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von einander lernen - miteinander handeln

Förderung dörflicher Mehrgenerationengemeinschaft, Selbstwirksamkeit, Teilhabe und Integration

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Das Projekt

Der zentrale Dorfgemeinschaftsbereich um das Heimathaus, die Turnhalle mit Mehrzweckraum, den Bauerngarten, das Jugendheim und die Freiflächen mit Kinderspielplatz sollen zu einem Dorfgemeinschaftszentrum werden, in dem Begegnung und Generationengemeinschaft gefördert wird. Das Dorfgemeinschaftshaus (ehem. Jugendheim) soll sich zu einem zentralen, multifunktionalen Ort und Treffpunkt entwickeln und eine lebendige Dorfgemeinschaft fördern und der Ausgangspunkt für gute Nachbarschaft werden. Für die bauliche Umgestaltung wurde ein ZILE-Förderantrag(Dorfentwicklung) in 2024 gestellt. Das Konzept wurde im Rahmen des Dorfentwicklungsprogramms mit dem Arbeitskreis und den Bürgern entwickelt. Man will eine gute Generationengemeinschaft und Selbstorganisation initiieren. Digitale Werkzeuge sollen ihre gemeinschaftliche Nutzung und Organisation erleichtern und Aktivitäten besser bekannt und erlebbar machen werden, sowie insgesamt zu einer besseren Sichtbarkeit und größeren Wertschätzung der dörflichen Gemeinschaft und des ehrenamtlichen Engagements beigetragen. Die Dorfgemeinschaft braucht eine organisatorische Unterstützung zur Schaffung dieser neuen Strukturen bzw. diese bedarfsgerecht zu entwickeln um die angestrebte Selbstwirksamkeit zu initiieren. Die Macher in den örtlichen Vereinen und Gruppierungen wollen sich in Form eines Hausvorstandes engagieren, sind mit der eigenen Organisation derzeit aber schon stark eingespannt, dass hier eine Überbelastung in der Entwicklungsphase befürchtet wird. Daher soll ein(e) Sozialkoordinator(in) diese ca. 3-jährigen Aufbauphase mit der Dorfgemeinschaft aktiv betreiben und nachhaltig strukturieren. Die Person soll den Aufbau gezielt voran bringen, Koordinationstreffen organisieren, Bedarfe ermitteln und Interessen zusammenführen, erste Maßnahmen, (ggf. auch übergeordnete)Netzwerke und Begegnungsangebote entwickeln und eine digitale Organisationsstruktur aufbauen. Darüber hinaus sollen weitere Fördergelder und Spenden eingeworben und ggf. projektbezogenes Crowdfunding betrieben werden. Zielsetzung dieses beantragten Vorhabens ist neben den oben beschriebenen übergeordneten Zielen, die Dorfgemeinschaft in die Lage zu versetzen sich selbst zu organisieren und eigenständig Selbstwirksamkeit zu entfalten. Langfristig steht die Vision einer Entwicklung des DGH zu einem Mehrgenerationenhaus (MGH) hinter diesem ersten Entwicklungsprojekt, das sich durch Kooperationen und Einnahmen aus Veranstaltungen selbst finanziert.

Ausgangslage

Rastdorf ist ein relativ junges Dorf und hat eine besondere Entwicklungsgeschichte. Es wurde 1941 durch die Umsiedlung des Dorfes Wahn gegründet, das aufgrund einer Schießplatzerweiterung aufgegeben und auf 2 Dörfer verteilt wurde. Davon war Rastdorf eines. Rastdorf ist insgesamt stark von Zu- und Abwanderung geprägt. Eine weitere Zuwanderungswelle erfolgt durch Spätaussiedler in den 90er-Jahren. In den 2000er-Jahren erfolgte eine starke Zuwanderung von Ruheständlern aus dem Ruhrgebiet. Aktuell erfolgt ein großer Anteil an Zuzug von osteuropäischen Arbeitskräften. Die Abwanderung wird häufig mit fehlender Infrastruktur und sozialem Leben begründet. Rastdorf erstreckt sich als Straßendorf über 11km was sich als weiteres Problem vor dem Hintergrund darstellt, dass der in den 40er-Jahren entwickelte Ortskern durch Schul-, Kirchen- und Gaststättenneubau geplant war und in der heutigen Zeit keinen optimalen Raum für dörfliches Leben und Begegnung bildet wie ein gewachsenes Dorf. Die einzige Gaststätte im Dorf wurde in 2024 aufgegeben. Im Rahmen des Dorfentwicklungsprozesses wurde schnell klar, dass das gesellschaftliche Miteinander und eine Vernetzung, die Begegnung der sozialen Gemeinschaft, die Integration und Teilhabe verbessert werden muss. Konflikte in der Nutzung des Jugendheims sind anzugehen. Das Dorf hat eine Vielzahl von Aktivitäten, aber es fehlt an deren (digitaler) gemeinschaftlicher Organisation und Förderung von Demokratie im Dorf, Sichtbarkeit und der Weiterentwicklung von niedrigschwelligen Begegnungsangeboten für Integration und Teilhabe, insbesondere für Zugezogene und die älteren Dorfbewohner.

Ansatz und Methodik

Mit unserem Projekt initiieren bzw. unterstützen wir einen gesellschaftlichen Transformationprozess zu mehr Miteinander und Demokratie, guter Integration und starker Selbstwirksamkeit der Dorfgemeinschaft. Sozialräumliche Gegebenheiten und Gewohnheiten sollen in einem Veränderungsprozess überprüft und den Bedürfnissen aller Bürger angepasst werden. Insbesondere die Förderung bestimmter Zielgruppen wie die der älteren Mitbürger, der Kinder u. Jugendlichen und der Zugezogenen sollen im Fokus stehen. Das zu entwickelnde eigenverantwortliche Handeln wird dazu beitragen eine Rastdorfer Lebenskulur zu schaffen und die Öffnung der Dorfgesellschaft für alle im Sinne einer guten Nachbarschaft zu bewirken. Es erfolgt mit professioneller Unterstützung eine Aktivierung von Selbstorganisation und Partizipation, eine Stärkung von Integration und Generationengemeinschaft, eine Förderung von Selbsthilfekompetenz, Konfliktbewältigung und Selbstwirksamkeit. Es werden neue gemeinschaftliche Projekte und Aktionen entwickelt und die personellen Ressourcen von Mitwirkenden erweitert, das Ehrenamt ausgebaut und gestärkt und die allgemeine Wertschätzung des Geleisteten für alle sichtbar gemacht.