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Bürger-Treff in Buchholz Zentrum

Sozialen Randgruppen der Stadt wird niedrigschwellig geholfen und sie begegnen in einem angenehmen Umfeld anderen Bürgern auf Augenhöhe

Das Projekt

Nachdem wir mehr als zwei Jahre als Versuch im Buchholzer Bahnhofsgebäude mit ausschließlich ehrenamtlichen Mitarbeitern täglich Wohnungslosen und anderen Hilfsbedürtigen niederschwellig geholfen und Hilfen in verschiedenen Bereichen vermittelt haben, ist bei uns der Wunsch entstanden, eine Begegnungsstätte zu schaffen, in der diese Hilfsbedürftigen anderen Bürgern der Stadt in einer ansprechenden Umgebung begegnen. In diesem Rahmen soll unsere Arbeit professionalisiert und erstmals bezahltes Personal eingestellt werden. Mit ausschließlicher Ehrenamtlichkeit können wir das geplante Projekt nicht verwirklichen. Wir benötigen dazu größere Räumlichkeiten und kompetentes Personal, um unserer Zielgruppe effektiv helfen zu können und eine ansprechende Begegnungsstätte für alle Bürger zu schaffen. Im Zentrum der Stadt haben wir ein geeignetes Ladenlokal gefunden. Wir würden den Raum im Bahnhof in das Projekt als Zubringer integrieren, dort aber dann nur vormittags öffnen. Der neue Help-Bürger-Treff könnte dann täglich (auch sonn- und feiertags) von 14 bis 18 Uhr geöffnet sein. Die Zielgruppe sollen ausser der bisherigen, nämlich den Wohnungslosen, Migranten, Behinderten und armen Mitbürgern auch alle anderen Stadtbewohner sein, z.B. auch Senioren. Außer den Angestellten werden wir auch dort Ehrenamtliche zur Mitarbeit im Help-Treff anwerben. Eine Kooperation mit einer Behindertenwerkstatt am Ort ist angedacht. Inhaltlich planen wir ein Café, in dem Kaffee und Speisen gegen freiwillige Spende ausgegeben werden. Die Randgruppen begegnen dort Bürgern aus allen Gesellschaftsschichten. Einer der Schwerpunkte ist Hilfe bei Anträgen, auch bei Onlineanträgen, z.B. bei der Beantragung von Bürgergeld. Erfahrungsgemäß werden die Hilfesuchenden häufig Migranten sein, die nicht alle Fragen auf Anträgen verstehen. Es sollen auch Aktivitäten stattfinden wie Sportgruppen, Musik-Veranstaltungen, Ausstellungen, Hausaufgabenbeaufsichtigung. Da wir natürlich nicht bei allen Problemen selbst helfen können, ist uns wie auch bisher eine Vernetzung mit anderen Akteuren sozialer Angebote der Stadt wichtig. Durch das Projekt wollen wir die sozialen Randgruppen besser in die Gesamtgesellschaft integrieren, um den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Wir wollen durch dieses Hilfsangebot nicht Wohnungslose aus anderen Orten anziehen, sondern dabei mitwirken, die vorhandenen von der Straße in die Mitte der Gesellschaft hinein zu bekommen.

Ausgangslage

Seit August 2022 betreiben wir im Bahnhofsgebäude Buchholz täglich von 14:00 bis 16:30 Uhr probeweise eine niedrigschwellige Anlauf- und Beratungsstelle für Hilfsbedürftige der Stadt mit Fokus Obdachlose, Migranten und andere Hilfsbedürftige; und haben dabei gesehen, dass der Bedarf für Hilfestellungen durch sozial kompetente Ansprechpartner in diesen Randgruppen groß ist. Der Anlaufpunkt ist inzwischen etabliert und bekannt. Täglich helfen wir Menschen in Nöten mit zwei geschulen Ehrenamtlichen, und bieten Gemeinschaft und ein offenes Ohr an. Es mangelt nicht an ehrenamtlichen Mitarbeitern, die Bereitschaft, dort mitzuarbeiten, ist groß. Daneben sehen wir die Notwendigkeit, diese Arbeit personell zu professionalisieren, wir registrieren, dass die Ehrenamtlichkeit an ihre Grenzen stößt. Es besteht Nachfrage nach einem vielseitigen Beratungsangebot wie z.B. Hilfe bei Behördenanträgen und weitere Vernetzung mit der Stadtverwaltung und anderen sozialen Diensten. Wir freuen uns immer wieder über kleine Erfolge bei den Hilfsbedürftigen und würden im Interesse unserer Gäste die Arbeit gerne auch räumlich ausweiten, denn wir sehen den Bedarf dafür. Am bisherigen Platz im Bahnhof ist eine bedarfsentsprechende Ausdehnung und Professionalisierung nicht möglich. Auch haben wir immer wieder Kontakt zu anderen Bürgern, die unsere Arbeit schätzen, sie würden die Möglichkeit der Begegnung in einem Café sicher annehmen. Wohnungslose und andere Hilfsbedürftige finden bisher nicht ausreichend Möglichkeiten für vorurteilsfreie Begegnungen mit anderen Bürgern. Ausser dem Finden geeigneter Mitarbeiter wäre es sehr wichtig, ein ausreichend großes Ladenlokal an gutem Standort zu finden.

Ansatz und Methodik

Seit mehr als 2 Jahren arbeiten wir täglich mit Ehrenamtlichen durch Einzel- und Gruppenhilfe für Menschen in sozialen Randgruppen. Ehrenamtlichkeit heißt bei uns aber nicht unprofessionell. Arzt, Krankenschwestern, pensionierter Postbeamter, Arzthelferin, ein Unternehmer leiten die Arbeit, dazu ein angelernter Helfer. Mit den verschiedenen Fähigkeiten und Begabungen kann vielen Menschen geholfen werden. In der Bahnhofsgegend konzentrieren sich viele soziale Bedürfnisse, bei denen quartiersbezogen geholfen wird, weil sich dort z.B. Wohnungslose und Menschen mit Migrationshintergrund vermehrt aufhalten. Wir arbeiten daran, die Handlungsfähigkeit und Selbstorganisation aller Bürger zu stärken.