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Teilen & Teilhabe in der Südstadt

Umweltgerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe durch sozial ökologische Stadtentwicklung

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Das Projekt

Ökostadt e.V. arbeitet in Hannover an der Vision einer umweltgerechten Gesellschaft, ausgehend den Bedürfnissen der Bürger*innen selbst. Ziel dieses Projektes ist es, die Menschen in der Südstadt zu empowern und zu ermächtigen, selbst aktiver Teil einer sozial-ökologischen Stadtentwicklung zu sein. Dabei erreichen wir aktuell nur einen kleine, bereits interessierten und privilegierten Teil der Gesellschaft. Durch unsere gute Verankerung im Projekt-Kiez (diskutive Stadtteilspaziergänge und der Gemeinschaftsgarten Berthas-Beete ) haben wir bereits ein Netzwerk von Partner*innen, die entweder ein Zugang oder Angebot für marginalisierte Gruppen haben z.B. Tauschtreff Südstadt und Foodsharing oder uns mit Ressourcen und neuen Angeboten beim Projekt unterstützen wollen z.B. Unverpackt und Bioläden oder Naturfreunde Jugend. "Südstadt: Teilhabe & Teilen” möchte verstärkt Gesellschaftsteile erreichen, die aufgrund ihrer aktuellen Lebenssituation bisher keinen oder eingeschränkten Zugang zum Thema sozial-ökologische Stadtentwicklung haben. Um marginalisierte Gruppen aufzusuchen und in einen gemeinsamen Dialog und Bedarfsermittlung zu kommen, plant Ökostadt zielgruppengerechte Aktivitäten rund um Themen wie Zugang zu Nahrung und Konsumgütern, soziale Vereinsamung, Kinderbetreuung u.a. Alle Aktivitäten lassen Platz und Räume für individuelle Ideen und Bedarfe der Menschen vor Ort. Die Umsetzung erfolgt schwerpunktmäßig in drei Formaten: 1. Aufsuchende Stadtteilspaziergänge: Wir begleiten Bewohner*innen durch ihr Quartier, zeigen bestehende Lösungsansätze auf und fokussieren uns auf Orte in der Südstadt, die ein hohes sozial-ökologisches Entwicklungspotential aufweisen. Für diese Orte entwickeln wir während der diskutiven Stadtteilspaziergänge gemeinsam erste Utopien und unterstützen die Umsetzungsmotivation der Bewohner*innen, diese in die Realität zu übertragen.
 2. Einladende Veranstaltungen: An vorab identifizierten Orten und in Kooperation mit Initiativen, die sozial-ökologisches Entwicklungspotential mitbringen, organisieren wir niedrigschwellige thematische Workshops (z.B. Hochbeete-Bau, Reparier-Treffen etc.). Dabei vermitteln wir Umwelt- und Gestaltungsbildung und bringen interessierte Menschen aus den jeweiligen Stadtteil-Ecken zusammen.
 3. Nachhaltiges Netzwerken: Mit etablierten Akteur*innen und Partner*innen unter dem Dach von Ökostadt, verbinden wir in der Südstadt den Informationsfluss, ermöglichen bedarfsorientierte Aktionen (Bau von neu

Ausgangslage

Das Themenfeld sozial-ökologische Stadtentwicklung ist ungleich in der Gesellschaft verankert. Bei den Veranstaltungen von Ökostadt werden bisher Menschen mit einem hohen Akademisierungsgrad und vergleichsweise privilegierten Lebensläufen sowie ein Bewusstsein für ökologische Stadtentwicklung erreicht. Somit erreicht Ökostadt aktuell nur einen kleinen homogenen Teil der hannoverschen Stadtgesellschaft. Die existenziellen Fragestellungen von vielen Menschen sind jedoch eng mit einer sozial-ökologischen Stadtentwicklung verbunden. Diese Verbindung wollen wir mit diversen Partner*innen in der Südstadt als Austauschplattform nutzen und aufzeigen, dass durch ökologisch-nachhaltiges Handeln auch existenzielle Bedarfe zu erfüllen sind - und zwar als Querschnitt für die hannoversche Gesellschaft. Das Projekt zielt darauf ab, die Wechselwirkung zwischen gesellschaftlicher Teilhabe und Armutsbekämpfung in Verbindung mit ökologischen Handeln zu erproben. Die These: Armutsbekämpfung und die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe kann durch ökologische Lösungsansätze erreicht werden. Die Südstadt weist einen hohen Anteil an Einpersonenhaushalten (62,5 %) auf und 59,8 % der sozialversicherten Beschäftigten sind über 55 Jahre alt und werden in Kürze die Anzahl an Senior*innen (aktuell 21,5 %) weiter erhöhen. Trotz oder gerade aufgrund der vergleichsweise guten finanziellen Situation der meisten Bewohner*innen gibt es Altersarmut, gesellschaftliche Isolation und weitere marginalisierte Gesellschaftsgruppen, die in der Südstadt nicht gesehen werden. Hier setzt da Projekt an und entwickelt mit den Bewohner*innen Angebote wie z.B. gemeinsames Gärtnern, Repair Treffen etc..