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Berthas Machbarschaften

Beteiligung und Befähigung der Nachbarschaft rund um den Bertha-von-Suttner Platz

2018 05 23 11.09.28 , bertha2018 , mobiles parklet , mobiles parklet3

Das Projekt

Zentral gelegen, im Stadtbezirk Hannover Südstadt-Bult, befindet sich der Bertha-von-Suttner Platz. Hier wurde 2014 das Projekt Berthas Beete gestartet. Berthas Beete sollen zu Berthas Machbarschaften wachsen. Mit gemeinsamen Aktionen auf dem Bertha-von-Suttner Platz wird die Nachbarschaft lebendig. Besonders im Fokus stehen soll der Austausch zwischen Jung und Alt. In Workshops sollen die Anwohner*innen befähigt werden Netzwerke zu bilden. Und aktiv zu werden, um ihre eigene Nachbarschaft mit zu gestalten. Gleichzeitig wird der Platz genutzt um Skill Sharing zu ermöglichen. Die Nachbar*innen befähigen sich gegenseitig. So wird der soziale Zusammenhalt gestärkt. Die Südstadt ist einer der am dicht besiedelten Stadtteile in Hannover mit 77 Einwohner*innen je Hektar. Der Anteil der Einzelwohnungen ist dafür sehr hoch. Es gibt also einen hohen Druck auf öffentliche Räume durch dichte Besiedelung. Gleichzeitig erhöht dies die Gefahr von Vereinzelung, da sich Menschen in ihre eigenen Wohnungen zurück ziehen. Berthas Machbarschaften wirkt dem entgegen und schafft Nachbarschaften die Austausch, gegenseitige Befähigung und Hilfe möglich machen. Im erweiterten Projektgebiet wird mit einer mobilen Plattform (Parklet) dezentral gearbeitet. Das Parklet wird auf einem umgebauter Autoanhänger installiert. Es ist begrünt, bietet Aufenthaltsfläche und die Möglichkeit kleine Ausstellungen zu zeigen. So kann es multifunktional für soziale, ökologische und kulturelle Zwecke genutzt werden. Es zieht durch die benachbarten Straßen und eröffnet so neue Räume. Es wird eine Art Beteiligungsinsel. Dadurch werden die Anwohner*innen angeregt über ihre Wünsche für eine lebenswerte Stadt nachzudenken und sie zu äußern. Außerdem wird Raum geschaffen um sich kennen zulernen und auszutauschen. Anschließend an diese erste Projektphase soll das Projekt in andere Stadtteile ziehen. Die an dem Projekt Partizipierenden werden zu Multiplikator*innen. Sie helfen dabei weitere Nachbarschaften zu Machbarschaften zu machen.

Ausgangslage

Die Südstadt ist ein dicht besiedelter Stadtteil indem die Altersverteilung weit auseinander reicht. Zum einen sind 21% der Bewohner*innen über 60 Jahre alt. Zum anderen weist die Südstadt die höchste Säuglingsdichte (10,8 Säuglinge je 1000 Einwohner*innen) auf. Bei einer Dichte von 77 Einwohner*innen pro Hektar wohnen durchschnittlich nur 1,6 Menschen in einer Wohnung. Dies birgt die Gefahr von gesellschaftlicher Isolation. Durch die großen Altersunterschiede kann es zu Segregation kommen. Der demografische Wandel ist auch in der Südstadt spürbar. Die Einwohner*innen sind zunehmend älter und oft auch sozial isoliert. Um mehr Diversität im Stadtteil zu fördern braucht es Austausch und sozialen Zusammenhalt.

Ansatz und Methodik

Das Projekt verfolgt den Ansatz der Gemeinwesensarbeit dadurch, dass Einwohner*innen befähigt werden sollen sich für ihre Nachbarschaft zu engagieren und sich für sozialen Zusammenhalt einzusetzen. Das Projekt lädt aktiv zur Teilhabe ein und aktiviert die Stadtbewohner*innen, befähigen sich zu engagieren. Nach den Prinzipien des Gemeinwohls sollen gemeinsame Orte geschaffen werden, Erfahrungen, Wissen und Materialien geteilt werden. Aus Nachbarschaften werden Machbarschaften. Friedliches und solidarisches Zusammenleben in einer dichten Stadt wird möglich. Niedrigschwellige Beteiligung wird möglich. Austausch und Befähigung wird möglich. Das Projekt soll ein Startpunkt sein um darauf folgend in weitere Stadtteile zu ziehen. Der Anlaufpunkt Bertha-von-Suttner-Platz sowie die die Räume die sich in das Netzwerk integrieren werden von einem Kümmerer/einer Kümmerer*in betreut und koordiniert.