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Hameln k.a.n.(n')s. gemeinsam

Kommunales Quartiersmanagement und quartiersbezogene Gemeinwesenarbeit gemeinsam unterwegs in den Hamelner Stadtteilen Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt

20170915 151231 , 20170915 163926 , quartiersgespraech als start der aktivierenden bewohnerbefragung beim strassenfest kuckuck , ein nordstadt kunstwerk entsteht , hip hop workshop , vortrag der old ellis , img 20180507 171841 , img 20180507 171826 , img 20180418 122908 , img 20171107 174304

Das Projekt

Mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s. gemeinsam" wird die in der vergangenen Förderperiode begonnene Zusammenarbeit zwischen übergreifend-koordinierendem Quartiersmanagement und lokaler, quartiersbezogener Gemeinwesenarbeit in den vier Quartieren fortgesetzt. Das Wort "gemeinsam" im Projekttitel hat dabei mehrere Dimensionen: 1. Die Ressorts "Stadtentwicklung und Planung" (Sitz des QM) sowie "Familie und Soziales" (Sitz der GWA) entwickeln einen gemeinsamen, ressortübergreifenden Blick auf die vier Quartiere und arbeiten sowohl auf der Steuerungsebene der Quartiersentwicklung als auch auf der Arbeitsebene im "Austausch Stadtteilarbeit" und im Projetteam "Hameln k.a.n.(n`)s. gemeinsam" in sich gegenseitig ergänzender Arbeitsteilung Hand in Hand zusammen. 2. "Wie können wir gut gemeinsam leben?" ist eine zentrale Frage im Projekt. Gute Gelingensbedingungen für gemeinsames Leben in den Quartieren zu schaffen – unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion oder Herkunft - ist gemeinsames Ziel von GWA und QM. 3. Ein gemeinsames Praxisnetzwerk der Stadtteiltreffpunkte fördert den Austausch und Wissenstransfer untereinander und trägt zu einem gemeinsamen Verständnis von GWA in Hameln bei. Anstellungsträger von QM und GWA ist auch in dieser Förderperiode die Stadt Hameln. Die Projektkoordination Quartiersentwicklung/QM ist bereits seit März 2017 im Stellenplan der Stadt Hameln dauerhaft verankert, die GWA wurde im Rahmen des Modellvorhabens "Hameln k.a.n.(n´)s." aufgebaut. Insgesamt sollen in 2019 1,5 Stellen über die Modellförderung finanziert werden, so dass zwei Sozialarbeiter/innen in einem bzw. drei Quartieren vor Ort tätig sein werden. Aufgabe der kommunalen GWA wird es sein, die jeweiligen freien Träger und ihre entsprechenden Treffpunkte in den vier Quartieren als Orte der GWA zu unterstützen und gemeinsam lokale Integrierte Handlungskonzepte zu entwickeln. Dabei stimmen sich GWA und dezentrale Familienförderung der Stadt Hameln inhaltlich eng miteinander ab und ergänzen einander in den Quartieren des Projektes "Hameln k.a.n.(n`)s. gemeinsam". Zentrales Projektziel ist darüber hinaus der Wissenstransfer der Projektgebiete untereinander. Vor allem von der Übertragung der gut funktionierenden Kommunikationsstrukturen im Soziale-Stadt-Gebiet Kuckuck werden die anderen Stadtteile auch weiterhin profitieren. Konkrete Ziele 2019 sind: Kuckuck/ Nordstadt: bestehende Treffpunkte unterstützen/ Altstadt/ Südstadt: neue Treffpunkte/Trägerstrukturen aufbauen.

Ausgangslage

Sowohl das Hamelner Wohngebiet Kuckuck als auch Altstadt, Nordstadt und Südstadt gelten innerhalb der Gesamtstadt als Quartiere mit Entwicklungsbedarf und sind geprägt vom vermehrten Zuzug von Menschen mit Migrationshintergrund und Geflüchteten. Um diesen Herausforderungen zu begegnen hat die Stadt Hameln im März 2017 eine Stelle zur Koordinierung der Quartiersentwicklung in den vier als problematisch eingestuften Stadtgebieten geschaffen. Aufgabe des QMs ist es, tragfähige Kommunikationsstrukturen in den vier Quartieren aufzubauen und die Träger sozialer Arbeit zu unterstützen. Mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s." ist es gelungen, zusätzlich GWA in den Quartieren aufzubauen und zunehmend als "Kümmerer vor Ort" mit dem klaren Auftrag der Bewohnerorientierung zu etablieren. Erste Ergebnisse von Stärken-Schwächen-Analysen, aktivierenden Bewohnerbefragungen und Gruppendiskussionen sind bereits in die jeweiligen Integrierten Handlungskonzepte eingeflossen. Maßnahmen wie der "wandernde Bewohnertreff" am Kuckuck oder gezielte Männer-Angebote tragen bereits zur Verbesserung der Integrationsmöglichkeiten sowie zur Stärkung der Identifikation der Bewohnerschaft mit ihren jeweiligen Stadtteilen bei. Dennoch ist insbesondere durch den Zuzug von Armutszuwanderern aus Osteuropa sowie von Geflüchteten in den vergangenen Jahren der Bedarf an gemeinwesenorientierten Angeboten in allen Quartieren stark gestiegen. Um diesen Herausforderungen zu begegnen soll mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s. gemeinsam" die in den Quartieren seit 2017 durch die Modellförderung gestartete GWA weiter ausgebaut und etabliert werden - jeweils als ergänzendes Pendant zum QM.

Ansatz und Methodik

Das bei der Stadt Hameln verortete kommunale Quartiersmanagement besteht bereits seit März 2017. Parallel dazu wurde mit dem Projekt "Hameln k.a.n.(n')s." als notwendige Ergänzung vor Ort in den Quartieren Kuckuck, Altstadt, Nordstadt, Südstadt Gemeinwesenarbeit aufgebaut. Auch zukünftig werden Quartiersmanagement und Gemeinwesenarbeit Hand in Hand arbeiten. Die Aufgabe des Quartiersmanagement ist es, den Kommunikationsprozess aller beteiligten Akteure in den jeweiligen Quartieren zu steuern und gemeinsam mit der GWA ein integriertes Handlungskonzept zur Quartiersentwicklung zu entwickeln und dessen Umsetzung zu begleiten. Die GWA orientiert sich an den Menschen vor Ort in den einzelnen Quartieren. Ziel ist es, gemeinsam mit den Bewohner/innen Angebote zu entwickeln und umzusetzen, die den Bedürfnissen der Bewohnerschaft entsprechen und ihre Stärken nutzen. Somit arbeitet das Quartiersmanagement eher auf der Akteursebene, die Gemeinwesenarbeit auf der Bewohnerebene. Beide ergänzen und unterstützen einander: Die GWA hat den direkten Kontakt zu den Menschen vor Ort und kann Bedarfe aus dem Quartier direkt an das Quartiersmanagement übermitteln, welches wiederum dadurch bessere Rahmenbedingungen für Nachbarschaftsarbeit vor Ort schaffen kann. Durch den regelmäßigen Austausch zwischen QM und GWA ist es möglich, die Bewohnersicht in alle Handlungsbereiche der Quartiersentwicklung einfließen zu lassen. Wichtige Partner sind dabei die städtischen Familienbüros in den Quartieren.