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Quartierstreff südliche Innenstadt

Leben im Kultviertel

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Das Projekt

Die südliche Innenstadt Braunschweigs ist durch ein Nebeneinander von "Partymeile", "Rotlichtviertel" "türkischem Geschäftsviertel", preisgünstigen Altbauwohnungen und hochpreisigen Neubauwohnungen gekennzeichnet. In den vergangenen Jahren hat es mehrere Initiativen zur Aufwertung des städtebaulichen Erscheinungsbildes und zur Verbesserung des Images gegeben. Im Fokus standen dabei die Interessen der Hausbesitzer und Geschäftsleute. Die Wohnbevölkerung hat nur teilweise einen Nutzen daraus gezogen. So hat z.B. die Entwicklung zu einem "Kultviertel " dazu geführt, dass die ohnehin schon bestehenden Konflikte zwischen Alteingesessenen, Zuwanderern und feierfreudigen Besuchern des Viertes noch verstärkt wurden. Alte Menschen fühlen sich zunehmend verunsichert und ziehen sich aus dem öffentlichen Raum zurück. Durch Einrichtung eines Quartierstreffs sollen die Bedürfnisse der Wohnbevölkerung stärker in den Stadtentwicklungsprozess eingebracht werden. Dabei steht der Interessenausgleich zwischen unterschiedlichen Gruppen der Bevölkerung einerseits sowie der Bevölkerung und den übrigen Nutzern des Viertels andererseits im Vordergrund. Innerhalb der Wohnbevölkerung soll ein besonderes Augenmerk auf die älteren Menschen gelegt werden.

Ausgangslage

Die Stadt Braunschweig finanziert ein flächendeckendes Angebot der Nachbarschaftshilfe für ältere Menschen. Die Nachbarschaftshilfe "Am Wasserturm" vom Deutschen Roten Kreuz ist u.a. auch für die Innenstadt Braunschweigs zuständig. Sie verfolgt die dort stattfindenden Aufwertungsprozesse mit gemischten Gefühlen, da die Interessen der älteren Bewohner zu wenig Berücksichtigung finden. Die Nachbarschaftshilfe möchte deshalb über ihren eigentlichen Arbeitsauftrag hinausgehend in der südlichen Innenstadt einen Quartierstreff einrichten, der als Anlaufstelle für die Wohnbevölkerung dient und zu beiträgt, Konflikte zwischen den verschiedenen Nutzergruppen der südlichen Innenstadt zu entschärfen. Anknüpfend an ein integratives Wohnprojekt der städtischen Wohnungsbaugesellschaft soll in Kooperation mit anderen Akteuren des Viertels eine Gemeinwesenarbeit im Stadtteil aufgebaut werden. Der im integrativen Wohnprojekt vorhandene Gemeinschaftsraum bietet sich an, auch von der übrigen Quartiersbevölkerung genutzt zu werden. Durch Kooperation mit anderen Akteuren im Viertel soll ein neues Gefühl der Nachbarschaft entstehen. Es sollen Strukturen gelegt werden, die die Kommunikation zwischen den Interessengruppen und einen Interessenausgleich fördern.

Ansatz und Methodik

Die Arbeit richtet sich ganzheitlich auf die Lebenszusammenhänge der Quartiersbewohner, handlungsleitend sind die Interessen der Menschen im Quartier, sie werden in der Wahrnehmung ihrer Interessen unterstützt Ziel ist die Verbesserung der Lebensbedingungen unter Einbeziehung der Betroffenen Die Arbeit erfolgt auf sozialräumlicher Ebene und in Netzwerken mit anderen Akteuren im Quartier, die Ressourcen des Quartiers werden genutzt Ziel ist die die Verbesserung des sozialen Zusammenhangs zwischen den Quartiersbewohnern, es findet ein gemeinwesenorientierter Ausgleich zwischen den Interessen unterschiedlicher Gruppen statt