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Wurzeln der Vielfalt: Blühende Vielfalt für gemeinsames Wachstum in Salzgitter

Wurzeln schlagen, Gemeinschaft erblühen lassen: Salzgitter für alle!

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Das Projekt

Das Projekt "Wurzeln der Vielfalt: Blühende Vielfalt für gemeinsames Wachstum in Salzgitter" zielt darauf ab, das Gemeinschafts- und Nachbarschaftsgefühl von Kindern und Jugendlichen mit und ohne Migrationshintergrund zu stärken und Integration und Demokratie zu fördern. Die Gestaltung eines Gemeinschaftsgartens dient als Mittel, um diese Ziele im Sozialraum zu erreichen. Neben der Förderung des Umweltbewusstseins wird die Integration von Kindern und Jugendlichen, insbesondere in benachteiligten Sozialräumen, durch gemeinsame Aktivitäten wie Kochtage, Exkursionen und Open-Air-Kinoabende im Garten angestrebt, um einen friedlichen und toleranten Sozialraum zu schaffen. Die geplanten Exkursionen führen sowohl innerhalb Salzgitters als auch nach Braunschweig, z.B. ins Naturkundemuseum oder in den Botanischen Garten. Durch bestehende Netzwerke in Landespolitik, Kommunalverwaltung, Vereinen und gemeinnützigen Organisationen steht ein umfangreiches Netzwerk in der Region zur Verfügung, um das Projekt erfolgreich umzusetzen. Eine Partnerschaft mit der Salzgitter Zeitung wird angestrebt, um täglich über das Projekt zu berichten. Darüber hinaus wird in einem Blog und Vlog der Teilnehmenden über das Projekt berichtet. Das Projekt wird täglich durch Beobachtungen, Befragungen und Diskussionen evaluiert und gemeinsam mit den Teilnehmenden angepasst und umgesetzt. Es wird angestrebt, die Teilnehmenden des ersten Jahrgangs als ehrenamtliche "Buddys" für die Folgeprojekte als Unterstützung zu gewinnen. Dadurch wird eine Vernetzung und Vorbildfunktion für die nachfolgende Generation geschaffen.

Ausgangslage

Salzgitter steht vor der Herausforderung einer signifikanten Bevölkerung mit Migrations- und Fluchthintergrund, insbesondere in den Bezirken 53 und 54. Hier ist die Situation besorgniserregend, da die Kinderarmut bereits im Jahr 2022 einen alarmierend hohen Wert von über 50% erreichte. Zugleich fehlen adäquate Treffpunkte für die betroffene Zielgruppe, insbesondere für Jugendliche außerhalb von schulischen und sportlichen Aktivitäten. Diese Lücke erschwert nicht nur die Integration, sondern fördert auch die Bildung von Vorurteilen, da ein Großteil der Einheimischen kaum Kontakt zu Menschen ohne Migrationsgeschichte hat. Diese Abgrenzung wiederum begünstigt die Entstehung von Parallelgesellschaften und birgt das Risiko einer Anfälligkeit für extremistische Tendenzen unter den Jugendlichen. Ein weiteres Defizit zeigt sich in der fehlenden Verbindung zu Natur und Umwelt, insbesondere bei Migrantenkindern und -jugendlichen. Durch den vorwiegend städtischen Charakter der Wohngebiete, geprägt durch Mehrfamilienhäuser, haben viele keinen Zugang zu eigenen Gärten oder anderen grünen Freiräumen. Dadurch fehlen oft grundlegende Kenntnisse im Bereich Gartenarbeit, Naturerfahrung und Umweltbewusstsein, was besonders bedenklich ist vor dem Hintergrund der globalen Umweltprobleme. Es wird deutlich, dass die Förderung von interkulturellem Austausch, Integration und Umweltbildung dringend erforderlich ist. Diese Aufgabe kann nicht alleinig von Schulen oder Sportvereinen bewältigt werden, sondern erfordert ein ganzheitliches, gemeindebasiertes Engagement.

Ansatz und Methodik

Das Projekt verfolgt die Ziele der Gemeinwesenarbeit (GWA) zur Förderung von Interaktion und Begegnung im Sozialraum. Ziel ist ein friedliches Miteinander verschiedener Kulturen. Wir möchten die Zielgruppe befähigen, selbstorganisierte Projekte durchzuführen und die Vernetzung der Akteure und Bewohner in den betroffenen Stadtteilen fördern. Weiterhin sollen nachbarschaftliche Beziehungen gestärkt und die Integration verschiedener Bevölkerungsgruppen gefördert werden, insbesondere zwischen Menschen mit und ohne Migrationshintergrund.