApp-Gruppen mit fast 600 Mitgliedern, persönliche Ansprache in unseren Einrichtungen (Geschäftsstelle, interkulturelles Beratungszentrum), Anprache in der Öffentlichkeit an neuralgischen Punkten im Stadtgebiet und Besuche von Schulen und Jugendtreffs.