1. Ansprechpartner
Ansprechpartner
Stephan Kreftsiek
| Funktion | Referent |
|---|
2. Kurzbeschreibung
Das neue Lok-Viertel als resilienter Stadtteil und Treiber sozialer Innovation
Projektbeschreibung
Mit dem Erwerb des Geländes des ehemaligen Güterbahnhofs Osnabrück (22ha) ist durch die Lok-Viertel-OS GmbH eine städtebauliche Dynamik in das zentrumsnahe Areal gebracht worden. Es bietet sich die Möglichkeit ein neues und zukunftsweisendes Quartier aufzubauen und eine Jahrzehnte dauernde Industriebrache vor Ort abzulösen.
Vor dem Hintergrund dieses städtebaulichen Projekts haben sich drei Träger aus der regionalen Sozialwirtschaft (Heilpädagogische Hilfe Osnabrück - HHO, Caritasverband für die Diözese OS - DiCV OS, Diakonie Osnabrück Stadt und Land gGmbH - DIOS) zusammengefunden, um ein die soziale Resilienz förderndes Quartiersmanagement aufzubauen und nachhaltig zu etablieren.
Unter dem Motto „soziales, urbanes und inklusives Quartier für die Zukunft - Akteure an einen Tisch“ wird sich das Quartiersmanagement eng mit der Vorhabenträgerin, der Stadtverwaltung, den Bewohner*innen, Vereinen und Initiativen sowie der Wissenschaft und der lokalen Ökonomie – mithin allen relevanten Akteuren verzahnen, um die soziale Dimension in allen Phasen der Planung und Umsetzung zu fokussieren – bereits vor dem Einzug der ersten Bewohner*innen 2024.
Das Quartiersmanagement orientiert sich fachlich an der Vorstellung funktionaler Mischung von inklusivem Wohnen, Arbeiten und Freizeitgestaltung, einer angemessenen sozialen Durchmischung in der Bewohnerstruktur, der Bereitstellung von inklusiven gemeinschaftlich nutzbaren Räumen, der Eröffnung demokratische Beteiligungsmöglichkeiten zur Förderung sozial resilienter Quartiersentwicklung.
Quartiersmanagement wird u.a. in die Rolle von Quartiersscouts schlüpfen, die auf Bewohner*innen zugehen. Interessen werden gebündelt, Hilfebedarfe werden identifiziert und auf Unterstützungsmöglichkeiten aufgezeigt.
Um die Arbeit für und mit den Menschen im Quartier auf Dauer sicher stellen zu können wird an einer nachhaltigen Finanzierung von Quartiersmanagement gearbeitet, die einen finanziellen Beitrag sowohl der Bewohner*innen als auch der Eigentümer*innen und wenn möglich weiteren Akteuren beinhalten und in eine passende Organisationsform (Stiftung, Verein, Genossenschaft etc.) gegossen werden soll.
Ein Fokus liegt auf dem Aufbau eines Büros für Soziale Innovationen, dass die Nähe zum CIC (Coppenrath-Innovation-Center) nutzt, um zukunftsweisende Angebote sozialer Dienstleistungen im Trägerverbund zu entwickeln. Damit werden Beiträge zur Nachhaltigkeit und Resilienz des Sozialen über das Quartier hinaus geleistet
Laufzeit
2023-01-01 00:00:00
3. Ausgangslage
Ausgangslage
Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs Osnabrück wird die Industriebrache einer neuen Nutzung zugeführt. Die Lok-Viertel-OS GmbH wird das Areal als gemischt genutztes Quartier (Wohnen, Arbeiten, Kultur) entwickeln. Neben dem Coppenrath-Innovation-Center sollen ca. für ca. 3500 Menschen 1700 Wohnungen, Läden und Kulturorte entstehen. Als Leitlinien der Planung wurden von der Vorhabenträgerin die Themen Mobilität, Energie, Entsorgung sowie Gastronomie/Versorgung (daily needs) gesetzt.
In städtebaulichen Planungsprozessen besteht generell die Gefahr, dass die Erfordernisse des sozialen Zusammenlebens nicht ausreichend berücksichtigt werden. Um dies zu verhindern trägt die sozialwirtschaftliche Trägergruppe (HHO, DiCV OS, DIOS) dafür Sorge, dass die soziale Dimension im Sinne ins Zentrum der Planung und Umsetzung rückt. Dies muss zwingend bereits im Zeitraum der Planung in Auseinandersetzung mit den zuständigen Akteuren erfolgen, damit an Menschen orientierte Quartiere wachsen können. Somit verfolgt das Projekt die Schaffung von Begegnungsräumen, in denen Kreativität, Kultur, gesellschaftliche Diskussion, Auseinandersetzung, Rückzug und vieles mehr möglich sein soll, spricht unterschiedliche Personengruppen an und ermöglicht, dass Demokratie erlebbar wird. Der Baubeginn liegt vermutlich auf Ende 2022/Anfang 2023. Im Jahr 2024 wird frühestens mit dem Einzug erster Bewohner*innen zu rechnen sein. Eine enge Zusammenarbeit mit der Lok-Viertel-GmbH, der Coppenrath-Stiftung und der Stadt Osnabrück ist zugesichert. Die Trägergruppe bildet bis zum Projektstart einen gemeinnützigen Verein als Organisationsform. Das Vorhaben soll Strahlkraft über das Quartier hinaus entwickeln
5. Schwerpunkte
Zielgruppe
Schwerpunkte
6. Projektgebiet
Projektgebiet
Gebiet-Name
Osnabrück ehem. Güterbahnhof/Lok-Viertel
Beschreibung
2.) Bebauungsplan Nr. 671 - ehem. Güterbahnhof / Lok-Viertel -
Planbereich: zwischen den Bahnlinien Münster-Osnabrück und Osnabrück-Löhne, Neulandstraße und Franken-
straße
Einwohnerzahl
0
Quelle / Anmerkungen
der Stadtteil Lok-Viertel soll auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs errichtet werden.
