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Gemeinsam stärker werden!

Gemeinsam stärker werden

Das Projekt

Das Gemeinde- und Begegnungszentrum „St. Nikolai“ liegt zentral im Stadtteil. Im Zusammenwirken mit der Stadt Verden haben wir uns 2015 auf den Weg ins Gemeinwesen gemacht. Miteinander leben, sich gegenseitig unterstützen, vor die Tür gehen und Menschen treffen deren Namen man kennt, so könnte man die Vision beschreiben, welche wir mit unserer Arbeit in unserem Stadtteil realisieren möchten. Bildung und kulturelle Teilhabe dürfen keine Frage des Geldes sein. Es braucht soziale Kontakte um Brücken zu bauen und es macht stark, wenn man befähigt wird Verantwortung zu übernehmen. Vielfältige Erfahrungen machen, Teilhabe und Chancen in einem demokratischen Umfeld ermöglichen – all das bedeutet „lernen“. St. Nikolai versteht sich als ein Ort an dem, durch vielfältiges Angebot und Begegnungen, Persönlichkeitsentwicklung und Unterstützung von Menschen für Menschen stattfindet - durch alle Gesellschafts- und Altersschichten hindurch. Im Laufe der ersten Förderperiode "Kulturelle Teilhabe für Alle" haben wir niedrigschwellige Angebote für unterschiedliche Alters- und Zielgruppen installiert sowie ein Konzept für die Förderung ehrenamtlichen Engagements entwickelt. Die Vernetzung mit Bildungseinrichtungen und anderen Akteuren konnte ausgebaut werden. Die derzeitige Pandemie hat uns in der Arbeit neue Wege abverlangt aber auch deutlich gezeigt, dass das Gemeinde- und Begegnungszentrum für die Menschen des Stadtteils als Treffpunkt an Bedeutung gewonnen hat. Das für uns selbstverständliche Zusammenspiel von Kirche und konfessionsunabhängiger Gemeinwesenarbeit wird mittlerweile auch von anderen Kirchengemeinden wahrgenommen und angefragt. Von der Landeskirche wird es als Leuchtturmprojekt unterstützt. Jetzt gilt es das bestehende Angebot weiterzuführen, zu evaluieren und auszubauen, die Menschen des Stadtteils aktiv einzubinden. Wir möchten Wegbereiter, Bereitsteller von Infrastruktur und Ermutiger für Menschen sein, die sich im Stadtteil engagieren möchten - „Gemeinsam stärker werden“.

Ausgangslage

Angebote wie das Stadtteilfrühstück, Theatergruppen und Kunstkurse haben sich während der ersten Förderperiode weiterentwickelt und werden von immer mehr Bewohnern des Stadtteils frequentiert. Das Gemeinde- und Begegnungszentrum wird von den Menschen als Anlaufstelle für die persönlichen Belange angenommen. Die Räumlichkeiten des Zentrums werden zunehmend auch von Selbsthilfegruppen genutzt. Die gewünschten Veränderungen als Ergbnis der Stadtteilbegehung stehen noch aus und sollen weiter im Blick behalten werden um die Wohnqualität im Stadtteil langfristig zu verbessern. Die vierteljährlich erscheinende Stadtteilzeitung wird als wichtiges Medium von allen Altersgruppen im Stadtteil wahrgenommen. Die inhaltliche Gestaltung wird inzwischen zu einem Großteil von ehrenamtlichen Kräften übernommen. Die Verbreitung erfolgt hier auf rein ehrenamtlicher Beteiligung. Ferner bietet die Stadtteilzeitung eine Möglichkeit für die Sichtbarkeit der Netzwerk- und Kooperationspartner, welche auch weiterhin fester Bestandteil bleiben sollen. Aufgrund der Pandemie mussten Angebote z.T. pausieren oder neu strukturiert werden, z.B. Bastelangebote "to go". Die sozialen Medien gewannen an Bedeutung. Um einem Maskennotstand entgegen zu wirken, wurde im Rahmen der Nachbarschaftschallenge, mit der Aktion #maskenfürverden eine institutions- und stadtteilübergreifende Aktion erfolgreich initiiert und durchgeführt und damit Gemeinwesen gelebt. Auch auf kirchlicher Ebene rückt die Gemeinwesenarbeit mehr und mehr in den Fokus. St. Nikolai wird hier als ein Leuchtturmprojekt für gelebtes Gemeinwesen z.B in der Vikarsausbilung herangezogen.

Ansatz und Methodik

Wie im Erstantrag beschrieben, sehen wir die Aufgaben im Bereich Ausbau bzw. Weiterentwicklung einer Anlaufstelle vor Ort. Wir fördern nachbarschaftliches Zusammenleben im Stadtteil, Abbau von Konflikten, die Stärkung, der Integration der verschiedenen Bevölkerungs- und Interessengruppen im Quartier/Wohngebiet. In der Funktion der Quartiersentwicklung bewegen wir uns im Rahmen der städtischen und kirchlichen Gemeinwesenarbeit und treffen uns regelmäßig mit unseren Netzwerkpartnern. Ziel unserer Arbeit ist die Aktivierung der Menschen im Sozialraum. Durch die Vernetzung und den Austausch mit Bewohner*innen, Verwaltungsbeamten*innen, kirchlichen Vertreter*innen, Kommunalpolitiker*innen, Vertreter*innen verschiedener Institutionen erreichen wir ein lebendiges, konstruktives Miteinander. Durch den Austausch und das Formulieren gemeinsamer Ziele und der Entwicklung von Strategien zur materiellen, infrastrukturellen und immateriellen Verbesserung mit allen Interessengruppen wird eine Wohnumfeldverbesserung erreicht. Unser Gebäude bietet aufgrund seiner Barrierefreiheit und multifunktionalen Bauweise ideale Bedingungen als Ort der Begegnung zu fungieren.