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Verwendungsnachweis: Gute Nachbarschaft in DuDerStadt. WirDerStadt

Begegnungszentrum. WirDerStadt

ukrainische kinder im inklusiven campus zdf team filmt

Das Projekt

Im Quartier (Q) an der historischen Wallanlage der Stadt Duderstadt (u.a. Berliner Straße, Industriestraße, Schöneberger Straße, Charlottenburger Straße und Kolpingstraße) & in der Innenstadt wird ein Prozess des friedlichen Zusammenlebens unter multiethnischen Bewohner*innen (BW) entwickelt. Das soll mit interaktiver Entwicklung von Angeboten für & mit den heterogenen BW erreicht werden. Für diese Vielfalt wird im Inklusiven Campus (IC) ein Begegnungszentrum (BZ) mit einer Projektkümmer*in (PK) errichtet. Im Rahmen des beantragten Projekts wird unter Einbeziehung der BW ein neues BZ entstehen. Ausgehend vom neu zu errichtenden BZ werden die soziale Struktur im Q & Innenstadt verbessert & die Defizite im Gemeinwesen behoben. Ein*e qualifizierte*r Kümmerer*in soll sich v.a. um Organisation, Planung, Administration, Öffentlichkeits- & Netzwerkarbeit sowie die Unterstützung von selbstorganisierten Aktivitäten kümmern. Im BZ werden für generations- & kulturübergreifende Zielgruppen mit variierenden Problemlagen passende Hilfsformen und Angebotsstrukturen entwickelt und installiert, welche im Sozialraum bisher nicht vorhanden bzw. defizitär sind. Darauf sind auch die drei Hauptziele des Projekts ausgerichtet. 1. Es werden religionen- & kulturenübergreifende Begegnungsformate, z.B. Gesundheits-, Bildungs-, Kultur- & Austauschangebote entwickelt & umgesetzt. 2. Das BZ im IC soll als ein Ort für selbstorganisierte Aktivitäten der Bevölkerung dienen. Zu diesem Zweck wird ein Offener Treff eingerichtet & dadurch werden die Menschen mit/ohne Migrationshintergrund (MHG) aus dem Quartier & der Innenstadt bei der Begegnungsarbeit unterstützt. Es wird angebahnt, den Treffpunkt-Ansatz durch örtliche Initiativen selbst tragend zu etablieren. 3. Die Zentrierung & die Vernetzung der interkulturell sensiblen Beratungs- & Unterstützungsangebote im Inklusiven Campus für verschiedene (im Quartier & in der Innenstadt lebende) Zielgruppen wird mit Hilfe der GWA stattfinden. Das wird einen Beitrag zur Verbesserung der Versorgung der multiethn. BW im Quartier leisten. Die Belebung des BZs wird in Phasen stattfinden. Die PK wird aufsuchend & aktivierend im Q arbeiten. Parallel dazu wird eine, alle Gruppen ansprechende Räumlichkeit, unter der Mitwirkung der BW im IC aufbereitet. Ein partizipativer Projektbeirat wird die konzeptionelle und operationelle GWA-Arbeit während der Projektlaufzeit begleiten. Inklusiver Campus befindet sich unter Trägerschaft von Caritasverband

Ausgangslage

Duderstadt (DUD) liegt an der Grenze zu Thüringen zw. GÖ & Nordhausen & ist Teil des LK Gö. Der ländl. Sozialraum hat eine unzureichende Sozialinfrastruktur. Das Projektgebiet besteht aus zwei ungleichen „Teilen“, dem Q & der Innenstadt. Das Q ist ausschl. durch Zu- und Abwanderung geprägt. Dies führt häufig zu Spannungen & Ängsten unter den Einheim.(40%) & Mig. (60% laut Stadt) im Q. Erschwerend dazu werden 267 Ukrainern im & um Q untergebracht. Es gibt kaum Freizeitaktivitäten für KuJ & Fam. & Hilfs- & Unterstützungsstrukturen gehen verloren. Multiethn. Konflikte sind zu beobachten. Intergenerationale & - ethn. Begegnungen finden nicht statt. Im Q ist in den 60ern eine Plattenbausiedlung entstanden. Die Wohnkomplexe sind in Ethnien unterteilt. Menschen mit komplexen Problemlagen & prekären Lebenssituationen finden hier ein Zuhause. Laut Fachdiensten sind viele von ihnen über lange Zeit erwerbslos, haben z. B. eine Suchtproblematik od. psych. Probleme. Unter den BW herrscht eine gegenseitige Stigmatisierung als „Ghettokinder vs. Nazis“ & eine daraus resultierende Ablehnung. Das Q wird zunehmend zu einem Brennpunkt. Im Gegensatz dazu steht die Innenstadt, die mit dem Inklusiven Campus (IC) & versch. Beratungsangeboten über eine für die Innenstadt ausreichende Sozialinfrastruktur verfügt. Die im IC neu angesiedelte GWA wird sich der Bedarfe des Q & der Innenstadt annehmen & mit allen BW interkult. sensible Lösungsansätze & Begegnungsformate schaffen, um die Teile d. Projektgebietes zusammenzuführen. Durch vorhandene Ressourcen konnte das Q bisher nicht mit einbezogen werden. Von diesen Ansätzen & Strukturen wird die heterogene Bevölkerung im Q & in der Innenstadt profitieren.

Ansatz und Methodik

Das Projekt entspricht dem speziellen Ansatz der Gemeinwesenarbeit (GWA), da es sich an alle BW des Quartiers und der Umgebung richtet. Nach Bedarf werden auch weitere Quartiere/Stadtteile DUD aktiv miteinbezogen. Die versch. Begegnungs- und Unterstützungsangebote, die im Rahmen des Projekts offeriert werden, orientieren sich ganzheitlich an den ermittelten Bedarfen der BW des aktuellen Quartiers. Ziel ist es, das Quartier an die Innenstadt mit anzubinden, aber auch die Qualität der multiethnischen Nachbarschaft zu verbessern. Kultur-, generation- und geschlechtersensible Angebote spielen hierbei eine zentrale Rolle. Zur Erreichung dieser Ziele ist die Einbeziehung der BW zentral, wie der Fokus auf die Selbsthilfeangebote verdeutlicht. Das BZ wird mit der „Kümmer*in“ als Anlauf- und Vernetzungsstelle dienen. Das Projekt „Gute Nachbarschaft in DUD“ wird mit Hilfe des BZ bzw. der „Kümmer*in“ aufgewertet. Die Kümmer*in fungiert als Türöffner*in. Somit ist eine wohnortnahe Bearbeitung individueller u. struktureller Probleme und Konflikte in sozialräumlicher Perspektive möglich. Das BZ bietet, neben eigenen Angeboten, die Möglichkeit für Selbstorganisationen und Vereinsgründungen. Da Vereinen im BZ direkt Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt werden können, vereinfacht dies den Aufbau von Netzwerken und Kooperationsstrukturen. Die Ansätze des BZ verstehen sich im Sinne der GWA sowohl als Aufwertung des Quartiers, als auch als Stärkung des nachbarschaftlichen Zusammenlebens.