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Familienzentrum Emma und Paul

Familie ist, wo wir gemeinsam auf dem Weg sind.

Das Projekt

Beantragt wird die Förderung für das bestehenden Familienzentrum Emma und Paul in Trägerschaft der Ev.-luth. Kirchengemeinden St. Paulus und Emmausgemeinde in Langenhagen. Das Familienzentrum lebt den Gedanken, dass Gottes Liebe allen Menschen gilt und in der Gestaltung des täglichen Lebens konkrete Form annimmt. Die Mission der Arbeit von Emma und Paul ist getragen von der Idee, dezentral zu arbeiten – wir gehen zu den Menschen, an verschiedene Standorte. Die Arbeit des Familienzentrums leitet eine Koordinatorin (die Sterlle ist zur Zeit unbesetzt, soll wieder besetzt werden, wenn die finanziellen Mittel vorhanden sind), unterstützt durch eine Diakonin sowie die Pastoren beider Gemeinden. Das Team füllt verschiedene Kompetenzfelder aus: Die Koordinatorin ist für die Konzeption des Programms sowie für die Umsetzung durch Honorarkräfte und Ehrenamtliche zuständig. Sie ist für Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising zuständig und pflegt den Kontakt zu den Familien. Die Diakonin verzahnt durch ihre Tätigkeit das Familienzentrum mit den Gemeinden. Eine Pastorin und ein Pastor durchdenken mit Koordinatorin und Diakonin die Angebote, sind in der Leitung und Geschäftsführung des FZ tätig. Sie lenken im Steuerungskreis die perspektivische Ausrichtung des Familienzentrums. Die Angebote des FZ bestehen aus: dem Familiencafé als Treffpunkt, Babykursen angelehnt an das Konzept der DELFI-Kurse, offene Nachmittage für Familien mit Kindern verschiedener Altersstufen (das Angebot wird von einer Honorarkraft geleitet; Eltern bzw. Bezugspersonen kommen mit ihren Kindern, Geschwisterkinder sind willkommen; für Kinder im Grundschulalter gibt es ein Angebot ohne Eltern). Für Jugendliche wird eine Theatergruppe angeboten. In der Erwachsenenbildung bietet das FZ Zumba und Töpfern an, sowie Vorträge zu gewünschten (pädagogischen) Themen und Fortbildung der Honorarkräfte und ehrenamtlichen Mitarbeitenden. Ergänzend zum wöchentlichen Programm werden Veranstaltungen im Kirchenjahr und Angebote für Kinder und Jugendliche in den Ferien angeboten. Grundsätzlich ist die Arbeit des Familien-zentrums konfessionsübergreifend.

Ausgangslage

Wir beobachten, dass in vielen Familien, die in unseren Gemeindegebieten leben, beide Eltern arbeiten bzw. ein Elternteil nur kurz in Erziehungszeit ist. Das ist ein Grund unter anderen, dass die Bewältigung des Alltags für viele Familien schwer ist und dass wenig Kapazität zur Vernetzung der Familie untereinander vorhanden ist. Vielen Familien fällt es schwer, eine gute Struktur in den Alltag zu bringen oder die Kinder angemessen zu unterstützen und zu fördern. Der Stadtteil Wiesenau (ein Teil unserer Gemeindegebiete) ist Teil des EU-Förderprogramms „Soziale Stadt“, hier leben viele sozial schwache Familien. Der Ausländeranteil (1. Staatsbürgerschaft nicht deutsch) liegt in Wiesenau bei 28,4 %, verglichen mit Gesamt-Langenhagen 13,8 %. Der Anteil von Elternjahrgängen (Alter 24-37 Jahre) liegt mit 22% über dem Langenhagener Durchschnitt von 17% . Ähnlich sieht es im Gebiet der Gemeinde St. Paulus (der Stadtteil heißt Langenforth aus.) Den Familien sollen milieuübergreifende Begegnungen ermöglicht werden und es sollen nachbarschaftliche Netzwerke gegenseitiger Unterstützung gefördert werden. Dazu dienen unsere Angebote, die teilweise in Kooperation mit anderen Vereinen oder Beratungsstellen des Kirchenkreises und der Stadt durchgeführt werden. Im Sinne einer gemeinwesenorientierten Arbeit kooperieren wir z.B. bei unserem Kindernachmittag am Donnerstag mit dem Quartierstreff in Wiesenau. Außerdem finden die Familien im Familienzentrum kompetente Ansprechpartner für ihre Probleme oder wir vermitteln weiter zu Beratungsstellen.

Ansatz und Methodik

Wir wollen verstärkt Familien, die in den Stadtteilen Weisenau, Brink und Langenforth leben, ermutigen und befähigen, ihre Belange, Bedürfnisse und Wünsche, die ihnen im Familienalltag helfen, zu artikulieren und in Projekten bzw. Angeboten umzusetzen. Wir kooperieren mit Einrichtungen in den Stadtteilen und der Stadt.