Das Projekt zielt darauf ab, den Menschen im Einzugsgebiet einen zentralen Anlaufpunkt zu bieten. Das „Eltern- und Begegnungscafe“ soll dabei unabhängig von Alter, Problemlage, Einkommenssituation etc. für alle Ratsuchenden niedrigschwellig zugängig sein.
Viele Menschen scheuen sich, bei Problemen eine Beratungsstelle aufzusuchen. Dies kann verschiedene Gründe haben, zB. Hohe Hemmschwelle, Unsicherheit, an welche Fachstelle man sich je nach Problematik wenden kann, mangelndes Vertrauen in Unterstützungssysteme. Die Maßnahme „Eltern- und Begnungscafe“ zielt darauf ab, genau diese Beratungshemmnisse zu lösen, in dem ein offenes Beratungsangebot für jeden in einem unabhängigen Raum angeboten wird. Es soll ein „Begegnungsraum“ geschaffen werden, der Raum für Fragen und Suche nach Unterstützung bietet, aber den Adressaten auch die Möglichkeit eröffnet, neuen Kontakt zu Menschen in ihrem Umkreis aufzubauen.
Die Beratung ist dabei zunächst Themen- und Ergebnisoffen.
Die Zielgruppe der Maßnahme sind also insbesondere Personen, die bisher nicht oder nicht ausreichend von den örtlichen Beratungsdiensten erreicht und unterstützt werden konnten.
Das „Eltern- und Begnungscafe“ fungiert als Anlaufstelle für Problemlagen aller Art. Es wird zunächst eine Erstberatung angeboten, in der auf die Problematik gesehen wird, Vertrauen gewonnen werden soll und ein Blick auf mögliche Lösungsansätze gerichtet wird. Je nach Problemlage soll dann entschieden werden, ob eine ausreichende Unterstützung im Rahmen des Beratungsangebotes angeboten werden kann, oder ggf. die Vermittlung an einen entsprechenden Fachdienst nötig wird. Hierbei kann Unterstützung bei der Vermittlung in den Spezialdienst geleistet werden und durch entsprechende Informationen evtl. Hemmschwellen abgebaut werden.
Das Projekt soll in seiner Ausgestaltung an den Bedürfnissen vor Ort orientiert sein. Neben dem regelmäßigen offenen Beratungsangebot können zu Fragen, die besonders viele Ratsuchende bewegen oder denen eine hohe Bedeutung hinzukommt, z.B. aufgrund aktueller Ereignisse, wie zuletzt die Corona Krise oder der Ukraine-Krieg, Sonderveranstaltungen wie Vorträge, Informationsveranstaltungen oder Gruppenberatungstermine angeboten werden. Auch die Vorstellung von Vertreter*innen von Fachdiensten ist im Rahmen von Einzelterminen möglich.
Ausgangslage
Beratungsangebote für Hilfesuchende vor Ort sind begrenzt und für Ratsuchende oft mit einer hohen Hemmschwelle verbunden, da die Kontaktaufnahme ihnen schwer fällt oder sie sich mit ihren Problemlagen noch nicht an Fachdienste wenden möchten.
Die Maßnahme Eltern- und Begegnungscafe zielt darauf ab, genau diesen Menschen eine Anlaufstelle zu bieten, indem sie zum einen ein offenes Beratungsangebot bietet, das zu festen Uhrzeiten ohne Termin und ohne Themenvorgabe vorhält und zum anderen auf Niedrigschwelligkeit setzt. Das heißt, Personen mit Fragen und Hilfebedarf sollen an einem Punkt erreicht werden, an dem soziale Problemlagen noch nicht so ausgeprägt sind, dass das Handeln eines Fachdienstes nötig wird. Sollte sich in der Erstberatung doch ein entsprechender Bedarf herausstellen, wird im Rahmen der Netzwerkarbeit bei der Vermittlung zu Fachdiensten geholfen und so versucht, Barrieren und Vorurteile abzubauen, die Ratsuchende bisher gehemmt haben, sich Hilfe zu suchen.
Zielgruppe der Maßnahme sind alle Personen im Umkreis der Kirchengemeinde, unabhängig von Alter, Kultur und Problemlage.
Die Beratungsräume in der Kirchengemeinde St.Josef sind zentral gelegen, in Mitten der Einrichtungen: Kirche St. Josef, Kindergarten St. Josef und Caritasverband Südniedersachsen, Standort Herzberg.
Ein weiteres Ziel der Maßnahme ist es, den Austausch der Menschen vor Ort voranzutreiben, indem im Rahmen des offenen Beratungsangebotes auch die Möglichkeit für Ratsuchende besteht, miteinander in Kontakt zu kommen. Bei entsprechendem Bedarf, z.B. häufigen Fragestellungen oder aktuellen Themen werden Gruppenveranstaltungen mit Vorträgen für einen größeren Personenkreis angeboten.
Ansatz und Methodik
Ziel der Verbesserung der Lebensbedingung der Menschen vor Ort durch Angebot eines niedrigschwelligen Anlaufpunktes. Zudem soll die Möglichkeit bestehen, erleichtert Kontakt zu anderen Menschen aus dem Wohngebiet aufzunehmen und mit Hilfe der Netzwerkarbeit sollen sowohl Kenntnisse über die bestehenden Angebote vor Ort, als auch ein erleichterter Zugang zu diesen ermöglicht werden.