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DIAKOVERE Vielfaltsbrücke

Ein Quartiersmanagement, das Nachbarn schafft.

Das Projekt

Das Quartiersmanagement der DIAKOVERE Annastift Leben und Lernen gGmbH organisiert seit 2019 im Neubauquartier Steinbruchsfeld ein inklusives Wohncafé und stieß damit den ersten Schritt zur Förderung von Inklusion im Quartier Steinbruchsfeld an. Das inklusive Wohncafé ist ein offener Treffpunkt für selbstorganisierte Aktivitäten, der allen Bewohner*innen des Quartiers offensteht. Das Ziel ist es, Strukturen zur Förderung von selbstorganisierten Aktivitäten im Wohncafé zu schaffen, um eine intensive Quartiersarbeit sicherzustellen und damit Brücken zwischen vielfältigen Personengruppen im Quartier zu schlagen. Bis zum 28.02.2023 wird das Projekt noch von Aktion Mensch gefördert. Durch Corona und eine Weiterentwicklung des Quartiers (ein Flüchtlingsheim und eine Wohngruppe für Menschen mit Autismus sind hinzugezogen) ist eine Fortsetzung des Quartiersmanagements enorm wichtig. Hier Eindrücke vom Wohncafé: https://www.diakovere.de/menschen-mit-behinderung/zentrum-fuer-teilhabe-und-selbststimmung/quartiersmanagement/misburg/

Ausgangslage

Wie in anderen Stadtquartieren leben im Quartier Steinbruchsfeld verschiedene benachteiligte Personengruppen. Wie andere Großstädte ist Hannover „Ankommensstadt“ für Menschen aus unterschiedlichen Zuwanderungsgenerationen. Im Wohnquartier Steinbruchsfeld befindet sich seit 2017 u.a. das Wohnheim Kampstraße, das von der Johanniter-Unfall-Hilfe betrieben wird. Das Wohnheim Kampstraße ist eine Unterkunft für geflüchtete Familien, in der u.a. viele Kinder und Jugendliche untergebracht werden. Von 2015 bis 2021 stieg der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord im Vergleich zur Landeshauptstadt Hannover mit 12,1% (Stand 31.12.2020) um 24,2 % (Stand 31.12.2020). Im Jahr 2021 liegt der Anteil von Menschen mit Migrationshintergrund im Stadtteil Misburg-Nord bei 37,3% (Stand 31.12.2020). In direkter Nachbarschaft zum Quartier Steinbruchsfeld befindet sich außerdem die ukrainische griechisch-katholische Kirchengemeinde St. Wolodymyr, die aufgrund der jüngsten Entwicklung eine wichtige Anlaufstelle für Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine ist. Die Kirchengemeinde konnte bereits Kriegsflüchtlinge aus der Ukraine in der Nachbarschaft unterbringen. Es kann daher vermutet werden, dass in den nächsten Jahren noch mehr Menschen mit Migrationshintergrund Wohnraum in den neu errichteten Mehrfamilienhäusern im Quartier Steinbruchsfeld suchen werden. Durch den vermehrten Zuzug von sozial benachteiligten Personengruppen besteht die Gefahr, dass die soziale Infrastruktur den wachsenden Anforderungen der sozial benachteiligten Personengruppen nicht mehr entspricht und weitere Unterstützungsangebote im Quartier notwendig werden, um Konflikte im Quartier zu vermeiden.

Ansatz und Methodik

Im Projekt betreiben wir Quartiersmanagement nach dem Bielefelder Modell. (Siehe Beschreibung vorhandener GWA/QM)