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Vielfältige Begegnungsorte schaffen - Miteinander und Füreinander in Empelde

Generationen verbinden – Förderung der Integration und Teilhabe

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Das Projekt

Das Familienzentrum gibt es seit 2010, um den Menschen die Möglichkeit zu geben, sich aktiv einzubringen und ihren Wohnort und das nachbarschaftliche Miteinander mit zu gestalten. Das Motto war und ist „Miteinander und füreinander in Empelde“. Es ist ein niedrigschwelliges Angebot für Begegnungen, Kommunikation sowie für die gemeinsame Gestaltung von Freizeit und Bildungsangeboten für Jung und Alt. Von den Menschen vor Ort gehen die bisherigen Aktivitäten aus, 2019 wurde der Quatierstreff von Win.e.V. in unmittelbarer Nähe eröffnet. Die Ziele des bisherigen Antrags soziale Integration von Menschen verschiedenster Ethnien und Generationen, Vereinsamung und soziale Isolation vermindern und Erwachsene, die von Einsamkeit betroffen sind, ehrenamtlich einbinden, wollen wir weiterführen und planen mit Win e.V. weiterhin zusammen zu arbeiten. Das Familienzentrum ist ein Ort der aktiven Teilhabe, in dem Ideen gesponnen und umgesetzt werden, Besucher*innen werden regelmäßig zu ihren Wünschen und Änderungen befragt. Gewünscht werden mehr kulturelle Angebote. Es gibt bestehende Plätze im Ort, die wenig besucht werden, kulturelle Angebote fehlen, der Anteil an Menschen mit Fluchterfahrung ist hoch, viele Kinder und Erwachsene haben Sprachprobleme, das Projektgebiet hat ein schlechtes Image. Die Quartiersentwicklung soll positiv und präventiv unterstützt werden durch: 1. Aufbau eines generationsübergreifenden Begegnungsortes im Innenhof des Familienzentrums („Grünes Wohnzimmer“), wegen Corona eine neue Möglichkeit des Treffpunktes draußen, überdacht, mit flexiblen Möbeln (das „grüne Wohnzimmer“ soll auch an anderen Orten im Stadtteil aufgebaut werden können). 2. Positive Stärkung der Gemeinschaft und des Images im Quartier durch neue Kooperationen mit ansässigen Institutionen, Aufbau von „Stadtteilkultur Empelde“ an den jeweiligen öffentlichen Plätzen und gemeinsame Aktivitäten durch das „grüne Wohnzimmer on Tour“ (kulturelle, niedrigschwellige Angebote initiieren, mit Bewohner*innen und Künstler*innen vor Ort) 3. Aktionen zum gegenseitigen Kennenlernen/Abbau von Sprachbarrieren schaffen, Konzepte mit bestehenden Kooperationspartnern entwickeln, Erstkontakte mit Menschen im Quartier finden (kaum genutzte Flächen im Ort bieten potential für Aktionsräume, die zur Stärkung der Gemeinschaft und der Entwicklung eines positiveren Images des Stadtteils genutzt werden können). Ausbau von Kooperationen mit ortsansässigen freien und städtischen Institutionen.

Ausgangslage

Im Gegensatz zu anderen Stadteilen Ronnenbergs ist Empelde von unterschiedlichen Milieus, Nationen, Kulturen und Religionen geprägt. In Familienhäusern wohnen überwiegend gut situierte deutsche Bürger. In den Hochhäusern und dem nahegelegenen neuen Quartier „Seegrasweg“ wohnen dagegen viele Menschen ausländischer Herkunft, die in einer belasteten sozialen Lage leben. So haben viele Kinder und Erwachsene Sprachprobleme. Auch baulich sticht der Stadtteil durch eine Häufung von Mehrfamilien- und Hochhäusern hervor. Hier leben zum Teil Familien, die sich in schwachen sozialen Strukturen befinden. Es bedarf dringend positiver Impulse für das Quartier, um langfristig ein attraktives Wohn- und Lebensumfeld in Empelde herzustellen und zu sichern. Möglichkeiten dazu bieten sich durch die Aktivierung der Menschen im Quartier, die Beteiligung bei der Nutzung von Flächen, die Förderung des Miteinanders durch Begegnung und Kommunikation und einer ressortübergreifenden Kooperation von sozialen Einrichtungen und der Verwaltung der Stadt Ronnenberg. Zusätzlich muss ein attraktives Lebensumfeld für alle Altersgruppen aufgebaut werden, eine zukunftsfähige Entwicklung, durch den Abbau kultureller und religiöser Unterschiede und durch eine kommunale Strategie der Stadt, die unterstützt werden soll.

Ansatz und Methodik

Das Familienzentrum/“Treffpunkt Empelde“ bietet eine Plattform für Aktivitäten der Bewohner des Stadtteils. Im Fokus stehen ihre Interessen und Belange. Das Familienzentrum arbeitet beteiligend, vernetzt Menschen und Institutionen und nutzt Potenziale und Stärken, die vor Ort zu finden sind. Alle Menschen werden eingebunden, unabhängig beispielsweise ihres Alters oder ihrer Herkunft. Zudem werden Problemlagen erhoben und benannt, um Lösungswege zu erarbeiten. Auch hier werden die Menschen einbezogen und als Experten für ihr Quartier wahrgenommen. Das Familienzentrum bietet dafür Beratung, Steuerung sowie Projektmanagement an, fördert die Partizipation der Bewohnerinnen und das Bürgerschaftliche Engagement. Es werden niedrigschwellige Feste, Aktionen, Treffpunkte und Projekte geplant.