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Digitale Kompetenznetzwerke - Soziales Miteinander im digitalen Raum

Ansprechpartner
Katarina Wetzel
Funktion Geschäftsführerin
Bassum - Ins Netz gegangen
Projektbeschreibung
Gerade in den vergangenen Monaten waren alle persönlich unterschiedlich stark von den Einschränkungen der sozialen Kontakte betroffen. Das Mütter-Kinder-Zentrum möchte in den kommenden drei Jahren den Veränderungen durch Covid-19 und den damit verbundenen sozialen Distanzen entgegenwirken und digitale Netzwerke und Angebote zur einfachen und "kontaktlosen" Kommunikation aufbauen und mit niedrigschwelligen Angeboten zur Aktivierung älterer und digital unerfahrenen Bevölkerungsschichten beitragen. Darüber hinaus wollen wir die dafür nötige Medienkompetenz in der Quartiersbevölkerung verbessern. Es ist wichtig die Fähigkeit zur aktiven Kommunikation über audiovisuelle Medien zu schulen. Deshalb wollen wir als Impulsgeber für eine Vielzahl von unterschiedlichen Projekten auftreten und so die folgende gemeinsame Zielsetzung erreichen: - Abfrage der Bedarfe und Wünsche, eine große Onlinebefragung läuft aktuell, (ein Zwischenergebnis: knapp 90 % der Befragten wünschen sich einen Ausbau der Onlineangebote, 65 % wünschen sich dringend eine Vernetzung der bisherigen Angebote im Quartier) - Aufbau und Erweiterung einer lokal vernetzten Onlineplattform: Alle digitalen Angebote des Quartiers werden auf einer Webseite zusammengeführt. Dabei werden sozialen Medien und Kanäle (Youtube, Facebook, Onlinemeetingräume...) genutzt und neue Möglichkeiten getestet - Unterstützung zum Weitergeben von Fachwissen über örtliche Onlineangebote, z.B. für den pensionierten Gärtner aus der Nachbarschaft zur Erstellungs eines Podcasts mit Gartentipps oder für die Jugendgruppe bei der Umsetzung von Videos für den wöchtlichen digitalen TV-Sender. - Offener Treffpunkt im digitalen Raum für öffentliche und private Gruppen, z.B. für die ältere Frauengruppe, die seit Monaten kein Treffen mehr hatte und vor der Hürde eines Onlinemeetings zurück schreckt - Bereitstellung und Unterweisung der digitalen Medien für schulisches Arbeiten bei Kindern mit Förderbedarf - Langsames, stetiges Hineinwachsen mittels Aktionen und praxisnahes Ausprobieren mit niedrigschwelligen, aber begehrten Angeboten, z.B. digitale Spielenachmittage, digitale Kochkurse (Vlog), digitale Fotoausstellungen. Dieses Projekt wird kompetent geleitet durch die Medienpädagogin Brigitta Wortmann. Dazu erhält sie fachliche Unterstützung von Fachinformatiker*innen, Marketingmanager*innen und engagierten Mitarbeiterinnen des Mütter-Kinder-Zentrums.
Ausgangslage
Bassum ist durch die verzweigten Stadtteile und eingemeindeten Dörfer eher als ländliche Gegend denn als Kleinstadt zu betrachten. Das digitale Zeitalter steht hier erst am Anfang. Viele Bereiche in Bassum gelten für den Ausbau von Glasfaser als "weißer Fleck". Die Altersstruktur der Bassumer Bevölkerung weist ein charakteristisches Profil auf: Der Anteil und die Anzahl der Senioren werden künftig vermutlich drastisch zunehmen. In Bassum gibt es kaum Aus- und Fortbildungen zur Nutzung von digitalen Kommunikations- und Transferwegen für die allgemeine Bevölkerung oder benachteiligte Gruppen. Die Bereitschaft zur Nutzung und die nötige Medienkompetenzen bei großen Teilen der Bevölkerung ist niedrig. In Zeiten von Kontaktbeschränkungen haben sich viele Menschen zurück ziehen müssen und den sozialen Kontakt enorm vermisst. Es gab kaum eine Bereitschaft oder ein Angebot, diese gesellschaftlichen Hürden mit der Erweiterung von Kompetenzen oder Kreativität zu bewältigen. Große Teile der Bevölkerung verharrten in Aktionslosigkeit. In Zeiten der Kontaktbeschränkungen wie z.B. in einer Pandemie und deren Folgen (Homeschooling, Homeoffice...) sind digitale Angebote, Plattformen und Weitervermittlung der nötigen Medienkompetenz unumgänglich. Wir möchten eine generationsübergreifende, selbstverständliche Nutzung von unterschiedlichen digitalen Kommunikationswegen aufzeigen und den Einstieg dazu vereinfachen.
