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Jugend Verändert - Jugend Gestaltet - Jugend Verbindet

Junge Menschen in Hornburg sowie in der Region Elm Asse des Landkreises Wolfenbüttel in Remlingen gestalten ihre Umgebung selbst und passen ihre neuen Strukturen an ihren Lebensraum vor Ort an.

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Das Projekt

Die Freiwilligenagentur gehört zum LK Wolfenbüttel, ist in WF verortet und in der Region seit 23 Jahren tätig. Sie möchte in Hornburg und Remlingen erreichen, dass Jugendstützpunkte errichtet werden, die von Jugendlichen betrieben werden. Die jungen Menschen bekommen die Möglichkeit, die Entstehung und Errichtung selbst zu organisieren, von der Planung bis zum Betrieb der Einrichtungen. Diese Stützpunkte haben den Charakter selbstgeführter Jugendcafés, die auch für Institutionen und Verbänden als Treff oder als Informationsdrehscheibe genutzt werden können. Sie sollen zentral und sichtbar im Kern der Ortschaften liegen. Junge Menschen vor Ort bringen sich für die ältere Generation ein, machen ihre Jugendkultur transparent, um ein generatives Gleichgewicht in den Bereichen Kunst, Kultur und Sport herzustellen und initiieren demokratiefördernde Aktivitäten. Diese werden zur Neuentstehung und Erhaltung des Ehrenamtes vor Ort beitragen. Die jungen Menschen leisten einen Anteil zur Bereicherung des Gemeinwesens vor Ort und identifizieren sich mit ihrem Lebensraum und fördern Akzeptanz und gemeinschaftliches Handeln in den ländlichen Gemeinschaften. Sie entwickeln gemeinschaftliches Leben und demokratische Mitbestimmung. Da bisher in diesen beiden Orten viel traditionelles Ehrenamt stattfindet, in dem junge Menschen wenig Möglichkeiten zur Entfaltung vorfinden, haben sich Nischengesellschaften gebildet. A.) Junge Menschen, die sich an Strukturen orientieren, die der rechten Szene zuzuordnen sind. B.) Jugendliche mit Migrationshintergrund, (1982 - 1985 und 2015 - 2018). C.) Junge Menschen die sich weder der einen noch der anderen Gruppierung zuordnen möchte, vor Ort keine Möglichkeiten der Entfaltung vorfinden und daher in die nahegelegenen Städte Wolfenbüttel und Braunschweig ausweichen um ihre Freizeit und ihr Ehrenamt auszuüben. Diese Entwicklung führt zu Frontenbildungen und Fluchtbewegungen junger Menschen aus ländlichen Gebieten vor allen deshalb, weil hier eine Rechte Szene auf Sekundärmigration stößt und diese Entwicklung dem Gemeinwesen vor Ort abträglich ist. In unserem Projekt werden junge Menschen empowert, damit diese wiederum das Gemeinwesen empowern.Das geschieht in den zu entwickelnden Stützpunkten. Wir möchten die Zielgruppen aufsuchen, Kontakt herstellen, Gruppen zusammenführen durch kleine Veranstaltungen, Ideen sammeln und die Jugendlichen empowern Ideen vor Ort umzusetzen.Sie sollen befähigt werden im Netzwerk vor Ort aktiv zu sein.

Ausgangslage

In den Ortschaften Hornburg und Remlingen - kleine Ortschaften im ländlichen Raum leben <weniger als 2500 Einwohner. Sie weisen uns darauf hin dass in den Orten unterschiedliche Voraussetzungen zur Entwicklung des Gemeinwesens vorliegen, die vorherrschende Träger- und Vereinslandschaft tradiert ist und nicht mit den Ideen/ Lebenseinstellungen junger Menschen kompatibel ist, Jugendliche kaum Zugang zu diesen Strukturen finden und sich zurückziehen, sie sich außerhalb der Gemeinden  orientieren und sich Zugänge suchen, die ihren Interessen entsprechen, kostengünstig sind und Mobilität/Fahrmöglichkeiten ermöglichen, die sonst sehr eingeschränkt vorhanden sind. Einhergehend mit finanziellen Engpässen in den Familien, ein hoher Anteil der jungen Menschen bezieht Transferleistungen, nutzten Jugendliche die Angebote, die reizvoll und kostenfrei sind. Da diese wenig Identifikation mit ihren Gemeinden haben, verlassen sie ihre Umgebung und dadurch die aktuellen ländlichen Strukturen. Die Verbands-, Vereinszugehörigkeit schwindet, der Zugriff von demokratiefeindlichen Vereinigungen gelingt, die Zugehörigkeit junger Menschen in diesen Verbindungen wächst. Gleichzeitig stagniert das Gemeinwesen, es kann sich nicht entwickeln. Diese Problematik ist in Remlingen sowie in Hornburg sichtbar. Hier entwickelt sich jeweils eine Nischengesellschaft, die parallel zu den vorhandenen Strukturen agiert. Diese besteht aus jungen Menschen, die ihre eigenen Interessen (Gestaltung von Freizeit) umsetzen. Zu ihnen zählen vermehrt demokratiefeindliche Gruppen, die auf Sekundärmigration treffen. Das birgt Frust- und Gewaltpotentiale.

Ansatz und Methodik

Die Freiwilligenagentur steigert mit diesem Projekt in Zusammenarbeit mit den Jugendlichen die gesamte Lebensqualität vor Ort. Sie werden dabei unterstützt, die Strukturen für sie interessanter zu gestalten und sie zu motivieren sich selbst für ihre Bedürfnisse in der Gemeinde einzusetzen. Dazu werden gemeinsam mit den Jugendlichen Stützpunkte in den Ortschaften errichtet. Der Ansatz den wir verfolgen, ist eine Peer to Peer Methode. Im Hinblick auf entstandene rechtslastige Tendenzen in den Gemeinden (sog. "Elm-Asse-Front") werden hier Strukturen entwickelt, die durch die Mitgestaltung und die Übernahme von Verantwortung das demokratische Denken erhöhen und verfestigen. Zusätzlich werden die älteren Generationen in diese Prozesse der Verbesserung der Lebensqualität der beiden Ortschaften aktiv eingebunden. Die Teilnehmer*innen an den Jugendstützpunkten werden dazu motiviert andere vorhandene Gruppen vor Ort (Ältere Menschen, Geflüchtete) in ihre Aktivitäten mit einzubinden. Die Jugendstützpunkte sollen Aktionen ins Leben rufen und Alternativen bieten um der Rechten Szene etwas entgegenzusetzen und ihr den Boden zu entziehen. Damit wirken sie präventiv - sie stellen attraktive Angebote zur Verfügung und verhindern damit den Zulauf zu Rechten Gruppen.