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Zukunft. Mitte. Northeim.

Zukunft gemeinsam leben!

Das Projekt

Die Werk-statt-Schule e.V. wurde 1979 als gemeinnütziger Verein gegründet. Gemeinwohlorientierte Arbeit sowie eine Mitgestaltung gesellschaftlicher Strukturen vor Ort war stets das Ziel. Sie hat sich im Laufe der Zeit immer wieder auf die neuen Herausforderungen der Gesellschaft eingestellt und ist derzeit als Bildungs- und Projektträger im sozialen Bereich sowie als Träger einer staatlich anerkannten Förderschule tätig. Wir arbeiten konfessionell, weltanschaulich und parteipolitisch unabhängig. Im zukünftigen GWA-Quartier sind wir bereite seit mehreren Jahren im Bereich der Migrationsberatung, der rechtsübergreifenden Familienberatung (taff+), der beruflichen Beratung für Frauen und mit weiterführenden Integrationsmaßnahmen tätig. Aktuelle zudem mit einem Bundesprojekt zur Stärkung der Regional- und Demokratieentwicklung, das in Kobination mit GWA zu einer Verstetigung beitragen kann. Uns sind uns viele der Bedürfnisse der Bevölkerung im Quartier bekannt. Möglichkeiten um eine positive Entwicklung anzuregen und auch zu verstetigen bieten sich durch die Aktivierung der Menschen im Quartier, die Beteiligung u.a. bei der Gestaltung und Nutzung von Flächen, die Förderung des Miteinanders durch Begegnung und Kommunikation. Außerdem ist die übergreifende Kooperation von (sozialen) Einrichtungen und die Abstimmung deren Angebote auf die Bedürfnisse der Bevölkerung im Quartier erforderlich. Die Zusammenarbeit zwischen Zivilgesellschaft, Wirtschaft und Kommune hat einen spürbaren Verbesserungsbedarf; der vorhandene Sanierungsträger und die Ergebnisse seiner Untersuchungen müssen transparent gemacht werden. Auch müssen die zureisenden Beschäftigten in die Entwicklung mit ihren jeweiligen Interessen eingebunden werden, um Kaufkraft zu generieren und so zur positiven Zukunft beizutragen. Zusätzlich muss eine gesunde und zukunftsfähige Entwicklung des Quartiers auch durch eine kommunale Strategie der Stadt unterstützt werden. Eine solche liegt für den Ostteil (Harztor) vor. Hier soll nach dem Willen der Stadt ein Kunst- und Kulturquartier entstehen. Ebenso gibt es eine Planung für ein „Gesundheitsquartier. Diese Planungen sind bereits vor 10 Jahren abgeschlossen worden. Bedürfnisse sind: Integration in Arbeit und Gesellschaft, Mitwirkung an der Entwicklung des Quartiers, (soziale/kulturelle) Infrastruktur, die ganzjährig und auf Dauer angelegt ist, adäquate Wohnmöglichkeiten für Familien, Senioren, adäquate Infrastruktur für Einpendler:innen.

Ausgangslage

Im Quartier „Innenstadt innerhalb der Stadtmauer“ mit der Breiten Straße als einstiger Lebensader zeigt sich eine besorgniserregende Entwicklung: Es gibt eine hohe Anzahl von Leerständen, Mangel an adäquatem Wohnraum, eine Tendenz der Überalterung der Bewohner und gleichzeitig den Zuzug von Migrant*innen ohne angemessene Integrationsleistungen für diese Gruppe sowie Geschäfte (z.B. Spielothek), die zum negativen Image des Viertels beitragen. Ein Gebäudekomplex aus den 70er Jahren bietet in einer Einkaufspassage Geschäfte, die das untere bis mittlere Preisniveau bedienen. Das Quartier wird ebenso geprägt vom Gebäude der Landkreisverwaltung (Hochhaus) und Mietwohnungen, die im unteren Mietniveau angesiedelt sind und teils prekäre Verhältnisse aufweisen. Angsträume sind an vielen Stellen des Quartiers zu finden. Es besteht die Gefahr einer weiteren Abwärtsspirale, die mit einem mangelnden Vertrauen in eine positive Zukunft des Innenstadtbereichs bereits begann und zu einer Verfestigung der Probleme geführt hat (weitere Absenkung des Mietniveaus und Wohnstandards sowie eine Stigmatisierung des Quartiers als sozial und qualitativ schlechte und "abgehängte" Wohn- und Geschäftslage). Es bedarf dringend positiver Impulse für dieses Quartier, um ein attraktives Lebensumfeld aufzubauen und die Bewohner in diesen Prozess zu integrieren. Nach mehreren Jahren ist es der Stadt gelungen – entgegen vieler Einsprüche/ Bürgerbegehren – eine neue Gestaltung für den Münsterplatz (zentraler Platz im Quartier) durchzusetzen. Nicht gelungen ist es, alle Bürger dafür zu gewinnen, auch weil Vorschläge und Bedürfnisse keine Berücksichtigung fanden.

Ansatz und Methodik

In der Zusammenarbeit mit den betroffenen Personen wird hier versucht die im Quartier vorhandenen Problemlagen und Handlungsfelder zu erfassen und die Bedürfnisse der Bewohner:innen (und hier auch der Arbeitseinpendler:innen) erkennbar zu machen. Die das Quartier belastenden Faktoren sollen mittel- bie langfristig bearbeitet und gemindert, bestenfalls sollen die Problemlagen gelöst und die Bedürfnisse weitestgehend berücksichtigt und erfüllt werden.Die Bewohner:innen sollen aktiviert, zur Mitarbeit und Mitwirkung animiert werden, um sich so selbst für ihr Gemeinwesen und dessen Zukunft einsetzen zu können. Zudem wird eine intensive Vernetzung mit den institutionellen Akteuren, den Anbietern von sozialen Dienstleistungen und mit Entscheidungsträger:innen in Politik und Verwaltung zur nachhaltigen Sicherung der GWA angestrebt. (Göttinger Modell der nachhaltigen Finanzierung von GWA und Sozialraumorientierung) Es soll ein wesentlichen Beitrag für die bedarfsgerechte Umsetzung sozial- und kommunalpolitischer Aufgaben und zur Belebung, Begeisterung für und Nutzung von demokratischen Prozessen und zur Sicherung von demokratischer Verhältnissen geleistet werden.