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Women connect!

Frauenpower für soziale Integration in Döhren

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Das Projekt

Im Projekt "Women connect!" entsteht durch Begegnung und selbstorganisierte Aktivitäten ein Netzwerk aus Frauen aus den unterschiedlichen sozialen Gruppen des Hannoveraner Stadtteils Döhren, das in Zusammenarbeit mit bestehenden Organisationen und Akteuren das Miteinander und die soziale Integration im Stadtteil stärkt. Das Projekt setzt an bestehenden informellen Begegnungsorten wie den Spielplätzen am Fiedeler Platz und der Peiner Straße an, wo es über niedrigschwellige Angebote (z.B. Picknicks, Bastelaktionen etc.) Frauen über die Grenzen ihrer sozialen Blasen hinweg zusammen und in einen produktiven Austausch bringt. Die sich dabei im Gespräch ergebenen Bedarfe und Wünsche werden in abwechslungsreichen Formaten wie Meckercafés, Aufstellungen, Stadtteilbegehungen, Ideenschmieden, Lösungs-Sit-Ins usw. aufgegriffen. In diesen Formaten werden die Bedarfe gemeinsam thematisiert, systematisiert und zusammen angegangen, indem Ideen und Pläne für deren Umsetzung entwickelt werden. Unterstützend setzt das Projekt von Beginn an auf eine enge Vernetzung zu und Zusammenarbeit mit der Akteurslandschaft im Stadtteil, um sich nachhaltig zu etablieren. Aus den anfänglichen Begegnungsformaten entwickelt sich im Projektverlauf ein fester Treffpunkt, bevorzugt mit eigenen Räumlichkeiten, der den Frauen als Safe Space dient und den sie räumlich wie inhaltlich ausgestalten. Der Raum steht ihnen offen, um sich zu treffen und Agebote zu organisieren. Aus diesem Safe Space heraus entsteht nicht nur ein sich verdichtendes soziales Netzwerk, das schnell in die Familien der Frauen und weitere Bevölkerungsteile wirkt. Von hier aus setzen die Frauen auch ihre Ideen und Lösungen für den Stadtteil in Form von selbstgewählten Formaten und Aktionen um. Das Projektteam nimmt dabei eine unterstützende, beratende Rolle ein und stiftet sinnvolle Vernetzung zu einschlägigen Akteuren aus dem Stadtteil. Egal, ob die Frauen ein Stadtteilfest organisieren, Kreativangebote oder Ausstellungen gestalten, einen lokalen Videopodcast produzieren oder Hilfsnetzwerke initiieren - durch ihre Aktivitäten wirken sie sichtbar in den gesamten Stadtteil hinein. Die gesammelten Erfahrungen und erworbenen Kenntnisse bringen sie dann auch nach und nach in die Leitung heterogener Organisationsteams mit ein, in denen sie mit engagierten Einwohnern eine aktive Beteiligungskultur im Stadtteil befeuern und ihre Projektarbeit ausbauen. Zusammengefasst vernetzt, aktiviert und empowert das Projekt Döhren.

Ausgangslage

Der Hannoveraner Stadtteil Döhren liegt zwischen der innenstadtnahen, gutbürgerlichen Südstadt und Laatzen. Er ist ein lebendiger, familienfreundlicher Stadtteil mit vielfältigen Einkaufsmöglichkeiten, gastronomischem Angebot und attraktiven Spielplätzen. Besonders hervorzuheben sind das Mehrgenerationenhaus und gut etablierte Jugendzentrum, das seit Jahren auch Jugendlichen aus sozial benachteiligten Lebenslagen Halt und Perspektiven bietet. In den vergangenen Jahren ist die Stadtteilbevölkerung zunehmend heterogener geworden. 2024 hatten 30,6 % der Einwohner*innen in Döhren eine Migrationsgeschichte – ein Zuwachs von 20 % im Vergleich zu 2018. Die wachsende Diversität stellt den Stadtteil vor neue Herausforderungen: Es braucht Strukturen, die ein echtes Miteinander fördern und ein bloßes Nebeneinander verhindern. Gelingende Integration wirkt spannungspräventiv und stärkt den sozialen Zusammenhalt. Ein zentraler Ort des Aufeinandertreffens sind die Spielplätze – etwa an der Peiner Straße oder am Fiedeler Platz. Hier halten sich täglich vor allem Mütter mit ihren Kindern auf. Diese informellen Begegnungsorte bieten großes Potenzial für Austausch – bislang jedoch weitgehend ungenutzt. Frauen wirken in ihre Familien hinein und können somit als Schlüsselakteurinnen sozialer Integration wirken. Werden sie vernetzt und ins gemeinsame Tun gebracht, profitieren nicht nur sie, sondern der gesamte Stadtteil. Döhren braucht daher Angebote, die Frauen aus unterschiedlichen Lebensrealitäten zusammenbringen, den Dialog stärken und gegenseitiges Empowerment ermöglichen. Ein geschützter, gleichzeitig offener Raum – als Treffpunkt, Ideenschmiede und Motor für ein gelingendes Miteinander.

Ansatz und Methodik

Das Projekt „Women connect!“ verfolgt einen gemeinwesenorientierten Ansatz. Ziel ist es, Frauen unterschiedlicher sozialer und kultureller Hintergründe im Stadtteil Döhren miteinander zu vernetzen, ihre Teilhabe zu stärken und sie in ihrer Rolle als Akteurinnen des Gemeinwesens zu aktivieren. Ausgangspunkt sind alltägliche Begegnungssituationen an informellen Orten wie Spielplätzen, die bewusst genutzt werden, um niedrigschwellige Kontakte zwischen Frauen zu ermöglichen. So knüpft das Projekt gezielt an die informellen Alltagssituationen an, in denen Frauen ohnehin präsent sind – und wandelt beiläufige Begegnungen in aktive Mitgestaltung um. In strukturierten Formaten wie Stadtteilbegehungen, Mecker-Cafés oder Ideenwerkstätten äußern die Teilnehmerinnen ihre Anliegen und entwickeln gemeinsam Vorschläge zur Verbesserung der Lebensqualität im Stadtteil. Diese werden in selbstgewählten Aktionen umgesetzt. Ein zentraler Bestandteil ist der Aufbau eines regelmäßigen Treffpunkts als „Safe Space“, den die Frauen inhaltlich mitgestalten und organisatorisch mittragen. Das Projektteam übernimmt dabei eine begleitende, unterstützende Rolle und stellt die Verbindung zu relevanten Akteur*innen im Stadtteil her - es vernetzt, empowert und aktiviert. Die Maßnahmen zielen auf langfristige Selbstorganisation, Stärkung nachbarschaftlicher Beziehungen und die nachhaltige Verankerung im Sozialraum.