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Bunte Vielfalt im Zukunftszentrum - von Mensch zu Mensch

Teilhabe für Alle

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Das Projekt

Das Zukunftszentrum ist für die Bewohner der drei Stadtteile eine feste Anlauf- und Begegnungsstätte geworden. Von hier aus werden die drei sozial benachteiligten Stadtteile betreut, unterstützt u. die verschiedenen Projekte geplant. Durch die Vielfalt der Angebote fühlt sich jede/r Bewohner/in angesprochen. Die vielen Hilfs- u. Begegnungsangebote nutzen ganz unterschiedliche Zielgruppen. Regelmäßige Befragungen der Bewohner/innen durch die Stadtteilmanagerinnen ergeben immer wieder neue Bedarfe. Diese Bedarfe werden von den Stadtteilmanagerinnen zusammen mit den Bewohner/innen geplant und umgesetzt. Gerade in unserem ländlichen Raum, der stark von der Demografie-Wandel geprägt ist, sind diese Angebote unverlässlich. Dies wurde auch immer wieder durch Vertreter aus der Politik bestätigt. In unserer täglichen Arbeit steht die Integration und Teilhabe, aber auch die ökonomischen, sprachlichen, kulturellen, gesundheitlichen und sozialen Benachteiligungen im Vordergrund. Dabei stellen wir fest, dass ohne professionelle Unterstützung die Bewohner/innen überfordert sind. Durch die Förderung haben wir die Möglichkeit, die Bewohner/innen aktiv zu unterstützen. Die Erfolge zeigen auch, dass unsere Angebote gerne angenommen und genutzt werden, um die Lebenssituationen in die Hand zu nehmen und zu verbessern. Aussagen der Bewohner/innen sind z. B. : „ Das Zukunftszentrum ist mein 2. Zuhause, hier fühle ich mich wohl, kann mich austauschen und bin unter Gleichgesinnten.“ Oder: „ Im Zukunftszentrum fühle ich mich wohl, weil ich hier so angenommen werde wie ich bin. Dafür bin ich sehr dankbar.“ Unser Motto ist: Wir verstehen uns als Partner auf Augenhöhe und als Ort für Menschen, die in dieser Gesellschaft oft keinen Platz finden. Wir bringen Alle zusammen u. fördern Integration. Unsere Arbeit ist unsere Leidenschaft und ein positiver Antrieb für jeden neuen Tag. Das überträgt sich auch auf die Bewohner/innen. Mit der neuen Förderung soll in den nächsten drei Jahren zum einen die Arbeit weiter verstetigt werden, zum anderen sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Gemeinwesenarbeit auf die umliegenden Dörfer auszuweiten. Hierzu fahren wir z. B. in die Dörfer u. wollen mit einem Meghaphon die Bew. auffordern, sich mit uns auf dem Dorfplatz zu treffen, um dadurch in den Austausch u. die Bedarfsermittlung zu kommen. So können z. B. die Angebote des Senioren-Hilfsdienstes oder die Nachbarschaftshilfen etabliert oder ein Mobilitätsangebot geschaffen werden.

Ausgangslage

Nachdem wir in 2017 mit dem Projekt ZukunftsZentrum gestartet sind, konnten wir in den 3 Stadtteilen mit sozialem Brennpunkt erreichen, dass die unterschiedlichen Personengruppen sich durch die vielfältigen Angebote angesprochen fühlten. Durch die verschiedenen Projekte konnten viele Menschen aus der Abwärtsspirale geholt werden. Durch die Aktivierung der Bewohner durch die Stadtteilmanager haben sich schon einige Bewohner in verschiedenen Projekten engagiert und dadurch Anerkennung und Wertschätzung erfahren. Allerdings haben wir auch festgestellt, dass es einige Bedarfe auch über die Stadtteilgrenzen hinaus gibt. Dannenberg ist mit seinen 28 Ortsteilen und Dörfern stark vom demografischen Wandel geprägt.In der Stadt Dannenberg liegt der Bew. -Anteil der Senioren bei 30,8 % auf Samtgemeinde-Ebene sogar auf 34%. In den umliegenden Dörfern gibt es keinerlei Infrastruktur und keine Nahversorgung. Das bedeutet, auch außerhalb der Stadtteilgrenzen gibt es viele Menschen, die durch Isolation und Vereinsamung nicht mehr am gesellschaftlichen Leben teilhaben können. Dies liegt zum einen an der mangelnden Mobilität, aber auch am mangelnden Einkommen. Die Menschen sitzen in den Ortsteilen/Dörfern fest, Busse fahren höchstens 3 x am Tag und der Fahrpreis ist relativ hoch. Hier ist die Abwärtsspirale vorprogrammiert und es gibt dringenden Handlungsbedarf.

Ansatz und Methodik

In unseren Projekten verfolgen wir den ganzheitlichen Ansatz auf die Lebenszusammenhänge. Ziel ist es, die immateriellen und materiellen Bedingungen zusammen mit den Bewohnern zu verbessern. Mit den nächsten Schritten wollen wir die Arbeit noch professioneller gestalten. Denn bei den materiellen Bedingungen geht es darum, zum einen die Existenzsicherung, aber auch den Wohnraumbereich zu verbessern. Bei den immateriellen Bedingungen soll sich die Qualität der sozialen Beziehungen, die Partizipation und Kultur in den Stadtteilen weiter verbessern. Die Angebote der Hilfe zur Selbsthilfe steht gerade auch in den neuen Projekten sehr im Vordergrund. Somit können wir die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation des Einzelnen, aber auch der Gruppe weiter fördern. Im Vordergrund steht immer die Stärkung der Personen. Dabei sollen die eigenen Ressourcen entdeckt und entwickelt werden. Durch die neuen Projektziele können wir aber auch gerade die Bedingungen fördern, die es Menschen ermöglichen, selbst über das eigene Leben zu bestimmen und "Kontrolle über die Gestaltung der eigenen sozialen Lebenswelt" zu erlangen. Hierbei legen wir auf den Aufbau weiterer Netzwerke und Kooperationsstrukturen, Nachbarschaftshilfe, Senioren-Hilfsdienst, Aktivierung der Bew. auch außerhalb der Stadtteile einen Schwerpunkt.