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2 NaVaLi Oasen-Projekt, Teilprojekt 2 (Vahrenwald)

Stärkung und frischer Wind für die GWA im Stadtbezirk Vahrenwald-List zur solidarischen Entwicklung dreier unterschiedlicher Nachbarschaften - zwei mit zum Teil stark erhöhten sozialen Bedarfen.

Das Projekt

# Fortsetzung zu Beschreibung in TP1 # Die Bewohner*innen aus (TP1) werden projektorientiert aktiviert und bringen sich in die Entwicklung, Organisation und Umsetzung des Gesamtprojektes in TP1, 2 und 3 ein. Die NaVaLi-Projekt-Gemeinschaft stärkt eine solidarische Entwicklung der drei Nachbarschaften. Ziel des Projektes ist die Gestaltung und Verbesserung von Lebensbedingungen der Bewohner*innen mit Blick auf die größeren sozialen Zusammenhänge der Nachbarschaften, der Quartiere und des Stadtbezirks unter maßgeblicher Einbeziehung und Aktivierung der Bewohner*innen selbst. Ausgehend von der Stärkung ihrer lokalen, sozialen Beziehungen und Kooperationen werden sie darin unterstützt, ihre eigenen Interessen zu formulieren. Durch den mit fachlicher Expertise unterstützten Einsatz soziokultureller Interventionen und Sozialtechniken wird gemeinsames Handeln gefördert. Insbesondere durch die komplexe Oasen-Spiel Methode, welche vielfältige Techniken aus den Bereichen der GWA und der Kunst/Kultur nutzt. Kern des im Projekt zur Anwendung kommenden Methoden-Mixes ist die gemeinschaftsbildende Methode des Oasen-Spiel (entwickelt von Instituto EOLOS). Sie wird u.a. zur Vernetzung der Nachbarschaft und Bildung der Aktionsgruppen der jeweiligen Teilprojekte genutzt. Sie befähigt außerdem die Teilnehmenden, ihr Umfeld mitzugestalten und ihre nachhaltigen Ideen Wirklichkeit werden zu lassen. Es entstehen Oasen, (re-)generative Aktionsräume der GWA. Auch wird der Aufbau fester Kerngruppen (Kollektive) und diverser Aktionsgruppen unterstützt, die sich mit unterschiedlichen Fragen des Gemeinwesens zu Verbesserungen im Alltag der Nachbar*innen auseinandersetzen, Ideen entwickeln, selbstorganisiert konkrete Maßnahmen umsetzen und ihre entstehenden, kleinen Projekte fortführen. Teilnehmende erhalten dabei im Rahmen des NaVaLi Projektes einige professionelle Fachunterstützung. Austausch und Abstimmung mit den im Bezirk aktiven Akteur*innen sozialer Arbeit der LHH und anderer relevanter Einrichtungen im Stadtbezirk werden sicher gestellt, Kooperationen angestoßen, Solidarität gefördert. Der Trägerverein ist selber vor einigen Jahren aus Oasen-Spielen heraus initiiert worden. Aus eigener Erfahrung wissen wir, dass die Spielteilnahme für alle Bewohner*innen niedrigschwellig möglich ist, gemeinschaftsbildend wirkt und viel Spaß macht! Wobei es nicht um „Bespaßung“ sondern um spielerischen, individuellen und kollektiven Wandel vor Ort geht. # Fortsetzung s.u. TP3 #

Ausgangslage

Im Quartier Vahrenwald-Büssing (TP2) leben ökonomisch, sprachlich, kulturell und sozial benachteiligte Menschen - insbesondere alte Menschen, Junge und Familien. Wohnraum ist hier bezahlbar und verfügbar. Die große kulturelle Vielfalt der Bewohner*innen kann soziale Spannungen und integrative Herausforderungen bringen. Integration stellt in diesem Quartier eine große Herausforderung dar. Bspw. in Schulklassen liegt der Anteil der Kinder mit Migrationshintergrund z.T. bei bis nahezu 100%. Bisher ist es kaum gelungen, junge Menschen in die Entwicklung des Quartiers einzubeziehen und an eine frühzeitige Übernahme von Verantwortung für ihr eigens Umfeld heran zu führen. Die Pandemiezeit hat der Entwicklung isolierter Communities, in denen die eigene Muttersprache gesprochen wird, sogar einen Schub gegeben. Sozial herausfordernde Situationen in dem hoch verdichteten Quartier, erschweren die Integration. Die Zuwanderung durch Flüchtlinge könnte besondere, soziale Bedarf schnell weiter ansteigen lassen. Soziale Herausforderung des demografische Wandels, der Vereinzelung (Single-Haushalte) und während der Pandemie führten die Bewohner*innen in der anonymen Großstadtatmosphäre in die Vereinsamung oder in den unbemerktem Rückzug bei psychischen Belastungen aber auch zu Spaltungen in der Gesellschaft und zur Schwächung des Gemeinwesens. Hier braucht es im Rahmen sozialer Arbeit abgestimmte Maßnahmen, um den negativen Entwicklungen präventiv vorzubeugen. In diesem Quartier Vahrenwald (TP2) wird NaVaLi bereits ab Projektbeginn mit dem Freizeitheim Vahrenwald, der IGS-Büssingweg, u.a. kooperieren.

Ansatz und Methodik

## Fortsetzung von TP1 ## Im NaVaLi-Projekt werden u.a. vier intensive Oasen-Spiele, mit je 14-tägigen Spiel-Zyklen, unterteilt in sechs Phasen, der von den Teilnehmenden vollständig durchlebt: 1. Teilnehmer werden ermutigt, über ihre Träume und Wünsche für ihre Gemeinschaft zu sprechen und sie auf eine gemeinsame Vision zu fokussieren. 2. Alle Interessengruppen in der Gemeinschaft werden identifiziert und eingeladen, an der Gestaltung der Gemeinschaft teilzunehmen. 3. Nachbarschaft wird analysiert, um ihre Stärken, Schwächen, Chancen und Herausforderungen zu identifizieren. 4. Eine gemeinsame Vision für die Zukunft der Nachbarschaft wird erstellt. 5. Gemeinsam werden Strategien entwickelt, um die Vision zu verwirklichen. 6. Konkrete Aktionen werden umgesetzt, um die Vision zu erreichen. In den Oasen-Spielen werden für das Gemeinwesen und den sozialen Prozess der drei Mikrogebiete und den Stadtbezirke wichtige Ergebnisse und Fortschritte „erspielt“: „sichtbare Ergebnisse“ , z.B. Projekte und „unsichtbare Ergebnisse“, z.B. Kompetenzen und Fähigkeiten (für konkrete Erläuterung hierzu s.a. „Oasenspiel-GWA_Nachhaltigkeitsaspekt.pdf“ unter Rubrik „Nachhaltigkeit“.) Die Spielphasen enthalten viele Aspekte und Methoden der GWA, die mit den in den Mikrogebieten etablierten Strukturen Sozialer Arbeit verknüpft werden und wertvolle Impulse geben können. Diese Impulse werden aufgenommen und weitergegeben. Weietre Aktivierungen und Synergien entstehen. #Fortsetzung siehe TP3#