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Entwicklung und Schaffung eines quartiersoffenen Familien- und Pflegezentrums in Hannover Vahrenwald (Schleswiger Str. 31)

Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität im Quartier / Inklusion und soziale Teilhabe

Das Projekt

Der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ist ein sozialpolitischer Mitgliederverband mit ca. 17.000 Mitgliedern in der Mitte Niedersachsens, der mit seinen gemeinnützigen Tochtergesellschaften und ca. 2000 Mitarbeitern über 120 unterschiedliche soziale Einrichtungen betreibt. Die AWO unterstützt das freiwillige, bürgerschaftliche Engagement durch vielfältige soziale und innovative Projekte und Aktionen. In Hannover Vahrenwald (Schleswiger Str. 31) betreibt der AWO Bezirksverband Hannover e.V. ein Seniorenzentrum, an das eine Kinderkrippe angeschlossen ist. Durch einen Um- und Neubau soll eine gezielte Weiterentwicklung desselben in den Bereichen Betreuung, Bildung, Gesundheits- und Nahversorgung & Freizeit den Weg für eine erfolgreiche Gemeinwesenarbeit und Quartiersentwicklung ebnen. Mit Generationen- und lebensübergreifenden Angeboten soll die soziale und kulturelle Infrastruktur im Quartier bedarfsgerecht erweitert und allen Bewohnern im Quartier angeboten werden. Für die Entwicklungs- und Vernetzungsarbeit zur Realisierung des Projektvorhabens ist eine Vorlaufzeit von 2 Jahren mit zusätzlichen personellen Ressourcen erforderlich, die aus der Pflegeeinrichtung nicht finanziert werden kann.

Ausgangslage

Der demografische und gesellschaftliche Wandel, die unzeitgemäße Wohn- und Lebenssituation der Menschen im Seniorenzentrum, verbunden mit dem Wunsch älterer Menschen und derer mit Pflegebedarf, möglichst lange selbstständig in ihrem vertrauten Wohnumfeld zu verbleiben und am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben, fordern unser aktives Handeln. Das Projektgebiet ist von einem Strukturwandel betroffen, der Gefahren birgt (soziale Konflikte) und uns in die Lage versetzt, mittels geeigneter Maßnahmen reagieren zu müssen. Die soziale Infrastruktur ist ausbaufähig, wobei in Teilen bereits heute von einer Unterversorgung gesprochen wird. Die Möglichkeiten der Bewohner aktiv am gesellschaftlichen und sozialen Leben vor Ort teilzuhaben sind dementsprechend stark eingeschränkt. Der Arbeitslosenanteil im Gebiet liegt über dem der Gesamtstadt, genauso wie der Anteil von geflüchteten Menschen. Unser Augenmerk auf diese Personengruppen zu richten und im Sinne aller Bürger im Quartier aktiv zu werden ist diesen Erläuterungen entsprechend, dringend notwendig. Durch die Entwicklung unterschiedlicher und dem Quartier angepasster Ziele und Maßnahmen (siehe Projektziele) soll letztlich die Eigenständigkeit der Bürger gestärkt, Hilfe zur Selbsthilfe ermöglicht und Partizipation gewährleistet werden. Dafür möchten wir Kommunikation fördern, vorhandene Kooperationen stärken und neue Netzwerke schaffen.

Ansatz und Methodik

Grundidee ist es, älteren Menschen im Stadtteil und in der Einrichtung mit unterschiedlichen Hilfe- und / oder Pflegebedarfen ein selbstbestimmtes und bedarfsgerechtes Leben zu ermöglichen. Das übergreifende Ziel, das sich daraus entwickelt hat, nämlich die Wohn- und Lebensqualität im Quartier zu verbessern, bezieht alle Menschen aus dem Quartier mit ein und setzt auf vielfältige Möglichkeiten sozialer Teilhabe. Die Umsetzung soll durch bauliche und soziale Projekte erfolgen, wobei die Bedarfe der Bewohner in Kooperation mit den Akteuren vor Ort ermittelt werden. Konkret geht es um die Schaffung sozialer und kultureller Angebote, die auf der einen Seite allen Menschen im Stadtteil offen stehen (Schaffung einer „Komm-und Geh-Struktur“) und dadurch auf der anderen Seite den Bewohnern des Seniorenzentrums die Möglichkeit bieten, am gesellschaftlichen Leben aktiv teilzunehmen. Dafür wird ein Schwerpunkt auf den Ausbau von Vernetzungsstrukturen gelegt und bereits bestehende Kooperationen zu Institutionen, Vereinen, Initiativen, Politik und Wirtschaft weiter ausgebaut.