Skip to main content

ZusammenWachsen im Wolfsburger Süden

Vom Treffpunkt zum Netzwerk: Begegnung sichern, Bedarfe umsetzen und den Wolfsburger Süden gemeinsam gestalten.

plantage   luft , whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.00 2 , whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.01 , whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.00 , whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.01 1 , whatsapp image 2026 03 09 at 11.29.02 , lebenshilfe , offenes wohnzimmer , sprachcafe1 , ferienfreizeit sommer2026 , mittagstisch aktiver freitag , whatsapp image 2025 09 10 at 05.57.58 1 , whatsapp image 2025 09 10 at 05.57.57 , whatsapp image 2025 09 11 at 05.57.47 2 , whatsapp image 2025 09 10 at 05.57.56 2 , whatsapp image 2026 03 09 at 11.28.59

Das Projekt

Seit 2013 engagiert sich der ehrenamtliche Verein Raum zum Wachsen e.V. im Wolfsburger Süden für ein lebendiges Miteinander. Mit der seit 2023 fokussierten GWA wird daran gearbeitet, soziale Infrastruktur zu stärken und Begegnung zu fördern. Ausgangspunkt sind geringe Vernetzung, parallele Strukturen, ungenutzte Ressourcen sowie soziale Isolation. Wirtschaftliche Unsicherheiten bei VW verstärken dies: Frühverrentung, Jobverlust und Zukunftsängste führen zu fehlendem sozialen Netz, Rückzug, fehlender Struktur und wachsender psychischer Belastung. Durch gezielte Ansprache und aufsuchende Kontakte werden lokale Akteur:innen (Ortsräte, Vereine und Institutionen) gewonnen und in Austausch gebracht. In ersten Treffen werden Themen, Herausforderungen und Ressourcen der Ortschaften sichtbar gemacht. Aufbauend darauf werden Bewohner:innen durch aktivierende Befragungen einbezogen, sodass ihre Perspektiven handlungsleitend werden. Ehrenamtliche aus den Vereinen unterstützen diesen Prozess. Die Menschen knüpfen an ihre Interessen an, bringen Themen ein und übernehmen Verantwortung für deren Weiterentwicklung. Darauf aufbauend finden in jeder Ortschaft eigene Mitmach-Aktionstage statt. Hier bearbeiten Bewohner:innen ihre jeweiligen Themen vor Ort, entwickeln Ideen und stoßen Initiativen an. Im nächsten Schritt werden die Ergebnisse zusammengeführt, sodass übergreifende Bedarfe und gemeinsame Entwicklungsziele für den Wolfsburger Süden sichtbar werden und dorfübergreifend bearbeitet werden können. Bereits aufgebaute Netzwerke werden weiter gestärkt und neue Ortschaften erschlossen, um gemeinsames Handeln im gesamten Sozialraum zu ermöglichen. Der „Runde Tisch Wolfsburger Süden“ dient dabei als dauerhafte Plattform für Austausch, Kooperation und Interessenvertretung und bringt Themen gebündelt in kommunale Prozesse ein. GWA schafft so die notwendige Struktur, um lokale Anliegen wirksam zu vertreten. Gleichzeitig profitiert die Kommune durch eine koordinierte und legitimierte Stimme aus dem Sozialraum. In den letzten 3 Jahren wuchs die Mitgliederzahl von 550 auf 810, die Spenden und Mitgliedsbeiträge stiegen im Jahr 2025 jeweils um ca.10.000€. Damit erhöht sich der Eigenanteil des Vereins kontinuierlich, sodass bereits heute Teile der Finanzierung eigenständig getragen werden können, mit weiterem Potenzial. Daraus ergibt sich eine nachhaltige Finanzierungsstruktur, in der kommunale Förderung und wachsender Eigenanteil des Vereins gemeinsam die GWA absichern.

Ausgangslage

Auf den ersten Blick erscheint der Wolfsburger Süden als ruhige und stabile Region mit hoher Lebensqualität. Gepflegte Wohngebiete, Einfamilienhäuser und gewachsene Dorfgemeinschaften vermitteln Sicherheit und Beständigkeit, verdecken jedoch bestehende Herausforderungen. Hinter der Fassade zeigen sich soziale und strukturelle Problemlagen. Wirtschaftliche Unsicherheiten belasten viele Haushalte, insbesondere im Zusammenhang mit möglichen Veränderungen bei VW. Gleichzeitig nehmen Einsamkeit und soziale Isolation zu, während Gelegenheiten für Begegnung und Austausch fehlen. Zudem sind bestehende Angebote und Akteure oft unzureichend vernetzt. Für neu Zugezogene und weniger eingebundene Gruppen ist der Zugang zu Gemeinschaften erschwert. Gewachsene Strukturen bieten Orientierung, können aber auch abschottend wirken. Es entstehen parallele Gruppen, was gemeinsames Handeln erschwert. Gleichzeitig bestehen wichtige Ressourcen: Mit unserem Bewegungs- und Begegnungszentrum „Plantage“ gibt es einen zentralen Ort mit hoher Reichweite. Täglich nutzen rund 50 Menschen die Angebote, zusätzlich engagieren sich über 50 Ehrenamtliche. Diese Potenziale werden bereits im Rahmen der GWA genutzt, bieten aber noch weitere Entwicklungsmöglichkeiten. Insgesamt zeigt sich eine Ausgangslage, die von ungenutzten Potenzialen, fehlender Vernetzung und wachsendem Bedarf an niedrigschwelligen Beteiligungs- und Begegnungsmöglichkeiten geprägt ist. Gleichzeitig besteht eine große Bereitschaft zum Engagement sowie vielfältiges lokales Wissen, das bislang nicht ausreichend zusammengeführt wird. Diese Voraussetzungen bilden den Ansatzpunkt für eine nachhaltige Stärkung des sozialen Zusammenhalts.

Ansatz und Methodik

Unser Projekt verfolgt konsequent den Ansatz der Gemeinwesenarbeit. Grundlage unserer Arbeit sind unsere langjährigen Erfahrungen sowie der kontinuierliche Austausch mit Menschen aus unterschiedlichen Orten in den vergangenen drei Jahren. Dabei hat sich gezeigt, dass es ortsübergreifend ähnliche Themen, Bedarfe und Herausforderungen gibt. Im Mittelpunkt steht für uns die gemeinsame Frage: Wie wollen und können wir diese Themen zusammen angehen, um positive Veränderungen zu bewirken? Unser Ansatz bedeutet daher, dass wir gemeinsam mit den Menschen vor Ort arbeiten. Wir greifen ihre Themen auf, schaffen offene Räume für Begegnung und Beteiligung und agieren unterstützend sowie ressourcenorientiert. Dabei setzen wir bewusst verschiedene Methoden der Gemeinwesenarbeit ein. Zentral ist für uns die Überzeugung, dass nachhaltige Entwicklungen nur dort entstehen können, wo sie von den Menschen selbst mitgetragen werden und ein echtes Bedürfnis nach Veränderung vorhanden ist. Unser Projekt versteht sich daher als begleitende, aktivierende und stärkende Struktur im Quartier.