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Quartiersprojekt Rhumeviertel. Nachbarschaftstreffpunkt ausbauen. Bildungschancen erhöhen. Demokratie fördern

Wir im Quartier! Treffpunkt. Begegnung. Bildung.

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Das Projekt

Das Quartiersprojekt fördert gute Nachbarschaft und sorgt für mehr Miteinander. Als Anlaufpunkt des Stadtteils wurde der "Quartierstreff Rhumeviertel" errichtet. Er fungiert als multikulturelle Begegnungsstätte und als Beratungsstelle für soziale Anliegen der NachbarInnen und ist Ausgangsort für weitere Unternehmungen. Wir möchten ein Stadtteil-Team, bestehend aus engagierten BewohnerInnen ausbilden und diese MultiplikatorInnen für ein demokratisches Quartiersleben einsetzen. Es soll der Vernetzung zw. der Nachbarschaft und anderer Institutionen, dienen. Patenmodelle empowern die BewohnerInnen und fördern das Miteinander. Die Nachbarschaft ist gut miteinander vernetzt und ergänzt sich bei Bedarfen: z.B. Einkaufstandems. Der Wirkungskreis wird um den Kooperationspartner Werkstattschule ergänzt. Die Angebote werden miteinander abgestimmt und somit erweitert. Im Rahmen von Bürgerforen wird der demokratische Austausch unter Nachbarn und die Mitarbeit für das Stadtteilleben begleitet. Das Format „Politik to go“ bietet Berührungspunkte mit PolitikerInnen und baut Hürden ab. Für BürgerInnen aus dem Stadtteil, die Freunde und Partner verloren haben, sind soziale Kontakte ein wichtiger Pfeiler für den Erhalt der mentalen Gesundheit und körperlichem Wohlbefinden. Im Quartierstreff entstehen Kontakte, die weit über die Treffen hinausgehen. Die Menschen vernetzen sich, sozialer Einsamkeit wird vorgebeugt. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenstützpunkt des LK, findet eine qualifizierte Wohnberatung statt. Erweitert werden soll das Angebot um digitale Begleitung, die SeniorInnen ohne Anbindung an ein junges Umfeld fehlt und von alltäglichen Angeboten teilweise ausschließt (online-Anträge, Arzttermine, Apothekenbestellungen usw.) Der Kindertreff ist eist ein fester Bestandteil des Quartiertreffs. Bereits jetzt fördern wir die generationenübergreifenden Begegnungen, die in Rahmen von Festen (Weihnachtsfeier, Karneval) aber auch Ausflügen (Freibad, Tierpark) umgesetzt werden. Im neuen Projektjahr wird ein weiterer Schwerpunkt im Rahmen der digitalen Begleitung gesetzt. „Jung hilft Alt“- Projekt: SchülerInnen, z.B. einer Schule aus dem Stadtteil begleiten SeniorInnen beim Umgang mit Smartphones, Tablets und digitalen Diensten. Hierfür kommt eine Kooperation mit der Oberschule im Quartier in Frage. Der generationsübergreifende Austausch wird gestärkt und es entstehen Patenschaften. Des Weiteren soll eine Hausaufgabenhilfe durch ehrenamtliche Helfende etabliert werden.

Ausgangslage

Das Quartier zwischen Eisenbahn und Rhume ist geprägt von sozialen Gegensätzen. Während einige BewohnerInnen in gesicherten Lebenslagen leben, stehen andere – insbesondere zugezogene Familien, Geflüchtete und ältere Menschen – vor großen Herausforderungen. Viele haben geringe Deutschkenntnisse, was den Kontakt zur Nachbarschaft erschwert. Gleichzeitig führen Vorurteile und Unsicherheiten der alteingesessenen Bevölkerung zu sozialer Distanz. Soziale Isolation betrifft vor allem ältere Menschen, die durch den Verlust von Angehörigen wenige soziale Kontakte haben. Die Corona-Pandemie hat dies verstärkt. Zudem fehlt vielen SeniorInnen digitale Kompetenz, wodurch sie von alltäglichen Angeboten wie Online-Arztterminen oder Behördengängen ausgeschlossen sind. Vernetzung und Gemeinschaft sind dringend nötig, da viele Communitys isoliert nebeneinander leben. Der Quartierstreff Rhumeviertel schafft Begegnungen, unterstützt Nachbarschaftshilfe und fördert interkulturellen Austausch. Stadtteilrundgänge, botanische Spaziergänge und generationsübergreifende Patenschaften helfen, Vorurteile abzubauen. Bildung und Chancengleichheit sind zentrale Themen, da viele Kinder wenig Zugang zu gesunder Ernährung und alternativen Freizeitangeboten haben. Der Kindertreff bietet wöchentliche Programme und generationenübergreifende Aktivitäten, um Familien stärker einzubinden und soziale Strukturen zu stärken.Das Quartiersprojekt hat erste Erfolge erzielt und soll langfristig den Zusammenhalt im Viertel fördern.

Ansatz und Methodik

Das Quartiersprojekt basiert auf einem gemeinwesenorientieten Ansatz, der die BewohnerInnen aktiv in die Gestaltung ihres sozialen Umfelds einbindet und die Gemeinschaft stärkt. Der Quartierstreff dient als offener Begegnungsort, an dem Menschen unabhängig von Herkunft, Alter oder sozialem Status zusammenkommen, sich austauschen und gegenseitig unterstützen. Durch partizipative Angebote wie Nachbarschaftscafé, Selbsthilfegruppen, generationsübergreifende Aktivitäten und Bildungsprogramme, fördern wir die Eigeninitiative der BürgerInnen und die ihre Selbstwirksamkeit. Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist das Empowerment der BewohnerInnen. Sie werden ermutigt, eigene Ideen und Bedürfnisse in den Stadtteil einzubringen und aktiv an Entscheidungsprozessen mitzuwirken. Community Organizing spielt eine zentrale Rolle in unserem Ansatz. BewohnerInnen werden befähigt, sich gemeinsam für ihre Interessen einzusetzen und aktiv Veränderungen im Stadtteil voran zu bringen. Neben der Stärkung sozialer Strukturen kooperieren wir mit lokalen Akteuren und Vereinen, um bestehende Ressourcen zu vernetzen. Besonders wichtig sind niederschwellige Angebote, die für alle zugänglich sind und gezielt benachteiligte Gruppen einbeziehen. Unser Ansatz setzt auf soziale Nachhaltigkeit. Durch gemeinschaftliche Aktivitäten und ehrenamtliches Engagement tragen wir dazu bei, die Lebensqualität im Quartier zu verbessern und den gesellschaftlichen Zusammenhalt langfristig zu stärken.