Stadttyp
Großstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
0
Gesamtstadt in Prozent
0
Sonstige in Prozent
0
Anmerkung
Das Projektgebiet ist noch nicht bewohnt. Es geht um die Planung und Erstellung eines neuen Stadtteils. Insofern gibt es keine demographischen Daten, auf die hier Bezug genommen werden könnte.
Unterlagen zum Gebiet
lgln-planausschnitt-lokviertel.pdf
(305.31 KB)
b-plan-lokviertel.pdf
(627.78 KB)
7. Ansatz GWA/QM
GWA/QM-Ansatz
Das Quartiersmanagementprojekt (QM) umfasst mindestens zwei Ebenen, von denen eine durch Gemeinwesenorientierung und eine andere durch Bezugnahme auf städtebauliche Prozesse gekennzeichnet ist. Beides im QM zu integrieren ist die Aufgabe. Auf Basis der Kenntnisse über Planungsprozesse wird das QM auf die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Menschen/Bewohner*innen drängen. QM richtet sich danach aus, als Scharnier zwischen den Interessen der Bewohner*innen, den Eigentümern, der Stadtverwaltung und weiteren Akteuren im Sozialraum zu agieren. Es wird versuchen, auf praktischer Ebene ein „integriertes Handlungskonzept“ für den neu zu errichtenden Stadtteil anzustreben, bei dem die soziale Dimension des Zusammenlebens nicht vernachlässigt wird. Der Rahmen, in dem das QM sich bewegt ist zum einen durch die Anbindung an den zu gründenden Verein, als Kooperationsform der drei Sozialträger DIOS, HHO und DiCV OS gekennzeichnet; zum anderen wird das QM gerahmt durch enge Zusammenarbeit mit der Entwicklungsgesellschaft Lok-Viertel-OS GmbH, um zeitnah im Entscheidungsprozess mitwirken zu können. Eine Anbindung an die entsprechenden Stellen in der Stadtverwaltung folgt dieser Logik. Die personelle Ausstattung des QM soll die Kompetenzbereiche städtebaulicher Planungsprozesse und Gemeinwesenarbeit fachlich abdecken können. Dies wird sich in der Stellenbesetzung widerspiegeln. Die Bedürfnisse der Bewohner*innen stehen im Zentrum der QM-Aktivitäten.
Methoden
Qualitätskriterien
Beschreibung
Bedürfnisorientierung bei der Planung und Umsetzung stehen im Zentrum
Kriterium
Beschreibung
Arbeitskreise sind durch die Bewohner*innen getragen
Kriterium
Beschreibung
Angebote werden für die auf die unterschiedlichen Bedürfnisse verschiedener Gruppe abgestellt.
Beschreibung
Die Soziale Dimension wird in die Planungslogiken der anderen Akteure eingetragen. Das soziale spielt in jeder Phase eine Rolle. Experten für das Soziale bringen sich in jeder Phase ein
Beschreibung
Die Ziele werden im Verbund mit anderen erreicht oder gar nicht.
Kriterium
Beschreibung
Anregung nachbarschaftlicher Initiativen ist wichtig für die Resilienz des Stadtteils
Beschreibung
Infrastruktur muss von den Bewohner*innen her gedacht werden. Beteiligung muss ermöglicht werden
Kriterium
Beschreibung
Impulse für lokale Ökonomie hinsichtlich der Entwicklung moderner Sozialer Dienstleistungen (Zentrum Sozialer Innovationen)
8. Vernetzung
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Heilpädagogische Hilfe Osnabrück e.V.
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
DIOS-Diakonie Osnabrück Stadt und Land gemeinnützige GmbH
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Soziales und Gesundheit, Fachdienst Kindertagesstätten Stadt Osnabrück
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Arbeitsmarktakteure, die u.a. inklusive Arbeitsplätze anbieten, ermöglichen
Typ
Stadtteil
Akteur
Akteur (Freitext)
Coppenrath Innovation Centre für künstliche Intelligenz
Typ
Stadtteil
9. Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit
Nachhaltigkeit sichern Maßnahmen wie
- Vereinsgründung (Trägergruppe) in Koop. Mit Kommune und Vorhabenträgerin
- Form d Bewohner*innen- & Akteursbeteiligung (Lenkungsgruppe, Quartiersrat)
- solidarische Finanzierung z.B. in Form von Housing Improvement Districts, Quartierspfennig/Umlage bei den Bewohnern*innen, Zustiftungen
- Akquise von Fördermitteln
- Gründung eines Trägergruppenbüros f. soziale Innovation als Bestandteil der lokalen Ökonomie & des Innovationsclusters (CIC)
11. Medien
Galerie
Aufsteller
13. Unterschrift / Veröffentlichung
Zustimmung Veröffentlichung
On