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GEMEINSAM - STARK - UNTERSTÜTZEN in Dodesheide-West, Haste und Sonnenhügel (Teilprojekt)

Ressortübergreifende Stärkung der Akteurs- und Ehrenamtsstrukturen zur Unterstützung von Zuwanderern und Älteren sowie zur Stabilisierung des Projektgebietes

Das Projekt

Seit 2014 trifft sich im Mehrgenerationenhaus Haste eine Akteursgruppe zum Austausch über Unterstützungsangebote, Bedarfe und Ressourcen in Dodesheide-West, Sonnenhügel und Haste (Teilnehmer: Nachbarschaftshilfe Haste-Dodesheide-Sonnenhügel, Kirchen, Quartierstreff Dodesheide-Ost, Sozialer Dienst/Regionaldienst Nord, Hochschule Osnabrück/Projekt Urbane Interventionen, Pflegeheime, Caritas, Seniorenbüro, Freiwilligen-Agentur und andere). Wichtige Akteure, wie Runde Tische, Bürger- und Sportvereine einzubeziehen sowie das Vorhaben gemeinsam neue Ehrenamtliche zu gewinnen, scheitern aufgrund fehlender personeller Ressourcen. Regelmäßige Treffen finden zwar statt, aber der Schritt vom Austausch zum gemeinsamen Handeln gelingt nicht. Ein weiterer Aspekt ist, dass die im benachbarten Dodesheide-Ost entstandene Quartiersstruktur von den BewohnerInnen des Projektgebietes negativ wahrgenommen und interpretiert wird. Das Projekt „GEMEINSAM - STARK - UNTERSTÜTZEN in Dodesheide-West, Haste und Sonnenhügel“ stärkt die vorhandene Akteursgruppe bei dem Ziel, gemeinsam und koordiniert (weitere) Ehrenamtliche für Ehrenamts- und Unterstützungsprojekte zu gewinnen. Schwerpunkte liegen auf den Zielgruppen „Geflüchtete/Zuwanderer“ und „SeniorInnen“. Da Dodesheide-West, Haste und Sonnenhügel vielfältige Schnittmengen besitzen, ist es sinnvoll, sie zusammenzufassen. Für ein effektives, gemeinsames Vorgehen wird die Unterstützung einer/s Gemeinwesenkoordinatorin/s benötigt, die mit den Akteuren 1) das Netzwerk stärkt, ausweitet und langfristig arbeitsfähig macht, 2) neue Ehrenamtliche gewinnt sowie 3) bestehende Angebote fördert und neue für die o.g. Zielgruppen entwickelt. Erstmals soll eine Verzahnung der sozialräumlichen Methoden der Fachbereiche „Kinder, Jugendliche und Familien“ sowie „Integration, Soziales und Bürgerengagement“ erfolgen, um voneinander zu lernen und die unterschiedlichen sozialräumlichen Ansätze (z.B. Geh- /Komm-Struktur) in Verbindung zu bringen. Langfristiges Ziel ist es, mit haupt- und ehrenamtlichen Ansätzen Integration und Älterwerden im Quartier zu unterstützen sowie negative Entwicklungen, Verunsicherungen und Einschätzungen der Gesamtbevölkerung im Sinne von Prävention abzufangen und eine positive Identifikation mit dem Projektgebiet zu ermöglichen. Die sozialräumlichen Ansätze der beiden Fachbereiche sollen zur Ausweitung der Methodenkompetenz und mit dem Ziel abgestimmten und gemeinsamen Handelns miteinander verflochten werden.

Ausgangslage

1) Seit 2014 bemühen sich die sehr aktiven Akteure im Projektgebiet miteinander zu kooperieren und gemeinsam Lösungsansätze für gleichartige Fragestellungen zu finden, Doppelstrukturen zu vermeiden und gemeinsam zu agieren. So wurden unter Beteiligung der Freiwilligen-Agentur und des Seniorenbüros Osnabrück erste Ideen entwickelt. Es fehlt aber an der Umsetzungskraft, da keiner der Akteure die Koordination für größere, verbindende Projekte übernehmen kann. 2) Der demografische Wandel vor allem in Form einer älter werdenden Bevölkerung und einer erhöhten Zuwanderung führt zu unterschiedlichen Problematiken: vielfältige Unterstützungsbedarfe Älterer, vor allem im vorpflegerischen Bereich; Unsicherheitsgefühl gerade dieses Personenkreises gegenüber Menschen aus anderen Kulturen,... Eine große Chance liegt in der spürbaren Engagementbereitschaft der jungen Älteren, aber auch der anderen BewohnerInnen im Projektgebiet, sich für ihr Umfeld einzusetzen. Diese Bereitschaft wird als ausgesprochen hoch eingeschätzt, kann derzeit aber nicht aktiviert werden. 3) Der Flüchtlings- und allgemeine Zuwandererzuzug in Dodesheide-Ost verändert das Stadtbild auch im weiteren Umfeld. Das positive Image des Projektgebietes droht sich zu verschlechtern. Ängste vor dem Fremden, dem Unvertrauten sind auf beiden Seiten vorhanden. Niederschwellige (Freizeit- und Hilfs-)Angebote, die für eine Durchmischung der vorhandenen und der zugezogenen Bevölkerung sorgen, können Vertrauen schaffen und stabilisieren.

Ansatz und Methodik

Es geht um die Ertüchtigung einer vorhandenen Gemeinwesenarbeit, die aber ihre weiteren Potentiale nicht nutzen kann. Es ist eine prozesshafte Unterstützung erforderlich, die die Beteiligten langfristig gemeinsam handlungsfähiger macht. Zum einen dient der Projektzeitraum zur Ertüchtigung der vorhanden Akteure, so dass sie eigenständig handeln können. Zum anderen ist nach Projektende dauerhaft eine Grundunterstützung durch das Mehrgenerationenhaus Haste sowie Freiwilligen-Agentur und Seniorenbüro der Stadt Osnabrück gewährleist. Inwieweit eine Weiterführung der Stelle des GWK erforderlich und möglich ist, wird im Laufe des Projektes zu prüfen sein.