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Anlauf- und Beratungsstelle für Senioren, pflegende Angehörige und Familien im Stadtteil Wettbergen

Gemeinschaft verwirklichen- ein Stadtteil wächst zusammen. Raum schaffen für Beratung- Begegnung- Betreuung. Weiterentwicklung einer stadtteilbezogenen Beratungsstelle und Netzwerkaufbau für und mit dem Stadtteil Wettbergen

akf beratungsstelle 3 , beratungsstelle mit fenster

Das Projekt

Im Rahmen der Quartiersentwicklung geht es in unserer Projektidee um die Öffnung und Weiterentwicklung innovativer Angebote in einer stadtteilbezogenen Anlauf- und Beratungsstelle sowie Maßnahmen zur Verbesserung quartiersbezogener Zusammenarbeit. Es soll Raum für Begegnung und Unterstützung geschaffen werden, um eine gesellschaftliche Teilhabe der Menschen zu ermöglichen und möglichst viele Menschen, unabhängig von ihrer religiösen Zugehörigkeit oder Herkunft, im Stadtteil zu erreichen. Aufgrund der demografischen Entwicklung ist ein zunehmender Bedarf an lokalen pflegerischen Unterstützungsleistungen und Informationen für Senioren sowie betroffene Familien zu erwarten, da Unterstützungsmodelle zur häuslichen Versorgung greifen müssen. Konfrontiert mit einem plötzlichen Pflegefall sind oft ganze Familien involviert, um die häusliche Pflege zu organisieren. Neben der kostenlosen Beratung soll daher auch eine aufsuchende Beratung im Stadtteil durchgeführt werden, d.h. wir können durch individuelle Hausbesuche vor Ort direkte Hilfestellungen anbieten und eine bedarfsgerechte Beratung innerhalb des häuslichen Pflegesettings ermöglichen. Neben Fortbildungskursen und einem Angehörigenstammtisch für pflegende Angehörige von Menschen mit Demenz oder Parkinson, sind weitere Entlastungs- und Begegnungsmöglichkeiten für Senioren oder auch berufstätige Familien geplant z.B. Stuhlyoga oder Internetkaffee. Der Aufbau weiterer Selbsthilfegruppen ist ebenfalls gewünscht. Angedacht ist ein Tangokurs für Parkinsonerkrankte mit ihren Partnern. Dadurch können soziale Kontakte zu anderen Menschen mit einem gleichen Schicksal in einem zwanglosen Ambiente ermöglicht werden. Darüber hinaus möchten wir den Aufbau von hilfreichen Netzwerkstrukturen etablieren z.B. durch die Initiierung einer „Hilfsmittelsprechstunde“ „Rollstuhl, Rollator und Co.“ für alle interessierten Menschen im Stadtteil. Im Rahmen eines Probelaufs laden wir verschiedene Fachberater aus dem Stadtteil z.B. Sanitätshaus, Apotheken, Hausnotruf ein, die an dem Tag direkt und kostenlos beraten und ganz praktisch Hilfsmittel vor Ort ausprobiert werden können. Angedacht ist auch eine Schulung für Akteure des Stadtteils z.B. Mitarbeiter von Geschäften, Sparkassen, Hausärzten, in der z.B. diverse Pflegethemen vermittelt werden. So kann ein Stadtteil für die besonderen demografischen Herausforderungen der Zukunft sensibilisiert werden und ein Zusammenwachsen der Wettberger Bewohner vorangetrieben werden.

Ausgangslage

Mit der demografischen Veränderung der Altersstruktur in Deutschland erleben immer mehr Menschen ein hohes Lebensalter. Aufgrund der demografischen Entwicklung, die auch in Wettbergen mit einer dramatischen Zunahme von hochaltrigen Menschen (77,1%) einhergeht, ist zukünftig ein deutlicher Anstieg eines Beratungs- und Betreuungsbedarfs sowie eine zunehmende Nachfrage nach sozialen Kontakten zu erwarten. Ältere Menschen mit chronischen Erkrankungen z.B. einer Demenz, Multimorbidität sowie auch die Familienangehörigen im häuslichen Pflegesetting, sind auf eine verlässliche und möglichst vernetzte Versorgung und Information vor Ort angewiesen. Aufgrund der Hochaltrigkeit steigt auch die Wahrscheinlichkeit, an einer Demenz zu erkranken. Die zukünftige Versorgung dieses Personenkreises wird daher eine besondere Herausforderung darstellen Zukünftig ist es uns ein Anliegen, professionelle Beratungsangebote und innovative Ideen zur Unterstützung der gesellschaftlichen Teilhabe im Stadtteil aufzubauen und einer Vereinsamung von Seniorinnen und Senioren entgegenzuwirken. Um neben dem kontinuierlichen Aufbau eines umfassenden Netzwerks, eine Öffnung in den Stadtteil u. möglichst viele Menschen zu erreichen, sind im Rahmen der Beteiligung u. Kooperation möglichst vieler relevanter Akteure des Stadtteils verlässliche, hauptamtliche Strukturen, die vor Ort koordinieren und initiieren unabdingbar. Um die beispielhaften Projektideen umzusetzen und den Netzwerkaufbau voranzutreiben, ist eine regelmäßige Öffentlichkeitsarbeit zur Steigerung der Präsenz und Bekanntmachung der Angebote im Stadtteil notwendig z.B. durch Anzeigen in Stadtteilzeitungen, Flyer, Vorträge und Schulungen.

Ansatz und Methodik

Schaffung und Einrichtung von Räumen der Begegnung zur Stärkung des sozialen Zusammenhalts/ Stadtteilleben ausbauen/ Miteinander der Quartiersbevölkerung stärken durch Angebote der Begegnung, Entlastung, Kommunikation/ Treffpunkt für unterschiedliche Zielgruppen z.B. besondere Betreuungsangebote und Beratung, Selbsthilfegruppen, Yoga/ Imageverbesserung und Öffentlichkeitsarbeit/ Verbesserung des Zusammenlebens im Stadtteil, soziale Kontakte knüpfen/ Maßnahmen zur Verbesserung der quartiersbezogenen Zusammenarbeit mit weiteren Akteuren vor Ort