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Bürgertreff "Kiek wedder in"

Wir für hier/ Bürger*Innen aktiv/ gemeinsam sind wir stark/ das geht uns alle an/ hallo Nachbar

Das Projekt

In der SG BSB ( Gemeinde Gehrde) soll ein Treffpunkt für alle Bürger entstehen. Während der Öffnungszeiten; geplant sind 2 Std. Vor- und 2 Std. Nachmittags an wenigstens 4 Tagen in der Woche) sollen Angebote gemacht werden für unterschiedliche Zielgruppen. Spiel, Spaß, Gesellschaft aber auch Beratung, Mittagstisch, Bewegung und Information sollen angeboten werden. Für die Öffnungszeiten haben wir 2 Personen auf 450€ Basis eingeplant. Weitere Personalstunden werden ehrenamtlich geleistet. Beratung, Information, Unterstützung etc. wird der Treffpunkt durch das Ehreamtsbüro der Samtgemeinde Bersenbrück bekommen. Durch den Bürgertreff sollen die vorhandenen ehrenamtlichen Strukturen ausgebaut und unterstützt. Ein Treffpunkt sein für alle die alleine sind und Kontakt oder Rat suchen. Wenn es uns gelingt, dass der Treffpunkt auch von Neubürgern angenommen wird hätten wir eine wunderbare Symbiose und gegenseitige Akzeptanz erreicht. Wir planen den Treffpunkt zentrumsnah. Zwei mögliche Mietobjekte haben wir schon besichtigt und mit den Eigentümern gesprochen. Die Ausgestaltung der Räumlichkeiten werden wir zum größten Teil in Eigenleistung erbringen können. Die benötigten Sachmittel können wir momentan nur schätzen. Geplant ist weiter, Seniorengruppen, Jugendgruppen und auch die Helferkreisguppen aktiv in den Treffpunkt einzubezeihen und die unterschiedlichen Nutzungsmöglichkeiten vorzustellen. Der Bürgermeister wird alle Haushalte mit einem Brief persönlich benachrichtigen und zur Einweihung einladen. Ehrenamtliche Senioren die schon jetzt in der Flüchtlingsarbeit tätig sind werden den Treffpunkt für ihre Gruppen bzw. Familien nutzen können (Hausaufgabenhilfe) Ehrenamtliche Demenz- und Alltagsbegleiter werden mit ihren Senioren den Treffpunkt als Begegnung- und Veranstaltungsort nutzen. Ein Mittagstisch mit Programm für z.B. Bewegung und Gedächtnistraining wird entstehen. Auf Dauer wird vielleicht eine Nähwerkstatt, ein Repairecafé o.ä. möglich sein. Ehrenamtliche bieten kreative, musische und handwerkliche Gruppenstunden an. Unsere Neubürger werden aus ihrem Kulturkreis und ihren Lebenswelten heraus Angebote machen. Zu besonderen Veranstaltungen an Wochenenden oder Abenden werden die Mitarbeiter Einladungen an alle Vereine, Institutionen und Initiativen verschicken. Einzelne Gruppen und Vereine wurden bereits besucht und über einen möglichen Treffpunkt informiert. Bislang haben wir sehr positives Feed back und Angebote der Mitarbeit bekommen.

Ausgangslage

In der SG BSB (hier die Gemeinde Gehrde) leben viele alleinstehende alte Menschen. Außerdem gibt es dort etliche Randgruppen und Neubürger. Für sie alle wünschen wir uns einen Ort an dem sich die Bürger zwanglos treffen können. Das Problem jetzt ist, dass wir keinen neutralen Ort haben wo sich alle Menschen gleichermaßen gut aufgehoben fühlen. Durch die Zuwanderung hat es eine gewisse "Inselbildung" gegeben und es ist schwer, diese Menschen in das Dorfleben einzubinden. Schule und Kindergarten sind selbstverständlich, aber viele Erwachsene leben bis heute isoliert. Der demografische Wandel ist auch in Bersenbrück zu spüren. In Gehrde leben die alten Menschen teils sehr verstreut allein auf einer alten Hofstelle. Deshalb wünschten wir uns für unsere Senioren einen neutralen Ort für zwanglose Treffen, Beratungs- und Feizeitangebote, allgemeine Unterstützung im Alltag. Ein Kreis von "Kümmerern" soll entstehen (bzw. weiter ausgebaut werden) und sowohl für unsere Neubürger als auch für unsere Senioren ein Netz an Hilfestellung aufbauen. In Gehrde gibt es keinen Arzt, keine Apotheke, keinen Lebensmittelladen. Man trifft sich nicht mehr so einfach mal eben beim Einkaufen oder im Wartezimmer. Momentan bietet die Kirchengemeinde einmal im Monat Seniorenkaffee an, dies erreicht nicht alle Senioren und ist auch viel zu wenig. Freizeitangebote gibt es auch von den Vereinen, vereinzelte Feste etc. aber nichts kontinuierliches, keinen Ort den man aufsuchen könnte während der Woche um zur reden oder um Gesellschaft zu finden. Den Neubürgern begegnet man oft mit Desinteresse oder gar Ablehnung. Die Neubürger zeigen kaum Interesse am Dorfleben teilzunehmen.

Ansatz und Methodik

Durch den Aufbau eines neutralen Treffpunktes zentral im Ort, mit hauptamtlichen Strukturen für Unterstützung, Vernetzung, Beratung, Vermittlung, sozialer Teilhabe, könnten wir es schaffen, den demografischen Wandel zu meistern. Eine (zwei) hauptamtliche Person wäre in der Lage die schon vorhandenen Ehrenamtsstrukturen zu koordinieren und auszubauen. Es ist unsere Hoffnung, die vielen Menschen, die als Neubürger aus allen Teilen der Welt zu uns gezogen sind, mit ins Boot zu bekommen um auch durch ihre Hilfe und Unterstützung ein gutes Miteinander zu fördern. Gleichzeitig könnten wir über unterschiedliche Angebote auch unterschiedliche Gruppen ansprechen und somit ein Zeichen setzen für Toleranz und Miteinander! Ein offener, neutraler Treffpunkt könnte die oft konservative Denkweise der Dorfbevölkerung positiv beeinflussen und somit ein besseres Sozialgefühl bzw. Gefüge fördern. Beratungsstrukturen könnten verbessert und ausgebaut werden. Insbesondere auch die Beratung für Migranten wird noch viel zu wenig in Anspruch genommen. Die alten Nachbarschaften pflegen und gleichzeitig die neuen Nachbarn willkommen heißen und kennenlernen, gemeinsame Projekte auf den Weg bringen und dadurch den Zusammenhalt stärken, das ist der Wunsch, das könnte mit einem Treffpunkt gelingen.