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Gemeinsam in Obernkirchen

Das Nachbarschaftsbüro - für eine Bürgergesellschaft in Obernkirchen

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Das Projekt

Koordiniert mit der Kommune wird im Herbst 2026 im städtischen Gebäude "B4 Stadthaus" an bekannter und zentraler Stelle in Obernkirchen ein Nachbarschaftsbüro inkl. einem Begegnungs-Café eröffnet. Das Gartenprojekt wird ebenfals Teil der Maßnahme. Ein "Kümmerer", der die Anlaufstelle besetzt und selbst aktiv mit aufsuchender Arbeit in den Privathaushalten der Stadt den Focus auf die Entwicklung einer Bürgergesellschaft legt. Zielgruppe ist die Gesamtbevölkerung der Stadt unabhängig von Herkunft und Alter. Bereits gestartete Projekte wie die Förderung der Demokratie (Besuche Land-/Bundestag mit interkulturellen Gruppen, wie auch das Filmprojekt zum Erklär-Film für Elternbeiratswahlen) oder sämtliche Kursangebote (Sprachkurse, MIA-Kurse, Grundrechtsschulungen und Kurse zur seelischen Gesundheit) sollen als Begegnungsangebote intensiviert werden. Neue Angebote wie Eltern- und Wohnführerschein werden aktuell entwickelt. Seit 2025 verfolgen wir mit unserem Integrationskonzept die Strategie der Bündelung von Finanz- und Personalressoursen für die Integration aller Menschen. Die Gründung eines Integrationsnetzwerkes im Herbst 2025 mit 18 weiteren Organisationen führt zu einer breiten Aktionsplattform um eine hohe Einbindung bereits ehrenamtlich tätiger Menschen zu erzielen und neue zu begeistern. Alles mit dem Ziel vor Augen Menschen miteinander zu verbinden und zur Eigeninitiative zu bewegen. Der Einsatz von unseren neu ausgebildeten Integrationslots*Innen hilft Familien bei Ihren Herausforderungen mit Kindergarten und Schule sowie sich an einer aktiven Teilnahme am gesellschaftlichen Leben und an den Vereinsangeboten zu beteiligen. Auch hier gilt es Menschen mit Interesse an bürgerschaftlichem Engagement zu aktivieren. Im Landkreis koordiniernen wir uns mit dem Bereich Migration und Teilhabe Frau Cerne sowie den Dezernentinnen Frau Otto und Frau Friedrichs Ein wichtiger Ansatz wird u.a. die Deeskalation der vorkommenden Nachbarschaftskonflikte (z.B. wegen fehlender Mülltrennung) in Obernkirchen sein. Nachhaltiges Ziel ist in finanzieller Kooperation mit unserem DRK Landesverband zeitnah ein Familienzentrum in Obernkirchen zu entwickeln, dass die DRK Kinder- und Jugendhilfe mit dem vorhanden interkulturellen Beratungs- und Begegnungszentrum vereint und Akteure wie das Jugendzentrum Obernkirchen und den Kinderschutzbund verbindet. Durch koordiniertes Handeln schaffen wir mehr Power um die Aufgaben zu bewältigen. Pragmatische Unterstützung für die alle Bürger.

Ausgangslage

Stadt Obernkirchen liegt im ländlichen Raum des Landkreis Schaumburg, hat 9407 Einwohner in 4197 Haushalten mit Bevölkerungsanteil von 17% bis 18 Jahre und 23% über 66 Jahre. Durch Fluchtbewegungen der vergangenen Jahre gibt es 10% Personen mit Einwanderungsgeschichte, untergebracht in 39 Übergangswohnungen und/oder in privat angemietetem Wohnraum. Struktur der Haushalte sind 41% Einpersonenhaushalte, 28% Familien mit Kindern und 30% Paare oder WG's. Die Menschen verbleiben in Ihren Sprach-Communitys. Die vorrangigen Herausforderungen der Bevölkerung liegen lt. unserer aktuellen Umfrage in den Bereichen fehlende Verknüpfung von Angeboten, fehlende Integrationsbereitschaft, fehlendem Verständnis untereinander, Vereinsamung durch demographischen Wandel, Mängel bei der Kindererziehung, fehlende Begegnungsstätten, Bürger erfahren Respektlosigkeit. Hinzu kommen noch strukturelle Probleme aus dem Arbeits- und Wohnungsmarkt. Die DRK Soziale Dienste Schaumburg gGmbH ist eine 100 %ige Tochter des DRK Kreisverband Schaumburg e.V. mit Sitz in Obernkirchen. Er hat mit 6.000 Mitgliedern gute ehrenamtliche Strukturen und engen Kontakt zur alteingesessenen Bevölkerung. Das DRK Team Integration arbeitet im interkulturellen Beratungs- und Begegnungszentrum mit 26 Ehrenamtlichen und 9 Hauptamtlichen vertrauensvoll mit den Zugewanderten zusammen und kennen deren Herausforderungen. Unsere Beratungsstellen zur Migrationsberatung, zur Beruflichen Integration, die Beratungsstelle für traumatisierten geflüchtete Menschen sind professionell besetzt und können wesentlich zum Erfolg des Projektes beitragen. Gemeinsam in Obernkirchen ist der Slogan für ein beispielhaftes tolerantes Miteinander.

Ansatz und Methodik

Unser Ansatz in der GWA liegt in: - Einer aktivierenden Befragung im direkten Gespräch, aktuelle Themen und Probleme in den Nachbarschaften eruieren mit der Zielsetzung der gemeinschaftlichen Erarbeitung von Lösungen unter Einbindung bestehender Ressoursen. - Einer Schaffung, Öffnung und Ausgestaltung von Begegnungsorten zur Information, zum Austausch, zum gemeinsamen Handeln, zur Begleitung selbstorganisierter Gruppen sowie für die Hilfe in verschiedenen Lebenslagen. - Die Gestaltung von Lernsettings für Partizipations- und Empowermentprozesse ermöglicht das Mitgestalten - In der Sozialraum- und Netzwerkanalyse/Netzwerkarbeit – unter Berücksichtigung des demographischen Wandels und Bündelung von individuellen, institutionellen iwe finanzierllen Ressourcen im Sozialraum; Finanzmittel vom Landkreis, und DRK Landesverband fürs Projekt bündeln/einsetzen. - In der Initiierung von (regelmäßigen) Dialogveranstaltungen und -settings, um Veränderungsprozesse zu reflektieren und gemeinsam Lösungen zu entwickeln. - In der Arbeit mit kleinen und großen Gruppen, Förderung der Selbstorganisation – zielgruppenspezifische (Frauen, Familien, ältere Bürger*Innen etc.) Die Zugangswege zu den Menschen sind unsere WhatsApp-Gruppen mit fast 700 Mitgliedern, viele persönliche Kontakte unseren Einrichtungen (Geschäftsstelle, interkulturelle Zentrum), Anprache in der Öffentlichkeit an neuralgischen Punkten im Stadtgebiet und Besuche von Kindergärten, Schulen und Jugendtreffs.