Projektgebiet
Gebiet-Name
Bassum - alte Stadtquartiere
Beschreibung
Schwerpunkte in den zentralen Wohngebieten der drei ursprünglichen Dorfkerne der Stadt (Loge, Freudenberg und Bassum)
Einwohnerzahl
5000
Stadttyp
Kleinstadt
Programmgebiet Sozialer Zusammenhalt
Off
Merkmalswerte
Projektgebiet in Prozent
32
Gesamtstadt in Prozent
28
Sonstige in Prozent
28
Anmerkung
https://www.diepholz.de/portal/seiten/demografischer-wandel-1001274-21750.html -> Fallstudie "Demografischer Wandel in der Stadt Bassum" und Schätzung
Unterlagen zum Gebiet
GWA/QM-Ansatz
Das Mütter-Kinder-Zentrum wird in einem ersten Schritt möglichst erstes Interesse wecken, viele interessierte Menschen ansprechen und diese auch als Multiplikator*innen nutzen. Die Angebote zur digitalen Kommunikation sollten sich an den Bedarfen der Teilnehmer*innen orientieren. Deshalb sollen die Angebote an die jeweiligen Zielgruppen angepasst und im Laufe des Projektes optimiert und verstetigt werden. Die Schaffung von Begegnungsstätten im digitalen Raum und die damit verbundene Steigerung der Lebensqualität ist die Grundlage unserer Bemühungen. Durch eine Befragung im analogen und digitalen Raum soll nach Anwender*innen und Nutzer*innen gesucht werden. Schon jetzt geben knapp 70 % der Beteiligten unsere Umfrage an, dass sie gern ein lokal-digitales Angebot erstellen möchten. Ebenso soll durch intensives Netzwerken mit örtlichen Einrichtungen (Jugendhaus, Seniorenbüro, Familienzentrum, Schulen und Kindergärten) Interesse bei denjenigen geweckt werden, die Förderbedarf haben. Durch möglichst niedrigschwellige digitale Angebote soll eine neue aktive Teilhabe entstehen. Die Verantwortung soll im Laufe des Projekts an die Zielgruppe weiter gegeben werden, so dass Hilfe zur Selbsthilfe entsteht. Somit übernimmt das Mü-Ki-Ze die Koordination und die erste Begleitung, kann aber nach zwei bis drei Jahren diese an ehrenamtliche Mitarbeiter weiter geben und sich neuen Zielgruppen und Angeboten widmen.
Qualitätskriterien
Beschreibung
Durch das Sammeln von Erfahrungen und lebendigen Diskussionen, bringen die Teilnehmer*innen neue innovative Impulse in das Gesamtprojekt ein. Dabei übernehmen sie die Organisation selbst.
Beschreibung
Die Zahl der Netzwerke und Kooperationen wächst weiter, vorhandene Strukturen verstärken sich, es entstehen gemeinsame neue Projekte.
Vernetzung im Gebiet
Akteur (Freitext)
Familienzentrum Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Jugendhaus Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Seniorenbüro Bassum
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Kreiszeitung Bassum, Weser-Kurier Syke
Typ
Stadtteil
Akteur (Freitext)
Stadtverwaltung Bassum
Typ
Stadtteil
Zustimmung Veröffentlichung
On