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Nachbarschaftstreff Neuenhäusen

ZusammenLeben in Neuenhäusen

stadtteilversammlung der solidarischen initiative neuenhaeusen 1 , stadtteilversammlung der solidarischen initiative neuenhaeusen 4 , stadtteilversammlung der solidarischen initiative neuenhaeusen 5 , stadtteilversammlung der solidarischen initiative neuenhaeusen 2

Das Projekt

Mit dem Projekt: „Nachbarschaftstreff – ZusammenLeben in Neuenhäusen“ wird ein Ort von den Bewohner:innen des Stadtteils für den Stadtteils aufgebaut. Dieser wird ein präsenter Anlaufpunkt in Neuenhäusen und bietet zukünftig niedrigschwellige Möglichkeiten für Austausch und Treffen der Nachbarschaft, sowie Räume für die Umsetzung von Projekten der Bewohner:innen und lokalen Initiativen. Zudem kann dieser Ort Anlaufpunkt für benötigte Unterstützung sein, die Menschen aus dem Stadtteil sich gegenseitig geben können: bpsw Übersetzungen, Hilfe mit Post von Behörden/Vermietern, sozialen Konflikten oder praktischer Unterstützung im Alltag & Austausch von Gebrauchsgegenständen. Die alltägliche Arbeit wird von Menschen aus dem Stadtteil gemeinsam in ehrenamtlicher Arbeit geleistet, wodurch Hierarchien vermindert und eine Identifikation mit dem Projekt gestärkt wird. Notwendigkeit: Die Notwendigkeit hierfür wurde von mehreren Stellen deutlich formuliert, z.B. in den Erläuterungen - Schwächenanalyse zum 2. Bürgerforum - Onlinebeteiligung zum Rahmenplanentwurf (https://stadtsanierung-celle.de/Neuenh%C3%A4usen/Sanierung/St%C3%A4dtebaulicher-Rahmenplan/): „Bezüglich der Nutzungsstruktur ist vor allem das Fehlen eines Treffpunktes zu nennen, der allen Nutzergruppen offensteht und das soziale Leben Neuenhäusens bündelt.“ Die Befragung von 140 Bewohner:innen des Stadtteils im Sommer 2021 bestätigte dies: Bei der Frage „Was fehlt im Stadtteil?“ gehörten Treffpunkt/Begegnungsort/Stadteilcafé zu den meistgenannstesten Antworten. Umsetzbarkeit: Seit Sommer 2021 hat sich die „Solidarische Initiative Neuenhäusen“ gegründet, um „zur Vernetzung bei[zu]tragen, neue Gelegenheiten für Gemeinschaft und mehr Leben im Stadtteil schaffen“ . Seitdem organisiert die Initiative u.a. regelmäßige kulturelle Abende Frauen*Brunch. Da es bisher an Räumen für weitere Ideen, fehlt, die Menschen aus der Nachbarschaft umsetzen wollen (offenes Café, Repaircafé, Mutter-Kind-Treff, u.a.) ist ein weiteres ihrer Vorhaben die Schaffung dieser Räume. Dabei stützt sich die Initiative auf vielfältige persönliche Kontakte, sowie auf die langjährigen Erfahrungen von Kooperationspartnern. Konkret wird die CD-Kaserne gGmbH das Vorhaben bei Fragen zu Konzepten sozialer Arbeit im Stadtteil unterstützen, während der Verein Buntes Haus e.V. mit langjähriger Erfahrung in rein ehrenamtlicher arbeit Träger des Nachbarschaftstreffs und damit dieses Projekts sein wird.

Ausgangslage

Der Stadtteil Neuenhäusen liegt zentral in der Celle zwischen Bahnhof und Altstadt. Die Bevölkerung (8.000 Menschen) ist recht heterogen, vor allem in Bezug auf Herkunft und ihre ökonomische Situation. In dem Stadtteil mit der höchsten Bevölkerungsdichte der Stadt leben die Menschen in großen Blocks, Reihen- & Einfamilienhäusern. Teilweise besteht Handlungsbedarf, was den Zustand von Wohnhäusern und Straßen/Wegen angeht. Im Vergleich mit der gesamten Stadt ist der Stadtteil, jünger, multikultureller und ärmer. Kennzeichnend ist v.a. ein Mangel an sozialer Infrastruktur im Stadtteil. Am östlichen Rand des Stadtteils bietet ein ehemaliges Kasernengelände Platz für einige Angebote aus den Bereichen Jugend, Kultur & Sport. Dort befinden sich u.a. die CD-Kaserne gGmbH & das soziokulturelle Zentrum Buntes Haus. Außer kirchlicher Angebote gibt es keine weiteren niedrigschwelligen sozialen Treffpunkte- insbesondere in den Wohngegenden. Ein Jugendtreff in Bahnhofsnähe hat in den vergangenen Jahren geschlossen. Selbst informelle Treffpunkte sind rar geworden. So gibt es nur noch ein Café am äußeren Rand des Stadtteils, sowie nur noch 2 Kneipen/Bars. Im Sommer 2021 hat sich mit der „solidarischen Initiative Neuenhäusen“ ein Zusammenschluss aus Anwohner:innen gebildet, die das soziale Leben im Stadtteil gemeinsam weiterentwickeln möchten. Dazu wurde zunächst eine Umfrage durchgeführt, mit der die Situation der Teilnehmenden erfasst und Handlungsideen ermittelt wurden. Als Probleme wurden u.a. mangelnder Austausch in der Nachbarschaft, Ökologische Probleme/Müll, schlechtes Sicherheitsempfinden, und fehlende Orte zum Treffen und für Ideen/Projekte aus der Nachbarschaft genannt.

Ansatz und Methodik

Das Projekt bezieht sich explizit auf den den Ansatz von GWA. Es hat zum Ziel, durch die Beteiligung & Aktivierung der Bewohner:innen des Stadtteils die Lebensbedingungen lokal zu verbessern. Mit der Entwicklung eines gemeinsamen Ortes wird konkret die Infrastruktur im Stadtteil verbessert und eine Lösung für einen konkreten Bedarf umgesetzt. Der konkrete Raum stellt eine Basis für die Beteiligten auch ihre materielle Situation verbessern (z.B. durch Unterstützung bei Fragen zu Transferleistungen oder Problemen mit den Vermietern, oder in der Kommunikation mit der Stadtverwaltung). Ebenso hat das Projekt auch die Verbesserung der immateriallen Lebenssituation zum Ziel: Stärkung und Entwicklung von sozialen Beziehungen, Abbau von Diskriminierung, Entwicklung einer verbindenden Stadtteilkultur und Unterstützung bei gesellschaftlicher Partiziation. Durch die Konzeption als ehrenamtliches Projekt und gemeinsame Umsetzung der Ideen der Beteiligten wird sichergestellt, dass die Bedürfnisse der Betroffenen bearbeitet werden. Der partizipative Ansatz und explizite Ansprache aller Menschen im Stadtteil wirkt empowernd und stärkt die Handlungsmacht jeder/s Einzelnen und damit demokratische Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Durch die kollektiven Prozesse und den Austausch untereinander findet gleichzeitig interkulturelle Bildungsarbeit statt.