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ONE WORLD Ostheide e.V. / Stätte des interkulturellen Dialoges und Integration auf Augenhöhe ab 2.Jahr

Fortführung der entwickelten Praxis des sozialen Austauschs zwischen Kulturen, Generationen, Interessengruppen, Kulturschaffenden unterschiedlicher Ausprägung und Erweiterung um eine interaktive Plattform mit Studio-Qualität.

stage , front , raumprojektion 1 , tagung , feier , gasthaus 1905

Das Projekt

ONE WORLD ist 2018 angetreten, um in der Region Ansprechpartner, Koordinator, Forum und Bühne für alle zu sein, die aktives Zusammenleben und gegenseitige Unterstützung zwischen Generationen, unterschiedlichen sozialen Gruppen und Kulturen suchen und fördern. Vom Senioren-Cabaret über den Wirtschaftskreis bis zu den Landfrauen. Seit 2019 wird die Arbeit durch 2 feste Planstellen, intensivierte Kommunikation und technische Optimierungen gefördert und dadurch verstetigt. Migranten wurden intensivere Kontakte zu bestehenden Gemeinwesen-Strukturen eröffnet, gleichzeitig die Möglichkeit zur eigenen kulturellen Präsentation. Durch die Förderung wurden u.a. die Rahmenbedingungen geschaffen für die Einrichtung von Praktikums- und Ausbildungsstellen für Migranten im Kulturzentrum. Um Inhalten, Kooperations- und Programm-Angeboten weitere Resonanz zu verschaffen, sollen in der nächsten Stufe digitale - perspektivisch auch interaktive - Kommunikations-Plattformen aufgesetzt werden zur: - Erhöhung der Reichweite der Inhalte und des Angebots - Gewinnung neuer Kontakte im erweiterten Einzugsgebiet - Minderung von Schwellen-Ängsten durch vorerst digitale Teilhabe - Bereitstellung einer medialen Dialogplattform für alle Institutionen des Gemeinwesens Angesichts absehbar auch in längerer Zeit bestehender Hemmnisse durch Pandemien gewinnt das Projekt „Erweiterung der entwickelten Praxis sozialen Austausches um eine interaktive Plattform mit Studio-Qualität“ über das ursprünglich angedachte Ziel hinausgehende Bedeutung. Als krisenresistente Plattform kann es im Falle weitestgehenden shut downs Kontakte mit und unter den jeweiligen Gemeinwesen-Zielgruppen stützen. Derzeit wird - gefördert durch den Verband Soziokultur - ein erster formaler Test im Bereich des Generationen-Dialoges gestartet. In mehreren Unterthemen werden Senioren und junge Menschen im Dialog und medial dokumentiert „Old meets Young“-Beiträge erarbeiten. Z.B.: 1. in einem Vice/Versa- Interviewformat „Was bedeutet für Dich alt/jung sein“. 2. mit einer Ausstellung „Jugendfotos der heute Alten vs. Selfie-Posing“. 3. in einem Singer-Songwriter-Workshop für Senioren und Kinder, 4. als Doku „Tanz die Jugend/Swing meets Hip Hop“. Ziel ist es, Klischees abzubauen, Idealisierungen zu reflektieren und generationsverbindende Muster herauszufiltern und dies digital breit zu kommunizieren. U.a. für das so erprobte Test-Format der Gemeinwesenarbeit bewerben wir uns um Förderung einer langfristigen Verankerung.

Ausgangslage

Gegründet wurde ONE WORLD, um als multifunktionale vernetzte Anlaufstelle der Gemeinwesenarbeit im ersten Schritt Migranten eine nachhaltige Integrationsmöglichkeit zu bieten und so gesellschaftlicher Isolation und Vereinsamung, Gefährdung durch Drogen und Abrutschen in kriminelle Aktivitäten entgegenzuwirken. Die durch die Förderung der „Guten Nachbarschaft“ bewirkte Stabilisierung der Arbeitsstrukturen ermöglichte die Etablierung von 3 Ausbildungs- und einer Bufdi-Stellen für junge Menschen aus 4 Nationen. Das Zentrum hat sich auch als interkulturelle Bühne und Begegnungsstätte mit dem umfänglichsten Kultur-Programm der Region entwickelt. In der Außenwirkung hat das Modell-Projekt das Zusammenleben der Kulturen im Landkreis nachweislich verbessert. Gewürdigt wurde dies durch 4 Unternehmens-Spenden in Höhe von insgesamt 12.500 €, weiteren Einzelspenden von rund 4.000 €, + 10% Fördermitglieder, Vervierfachung der Newsletter-Abonnenten und einer Vielzahl von positiven Social Media- und Presseveröffentlichungen. Diese Entwicklung hat neben dem interkulturellen Ansatz auch die angestammte Bewohnerschaft verstärkt in das Haus zurückgebracht, nach 5 Jahren Leerstand. Vereine, politische und andere gesellschaftliche Gruppierungen, die Samtgemeinde, kirchliche Gremien und Bildungsträger nutzen zunehmend die Räume und technisches Equipment neben dem regelmäßigen Kulturprogramm. Das erste strategische Ziel wurde somit durch die Hilfe der „Guten Nachbarschaft“ in Gänze erreicht. Im nächsten Schritt streben wir nun die Erweiterung um weitere Dimensionen der Gemeinwesen-Arbeit an: Beratungs- und Selbsthilfe-Angebote sowie mediale und Vertriebs-Plattform regionaler Kleinproduzenten.

Ansatz und Methodik

Das Projekt ONE WORLD ist durch seine interkulturelle Programmausrichtung und deren angestrebte weitere Vertiefung wesentlich auf die Verbesserung immaterieller Bedingungen ausgerichtet. Die bezieht sich sowohl auf die Qualität sozialer Bezie­hungen zwischen Einheimischen und Zugezogenen als auch auf die Beziehungen der angestammten Wohnbevölkerung. Niederschlag findet dies zum Beispiel in der Nutzung der Räume durch Landfrauen, Wirschaftskreis, Kulturgruppen, Literatur-Café, Ferien-Jugendprogramme, neuerdings VHS, politische Veranstaltungen, Kirchentagungen etc.. Kurz: Mit Wiederöffung des Hauses durch den ONE WORLD e.V. ist ein sozialer Treffpunkt entstanden der unter dem traditionellen Konzept Dorf-Gasthof nicht mehr möglich gewesen wäre, was auch der jahrelange Leerstand dokumentiert. Bemerkenswert ist hierbei, dass nach anfänglicher Zurückhaltung immer mehr Menschen aus der Region mit Anregungen und eigenen Projekten das Haus nutzen (Tanzgruppen, Vortragsveranstaltungen, Netzwerkveranstaltungen regionaler Vereine etc.). Und das Haus bietet - dem Ursprungsansatz folgend - Einheimischen wie Zugezogenen gesellschaftlich wertvolle Interaktionsmöglichkeiten und Geflüchteten Ausbildungs- und somit existenzsichernde Perspektiven.