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Projekt Neißestraße - Gemeinsam für eine aktive Nachbarschaft

Projekt Neißestraße - Gemeinsam für eine aktive Nachbarschaft

planungsraum nordi , pr nord i

Das Projekt

Die Stadt Salzgitter ist vielfältig und bunt. Über 100.000 Menschen aus über 120 Nationen sind hier Zuhause. Zuzüge unterschiedlicher Art prägen die Stadtgesellschaft seit ihrer Gründung. Durch den Zuzug von Flüchtlingen und Vertriebenen stehen die bestehenden Angebotsstrukturen und Nachbarschaftsbeziehungen unter besonderen Herausforderungen. Hinzukommen Abstandregelungen und Kontaktbeschränkungen, welche in den letzten zwei Jahren das soziale Miteinander nahezu unmöglich machten. Die vorhandene Vielfalt an Kulturen, Lebensstilen, Religionen und Sprachen bietet großes Potenzial, um gegenseitig zu lernen. Die Arbeit in den Quartieren unterstützen freie Träger, Institutionen, Verbände und Vereine. Diese Projekt "Projekt Neißestraße - Gemeinsam für eine aktive Nachbarschaft" fokussiert sich auf das Quartier "Seeviertel" im Stadtteil Lebenstedt der Stadt Salzgitter. Ziel des Projektes ist es, die Quartiersbewohner bei Projekten und Ideen aktiv einzubinden, um den Stadtteil attraktiver zu gestalten. Alle Bewohner des Quartieres, mit ihren Interessen, Wünschen und Bedürfnissen, stehen im Vordergrund. Bereits bestehende Angebote sollen erweitert und ergänzt werden. Geplante Projekte sind für das Jahr 2022 eine Bürgerbefragung, ein Sommerfest sowie das Anlegen und Verwalten von gemeinschaftlichen Blumen- und Gemüsehochbeeten. Anschließende und folgende Projekte können und sollen sich aus der Bürgerbeteiligung entwickeln. Zentraler Projektakteur sind die Wohnbaugesellschaft mbH Salzgitter und die Baugenossenschaft Wiederaufbau eG, welche durch einen bereits vorhandenen Mietertreff im Quartier einen Zugang zu der Bewohnerschaft nachweisen können. Anlaufende Projekte und Aktionen können und sollen, in Zuge der netzwerkübergreifenden Kontorskoordination, zusammen mit den anderen Akteuren vor Ort im Rahmen installiert werden.

Ausgangslage

Die beiden Wohnungsgeber Wohnbaugesellschaft mbH Salzgitter und die Baugenossenschaft Wiederaufbau eG, bieten bereits an unterschiedlichen Standorten im gesamten Stadtgebiet Nachbarschaftstreffs (Anlauf- und Beratungsstelle) und verfügen seit Jahren über fundiertes Wissen der Wünsche und Herausforderungen der Mieterschaft. Durch die Projektarbeit an dem Standort "Mietertreff Neißestraße" soll der Stadtteil "Seeviertel" (Bezirk 56, 57, 58, 59) wieder attraktiver für die anwohnenden Personen gestaltet werden. In den vergangenen zwei Jahren reduzierten sich Kommunikation, Vernetzung und Kooperation zwischen Akteuren und Anwohnenden auf ein Minimum. Durch Schaffung von Räumen der Begegnung und des sozialen Zusammenhaltes (z.B. Stadtteilfest) soll ein nachhaltiger nachbarschaftlicher Zusammenhalt geschaffen werden. Die gemeinsame Vorbereitung und Umsetzung von Projekten (Bewohnende und Akteure), soll die Qualität des Wohnumfeldes verbessern, Konflikte abbauen/vermeiden und zur Verbesserung des Wohnquartieres. Des Weiteren soll der Rückzug der Bestandsbewohnerschaft vermieden werden, die ggf. Unsicherheiten im Umgang mit der Multikulturalität haben und diese durch offene und ungezwungene Angebote abbauen können.

Ansatz und Methodik

Der Stadt Salzgitter liegt am Herzen, dass sich die Bewohner wohlfühlen und mit ihrem Wohnumfeld, dem Sozialraum, zufrieden sind. Wir legen großen Wert darauf, eine Kinder- und lernfreundliche Stadt zu sein – wobei sich lernfreundlich nicht allein auf die klassische Schulbildung bezieht. Wir als Kommune wollen zusammen den Sozialleistungsträgern und den Bewohner langfristig lernen, planen, entwickeln und handeln. Die beinhaltet u.a. viel Dialogarbeit, unterschiedlichste Aktionsformen und Projekte, die besonders durch Empowerment und Ressourcennutzung der Menschen vor Ort den Sozialraum zum Leben erwecken. Zeitgleich erarbeiten Haupt- und Ehrenamtliche eine Kooperations- und Koordinationsstruktur, welche als Basis für die GWA in Salzgitter dienen soll und dennoch Individualität fördert. Dahinter steckt der Verbesserungswunsch für materielle, immaterielle und infrastrukturelle Bedingungen (Stövesand/Stoik 2013).